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Künzelsau/Kupferzell/Waldenburg: Flixbus fährt direkt nach Berlin

Im Gewerbepark Hohenlohe ein- und in Berlin aussteigen – das ist seit Freitag, den 10. Juli 2020 ganz ohne umsteigen möglich. Zum ersten Flixbus-Halt im Gewerbepark Hohenlohe haben sich der Bundestagsabgeordnete Christian Freiherr von Stetten und die Bürgermeister der drei am Gewerbepark beteiligten Städte – Kupferzell, Waldenburg und Künzelsau – verabredet. Gemeinsam haben sie die den ersten Flixbus der Linie L009 begrüßt und wenige Minuten später zur Weiterfahrt nach Berlin gleich wieder verabschiedet. Die Fahrtroute führt über Nürnberg nach Berlin. Rund sieben Stunden Fahrzeit sind im Fahrplan angegeben. Der Fernbus fährt um 14.55 Uhr im Gewerbepark ab. Die Fahrkarten sind ab 14.99 Euro zu haben. In die umgekehrte Richtung startet der Flixbus um 12.40 Uhr am Zentralen Omnibus Bahnhof in Berlin.

„Ein toller Erfolg für Künzelsau“

„Ein toller Erfolg für Künzelsau“, freut sich Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann. „Die Anbindung an das Fernbusnetz über die B19 ist für uns ein wichtiger Schritt. Als Hochschul- und Wirtschaftsstadt erfahren wir so eine aktive Verbesserung unserer Erreichbarkeit. Ich danke Herrn von Stetten und allen Beteiligten für ihren großartigen Einsatz.“

von Stetten: Grundstein für die Kochertalbahn

Der Bundestagsabgeordnete ist froh, dass er die Gespräche mit der Firma Flixbus erfolgreich abschließen konnte und „bereits in dieser Woche auch den Hohenlohekreis mit der neuen Haltestelle ‚Gewerbepark Hohenlohe / Kochertalbahn‘ und damit auch die Städte Künzelsau und Waldenburg sowie die Gemeinde Kupferzell an das Liniennetz angeschlossen sind“. Der direkte Anschluss des Fernbusses an die noch zu realisierende Reaktivierungsstrecke der Kochertalbahn, so Christian Freiherr von Stetten, lege einen ersten Grundstein für dieses ambitionierte Vorhaben, welches er in den nächsten Jahren gemeinsam mit allen Beteiligten voranbringen möchte.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Künzelsau

Ab 14,99 Euro bietet Flixbus die Fahrten an. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Seit 10. Juli 2020 kann man direkt von Hohenlohe nach Berlin fahren. Flixbus macht’s möglich. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

 




Mehr als nur Gemüse

Nach mehrjähriger Planungs- und Abstimmungsphase des Landratsamtes Hohenlohekreis und des Kompetenzzentrums Vermögen und Bau des Landes Baden-Württemberg wurden jetzt die Pläne für einen Schul- und Erholungsgarten an der Akademie in Kupferzell – mit tatkräftiger Unterstützung der Fachlehrerinnen Sigrun Vogt-Brück und Valentina Schulz – umgesetzt. Landrat Dr. Matthias Neth und Frank Berkenhoff, der stellvertretende Leiter von Vermögen und Bau Heilbronn, und weitere Vertreter des Landratsamtes schauten sich vor Ort die Resultate der ersten Umbaumaßnahmen und der bereits angebauten Gemüsepracht an, hieß es in einer Pressemitteilung. Alle waren beeindruckt von der Produktvielfalt im Garten, die durch die Fachlehrerinnen der Akademie und des Landwirtschaftsamtes im Rahmen des Unterrichts angebaut wurde.

