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„Zu empfehlen sind zwei Maß- das erste und das letzte“

„15 Minuten nach Fassanstich sind alle auf den Bänken“, verspricht Renate Kilb von der Stadtverwaltung Künzelsau und Organisatorin der Wert Wies’n.

Von Donnerstag, den  06.10.22, bis Sonntag, den 9. Oktober 2022, herrscht auf dem Gelände der fünften Künzelsauer Wert Wies’n Festbetrieb. Besucher mit und ohne Tracht vergnügen sich an den Buden und Fahrgeschäften oder genießen Bands und selbstgemachtes Essen im Festzelt. Das erste Mal dauert das Fest anstatt zwei ganze vier Tage  und hat mit dem kleinen Vergnügungspark Volksfestcharakter.

Bis der Geldbeutel leer oder der Krankenwagen voll ist

Bevor man der Maß- Konsumempfehlung von Julian und Rony aus Künzelsau und Nikita aus Öhringen folgt und „genug“ trinkt, bis entweder der Geldbeutel leer oder der Krankenwagen voll ist, ist eine Stärkung wertvoll. Diese können die Besucher im Festzelt zu sich nehmen, wo sie sich zwischen Pommes mit Bratwurst über handgemachten Kartoffelsalat bis hin zu ½ Hähnchen entscheiden können. Laut Renate Kilb handelt es sich um regionale Produkte.

1.200 Besucher:innen im Festzelt

Sie freut sich besonders über den grandiosen Vorverkauf der Karten. Während das Zelt am Freitag zu ¾ voll ist, rechnet sie ab Samstagabend mit voller Besetzung von etwa 1200 Leuten.

Als Festwirt ist Roland Rachinger für alles zuständig. „Dass bis zum letzten Nagel alles ordentlich auf- und abgebaut wird“. Und doch würden auch seine Leute rasch an ihre Grenzen stoßen, wäre das Team nicht ein so gutes.

Gute Stimmung- Endlich wieder gemeinsam

Shierim Kasbar, Tochter Engy und die Freundinnen Lana, Rama und Donja sind das erste Mal auf den Wert Wies’n. Wenn sie sich ein Lied wünschen dürften, wäre es eines von der Sängerin Alvia. Müssten sie sich auch noch entscheiden, nur noch eines der typischen Oktoberfestfahrgeschäfte zu fahren, wären es ganz sicher die Boxautos.

Auch Gabriele Terkowski, Hannelore und Wilfred haben einen klaren Liedwunsch: Für sie darf „Layla“ an diesem Abend auf keinen Fall fehlen. Sie genießen es, endlich wieder gemeinsam feiern zu können, wenn jung und alt bei Livemusik mitsingen und gemeinsam lachen.

Wenn es ans trinken geht, empfehlen sie genau zwei Maß. Und zwar „das erste und das letzte“.

Auch Uwe Kauffmann, der mit seinen Bunden und dem Kinderkarussell bei den Wert Wies’n die Stellung hält, findet, man sähe den Leuten an, wie sie sich nach der langen Corona-Zeit über solche Veranstaltungen freuen. „Dieses Jahr ist es hier sehr friedlich. Die Leute wollen einfach Spaß haben“.

Security mit an Bord

Nicht nur bei der Organisation ist entspannte gemeinsame Arbeit unerlässlich, so auch bei den Sicherheitskräften wie Security und die Sanitäter:Innen des roten Kreuzes. Sie sind nicht nur an den Eingängen, sondern patrouillieren regelmäßig durch die Bänke. Obwohl eine tanzende Masse von Leuten am späteren Abend das Zelt füllt und man sich einen Weg durch das Gedränge erst bahnen muss, ist immer wieder Security zu sehen. So wirken die Männer in ihrer schwarzen, mit Taschen bestückten Kleidung etwas einschüchternd, doch sorgen für entspannte Ausgelassenheit.

Beste Voraussichten für Stefan Neumanns Wunsch, auf den er beim Fassanstich anstößt: Eine friedliche Wert Wies’n!

Schnapsleichen

Das rote Kreuz rechnet vor allem am Samstag mit einigen „Schnapsleichen“ und sieht ihnen doch entspannt entgegen. Die Rettungssanitäter zucken mit den Schultern. „So ist das nun mal. Und die Stimmung ist ja gut.“

Das finden auch Yannik Müller, Niko Chartomatsidis, Daniel Franz, Lukas Fiala, Theresa Bürkert, Thilo Kempf, Marcel Fahrbach, Fabian und Toni Kühlerwei, Marc Zeller, Klaus Zwei und Jürgen Lorenz. Die Arbeitskollegen sind gemeinsam aus Forchtenberg auf die Wert Wies’n gekommen und sind derart angetan von der ausgelassenen Stimmung, dass sie das Interview selbst in die Hand nehmen und Stichpunkte aufschreiben. Für sie sind „aus Kollegen Freunde geworden“.

Besucher:innen steigen auf die Tische

Alice und Katja sind als Andreas Gabalier Fans zufrieden mit dem Musikmix am Freitagabend. Sie geben dem Abend den Titel „Girlsnight“.

Mit den beiden Partybands „zruck zu dir“ und „Störzelbacher“ steigen in Künzelsau die Besucher auf die Tische.

