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Bewegende Geschichte der Landfrauen

Der LandFrauenverband Württemberg-Baden e. V. und der KreisLandFrauenverband Hohenlohe feiern in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Verbandsjubiläums wurde eine Wanderausstellung, die die Geschichte der LandFrauen erzählt, auf die Reise durch die 24 Kreisverbände geschickt.

Wanderausstellung im Landratsamt

Seit dem 30. Juni macht die Wanderausstellung Halt im Foyer des Landratsamtes Hohenlohekreis. Feierlich eröffnet wurde sie bereits einen Tag davor mit Vertretern der LandFrauen, der Kreisverwaltung sowie des Kreistages. Landrat Dr. Matthias Neth bedankte sich bei den KreisLandFrauen für ihr unermüdliches Engagement. „Ich bin stolz darauf, dass wir im Hohenlohekreis 43 Ortsvereine mit über 2.500 Mitgliedern haben. Seit 75 Jahren sind Sie wahrhaftig eine tragende Säule in unserem Landkreis und in ganz Baden-Württemberg. Sie setzen sich für die Frauen auf dem Land ein und verbinden mit Projekten, Aktionen und Bildungsprogrammen Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Sie sind unsere Managerinnen, Antreiberinnen für Veränderung und Fortschritt und Bewahrerinnen von Wissen und Traditionen“, so Landrat Dr. Neth zu Beginn der Eröffnungsfeier. In ihrer Begrüßung schloss sich Kreisvorsitzenden Regina Müller dem an: „Es freut mich, dass wir auf solch eine lange Verbandsgeschichte zurückblicken können. Und umso mehr freue ich mich, dass wir hier heute alle zusammengekommen sind, um die Wanderausstellung anlässlich des 75-jährigen Bestehens des LandFrauenverbands Württemberg-Baden e. V. im Hohenlohekreis feierlich zu eröffnen.“

Auf 12 beleuchteten Displays erhalten Besucherinnen und Besucher grundsätzliche Informationen zu Geschichte und Bedeutung der LandFrauen in Württemberg-Baden. Foto: Landratsamt Hohenlohekreis

Frauen auf dem Land waren in der Nachkriegszeit besonders betroffen und begierig darauf, ihre Bildung und Lebensbedingungen zu verbessern. Was die Landfrauen seither bewegt haben, erfahren die Besucherinnen und Besucher dieser Ausstellung. Noch bis zum 8. Juli 2022 können Interessierte die Ausstellung im Foyer des Landratsamtes Hohenlohekreis besuchen. Bereits am ersten Tag zählte die Ausstellung bereits mehr als 150 Besucher. Am Eröffnungsabend wurde auch die 6.000ste Besucherin der Jubiläums-Wanderausstellung, Heidrun Fleisch aus dem Ortsverein Bretzfeld-Rappach, beglückwünscht.

Hintergrund

Die Geschichte der LandFrauen beginnt 1898 mit dem ersten „Landwirtschaftlichen Hausfrauenverein“ in Ostpreußen. In Württemberg entstand durch Fürstin Therese zu Hohenlohe Waldenburg 1916 ein landwirtschaftlicher Hausfrauenverein. In der NS-Zeit wurden die Vereine aufgelöst. Nach dem Krieg im Jahr 1947 folgte die Neuorganisation der LandFrauen-Bewegung. In dieser Zeit wurden auch der LandFrauenverband Württemberg-Baden e. V. und der KreisLandFrauenverband Hohenlohe gegründet.

Beate Krieg, Landesgeschäftsführerin des LandFrauenverbands gratuliert Heidrun Fleisch, der 6.000sten Besucherin der Ausstellung. Foto: LRA Hohenlohekreis

Öffnungszeiten

Montag bis Mittwoch von 7.30 bis 17.00 Uhr, Donnerstag von 7.30 bis 18.00 Uhr sowie Freitag von 7.30 bis 12.00 Uhr.
Zu den Öffnungszeiten ist immer eine Ansprechperson vor Ort, die Auskunft über die LandFrauen geben kann.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis




Landratsamt empfiehlt Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit – Landfrauen nähen 1.500 Schutzmasken für Pflegeheime – Auch Niedernhaller haben ihre ersten Schutzmasken fertig

Am Dienstag, den 07. April 2020, haben die Kreislandfrauen Hohenlohe 220 selbstgenähte Masken an die Kreisverwaltung übergeben. Die Masken sollen überall dort eingesetzt werden, wo aus medizinischen Gründen keine FFP2- und FFP3-Schutzmasken notwendig seien. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. Landrat Dr. Matthias Neth lobte das vorbildliche Engagement der Landfrauen: „Ich danke Ihnen herzlich dafür, dass Sie Ihre persönlichen Stärken zum Wohl der Gemeinschaft einbringen. Damit setzen Sie ein wichtiges Zeichen und beweisen, dass wir gemeinsam diese Krise bewältigen können.“ Rund 500 Masken wurden bereits in den vergangenen Tagen von den Landfrauen aus 43 Ortsvereinen aus dem Hohenlohekreis hergestellt. „Täglich melden sich neue Näherinnen“, sagt Tanja Maurer, Mitglied im Vorstand der Kreislandfrauen. „Wir freuen uns, dass viele Tischdecken oder Bettwäsche, aber auch Draht und Stoffe von mehreren Firmen gespendet werden.“ Bis zu 1.500 Masken sollen insgesamt gefertigt werden. Diese werden an Pflegeheime sowie an die Diakonie und an die Organisation „Öhringen Hilft“ verteilt.

Das Landratsamt Hohenlohekreis empfiehlt das Tragen einer einfachen, auch selbstgenähten, Maske in der Öffentlichkeit. Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) können durch eine Mund-Nasen-Bedeckung Tröpfchen, die man selbst beim Husten, Niesen oder Sprechen ausstößt, abgefangen werden. So schützt der Träger sein Umfeld, denn das Risiko, andere Menschen anzustecken, wird durch die Maske verringert. „Trotzdem müssen unbedingt auch weiterhin die bekannten Regeln eingehalten werden“, betont Amtsärztin Dr. Antje Haack-Erdmann. „Am wirksamsten schützen wir uns selbst und andere noch immer, indem wir häufig und gründlich Händewaschen, in den Ellenbogen husten und niesen sowie zu anderen Personen etwa zwei Meter Abstand halten.“

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat unter anderem folgende Empfehlungen für das Tragen eines einfachen Mund-Nasen-Schutzes veröffentlicht:

  • Vor dem Anlegen der Maske sollten die Hände gründlich gewaschen werden.
  • Wichtig ist, dass die Maske richtig über Mund, Nase und Wangen platziert wird und möglichst eng anliegt.
  • Sobald die Maske durchfeuchtet ist, sollte sie umgehend abgenommen und ggf. ausgetauscht werden.
  • Nach Absetzen der Maske sollten die Hände gründlich gewaschen werden.
  • Masken sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden.

Auch die ersten selbst genähten Schutzmasken aus Niedernhall sind fertig. Foto: privat

Hintergrund:

Die Ausbreitung des Coronavirus hat zu einem Mangel an qualifizierter Schutzausrüstung, insbesondere an FFP2- und FFP3-Schutzmasken, geführt. Diese medizinischen Spezial-Masken sollten daher den Beschäftigten der kritischen Infrastruktur, insbesondere dem medizinischen und pflegerischen Personal, vorbehalten bleiben. Als Schutz für Privatpersonen im öffentlichen Raum, wie z.B. beim Einkaufen, ist ein einfacher Mund-Nasen-Schutz, wie der selbstgenähte der Landfrauen, ausreichend.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises