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Hoch hinaus

Mit 18 Jahren kniete sich ein kleiner Junge namens Miguel mit einer Tulpe vor die Fachabiturientin hin und fragte, ob sie seinen großen Bruder kennenlernen möchte. Von da an änderte sich ihr Leben. Nikita, die von ihren Eltern nach einem Elton-John-Song benannt wurde, kam mit Manolito zusammen, einem jungen Mann aus einer Zirkusfamilie – und entschied sich, ihr bürgerliches Leben hinter sich zu lassen. Vor kurzem gastierte die Familie Quaiser wieder in Künzelsau. Dr. Sandra Hartmann hat mit Nikita Quaiser über ihr früheres und jetziges Leben gesprochen.

„Mein Mann ist die Kraft und ich bin der Kopf“

„Mein Mann ist die Kraft und ich bin der Kopf“, so fasst die 27-Jährige die Aufgabenverteilung zwischen ihr und ihrem Mann zusammen. Sie ist unter anderem verantwortlich für Werbung, Pressegespräche für die Zeitung und die Finanzen. Der 29-Jährige hat die wilden Tiere des Zirkusses unter sich – allen voran das Löwenpärchen Massai und Manou. Beide präsentieren im Zirkus auch akrobatische Höchstleistungen. Manolito stemmt etwa 12 weiße Stühle allein mit seinem Mund, Nikita zeigt an der Zirkuszeltdecke akrobatische Stunts in einem Reifen, einem so genannten Lyra-Ring. Nikita gibt aber auch unumwunden mit einem Lachen zu: „Akrobatisch war ich anfangs eine Niete.“ Mit Tiernummern, Tauben und Ziegen, fing sie an. Schließlich wurde sie von einem anderen Familienmitglied, Vanessa, in den Kunst der Ring-Akrobatik zwei Wochen lang intensiv eingelernt. Jeden Tag. Mehrere Stunden. Es ist noch nie etwas passiert, wenn sie direkt unter dem Zirkuszelt ohne Netz ihre Figuren in dem Ring zeigt. Wie viel Meter sie vom Erdboden trennen, weiß sie nicht. In den Proben ist sie hochkonzentriert. Aber bei ihrem Auftritt schaltet Nikita ihren Kopf aus und lauscht nur der Musik, die erklingt, wenn sie die Manege betritt.

„Ich wollte nicht an einem Ort leben“

„Beruflich wollte ich immer etwas mit Tourismus und Reisen machen. Ich wollte nicht an einem Ort leben und das habe ich jetzt alles“, sagt sie und strahlt.

Vor zehn Jahren hat alles begonnen. Der Zirkus der Familie Quaiser gastierte in der Stadt, in der sie als 18-Jährige lebte. Sie begleitete am Abend eine Freundin, die sich in einen jungen Mann – Nikitas jetzigem Schwager Ronny – von eben diesem Zirkus verguckt hatte. Dann trat auf einmal ein kleiner Junge auf Nikita zu, kniete sich vor ihr nieder, streckte ihr eine Tulpe entgegen und sagte: „Hallo schöne Frau. Ich habe einen älteren Bruder. Möchtest du den kennenleren?“

„Ich habe einen älteren Bruder. Möchtest du den kennenleren?“

Es war und ist eigentlich nicht üblich, mit einer so genannten „Privaten“ zusammenzukommen. In der Regel finden „die Reisenden“ untereinander ihre Partner. Mit zwei Ausnahmen in der Familie Quaiser: Vor Manolito hat sich auch sein Papa eine Bürgerliche ausgesucht. Der Seniorchef ist heute über 60 Jahre alt und er hat viele Aufgaben an den Junior Manolito abgegeben. Dennoch „wird noch alles von den Seniorchefs abgesegnet“, betont Nikita. Früher hätten diese – die Schwiegereltern von Nikita – viel schwerer arbeiten müssen beim Zirkus, erzählt Nikita. Es gab keine Hilfsmaschinen beim Aufbau und ohnehin waren sie nur zu Dritt gewesen: Das Seniorchef-Ehepaar und die Mutter des Seniorchefs.

Nun besteht die Zirkusfamilie aus 21 Menschen (12 Erwachsene und neun Kinder) sowie 26 Tieren. Das Zirkuszelt ist mittlerweilse doppelt so groß wie früher. Sie haben Hilfsgeräte für den Auf- und Abbau, wie zum Beispiel einen Traktor und einen Radlader. Manolito und Nikita sind ehrgeizig. Es ist die neunte Generation, die derzeit die Geschicke des Zirkusses leitet und es sollen noch viele folgen. Mit ihren 27 Jahren haben sie schon drei Kinder – eine Fußballmanschaft darf es gerne werden, sagt Nikita lachend.

8 Jahre lang in den Vereinigten Staaten gelebt

Nikita wurde am 04. Januar 1995 in Augsburg geboren. Von ihrem leiblichen Vater spricht sie lediglich als „Erzeuger“. Ihre Mutter und er haben sich kennengelernt, als er als Soldat in Deutschland stationiert war. Als er zurückbeordert wurde in die Vereinigten Staaten, ist die Familie mitgezogen. Acht Jahre lang, bis sie zehn Jahre alt war, hat Nikita in Colorada gelebt. Dann haben sich die Eltern getrennt und Nikita ist mit ihrer Mutter und ihren beiden jüngeren Geschwistern zurück nach Deutschland. Der Kontakt zum Vater ist heute mehr als dürftig, obwohl die Mutter immer wieder Mails und Fotos geschickt  habe. „Er weiß, wie er mich erreichen kann“, sagt Nikita nur. „Papa“ ist für sie der Mann, den ihre Mutter in zweiter Ehe geheiratet hat. Damals war sie 14. Ihre Eltern leben heute in Ulm. Ein- bis zweimal im Monat sehen sie sich, wenn der Zirkus in der Nähe von Ulm gastiert. Ansonsten halten sie Kontakt über WhatsApp und Facetime. Dank der sozialen Medien „ist das heute kein Problem mehr““, sagt sie.

Ihre Kinder sollen einmal die Zirkusgeschäfte weiterführen

Am 14. Februar 2018, mit 23 Jahren, hat Nikita ihren Manolito geheiratet. Ihre Kinder Roberta (7), Guiliana (5) und Scarlett (2) sollen einmal die Zirkusgeschäfte weiterführen. Schon jetzt stehen sie teilweise bereits für kleinere Auftritte auf der Bühne. Dennoch müssen auch sie im richtigen Alter sind, in die Schule gehen. Zirkuskinder haben eine so genannte „Stammschule“, die den Überblick über den aktuellen Wissensstand der Kinder hat, Materialien verschickt und schaut, was in anderen Schulen gemacht wurde, wenn sie utnerwegs waren. im Fall Quaiser ist das die Schule in Kocherstetten. Zusätzlich gibt es nachmittags manchmal Unterricht von Zirkuslehrern, entweder direkt vor Ort oder online. Aktuelle betreut sie hier Frau Wagner aus Öhringen.

„Es war und ist die große Liebe“

„Es war und ist die große Liebe“, sagt Nikita mit Blick auf ihren Manolito. Damals, nach der Tulpenaktion, haben sie sich neun Monate lang täglich gesehen – unabhängig davon, wo der Zirkus stationiert war. „Er ist morgens um 05 Uhr aufgestanden, hat seine Arbeit erledigt, um danach zu mir zu kommen.“ Und Nikita? „Ich habe gewusst, dass mein Platz hier im Zirkus ist.“ Einmal habe Manolito fast einen Autounfall gehabt, weil alles zu viel wurde. Dann war es für Nikita klar, wo für sie die Reise hingehen sollte. Sie brach ihr Fachabi ab, hat ihre Sachen gepackt und ist zu Manolito gezogen. Ihre Mama war nicht begeistert. Bauchschmerzen habe diese vor allem wegen des Wechsels von einem regelmäßigen in ein unbestimmtes Leben bereitet. Für Nikita war „das zwar eine Umstellung, aber es hat gepasst. Ich zeige mich gerne in der Manege, mache gerne meine Arbeite und bin sehr tierverrückt“.