Bedeutung von Kulturpflanzen

Im Fach Gartenbau erhalten die Fachschülerinnen der Akademie und des Landwirtschaftsamtes Einblicke in die Bedeutung von Kulturpflanzen: Gemüse, Kräuter und Beeren, Ziergarten und -pflanzen. Alle Themen können nun im Garten in der Fachpraxis handlungsorientiert umgesetzt und im Nutz- und Ziergarten der Schule geübt werden. Die Schülerinnen sind in ihrem späteren Berufsalltag überwiegend als Führungspersonen in Großhaushalten eingesetzt. Das erworbene Wissen im Gartenbau kann in jeder Einrichtung zum Beispiel in der Gestaltung des Eingangs- oder Außenbereiches eingesetzt werden.

Offen für Gartenliebhaber

In den regelmäßig angebotenen Gartenführungen des Landwirtschaftsamtes haben auch Gartenliebhaber die Gelegenheit, sich fachlich weiterzubilden. Aktuelle Themen sind derzeit gezielte Düngung, biologischer Pflanzenschutz, schonende Bodenbearbeitung, Sorten- und Artenvielfalt sowie sparsame Bewässerung. Gerade junge Familien haben wieder Interesse am eigenen Garten. Der Schulgarten bietet hier in den Bereichen Gemüsegarten, Gewächshaus, Ziergarten, Beerenobst und Streuobstwiese reichlich Fortbildungsthemen. Ganz nebenbei lernen die Teilnehmer  die Bedeutung der Gärten als Biotope für Pflanzen, Tiere und Menschen kennen, die unser Kleinklima positiv beeinflussen.

Frisches für Tagungsgäste

Neben der Vermittlung von Wissen an die Schülerinnen und im Rahmen von Veranstaltungen zur Erwachsenenbildung profitieren auch die Tagungsgäste der Akademie vom hauseigenen Garten. Die Gäste erhalten je nach Saison von dort frisches Obst und Gemüse. In der Mittagspause bieten der Schulgarten und der Park Raum für Regeneration. Im Garten sind Infotafeln aufgestellt, so dass sich Gäste bei einem erholsamen Rundgang informieren können, was gerade wächst.

Nicht zuletzt ist der Garten auch eine Attraktion für die Gemeinde Kupferzell, die das Projekt unterstützt. Park und Schulgarten gelten als beliebter Naherholungsraum für die Bürger der Gemeinde.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

 




Hund mit Pfefferspray abgewehrt – 4 Polizisten verletzt

Eigentlich sollte die Polizei am Montag, den 30. Juni 2020, das Veterinäramt in Kupferzell-Bauersbach bloß bei einer Kontrolle unterstützen. Zwei Streifen begleiteten am Abend die Amtstierärztinnen auf ein landwirtschaftliches Gehöft, um dort die Tierhaltung eines 59-Jährigen zu überprüfen. Der Mann und ein 43-Jähriger, der sich ebenfalls auf dem Hof befand, waren mit den Maßnahmen jedoch nicht einverstanden und zeigten sich von Beginn an aggressiv, störten die Kontrolle und verwehrten den Zutritt zu den Stallungen. Außerdem filmte der Ältere die Beamten.

Als er dies auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht unterließ, wurde sein Handy beschlagnahmt. Der Jüngere schnappte sich daraufhin das Mobiltelefon und versuchte damit zu flüchten. Ihm wurden Handschellen angelegt und der Gewahrsam erklärt. Der 59-Jährige holte daraufhin seinen Hund aus dem Haus und wollte diesen loslassen. Da die Androhung, den Hund im Zweifelsfall mit Pfefferspray abwehren zu müssen, nicht fruchtete, wurde das Abwehrspray gegen das Tier eingesetzt. Bei dem Einsatz wurden vier Polizisten verletzt.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Timo benötigt Stammzellenspende

 

Typisierungsaktion für Timo in Kupferzell. Flyer zur Verfügung gestellt von Ziehl-Abegg




