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„Da liegt der Typ scho widder. Hat der nix zum schaffe?“ – Kinopremiere eines Films aus Hohenlohe

2 Bäuerinnen wollen das kleine Zeitfenster nutzen und kurz in einem See baden, aber da treibt bereits ein nackter Mann auf dem Wasser und genießt den warmen Sommertag. „Da liegt der Typ scho widder. Hat der nix zum schaffe?“, fragt die eine Bäuerin. Die andere antwortet: „Wahrscheinlich verdient der sei Geld im Schlaf.“

Das Leben auf dem Land wird in Heimatfilmen oft idealisiert

Das Leben auf dem Land – oft in Heimatfilmen dargestellt als reine Idylle, nicht so bei Justine Bauer. In ihrem Coming-of-Age-Kinofilm „Milch ins Feuer“ (offizieller Kinostart: 07. August 2025) aus Hohenlohe spielen junge Bäuerinnen die Hauptrolle – und zwar völlig ungeschönt. die Laiendarstellerinnen sprechen in feinstem Hohenloher Dialekt, werden bei ihrer Arbeit gefilmt, statt einer Geburt eines Kälbchens (wie so oft in Filmen vom Land) sehen die Zuschauenden eine Kastrations eines Alpakas.

Kastration eines Alpakas anstatt die Geburt eines Kälbchens

Der Film ist nicht, wie üblich in Kinos, in 16:9 zu sehen, sondern in 4:3, eine bewusste Leinwandentscheidung der Regisseurin, damit nicht die „schöne Landschaft des Jagsttals“ die Hauptrolle spielt, sondern die Frauen im Film, erklärt Justine Bauer. Sie selbst kommt ebenfalls aus dem Hohenloher Land.

Städter versus „Landeier“

Kirchberg bildete sodenn die Auftakt ihrer großen Kinotour durch Deutschland. mit einem Film im Gepäck, der nicht nur Idylle zeigt, sondern Einblicke gibt in das wahre Land- und Landwirtschaftsleben, aber auch die andere Sicht darstellen möchte – nciht wie so oft die Städter, die auf „Landeier“ herabschauen, sondern auch die Menschen vom Land, die kofschüttetlnd über die Lebensweise der Städter sprechen.

Noch immer vorhandene starke patriarchale Strukturen

Es geht aber auch um noch immer vorhandene stark patriarchale Strukturen, die vielen gar nicht bewusst sind, weil sie dermaßen automatisiert verankert sind auf dem Land, wie etwa, wenn der Sohn nach wie vor völlig selbstverständlich den elterlichen Hof erbt und nicht die Tochter. Justine Bauer erklärt: „Ich möchte von Frauen erzählen, die stark sind im Patriachat. Aber egal, wie stark eine Frau ist, es gibt immer männliche Regeln.“ Das sei aber nicht nur auf dem Land sei: „Was ich auf jeden Fall mit dem Film zeigen möchte, ist, dass es überall auf der Welt solche Ungerechtigkeiten Frauen gegenüber gibt. Es gibt ja viele Dinge, bei denen Frauen benachteiligt werden, das ist nach wie vor ein universelles Problem.“

Trailer des Films: MILCH INS FEUER Trailer German Deutsch (2025)




Filetierung des Kerl-Areals in Niedernhall

Bei der Gemeinderatsitzung in Niedernhall am Montag, den 16. April 2018, sollte beschlossen werden, was mit dem Kerl-Areal passiert. Das zwei Hektar große Gelände, das die Stadt Niedernhall 2015 für 1,2 Millionen Euro erwarb, soll als Fläche für den Einzelhandel und/oder weitere Gewerbe vorgesehen sein. ( Zwei Hektar sind 20.000 Quadratmeter // somit hat die Stadt Niedernhall 60 Euro pro Quadratmeter bezahlt.)