„Jeder hat seine Rückzugsmöglichkeiten“

Unter den Familien gibt es auch mal Meinungsverschiedenheiten, aber diese halten, so Nikita, nicht länger als zehn Minuten an. Ihren Zirkuswagen teilt sie sich mit Manolito und ihren Kindern. Er ist aufgeteilt in ein Schlafzimmer, ein Kinderzimmer, einen Wohnbereich und ein Bad. „Jeder hat seine Rückzugsmöglichkeiten. Aber meistens sitzen wir alle zusammen“, mit Musik und Gesang, erzählt sie.

Auch ihre Vierbeiner haben mal Null-Bock-Phasen

Wenn Manolito mit den Löwen auftritt oder probt – und das macht er fast täglich – hat sie keine Angst um ihren Mann. „Man darf niemals Angst haben. Sonst darf man sie nicht halten. Man muss die Tiere lesen und wissen, wie das Tier aufgelegt ist.“ Manchmal gäbe es auch bei Vierbeinern Null-Bock-Phasen. Das Gute: Hinter den Kulissen bringen sie den Tieren viel mehr bei. In der Manege wird dann nur ein Teil abgerufen – so viel, wie das Tier zum Mitmachen an diesem Tag bereit ist.

Prüfungen müssen dafür abgelegt werden. Einmal wöchentlich schaut das örtliche Veterinäramt vorbei. Die Kosten dieser Tierhaltung sind auch nicht zu unterschätzen. Allein das Löwenduo frisst täglich rund 20 Kilo Rindfleisch. Das kostet derzeit rund 17 Euro pro Kilo (340 Euro täglich). Die Inflation macht auch vor der Zirkusfamilie nicht Halt.

Harte Coronajahre mit Auftrittverbot

Auch die Coronajahre waren nicht einfach. Zirkusse durften in dieser Zeit nicht auftreten. So strandete die Familie letzten Endes auf dem Grundstück einer netten Familie in Laßbach am Waldrand. Bauchschmerzen machten sich bei der ansonsten sehr positiv eingestellten Nikita breit, wie es nun weitergehen würde. Die Angst sei da gewesen: Wann hört das Ganze wieder auf? „Die Ungewissheit war das Schlimmste. Da wusste man nicht vor und zurück.“ Irgendwann wsei man fertig mit allen Schönheitsreparaturen und Instandsetzungen und wartete einfach nur noch ab. „Die Zeit zum Überlegen war die schlimmste Zeit gewesen“, erinnert sich Nikita. Es kamen viele Futter- und Kleiderspenden von Anwohner:innen aus dem Hohenlohekreis herein. Das habe sehr geholfen. Zudem haben sie sich vor Supermärkten in der Region positioniert und Nummern aufgeführt, um Geld zu sammeln. Durch die große Not, die sie in dieser Zeit erlebt haben, ist ihr Bedürfnis auch groß, anderen zu helfen, die in Not sind. Insgesamt rund 1.000 Euro Nachlass gab die Familie Quaiser ukrainischen Frauen mit ihren Kindern für eine Vorstellung in ihrem Zirkus in Künzelsau. Der Rest bezuschussten das Landratsamt, das Keltereck und GSCHWÄTZ.

Sehr hilfsbereit

Fast täglich trainieren sie ihre Auftritte. Es soll ja leicht ausschauen für die Zuschauer. Im Winter trainieren sie mehr, weil sie mehr Zeit haben haben und sich auf die neue Saison vorbereiten. Sie hoffen allerdings, dass sie während dieser Zeit in Künzelsau gastieren und einen Winterzirkus präsentieren dürfen.

Vor ihren Auftritten hat Nikita regelmäßig Schmetterlinge im Bauch. Das verfliegt jedoch schnell. Denn „wenn Menschen drin sitzen, die einen anlachen und begeistert sind, ist das einfach ein schönes Gefühl.“

Text: Dr. Sandra Hartmann

 

 

 




Messerwerfer, Höhenakrobatik und die Könige des Dschungels

Weithin sichtbar steht es in Künzelsau auf den Wertwiesen, das Zelt des Familienzirkus Quaiser. Um das Zelt herum die Fahrzeuge, in denen die Zirkusfamilie wohnt und mit denen sie auf Tournee gehen wird und die Tierkäfige, in denen sich neben zwei Löwen auch Kamele, Pferde, und ein Esel aufhalten.

