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„Mir fehlen die Worte“

Eine Viertklässlerin wird von einem Mitschüler an einer Grundschule im hohenlohischen Krautheim gewürgt. Die Familie des Mädchens wendet sich hilfesuchend an die Schule. Diese reagiert. Sie fordert den betreffenden Schüler auf, sich bei dem Kind zu entschuldigen. Dem Mädchen wird angeboten, in die Parallelklasse zu wechseln (wir berichteten).

Negative Konsequenzen für das Opfer

GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann sieht das Durchspielen derartiger Optionen kritisch. „Dem Mädchen wird damit im Prinzip eine Flucht vor einem gewaltbereiten Mitschüler angeboten. Das sind negative Konsequenzen für das Opfer. Damit wird das Kind eigentlich nochmal Opfer.“

Videokommentar von Dr. Sandra Hartmann: „What?“ – Viertklässlerin wird Opfer von Gewalt – Was dann folgt, sorgt für Stirnrunzeln

Täter müsste gezwungen werden, sich zurückzuziehen, nicht Opfer

Zusätzlich sieht die Journalistin die Gefahr, dass die Gewaltbereitschaft damit nicht aufhört, sondern dass die Chance hoch ist, dass der gewaltbereite Schüler sich dann einfach andere Opfer sucht. Ein Ende der Gewalt sei damit nicht in Sicht. „Es sollte doch eigentlich immer so sein, dass die Person, von der Gewalt ausgeht, die Konsequenzen bekommt und nicht Betroffene. Aber auch bei Partnerschaftsgewalt wird häufig mit dem Opfer darüber gesprochen, welche Möglichkeiten des  Rückzuges / Auszuges es gäbe, anstatt mit dem Täter diese Dinge zu besprechen. und, wen nötig, auch zu erzwingen.

Angemessene Maßnahmen

„Wir schauen nach Gewaltakten – sei es Mobbing, Vergewaltigung oder Femizid – leider nach wie vor zu sehr auf die von Gewalt Betroffenen – wie haben sie sich verhalten? Haben Sie provoziert? Hatten sie die falsche Kleidung an? Waren Sie zur falschen Zeit am falschen Ort? Das eigentliche Problem sind doch nicht die Opfer, sondern die Täter“, findet Hartmann. Auf sie müsse das Scheinwerferlicht gerichtet und über angemessene, abschreckende Maßnahmen gesprochen werden.




Familie kritisiert Schulleitung nach Mobbing-Vorwurf an Krautheimer Grundschule

Eine Viertklässlerin wurde nach eigenen Angaben von einem Mitschüler an der Grundschule in Krautheim gewürgt. Er hat sie derart heftig und lange in den Schwitzkasten genommen, dass sie keine Luft mehr bekam und ihre Freundinnen, die Zeuginnen dieser Szene wurden, Angst um sie hatten, dass sie ersticke. Die Eltern des Mädchens kritisieren nun die Schulleitung scharf bezüglich ihres Verhaltens nach dem Vorfall.

Jede:r vierte Schüler:in von Mobbing betroffen

Mobbing ist unter Kindern und Jugendlichen ein verbreitetes Phänomen – das zeigt nicht nur die PISA-Studie, sondern auch eine Umfrage der DAK aus dem Jahr 2024. Nach dieser sind 24 Prozent der befragten Schulkinder mindestens einmal im Monat von Mobbing betroffen. Angesichts dieser Zahlen überrascht es nicht, dass sich viele Kinder in Deutschland an ihrer Schule nicht wohlfühlen.

Mobbing hat viele Gesichter

Mobbing an Schulen hat viele Gesichter. Besonders häufig sind verbale und psychische Formen, es kommt aber auch zu physischer Gewalt. Eine Umfrage unter Lehrenden zur Gewaltbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen aus dem Jahr 2022 zeigt ebenfalls, dass das Klima an Schulen teilweise als rau und gewaltbetont wahrgenommen wird. Anlass für Mobbing können zum Beispiel der Körper oder die Herkunft des Opfers sein. Damit ist Mobbing eine Form der Diskriminierung. Wichtig ist zu betonen, dass das Opfer in der Regel keine Schuld an seiner Situation trägt.

