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Ups, da ist wohl ein kleiner Fehler passiert

Haag wurde von der Stadt Kupferzell eingemeindet. Das zumindest könnte man meinen, wenn man bis vor kurzem auf ein neues Ortsschild geschaut hat. Unter Haag stand darauf: Gemeinde Kupferzell. Korrekt wäre aber Künzelsau gewesen. Ein Fehler, der nun vom Landratsamt überklebt wurde.

Wie aber kam es dazu? Es begann alles damit, dass dieses Ortsschild um den ersten Mai herum nicht mehr da war. Vermutlich ein Maischerz. Monate hat es gedauert, bis es ersetzt wurde – nur leider durch ein inhaltlich nicht ganz korrektes. So zeigte es sich im Oktober 2022 in falscher Pracht, bis das Landratsamt davon Wind bekam und den falschen Namen erst einmal notdürftig überkleben ließ.

Das Landratsamt hat gegenüber der Heilbronner Stimme nun den kleinen Fehler bei der Bestellung des neuen Schildes zugegeben. Eine Korrektur erfolge nun durch kostengünstiges Überkleben mit gelber Folie und dem Schriftzug Künzelsau.

RichtigesOrtsschild. FQuelle:privat




Holt sich Künzelsaub den SWR1-Hitmach-Pokal?

Acht Tage – 16 Städte: Die SWR1 Moderatoren Ingo Lege und Corvin Tondera-Klein sind während der Abstimmungsphase zur SWR1 Hitparade in Baden-Württemberg unterwegs. Von Montag, 10. bis Freitag, 14. und von Montag, 17. bis Mittwoch, 19. Oktober erhalten beide Moderatoren täglich eine „Hitmach“-Aufgabe, die sich um einen der größten Hits aller Zeiten dreht. Diese gilt es, in den jeweiligen Städten zu lösen. Dabei sind sie auf die Hilfe von SWR1 Hörer:innen vor Ort angewiesen. Die Stadt, die mehr „Hithelfer:innen“ auf die Beine stellt, holt den Tagessieg. Jede:r ist gefragt.

Jeden Tag ein Stadtduell

Am Mittwoch, den 19. Oktober 2022 steht das Duell Künzelsau gegen Gernsbach an. Wer sich beim „Hitmach-Duell“ beteiligt und mit seiner Stadt den Tagessieg davonträgt, hat die Chance, zwei Tickets für die Hitparaden-Finalparty am Freitag, den 28. Oktober 2022, in der Stuttgarter Schleyerhalle zu ergattern.

Quellen: Stadtverwaltung Künzelsau; SWR 1




Schatz für später

Künzelsau-Taläcker: Am Donnerstag, den 06. Oktober 2022, kamen Reinhold Würth unter anderem mit seiner Frau Carmen sowie seiner Enkelin Maria Würth und Teilen der Geschäftsführung wie Norbert Heckmann, auch Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth war mit von der Partie, zur Grundsteinlegung für das neue Gebäude des WÜRTHolino-Kindergartens direkt neben der Freien Schule Anne Sophie zusammen (wir berichteten). Dabei wurde auch eine Zeitkapsel vorbereitet für nachfolgende Generationen. Darin enthalten unter anderem und ein Eurostück der GSCHWÄTZ-Redaktion, gestiftet von unserer freien Mitarbeiterin Cora-Lee Pusker.

Für euch vor Ort | GSCHWÄTZ – das Magazin | Wir lieben unser Ländle | www.gschwaetz.de




„Zu empfehlen sind zwei Maß- das erste und das letzte“

„15 Minuten nach Fassanstich sind alle auf den Bänken“, verspricht Renate Kilb von der Stadtverwaltung Künzelsau und Organisatorin der Wert Wies’n.

Von Donnerstag, den  06.10.22, bis Sonntag, den 9. Oktober 2022, herrscht auf dem Gelände der fünften Künzelsauer Wert Wies’n Festbetrieb. Besucher mit und ohne Tracht vergnügen sich an den Buden und Fahrgeschäften oder genießen Bands und selbstgemachtes Essen im Festzelt. Das erste Mal dauert das Fest anstatt zwei ganze vier Tage  und hat mit dem kleinen Vergnügungspark Volksfestcharakter.