Die ganze Familie ist hier m Einsatz, fast alle Mitwirkenden tragen den Namen Quaiser. Auch der Nachwuchs steht bereits in der Manege, sei es als kleiner Clown Spaghetti oder als Schlangenmensch.

„Schlangemensch“. Foto: GSCHWÄTZ

Aber zuerst kommt das, worauf die Kinder im Zuschauerraum schon gespannt sind. Zwei Löwen kommen herein – und sind gar nicht so furchterregend, wie sich Kinder Löwen vorstellen, eher wie große Katzen. Juniorchef Manolito spielt denn auch mit seinen Löwen wie mit Katzen. Und wie große Katzen wollen auch die Löwen nicht immer, wie ihr Dompteur, sie haben ihren eigenen Kopf und manchmal keine Lust.

Das Schöne an so einem Familienzirkus ist die Nähe zur Manege. Wenn ein Kamel einen Meter vor einem Kind steht und ihm tief in die Augen schaut, oder wenn ein Wassereimer … nein, wir wollen nicht zuviel verraten …, dann sind die Löwen schnell vergessen.

Kamele schauen Dich an … Foto: GSCHWÄTZ

Es sind die ruhigen akrobatischen Nummern, die überzeugen und die Zuschauer in ihren Bann ziehen. Akrobatische Übungenin einem Ring in schwindelerregender Höhe ohne Netz oder doppeltem Boden oder der Kraftmensch, der nicht nur einfache Handstände präsentiert, sondern diese auf einem Turm von sieben aufeinandergetürmten Stühlen zeigt.

Und wenn die Kinder schon überlegen, welche Nummer die beeindruckendste war, kommt der Feuerspucker und bringt die Reihenfolge wieder durcheinander.

Das erste Vorstellungswochenende ist vorbei, der Zirkus wird noch ein weiteres Wochenende in Künzelsau gastieren, bevor er weiterziehen wird. Vorstellungen gibt es noch bis Sonntag, 03. Juli 2022. Karten kosten 20 Euro für Erwachsene und 18 Euro für Kinder und können direkt bei Zirkus Quaiser jeden Tag zwischen 10 und 16 Uhr gekauft werden.

Text und Fotos: Matthias Lauterer




PV-Anlage: Vermeintlicher Dachstuhlbrand in Niedernhall

Am Freitag, den 10. Juni 2022, hatte die Feuerwehr Künzelsau gleich 2 Einsätze direkt nacheinander.

Bei einem Verkehrsunfall am Freitagnachmittag wurde eine Frau so schwer verletzt, dass sie mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden musste. Wie die Polizei mitteilt, war die 18-Jährige gegen 14 Uhr mit ihrem VW Touran auf der Kreisstraße 2011 von Langenbeutingen kommend in Richtung der Landesstraße 1088 unterwegs.

Sie missachtete die Vorfahrt eines von Neuenstadt kommenden Lkw. Es kam zum Zusammenst0ß. Dabei wurde der VW rund 20 Meter nach rechts geschoben. Die junge Frau wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aus ihrem Auto gerettet werden. der 52-jährige Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

Nach Angaben der Polizei wird der Sachschaden auf rund 35.000 Euro geschätzt. Die beiden Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Noch auf der Rückfahrt des Einsatzes wurde der Löschzug Künzelsau zu einem Folgeeinsatz nach Niedernhall gerufen. Gemeldet war ein Dachstuhlbrand. Nach Erkundung mit der Drehleiter stellte sich jedoch heraus, dass es sich nicht um einen Brand, sondern um einen Defekt an der Solaranlage des Hauses handelte. Dabei trat heißes Wasser aus der Anlage. Die Feuerwehr Künzelsau löste sich daraufhin aus dem Einsatz heraus.