„So sauber wie in einer Zahnarztpraxis“

Hoher Besuch am Freitag, den 19. Juni 2020, in Hohenlohe. Ministerpräsident Winfried Kretschmann machte dem Hohenlohekreis seine Aufwartung. Nach einem Besuch in Kupferzell, wo es unter anderem um die Studie des Robert Koch-Instituts zur Corona-Verbreitung ging, und anschließendem Abstecher ins Waldenburger Albert-Schweitzer-Kinderdorf, endete die Stippvisite bei Kontrollsystemhersteller Bürkert in Ingelfingen-Criesbach. GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus hielt den Besuch des Landesvaters fest.
In Criesbach begrüßte Professor Andreas Bürkert die Gäste und betonte, dass man heute gerne zeigen wolle, „wie Bürkert der Corona-Pandemie begegnet ist und wie es uns dabei gelang, in einem organisatorisch deutlich veränderten Rund-um-die-Uhr-Betrieb die zuverlässige Produktion und zeitgerechte Lieferung des zentralen Innenlebens von vielen zehntausend Beatmungsgeräten für deutsche, türkische, englische, chinesische, brasilianische und US-amerikanische Kunden zu verdreifachen ohne unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Covid-19 zu gefährden.“
Bürkert-Geschäftsführer Heribert Rohrbeck stellte die Arbeit des Unternehmens vor. Er dankte besonders den Mitarbeitern für diese „sehr große Leistung“ während der Corona-Krise, als der Ausstoß bei Bürkert „zumindest vervierfacht“ wurde. Im späteren Gespräch mit GSCHWÄTZ betonte Rohrbeck: „Wir hatten durchaus Anfragen, dass Länder versucht haben, komplette Montage- oder Produktionslose für sich zu reservieren. Dem haben wir immer vehement widersprochen, weil wir gesagt haben, wir wollen hier keinen Verteilungskampf sondern verteilen so gerecht, dass jeder entsprechende Produktionsleistung seiner Endgeräte vornehmen kann“.
Ministerpräsident Kretschmann war mit seinem Besuch in Hohenlohe einer Einladung von Landrat Dr. Matthias Neth gefolgt, auch mit Blick auf den arg gebeutelten Hohenlohekreis mit seiner hohen Zahl an Corona-Infizierten. Zusammen mit anderen Politikern konnte der Ministerpräsident beim Firmenrundgang die Herstellung von Komponenten für die Beatmungsgeräte beobachten. Dabei durfte allerdings nicht gefilmt werden.
Stattdessen unterhielt sich GSCHWÄTZ-Videoreporter Kribus mit dem Landtagsabgeordneten Arnulf Freiherr von Eyb, der sich beeindruckt zeigte, „dass es in den Produktionsräumen so sauber ist wie in einer Zahnarztpraxis. Ganz anders als früher“. Er war überzeugt, dass „der Ministerpräsident tatsächlich interessiert war an den Dingen, die ihm hier präsentiert wurden“.
 



Mit 2,5 Promille unterwegs

Nach dem Genuss von alkoholischen Getränken hat sich ein 40-Jähriger Donnerstagnacht, den 11. Juni 2020, in sein Auto gesetzt und ist losgefahren. Der Mann wurde um kurz nach 23 Uhr in seinem Audi fahrend in der „Leisklinge“ in Kupferzell von einer Streife gesehen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Da die Beamten schon früher am Abend mit dem Mann zu tun hatten und er bereits zu diesem Zeitpunkt dem Alkohol zugesprochen hatte, entschlossen sich die Polizisten, den Mann zu kontrollieren. Zu Recht wie ein Alkoholtest schnell aufzeigte. Der 40 Jährige hatte fast 2,5 Promille intus. Für ihn ging es zu einer Blutentnahme in Krankenhaus. Sein Führerschein wurde eingezogen.




