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Künzelsau: Schüler dekorieren Weihnachtsbaum im Landratsamt

Es ist eine Tradition, die ein Lächeln auf jedes Gesicht zaubert: Am vergangenen Dienstag, den 26. November 2019, haben insgesamt 40  Schüler der Geschwister-Scholl-Schule Künzelsau den Weihnachtsbaum im Foyer des Landratsamts Hohenlohekreis geschmückt. Den Schmuck haben die Kinder selbst gebastelt und, abgesehen von Kugeln und Lichterketten, selbst angebracht.
Mit Freude und Stolz präsentierten die  Schüler im Rahmen einer kleinen Feierstunde zusammen mit ihren  Lehrern Landrat Dr. Matthias Neth ihren Baum.

„Auf vielen Plätzen und in vielen öffentlichen Gebäuden können wir jetzt wieder viele schöne Weihnachtsbäume betrachten. Aber mit Stolz kann ich sagen – wir haben einen der schönsten“, lobte der Landrat die Arbeit der Kinder. Neben Weihnachtsliedern präsentieren die Schüler auch einen Tanz. Zum Dank für den Baumschmuck wurden die Kinder mit Adventskalendern beschenkt und zum Ausklang fand ein kleiner Umtrunk mit Brezeln, Gebäck und Hefezopf statt.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises


 




Künzelsau: KFZ-Zulassungsstelle geschlossen

Laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis ist die KFZ-Zulassungsstelle in Künzelsau wegen einer Schulung am Mittwoch, den 13. November 2019 ab 12 Uhr geschlossen. Am Vormittag ist die Zulassungsstelle regulär ab 7.30 Uhr geöffnet, Annahmeschluss ist aber bereits um 11.30 Uhr.

Quelle: Landratsamt Hohenlohekreis

 




Neue Leiterin des Jugendamtes im Landratsamt Hohenlohekreis

Claudia Müller hat zum 1. Juni 2019 die Leitung des Jugendamtes im Landratsamt Hohenlohekreis übernommen. Sie ist Nachfolgerin von Josef Grochla, der mit Ablauf des Mai 2019 die Freizeitphase seines Altersteilzeitvertrages angetreten hat.

von links: Landrat Dr. Matthias Neth, Amtsleiterin Claudia Müller, Ursula Mühleck, Dezernentin für Familie, Bildung und Gesundheit, Michael Schellmann, Dezernent für Finanzen und Service.
Foto: Landratsamt des Hohenlohekreises

„Ich freue mich, dass mit Claudia Müller eine langjährige erfahrene Mitarbeiterin die Leitung des Jugendamtes übernommen hat“, erklärte Landrat Dr. Matthias Neth und wünschte der neuen Amtsleiterin viel Erfolg und ein gutes Ankommen auf ihrer neuen Stelle.

Claudia Müller ist 45 Jahre alt und gelernte Diplom-Sozialpädagogin. Sie ist seit 1. Oktober 2002 beim Landratsamt Hohenlohekreis im Jugendamt tätig, zunächst als Sozialarbeiterin im Bereich des Allgemeinen Sozialen Dienstes. Ab Mitte des Jahres 2011 war sie sieben Jahre lang als Teamleitung im Besonderen Sozialen Dienst und später wieder im Allgemeinen Sozialen Dienst beschäftigt, bevor sie ab August 2018 die Fachdienstleitung des Allgemeinen Sozialen Dienstes übernahm. Im Rahmen der Einarbeitung wurde Frau Müller bereits mit Wirkung vom 01.11.2018 zur stellvertretenden Amtsleiterin des Jugendamtes bestellt.

Hintergrund:

Das Jugendamt ist mit über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das größte Amt im Landratsamt Hohenlohekreis. Die Fachkräfte aus Sozialpädagogik und Verwaltung haben sich zum Ziel gesetzt, Kinder, Jugendliche und Familien bei Bedarf zu unterstützen und sich für die Wahrnehmung derer Interessen und Bedürfnisse einzusetzen. Der Fachdienst Bildung ist zuständig für die Verwaltung und Betreuung der Kreisschulen und des Kreismedienzentrums. Zudem sind hier das Bildungsbüro und die Geschäftsstelle des Europäischen Sozialfonds angesiedelt.