Bis der Geldbeutel leer oder der Krankenwagen voll ist

Bevor man der Maß- Konsumempfehlung von Julian und Rony aus Künzelsau und Nikita aus Öhringen folgt und „genug“ trinkt, bis entweder der Geldbeutel leer oder der Krankenwagen voll ist, ist eine Stärkung wertvoll. Diese können die Besucher im Festzelt zu sich nehmen, wo sie sich zwischen Pommes mit Bratwurst über handgemachten Kartoffelsalat bis hin zu ½ Hähnchen entscheiden können. Laut Renate Kilb handelt es sich um regionale Produkte.

1.200 Besucher:innen im Festzelt

Sie freut sich besonders über den grandiosen Vorverkauf der Karten. Während das Zelt am Freitag zu ¾ voll ist, rechnet sie ab Samstagabend mit voller Besetzung von etwa 1200 Leuten.

Als Festwirt ist Roland Rachinger für alles zuständig. „Dass bis zum letzten Nagel alles ordentlich auf- und abgebaut wird“. Und doch würden auch seine Leute rasch an ihre Grenzen stoßen, wäre das Team nicht ein so gutes.

Gute Stimmung- Endlich wieder gemeinsam

Shierim Kasbar, Tochter Engy und die Freundinnen Lana, Rama und Donja sind das erste Mal auf den Wert Wies’n. Wenn sie sich ein Lied wünschen dürften, wäre es eines von der Sängerin Alvia. Müssten sie sich auch noch entscheiden, nur noch eines der typischen Oktoberfestfahrgeschäfte zu fahren, wären es ganz sicher die Boxautos.

Auch Gabriele Terkowski, Hannelore und Wilfred haben einen klaren Liedwunsch: Für sie darf „Layla“ an diesem Abend auf keinen Fall fehlen. Sie genießen es, endlich wieder gemeinsam feiern zu können, wenn jung und alt bei Livemusik mitsingen und gemeinsam lachen.

Wenn es ans trinken geht, empfehlen sie genau zwei Maß. Und zwar „das erste und das letzte“.

Auch Uwe Kauffmann, der mit seinen Bunden und dem Kinderkarussell bei den Wert Wies’n die Stellung hält, findet, man sähe den Leuten an, wie sie sich nach der langen Corona-Zeit über solche Veranstaltungen freuen. „Dieses Jahr ist es hier sehr friedlich. Die Leute wollen einfach Spaß haben“.

Security mit an Bord

Nicht nur bei der Organisation ist entspannte gemeinsame Arbeit unerlässlich, so auch bei den Sicherheitskräften wie Security und die Sanitäter:Innen des roten Kreuzes. Sie sind nicht nur an den Eingängen, sondern patrouillieren regelmäßig durch die Bänke. Obwohl eine tanzende Masse von Leuten am späteren Abend das Zelt füllt und man sich einen Weg durch das Gedränge erst bahnen muss, ist immer wieder Security zu sehen. So wirken die Männer in ihrer schwarzen, mit Taschen bestückten Kleidung etwas einschüchternd, doch sorgen für entspannte Ausgelassenheit.

Beste Voraussichten für Stefan Neumanns Wunsch, auf den er beim Fassanstich anstößt: Eine friedliche Wert Wies’n!

Schnapsleichen

Das rote Kreuz rechnet vor allem am Samstag mit einigen „Schnapsleichen“ und sieht ihnen doch entspannt entgegen. Die Rettungssanitäter zucken mit den Schultern. „So ist das nun mal. Und die Stimmung ist ja gut.“

Das finden auch Yannik Müller, Niko Chartomatsidis, Daniel Franz, Lukas Fiala, Theresa Bürkert, Thilo Kempf, Marcel Fahrbach, Fabian und Toni Kühlerwei, Marc Zeller, Klaus Zwei und Jürgen Lorenz. Die Arbeitskollegen sind gemeinsam aus Forchtenberg auf die Wert Wies’n gekommen und sind derart angetan von der ausgelassenen Stimmung, dass sie das Interview selbst in die Hand nehmen und Stichpunkte aufschreiben. Für sie sind „aus Kollegen Freunde geworden“.