„Wir freuen uns auf unsere Schüler“

Ab Montag, den 15. Juni 2020, geht es für einen Großteil der Schüler wieder zurück in die Klassenzimmer – zumindest stunden-, tageweise und wochenweise. Jede Schule im Hohenlohekreis hat sich Gedanken um ein passendes Konzept gemacht, welche Stunden für welche Schüler wie angeboten werden können. Das hängt unter anderem auch davon ab, wieviele Lehrkräfte zur Verfügung stehen, da Lehrer, die einer Corona-Risikogruppe angehören, vom Präsenzunterricht befreit sind. Viele Schulen haben darüber hinaus versucht, die Stundenpläne passend zu den Busfahrplänen abzustimmen. Es zeigt sich: Jede Schule hat dabei für sich individuelle Lösungen gefunden.

Kupferzell: „Es wurde bei der Einteilung auf die zeitgleiche Beschulung von Geschwisterkinder geachtet.“

In der Johann-Friedrich-Mayer-Schule in Kupferzell wurden wie in den meisten anderen Schulen auch, die Klassen und Lerngruppen in Kleingruppen eingeteilt. Rektor Markus Autenrieth erklärt: „Es wurde bei der Einteilung auf die zeitgleiche Beschulung von Geschwisterkinder geachtet.“ Die Beschulung finde im wöchentlichen Wechsel (A-Woche und B-Woche) statt. Die Schule hält sich dabei an den Vorschlag des baden-würrtembergischen Kultusministeriums, dass die Kinder eine Woche Präsenzunterricht im Klassenzimmer haben und eine Woche homeschooling „Der Unterricht beginnt und endet versetzt, ebenso die Pausenzeiten“, erkärt Autenrieth weiter. So stehen nicht alle Schüler zur gleichen Zeit auf dem Pausenhof. „In der Woche, in der die Lerngruppe kein Unterricht hat, finde die Beschulung weiterhin online oder mit Aufgaben aus dem Präsenzunterricht statt“, so der Rektor.

Die Gemeinschaftsschule kann es ermöglichen, dass Schüler aller Klassenstufen (1 bis 10) eine Woche mit mindestens 20 Unterrichtsstunden an der Schule im Präsenzunterricht ist. Die tägliche Unterrichtszeit umfasst laut Autenrieth 4 bis 5 Schulstunden. „In der darauf folgenden Woche findet das Homeschooling statt, so dass im Schnitt jede Schülerin / jeder Schüler auf mindestens 10 Unterrichtsstunden im Präsenzunterricht pro Woche kommt.“ Die Zeiten würden zum allergrößten Teil mit dem Busfahrplan übereinstimmen. „Da wir aber Schüler aus einem Umkreis von zirka 20 Kilometer haben, kann es sein, dass manche längere Zeit auf den Bus warten müssen oder von den Eltern in Fahrgemeinschaften abgeholt werden.

Mulfingen: Ein Tag Schule, ein Tag homeschooling – immer im Wechsel

An der Bischof von Lipp Schule, ebenfalls eine Gemeinschaftsschule, gibt es ein anderes Modell. Schulleiter Johannes Dirnberger erklärt: „Die Schüler jeder Jahrgangsstufe sind mindestens an zwei Tagen an der Schule, dies in jeder Woche.“ Es gibt also keinen wöchentlichen Wechsel. „Nach jedem Präsenztag gibt es einen Heimarbeitstag, an dem Aufgaben gemacht werden, die dann am nächsten Präsenztag in der Schule besprochen werden“, erklärt der Schulleiter und nennt ein Beispiel für die Jahrgangsstufe:

Klasse: 5a/b

Aus Hygienegründen sind die Klassen noch einmal in sich getrennt, so dass sich vier Gruppen mit der erlaubten Schülerzahl ergeben.