Weil nur bis 24 Uhr Zeit ist, will Chris, der Sänger der Störzelbacher 3. Generation, jede Minute auf der Bühne ausnutzen. Es macht ihm Freude, auch am Wochenende unterwegs zu sein, denn damit ist die Musik gleichzeitig Beruf und Leidenschaft für ihn. Ihm ist bewusst, dass es viel Leid in der Welt gibt, darum lädt er die Besucher ein, diese Schwere zumindest für einige Stunden bei Musik und Tanz zu vergessen.

Ob Renate Kilb recht hatte mit ihrer Schätzung von 15 Minuten, bis der Bierbanktanz losgeht?

Nun, die ersten stehen schon, als Bürgermeister Neumann den Fassanstich vornimmt, bereit, endlich wieder anzustoßen.

Text: Fotos & Video: Anna-Lena Eißler




„Als zweifache Mutter habe ich einen besonders persönlichen Bezug zu diesem Bauprojekt“

Kleine Sänger, Stolze Eltern, begeisterte Würth Mitarbeiter und Familie Würth bei der Grundsteinlegung des Kindergartens Würtholino, auf den Taläckern. Mit großem Tumult geht es hier zur Sache, sogar die Kleinsten sind voll eingespannt.

„Stein auf Stein, der Würtholino Kindergarten wird bald fertig sein“

Die jetzigen Würtholino Kinder, des schon bestehenden Kindergartens, der sich in der Freien-Schule-Anne-Sophie befindet, empfingen die Gäste, zur Grundsteinlegung am Donnerstag, den sechsten Oktober 2022, mit einem Ständchen mit selbst entworfenen Reimen passend zum Thema. Sowie Beispielsweise: „Stein auf Stein, Stein auf Stein, der Würtholino Kindergarten wird bald fertig sein.“

  „Als zweifach Mutter habe ich einen besonders persönlichen Bezug zu diesem Bauprojekt.“

Die Begrüßung übernahm, nach dem musikalisch und thematisch passenden Einstieg, Maria Würth. „Dass dies ein ganz besonderes Bauprojekt ist, ist bereits jetzt klar. Es ist schön zu sehen, dass die Freie-Schule-Anne-Sophie nun dieses Nachbargebäude, für die ganz kleinen erhält.“ 18 Monate begleitet Maria Würth nun schon dieses Projekt, sowohl wie die Gebäudeplanung, als auch die Innengestaltung und auch das pädagogische Konzept waren und sind in ihrem Aufgabenbereich vorhanden. „Als zweifach Mutter habe ich einen besonders persönlichen Bezug zu diesem Bauprojekt. Ich bin froh und dankbar, dass ich mich mit einbringen darf.“ Der Umzug des Würtholino Kindergartens in das neue Gebäude, ist für Ende 2023 geplant, stellte sie in Aussicht. Bis zu 80 Kinder können in diesem untergebracht werden. „Es soll ein fröhlicher, lebendiger und kreativer Spielort und Lernort für Kinder von sechs Monaten bis zum Grundschulalter werden.“

„Diese Würth-Projekte zeigen, wie multidimensional Würth ist.“

Anschließend richtete der Landrat Dr. Alexsander Neth einige Worte an Publikum und Beteiligte. Dabei hatte er aber nicht gerechnet, gleich nochmal, wegen eines Würth Bauprojekts, eine Rede zu halten, denn eine Woche zuvor hatte er ein weiteres Würth Projekt, nämlich Würth-Choreo, eröffnet. Und nun steht er wieder auf einer Würth Baustelle. Er richtet außerdem Grüße des Künzelsauer Bürgermeisters, Stefan Neumann aus, der leider verhindert war. „Diese Würth Projekte zeigen wie Multidimensional Würth ist und in diesem Projekt sehen wir ein klares Bekenntnis zur nächsten Generation.“ Neth fügt zu den Worten des Bürgermeisters hinzu: „Dieses Projekt ist wegweisend.“

Grüße von Bürgermeister Neumann

Herr Prof. Dr. Reinhold Würth beschwichtigte Landrat Neths einleitende Worte. „Tatsächlich hat Herr Landrat Neth natürlich Recht. In letzter Zeit, haben sich die Einweihungen und Grundsteinlegungen gehäuft, aber das legt sich wieder, da bin ich mir ganz sicher.“ Diese Veranstaltung bezeichnet er als ganz besonders. „Für alle Beteiligten ist das einen Smiley wert.“ Dann noch „Einen guten Bauverlauf ohne Unfälle und eine schöne zackige Vollendung, damit wir im nächsten Jahr wieder hier stehen und das Gebäude einweihen und eine glückliche Zukunft wünschen.“

Beteiligung Gschwätz an der Zeitkapsel

Dann endlich die ersehnte Grundsteinlegung, verbunden mit der Tradition einer Zeitkapsel. Sie soll tagesaktuelle Dokumente, Glücksbringer, Briefe, Münzen oder andere Gegenstände enthalten. Alles vorbereitet und dabei? Nein, die Münze fehlt. Der Verantwortliche hatte diese tragischer Weise vergessen. So trug die Redaktion auch etwas hinzu, denn dann wurde gefragt ob wir denn ein Eurostückdabei haben und natürlich hatten wir das. So hat sich das Gschwätz also mit einem Eurostück auch beteiligt, denn dies landete dann in der Zeitkapsel.

Es ist ein Geschenk für die Mitarbeiter

Und was sagen die Würth-Mitarbeiter zu dem ganzen Projekt? Anja Ascher sieht es auch als ein besonderes Erlebnis. „Ich finde es sehr beeindruckend in so einer Krise mit Corona und der Wirtschaft, ein so interessantes Projekt auf die Beine zu stellen, das beweist Mut.“ Sie ist dankbar für die Möglichkeit, die den Würth Mitarbeitern dadurch geboten wird, welche sie mit ihren zwei Söhnen, im Alter von drei und vier, schon nutzt. „Es ist eine Entlastung für arbeitende Eltern und stärkt das Wohlbefinden. Es ist ein Geschenk für die Mitarbeiter.“ Auch ist sie begeistert von der Anwesenheit der ganzen Familie Würth, welche bei diesem Projekt die herzliche und familiäre Seite gezeigt haben. Aber nicht nur für sie war es ein besonderes Erlebnis, auch für ihre beiden Söhne. Sie sind fleißige Baustellenbesucher und haben Zuhause auch das Eingangslied regelmäßig geübt.

Auch der Sohn von Frederike Umminger aus Künzelsau übt seit Wochen fleißig mit der Mama das Lied. Laut seiner Mama wartete er voller Aufregung auf diesen Tag. „Ich bin total zufrieden mit der Kita, sie ist einfach unvergleichlich und der Neubau bietet den Kindern ganz neue Möglichkeiten,“ berichtet die zweifache Mama. Auch die Nachhaltigkeit, welche der Neubau verspricht, sieht sie als wichtigen Teil des ganzen Projektes an.

Nachhaltiger Bau

Ähnlichkeit soll der Neubau mit der schon bestehenden, Freien-Schule-Anne-Sophie, haben. „Es ist eine gewisse Symbiose zu erkennen“, bestätigt Dr. Wolfgang Schiele, Lehrer an der Freien-Schule-Anne-Sophie. Auch das Innere mit der Zeitgemäßen und funktionalen Einrichtung soll ähnlich motivierend gestaltet werden, wie die Räumlichkeiten der Schule. „Durch die Nachbarschaft alleine ist man schon verbunden, aber die gemeinsamen Grundsätze verbinden noch tiefer. Unter anderem steht man auch in ständigem Austausch, sowohl im Persönlichen als auch im Pädagogischen.“  Der Freie-Schule-Anne-Sophie-Lehrer hat eine klare Vorstellung vom entstehenden Kindergarten und ist sich sicher, für die Kinder entstehen hier ganz besondere Erinnerungen.

Maria Würths liebste Kindergartenerinnerung

Maria Würth teilte ihre liebste Kindergartenerinnerung mit dem Geschwätz, noch heute hat sie zu ihrer Kindergärtnerin, mit der sie diese Erinnerungen erlebt hat, engen Kontakt. Sie erzählt von einem jährlichen Kindergartenausflug in die Niedernhaller Kelter, um den Vor-Most zu probieren, als kleine Feinschmecker. Das ist ihr persönlicher Höhepunkt ihrer Kindergartenzeit, an den sie gerne zurückdenkt. Damit Prost, dass die Kinder des Würtholino Kindergartens ihre eigenen Höhepunkte erleben, an die sie sich ebenfalls immer wieder gerne erinnern werden.

Video: Cora-Lee Pusker im Gespräch mit Norbert Heckmann, Würth-Geschäftsführer

Text & Fotos: Cora-Lee Pusker

 




Bürgerbüro im Künzelsauer Rathaus am Freitag, 07. Oktober 2022, erst nachmittags geöffnet

Aufgrund einer Fortbildungsveranstaltung öffnet das Bürgerbüro im Rathaus in Künzelsau am kommenden Freitag, 7. Oktober 2022 erst ab 14 Uhr. Dann ist an diesem Freitagnachmittag – wie üblich – bis 18.30 Uhr geöffnet.

Ansonsten ist das Team des Bürgerbüros zu den gewohnten Öffnungszeiten erreichbar: Montag bis Freitag 8.30 bis 18.30 Uhr, Samstag 9 bis 13 Uhr – oder telefonisch 07940 129 0 und per Mail info@kuenzelsau.de .

Die Stadtverwaltung Künzelsau bittet um Verständnis.

Pressemitteilung Stadt Küünzelsau




„Vertane Chance für Künzelsau“

Statement von Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann zu der Kreistagsentscheidung zur Verkaufs- und Abrissfreigabe des ehemaligen Krankenhausgebäudes im Zentrum der Stadt (wir berichteten):

„Die Erwartungen von Gemeinderat und Stadtverwaltung, der Einwohner:innen von Künzelsau und der Region sind sicherlich andere gewesen. Zum einen schmerzt der Verlust des Krankenhauses in Künzelsau, zum anderen sind da die Versprechungen und Erwartungen, was mit dem ehemaligen Krankenhaus passiert. Da haben wir in den letzten Jahren gesehen, dass zu wenig oder nichts ernsthaftes passiert ist.“

„Nichts ernsthaftes passiert“

Auch die Stadtverwaltung hat Möglichkeiten zur Nachnutzung des Gebäudekomplexes und Areals aufgezeigt, geprüft und der Betreibergesellschaft sowie Vertretern der BBT-Gruppe und der Kreisverwaltung vorgestellt. Leider ist dann nichts passiert, keine Option wurde zu unserem großen Bedauern von Betreibergesellschaft und Landkreis weiterverfolgt.

„Keine Option wurde weiterverfolgt“

Ich finde, es ist eine vertane Chance – nicht nur für Künzelsau, sondern auch für den ganzen Mittelbereich.

Es steht für mich außer Frage, dass an diesem Standort zukunftsfähige, gesundheitliche und medizinische Angebote etabliert werden.

Der Gemeinderat wird in seiner Sitzung im Oktober über die Zukunft des ehemaligen Krankenhauses beraten.“

 

 




Kocherbrücke stadteinwärts gesperrt

Die B 19, von der Mergentheimer Straße 1 bis zur Lindenstraße 2, in Fahrtrichtung Kocherbrücke und Innenstadt Künzelsau beziehungsweise Schwäbisch Hall, ist am Donnerstag, 22. September 2022 von 7.30 bis 17 Uhr halbseitig gesperrt. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

Die kurze Stichstraße am Kocher wird asphaltiert. Damit diese Arbeiten ohne Gefährdung für den Verkehr stattfinden können, ist die Sperrung der Fahrbahn und des Fußgängerwegs stadteinwärts erforderlich. Stadtauswärts kann die Kocherbrücke befahren werden. Danach ist die Baustelle im Zusammenhang mit dem Neubau der beiden Regenüberlaufbecken und dem Pumpwerk am Kocher durch die Firma Leonhard Weiss fast abgeschlossen. Die Stadtverwaltung Künzelsau bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis und Rücksicht.

Haltestellen fallen weg

Der Nahverkehr Hohenlohe teilt dazu mit, dass zu den Buslinien 2, 3, 6, 8, 13, 19 und 21 in Fahrtrichtung Künzelsau aus Richtung Ingelfingen/Belsenberg kommend die Haltestellen „Künzelsau Kappensteige“ und „Künzelsau Sparkasse“ nicht bedient werden können. Bei den Linien 20, 21, 24 und 25 in Fahrtrichtung Künzelsau aus Richtung Amrichshausen/Langenburg kommend entfällt die Haltestelle „Künzelsau Sparkasse“. Alle Fahrten in Fahrtrichtung Ingelfingen/Belsenberg und Amrichshausen/Langenburg können regulär durchgeführt werden, das heißt, alle Haltestellen werden bedient. Für weitere Informationen zu den Buslinien steht das Team des NVH montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr unter der Rufnummer 07940/9144-0 oder mailto:info@nvh.de gerne zur Verfügung.

Pumpenschacht setzen an der Kocherbrücke in Künzelsau. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau

Dieser Pumpenschacht wurde in den letzten Juni-Tagen westlich der Kocherbrücke eingebaut. Jetzt sind dort die Bauarbeiten abgeschlossen und die Stichstraße dort wird am Donnerstag neu asphaltiert.

 

 




Abrissbirne schwebt über dem Krankenhaus, Neubau des Kreishauses steht nun im Fokus

„Neubau des Kreishauses im Fokus“. Das ist der Titel einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises mit Bezug auf die anstehende Kreistagssitzung am 26. September 2022, 14 Uhr, in der Kultura in Öhringen.

Unter anderem wird hier über die Vergabe der Architektenleistungen beschlossen. Zu Beginn der Sitzung geht es um die Zukunft des Hohenloher Krankenhausgebäudes, wozu der Kreistag einen Beschluss fassen wird. Im Fokus der Sitzung steht das Großprojekt des Kreises – der Neubau des Kreishauses. Das Ergebnis des Architektenwettbewerbs wird verkündet. Anschließend beschließt der Kreistag über die Vergabe von Architektenleistungen und die Errichtung des Kreishauses in zwei Bauabschnitten. Im Rahmen des Neubaus steht zudem die gemeinsame Absichtserklärung zwischen dem Hohenlohekreis und der Stadt Künzelsau zur Abstimmung. Abschließend wählt der Kreistag einen Stellvertreter für das zweite Hohenloher Mitglied im Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS).

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung sieht vor, über die Weiternutzung oder den Abriss des seit 2018 geschlossenen Krankenhauses in Künzelsau zu sprechen. Derzeit wird das Gebäude unter anderem zur Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge genutzt.

Informationen zu den Sitzungen des Kreistags und seiner Ausschüsse sind über das Bürgerinformationssystem auf der Internetseite www.hohenlohekreis.de im Bereich Kreistag/Ratsinformationssystem abrufbar.




Hitze: „Mehr Flächenbrände im Hohenlohekreis“

Über 40 Grad sind längst keine Seltenheit mehr, auch im Hohenlohekreis. Künzelsaus‘ Stadtbrandmeister sprach mit Dr. Sandra Hartmann über Wald- und Flächenbrände im Ländle und wie sich diese Einsätze auch auf die Feuerwehrler auswirken.

Mehr Einsätze

GSCHWÄTZ: Seit mehreren Tagen zeigen die Thermometer im Hohenlohekreis vielerorts über 40 Grad an. Heute spreche mit Stadtbrandmeister Thomas Böhret von Künzelsau über die derzeitige Lage. Wie haben sich denn diese hohe Temperaturen ausgewirkt auf die Feuerwehr bisher? Haben Sie mehr Einsätze als zuvor?

Thomas Böhret: Wir haben auf jeden Fall im Hohenlohekreis mehr Flächenbrände. Auch einen Waldbrand hatten wir vergangenes Wochenende.Auf die Einsatzkräfte wirkt sich das dahingehend aus, dass wir eine persönliche Schutzausrüstung anhaben, die ein gewisses Gewicht hat. Das macht unseren Einsatzkräften zu schaffen.

GSCHWÄTZ: Wo gab es bisher Flächen- oder Waldbrände?

Thomas Böhret: In Krautheim gab es einen Waldbrand und in DÖrrenzimmern einen Flächenbrand. Solche Sachen passieren bei bei Trockenheit, bei der Hitze, die wir gerade haben.So etwas kann bei diesen Temperaturen auch durch eine herumliegende Glasscherbe, die in der Wiese liegt, ausgelöst werden. Aber natürlich muss man auch dazu sagen, dass die öffentlichen Grillstellen trotz der hohen Temperaturen benutzt und oft nicht hundertprozentig ausgemacht werden. Es glimmt dann wieder auf und auch dadurch entstehen solche Flächen- oder auch Waldbrände.

Grillen keine so gute Idee

Derzeit immer mit dabei: Eine Kiste Sprudel. Foto: GSCHWÄTZ

GSCHWÄTZ: Das heißt, Grillen an öffentlichen Plätzen sollte man bei den Temperaturen eher vermeiden?

Thomas Böhret: Das sollte man auf jeden Fall vermeiden. Es ist in meinen Augen auch ein bisschen fahrlässig, wenn man zu Hause grillt mit Holzkohle und es gibt es einen Funkenflug, bei dem man gar nicht so genau beobachten kann, wo die Funken wieder niedergehen.

GSCHWÄTZ: Sie sind auch in enger Absprache mit den Landwirten damit, falls noch mehr Flächen- und Waldbrände drohen, dass man nicht nur als Feuerwehr vorbereitet ist und ausrückt, sondern dass auch da die Landwirte vor Ort ihre Güllefässer vorbereiten, die man dann ebenfalls schnell mit Löschwasser füllen kann.

Von Landwirten befüllte Pumpfässer

Thomas Böhret: Die Landwirte machen das selbstständig. Wir als Feuerwehr Künzelsau bringen zum Beispiel 5.000 Bis 10.000 Liter Wasser mit. Alles andere müssen wir uns dann in den Ortschaften organisieren. Wir rufen hierfür dann andere Feuerwehren hinzu. Vor Ort gibt es öffentliche Entnahmestellen oder die Landwirte haben mit Wasser befüllte Pumpfässer, die man dann natürlich auch mit zum Einsatz bringen kann.

GSCHWÄTZ: Wie hoch sehen Sie denn das Risiko, wenn es weiterhin so konstant heiß ist, dass es noch mehr Flächen- und Waldbrände in Hohenlohe geben wird?

Mehrere Kilo schwere Kleidung. Foto: GSCHWÄTZ

Trockenere Sommer

Thomas Böhret: Das wird es in jeden Fall geben. Von Mittwoch auf Donnerstag gab es ja ein ein Gewitter. Das ist natürlich schön gewesen. Es gab ein bisschen Entlastung, aber es wird mit Sicherheit die nächsten Tage wieder warm  und heiß werden. Dann haben wir die gleiche Problematik eigentlich wieder. Mir fällt auf, dass es die letzten fünf Jahre trockenere Sommer gibt und ich bin mir fast sicher, dass es auch in Zukunft so sein wird.

GSCHWÄTZ: Das heißt, wir müssen uns dementsprechend auf heißere Zeiten vorbereiten.

Thomas Böhret: Richtig. Die Feuerwehren untereinander sind gut verknüpft. Wir arbeiten gut zusammen. Auf dem Land bei den Landwirten laufen die dementsprechenden Vorbereitungen automatisch. Wir sind gut vorbereitet.

GSCHWÄTZ: Herr Böhret, ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen noch viele weitere erfolgreiche Einsätze.

Thomas Böhret: Vielen Dank.

 




Hoch hinaus

Mit 18 Jahren kniete sich ein kleiner Junge namens Miguel mit einer Tulpe vor die Fachabiturientin hin und fragte, ob sie seinen großen Bruder kennenlernen möchte. Von da an änderte sich ihr Leben. Nikita, die von ihren Eltern nach einem Elton-John-Song benannt wurde, kam mit Manolito zusammen, einem jungen Mann aus einer Zirkusfamilie – und entschied sich, ihr bürgerliches Leben hinter sich zu lassen. Vor kurzem gastierte die Familie Quaiser wieder in Künzelsau. Dr. Sandra Hartmann hat mit Nikita Quaiser über ihr früheres und jetziges Leben gesprochen.

„Mein Mann ist die Kraft und ich bin der Kopf“

„Mein Mann ist die Kraft und ich bin der Kopf“, so fasst die 27-Jährige die Aufgabenverteilung zwischen ihr und ihrem Mann zusammen. Sie ist unter anderem verantwortlich für Werbung, Pressegespräche für die Zeitung und die Finanzen. Der 29-Jährige hat die wilden Tiere des Zirkusses unter sich – allen voran das Löwenpärchen Massai und Manou. Beide präsentieren im Zirkus auch akrobatische Höchstleistungen. Manolito stemmt etwa 12 weiße Stühle allein mit seinem Mund, Nikita zeigt an der Zirkuszeltdecke akrobatische Stunts in einem Reifen, einem so genannten Lyra-Ring. Nikita gibt aber auch unumwunden mit einem Lachen zu: „Akrobatisch war ich anfangs eine Niete.“ Mit Tiernummern, Tauben und Ziegen, fing sie an. Schließlich wurde sie von einem anderen Familienmitglied, Vanessa, in den Kunst der Ring-Akrobatik zwei Wochen lang intensiv eingelernt. Jeden Tag. Mehrere Stunden. Es ist noch nie etwas passiert, wenn sie direkt unter dem Zirkuszelt ohne Netz ihre Figuren in dem Ring zeigt. Wie viel Meter sie vom Erdboden trennen, weiß sie nicht. In den Proben ist sie hochkonzentriert. Aber bei ihrem Auftritt schaltet Nikita ihren Kopf aus und lauscht nur der Musik, die erklingt, wenn sie die Manege betritt.

„Ich wollte nicht an einem Ort leben“

„Beruflich wollte ich immer etwas mit Tourismus und Reisen machen. Ich wollte nicht an einem Ort leben und das habe ich jetzt alles“, sagt sie und strahlt.

Vor zehn Jahren hat alles begonnen. Der Zirkus der Familie Quaiser gastierte in der Stadt, in der sie als 18-Jährige lebte. Sie begleitete am Abend eine Freundin, die sich in einen jungen Mann – Nikitas jetzigem Schwager Ronny – von eben diesem Zirkus verguckt hatte. Dann trat auf einmal ein kleiner Junge auf Nikita zu, kniete sich vor ihr nieder, streckte ihr eine Tulpe entgegen und sagte: „Hallo schöne Frau. Ich habe einen älteren Bruder. Möchtest du den kennenleren?“

„Ich habe einen älteren Bruder. Möchtest du den kennenleren?“

Es war und ist eigentlich nicht üblich, mit einer so genannten „Privaten“ zusammenzukommen. In der Regel finden „die Reisenden“ untereinander ihre Partner. Mit zwei Ausnahmen in der Familie Quaiser: Vor Manolito hat sich auch sein Papa eine Bürgerliche ausgesucht. Der Seniorchef ist heute über 60 Jahre alt und er hat viele Aufgaben an den Junior Manolito abgegeben. Dennoch „wird noch alles von den Seniorchefs abgesegnet“, betont Nikita. Früher hätten diese – die Schwiegereltern von Nikita – viel schwerer arbeiten müssen beim Zirkus, erzählt Nikita. Es gab keine Hilfsmaschinen beim Aufbau und ohnehin waren sie nur zu Dritt gewesen: Das Seniorchef-Ehepaar und die Mutter des Seniorchefs.

Nun besteht die Zirkusfamilie aus 21 Menschen (12 Erwachsene und neun Kinder) sowie 26 Tieren. Das Zirkuszelt ist mittlerweilse doppelt so groß wie früher. Sie haben Hilfsgeräte für den Auf- und Abbau, wie zum Beispiel einen Traktor und einen Radlader. Manolito und Nikita sind ehrgeizig. Es ist die neunte Generation, die derzeit die Geschicke des Zirkusses leitet und es sollen noch viele folgen. Mit ihren 27 Jahren haben sie schon drei Kinder – eine Fußballmanschaft darf es gerne werden, sagt Nikita lachend.

8 Jahre lang in den Vereinigten Staaten gelebt

Nikita wurde am 04. Januar 1995 in Augsburg geboren. Von ihrem leiblichen Vater spricht sie lediglich als „Erzeuger“. Ihre Mutter und er haben sich kennengelernt, als er als Soldat in Deutschland stationiert war. Als er zurückbeordert wurde in die Vereinigten Staaten, ist die Familie mitgezogen. Acht Jahre lang, bis sie zehn Jahre alt war, hat Nikita in Colorada gelebt. Dann haben sich die Eltern getrennt und Nikita ist mit ihrer Mutter und ihren beiden jüngeren Geschwistern zurück nach Deutschland. Der Kontakt zum Vater ist heute mehr als dürftig, obwohl die Mutter immer wieder Mails und Fotos geschickt  habe. „Er weiß, wie er mich erreichen kann“, sagt Nikita nur. „Papa“ ist für sie der Mann, den ihre Mutter in zweiter Ehe geheiratet hat. Damals war sie 14. Ihre Eltern leben heute in Ulm. Ein- bis zweimal im Monat sehen sie sich, wenn der Zirkus in der Nähe von Ulm gastiert. Ansonsten halten sie Kontakt über WhatsApp und Facetime. Dank der sozialen Medien „ist das heute kein Problem mehr““, sagt sie.