Quelle: Feuerwehr Künzelsau




Künzelsau bald die erste Sternenstadt Baden-Württembergs?

Nachhaltigkeit, Fairtrade, Klima- und Umweltschutz dafür steht Künzelsau. Da liegt es nahe, dass das Thema Lichtverschmutzung und Artenschutz eine weitere große Rolle spielen wird. „Künzelsau hat gute Voraussetzungen den offiziellen Titel Sternenstadt verliehen zu bekommen“, sagte Dr. Andreas Hänel, der Leiter der deutschen Fachgruppe Dark Sky im Auftaktgespräch für die Zertifizierung mit Bürgermeister Stefan Neumann.

Schutz der Nacht

Die IDA – International Dark-Sky Association, mit Sitz in den USA, hat eine Auszeichnung für Städte ins Leben gerufen, um den Sternenhimmel wieder sichtbar werden zu lassen. Die Auszeichnung Sternenstadt wird an jene Gemeinden und Orte verliehen, die sich mit konkreten Maßnahmen für den Schutz der Nacht und zum Schutz nachtaktiver Insekten engagieren. Falsches und fehl gerichtetes Kunstlicht verursachen „Lichtmüll“. Straßenbeleuchtungen, Werbeflächen, Gartenbeleuchtung und Schaufenster hellen den nächtlichen Himmel auf und sind dafür verantwortlich, dass wir die Sterne nicht mehr sehen.

Schutz nachtaktiver Insekten

Das Resultat daraus ist, dass nachtaktive Insekten Nacht für Nacht zu Millionen Arten vom Kunstlicht angezogen werden und sich vor Erschöpfung tot fliegen. Auch wir Menschen erhalten die Dunkelheit in unseren Wohnungen zurück und schlafen besser, ohne auf dem Komfort von Straßenbeleuchtung verzichten zu müssen. Um nur ein paar Effekte zu beschreiben.

„Damit Künzelsau die Auszeichnung erhält und die erste Sternstadt in Baden-Württemberg wird, haben wir zur fachlichen Unterstützung das Stuttgarter Lichtplanungsbüro Frank Nowicki GmbH engagiert“, so Bürgermeister Stefan Neumann.

Richtige Farbtemperatur

Das Lichtplanungsbüro Nowicki plant nun in allen Straßenzügen gemäß deren Anforderungen unter anderem die richtige Farbtemperatur (Kelvin) und Lichtstärke (Lumen) der Stadt- und Straßenbeleuchtung. Daraus resultierend entsteht eine Lichtleitlinie auch in enger Abstimmung mit dem Astronomen und Physiker Dr. Hänel.

Die Zertifizierung ist bereits eingeleitet und wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da die Umrüstung der Straßen- und Stadtbeleuchtung allein nicht ausreichen wird, um den Richtlinien der IDA gerecht zu werden. Hier ist auch notwendig über Bewusstseinsbildung die Einwohnerinnen und Einwohnern sowie private Unternehmen zum aktiven Handeln zu motivieren.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Kindermusical in Künzelsau

Sind Punkte oder Streifen so entscheidend darüber, Freunde zu werden? Diese Frage beantworten die Zebras und Giraffen in der Geschichte über die Freundschaft. Ein Kindermusical mit afrikanisch-grooviger Musik. „Tuishi pamoja“ ist Swahili und bedeutet:“Wir wollen zusammen leben.“ Es singen und spielen der Kinderchor und die Band der städtischen Jugendmusikschule Künzelsau. Leitung: Susanne Koch und Stefan Bender, Lehrerin und Lehrer an der Jugendmusikschule.

Die Aufführung am Samstag, den 14. Mai 2022 beginnt um 16 Uhr. Einlass in die Stadthalle Künzelsau ist um 15 Uhr, Einlass in den Saal um zirka 15.30 Uhr. Das Stück für Zuschauer ab vier Jahren dauert ungefähr 60 Minuten. Der Förderverein für die Musikschule Künzelsau e.V. bewirtet die Besucher. Die zweite Aufführung am Montag, 16. Mai 2022 ist bereits ausverkauft.

