Landrat Neth: „Als ich vorhin hierhergefahren bin und gesehen habe: ‚Jetzt geht es los‘, war es für mich wie ein Feiertag“
Es ist so weit: Im Kreisimpfzentrum (KIZ) in der Öhringer Hohenlohe-Halle bekommen die ersten Menschen den Corona-Impfstoff verabreicht. Knapp 560 sind es an dem Wochenende von Freitag, den 22. Januar 2021, bis Sonntag, den 24. Januar 2021. „Ich habe es mir schlimmer vorgestellt, als es war. Ich fühle mich gut“, erzählt die Krankenschwester Olga Boger lächelnd. Anästhesie-Pfleger Thomas Wagner ist ähnlich entspannt und sagt: „Es war eine Impfung wie jede andere auch. Ich war nicht wirklich aufgeregt.“ Neben Kranken- und Pflegepersonal können sich auch Menschen, die zur Risikogruppe gehören für einen Impftermin registrieren. Unter ihnen ist Herlinde Hock. Ihre Tochter Heidrun Widmann, die sie auch zum Termin begleitet, hat sie online angemeldet. „Wir sind sehr froh, dass wir heute hier einen Termin erhalten haben“, erläutert Widmann. „Natürlich ist man ein bisschen aufgeregt und wünscht sich, dass alles klappt und dass meine Mutter den Impfstoff auch gut verträgt. Ansonsten sind wir richtig, richtig froh, dabei zu sein.“
Kranken- und Pflegepersonal wird geimpft
Verantwortlich für die Organisation des Impfzentrums ist unter anderem der technische Leiter Mike Weise: „Viele freiwillige Helfer, die uns im Impfzentrum unterstützen wollen, haben sich bei uns beworben, dafür sind wir sehr dankbar.“ Sascha Sprenger von der Pressestelle des Hohenlohekreises ergänzt: „Ich bin froh und glücklich über die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Viele Kinder haben uns Bilder zugesendet, um das Impfzentrum zu verschönern. Das ist ein schönes Zeichen dafür, dass die Bevölkerung gerne mitmacht.“
Viele freiwillige Helfer
Das Thema Zusammenarbeit ist, wenn es um das KIZ geht, entscheidend. „Wir arbeiten alle sehr gut miteinander zusammen“, berichtet Landrat Dr. Matthias Neth und erklärt: „Von Check-In bis Check-Out dauert die Impfung bei uns im KIZ eine Stunde.“ Solche fließenden Abläufe sind unter anderem Weise zu verdanken. Dieser sieht die Besonderheit des Impfzentrum im „Zusammenspiel der verschiedenen Organisationen“. Unterstützung erhält der Hohenlohekreis dabei von Soldaten aus Straßburg.
Unterstützung von Soldaten
„Wir in Öhringen haben von Anfang an gesagt: ‚Wenn wir gebraucht werden, dann helfen wir‘“, stellt Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler klar. „Ohne Impfungen gibt es keine Normalität, deshalb freue ich mich wirklich, dass das Kreisimpfzentrum heute endlich startet.“ Auch Landrat Neth ist freudig gestimmt und erzählt: „Als ich vorhin hierhergefahren bin und gesehen habe: ‚Jetzt geht es los‘, war es für mich wie ein Feiertag.“
Vorerst bis Ende Juni 2021 sollen laut Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler im KIZ Bürger gegen Corona geimpft werden, dann sollen nach und nach die Hausärzte das Impfen übernehmen. Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth betont gegenüber GSCHWÄTZ: „Nur mit Impfungen gibt es ein Licht am Ende des Tunnels.“
Text & Video: Priscilla Dekorsi

Offizielle Eröffnung des Kreisimpfzentrums (KIZ) in Öhringen am 22.01.2021. Hier der „Check-in“. Foto: GSCHWÄTZ

Thilo Michler (links) und Landrat Dr. Matthias Neth machen einen Rundgang durch die Hohenlohe-Halle in Öhringen. Foto: GSCHWÄTZ