Täter-Opfer-Umkehr?

Die Familie des betroffenen Mädchens hatte sich nach dem Vorfall hilfesuchend an die Grundschule in Krautheim gewandt. Nach Angaben der Familie hat sich der Junge zwar entschuldigen müssen, aber ihrer Tochter sei als „Lösung“ wiederum vorgeschlagen worden, nicht an der bevorstehenden Schulübernachtung teilzunehmen sowie in die Parallelklasse zu wechseln. Der Familie des Mädchens ist nicht bekannt, dass dem Jungen, der sie gewürgt hatte, ähnliche „Lösungsvorschläge“ präsentiert worden seien.

Die Grundschule selbst wollte den Vorfall weder dementieren noch bestätigen

Dies sei für die Familie so enttäuschend gewesen,  das sie überlegt haben, ihre Tochter nun nach der vierten Klasse in der Gemeinschaftsschule in Mulfingen anzumelden. Auch Freundinnen des Mädchens würden auf diese Schule nach der vierten Klasse wechseln. Die Schule in Mulfingen nahm jedoch das Mädchen nicht auf. Laut Angaben der Eltern könne das daran liegen, dass derzeit schon sehr wenige Kinder die Grundschule in Krautheim besuchen und man Angst habe, dass die Schule schließen müsse, wenn noch mehr Kinder weggehen würden.

Die Grundschule indes wollte den Vorfall gegenüber GSCHWÄTZ weder bestätigen noch dementieren. In einer Antwort auf eine GSCHWÄTZ-Presseanfrage bezüglich des Mobbing-Vorfalles und der Grundschulzahlen verweist Rektor Zürn lediglich auf Folgendes:

„Vielen Dank für Ihre Anfrage. Grundsätzlich beantworten wir keine Presseanfragen zu Vorfällen zwischen Schülern und Schülerinnen in der Schule.“

Auch auf die Presseanfrage zu der Spekulation über eine drohende Schulschlie0ung bei zu geringen Schülerzahlen äußerte sich Herr Zürn nicht. Auf Nachfrage, wie denn die Schule generell hinsichtlich des Themas Mobbing aufgestellt ist, antwortet Rektor Zürn ausführlicher:

„Im sozial Curriculum der GWRS Krautheim ist Prävention, insbesondere Mobbing, sehr wichtig und wird sehr ernst genommen. Daher möchte ich Ihnen beispielhaft die Maßnahmen( Unterstützungssysteme/Projekte) unsere Schule nennen:

  • Streitschlichter
  • Mobbingintervention durch die Klassenlehrer: Mobbing was ist das? (Erläuterung: Schikanieren von Personen (körperliche/psychische Gewalt über einen längeren Zeitraum ))
  • Stärkung der Klassengemeinschaft (Projekttage externer Partner/ mit Schulsozialarbeit), sodass es nicht zu Mobbingvorfällen kommt.
  • Projekte zum Thema Cybermobbing gemeinsam mit dem Kreismedienzentrum
  • Polizei: Präventionsveranstaltung zum Thema Gewalt
  • Interaktives Jugendtheater Q- Rage: Stücke: „Total vernetzt und alles klar?“/ „Grenzbereiche“

Theaterstück: „Trau dich“ – BzGa

  • Schulsozialarbeiterin:
    • Gesprächsangebote
    • Konfliktberatung mit Schülerinnen und Schüler im Einzelgespräch
    • Gruppengespräch mit den Konfliktparteien
    • Mobbinginterventionsprojekte in den Klassen
    • Einzelgespräche zum Thema Mobbing
  • Externer Anbieter zum Thema Gewaltprävention: Projekt „Selbstbehauptungstraining gemeinsam stark“ (jährlich)
    • Inhalte:
      • Selbstbehauptung
      • Mobbing
      • Bedrohung – Wie löse ich diese Probleme und wie gehe ich damit um?“

Das betroffene Mädchen kommt im September nun in die fünfte Klasse der weiterführenden Schule in Krautheim und hofft, dass sich so ein Vorfall nicht noch einmal wiederholt.