Ihre Kinder sollen einmal die Zirkusgeschäfte weiterführen

Am 14. Februar 2018, mit 23 Jahren, hat Nikita ihren Manolito geheiratet. Ihre Kinder Roberta (7), Guiliana (5) und Scarlett (2) sollen einmal die Zirkusgeschäfte weiterführen. Schon jetzt stehen sie teilweise bereits für kleinere Auftritte auf der Bühne. Dennoch müssen auch sie im richtigen Alter sind, in die Schule gehen. Zirkuskinder haben eine so genannte „Stammschule“, die den Überblick über den aktuellen Wissensstand der Kinder hat, Materialien verschickt und schaut, was in anderen Schulen gemacht wurde, wenn sie utnerwegs waren. im Fall Quaiser ist das die Schule in Kocherstetten. Zusätzlich gibt es nachmittags manchmal Unterricht von Zirkuslehrern, entweder direkt vor Ort oder online. Aktuelle betreut sie hier Frau Wagner aus Öhringen.

„Es war und ist die große Liebe“

„Es war und ist die große Liebe“, sagt Nikita mit Blick auf ihren Manolito. Damals, nach der Tulpenaktion, haben sie sich neun Monate lang täglich gesehen – unabhängig davon, wo der Zirkus stationiert war. „Er ist morgens um 05 Uhr aufgestanden, hat seine Arbeit erledigt, um danach zu mir zu kommen.“ Und Nikita? „Ich habe gewusst, dass mein Platz hier im Zirkus ist.“ Einmal habe Manolito fast einen Autounfall gehabt, weil alles zu viel wurde. Dann war es für Nikita klar, wo für sie die Reise hingehen sollte. Sie brach ihr Fachabi ab, hat ihre Sachen gepackt und ist zu Manolito gezogen. Ihre Mama war nicht begeistert. Bauchschmerzen habe diese vor allem wegen des Wechsels von einem regelmäßigen in ein unbestimmtes Leben bereitet. Für Nikita war „das zwar eine Umstellung, aber es hat gepasst. Ich zeige mich gerne in der Manege, mache gerne meine Arbeite und bin sehr tierverrückt“.

„Jeder hat seine Rückzugsmöglichkeiten“

Unter den Familien gibt es auch mal Meinungsverschiedenheiten, aber diese halten, so Nikita, nicht länger als zehn Minuten an. Ihren Zirkuswagen teilt sie sich mit Manolito und ihren Kindern. Er ist aufgeteilt in ein Schlafzimmer, ein Kinderzimmer, einen Wohnbereich und ein Bad. „Jeder hat seine Rückzugsmöglichkeiten. Aber meistens sitzen wir alle zusammen“, mit Musik und Gesang, erzählt sie.

Auch ihre Vierbeiner haben mal Null-Bock-Phasen

Wenn Manolito mit den Löwen auftritt oder probt – und das macht er fast täglich – hat sie keine Angst um ihren Mann. „Man darf niemals Angst haben. Sonst darf man sie nicht halten. Man muss die Tiere lesen und wissen, wie das Tier aufgelegt ist.“ Manchmal gäbe es auch bei Vierbeinern Null-Bock-Phasen. Das Gute: Hinter den Kulissen bringen sie den Tieren viel mehr bei. In der Manege wird dann nur ein Teil abgerufen – so viel, wie das Tier zum Mitmachen an diesem Tag bereit ist.

Prüfungen müssen dafür abgelegt werden. Einmal wöchentlich schaut das örtliche Veterinäramt vorbei. Die Kosten dieser Tierhaltung sind auch nicht zu unterschätzen. Allein das Löwenduo frisst täglich rund 20 Kilo Rindfleisch. Das kostet derzeit rund 17 Euro pro Kilo (340 Euro täglich). Die Inflation macht auch vor der Zirkusfamilie nicht Halt.

Harte Coronajahre mit Auftrittverbot

Auch die Coronajahre waren nicht einfach. Zirkusse durften in dieser Zeit nicht auftreten. So strandete die Familie letzten Endes auf dem Grundstück einer netten Familie in Laßbach am Waldrand. Bauchschmerzen machten sich bei der ansonsten sehr positiv eingestellten Nikita breit, wie es nun weitergehen würde. Die Angst sei da gewesen: Wann hört das Ganze wieder auf? „Die Ungewissheit war das Schlimmste. Da wusste man nicht vor und zurück.“ Irgendwann wsei man fertig mit allen Schönheitsreparaturen und Instandsetzungen und wartete einfach nur noch ab. „Die Zeit zum Überlegen war die schlimmste Zeit gewesen“, erinnert sich Nikita. Es kamen viele Futter- und Kleiderspenden von Anwohner:innen aus dem Hohenlohekreis herein. Das habe sehr geholfen. Zudem haben sie sich vor Supermärkten in der Region positioniert und Nummern aufgeführt, um Geld zu sammeln. Durch die große Not, die sie in dieser Zeit erlebt haben, ist ihr Bedürfnis auch groß, anderen zu helfen, die in Not sind. Insgesamt rund 1.000 Euro Nachlass gab die Familie Quaiser ukrainischen Frauen mit ihren Kindern für eine Vorstellung in ihrem Zirkus in Künzelsau. Der Rest bezuschussten das Landratsamt, das Keltereck und GSCHWÄTZ.

