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KI-Roboter ersetzen Bücher

Viele Unternehmen haben sie längst nicht mehr: die Empfangsdame in Fleisch und Blut. Stattdessen gibt es im Foyer von Firmen häufig maximal nur noch Willkommens-Displays oder Mitarbeitende aus dem back office erledigen den Sekretariats- und Empfangs-Job gleich mit. Künftig sollen an diesen und anderen Arbeitsplätzen nun Roboter den Job verrichten: „Hallo und herzlich willkommen. Darf ich Sie zu unserem Empfangsraum führen?“ So oder ähnlich könnte es ausschauen, wenn ein so genannter Service-Roboter die Kunden in Empfang nimmt. Auch in Restaurants gib es diese bereits. Sie nehmen Bestellungen entgegen und liefern diese an die jeweiligen Tische aus.

Robo-Lab im 1. Stock

Nachdem durch den digitalen Wandel mit Amazon und nach Corona die Buchsparte immer mehr ihren Glanz verloren hat, stößt das Traditionsunternehmen Breuninger in Künzelsau nun die Buchsparte ab und richtet sich auf Roboter aus. Im 1. Stock soll ein Robo-Lab entstehen. Die Grill-Ecke, Deko-Artikel und Gewürze sollen weichen oder stark minimiert angeboten werden, erklärt Geschäftsführer Matthias Uebele im GSCHWÄTZ-Interview. Seine Vision: Ein KI-Lab mit diversen Hohenloher Unternehmen, die in diesem Bereich nicht völlig abgehängt werden möchten.

Robo-Dog zur Überwachung der Außenanlage

Ab 2.500 Euro zahlt man etwa für einen Robo-Dog, einen Hund, der Firmengelände überwachen könnte oder bei Feuerwehreinsätzen vorausgeht in brennende Häuser und erkundet. Uebele wurde nach der Wirtschaftsmesse auf eine Delegation nach Shanghai eingeladen, um dort die neuesten Entwicklungen anzuschauen. Deutschland schaut von Asien ab, längst nicht mehr andersherum. für einen Serviceroboter legt man dann noch einmal ganz andere Summen hin: round about 25.000 Euro.

Vor KI fürchtet Uebele sich nicht, 2027 soll es richtig losgehen. Roboter kann man dann, wenn alles nach Plan läuft, live und in Farbe bei Breuninger im 1. Stock bewundern und testen. Im Erdgeschoss gibt es weiterhin Bücher und Schulbedarf, allerdings nicht mehr von Breuninger, sondern von Thalia. Sie haben die Buchhandelssparte Breuninger abgekauft. Das Gebäude bleibt allerdings weiterhin in der Familie, betont Uebele.




Das kommt überraschend: Aus Breuninger wird Thalia

Thalia kommt Anfang 2027 nach Künzelsau: Fr. Breuninger GmbH gibt Einzelhandelsparte ab

  • Thalia übernimmt Verkaufsfläche von Inhaber Matthias Uebele in Künzelsau zu Februar 2027
  • Alle Mitarbeitenden aus dem jetzigen Ladengeschäft werden übernommen
  • Künftig bietet Thalia eine große Auswahl an Büchern, Büromaterial, Schulbedarf, Schulranzen und Spielen sowie Geschenk- und Dekoartikeln

Breuninger verlässt damit – zumindest halb – die Künzelsauer Innenstadt

Thalia kommt nach Künzelsau: Zu Februar 2027 übernimmt das Hagener Buchhandelsunternehmen das Erdgeschoss des Ladengeschäfts von BREUNINGER Lieblingsdinge in der Hauptstraße 34 im baden-württembergischen Künzelsau von Inhaber Matthias Uebele. Alle Mitarbeitenden aus dem jetzigen Ladengeschäft werden auch nach der Übernahme von Thalia weiterbeschäftigt. Künftig bietet Thalia auf der rund 500 qm großen Verkaufsfläche eine große Auswahl an Büchern, Büromaterial, Schulbedarf, Schulranzen und Spielen sowie Geschenk- und Dekoartikeln.  

Offensichtlich keine Zukunft mehr im Büchermarkt

„Unser Familienunternehmen ist schon seit 175 Jahren fest in Künzelsau verwurzelt – und das soll auch so bleiben. Dennoch entwickeln wir uns stetig weiter – und da Weiterentwicklung auch oftmals Veränderung bedeutet, haben wir uns entschieden, uns von der Einzelhandelssparte zu trennen“, erklärt Matthias Uebele, Geschäftsführer und Inhaber der Fr. Breuninger GmbH. „Mit Thalia habe ich die perfekte Nachfolge gefunden, die das Geschäft mit Büchern und Bürobedarf, aber auch Geschenk- und Dekoartikeln hier vor Ort weiterführt“, ist sich Matthias Uebele sicher. Vor allem die Übernahme der acht Mitarbeitenden aus dem jetzigen Geschäft sei für ihn einer der entscheidenden Punkte für die Wahl von Thalia als Nachfolgeunternehmen gewesen. „Unsere Kundinnen und Kunden können sich so auch künftig darauf verlassen, die gewohnt persönliche und kompetente Beratung zu erhalten“, so Matthias Uebele.

Die spannende Frage: Wie lange wird sich Thalia in Künzelsau halten?

Angelika Gehrken, Vertriebsdirektorin bei Thalia, freut sich schon sehr auf den neuen Standort. „Mit der bevorstehenden Neueröffnung unserer Thalia Buchhandlung können wir hier in der Stadt einen kulturellen Treffpunkt für Bücherfans sichern“, sagt sie und betont: „Der Buchhandel leistet einen wichtigen Beitrag zu einer lebendigen Innenstadt – mit der Eröffnung tragen wir zum Erhalt der Einzelhandelsvielfalt in Künzelsau bei.“

Als führender Omni-Channel-Buchhändler in der DACH-Region verbindet Thalia die Vorzüge des stationären Einkaufens mit digitalen Services: Zum Beispiel die Möglichkeit, online bestellte Waren in die Buchhandlung oder an eine Wunschadresse liefern zu lassen. Selbstbedienungskassen in der Buchhandlung helfen dabei, den Einkauf auch in Stoßzeiten schneller abschließen zu können.

Das Buchhandlungsunternehmen Thalia bietet verschiedene Nachfolgelösungen für den inhabergeführten Buchhandel. Neben der Möglichkeit der Übernahme gibt es auch das Thalia Partnermodell, das es Inhabenden ermöglicht, ihre Buchhandlungen eigenständig und individuell weiterzuführen – gleichzeitig profitieren sie vom Thalia Know-How in den Bereichen Logistik, IT, Non-Book-Sortiment und Online-Shop. Mehr Informationen zum Thalia Partnermodell und zu Nachfolgelösungen erhalten Interessierte unter https://unternehmen.thalia.de/

Quelle: Pressemitteilung Thalia / Breuninger

Foto Quelle: Archiv/Nina und Matthias Uebele