 




„Es kommt Andrea so vor, als dienten diese Gespräche einzig einer intensiven Fehlersuche“

Andrea heißt nicht Andrea. Andrea ist ein Name, den sowohl ein Mann als auch eine Frau tragen könnte. Andrea will anonym bleiben, denn Andrea erzählt GSCHWÄTZ ihre Erfahrungen als Mobbingopfer in einem Hohenloher Unternehmen. Andrea schildert hier ihre persönliche Sicht der Dinge.*

Andrea ist nicht mehr ganz jung

Andrea ist nicht mehr ganz jung, wie denn auch: Schon seit über 20 Jahren arbeitet Andrea erfolgreich in einem Unternehmen, hat sich ein Netzwerk an Kontakten bei den Geschäftspartnern des Unternehmens aufgebaut und ist als vertrauenswürdig und zuverlässig bekannt. Der langjährige Vorgesetzte von Andrea sieht das ganz ähnlich: Andrea bekommt von ihm regelmäßig gute Leistungsbeurteilungen. Längere Ausfallzeiten hat Andrea nicht vorzuweisen.

Der Anfang: Wechsel des Vorgesetzten – und eine längere Krankheitsphase

Nachdem der langjährige Vorgesetzte in den Ruhestand verabschiedet wurde, bekommt die Arbeitsgruppe, in der Andrea beschäftigt ist, einen neuen Vorgesetzten: Dieser, er soll hier Bert heißen, ist gut 10 Jahre jünger als Andrea, aber auch bereits seit rund 5 Jahren im Unternehmen.

Im Jahr 2018 muss Andrea operiert werden, benötigt eine Reha und kehrt 2019 mittels einer  Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell wieder an die Arbeit zurück. Es war zwar eine langwierige Erkrankung, aber keine Erkrankung, die für die Zukunft die Arbeitsfähigkeit wesentlich beeinträchtigen dürfte.

Wöchentliches „Abstimmungsgespräch“

Nach der Rückkehr aus der Krankheit, so berichtet es Andrea, sei das Arbeitsklima nicht mehr gewesen wie vorher: „Nach 20 Jahren in meinem Sachgebiet führt man mit mir plötzlich ein wöchentliches Abstimmungsgespräch“. Um andere Mitarbeiter habe sich Bert weniger intensiv gekümmert, sagt Andrea, „mit den Kollegen führte er keine solchen Gespräche“. Es kommt Andrea so vor, als dienten diese Gespräche einzig einer intensiven Fehlersuche. „Er geht tief in die Details, um Fehler zu finden“. Andrea ist bereits zu diesem Zeitpunkt stark verunsichert.

Aufbau von Druck

In einer Zeit, in der Überstunden verboten und Zeitkontoabbau angesagt war, wird Andrea von Bert mit  Arbeit überhäuft und fühlt sich mehr und mehr unter Druck gesetzt. Aus dem Familienkreis kommt der Tipp, dem Vorgesetzten die Überlast darzulegen, ihn zur Priorisierung aufzufordern. Das wirkt offenbar: „Ich wäre untergegangen, das nagt ja an einem“, so Andrea.

Abschneiden von der Kommunikation

Die Unsicherheit wird verstärkt, als Andreas Arbeitsplatz aus dem Teamverband weg an einen Einzelarbeitsplatz verlegt wird. „Da hat man mich von der Kommunikation ganz abgeschnitten.“ In Andreas Arbeitsbereich ist die Kommunikation im Kollegenkreis essentiell.

