Niedernhallerin näht Masken aus bunten Stoffen
Rund 100 Mund-Nase-Masken hat Marina Reisacher bereits genäht – ausschließlich für den privaten Bereich, für Familie und Freunde. „Ich habe bereits vorher genäht und den Spaß daran möchte ich gene behalten“, sagt die Niedernhallerin, die ursprünglich aus Mainz stammt. Hauptberuflich ist sie in der Pflege auf Schloss Stetten tätig ist. Zuerst war da eine Physiotherapeutin, die sie fragte, ob sie nicht Masken nähen könne. Dann kam eine Freundin mit der gleichen Frage. „Das zog dann schnell Kreise“, blickt sie zurück.
Eine halbe Stunde für eine Maske
Immer, wenn ihre zweieinhalbjährigen Zwillinge schlafen, setzt sich die junge Mutter an ihre Nähmaschine und legt los. Rund eine halbe Stunde benötige sie für eine Maske. „Ich habe eine Schablone, damit geht das ganz schnell“, erklärt sie. Die bunten Stoffe bezieht sie über das Internet. „Die sind mittlerweile auch teurer geworden“, sagt sie. Rund zehn Euro pro Meter koste die Baumwolle zurzeit. Doch durch den leichten Baumwollstoff könne man besser atmen.
Nähmaschine gesucht
Zusätzlich zu ihren Masken kann man bei Marina Reisacher eine Art Bügel aus Kunststoff bekommen. „Den druckt ein Bekannter mit seinem 3D-Drucker“, erklärt sie. In dem Bügel können die Bänder Masken befestigt werden, der Bügel selbst liegt am Hinterkopf des Maskenträgers an. „Das ist vor allem für Menschen interessant, die die Bänder an den Ohren nicht leiden können“, erklärt die Hobby-Näherin.
Übers Wochenende hat Marina Reisacher 20 Masken angefertigt. Bei der vorletzten hat ihre Nähmaschine den Geist aufgegeben. Sie ist aber bereits auf der Suche nach einer Neuen.
Die Stadtverwaltung Niedernhall hat die Bürger im Zuge der Coronapandemie dazu aufgerufen, 4.000 Mundschutzmasken zu nähen. Rund 1.500 Masken sind so bislang bereits zusammengekommen.
Text: Sonja Bossert

Die Masken von Marina Reisacher sind aus bunten Baumwollstoffen. Foto: GSCHWÄTZ

Dieser Kunststoffbügel hält die Bänder der Maske von den Ohren ab. Foto: GSCHWÄTZ