Besucher:innen steigen auf die Tische

Alice und Katja sind als Andreas Gabalier Fans zufrieden mit dem Musikmix am Freitagabend. Sie geben dem Abend den Titel „Girlsnight“.

Mit den beiden Partybands „zruck zu dir“ und „Störzelbacher“ steigen in Künzelsau die Besucher auf die Tische.

Weil nur bis 24 Uhr Zeit ist, will Chris, der Sänger der Störzelbacher 3. Generation, jede Minute auf der Bühne ausnutzen. Es macht ihm Freude, auch am Wochenende unterwegs zu sein, denn damit ist die Musik gleichzeitig Beruf und Leidenschaft für ihn. Ihm ist bewusst, dass es viel Leid in der Welt gibt, darum lädt er die Besucher ein, diese Schwere zumindest für einige Stunden bei Musik und Tanz zu vergessen.

Ob Renate Kilb recht hatte mit ihrer Schätzung von 15 Minuten, bis der Bierbanktanz losgeht?

Nun, die ersten stehen schon, als Bürgermeister Neumann den Fassanstich vornimmt, bereit, endlich wieder anzustoßen.

Text: Fotos & Video: Anna-Lena Eißler




„Als zweifache Mutter habe ich einen besonders persönlichen Bezug zu diesem Bauprojekt“

Kleine Sänger, Stolze Eltern, begeisterte Würth Mitarbeiter und Familie Würth bei der Grundsteinlegung des Kindergartens Würtholino, auf den Taläckern. Mit großem Tumult geht es hier zur Sache, sogar die Kleinsten sind voll eingespannt.

„Stein auf Stein, der Würtholino Kindergarten wird bald fertig sein“

Die jetzigen Würtholino Kinder, des schon bestehenden Kindergartens, der sich in der Freien-Schule-Anne-Sophie befindet, empfingen die Gäste, zur Grundsteinlegung am Donnerstag, den sechsten Oktober 2022, mit einem Ständchen mit selbst entworfenen Reimen passend zum Thema. Sowie Beispielsweise: „Stein auf Stein, Stein auf Stein, der Würtholino Kindergarten wird bald fertig sein.“

  „Als zweifach Mutter habe ich einen besonders persönlichen Bezug zu diesem Bauprojekt.“

Die Begrüßung übernahm, nach dem musikalisch und thematisch passenden Einstieg, Maria Würth. „Dass dies ein ganz besonderes Bauprojekt ist, ist bereits jetzt klar. Es ist schön zu sehen, dass die Freie-Schule-Anne-Sophie nun dieses Nachbargebäude, für die ganz kleinen erhält.“ 18 Monate begleitet Maria Würth nun schon dieses Projekt, sowohl wie die Gebäudeplanung, als auch die Innengestaltung und auch das pädagogische Konzept waren und sind in ihrem Aufgabenbereich vorhanden. „Als zweifach Mutter habe ich einen besonders persönlichen Bezug zu diesem Bauprojekt. Ich bin froh und dankbar, dass ich mich mit einbringen darf.“ Der Umzug des Würtholino Kindergartens in das neue Gebäude, ist für Ende 2023 geplant, stellte sie in Aussicht. Bis zu 80 Kinder können in diesem untergebracht werden. „Es soll ein fröhlicher, lebendiger und kreativer Spielort und Lernort für Kinder von sechs Monaten bis zum Grundschulalter werden.“

„Diese Würth-Projekte zeigen, wie multidimensional Würth ist.“

Anschließend richtete der Landrat Dr. Alexsander Neth einige Worte an Publikum und Beteiligte. Dabei hatte er aber nicht gerechnet, gleich nochmal, wegen eines Würth Bauprojekts, eine Rede zu halten, denn eine Woche zuvor hatte er ein weiteres Würth Projekt, nämlich Würth-Choreo, eröffnet. Und nun steht er wieder auf einer Würth Baustelle. Er richtet außerdem Grüße des Künzelsauer Bürgermeisters, Stefan Neumann aus, der leider verhindert war. „Diese Würth Projekte zeigen wie Multidimensional Würth ist und in diesem Projekt sehen wir ein klares Bekenntnis zur nächsten Generation.“ Neth fügt zu den Worten des Bürgermeisters hinzu: „Dieses Projekt ist wegweisend.“