Fehler gefunden

Und wie es überall vorkommt, wo Menschen arbeiten, unterläuft Andrea irgendwann tatsächlich ein Fehler. Ein Fehler, der der Firma auf den ersten Blick einige Hundert Euro kostet. Auf den zweiten Blick konnte der Fehler ausgebügelt werden, denn genaugenommen – so schildert es Andrea – lag der Fehler bei einem Geschäftspartner, der seinen Fehler umgehend rückgängig gemacht habe. Bert macht Andrea dafür verantwortlich, diesen Fehler des Partners nicht erkannt zu haben. Andrea erhält eine Abmahnung.
Trotz der wöchentlichen Gespräche hat Bert den ursprünglichen Fehler nicht bemerkt, sondern erst, als der kumulierte Schaden eine bestimmte Höhe erreicht hatte. Andrea weiß nicht, was davon zu halten ist. Um die Abmahnung kümmern sich Anwälte.

Zeitlicher Ablauf wird unklar

Der zeitliche Ablauf der weiteren Vorkommnisse geht aus Andreas Bericht nicht mehr exakt hervor. Immer aufgewühlter wird Andrea. Die Sätze werden kürzer und unzusammenhängender und enden nicht immer mit einem Punkt. Das Gespräch wird jetzt sehr emotional, Andrea fühlt sich auch nach Monaten noch immer tief getroffen, verweist mehrmals auf „über 20 Jahre  in der Firma“ und nennt die Firma sogar „Heimat“.

Verweis auf minderwertigen Arbeitsplatz

Aber Andreas Leidensweg ist noch nicht zu Ende: Andrea soll die Abteilung komplett verlassen, auf einen Arbeitsplatz, der keine Verantwortung mehr beinhaltet und auch schlechter bezahlt wird.
Dieses Angebot will Andrea nicht annehmen.

Von einem Gespräch mit Vorgesetzten und Personalabteilung mit falscher Ankündigung berichtet Andrea. Zu einem als „Personalgespräch“ angekündigten Termin hätte Andrea eine Vertrauensperson, etwa einen Betriebsrat, mitbringen können.

Als Andreas Firmenrechner im Home-Office nicht funktionieren wollte und Andrea vorschlägt „da nehm ich doch lieber meinen eigenen“, wird das als Verweigerung ausgelegt. Das sei aber nur eine kleine Anekdote am Rande, meint Andrea.

Aufhebungsvertrag angeboten

Irgendwann während dieser Zeit, jedenfalls nach der Rückkehr aus der Reha, bietet der Arbeitgeber Andrea einen Aufhebungsvertrag an, den Andrea nicht unterschreibt. Irgendwann wird Andrea freigestellt. Als Andrea nach Ablauf der Freistellung wieder an den Arbeitsplatz gehen will, ist die Zugangskarte gesperrt. Nur mithilfe eines freundlichen Kollegen erreicht Andrea den Arbeitsplatz – nur um dort von Bert regelrecht hinausgeworfen zu werden. Wie laut es dabei wurde und ob tatsächlich mit dem Sicherheitsdienst gedroht wurde, wissen nur die, die dabei waren. Und die haben eine unterschiedliche Wahrnehmung. Andrea empfindet „diese Bloßstellung vor den Kollegen“ als demütigend.

„Welchen Preis zahlst Du als Mensch?“

„Man hat mir den Job komplett weggenommen“, sagt Andrea. Sich jetzt vor Gericht detailliert rechtfertigen zu müssen, fällt Andrea schwer. Andrea seufzt: „Welchen Preis zahlst Du als Mensch?“

„Ohne den familiären Rückhalt wäre ich verloren“

Die Räume der Firma, mit der sich Andrea seit vielen Jahren identifiziert hat, hat Andrea seit mehreren Monaten nicht mehr betreten, denn Andrea ist seit vielen Wochen arbeitsunfähig, erhält inzwischen Krankengeld. „Ohne den familiären Rückhalt wäre ich verloren“, betont Andrea. Andrea ist psychisch schwer angeschlagen und sieht das als Folge des Mobbings durch den Vorgesetzten Bert. Ob Andrea jemals wieder arbeiten kann, steht in den Sternen.

Noch ist Andrea formal bei der Firma beschäftigt – aber auch um dieses Thema kümmern sich inzwischen Rechtsanwälte.

