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„Die letzten Verschmutzungen haben die Grenze des Ertragbaren überschritten“

Wie GSCHWÄTZ vor kurzem berichtete, haben Angehörige des fahrenden Volkes vier Wochen lang am Ballenwasen in Gaisbach ihr Lager aufgeschlagen, bis die Polizei das Gelände räumte. Zurückblieben war ein verwahrloster Platz, Müll, Kot und sogar ein ausgedienter Wohnwagen (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2021/02/26/fahrende-hinterlassen-am-ballenwasen-einen-saustall/).

„Die Stadtverwaltung hatte deshalb Kontakt mit dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma in Baden-Württemberg aufgenommen“

Nun hat sich die Stadtverwaltung Künzelsau gegenüber GSCHWÄTZ eine Stellungnahme dazu abgegeben: „Die Stadtverwaltung war während des Aufenthalts der Gruppe um einen Dialog bemüht“, schreibt Elke Sturm von der Pressestelle, die auch Verständnis für den Unmut äußerte, den das Lager auslöste. „Die letzten Verschmutzungen haben die Grenze des Ertragbaren überschritten. Die Stadtverwaltung hatte deshalb auch Kontakt auf Landesebene mit dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma in Baden-Württemberg aufgenommen.“

„Die Wohnwagen-Gespanne haben den Platz bereits mittwochs geräumt“

Bereits im Vorfeld und in Abstimmung mit der Polizei seien die Beteiligten Anfang der vergangenen Woche darüber informiert worden, dass „der Platz bis Donnerstag geräumt und saniert werden soll“. Daraufhin hätten die Wohnwagen-Gespanne den Platz bereits mittwochs geräumt. Im Moment stehe der Platz der Öffentlichkeit allerdings nicht zur Verfügung.

„Spezielle Regelungen für das Abstellen von Wohnwagen durch Sinti und Roma gibt es in Deutschland nicht“

Die Pressesprecherin schreibt weiter: „Der Parkplatz Ballenwasen ist in der Vergangenheit immer mal wieder, in den letzten Jahren vermehrt, von Landfahrern genutzt worden. Spezielle Regelungen für das Abstellen von Wohnwagen durch Sinti und Roma gibt es in Deutschland nicht.“