1

Sachbeschädigung an einer Gaststätte ist wahrscheinlich politisch motiviert

In der Nacht vom 29. auf den 30. Juni 2022 wurden auf dem Parkplatz einer Gaststätte in Michelbach-Bilz (Kreis Schwäbisch-Hall) die Reifen dort geparkter Autos zerstochen, außerdem wurde die Gaststätte mit Farbe besprüht und ein Fenster eingeschlagen. In der Gaststätte fand vorher eine Veranstaltung der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative statt. Die AfD Hohenlohe Schwäbisch-Hall hat aus diesem Anlass den folgenden offenen Brief veröffentlicht:

AfD Hohenlohe verurteilt feigen Anschlag auf eine Michelbacher Gaststätte. Offenkundiges Problem mit dem Linksextremismus im Landkreis SHA

In der Nacht von Mittwoch, den 29.06.2022 auf Donnerstag den 30.06.2022 kam es zu einem feigen Anschlag vermutlich linksextremer Kräfte auf eine Speisegaststätte in Michelbach/ Bilz.

Zerstörtes Fenster an der Gatstätte in Michelbach/Bilz. Foto: Privat

Es entstand eine erhebliche Sachbeschädigung. Das Gebäude wurde mit roten Farbflaschen beworfen, die Reifen aller auf dem Privatparkplatz stehender Fahrzeuge zerstochen und mehrere Fenster mit Flaschen, die mit einer giftigen Chemikalie gefüllt waren, eingeworfen. Nicht zuletzt aufgrund der offenkundigen Gefährdungssituation der im Obergeschoss schlafenden und durch den Lärm geweckten Gastwirtsfamilie, die unvermittelt einer größeren maskierten Gruppe gegenüberstand, haben Polizei und Staatschutz die Ermittlungen aufgenommen.

Möglicherweise steht der im Kreis [damit ist der Kreis Schwäbisch-Hall gemeint, Red.] alle bisherigen Grenzen überschreitende Anschlag in Zusammenhang mit einer Veranstaltung der Jungen Alternative in der Gaststätte, über die in überzogener und unangemessener Weise in der lokalen Presse berichtet wurde. Diese hat das gewaltbereite Vorfeld der linksradikalen Haller Szene, die gegen die demokratisch legimierte Veranstaltung demonstrierte, möglicherweise zu einem gewalttätigen Vorgehen gegen politisch Andersdenkende ermutigt.

Anton Baron, Sprecher des Kreisverbands, verurteilt diesen niederträchtigen und demokratiefeindlichen Angriff, der an Anfänge der dunkelsten deutschen Geschichte erinnert und zum Ziel hat, den Gastwirt einzuschüchtern und Gastronomen abzuschrecken.  Co-Sprecher Udo Stein hofft, dass die Täter alsbald zur Rechenschaft gezogen werden. Beide fordern die uneingeschränkte Solidarität mit der betroffenen Gastwirtsfamilie durch die Gemeinde, den Landrat, Gaststättenverband, Kirche aber auch allen politischen Entscheidungsträgern und der Zivilgesellschaft.

Sie kündigen an, dass die Vorgänge eine Aufarbeitung sowohl im Kreistag als auch im Landtag erfahren werde. Offenkundig hat der Landkreis ein offenkundiges Problem mit dem gewaltbereiten Linksextremismus. Eine Spendenaktion für die geschädigte und traumatisierte Gastwirtsfamilie ist geplant.

Die Pressemeldung des Polizeipräsidiums geht von einem Schaden in Höhe von 4.000 Euro aus, von einer „giftigen Chemikalie“ sagt die Polizei nichts:

Michelbach an der Bilz-Gschlachtenbretzingen: Sachbeschädigung an Gaststätte

Unbekannte verursachten in der Nacht zwischen Mittwoch und Donnerstag gegen 1:30 Uhr im Bereich einer Gaststätte in der Rudolf-Then-Straße erheblichen Sachschaden. Offenbar zerstachen sie mehrere Reifen an PKW, warfen mit Farbe gefüllte Flaschen an die Gebäudefassade und schlugen zwei Fenster auf der Rückseite des Gebäudes. Auch im Gastraum des Wirtshauses kam es zur Sachbeschädigung. Der Gesamtsachschaden liegt bei rund 4.000 Euro.

Die Polizei geht von der Möglichkeit eines politischen Motivs aus und hat daher den polizeilichen Staatsschutz eingeschaltet. Die Ermittlungen laufen, der oder die Täter konnten bisher nicht ermittelt werden.

Text: Matthias Lauterer