Eintrittskarten zum Preis von drei Euro sind bei Renate Kilb zu haben, E-Mail mailto:renate.kilb@kuenzelsau.de , Telefon 07940 129-121. Der günstige Eintrittspreis ist möglich, weil die Albert Berner-Stiftung das städtische Kinderkulturprogramm unterstützt.

Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau

Zum Foto:

Der Kinderchor und die Band der städtischen Jugendmusikschule Künzelsau singen und spielen. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

 




Künzelsauer Innenstadt Ausgang Richtung Kocherbrücke für Autos gesperrt

Seit Donnerstag, den 05. Mai 2022 ist die B 19 im Verlauf Lindenstraße –Konsul-Uebele-Straße in Künzelsau voraussichtlich bis Freitag, 20. Mai 2022 gesperrt. Dort wird die Fahrbahndecke erneuert. Dann sind die Baumaßnahmen im Bereich Kocherbrücke und B 19 in der Künzelsauer Innenstadt abgeschlossen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

Für von der Sperrung der Lindenstraße und Konsul-Uebele-Straße betroffene Anwohner stehen die Parkplätze auf den Wertwiesen sowie
die öffentlichen Stellplätze im Stadtbereich zur Verfügung. An der  Aumühle können entlang der Straße Autos innerhalb der Grünfläche
parken – die Begrenzungsstämme wurden entsprechend verschoben. Parkausweise können nicht ausgestellt werden. Damit die Arbeiten zügig abgeschlossen werden können, muss auch die Ausfahrt von der Hauptstraße Richtung Kocherbrücke gesperrt bleiben.

Am Unteren Markt ist zwar eine Wendemöglichkeit für Fahrzeuge geschaffen worden, die Empfehlung ist jedoch, von Norden über die
Kocherbrücke zum Wertwiesenparkplatz zu fahren, dort zu parken und zu Fuß in die Innenstadt zu kommen. Die Läden, Geschäfte und
Gebäude in der unteren Hauptstraße, dem Unteren Markt, sind während der gesamten Bauzeit erreichbar. Die Baumaßnahme ist ein Projekt des Regierungspräsidiums Stuttgart. Trotzdem bittet die Stadtverwaltung sämtliche Umstände und
Beeinträchtigungen zu entschuldigen und bedankt sich für das Verständnis.




Ehrenamtliche bieten Sprachcafé für ukrainische Flüchtlinge an – großer Andrang

Es waren die ukrainischen Frauen im Krankenhaus Künzelsau, die an Ostern zu den Ehrenamtlichen, die sie betreuen gesagt haben, sie möchten gerne so schnell wie möglich die deutsche Sprache lernen. Und da die offiziellen Sprachkurse damals noch gar nicht gestartet haben, haben sich nun Ehrenamtliche gefunden, die nun dienstags und donnerstags nachmittags ein Sprachcafé im Krankenhaus Künzelsau anbieten.

Helfer:innen gesucht

Diese Woche ging es nun an den Start mit großem Erfolg. Insgesamt befinden sich derzeit rund 50 Menschen aus der Ukraine im Krankenhaus in Künzelsau – vorwiegend Frauen und Kinder, eine große Mehrheit ging zum freiwilligen ersten Laien-Deutschkurs. Die Ehrenamtlichen freut es, sind aber auch dankbar, wenn sich ein oder zwei weitere Helfer:innen finden würden, die entweder übersetzen  oder beim Sprachcafé mithelfen und Basics der deutschen Sprache spielerisch vermitteln. Man braucht hierfür keine pädagogische Ausbildung.

Wer Interesse hat, darf gerne die Redaktion GSCHWÄTZ kontaktieren. Wir leiten den Kontakt dann weiter:

WhatsApp. 0172/68 78 474

Mail: info@gschwaetz.de

Tel.: 017940/94 555 7




„Ich arbeite auch als Erntehelfer:in“

Diverse Frauen aus der Ukraine, die derzeit in Künzelsau wohnen, suchen Arbeit. Sie wären bereit, die unterschiedlichsten Tätigkeiten auszuüben, wie Erntehelfer:in oder Reinigungskraft. Manche Frauen kommen auch aus sozialen Berufen, eine ist etwa Krankenschwester. Fachkräfte im Gesundheitswesen, auch Altepnpfleger:innen werden schon seit Jahren hängeringend in Deutschland gesucht.

