Mit Gehzeugen die Mobilitätswende anmahnen
Wie an zahlreichen Orten weltweit veranstalten Parents for Future Hohenlohe und Fridays for Future Künzelsau am Freitag, den 19. März 2021, eine Kunstaktion und eine Mahnwache. Die Aktion findet von 10 bis 13 Uhr am Alten Rathaus in Künzelsau statt, heißt es in einer Pressemitteilung. „Die neue Legislaturperiode im Landtag wird die letzte sein, die die Klimakrise noch abmildern kann“, erklärt Nicola Hellgardt von Parents for Future Hohenlohe. „Deswegen erwarten wir von allen demokratischen Parteien, mit aller Kraft sozial gerechte Maßnahmen zur Beschränkung der Erderhitzung um maximal 1,5 Grad zu verfolgen.“
Enormer Platzbedarf
Bei dieser Aktion setzen die Mitglieder von Fridays for Future Künzelsau auch erstmals sogenannte Gehzeuge ein, mit denen sie im Straßenverkehr in und um Künzelsau auffallen wollen. „Gehzeuge sind Holzgestelle zum Umschnallen in SUV-Größe“, so Sam Retzsch von den Fridays, die ein Gehzeug tragen wird. „Unser Gestell veranschaulicht den enormen Platzbedarf, der für Autos im öffentlichen Raum vorgesehen wird.“ „Anstatt in Zeiten der Klimakrise viel stärker in Bus und Bahn zu investieren, wird immer noch mit anwachsendem motorisiertem Individualverkehr geplant,“ bedauert Mario Dietel von den Fridays mit Blick auf den sechsspurigen Ausbau der A6 und die vierspurige Erweiterung der B19. „Die Bevölkerung darf sich ein solches Vorhaben der Politik, das die Einhaltung der Pariser Klimaziele verhindert, nicht gefallen lassen. Wir alle sollten für die Mobilitätswende kämpfen.“
Forderung: Tempo 30
Die Aktivist:innen fordern zudem Tempo 30 im gesamten Künzelsauer Stadtgebiet und gleichberechtigte Nutzungsmöglichkeiten der Verkehrswege für alle Verkehrsteilnehmer:innen. Sylvia Schöne von den Parents for Future formuliert es so: „Wir könnten ganz sicher auf verbreiterte Straßen verzichten, wenn man den ÖPNV radikal ausbauen und vergünstigen, sowie ein durchgängiges und sicheres Radwegenetz schaffen würde.“ Die öffentliche Aktion „Gehzeuge“ soll auf die dringend notwendige Mobilitätswende aufmerksam machen.
Quelle: Pressemitteilung von Fridays for Future Künzelsau