Montag: Präsenztag 

Dienstag: Heimarbeitstag

Mittwoch: Präsenztag

Donnerstag: Heimarbeitstag

Freitag: Heimarbeitstag

Bei der Jahrgangsstufe 6 werde nach demselben Prinzip verfahren. „Dann ist das Schulhaus an den Montagen und dem Mittwoch von den Abstandsregeln her ziemlich voll“, erklärt Johannes Dirnberger. „Die Jahrgangsstufen sieben und acht kommen dann zum Beispiel am Dienstag und Donnerstag zum Präsenztag. Für die  Jahrgangsstufen 9 und 10 weichen wir räumlich aus.“

Johannes Dirnberger sieht mehr Vorteile für dieses Unterrichtsmodell

Er sieht mehr Vorteile in diesem Unterrichtsmodell als in einem wöchentlichen Wechsel und nennt hierfür folgende Gründe:

1. Lehrkräfte arbeiten an der Schule in einem System und nicht im Wechsel zwischen Präsenz – und Fernlernunterricht

2. Wir haben bis zu den Sommerferien kontinuierlich Unterricht, Eltern können planen und wir kommen im Stoff besser voran, als wenn zwischendrin immer eine Woche liegt. Die Tagesaufgaben können die S Schüler gut meistern und dann am Folgetag direkt nachfragen. 

3. Wir kommen mit den Lehrerstunden hin, da wir so alle Lehrkräfte jede Woche gleichmässig beschäftigen können. 

Die Präsenztage umfassen laut Schulleiter Dirnberger jeweils mindestens sechs Schulstunden, die Materialien für die Heimarbeitstage seien ebenfalls für diese Zeit ausgelegt. „Neben Deutsch, Mathematik und Englisch unterrichten wir auch stark eingeschränkt die Nebenfächer. Somit ist jeder Schüler pro Woche zwischen 12 und 14 Stunden im Präsenzunterricht an der Schule anwesend.“ Die Heimarbeit ist mit ebenfalls mit zirka 14 bis 18 Stunden pro Woche veranschlagt. 

„Leider haben wir mit dem Nahverkehrsmodell einen vergleichweise unflexiblen Partner“

Bezüglich den Pausenzeiten erklärt Johannes Dirnberger: „Die Pausenzeiten sind flexibel, das heißt, die Gruppen haben unterschiedlich Pausen.“ Das Ziel dabei sei es, möglichst wenig Schüler gleichzeitig auf dem Schulhof und in den Gängen zu haben. „Auf dem Schulhof und im Schulgebäude ist genug Platz, um das Pausenbrot mit entsprechendem Abstand zu verzehren. Die Sitzgelegenheiten geben dies her. Für den Notfall haben wir die Sporthalle als Pausenbereich zur Verfügung, etwa bei extremem Schlechtwetter.“

Ein kleines Manko gibt es laut Dirnberger bislang noch: „Leider haben wir mit dem Nahverkehrsmodell einen vergleichweise unflexiblen Partner, da laufen die Gespräche noch. Für Kinder ausserhalb der Gemeinde Mulfingen, bei denen wir wissen, dass sicher kein Bus fährt, haben wir eigene Busverkehre eingerichtet. Dies bedeutet aber für uns einen organisatorischen und finanziellen Kraftakt.“

Forchtenberg: Auf dem Schulhof gibt es für die Schüler Aufstellpunkte für die A- Klassen und die B- Klassen.

Für die Geschwister-Scholl-Schule in Forchtenberg waren für die Planungen wiederum die Busankunfts- und Busabfahrtzeiten entscheidend, wie Rektorin Petra Schüler gegenüber GSCHWÄTZ erklärt:

„Wir unterrichten die Kinder rollierend, allerdings wöchentlich, so dass alle Schüler jede Woche für 2 Tage an der Schule sein werden und dadurch mehr Unterricht erhalten. 
Unsere 16er Klassen machen dies möglich. Wir beginnen am Morgen um eine halbe Stunde versetzt, sodass wir den Überblick über die ankommenden Kinder haben. Sie sind nach den Vorgaben der Ministerin zusammengestellt. Das heißt Klassen 1 und 3 und die Klassen 2 und 4.“

