Seit Samstag, den 01. August 2020, ist laut einer Pressemitteilung die Besondere Aufbauorganisation Covid-19, die zur Bewältigung der ersten Welle der Corona-Pandemie eingerichtet wurde, aufgelöst und in eine tragfähige Organisation innerhalb des Gesundheitsamtes überführt. Die Bearbeitung der Corona-Pandemie ist nun im Fachdienst „Infektionsschutz und Umwelthygiene“ angesiedelt.
Räumlich wird dieser Bereich vorerst übergangsweise im ehemaligen Krankenhausgebäude Künzelsau untergebracht, wo derzeit 40 neue Büroarbeitsplätze geschaffen werden. Das Ziel ist, bei einem geringen Infektionsgeschehen in einem kleinen Team zu arbeiten, aber schnell aufstocken zu können, sollte das notwendig werden. „Es ist wichtig, dass wir auf der einen Seite unsere Dienstleistungen für die Bürger wieder regulär anbieten können, auf der anderen Seite aber flexibel reagieren können, wenn es das Infektionsgeschehen im Kreis erfordern sollte“, erklärt Landrat Dr. Matthias Neth in der Mitteilung.
Weiter heißt es, dass ein rollierendes System von vier Teams mit jeweils etwa 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (inklusive Fallermittler, Hotline, Testung, Isolierstation, Innerer Dienst) zunächst über ein Jahr eingeführt werden soll. Jedes Team ist jeweils drei Monate in der Fallermittlung im Einsatz. Bei der Zusammenstellung wurde darauf geachtet, dass bereits erfahrene Fallermittler zum Einsatz kommen, um Übergabe- und Einarbeitungszeiten so knapp wie möglich zu halten.
Sollte das Infektionsgeschehen erneut aufflammen, können die anderen Teams ohne großen Zeitverlust zusätzlich aktiviert werden.
Zu diesem Zweck wird der Fachdienst zudem personell aufgestockt: Es ist geplant, acht bis zehn teilweise befristete Vollzeitstellen zu schaffen und zeitnah zu besetzen. Die zusätzlichen Personalkosten werden größtenteils vom Land getragen. „Ich freue mich, dass die Landesregierung die Kreise wie zugesagt unterstützt und wir nun die Gesundheitsämter auch personell stärken können“, erklärt Dr. Matthias Neth.
Corona-Hotline wird angepasst
Auch die Corona-Hotline des Gesundheitsamtes des Hohenlohekreises (Telefon 07940/18 888) wird dem aktuellen Bedarf angepasst. So sind seit Freitag, den 31. Juli 2020, im automatisierten Anrufdialog die Bereiche Wirtschaft und Landwirtschaft abgeschaltet, da das Anrufaufkommen hier derzeit überschaubar ist. Weiterhin erhalten bleiben die Auswahloptionen Medizinische Fragen und Fragen zur Quarantäne.
Fragen zu den Themen Wirtschaft und Landwirtschaft werden von den Hotline-Mitarbeitern gegebenenfalls zu einem der Experten weitergeleitet, die natürlich auch weiterhin für Fragen zur Verfügung stehen.
Quelle: Pressemitteilungen des Landratsamtes Hohenlohekreis