Grüße von Bürgermeister Neumann

Herr Prof. Dr. Reinhold Würth beschwichtigte Landrat Neths einleitende Worte. „Tatsächlich hat Herr Landrat Neth natürlich Recht. In letzter Zeit, haben sich die Einweihungen und Grundsteinlegungen gehäuft, aber das legt sich wieder, da bin ich mir ganz sicher.“ Diese Veranstaltung bezeichnet er als ganz besonders. „Für alle Beteiligten ist das einen Smiley wert.“ Dann noch „Einen guten Bauverlauf ohne Unfälle und eine schöne zackige Vollendung, damit wir im nächsten Jahr wieder hier stehen und das Gebäude einweihen und eine glückliche Zukunft wünschen.“

Beteiligung Gschwätz an der Zeitkapsel

Dann endlich die ersehnte Grundsteinlegung, verbunden mit der Tradition einer Zeitkapsel. Sie soll tagesaktuelle Dokumente, Glücksbringer, Briefe, Münzen oder andere Gegenstände enthalten. Alles vorbereitet und dabei? Nein, die Münze fehlt. Der Verantwortliche hatte diese tragischer Weise vergessen. So trug die Redaktion auch etwas hinzu, denn dann wurde gefragt ob wir denn ein Eurostückdabei haben und natürlich hatten wir das. So hat sich das Gschwätz also mit einem Eurostück auch beteiligt, denn dies landete dann in der Zeitkapsel.

Es ist ein Geschenk für die Mitarbeiter

Und was sagen die Würth-Mitarbeiter zu dem ganzen Projekt? Anja Ascher sieht es auch als ein besonderes Erlebnis. „Ich finde es sehr beeindruckend in so einer Krise mit Corona und der Wirtschaft, ein so interessantes Projekt auf die Beine zu stellen, das beweist Mut.“ Sie ist dankbar für die Möglichkeit, die den Würth Mitarbeitern dadurch geboten wird, welche sie mit ihren zwei Söhnen, im Alter von drei und vier, schon nutzt. „Es ist eine Entlastung für arbeitende Eltern und stärkt das Wohlbefinden. Es ist ein Geschenk für die Mitarbeiter.“ Auch ist sie begeistert von der Anwesenheit der ganzen Familie Würth, welche bei diesem Projekt die herzliche und familiäre Seite gezeigt haben. Aber nicht nur für sie war es ein besonderes Erlebnis, auch für ihre beiden Söhne. Sie sind fleißige Baustellenbesucher und haben Zuhause auch das Eingangslied regelmäßig geübt.

Auch der Sohn von Frederike Umminger aus Künzelsau übt seit Wochen fleißig mit der Mama das Lied. Laut seiner Mama wartete er voller Aufregung auf diesen Tag. „Ich bin total zufrieden mit der Kita, sie ist einfach unvergleichlich und der Neubau bietet den Kindern ganz neue Möglichkeiten,“ berichtet die zweifache Mama. Auch die Nachhaltigkeit, welche der Neubau verspricht, sieht sie als wichtigen Teil des ganzen Projektes an.

Nachhaltiger Bau

Ähnlichkeit soll der Neubau mit der schon bestehenden, Freien-Schule-Anne-Sophie, haben. „Es ist eine gewisse Symbiose zu erkennen“, bestätigt Dr. Wolfgang Schiele, Lehrer an der Freien-Schule-Anne-Sophie. Auch das Innere mit der Zeitgemäßen und funktionalen Einrichtung soll ähnlich motivierend gestaltet werden, wie die Räumlichkeiten der Schule. „Durch die Nachbarschaft alleine ist man schon verbunden, aber die gemeinsamen Grundsätze verbinden noch tiefer. Unter anderem steht man auch in ständigem Austausch, sowohl im Persönlichen als auch im Pädagogischen.“  Der Freie-Schule-Anne-Sophie-Lehrer hat eine klare Vorstellung vom entstehenden Kindergarten und ist sich sicher, für die Kinder entstehen hier ganz besondere Erinnerungen.

Maria Würths liebste Kindergartenerinnerung

Maria Würth teilte ihre liebste Kindergartenerinnerung mit dem Geschwätz, noch heute hat sie zu ihrer Kindergärtnerin, mit der sie diese Erinnerungen erlebt hat, engen Kontakt. Sie erzählt von einem jährlichen Kindergartenausflug in die Niedernhaller Kelter, um den Vor-Most zu probieren, als kleine Feinschmecker. Das ist ihr persönlicher Höhepunkt ihrer Kindergartenzeit, an den sie gerne zurückdenkt. Damit Prost, dass die Kinder des Würtholino Kindergartens ihre eigenen Höhepunkte erleben, an die sie sich ebenfalls immer wieder gerne erinnern werden.

Video: Cora-Lee Pusker im Gespräch mit Norbert Heckmann, Würth-Geschäftsführer

Text & Fotos: Cora-Lee Pusker

 




Bürgerbüro im Künzelsauer Rathaus am Freitag, 07. Oktober 2022, erst nachmittags geöffnet

Aufgrund einer Fortbildungsveranstaltung öffnet das Bürgerbüro im Rathaus in Künzelsau am kommenden Freitag, 7. Oktober 2022 erst ab 14 Uhr. Dann ist an diesem Freitagnachmittag – wie üblich – bis 18.30 Uhr geöffnet.

Ansonsten ist das Team des Bürgerbüros zu den gewohnten Öffnungszeiten erreichbar: Montag bis Freitag 8.30 bis 18.30 Uhr, Samstag 9 bis 13 Uhr – oder telefonisch 07940 129 0 und per Mail info@kuenzelsau.de .

Die Stadtverwaltung Künzelsau bittet um Verständnis.

Pressemitteilung Stadt Küünzelsau




„Vertane Chance für Künzelsau“

Statement von Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann zu der Kreistagsentscheidung zur Verkaufs- und Abrissfreigabe des ehemaligen Krankenhausgebäudes im Zentrum der Stadt (wir berichteten):

„Die Erwartungen von Gemeinderat und Stadtverwaltung, der Einwohner:innen von Künzelsau und der Region sind sicherlich andere gewesen. Zum einen schmerzt der Verlust des Krankenhauses in Künzelsau, zum anderen sind da die Versprechungen und Erwartungen, was mit dem ehemaligen Krankenhaus passiert. Da haben wir in den letzten Jahren gesehen, dass zu wenig oder nichts ernsthaftes passiert ist.“

„Nichts ernsthaftes passiert“

Auch die Stadtverwaltung hat Möglichkeiten zur Nachnutzung des Gebäudekomplexes und Areals aufgezeigt, geprüft und der Betreibergesellschaft sowie Vertretern der BBT-Gruppe und der Kreisverwaltung vorgestellt. Leider ist dann nichts passiert, keine Option wurde zu unserem großen Bedauern von Betreibergesellschaft und Landkreis weiterverfolgt.

„Keine Option wurde weiterverfolgt“

Ich finde, es ist eine vertane Chance – nicht nur für Künzelsau, sondern auch für den ganzen Mittelbereich.

Es steht für mich außer Frage, dass an diesem Standort zukunftsfähige, gesundheitliche und medizinische Angebote etabliert werden.

Der Gemeinderat wird in seiner Sitzung im Oktober über die Zukunft des ehemaligen Krankenhauses beraten.“

 

 




Kocherbrücke stadteinwärts gesperrt

Die B 19, von der Mergentheimer Straße 1 bis zur Lindenstraße 2, in Fahrtrichtung Kocherbrücke und Innenstadt Künzelsau beziehungsweise Schwäbisch Hall, ist am Donnerstag, 22. September 2022 von 7.30 bis 17 Uhr halbseitig gesperrt. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

Die kurze Stichstraße am Kocher wird asphaltiert. Damit diese Arbeiten ohne Gefährdung für den Verkehr stattfinden können, ist die Sperrung der Fahrbahn und des Fußgängerwegs stadteinwärts erforderlich. Stadtauswärts kann die Kocherbrücke befahren werden. Danach ist die Baustelle im Zusammenhang mit dem Neubau der beiden Regenüberlaufbecken und dem Pumpwerk am Kocher durch die Firma Leonhard Weiss fast abgeschlossen. Die Stadtverwaltung Künzelsau bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis und Rücksicht.