Nicht alle Frauen sprechen Englisch

Rein rechtlich dürfen ukrainische Flüchtlinge in Deutschland einer Arbeit nachgehen. Jedoch können viele Frauen in Künzelsau bislang noch kein Englisch und/oder Deutsch sprechen. Daher wären einfache Tätigkeiten zum Einstieg am besten geeignet.

Wer einen Job anzubieten hat, darf sich gerne bei unserer Redaktion melden.

Wir leiten den Kontakt weiter: gschwaetz@gschwaetz.de oder per WhatsApp: 0172/68 78 474.

 

 




Das alte Krankenhaus füllt sich wieder mit Leben

Vertreter des Landratsamtes begrüßten am Mittwoch, den 23. März 2022, die ersten Flüchtlinge, die von der Landeserstaufnahmestelle in Heidelberg ins ehemalige Krankenhaus Künzelsau gebracht wurden. Dabei handelt es sich um rund 40 Personen aus der Ukraine sowie in der Ukraine lebende Angehörige von Drittstaaten, davon größtenteils Familien.

Wie lange sie bleiben werden, ist noch ungewiss. Nun haben die Flüchtlinge ihre Zimmer in einem Stockwerk des Krankenhauses bezogen und sollen da auch erst einmal bleiben und zur Ruhe kommen.

Erst einmal im Krankenhaus bleiben

Zuvor kamen auch schon einige Flüchtlingsfamilien in Künzelsau an, die nicht über die LEA und damit über den Verteilschlüssel des Landes Baden-Württemberg gekommen sind. Diese Flüchtlinge sind entweder bei Verwandenten, Freunden oder Bekannten untergekommen oder haben sich direkt bei der Stadtverwaltung Künzelsau gemeldet, die Unterkünfte vermittelt, die von Einwohner:innen Künzelsau für Flüchtlinge angeboten werden. Dabei zahlt die Stadt die Miete und tritt auch als Mieter in Erscheinung.

Stuttgart verteilt die Flüchtlinge, die über die offiziellen Stellen kommen

Anders bei der offiziellen Verteilung über das Regierungspräsidiums Stuttgart. Kommen die Flüchtlingen in einem der zentralen Aufnahmelager in Ellwangen, Karlsruhe oder Heidelberg an, werden sie von dort mit einem bestimmten Schlüssel an die einzelnen Landkreise, unter anderem den Hohenlohekreis, verteilt. Am Mittwoch, den23. März 2022, kamen die ersten Flüchtlinge von Ellwangen in Künzelsau an. In diesem Fall weist das Landratsamt den Flüchtlingen eine Unterkunft zu, das ist aktuell das alte Krankenhaus. Die Eberhard-Gienger-Halle dient lediglich als Notfallunterkunft, wenn jemand nachts oder am Wochenende hier ankommt. Diese Personen werden dann direkt von der Stadtverwaltung in angebotene private Unterkünfte weitervermittelt. sollte das ehemalige Krankenhaus voll belegt sind, hat das Landratsamt noch weitere großzügige Gebäude als Sammelunterkunft für eine gewisse Anzahl an Betten.

Eberhard-Gienger-Halle nur als Notfallunterkunft

Die Flüchtlinge werden im ersten Schritt nach Ankunft registriert und geschaut, was sie an Erstbedarf an Kleidung und anderen Dingen benötigen. Hierbei helfen Ehrenamtliche. die Redaktion GSCHWÄTZ unweit des Krankenhauses dient derzeit als Kleiderannahme- und ausgabestelle für Flüchtlinge und andere Schutzsuchende und Bedürftige. Auch hier helfen Ehrenamtliche beim Sortieren der Kleidung. Viele Hohenloher:innen haben bereits an der Redaktion Kleidung gespendet. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an alle Spender:innen.

