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Lemia spendet über 2.000 Euro für Flüchtlingsarbeit an das Landratsamt

Fastnachtsgesellschaft Lemia Krautheim überreicht Spendenscheck an das Landratsamt Hohenlohekreis

„Närrischer Betrag“

Die Fastnachtsgesellschaft Lemia Krautheim hat dem Landratsamt Hohenlohekreis am Donnerstag, den 20. Oktober 2022, einen Spendenscheck in Höhe von 2.222,22 € für die Flüchtlingsarbeit übergeben. Der Geldbetrag ist bei der Benefiz-Veranstaltung für Geflüchtete aus der Ukraine zusammengekommen, die Lemia am 26. Juni 2022 veranstaltet hatte. Die Fastnachtsgesellschaft hat die Einnahmen selbst noch aufgestockt, um den „runden“ närrischen Betrag zu erhalten.

Bei der Übergabe im Johannitersaal im Rathaus Krautheim freute sich der Erste Landesbeamte des Hohenlohekreises, Gotthard Wirth, über die Aktion und die daraus resultierende Spende.

Er lobte das Engagement und die Idee, eine Spendensammlung mit einer Veranstaltung zu verbinden, bei der der Verein nach zwei Jahren Corona-Pandemie endlich wieder aktiv werden konnte. Lemia-Sitzungspräsidentin Sibylle Weisl bestätigte die große Begeisterung, mit der sich auch Musikkapellen und Tanzgruppen an der Veranstaltung mit Kinderfest und Bar-Abend beteiligt hatten. Krautheims Bürgermeister Andreas Köhler zeigte sich stolz auf das große bürgerschaftliche Engagement in seiner Stadt und für die Unterstützung bei der Integration von Flüchtlingen.

Für Kinder und Jugendliche

Den Mitgliedern der Lemia ist es wichtig, dass die Spende direkt ankommt und insbesondere Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine zugutekommen soll. Dr. Mark Wittlinger, zuständig für die Flüchtlingsintegration im Hohenlohekreis, sichert dies zu: „Die Hilfsbereitschaft gegenüber geflüchteten Kindern ist besonders hoch. Minderjährige leiden ganz besonders unter der Fluchtsituation. Mit Projekten und Aktionen bereitet man Ihnen eine große Freude und verschönert Ihren Alltag“, erklärte Wittlinger. Mit Hilfe der Spende können nun unter anderem geeignete Materialien für ehrenamtlich betreute Kreativkurse in den Willkommenspunkten beschafft werden. Auch die Jugendlichen werden nicht vergessen: In der Gemeinschaftsunterkunft im ehemaligen Krankenhaus Künzelsau wird ein Tischkicker aufgestellt.

Lemia-Sitzungspräsidentin Sibylle Weisl übergibt dem Ersten Landesbeamten Gotthard Wirth den Spendenscheck für die Flüchtlingsarbeit. Mit dabei: Bürgermeister Andreas Köhler (2. v. r), Integrationsbeauftragter Dr. Mark Wittlinger (3. v. r.), Götz von Berlichingen (4. v. r.) und weitere Mitglieder des Elferrats. Foto: Landratsamt HohenlohekreisQuelle: Landratsamt des Hohenlohekreises

Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises




WOW: Geheime Talente bei Voice of Krautheim 2022 & tolles Lemia Showprogramm

Die FG Lemia Krautheim e.V. veranstaltete am 25. Juni 2022 ab 12 Uhr ein Sommerfest(ival) zugunsten der Ukraineflüchtlinge im Hohenlohekreis. Auch die örtlichen Schulen beteiligten sich an diesem Fest.

So gab es unter anderem eine von Schüler:innen veranstaltete Spielstraße auf dem Pausenhof, eine Hüpfburg, einen Bude mit Leckereien wie gebrannten Mandeln und Slushieis, Lemia sorgte für Getränke, es gab selbst gebackenen Kuchen zu kaufen und ein beeindruckendes Showprogramm.

Lehrerin Jutta Schmieg ließ ausgewählte von Schüler:innen in Anlehnung an große Künstler gemalte Bilder versteigern. In den Räumen der Realschule gab es eine Ausstellung mit weiteren beeindruckenden Schülerwerken, dazu Sekt und von Schüler:innen selbst gemachte Häppchen.

Neben Auftritten von dem lustigen Wolfgang König, den Blauen Funken aus Rosenberg und der Rittergarde mit ihrem Marschtanz (ihre Kostüme dürfen sie nur in der Karnevalszeit tragen) im Eugen-Seitz-Bürgerhaus begeisterte auch die Aufritte der insgesamt vier Mädels von der Realschule Krautheim im Rahmen von „The Voice of Krautheim“. Beeindruckende Stimmen gab es hier zu bewundern, die hoffentlich noch öfter öffentlich Gehör finden. Fiona Schönbein sang von Celine Dion „My heart will go on“, Luisa Schmitt und Emma Kuhn gaben von Sarah Connor „Wie schön du bist“ zum Besten, Dana Kuhn begeisterte das voll besetzte Eugen-Seitz-Haus mit Rhiannas „diamands“.