Text: Matthias Lauterer

*Andrea ist ein realer Mensch. Andreas Geschichte ist nicht fiktiv. Möglicherweise würde ein Vertreter der Firma einige geschilderte Episoden ganz anders erklären – trotzdem zeigt der Beitrag ganz bewußt nur die subjektive Perspektive von Andrea, weil Andrea anonym bleiben möchte. Der Fall Andrea zeigt, wie gewisse Vorgehensweisen, die möglicherweise arbeitsrechtlich nicht zu beanstanden sind, von den Betroffenen empfunden werden und welche Auswirkungen sie auf die Menschen haben können.




Ingelfingen: Der Junge, der in die Baugrube geschubst wurde

Ein rothaariger Junge sitzt in einer Baugrube. Nicht ohne Grund. Kameraden hatten ihn dort hineingeschubst. Der Junge wollte nicht gefunden werden, er wollte einfach nur sterben. Dies könnte der Anfang eines Romans sein oder der Anfang eines Dramas im Fernsehen. Doch es handelt sich hierbei um eine wahre Begebenheit. Sie ist Carsten Stahl widerfahren, als er ein Kind war. Nun ist Stahl auf einer Mission, die da heißt: „Stoppt Mobbing“.

Am 14. Januar 2019 gastierte Stahl mit seiner „Stoppt Mobbing“-Kampagne in der Stadthalle Ingelfingen und schilderte seine Erlebnisse ganz offen den gespannt lauschenden Schülern der Georg-Fahrbach-Gemeinschaftsschule Ingelfingen. Der Förderverein der Georg-Fahrbach-Schule und den Bildungspartner BBQ Berufliche Bildung gGmbH haben es ermöglicht, Carsten Stahl für diesen Vortrag zu gewinnen.

Der Junge in der Grube wollte zwar nicht gefunden werden, aber er wurde gefunden. „Dieser Junge war ich!“, schrie Carsten Stahl den jungen Zuhörern entgegen. Sein Vortrag hatte viele Schüler zum Nachdenken angeregt, einige gar zu Tränen gerührt. Der Vormittag verwandelte sich durch die Erzählungen und Appelle des aus dem Fernsehen bekannten Gastes zu einem flammenden Plädoyer gegen Mobbing und Ausgrenzung.

Welche Schimpfwörter kennt ihr?

Zuvor hatte Stahl bereits einen Appell an die Schüler der Georg-Fahrbach-Schule gerichtet. Er ließ sie zunächst unter schallendem Gelächter ihre schlimmsten Schimpfworte nennen. Eine Schülerin schrieb sie auf. Im Anschluss stellte er fest: „Ich weiß nicht, was schlimmer ist: Dass ihr diese Worte kennt, oder dass ihr euch dabei auch noch applaudiert!“ Er machte den Zuhörern aber zugleich klar: „Das sind Worte, die andere verletzen. Sie sind wie Kugeln, abgefeuert auf hilflose Opfer. Ihr seid die Zukunft dieses Landes und ihr seid so abgestumpft, dass euch das nichts bedeutet.“

„Worte wie Kugeln, abgefeuert auf hilflose Opfer“

Stahl schafft es mit seiner klaren, offenen, direkten Art, die Schüler mitzunehmen, zu fesseln und zu erreichen, so dass am Ende jedem klar wird: Das Thema geht auch mich etwas an und auch ich kann etwas dagegen tun. „Ich sage euch nicht, was ihr tun sollt, aber ihr könnt jetzt hier und heute ein Zeichen gegen Mobbing setzen“, führte Stahl weiter an und hatte unterdessen ein Plakat auf der Bühne ausgelegt. Kaum hatte er ausgesprochen, schon sprangen die Kinder und Jugendlichen auf, um darauf zu unterzeichnen. Durch ihre Unterschrift bekannten sich die Schüler dazu, dass Mobbing in Zukunft keinen Platz mehr an ihrer Schule hat. „Ab heute“, so Stahl „ist eure Schule eine ‚Stoppt Mobbing“-Schule.

Quelle: Amtsbote Ingelfingen vom 25. Januar 2019

Foto: GSCHWÄTZ/Archiv/Mensa der Georg-Fahrbach-Schule in Ingelfingen