Corona- und Flüchtlingslage im Fokus der nächsten Kreistagssitzung

Die nächste Sitzung des Kreistages des Hohenlohekreises findet am Montag, 28. März, 14 Uhr, im Bürgerzentrum Langenbachtal in Weißbach statt. Zu Beginn der Sitzung informiert die Verwaltung über die aktuelle Corona- und Ukrainelage im Hohenlohekreis. Anschließend wird über die Beauftragung eines Sicherheitsdienstes für die Gemeinschaftsunterkunft in Bretzfeld-Schwabbach entschieden. Danach geht es um die Fortsetzung des Integrationsmanagements in Zusammenarbeit mit der Liga der freien Wohlfahrtspflege für den Förderzeitraum 2023/2024. Außerdem stehen die Vergabe von Elektroinstallationsarbeiten der Kaufmännischen Schule in Künzelsau sowie die Entscheidung über eine finanzielle Förderung zum Bau eines Geh- und Radweges zwischen Klepsau und Laibach (K 2313) auf der Tagesordnung.

Informationen zu den Sitzungen des Kreistags und seiner Ausschüsse sind über das Bürgerinformationssystem auf der Internetseite www.hohenlohekreis.de im Bereich Kreistag/Ratsinformationssystem abrufbar.




Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann mahnt: „Mit Wasser sparsam umgehen“

Haushaltsheld, Physikwunder und Lebenselixier: Wasser ist unstrittig einer der essenziellsten Ressourcen allen Lebens. Um dies zu würdigen und an seine Bedeutung zu erinnern, rufen die Vereinten Nationen seit dem Jahr 1992 zum Weltwassertag am 22. März auf. Dieses Jahr unter dem Motto „Groundwater: Making the Invisible Visible“ – „Unser Grundwasser: der unsichtbare Schatz“. Anbei veröffentlichen wir hierzu eine Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau.

Wozu ein Weltwassertag?

Der Weltwassertag ist vor dem Hintergrund der Umsetzung der 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und der darin enthaltenen wasserbezogenen Ziele anzusehen. Wasser ist eine begrenzte Ressource, die es zu schätzen und zu schützen gilt – insbesondere zu Zeiten des Klimawandels und der täglichen Belastung durch den Menschen.

KünWerke gewährleisten Qualitätsstandards des Wassers

Rund 830.000 Kubikmeter Wasser beziehen die städtischen KünWerke laut der Stadtverwaltung durchschnittlich in einem Jahr für die Versorgung der Einwohner:innen von Künzelsau und den Stadtteilen vom Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg (NOW).

Erneuerung von Haushaltsanschlüssen

Künzelsau ist, wie weitere hundert Städte und Gemeinden in Nordostwürttemberg, Mitglied in dem Zweckverband, dessen Vorsitzender Bürgermeister Stefan Neumann ist. „Durch den Zusammenschluss der Kommunen ist es möglich, von einem zentralen Wasserwerk Wasser mit hoher Qualität bei vergleichsweise niedrigen Betriebskosten zu liefern“, so Stefan Neumann. „Wasser war und ist eine wertvolle Ressource, mit der wir im Alltag sparsamen umgehen sollten.“

Vier Wasserwärter, Mitarbeiter der KünWerke, haben dennoch volle Tagespläne, um die Qualitätsstandards des Trinkwassers für die rund 15.600 Einwohnerinnen und Einwohner von Künzelsau zu gewährleisten. Sie kontrollieren kontinuierlich die Wasserrohrnetze im Stadtgebiet und halten sie instand, sind bei der Behebung von Rohrbrüchen – egal zu welcher Tages- und Nachtzeit zur Stelle. Auch Haushaltsanschlüsse werden immer wieder erneuert, wie beispielsweise momentan in der Langenburger Straße im Zusammenhang mit der Baustelle für das Regenüberlaufbecken an der Kocherbrücke.

Zweckverband

Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg ist ein kommunaler Zweckverband, der hundert Städte und Gemeinden im Nordosten von Baden-Württemberg mit rund 600.000 Einwohnerinnen und Einwohnern mit Trinkwasser beliefert. Der Sitz ist in Crailsheim im Landkreis Schwäbisch Hall.