In nur fünf Monaten, bis zum Ende des Jahres 2018, soll es stehen: Das Konzept, wie Künzelsau sich verändern möchte auf der Achse – Rathaus – Landratsamt- Kaufland. 12 Städtplaner haben sich für die Neugestaltung dieses Areals beworben.
Am 4. Juli 2018 hat Bürgermeister Stefan Neumann mit Beteiligung von Beate Silbereis-Scharf als Vertreterin des Landratsamts, verschiedenen Stadtplanern und Architekten, den Rahmen für den Planungswettbewerb zum Stadteingang von Künzelsau abgesteckt. Ziel des Wettbewerbs ist es, eine optimale städtebauliche Lösung für die Neuordnung des Landratsamts zu erarbeiten und zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten für den Einzelhandel, den Verkehr und das Parken aufzuzeigen.

Der Plan zeigt das Wettbewerbsgebiet „Stadteingang Stuttgarter Straße“ mit einer Fläche von rund sechs Hektar. Urheber: Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH, Dortmund/Stuttgart.
Neumann: „Riesenchance für die nächste Generation“
„Das ist eine Riesenchance für die nächsten Generationen den Stadteingang zu gestalten“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Zwölf Planungsbüros hätten die Aufgabe angenommen, bis Ende Oktober 2018 Pläne und Modelle mit ihren Ideen und Vorstellungen für eine zukünftige optimale Nutzung des Stadteingangs einzureichen, so eine Pressemitteilung der Stadt Künzelsau. „Das Verfahren dauert nur knapp fünf Monate, dann haben wir eine städtebauliche Struktur, auf die wir aufbauen können, die aufzeigt, wie sich in Zukunft alles ordnen könnte.“ Stadtbaumeister Peter Blumhagen ergänzt: „Das sind alles renommierte Büros, die sich auf die Ausschreibung gemeldet haben. Es konnten sich Büros aus dem gesamten Bundesgebiet bewerben.“ Mitte Dezember werde ein Preisgericht die eingereichten Arbeiten sichten und bewerten. Die Wettbewerbsergebnisse und Ideen der Planer können auch, so die Stadt, für den geplanten Neubau des Landratsamts wertvolle Planungshilfe sein und dort mit einfließen. Deshalb beteilige sich auch der Hohenlohekreis am Planungswettbewerb und übernehme auch die Hälfte der Kosten.
Einzelhandel: „Optimale Versorgung der Stadt“
Besonders wichtig sei dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung eine o“ptimale Versorgung der Innenstadt“, deshalb werde auch die Fläche des heutigen Kauflandes betrachtet. Es wird dabei der Frage nachgegangen, wie Einzelhandel dort und im Wettbewerbsbereich, also der Kernstadt, langfristig attraktiv und damit gesichert werden kann.
„Das heutige Kauflandgelände ist sowohl unter dem Aspekt der Versorgung unserer Stadt und ihrer Besucher als auch unter städtebaulichen Aspekten von großer Bedeutung. Deshalb“, so Bürgermeister Stefan Neumann, „sollten wir als Grundlage für Veränderungen dort die Ergebnisse des Wettbewerbs verwenden und uns alle die Zeit für gute Planungen und Überlegungen geben.“ Die Stadtverwaltung sei mit den Beteiligten im Gespräch und strebe eine für alle gute und zukunftsfähige Lösung an.
„Bei all den Vorhaben ist uns als Stadt Künzelsau eine ganzheitliche städtebauliche Entwicklung wichtig“, so Bürgermeister Stefan Neumann mit Blick auf die Planungen zum Quartier An der Stadtmauer. Es sei ein Konzept in Auftrag gegeben worden, das Entwicklungsmöglichkeiten des Einzelhandels im Fokus habe. Erste Ergebnisse werden noch in diesem Monat erwartet und fließen auch in die Entwicklung künftiger Potenzialflächen in der Würzburger Straße ein, so die Stadt.

Auf der Freifläche neben dem Kaufland könnte das neue Landratsamt gebaut werden. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv
Foto: Der Plan zeigt das Wettbewerbsgebiet „Stadteingang Stuttgarter Straße“ mit einer Fläche von rund sechs Hektar. Urheber: Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH, Dortmund/Stuttgart.
Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

So soll das Quartier an der Stadtmauer künftig ausschauen. Grafik zur Verfügung gestellt von der Stadtverwaltung Künzelsau