Alle K1-Personen sollen pauschal für 14 Tage in Quarantäne
Eine GSCHWÄTZ-Leserin aus einem anderen Landkreis berichtete uns, dass dort die Teststäbchen, die für die Corona-Tests benötigt werden, bereits knapp werden. „Deshalb sollen hier auch nicht mehr alle K1-Personen getestet werden“, erzählte sie weiter. „Diese sollen alle pauschal für 14 Tage in Quarantäne bleiben.“
Daraufhin fragten wir beim Landratsamt in Künzelsau nach der momentanen Situation im Hohenlohekreis. „Entsprechend der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts, an denen sich das Gesundheitsamt Hohenlohekreis bei seinem Vorgehen orientiert, wird für Personen, die einem hohen Expositionsrisiko gegenüber SARS-CoV-2 ausgesetzt waren (K1), generell eine 14-tägige häusliche Absonderung erforderlich“, schreibt Sascha Sprenger von der Pressestelle des Landratsamtes in seiner E-Mail. „Diese Zeit entspricht der maximalen Inkubationszeit von SARS-CoV-2.“
„Kein größerer Rückstand bei der Probenbearbeitung“
„Eine PCR-Abstrichuntersuchung, die in diesem Zeitraum vorgenommen wird, dient als Instrument, um einer Weiterverbreitung vorzubeugen und weitere Erkrankungsfälle schnell zu identifizieren“, so der Pressesprecher weiter. Sie sei aber kein zuverlässiges Entscheidungskriterium, um für diesen Personenkreis eine 14-tägige Quarantänedauer zu verkürzen (https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/39/Art_02.html). Dies werde laut Sprenger seit Beginn der Pandemie so gehandhabt: „Knappe Ressourcen in Labors haben keinen Einfluss auf dieses Vorgehen.“
Allerdings habe das Landratsamt keine detaillierte Kenntnis, wie sich die Lage hinsichtlich der derzeitigen Testanfragen in den an den Hohenlohekreis angebundenen Labors darstelle. „Wir stellen derzeit jedoch keinen größeren Rückstand bei der Probenbearbeitung fest“, so Sascha Sprenger.