Abends ging das Programm über in ein Sommernachtsfest mit weiteren Tänzen, Showeinlagen und Unterhaltung mit der Winzerkapelle Klepsau. Sonntags lud der Verein zum Weisswurstfrühstück ein.




Die Narren sind los // Video von der Prunksitzung der FG Lemia in Krautheim

„Das ist auch in Krautheim die schönste Zeit im Jahr, das ist ganz klar“, begrüßt Sybille Weisl, Präsidentin  der FG Lemia die Fastnacht-Fans zur zweiten von in diesem Jahr insgesamt drei Prunksitzungen (und einer Kinderfastnacht) im vollbesetzten Eugen-Seitz-Bürgerhaus in Krautheim. Krautheim ist über den jagsttälerischen Tellerrand hinaus bekannt für seine Prunksitzungen. Das Programm ist gespickt mit lokalen Beiträgen, aber auch mit Programmpunkten von auswärtigen Fastnachtlern: So hat der Götz von Berlichingen (Klaus Geldenbuth) seinen traditionellen Auftritt: „Zu erbeuten gibt es in Krautheim schon lange nichts mehr. Nicht einmal Ratten, Tauben und Elstern finden was hier“, sagt er vermutlich in Anspielung auf die dünn gefüllte Krautheimer Haushaltskasse. Isegrim vom Unterschloss (Peter Bienert) betrachtet die politische Weltbühne, vor allem über Türkeis‘ Staatschef Erdogan musste er im vergangenen Jahr öfter mal ungläubig den Kopf schütteln. „Doch keiner scheint sich da zu trauen, mal endlich auf den Tisch zu hauen“, kritisiert er auch die deutsche Regierung. Junge Gardetänzerinnen und Tanzmariechen hüpfen über die Bühne. Niklas Käfer als gestresster Weihnachtsmann ist der jüngste Büttenredner des Abends. Und auch Hauptmann Küppers  darf nicht fehlen und nimmt sich dieses Mal die Sesamstraße vor.

Ramona Sbircea von FG Lemia: „Das Anliegen von Lemia ist, das Brauchtum der Fastnacht weiterzugeben.“ So kommt denn auch Melana Mitterlehner immer wieder in ihren Heimatort Krautheim zurück, um die Prunksitzung als Zuschauerin mitzuerleben. Freundin Liesa Meyle erinnert sich noch gerne an die Zeit zurück, in der die beiden selbst auf der Bühne gestanden sind und mitgetanzt haben: „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich die Prunksitzungen weiterentwickelt haben“, so Meyle. Die Mischung aus eigenen Gruppen und Gastabordnungen ist immer wieder super getroffen“, findet Michael Schellmann. Die als rosa Baby verkleidete Ute Fahrbach ist seit elf Jahren Mitglied bei Lemia. Heute schaut sie ihrem Sohn zu, wie er seinen Auftritt im Männerballett meistert. Das ganze Jahr über trainieren die einzelnen Gruppen laut Sbircea für ihren großen Fastnacht-Auftritt: „Wir legen auch sehr viel Wert darauf, dass es Fastnacht bei uns heißt und nicht Fasching, weil Fastnacht Brauchtum ist. Fasching ist mehr Alkohol und Halli Galli.“

Ein besonderes Leckerbissen an diesem Freitag: (Ex)-Bürgermeister schmettern gemeinsam ein Lied auf der Bühne, unter anderem dabei: Karlheinz Börkel, der frühere Bürgermeister von Schöntal, an der Gitarre und Andreas Köhler, der Bürgermeister von Krautheim, mit cooler Sonnenbrille: „Und wir liegen uns heut‘ alle in den Armen, denn für eine Nacht, da sind wir alle gleich“, singen sie.  Andreas Köhler betonte gegenüber GSCHWÄTZ: „Die FG Lemia hat für Krautheim eine große kulturelle Bedeutung, weil sie sehr viele große Veranstaltungen durchziehen kann und Besucher aus dem gesamten Jagsttal anzieht.“

Zu feiern gab und gibt es derzeit reichlich für die Krautheimer Narren. 2017 feierte die FG Lemia 55-jähriges Jubiläum. Der berühmte Götz-Spruch „Er kann mich mal im Arsche lecken“ ist 500 Jahre alt geworden. Von diesem Spruch abgeleitet, entstand die Abkürzung: Lemia.

Foto // Lemia Krautheim/Archiv/privat