Voch bevor alles Weitere besprochen wurde, verweis Bürgermeister Achim Beck darauf, dass unter anderem Klaus Richter entschuldigt sei. Beim Thema Bürgerfragen begründeten zwei Bürger ihren Unmut über die aktuelle Situation der Strafanzeige, die Klaus Richter gegen Achim Beck und den Gemeinderat gestellt hat (siehe GSCHWÄTZ Berichterstattung / Link unten). „Ich wollte Herrn Richter direkt fragen, wann er seine Leidenszeit und die Leidenszeit des Gemeinderates beenden wolle. Ich hätte einen Tipp: Er soll die Strafanzeige einfach zurücknehmen. Da er seit 24 Jahren im Gemeinderat und seit 14 Jahren stellvertretender Bürgermeister ist, hat es mich sehr gewundert, dass er durch seine Verhaltens- und Vorgehensweise eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in der bürgerlichen Liste (Anmerkung der Redaktion: gemeint war die bürgerliche Wählervereinigung), im Gemeinderat und auch in Zusammenarbeit mit dem Herrn Bürgermeister zerstört hat. Deshalb wäre meine direkte Frage gewesen, wann er als stellvertretender Bürgermeister und wann er als Gemeinderat zurücktritt“, so ein Bürger. Ein weiterer Bürger: „Schade, dass Herr Richter nicht da ist. Er ist stellvertretender Bürgermeister und er hat bei mir eine Vorbildfunktion. Eine Vorbildfunktion verstehe ich darin, dass diese  innerhalb des Stadtrates mit dem Herrn Bürgermeister zusammen besprochen werden und das man da nicht jedes Mal auf das Gericht rennen muss. Das ist ein unmöglicher Vorgang. Es ist wirklich schade, dass Herr Richter nicht anwesend ist, sonst hätte ich ihn gefragt, warum er nicht zurücktritt und den Stadtrat seine Arbeit machen lässt.“ Weitere Worte zu diesem Thema und dem Thema Strafanzeige fielen an diesem Abend nicht.

Vielmehr wurde über die Umbauarbeiten gesprochen, die im Zuge des umstrittenen Kaufs des Kerl-Areals eventuell getätigt werden müssen.

Das Problem mit dem Kerl-Areal sei, so Bürgermeister Achim Beck, der Verkehr am Knotenpunkt der Weißbacher Straße an der Ampel mit der Abbiegung auf die Kocherbrücke (L1044/L1045/Criesbacher Straße). Die Abbiegespuren sind mit ihren 25 Metern zu kurz und somit staut sich der Verkehr. Ein Kreisverkehr wäre eine Lösung, jedoch nicht umsetzbar, ohne die Kocherbrücke zu erweitern, damit LKW´s keine Probleme beim Verlassen des Kreisverkehrs haben – somit ist ein Kreisverkehr nicht umsetzbar. Die andere Option: Die Abbiegespuren müssen verlängert werden. Das Ingenieurbüro Dreikant (Verkehrsplaner) und das Ingenieurbüro Zimmermann (Verkehrsuntersuchung) stellten die Lösung der T-Kreuzung vor. Die Criesbacher Straße könnte von der Kreuzung abgekoppelt werden und dafür schafft man eine Abbiegespur durchs Kerl-Areal. Die Linksabbiegespur in Richtung Kocherbrücke, aus Richtung Ingelfingen kommend, soll dann auf 252 Meter verlängert werden.

Da es sich aber um die Verbesserung der Wartezeit auf Straßen des Landes handelt, muss das Land sich an den Kosten beteiligen. Aber bis das geklärt ist, ob tatsächlich eine Abbiegespur durch das Kerl-Areal gezogen wird, kann nichts weiter geplant werden. „Es wird bestimmt noch ein halbes Jahr dauern, bis man genaueres zur Erschließung des Kerl-Areal sagen kann“, so Bürgermeister Achim Beck. Beck weiter: „Ich habe mir immer gewünscht, eine Abbiegespur ganz weit vorne zu haben, jetzt wird sie aber womöglich direkt an den Rossmann grenzen. Was wir so nie haben wollten, weil wir den Einzelhandel gerade in dem Bereich etwas weiterentwickeln möchten, etwa auf die Hälfte oder Zweidrittel des gesamten Fläche des Areals. Genau das ist jetzt nicht mehr möglich, nämlich, dass es ein Areal wird. Sondern man muss tatsächlich eine öffentliche Straße überqueren, wenn man dort zum Einzelhandel möchte.“ Sprich: Das Areal würde durch die neue Straße in zwei Hälften geteilt, auf der einen Seite wären Neukauf und Rossmann, auf der anderen Seite das neue Einzelhandelsareal.

// Fotos: GSCHWÄTZ

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Burka auf dem Land – Geht oder geht nicht?

Unser Autor Dr. Felix Kribus hat sich wieder ins Getümmel gestürzt und war dieses Mal in Ingelfingen und Künzelsau unterwegs, um die Bürger zu unserem Brennpunktthema des Monats Dezember zu befragen: Flüchtlinge auf dem Land. Konkret ging es um das von Österreich eingeführte Burka-Verbot seit dem 01. Oktober 2017. Wir wollten wissen: Ist dieses Verbot sinnvoll oder nicht? Im Video sehen Sie die Antworten. Was ist Ihre Meinung zu diesem Thema? Schreiben Sie uns. Wir freuen uns, von Ihnen zu lesen.