 

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 

 




Zulassungsstelle Öhringen kommt nach Künzelsau

Am Mittwoch, den 19. Juni 2019, wird die Zulassungsstelle letztmalig am Vormittag in Öhringen geöffnet haben. Die Zulassungsstelle ist ab dem 21. Juni 2019 in Künzelsau. Im Zuge der Zusammenlegung der Zulassungsbehörden Künzelsau und Öhringen in das Landratsamt werden die Öffnungszeiten ab dem 24. Juni 2019 angepasst. Montag bis Mittwoch 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr; Donnerstag 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und 14 Uhr bis 17.30 Uhr; Freitag 7.30 Uhr – 12 Uhr. Der Annahmeschluss beträgt 30 Minuten vor Ende des Schalterschlusses.

Parkplätze und telefonische Erreichbarkeit

Es sollen zusätzlich fünf Kurzzeitparkplätze für Besucher, insbesondere der Zulassungsstelle, ausgewiesen werden(zwei vor Gebäude D sowie drei an der Allee zwischen Gebäude A und B).

Des Weiteren soll ein Kunden-Info Telefon eingerichtet werden, welches unter Tel. 07940 18-500 erreichbar ist. Alle Fragen rund um die Zulassungsstelle sollen hier zügig beantwortet werden.

Online-Angebote

Künftig sei es möglich, online abzufragen, wie lange die Wartezeiten vor Ort sind. Auch ist es bereits möglich, Fahrzeuge online abzumelden und wieder zuzulassen. Zusätzlich gäbe es einen neuen Online-Service: Antragsdaten zur KFZ-Zulassung können vorab elektronisch an die Zulassungsbehörde übermittelt werden.

Landwirtschaftsamt und Veterinäramt

Nach 15 Monaten Planungs- und Bauzeit zieht das Landwirtschaftsamte und das Veterinäramte, die bislang in der Hindenburgstraße 58 in Öhringen untergebracht sind, in ihre neuen Räumlichkeiten in die Schloßstraße 3 in Kupferzell um. Der Umzug ist im Zeitraum vom 19. Juni bis 28. Juni 2019 vorgesehen. Die Ausstattung von 73 Arbeitsplätzen und 41 Büros sollen LKWs rotierend nach Kupferzell bringen. Einen Teil der geplanten 2.000 Umzugskartons werden dabei über einen Außenaufzug nach unten gebracht.

Nach dem Umzug sind die Mitarbeiter zu den allgemein geltenden Öffnungszeiten des Landratsamtes auch in Kupferzell persönlich erreichbar. Montag bis Freitag von 08.30 Uhr bis 12Uhr und Donnerstag Nachmittag von 14 Uhr bis 17.30 Uhr.

 

Quelle:   Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 




Verhaltene Stimmung im Landratsamt bei Bekanntgabe der Wahlergebnisse für Gesamt-Europa: Liberale stärker als Grüne

Das Europäische Parlament wird sich verändern. So viel steht fest. Und noch etwas fällt auf: Die Hohenloher haben anders gewählt als der Rest von Europa. Hier im Ländle sind die Grünen die großen Wahlsieger, während im Europaparlament die Liberalen stärker ins neue Europäische Parlament startet als die Grünen. In Hohenlohe wie auch in Gesamt-Europa sind die beiden großen Volksparteien die großen Verlierer. Die Rechtskonservativen gehen noch einmal gestärkt aus dieser Wahl hervor, aber nicht so stark wie es manche erhofft beziehungsweise befürchtet haben.

