„Wir wollen mehr Perspektiven mit hereinbringen“
Nicht nur Handel und Gewerbe sollen sich zukünftig am Stadtmarketing der großen Kreisstadt Öhringen beteiligen: „Wir wollen mehr Perspektiven mit hereinbringen“, sagt Dr. Michael Walter, verantwortlich für Stadtmanagement und Wirtschaftsförderung bei der Stadt Öhringen, dazu. Großhandel, Industrie, Verbände, Kirchen – aber auch die Einwohner:innen sollen, so das Ziel des neugegründeten Vereins „Öhringen. Lieblingsstadt e.V.“, zukünftig die Chance bekommen, an der Entwicklung der Stadt teilzuhaben und mit eigenen Ideen dazu beizutragen.
Rund 50 Menschen waren zur öffentlichen Präsentation der Ziele des neuen Vereins am Mittwoch, 26. Januar 22, in die Kultura gekommen. Anna-Maria Dietz, Geschäftsführerin des Vereins stellt dar, was Öhringen alles zu bieten hat – sie nennt unter anderem Geschichte, UNESCO-Welterbe und eine starke Industrie. Auf der anderen Seite zeigt sie Fotos von Leerständen in der Innenstadt, die ebenfalls zum aktuellen Bild der Stadt gehören. Das Bild der Stadt zu verändern, positiv zu gestalten, ist nun das Ziel des Vereins.
Drei Arbeitskreise wurden in der Vorbereitung definiert und haben bereits erste Ideen entwickelt:
- Der AK „Unser Öhringen“ will einen „Macherpool“ gründen, in dem sich Firmen oder Privatpersonen für das Leben in der Stadt engagieren können. Außerdem denkt man über ein erweitertes digitales Kundenbindungssystem nach, das die Menschen und deren Kaufkraft an die Unternehmen der Stadt binden soll.
- Das Leerstandmanagement ist eines der Hauptanliegen des AK „Zukunft Witrtschaftsstandort“: Unternehmensgründungen sollen erleichtert werden, die Zusammenarbeit mit Immobilieneigentümern, Gründer:innen, Gewerbe und Maklern ist einer der Ansatzpunkte dafür. Neubürger sollen mit offenen Armen empfangen werden, ihnen sollen die Möglichkeiten, die sie an ihrem neuem Lebensmittelpunkt haben, aktiv aufgezeigt werden.
- Um den Tourismus bemüht sich der AK „Erlebnis Öhringen“. Gezielte Aktionen für unterschiedliche Besuchergruppen sollen erarbeitet werden, auch in Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern. Ein weitere Ansatz, der verfolgt wird, ist die Ergänzug von „Offline“-Events durch digitale Elemente.
Verein lebt von der Aktivität der Mitglieder
Obwohl Dr. MichaelWalter sagt „Die Stadt geht mit in die Verantwortung“, sollen die Arbeitskreise von der Teilnahme und den Ideen der Vereinsmitglieder leben. „Es ist eine große Chance, mit einem anderen Blick authentische Dienstleistungen zu entwickeln“, meint er.
Ein halbes Jahr, bis Ergebnisse sichtbar werden
Das zukünftige Stadtmarketing ist abhängig vom Engagement der Beteiligten. Mit dem Erfolg der Auftaktveranstaltung ist Anna-Maria Dietz zufrieden: „Eine gute Zahl“ der rund 50 Besucher habe sich sofort bereiterklärt, in den Arbeitskreisen mitzuwirken. Mit ersten sichtbaren Ergebnissen rechnet Dr. Michael Walter in etwa einem halben Jahr.
Text: Matthias Lauterer