Haltestellen fallen weg

Der Nahverkehr Hohenlohe teilt dazu mit, dass zu den Buslinien 2, 3, 6, 8, 13, 19 und 21 in Fahrtrichtung Künzelsau aus Richtung Ingelfingen/Belsenberg kommend die Haltestellen „Künzelsau Kappensteige“ und „Künzelsau Sparkasse“ nicht bedient werden können. Bei den Linien 20, 21, 24 und 25 in Fahrtrichtung Künzelsau aus Richtung Amrichshausen/Langenburg kommend entfällt die Haltestelle „Künzelsau Sparkasse“. Alle Fahrten in Fahrtrichtung Ingelfingen/Belsenberg und Amrichshausen/Langenburg können regulär durchgeführt werden, das heißt, alle Haltestellen werden bedient. Für weitere Informationen zu den Buslinien steht das Team des NVH montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr unter der Rufnummer 07940/9144-0 oder mailto:info@nvh.de gerne zur Verfügung.

Pumpenschacht setzen an der Kocherbrücke in Künzelsau. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Dieser Pumpenschacht wurde in den letzten Juni-Tagen westlich der Kocherbrücke eingebaut. Jetzt sind dort die Bauarbeiten abgeschlossen und die Stichstraße dort wird am Donnerstag neu asphaltiert.

 

 




Abrissbirne schwebt über dem Krankenhaus, Neubau des Kreishauses steht nun im Fokus

„Neubau des Kreishauses im Fokus“. Das ist der Titel einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises mit Bezug auf die anstehende Kreistagssitzung am 26. September 2022, 14 Uhr, in der Kultura in Öhringen.

Unter anderem wird hier über die Vergabe der Architektenleistungen beschlossen. Zu Beginn der Sitzung geht es um die Zukunft des Hohenloher Krankenhausgebäudes, wozu der Kreistag einen Beschluss fassen wird. Im Fokus der Sitzung steht das Großprojekt des Kreises – der Neubau des Kreishauses. Das Ergebnis des Architektenwettbewerbs wird verkündet. Anschließend beschließt der Kreistag über die Vergabe von Architektenleistungen und die Errichtung des Kreishauses in zwei Bauabschnitten. Im Rahmen des Neubaus steht zudem die gemeinsame Absichtserklärung zwischen dem Hohenlohekreis und der Stadt Künzelsau zur Abstimmung. Abschließend wählt der Kreistag einen Stellvertreter für das zweite Hohenloher Mitglied im Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS).

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung sieht vor, über die Weiternutzung oder den Abriss des seit 2018 geschlossenen Krankenhauses in Künzelsau zu sprechen. Derzeit wird das Gebäude unter anderem zur Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge genutzt.

Informationen zu den Sitzungen des Kreistags und seiner Ausschüsse sind über das Bürgerinformationssystem auf der Internetseite www.hohenlohekreis.de im Bereich Kreistag/Ratsinformationssystem abrufbar.




Hitze: „Mehr Flächenbrände im Hohenlohekreis“

Über 40 Grad sind längst keine Seltenheit mehr, auch im Hohenlohekreis. Künzelsaus‘ Stadtbrandmeister sprach mit Dr. Sandra Hartmann über Wald- und Flächenbrände im Ländle und wie sich diese Einsätze auch auf die Feuerwehrler auswirken.

Mehr Einsätze

GSCHWÄTZ: Seit mehreren Tagen zeigen die Thermometer im Hohenlohekreis vielerorts über 40 Grad an. Heute spreche mit Stadtbrandmeister Thomas Böhret von Künzelsau über die derzeitige Lage. Wie haben sich denn diese hohe Temperaturen ausgewirkt auf die Feuerwehr bisher? Haben Sie mehr Einsätze als zuvor?