Wahlabend im Landratsamt. Foto: GSCHWÄTZ

 




Einbruch in Landratsamt

Derzeit besteht der Verdacht, dass sich ein Unbekannter am Montagabend, den 06. Mai 2019, in einem Gebäude des Landratsamtes Hohenlohekreis in der Allee in Künzelsau hat einschließen lassen. Im Gebäudeinneren wurden zwei Mobiltelefone, ein Fahrzeugschlüssel, ein weiterer Schlüssel und Bargeld entwendet. Zeugen, die zwischen Montag, 18.15 Uhr, und Dienstagmorgen, 8 Uhr, im Bereich des Landratsamts verdächtige Wahrnehmungen machen konnten, werden darum gebeten, sich beim Polizeirevier in Künzelsau unter der Telefonnummer 07940 940-0 zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 08. Mai 2019

Foto: GSCHWÄTZ/Archiv/Landratsamt des Hohenlohekreises in Künzelsau

 

 




Arbeitgeber zahlt Zuschuss für das Job-Ticket HNV

Im vergangenen Jahr stieg der Anteil der pendelnden Beschäftigten deutschlandweit auf einen neuen Rekordwert von knapp 60 Prozent. Auch das Pendlervolumen in Heilbronn und Hohenlohe nimmt seit vielen Jahren zu. Allein im Hohenlohekreis ist die Zahl der Pendler im Zeitraum 2010 bis 2016 von rund 27.000 auf rund 34.000 gestiegen. Dies entspricht einem Plus von rund 26 Prozent.
Lange Staus, Parkplatznot, hohe Umweltbelastungen und gestresste Mitarbeiter sind Folgen der steigenden Pendlerzahlen. Für Unternehmen sind das gute Gründe, Mitarbeitern Bus und Bahn schmackhaft zu machen. Das Landratsamt Hohenlohekreis hat am Donnerstag, den 06. Dezember 2018, als vorbildlicher Arbeitgeber nun eine entsprechende JobTicket-Vereinbarung mit dem HNV unterzeichnet. Diese sieht vor, dass der Arbeitgeber einen ansehnlichen Fahrtkostenzuschuss gewährt. Im Gegenzug gewährt der HNV Mengenrabatte, die ebenso dem Mitarbeiter zugute kommen. So ergeben sich außergewöhnlich günstige Eigenanteile für die jeweiligen Mitarbeiter. Die JobTicket-Vereinbarung sieht außerdem eine Mitnahmemöglichkeit weiterer Personen in den Abendstunden und am Wochenende vor. „Der HNV stellt als regionaler Mobilitätsdienstleister die passenden Angebote zur Verfügung“, sagt Geschäftsführer Gerhard Gross. Der Geltungsbereich des HNV umfasst sämtliche Verkehrsmittel in der Stadt Heilbronn, dem Landkreis Heilbronn und dem Hohenlohekreis sowie die angrenzenden Städte wie beispielsweise Sinsheim, Mosbach, Osterburken und Schwäbisch Hall.
Außerdem hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit beim, Personal- und Organisationsamt ein sogenanntes Schnupperticket zu beantragen und das ÖPNV-Angebot zwei Wochen kostenfrei zu testen. Für Landrat Dr. Matthias Neth ist das JobTicket ein geeignetes Instrument, um für den Arbeitgeber Landratsamt Hohenlohekreis zu werben. Darüber hinaus spielt der Nahverkehr beim Thema ressourcen- und umweltschonende Mobilität aktuell und in Zukunft eine immer wichtigere Rolle.

Landrat Dr. Matthias Neth und HNV-Geschäftsführer Gerhard Gross unterzeichnen die Job-Ticket-Vereinbarung. Im Hintergrund stehend NVH-Geschäftsführer Alexander Wolf.
Foto: Landratsamt des Hohenlohekreises

 

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Bunter Weihnachtsbaum im Landratsamt

Zum ersten Mal haben Schüler der Erich Kästner-Schule für Sprachbehinderte in Künzelsau einen Weihnachtsbaum geschmückt. Insgesamt waren 65 Schüler an der Aktion im Foyer des Landratsamtes beteiligt. Den Baumschmuck haben die Kinder aller Klassenstufen mit hoher Motivation und viel Freude selbst gebastelt – nur Baum, Kerzen und Kugeln wurden vom Landratsamt zur Verfügung gestellt.