Sehr hilfsbereit

Fast täglich trainieren sie ihre Auftritte. Es soll ja leicht ausschauen für die Zuschauer. Im Winter trainieren sie mehr, weil sie mehr Zeit haben haben und sich auf die neue Saison vorbereiten. Sie hoffen allerdings, dass sie während dieser Zeit in Künzelsau gastieren und einen Winterzirkus präsentieren dürfen.

Vor ihren Auftritten hat Nikita regelmäßig Schmetterlinge im Bauch. Das verfliegt jedoch schnell. Denn „wenn Menschen drin sitzen, die einen anlachen und begeistert sind, ist das einfach ein schönes Gefühl.“

Text: Dr. Sandra Hartmann

 

 

 




Messerwerfer, Höhenakrobatik und die Könige des Dschungels

Weithin sichtbar steht es in Künzelsau auf den Wertwiesen, das Zelt des Familienzirkus Quaiser. Um das Zelt herum die Fahrzeuge, in denen die Zirkusfamilie wohnt und mit denen sie auf Tournee gehen wird und die Tierkäfige, in denen sich neben zwei Löwen auch Kamele, Pferde, und ein Esel aufhalten.

Die ganze Familie ist hier m Einsatz, fast alle Mitwirkenden tragen den Namen Quaiser. Auch der Nachwuchs steht bereits in der Manege, sei es als kleiner Clown Spaghetti oder als Schlangenmensch.

„Schlangemensch“. Foto: GSCHWÄTZ

Aber zuerst kommt das, worauf die Kinder im Zuschauerraum schon gespannt sind. Zwei Löwen kommen herein – und sind gar nicht so furchterregend, wie sich Kinder Löwen vorstellen, eher wie große Katzen. Juniorchef Manolito spielt denn auch mit seinen Löwen wie mit Katzen. Und wie große Katzen wollen auch die Löwen nicht immer, wie ihr Dompteur, sie haben ihren eigenen Kopf und manchmal keine Lust.

Das Schöne an so einem Familienzirkus ist die Nähe zur Manege. Wenn ein Kamel einen Meter vor einem Kind steht und ihm tief in die Augen schaut, oder wenn ein Wassereimer … nein, wir wollen nicht zuviel verraten …, dann sind die Löwen schnell vergessen.

Kamele schauen Dich an … Foto: GSCHWÄTZ

Es sind die ruhigen akrobatischen Nummern, die überzeugen und die Zuschauer in ihren Bann ziehen. Akrobatische Übungenin einem Ring in schwindelerregender Höhe ohne Netz oder doppeltem Boden oder der Kraftmensch, der nicht nur einfache Handstände präsentiert, sondern diese auf einem Turm von sieben aufeinandergetürmten Stühlen zeigt.

Und wenn die Kinder schon überlegen, welche Nummer die beeindruckendste war, kommt der Feuerspucker und bringt die Reihenfolge wieder durcheinander.

Das erste Vorstellungswochenende ist vorbei, der Zirkus wird noch ein weiteres Wochenende in Künzelsau gastieren, bevor er weiterziehen wird. Vorstellungen gibt es noch bis Sonntag, 03. Juli 2022. Karten kosten 20 Euro für Erwachsene und 18 Euro für Kinder und können direkt bei Zirkus Quaiser jeden Tag zwischen 10 und 16 Uhr gekauft werden.

Text und Fotos: Matthias Lauterer




PV-Anlage: Vermeintlicher Dachstuhlbrand in Niedernhall

Am Freitag, den 10. Juni 2022, hatte die Feuerwehr Künzelsau gleich 2 Einsätze direkt nacheinander.

Bei einem Verkehrsunfall am Freitagnachmittag wurde eine Frau so schwer verletzt, dass sie mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden musste. Wie die Polizei mitteilt, war die 18-Jährige gegen 14 Uhr mit ihrem VW Touran auf der Kreisstraße 2011 von Langenbeutingen kommend in Richtung der Landesstraße 1088 unterwegs.

Sie missachtete die Vorfahrt eines von Neuenstadt kommenden Lkw. Es kam zum Zusammenst0ß. Dabei wurde der VW rund 20 Meter nach rechts geschoben. Die junge Frau wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aus ihrem Auto gerettet werden. der 52-jährige Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

Nach Angaben der Polizei wird der Sachschaden auf rund 35.000 Euro geschätzt. Die beiden Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Noch auf der Rückfahrt des Einsatzes wurde der Löschzug Künzelsau zu einem Folgeeinsatz nach Niedernhall gerufen. Gemeldet war ein Dachstuhlbrand. Nach Erkundung mit der Drehleiter stellte sich jedoch heraus, dass es sich nicht um einen Brand, sondern um einen Defekt an der Solaranlage des Hauses handelte. Dabei trat heißes Wasser aus der Anlage. Die Feuerwehr Künzelsau löste sich daraufhin aus dem Einsatz heraus.

Quelle: Feuerwehr Künzelsau