Thomas Böhret: Wir haben auf jeden Fall im Hohenlohekreis mehr Flächenbrände. Auch einen Waldbrand hatten wir vergangenes Wochenende.Auf die Einsatzkräfte wirkt sich das dahingehend aus, dass wir eine persönliche Schutzausrüstung anhaben, die ein gewisses Gewicht hat. Das macht unseren Einsatzkräften zu schaffen.

GSCHWÄTZ: Wo gab es bisher Flächen- oder Waldbrände?

Thomas Böhret: In Krautheim gab es einen Waldbrand und in DÖrrenzimmern einen Flächenbrand. Solche Sachen passieren bei bei Trockenheit, bei der Hitze, die wir gerade haben.So etwas kann bei diesen Temperaturen auch durch eine herumliegende Glasscherbe, die in der Wiese liegt, ausgelöst werden. Aber natürlich muss man auch dazu sagen, dass die öffentlichen Grillstellen trotz der hohen Temperaturen benutzt und oft nicht hundertprozentig ausgemacht werden. Es glimmt dann wieder auf und auch dadurch entstehen solche Flächen- oder auch Waldbrände.

Grillen keine so gute Idee

Derzeit immer mit dabei: Eine Kiste Sprudel. Foto: GSCHWÄTZ

GSCHWÄTZ: Das heißt, Grillen an öffentlichen Plätzen sollte man bei den Temperaturen eher vermeiden?

Thomas Böhret: Das sollte man auf jeden Fall vermeiden. Es ist in meinen Augen auch ein bisschen fahrlässig, wenn man zu Hause grillt mit Holzkohle und es gibt es einen Funkenflug, bei dem man gar nicht so genau beobachten kann, wo die Funken wieder niedergehen.

GSCHWÄTZ: Sie sind auch in enger Absprache mit den Landwirten damit, falls noch mehr Flächen- und Waldbrände drohen, dass man nicht nur als Feuerwehr vorbereitet ist und ausrückt, sondern dass auch da die Landwirte vor Ort ihre Güllefässer vorbereiten, die man dann ebenfalls schnell mit Löschwasser füllen kann.

Von Landwirten befüllte Pumpfässer

Thomas Böhret: Die Landwirte machen das selbstständig. Wir als Feuerwehr Künzelsau bringen zum Beispiel 5.000 Bis 10.000 Liter Wasser mit. Alles andere müssen wir uns dann in den Ortschaften organisieren. Wir rufen hierfür dann andere Feuerwehren hinzu. Vor Ort gibt es öffentliche Entnahmestellen oder die Landwirte haben mit Wasser befüllte Pumpfässer, die man dann natürlich auch mit zum Einsatz bringen kann.

GSCHWÄTZ: Wie hoch sehen Sie denn das Risiko, wenn es weiterhin so konstant heiß ist, dass es noch mehr Flächen- und Waldbrände in Hohenlohe geben wird?

Mehrere Kilo schwere Kleidung. Foto: GSCHWÄTZ

Trockenere Sommer

Thomas Böhret: Das wird es in jeden Fall geben. Von Mittwoch auf Donnerstag gab es ja ein ein Gewitter. Das ist natürlich schön gewesen. Es gab ein bisschen Entlastung, aber es wird mit Sicherheit die nächsten Tage wieder warm  und heiß werden. Dann haben wir die gleiche Problematik eigentlich wieder. Mir fällt auf, dass es die letzten fünf Jahre trockenere Sommer gibt und ich bin mir fast sicher, dass es auch in Zukunft so sein wird.

GSCHWÄTZ: Das heißt, wir müssen uns dementsprechend auf heißere Zeiten vorbereiten.

Thomas Böhret: Richtig. Die Feuerwehren untereinander sind gut verknüpft. Wir arbeiten gut zusammen. Auf dem Land bei den Landwirten laufen die dementsprechenden Vorbereitungen automatisch. Wir sind gut vorbereitet.

GSCHWÄTZ: Herr Böhret, ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen noch viele weitere erfolgreiche Einsätze.

Thomas Böhret: Vielen Dank.