Stolz präsentierten die Schüler zusammen mit Schulleiterin Kathrin Ehrmann Landrat Dr. Matthias Neth ihren Baum. „Ich freue mich sehr, dass ihr euch zum ersten Mal  bereit erklärt habt, den Schmuck zu basteln und den Baum damit zu schmücken. Und ich muss sagen, das ist euch hervorragend gelungen“, war dann auch der Landrat sehr erfreut. „Der Baum bringt Glanz in unser Foyer, erfreut jeden, der ihn sieht und verbreitet vorweihnachtliche Stimmung.“

Die Kinder freuen sich, dass ihre kleinen Kunstwerke so prominent zur Geltung kommen. „Sie waren wirklich mit Feuereifer bei der Sache und konnten es kaum erwarten, bis es endlich losgeht“, berichtete Schulleiterin Kathrin Ehrmann.

Neben dem Weihnachtsbaum präsentierten die Kinder zudem die Lieder „Jeder macht sich nun bereit“ sowie „Ich lieb den Winter“, die sie eigens für diesen Anlass einstudiert hatten. Neben einem kleinen Umtrunk mit Brezeln, Hefezopf und Gebäck gab es zum Ausklang noch Blumen für die Lehrerinnen sowie Adventskalender für die Kinder.

In Zukunft wollen sich die Erich Kästner-Schule sowie die Geschwister-Scholl-Schule Künzelsau beim Basteln und Schmücken abwechseln.

Die Schüler der Erich Kästner-Schule mit Landrat Dr. Matthias Neth und Ursula Mühleck, Dezernentin für Familie, Bildung und Gesundheit (beide rechts).

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

 




12 Planer geben Künzelsau in 5 Monaten ein neues Erscheinungsbild

In nur fünf Monaten, bis zum Ende des Jahres 2018, soll es stehen: Das Konzept, wie Künzelsau sich verändern möchte auf der Achse – Rathaus – Landratsamt- Kaufland. 12 Städtplaner haben sich für die Neugestaltung dieses Areals beworben.

Am 4. Juli 2018 hat Bürgermeister Stefan Neumann mit Beteiligung von Beate Silbereis-Scharf als Vertreterin des Landratsamts, verschiedenen Stadtplanern und Architekten, den Rahmen für den Planungswettbewerb zum Stadteingang von Künzelsau abgesteckt. Ziel des Wettbewerbs ist es, eine optimale städtebauliche Lösung für die Neuordnung des Landratsamts zu erarbeiten und zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten für den Einzelhandel, den Verkehr und das Parken aufzuzeigen.

Der Plan zeigt das Wettbewerbsgebiet „Stadteingang Stuttgarter Straße“ mit einer Fläche von rund sechs Hektar. Urheber: Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH, Dortmund/Stuttgart.

Neumann: „Riesenchance für die nächste Generation“

„Das ist eine Riesenchance für die nächsten Generationen den Stadteingang zu gestalten“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Zwölf Planungsbüros hätten die Aufgabe angenommen, bis Ende Oktober 2018 Pläne und Modelle mit ihren Ideen und Vorstellungen für eine zukünftige optimale Nutzung des Stadteingangs einzureichen, so eine Pressemitteilung der Stadt Künzelsau. „Das Verfahren dauert nur knapp fünf Monate, dann haben wir eine städtebauliche Struktur, auf die wir aufbauen können, die aufzeigt, wie sich in Zukunft alles ordnen könnte.“ Stadtbaumeister Peter Blumhagen ergänzt: „Das sind alles renommierte Büros, die sich auf die Ausschreibung gemeldet haben. Es konnten sich Büros aus dem gesamten Bundesgebiet bewerben.“  Mitte Dezember werde ein Preisgericht die eingereichten Arbeiten sichten und bewerten. Die Wettbewerbsergebnisse und Ideen der Planer können auch, so die Stadt, für den geplanten Neubau des Landratsamts wertvolle Planungshilfe sein und dort mit einfließen. Deshalb beteilige sich auch der Hohenlohekreis am Planungswettbewerb und übernehme auch die Hälfte der Kosten.

Einzelhandel: „Optimale Versorgung der Stadt“

Besonders wichtig sei dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung eine o“ptimale Versorgung der Innenstadt“, deshalb werde auch die Fläche des heutigen Kauflandes betrachtet. Es wird dabei der Frage nachgegangen, wie Einzelhandel dort und im Wettbewerbsbereich, also der Kernstadt, langfristig attraktiv und damit gesichert werden kann.

„Das heutige Kauflandgelände ist sowohl unter dem Aspekt der Versorgung unserer Stadt und ihrer Besucher als auch unter städtebaulichen Aspekten von großer Bedeutung. Deshalb“, so Bürgermeister Stefan Neumann, „sollten wir als Grundlage für Veränderungen dort die Ergebnisse des Wettbewerbs verwenden und uns alle die Zeit für gute Planungen und Überlegungen geben.“ Die Stadtverwaltung sei mit den Beteiligten im Gespräch und strebe eine für alle gute und zukunftsfähige Lösung an.

„Bei all den Vorhaben ist uns als Stadt Künzelsau eine ganzheitliche städtebauliche Entwicklung wichtig“, so Bürgermeister Stefan Neumann mit Blick auf die Planungen zum Quartier An der Stadtmauer. Es sei ein Konzept in Auftrag gegeben worden, das Entwicklungsmöglichkeiten des Einzelhandels im Fokus habe. Erste Ergebnisse werden noch in diesem Monat erwartet und fließen auch in die Entwicklung künftiger Potenzialflächen in der Würzburger Straße ein, so die Stadt.

Auf der Freifläche neben dem Kaufland könnte das neue Landratsamt gebaut werden. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Foto: Der Plan zeigt das Wettbewerbsgebiet „Stadteingang Stuttgarter Straße“ mit einer Fläche von rund sechs Hektar. Urheber: Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH, Dortmund/Stuttgart.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

So soll das Quartier an der Stadtmauer künftig ausschauen. Grafik zur Verfügung gestellt von der Stadtverwaltung Künzelsau

 




Das wird teuer

// Der Abriss des Asbest belasteten Landratsamt ist teuer und nicht ungefährlich

Zum Abriss des mit Asbest belasteten Landratsamtes in Künzelsau bräuchte es idealerweise den Verpackungskünstler Christo. Dieser müsste das ganze Gebäude ummanteln, damit kein Asbeststaub nach außen dringt. Männer in Schutzkleidung mit Schutzbrille und Atemschutzgeräten verpacken den Asbest, in geschlossenen Lastwägen wird der krebserregende Baustoff auf einer Sondermülldeponie entsorgt. So könnte eine ideale Asbestentsorgung ausschauen.

Das Problem: Der Abriss könnte dadurch 20 Prozent mehr kosten, wenn nicht sogar sich verdoppeln, so ein Architekt aus dem Kochertal, der anonym bleiben möchte, jedoch selbst schon mit Asbest behaftete Bauten beim Abriss betreut hat.

Doch wer trägt die Kosten dieser aufwändigen Entsorgung und damit auch das damit verbundene gesundheitliche Risiko? „Die Verantwortung der Entsorgung liegt derzeit beim Landkreis (Eigentümer). Sollte das Gebäude veräußert werden, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass der neue Eigentümer das Gebäude saniert oder abbricht“, so das Landratsamt des Hohenlohekreises.

Auf Nachfrage bestätigt das Landratsamt, dass die Stadt Künzelsau im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs die Eingangssituation eventuell verändern möchte. Bezüglich der Frage nach den Entsorgungskosten verweist das Landratsamt darauf, dass „zunächst der städtebauliche Wettbewerb abgewartet werde“. Eine erste Kostenschätzung seitens des Landratsamts liegt noch nicht vor. Weiter heißt es: „Das Gebäude A ist grundsätzlich sanierungsfähig, man hatte sich unter den damaligen Umständen aber für eine Veräußerung des Gebäudes und die Errichtung eines Neubaus an anderer Stelle entschieden.“ Das Landratsamt betont: „Die Asbestsanierung ist möglich, aber auch notwendig und wird von Fachleuten sachgerecht durchgeführt. Die hierbei anfallenden Abfälle werden anschließend ordnungsgemäß entsorgt beziehungsweise auf eine zugelassene Sondermülldeponie gebracht.“

Wie und in welcher Form das neue Landratsamt gebaut wird, ist noch nicht klar.

 

// Foto: GSCHWÄTZ/Archiv