Auf dem Schulhof gebe es für die Schüler Aufstellpunkte für die A- Klassen und die B- Klassen. Rektorin Schüler erklärt: „Die Aufsicht holt die Kinder einzeln herein und fordert sie zur Händedesinfektion auf. Anschließend gehen sie in die Klassenzimmer.“
In dieser halbstündigen Ankunftszeit könne gefrühstückt werden. „Die Pausen werden, wenn notwendig, immer mit 4 Kindern durchgeführt. Die Aufsichtsperson beobachtet die Pausensituation und die Toilettengänge
und das Händedesinfizieren im Anschluss. Unsere Ü-60 Lehrerinnen haben für jedes Kind Masken genäht, die täglich nach Unterrichtsende gewaschen werden.“

„Unsere Ü-60 Lehrerinnen haben für jedes Kind Masken genäht, die täglich nach Unterrichtsende gewaschen werden“

„Außerdem haben wir dankenswerterweise Masken und Desinfektionsmittel von der Firma Arnold erhalten. Über den örtlichen Schreiner konnten Spuckschutze für die Lehrkräfte bestellt werden. Desinfektionsstationen sind im Foyer und in den Toiletten ausreichend vorhanden. Die Reingung und Desinfektion der Schule verlief bislang sehr professionell. Die Zusammenarbeit mit dem Rathaus gestaltete sich sehr gut. Unser Kollegium ist nach dem Schulhausbrand 2016 und dem anschließenden Hochwasser ein eingespieltes kollegiales und engagiertes Team. Schüler Das ist in Krisensituationen von entscheidender Wichtigkeit und erleichtert jedem Schulleiter die Arbeit.“

Petra Schüler lobt in diesem Zusammenhang die Arbeit der Eltern: „Auch die Elternschaft hat hervorragende Arbeit geleistet.“

Der „Testlauf“ mit den vierten Klassen, die bereits wieder beschult werden, habe gut funktioniert, „so dass wir guter Dinge sind, die letzten Wochen gut zu bewältigen. Wir freuen uns auf unsere Schüler.“

Johannes Dirnberger, Schulleiter an der Bischof-von-Lipp-Schule in Mulfingen, ist bald nicht mehr umringt von leeren Stühlen. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv




Landrat Neth: „Wir wussten, wir können uns auf die Kupferzeller verlassen“

Am Dienstag, den 9. Juni 2020, endeten die Untersuchungen zu der Studie „Corona Monitoring lokal“ des Robert Koch-Instituts (RKI) in Kupferzell. RKI-Teams untersuchten und befragten seit dem Start am 20. Mai mehr als 2.100 Kupferzellerinnen und Kupferzeller. „Wir freuen uns sehr über die starke Beteiligung“, so PD Dr. Thomas Lampert, Leiter der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring am RKI: „Kupferzell ist der erste Untersuchungsort dieser groß angelegten Studie – wir wussten vorher natürlich nicht genau, was uns erwartet. Wir sind sehr dankbar für die große Motivation und die hohe Kooperationsbereitschaft, die wir hier vor Ort erfahren haben.“ Das geht aus einer gemeinsamen Presseerklärung der Gemeinde Kupferzell und des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor. In den nächsten Tagen laufen noch Befragungen im Rahmen der Studie. „Für uns ist es wichtig, dass sich auch hier möglichst viele Teilnehmende die Zeit nehmen und die Fragen beantworten“, so Lampert weiter.

Sehr zufrieden zeigen sich auch Landrat Dr. Matthias Neth und Bürgermeister Christoph Spieles. „Wir wussten, wir können uns auf die Kupferzeller verlassen. Die große Teilnahme hat uns wieder einmal gezeigt – Hohenlohe hält zusammen.“

Erste Ergebnisse für Kupferzell werden voraussichtlich in vier Wochen vorgestellt. Ab dem 23. Juni 2020 wird die Studie des RKI in Bad Feilnbach (Landkreis Rosenheim) fortgeführt.

Unter https://youtu.be/bVHHCnyu99Y ist ein Rückblick zur Studie zusammengefasst.

Covid-Studie in ausgewählten Hot-Spots Deutschlands

Die Studie Corona-Monitoring lokal ist eine bevölkerungsbezogene seroepidemiologische Beobachtungsstudie, bei der an vier besonders von der COVID-19-Epidemie betroffenen Orten in Deutschland wiederholte Querschnittuntersuchungen mit jeweils unabhängigen Stichproben durchgeführt werden sollen. Die gewonnenen Informationen werden ausgewertet und die Ergebnisse der Wissenschaft und der Gesundheitspolitik zur Verfügung gestellt.

Insbesondere wird untersucht, bei wie vielen Menschen sich Antikörper nachweisen lassen und wie hoch der Anteil von Infektionen ohne Krankheitssymptome ist. Auch die Fragen, ob manche Personengruppen häufiger von einer Infektion betroffen sind und wie oft eine Erkrankung so schwer verläuft, dass diese im Krankenhaus oder auf der Intensivstation behandelt werden muss, sollen betrachtet werden.

Mit den gewonnenen Ergebnissen sei es möglich, die Pandemie besser zu verstehen und Maßnahmen zur Eindämmung zielgerichteter zu planen.

Kupferzells Bürgermeister Christoph Spieles war der erste Proband. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 




Gerüst geklaut

Mehrere Stunden Arbeit machten sich Diebe in der Nacht von Mittwoch, den 03. Juni 2020, auf Donnerstag, den 04. Juni 2020, in Kupferzell. An einem Neubau in der Rudolf-Mößner-Straße bauten Unbekannte im Zeitraum zwischen 17 Uhr am Mittwoch und 7 Uhr am Donnerstagmorgen ein Gerüst ab, das auf der Ostseite des Gebäudes im Mauerwerk befestigt war. Zum Abbau und Verladen des Diebesguts waren mehrere Personen und ein Fahrzeug nötig.

Vermutlich hantierten die Täter drei bis vier Stunden an dem Gebäude um die hellgrünen Gerüstteile fortzuschaffen. Zeugen, die im angegebenen Zeitraum verdächtige Beobachtungen machen konnten, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Künzelsau, Telefon 07940/9400, zu melden.




Arnulf von Eyb: „Das ist wirklich wichtig, denn wir alle wollen mehr über das Virus wissen“

Freude über hohe Teilnahmebereitschaft

Arnulf von Eyb informiert sich über die Corona-Studie des Robert Koch-Institutes in Kupferzell

Der Hohenloher Landtagsabgeordnete Arnulf von Eyb (CDU) hat sich am Mittwoch, den 27. Mai 2020, persönlich ein Bild von der Coronastudie gemacht, die das Robert Koch-Institut (RKI) derzeit in Kupferzell durchführt. Dr. Julia Strandmark aus dem Studienteam des RKI informierte von Eyb und Landrat Dr. Matthias Neth über die Abläufe sowie den aktuellen Stand. Besonders erfreut zeigten sich alle Beteiligten über die hohe Bereitschaft der Kupferzeller, an der Studie teilzunehmen.

Auch Landrat Neth lobt das Engagement der Bürger

„Das ist wirklich wichtig, denn wir alle wollen mehr über das Virus wissen und vor allem darüber, was man aus dieser und weiteren Studien an sinnvollen Regeln für das tägliche Leben ableiten kann“, erklärte von Eyb. Auch Landrat Dr. Matthias Neth lobt das Engagement der Bürger im Kreis: „Wir hatten schon gehofft, dass viele Kupferzeller mitmachen und freuen uns jetzt natürlich, dass sich diese Hoffnung offenbar erfüllt. Wenn am Ende die rund 2.000 Teilnehmer zusammenkommen – und danach sieht es derzeit aus –, wäre das für die Aussagekraft der Studie perfekt.“

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises