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Wie soll das neue Parkhaus heißen?

Die Stadtverwaltung Künzelsau plant im Rahmen der Neugestaltung des Areals „Stadteingang Stuttgarter Straße“ den Neubau eines
städtischen Parkhauses als Mobilitätsdrehscheibe. Dazu wurde bereits ein Realisierungswettbewerb ausgeschrieben, bei dem der Entwurf des Büros LIMA Architekten, Lisa Bogner und Tobias Manzke, aus Stuttgart als Sieger hervorging.

„Neben einem herausragenden Entwurf benötigt das zukünftige Gebäude aber auch einen einprägsamen Namen“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Wir suchen einen Namen, der den Charakter des Gebäudes widerspiegelt und sich in der Öffentlichkeit gut etabliert. Aus diesem Grund möchten wir die Bevölkerung bei der Namensfindung aktiv mit einbeziehen.“ Dazu startet nun ein Ideenwettbewerb. Wie soll das Gebäude zukünftig heißen? Dazu können Vorschläge online unter:

www.civocracy.org/stadtkuenzelsau/stadteingang

eingereicht werden.

Anforderung an den Namen:

Die Mobilitätsdrehscheibe ist als offener, heller und einladender Ort geplant, der als Mobilitätshub auch zukunftsfähige Nutzungen berücksichtigt und unter anderem Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge oder Fahrradangebote schafft. Auch eine Fahrradwerkstatt soll dort etabliert werden. Diese Elemente sowie der Charakter als nachhaltiges Bauwerk und die besondere
Fassadenbegrünung sollen sich in dem künftigen Namen widerspiegeln. Der künftige Name sollte leicht auszusprechen und
verständlich sein. Er soll markant und neu sein und einen hohen Wiedererkennungswert haben. Anglizismen sollen vermieden werden.

Teilnahmebedingungen

Bis zum 31. Januar 2024 ist eine Beteiligung online möglich. Es können einer oder mehrere Vorschläge eingereicht werden. Für Personen ohne Zugang zur Online-Umfrage gibt es im Rathausfoyer die Möglichkeit zur Teilnahme. Anschließend werden die Ergebnisse von einer Jury bewertet. Die Teilnahme ist anonym möglich. Die besten drei Vorschläge werden mit einem Preis ausgezeichnet. Die Gewinner dürfen sich auf einen Gutschein für Fahrradzubehör in Höhe von 75 Euro (1. Platz), 50 Euro (2. Platz) und 25 Euro (3. Platz) freuen. Sofern eine Beteiligung an der Prämierung gewünscht ist, muss der Name sowie die Kontaktdaten angegeben werden.




Bislang noch auf keinem Weihnachtsmarkt gewesen? Dann wird es aber Zeit

Künzelsau

Künzelsaus Innenstadt leuchtet festlich in der Advents- und Weihnachtszeit. Rund um den zweiten Advent findet auf dem Schlossplatz der Weihnachtsmarkt „Advent am Schloss“ statt. Von Mittwoch, 6. bis Sonntag, 10. Dezember 2023 bringen Märchenerzähler, Kindergärten, Chöre und Bands Weihnachtsstimmung auf die Bühne am Schlossplatz.

Künzelsauer Vereine und Gruppen sorgen an allen Weihnachtsmarkttagen fürs leibliche Wohl. Von Punsch und Glühwein bis Waffel, Grillwurst, Flammkuchen, Burger, Käsespätzle, Rosenküchle, Mandelstand und warme Suppe ist vieles im Angebot.

Kunsthandwerkermarkt

Am Freitag ab 16 Uhr sowie am Samstag und Sonntag jeweils ab 11 Uhr ergänzt der Kunsthandwerkermarkt auf dem Vorhof des Schlossgymnasiums das Angebot. Zahlreiche Kunsthandwerker mit unterschiedlichen selbstgemachten, kreativen und weihnachtlichen Produkten werden den Markt bereichern.

Honig und Bienenwachskerzen an einem Verkaufsstand
Nützliches und Leckeres beim Advent am Schloss.

Der Weihnachtsmarkt ist geöffnet am Donnerstag von 16 bis 21 Uhr, am Freitag von 16 bis 22 Uhr, am Samstag von 11 bis 22 Uhr und am Sonntag von 11 bis 20 Uhr.

Mehrwegsystem

Die städtischen Weihnachtsmarkttassen und Behältnisse für Speisen vom Mehrwegsystem „Hohenlohe to go“ können wieder für 2,50 Euro Pfand ausgeliehen werden. Die Initiative „Einmal ohne, bitte“ ruft auch dazu auf, eigene Behältnisse für Speisen mitzubringen. Die Gastro-Stände beim Advent am Schloss werden sie mit Leckerem füllen. Alle sind eingeladen, mitzumachen, um gemeinsam Müll zu vermeiden und Ressourcen zu schonen.

Glühwein und Kinderpunsch schenken am Donnerstag, 7. Dezember auch der TSV und die Stadtverwaltung Künzelsau aus. Der Erlös von dem, was Erwin Bergmann, Bürgermeister Stefan Neumann und Barbara Eckle ausschenken, kommt der Aktion „Menschen in Not“ der Heilbronner Stimme zugute. Jeder Euro geht komplett an jene Hilfsbedürftigen in unserer Region, die auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind.

Bei Nacht:zwei Frauen mit je einer Tasse in der Hand, im Hintergrund das beleuchtete rote schloss
Die Weihnachtsmarkttassen können sich Besuchende an verschiedenen Ständen mit Glühwein, Punsch und mehr füllen lassen. Foto Rolf Hartbrich.

Bühnenprogramm

Mittwoch, 6. Dezember 2023 –16 bis 21 Uhr
18 Uhr Eröffnung durch Bürgermeister Stefan Neumann, musikalische Begleitung durch die Stadtkapelle und das Vokalensemble Künzelsau
20 Uhr Albhörner

Donnerstag, 7. Dezember 2023 – 16 bis 21 Uhr
16 Uhr Kindergarten Weckrain
16.30 Uhr Märchenerzählerin
18 Uhr Orientalischer Feuertanz
19 Uhr Gesangsduo Nadine & Simone

Freitag, 8. Dezember 2023 – 16 bis 22 Uhr
16 Uhr Primarstufen-Chor Freie Schule Anne-Sophie
18 Uhr White Roses – Tribal Style Dance
19 Uhr Sound`N`Soul – Der Chor aus Weißbach
20.30 Uhr Gitarrenduo Saußele & Hanl

Samstag, 9. Dezember 2023 – 11 bis 22 Uhr
12 Uhr Griechischer Tanz und Kulturverein
14 Uhr Puppentheater Giesela
15 Uhr Gesang Ines Weidenbacher
16 Uhr Musik Shadows Acoustics
18 Uhr Posaunenchor Kocherstetten
19 Uhr Musik Eddy Danco
20 Uhr Chor Voice Village
21 Uhr Musik Eddy Danco

Sonntag, 10. Dezember 2023 – 11 bis 20 Uhr
11.30 Uhr Turmbläser
13 Uhr Weihnachtsengel
14 Uhr Weihnachtsengel verteilt Geschenke, musikalische Begleitung durch den Kinderchor der Jugendmusikschule
16 Uhr Musik Manfred Bretter
18 Uhr Feuershow Fairy Elements

Schlossplatz für den Verkehr gesperrt
Der Schlossplatz und die Parkplätze dort sind von Montag, 4. Dezember 7 Uhr bis Montag, 11. Dezember 2023 18 Uhr gesperrt.

vier Frauen und ein Herr stehen nebeneinander mit Tassen in der Hand. Im Hintergrund das Alte Rathaus mit der Fachwerkfassade
Gemütlicher Treffpunkt im Dezember: Die WinterLounge beim Alten Rathaus. 

Noch mehr Weihnachten und Winterzauber

Die WinterLounge der Werbegemeinschaft Künzelsau am Alten Rathaus ist von 30. November bis 30. Dezember 2023 der besondere Treffpunkt während der Advents- und Weihnachtszeit: Montag bis Donnerstag von 16 bis 21 Uhr, Freitag und Samstag 11 bis 22 Uhr. Angeboten werden Glühwein, Punsch, Prosecco, sowie abwechslungsreiche regionale und herzhafte Speisen.

Weihnachtsgewinnspiel Werbegemeinschaft

Ab dem 1. Dezember 2023 sind die Stempelkarten für das Weihnachtsgewinnspiel in allen Geschäften der Künzelsauer Werbegemeinschaft erhältlich. Bei Einkäufen können bis zum 24. Dezember 2023 drei verschiedene Stempel auf der Karte gesammelt und in den Geschäften der Künzelsauer Werbegemeinschaft abgegeben werden. Auch die Sammlung und Abgabe mehrerer Stempelkarten ist möglich. Zu gewinnen sind Gutscheine der Werbegemeinschaft.

Der Aktion der Werbegemeinschaft Künzelsau „Kinder schmücken Weihnachtsbäume“ ist es zu verdanken, dass ab Ende November in der Hauptstraße rund 40 liebevoll geschmückte Weihnachtsbäume mit von Künzelsauer Kindern gebasteltem Schmuck zu bestaunen sind.

Das Alte Rathaus wird wieder mit herrlichen Fensterbildern zum Adventskalender. Diese wurden von Kindern Künzelsauer Betreuungseinrichtungen gestaltet.

Blick auf das Alte Rathaus - ein Fachwerkgebäude. Davor viele kleine geschmückte Weihnachtsbäume. Alles ist leicht verschneit.
Winterzauber in der Künzelsauer Innenstadt: mehr als 40 Weihnachtsbäume schmücken Kinder aus Künzelsauer Schulen und Kindergärten mit selbst gebasteltem Schmuck.

Weihnachtliche Vorlesestunde in der Stadtbücherei

Am Samstag, 9. Dezember 2023 findet um 10 Uhr eine Vorlesestunde in der Stadtbücherei statt. Bei Punsch und Plätzchen liest Charlotte Sigrun Hellinger verschiedene Geschichten zur Weihnachtszeit vor. Das Team der Stadtbücherei Künzelsau lädt Kinder ab vier Jahren, auch ohne Leseausweis, ins Alte Rathaus ein. Begleitpersonen sind herzlich willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Anmeldung bei der Stadtbücherei wird gebeten: telefonisch unter 07940 9811611 oder per E-Mail an stadtbuecherei@kuenzelsau.de.
Mehr Infos …

Christmas Ride am Samstag

Am 9. Dezember 2023 laden die Harley Davidson Freunde Hohenlohe zum Christmas Ride ein. Die Teilnehmer verkleiden sich als Nikoläuse und Engel und fahren gegen 11 Uhr mit ihren Motorrädern durch die Innenstadt. Beim Alten Rathaus gibt es dann ab 11 Uhr Livemusik. Der Verein freut sich auf viele Besuchende und sammelt Geld für einen guten Zweck.

Offenes Singen in der Johanneskirche

Traditionell findet am Samstag, 9. Dezember 2023 um 17 Uhr das Offene Singen mit dem ökumenischen Kinderchor und dem Posaunenchor Künzelsau in der Johanneskirche statt.

Niedernhall

Niedernhaller Kelterzauber am Samstag ab 16 Uhr und am Sonntag ab 11 Uhr, mit Busshuttle für die Giebelheide

Schwäbisch Hall

Weihnachtszauber in Schwäbisch Hall vom 30. November bis 20. Dezember 2023

Marktplatz, Kirche St. Michael und die engen Schwäbisch Haller Gassen stimmen ein auf eine gemütliche Vorweihnachtszeit. Der Duft von gebrannten Mandeln und würzigem Glühwein liegt in der Luft und macht gleich noch mehr Lust, durch die Reihen der Aussteller:innen zu flanieren. Unterschiedliche Glühweinsorten, Weihnachtsleckereien, Kunsthandwerk und pfiffige Geschenkideen begeistern Besucher:innen aus nah und fern.

Öhringen

Winter, Wunder, Weihnachtsglanz: Der Öhringer Weihnachtsmarkt.

Am 1. bis 3. Advent, jeweils Freitag bis Sonntag rund um den Marktplatz: Dampfbahnfahren, Geschenkideen und weihnachtliche Aktionen

Der Öhringer Weihnachtsmarkt. Foto: Stadt Öhringen

Schöntal

Der romantische Klosterhof der ehemaligen Zisterzienserabtei in Kloster Schöntal erstrahlt am 2. Adventswochenende in stimmungsvollem Lichterglanz. Die Besucher erwartet ein vielfältiges Angebot. Das Besondere ist das Rahmenprogramm in den historischen Räumen mit verschiedenen Konzerten, Ausstellungen, Musikgruppen sowie einem Kinder- und
Familienprogramm. Regionale Kunsthandwerker/innen zeigen ihr Können: Schmuck, Handarbeiten, Floristik, Holzschnitzkunst,
Korbflechter, Drechsler und vieles mehr. Außerdem warten köstliche Leckereien darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Direktvermarkter aus der Region bieten eine breite Palette ihrer Produkte an: Weihnachtsplätzchen, Imkereiprodukte, Fruchtaufstriche, Kuchen im Glas, Hausmacher Wurst, Wein, Käse, Brot, Schnäpse und Liköre.

An beiden Tagen ist das Knurps Puppentheater aus Möckmühl mit dem Stück „Die rosarote Himbeermilchkuh“ zu Gast.
Vorstellungen im Waldschulheim:
samstags um 16:30 Uhr und 18:00 Uhr
sonntags um 11:30 Uhr und 15:30 Uhr
Der Eintritt ist frei. Das Platzangebot ist begrenzt.




Heilige oder Hure?

Kommt man in das Büro des Dekans des Hohenlohekreises, Dr.Friedemann Richert, in Künzelsau fallen einem nicht zuerst die vielen Bücher in der Bücherwand auf, sondern der menschliche Schädel, der da mittendrin thront. Echt ist er. Ein Geschenk, sagt Richert. Dieser Schädel habe ihn schon als Kind fasziniert. Schließlich durfte er das Ausstellungsstück mit nach Hause nehmen. Friedemann lächelt. Der menschliche Schädel. Der menschliche Geist. Eine Faszination für sich. Und so wie er sich fasziniert für diesen Schädel, so biblisch gelehrt ist Richert in diversen Themen die Kirche betreffend. Nun könnte man sagen, dass ist auch sein Job. Aber Richert liest nicht nur die Bibel, sondern auch Platon. Er ist geschichtlich bewandert. Und genau deswegen wollen wir von ihm wissen:

Wie steht er zu dem großen Artikel im Spiegel über Maria Magdalena als 12. Apostolin, als Gefährtin Jesu Christi, wenn nicht sogar Ehefrau und die jahrhundertelange Degradierung zur Hure seitens der Kirche?

Es gibt nichts Historisches über Jesus, weil es keine Rolle spielt

Nun, Herr Richert, was sagen Sie zu diesem Artikel?

Richert: „Wir müssen Folgendes verstehen: Die biblischen Schriften wurden im Jahr 302 in der Synode zu Rom zusammengelegt zu einem Kanon, die so genannte Synapse. Das sind die Schriften über Jesus Christus, Geschichten über ihn als Wunderheiler beispielsweise. Unter anderem steht darin, wie er aus Ton echte Täubchen zaubern konnte. In der Synode wurde gefragt: Was bringt den Glauben an Christus voran? Die Antwort: keine Texte, die soziogische oder kulturelle Dinge formulieren. Im Paulusevangelium finden Sie zum Beispiel überhaupt nichts Historisches über Jesus Christus, weil für den Glauben die Historie keine Bewandtnis hat.

Aber würden ein paar Fakten über das Leben von Jesus Christus nicht auch die Glaubwürdigkeit solcher Geschichten stärken?

Richert: Die Historie hat immer einen subjektiven Klang. Es gibt keine objektive Historie, weil auch Zahlen einer Interpretation bedürfen. Nehmen Sie nur einmal die Kreuzzüge. Damals im 12. / 13. Jahrhundert war es eine heilige Handlung. Aus Sicht der Muslime war es eine unheilige Handlung. Wer hat nun Recht? Das Wesen der Heiligen Schrift bestand nicht darin, zu beschreiben, wie groß Jesus Christus war, sondern es geht um den auferstandenen Christus. Es geht um die Wahrheit, die Botschaft, und nicht um die Wirklichkeit, um die Zahlen und Fakten.

Während der Regelblutung zogen sich die Frauen aus dem öffentlichen Leben zurück

Wieviel Wirklichkeit steckt denn in der Bibel?

Richert: Adam und Eva zum Beispiel sind keine realen Personen, sondern ein Sinnbild menschliches Lebens. Adam ist der aus der Erde gemachte Mensch, der sterben wird. Eva ist eine Lebensspenderin. Die Frau trägt die Gabe der Fruchtbarkeit in sich. Das zieht sich bis in die Neuzeit. In biblischer Tradition waren Frauen hoch geachtete Personen, die einer besonderen Hegung und einen besonderen Schutz benötigt haben. In der Antike gab es bei allen Völkern den Brauch, dass Frauen gestohlen wurden, um den Stamm ohne Inzucht zu erhalten und den Frauenmangel auszugleichen. Das siebte Gebot (Du sollst nicht stehlen) rührt daher. Durch die Regelblutung war der Frau die Möglichkeit eröffnet, sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurückzuziehen.

Geschah dies freiwillig?

Richert: Das war eine gewisse Form des Bestimmens, nicht, um sie auszugrenzen, sondern um sie vor Missbrauch und Arbeitslast zu schützen. Das war eine Achtung vor der Frau als Lebensspenderin. Eine hoch angesehene Frau konnte sich in ihre Gemächer zurückziehen. Die anderen versammelten sich in Hainen und wurden dort während ihrer Periode versorgt.

Nur Männer haben die Auswahl getroffen, welche Texte in die Bibel aufgenommen wurden und welche nicht

Wie sehen Christen Frauen?

Richert: Christen sagen, die Frau ist als Gottes Ebenbild genauso geschaffen wie der Mann. Die Gleichberechtigung kam durch die Aufklärung in der Neuzeit auf. Ein Beispiel, wie sehr das Christentum zur Ehrerbietung der Frau beigetragen hat: Das Sprichwort „Sitten wie im alten Rom“ kommt daher, dass die Frau damals verliehen werden konnte und zwar als Gebäherin anderer Kinder. Die Ehe war damals ein reines Versorgungsinsitut. Durch Kaiser Augustus kam die Ein-Ehe, die Monogamie wurde gesetzlich verankert. Die Frau wurde im Christentum immer als eigenständige, würdige Person beschrieben und nie funktionalisiert.

Maria Magdalena wurde aber schlechter gemacht, als sie eigentlich war. Sie soll laut dem Spiegel keine Hure gewesen sein, wie es in der Bibel steht.

Richert: Im Zuge des Frauenverleihens wurden damals Protestgeschichten geschrieben. In der Synode wurden viele Texte nicht in den biblischen Kanon aufgenommen, weil sie nicht dem biblischen Glauben dienlich sind. Sie sind unnütz. Da gibt es noch viel mehr Texte. Die sind aber alle frei zugänglich.

Hat man Jesus Christus in den biblischen Texten dann bewusst a-sexuell gehalten?

Richert: Es ist völlig belanglos, ob er verheiratet war. Denn es ist der Wahrheit nicht dienlich und zwar, dass Jesus Christus auferstanden ist, um uns von unseren Sünden, unserer Sterblichkeit zu erlösen.

Wer hat das damals entschieden? Männer?

Richert: Es waren tatsächlich nur Männer.

Wurde die Auswahl dann nicht unter einem sehr männlichen Blick getroffen?

Richert: Dieser geschlechtsspezifische Blick ist nicht dienlich. Die Gemeinschaft der Heiligen setzt sich aus beiden Geschlechtern zusammen. Bei der Frage nach der Dreieinigkeit (Vater, Sohn, Heiliger Geist) haben Frauen mitdiskutiert und die Männer haben es dann umgesetzt.

Die Sprache im Markus-Evangelium kann mit der Sprache der Bildzeitung vergleichen

Aber nochmal zurück zu der Frage nach Maria Magdalena. Wurde sie letzten Endes durch die Texte nicht schlechter gemacht als sie war?

Richert: Dieser Text wurde als Fälschung von der Wissenschaft festgestellt.

Der Artikel im Spiegel sagt etwas anderes. Aber gut. Wenn Sie sagen, dass historische Fakten nicht dienlich sind, um die Geschichte von Jesus Christus zu erzählen, warum wird dann Maria Magdalena als Freudenmädchen tituliert? Das hätte man doch dann ebenso weglassen können?

Richert: Im Paulus- und Johannesevangelium gibt es keine Anspielung dieser Art. Markus hingegen hatte ein sehr holpriges Griechisch, so eine Sprache könnte man heute mit der Bildzeitung gleichsetzen. Lukas hingegen wollte die Gebildeten der griechischen Gemeinde ansprechen. Er greift am meisten Frauenthemen auf. Das Problem bei den Texten über Maria Magdalena ist schlicht und ergreifend, dass es um Maria Magdalena geht und nicht um Jesus Christus.

Was wissen wir denn überhaupt über den historischen Jesus? War er verheiratet?

Richert: Über den historischen Jesus weiß man nicht sehr viel, ausser dass er Zimmermann war und aus einem gebildeten Elternhaus kommt, da er lesen und schreiben konnte. Er war Wanderprediger in Israel und Galiläa, was aber damals keine Seltenheit war. Auch Menschen zu heilen, war kein Alleinstellungsmerkmal.

Menschen zu heilen war kein Alleinstellungsmerkmal

Woher weiß man, dass er Gottes Sohn war?

Richert: Das ist der Glaube. Es ist keine Wirklichkeitsbeschreibung, sondern eine Wahrheitsbeschreibung.

Dekan Dr. Friedemann Richert war seit Oktober 2011 Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Künzelsau. Davor war er 13 Jahre Gemeindepfarrer in Singelfingen. Er ist verheiratet und hat drei Kinder im Alter, darunter Zwillinge. Am 30. Juli 2023 wird er 64.




Im Zuhörerbereich hat die gesamte Führungsspitze der Freiwilligen Feuerwehr von Künzelsau Platz genommen,

Im Zuhörerbereich hat die gesamte Führungsspitze der Freiwilligen Feuerwehr von Künzelsau Platz genommen, als Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann die Gemeinderatssitzung am 21. März 2023 eröffnet. Auf der Tagesordnung stehen neben der Bestellung des Stadtbrandmeisters, der Abteilungskommandanten und deren Stellvertretern auch die Wahl von Schöffen und wieder drängend die räumliche Situation in den städtischen Kindergärten und Schulen.

Verpflichtet mit Handschlag und Urkunden: Stadtbrandmeister, Abteilungskommandanten und ihre Stellvertreter im Sitzungssaal im Rathaus. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

Abteilungskommandanten aller Ortsteile

Der Gemeinderat stimmt der Bestellung von Thomas Böhret zum Stadtbrandmeister und Martin Färber zum stellvertretenden Stadtbrandmeister zu. Weiter stimmt der Gemeinderat den Bestellungen folgender Abteilungskommandanten und deren Stellvertreter zu: Abteilung Künzelsau/Stadt Stephan Klein und Werner Hannemann; Abteilung Amrichshausen Philipp Burkert und Jens Haag; Abteilung Belsenberg Sascha Lell und Christian Rapp; Abteilung Gaisbach Martin Färber und Stefan Maurer; Abteilung Kocherstetten Joachim Bader und Mike Braun; Abteilung Laßbach Klaus Beck und Simon Stier; Abteilung Morsbach Martin Wolf und Max Gässler; Abteilung Nitzenhausen Johannes Seebach und Markus Röger; Abteilung Steinbach Felix Bittner und Matthias Mack. Bürgermeister Stefan Neumann verpflichtet alle per Handschlag für ihr Ehrenamt und bedankt sich für das große Engagement.

Wer wird Schöffe?

Mit einstimmigem Beschluss legt der Gemeinderat fest, folgende Bewerberinnen und Bewerber in die Vorschlagsliste für die Schöffenwahl aufzunehmen: Tobias Biermann, Astrid Verena Böhret, Monika Chef, Daniel Franz, Friederike Höhn, Ramona Klüglein, Arno Krumrein, Matthias Lauterer, Matthias Maier, Stefan Schach, Günter Straub, Edwin Weber-Sieb, alle wohnhaft in Künzelsau und Stadtteilen.

Neubau Grundschule Amrichshausen

Martin Joos, zuständiger Projektleiter bei der Stadtverwaltung Künzelsau, steigt in den Tagesordnungspunkt mit einer Zusammenfassung der Eindrücke ein, die sich Gemeinderatsmitglieder bei der Besichtigung von Betreuungseinrichtungen in modularer Holz-/Holzhybridbauweise in Künzelsau und anderen Städten wie Ulm-Lehr, Ödheim und Neuenstadt holen konnten. Er skizziert das weitere Prozedere zum Neubau der Grundschule in Amrichshausen, deren Fertigstellung bis Ende 2025 angepeilt wird. Auch die Erweiterungen der Grundschule in Taläcker sowie der Kindergärten Taläcker II und Gaisbach sollen in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Nach groben Kostenschätzungen liegen die Baukosten für diese vier Maßnahmen bei knapp 15 Millionen Euro, ohne Außenanlagen und Möblierung. Die Aussichten auf Fördermittel seien momentan sehr gut. Martin Joos empfiehlt möglichst viele Doppelnutzungen der Räume, beispielsweise Kindergarten und Schule könnten gemeinsam eine Mensa nutzen.

Der Kindergarten Taläcker II wird um drei Gruppen erweitert.

Auch die Grundschule Taläcker hat zu wenig Platz und soll mit einem Anbau erweitert werden. Fotos Stadtverwaltung Künzelsau.

Spenden

Bei der Stadtkasse sind insgesamt 750 Euro vom Kaufmännischen Verein Künzelsau für 20 städtische Schulen und Kindergärten eingegangen, die sich an der Aktion Weihnachtsbaumschmücken in der Künzelsauer Innenstadt beteiligt haben. Die Raiffeisenbank Hohenloher Land eG hat 321,30 Euro für ein Hochbeet des Kindergartens Nagelsberger Weg und 214,20 Euro für ein Insektenhotel des Kindergartens Karlspflege gespendet. Tausend Euro spendete eine Privatperson für die Kulturarbeit der Stadtverwaltung. Bürgermeister Stefan Neumann bedankt sich bei den Spenderinnen und Spendern. Der Gemeinderat stimmt der Annahme und Weiterleitung der Spenden durch einstimmigen Beschluss zu.

Bürgerfragestunde

Die Möglichkeit, Informationen aus erster Hand zu bekommen, wird in der Bürgerfragestunde zu Beginn der Sitzung rege genutzt. Kritisch hinterfragt ein Einwohner die Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen für Freiflächen-Photovoltaikanlagen und das Anlegen von Ausgleichsflächen, Punktegutschriften in Ökokonten dafür. Die geplante Anlage in Wolfsölden liege zu dicht an der bestehenden Bebauung, bedauert eine Einwohnerin.

Gemeinderäte fordern mehr Grünflächen anstatt versiegelte Flächen

Am Ende der Tagesordnung nutzen Stadträtinnen und Stadträte die Gelegenheit sich über den aktuellen Stand verschiedener Projekte zu informieren. So wird die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED angesprochen.

Aufgrund stetig steigender Temperaturen solle das Ziel mehr Grün und weniger versiegelte Flächen in der Stadt sein, so die Auffassung mehrere Räte. Künftig sollten in Bebauungsplänen nicht nur Stellplätze für Pkws, sondern auch Bäume und Grünflächen festgeschrieben sein.

Weiter wird angeregt, die Grundstückeigentümer zu motivieren, ihre Schottergärten in biologisch vielfältige Gärten umzuwandeln. Aktionen für Eigentümer von Schottergärten, so Bürgermeister Stefan Neumann, könne die Stadtverwaltung zurzeit nicht bewältigen. „Dafür haben wir leider jetzt kein Personal.“ Deshalb geht der Appell aus der Gemeinderatssitzung an die Gartenbesitzer: „Werden Sie selbst aktiv und wandeln Sie Ihre Gärten um. Es gibt viele Möglichkeiten, auch grüne pflegeleichte Gärten zu gestalten. Sie nehmen damit direkt Einfluss aufs Klima.“

Baugebiet Belsenberg in Warteschleife: Streuobstwiesen versus Wohnbebauung

Das Baugebiet am Südhang in Belsenberg ist bereits seit 2022 größtenteils erschlossen. Es fehlt noch die Flutmulde oberhalb der Bauplätze, damit das Hangwasser nicht die Grundstücke flutet. Eigentlich könnte der Bau der ersten Eigenheime dort schon in vollem Gang sein oder zumindest jetzt im Frühjahr beginnen. Warum geht es nicht vorwärts, ist die Frage von Stadträtinnen und -räten. Weil Streuobstwiesen ab einer Größe von 1.500 Quadratmetern seit Juli 2020 per Gesetz unter Schutz gestellt und zu erhalten sind, musste beim Landratsamt Hohenlohekreis ein Antrag auf Genehmigung zur Umwandlung von Streuobstwiese in ein Baugebiet beantragt werden. Diese Genehmigung wurde am 18. August 2021 auch erteilt, somit konnten die Erschließungsarbeiten, nachdem dort vorhandene Reptilien vergrämt wurden, starten.

NABU legt Widerspruch ein

Der NABU Baden-Württemberg legte jedoch im April 2022 Widerspruch gegen die vom Landratsamt erteilte Genehmigung ein. Ähnlich ging es wohl vielen Gemeinden in Baden-Württemberg. Daraufhin zog das Landratsamt Hohenlohekreis im Dezember 2022 seine Genehmigung zurück, so dass die Bäume zur Vorbereitung der Bauplätze über den Winter nicht gefällt werden konnten. Die Stadtverwaltung wird nun einen neuen Antrag auf Genehmigung stellen, allerdings muss gutachterlich eine Neubewertung des Streuobstbestandes erfolgen – der Auftrag dafür ist vergeben – und der Bedarf für die fünf Bauplätze muss nachgewiesen werden. Roswitha Deptner, stellvertretende Leiterin des Stadtbauamts, ist deshalb in Abstimmungsgesprächen mit dem Landratsamt Hohenlohekreis. „Es liegt nicht an der Stadtverwaltung, auch nicht am Landratsamt, das uns sehr wohlwollend in dieser Angelegenheit begleitet“, so Roswitha Deptner. „Wir hoffen im April mehr darüber berichten zu können.“

Nächste Sitzung am 18. April

Am Dienstag, 18. April 2023 um 18 Uhr findet die nächste öffentliche Gemeinderatssitzung im Künzelsauer Rathaus statt.




Künzelsau sucht Vereine und Künstler für das Stadtfest 2023

2023 ist es wieder soweit: Die Innenstadt wird zur Festmeile, das Künzelsauer Stadtfest findet vom 14. bis 16. Juli 2023 statt. Mehrere Bühnen, zahlreiche Bands und Gruppen sowie Künzelsauer Vereine, die mit hunderten von Helfern für beste Verpflegung und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sorgen, machen das Stadtfest zu einem besonderen Erlebnis.

Die Vorbereitungen laufen bereits. Bis Mittwoch, den 01. März 2023, können sich interessierte Vereine für einen Standplatz anmelden. Für das Bühnen- oder Rahmenprogramm sind auch noch Anmeldungen möglich. Weitere Informationen und der Anmeldebogen sind erhältlich bei Laura Asum, E-Mail laura.asum@kuenzelsau.de, Telefon 07940 129-123.

 




Spielen im TollKÜN

Kommen, mitmachen und Spaß haben – so heißt die Devise ab dem 04. Februar 2023 jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr im Künzelsauer Hallenbad TollKÜN.

Willkommen sind alle, die Spaß im Wasser und an Bewegung haben. Der Schwimmparcours mit aufblasbaren Teilen steht im großen Becken im Mittelpunkt. Aber auch die 104 Meter lange Riesenrutsche können die Badegäste hinunter sausen.

Alle Aktionen sind im Eintrittspreis enthalten. Die Einzelkarte im TollKÜN kostet für Erwachsene drei Euro und für Kinder 1,80 Euro.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag von 15.30 bis 21 Uhr; Samstag, Sonntag und Feiertag von 8 bis 18 Uhr.

Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau

 

 




Einmal ohne, bitte: Fahrradfreundliche Stadt und Abfall vermeiden

Die nächste öffentliche Sitzung des Klimabeirates Künzelsau ist am Dienstag, 07. Februar 2023, Rathaus, Großer Saal, 3. Stock des Rathauses Künzelsau, um 18.30 Uhr.

Die Tagesordnungspunkte lauten wie folgt:

  1. Begrüßung und Eröffnung der Sitzung
  2. Vorstellung der Mitglieder des Klimabeirats
  3. Vorstellung Vortragsreihe „Zukunft Kima“
  4. Informationen der Stadtverwaltung zu aktuellen
  5. Aktivitätsbericht Klimazentrum Hohenlohekreis
  6. Projektteam Mobilität: erste Ergebnisse „fahrradfreundliche Stadt“
  7. Projektteam Abfallvermeidung in Kooperation mit Hohenlohe for Future: Update zu „Einmal ohne, bitte“
  8. Zukünftige Arbeitsschwerpunkte
  9. Aussprachen und Verschiedenes
  10. Nächste Sitzungstermine



„Deutlich gestiegene Zinsen und Baukosten machen es derzeit gerade jungen Familien schwerer, sich den Wunsch von der eigenen Traumimmobilie zu erfüllen“

Die Sparkasse Hohenlohekreis hat am 24. Januar 2023 eine Bilanz Ihres Geschäftsjahres 2022 veröffentlicht. Dabei verweist die Sparkasse auf der Problem der hohen Inflation infolgedessen Erspartes an Wert verliert. Dadurch würden Kund:innen mehr nach alternativen Anlagemöglichkeiten wie Werpapieren Ausschau halten.

Inflation frisst Sparguthaben auf

Die Sparkasse selbst konnte 2022 sich über 6 Prozent mehr Kundeneinlagen freuen. Die Einlagen der Sparer:innen stiegen inflationsbedingt allerdings nur um 2 Prozent. Dieser Trend dürfte sich aufgrund der anhaltenden Inflation fortsetzen.

Der Nettoabsatz an Wertpapieren ist auf fast 55 Mio. Euro gestiegen. „Die konjunkturellen Unsicherheiten boten auch immer wieder gute Einstiegschancen an den Kapitalmärkten. Wir konnten Zuflüsse über alle Wertpapierarten hinweg feststellen. Besonders gefragt waren strukturierte Anleihen und Fondslösungen“, sagt Sparkassenchef Bernd Kaufmann.

Steigende Zinsen lassen Nachfrage nach Finanzierungen von Häuslebauern sinken

Die dynamische Kreditnachfrage der Vorjahre setzte sich in 2022 weiter fort, so dass erstmals die Marke von 1,5 Mrd. Euro beim Kundenkreditvolumen überschritten werden konnte. Im Firmenkundengeschäft waren speziell kurzfristige Finanzierungen gefragt, da
die wiederkehrenden Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten viele Unternehmen veranlasste ihre Lagerbestände vorsorglich zu erhöhen. Die Ausleihungen für den privaten Wohnungsbau konnten erneut um über 9 Prozent gesteigert werden. Bei den Neuzusagen für private Baufinanzierungen hat die Dynamik im Jahresverlauf hingegen nachgelassen. Deutlich gestiegene Zinsen und Baukosten machen es derzeit gerade jungen Familien schwerer, sich den Wunsch von der eigenen Traumimmobilie zu erfüllen.

Frühzeitiges Bausparen gefragt

Die gestiegenen Bauzinsen rückten für viele Kundinnen und Kunden die Vorteile des frühzeitigen Bausparens stärker ins Blickfeld. Vorstandsvorsitzender Kaufmann erläutert dazu: „Unsere Beraterinnen und Berater haben unsere Kunden intensiv über frühzeitige
Zinssicherungsstrategie beraten und passgenaue Lösungen für sie entwickelt.“

Internationales Geschäft auf Wachstumskurs

Im fünften Jahr der Zusammenarbeit mit der S-International Baden-Württemberg Nord zeigte sich das Internationale Geschäft sehr dynamisch. „Durch unser gemeinsames Kompetenzzentrum mit mittlerweile fünfzehn weiteren Sparkassen haben wir hier ein sehr
erfahrenes und kompetentes Expertenteam. Unsere Lösungen für das Zins-, Währungs- und Rohstoffmanagement wissen viele unserer mittelständischen Kunden zu schätzen. Das gilt gerade in so volatilen Phasen, wie wir sie in 2022 an den Zins- und Währungsmärkten erlebt haben“, erklärt Kaufmann.

Jahresüberschuss von gut 2 Millionen Euro

Der Jahresüberschuss wird voraussichtlich gut 2 Mio. Euro betragen.

Die Folgen der Zinswende werden auch im Jahr 2023 die Entwicklung der Sparkasse prägen. Dazu Kaufmann: „Unsere Sparkasse ist für das veränderte Zinsumfeld gut aufgestellt. Wir blicken deshalb recht optimistisch nach vorne.“ Und weiter: „Im Sinne unserer Kund:innen hoffen wir, dass sich der zarte konjunkturelle Hoffnungsschimmer verfestigt und auch eine nachhaltige Rückkehr zu wieder deutlich niedrigeren Inflationsraten im Jahresverlauf 2023 gelingt.“ Die Sparkasse Hohenlohekreis beschäftigt derzeit 308 Mitarbeiter:innen.




„Kunst trifft Klima“: Rundgang durch Kunstausstellung

Für den Neujahrsempfang der Stadtverwaltung Künzelsau am 13. Januar 2023 hat Klaus Hub rund 80 seiner Gemälde zum Thema Klimawandel im Rathaus ausgestellt. In seinen Gemälden und Objekten nähert er sich den Themenfeldern Natur, Naturschutz und natürliche Ressourcen auf unterschiedliche Art und Weise. Bis Ende Januar sind die Gemälde noch im Rathausfoyer zu sehen. Am Freitag, 20. Januar bietet Klaus Hub um 16 Uhr dort einen kostenlosen Rundgang durch die Ausstellung an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ein Hohenloher Urgewächs

Klaus Hub wurde 1964 in Künzelsau geboren, ist in Morsbach aufgewachsen und hat hier eine Familie gegründet. Aufgewachsen in einer intakten Natur, beschäftigt sich Klaus Hub seit Jahren mit dem Klimawandel. Mit seinen Bildern möchte er zum Nachdenken anregen und ein Bewusstsein für den Umgang mit unserer Umwelt schaffen.

Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau

Foto Carmen Schniepp, Foto Linke GmbH.




„Das Wetter wird extremer“

Am Freitag, den 13. Januar 2023, lud die Stadt Künzelsau zur Einwohnerversammlung in die Stadthalle in Künzelsau. In diesem Jahr durften die Besucher:innen dem aus dem Fernsehen bekannten Meteorologen Sven Plöger lauschen. Dieser schrieb unter anderem den Spiegel-Bestseller: „Zieht euch warm an. Es wird heiß. Den Klimawandel verstehen und aus der Krise für die Welt von morgen lernen.“

Immer mehr extreme Wettereignisse – eine Laune der Natur? Wohl kaum

Die Coronakrise zieht Plöger bereits in seinem Buch als Vergleich zur Klimakrise hinzu. Doch der Vergleich hinke, da die Coronakrise zeitlich überschaubar war. „Wir haben es beim Klima mit einem fundamentalen Wandel zu tun, dem wir nur durch eine Transformation in vielen Bereichen unserer Gesellschaft erfolgreich begegnen können. So langsam der Klimawandel beginnt, so lange wird er dauern – wohl weit über unser Lebensende und das unserer Kinder hinaus.“ Sprich: Bei der Coronakrise waren mehr Menschen bereit, sofort mitzuwirken, weil die Konsequenzen, wenn sie es nicht taten, auch eventuell sofort da waren (Erkrankung). Beim Klimawandel spüren wir diese Konsequenzen selbst nur, wenn wir etwa extreme Wetterereignisse miterleben. Und selbst dann halten diese Ereignisse viele Menschen immernoch „für eine Laune der Natur“ und nicht für ein menschengemachtes Problem, obwohl alle Studien in den vergangenen Jahrzehnten eindeutig dagegen sprechen.

Doch warum schieben dennoch immernoch viele Menschen diese Verantwortung weit von sich? Plöger: „Weil uns diese Erkenntnis nicht passt, da sie Handeln verlangt, sind wir empfänglich für Aussagen, die uns von der Verantwortung gegenüber der Umwelt befreien.“

„Das Wetter wird extremer“

„Das Wetter wird extremer“, prophezeit Plöger. „Wir fangen gerade erst an, den Luftzug des Klima-Asteroiden zu spüren.“

„Wenn wir einsehen, dass wir durch die zu große Einmischung in weltweite Ökosysteme die Sicherheit unserer Gemeinschaftsgüter und damit viele Bereiche von unserer Gesundheit bis hin zu einem für uns notwendigen Rahmen stabilen Klima gefährden, wächst auch die Bereitschaft, wirtschafts- und sozialpolitische Fehler unseres Systems ernsthaft zu korrigieren.“

Erneuerbare Energien Schlüssel zum Erfolg

Fazit: „Wir müssen mit aller Kraft versuchen, eine Überbelastung des Systems zu vermeiden. Für ihn sind die Erneuerbaren Energien der Schlüssel zum Erfolg, um das Ökosystem nicht überzustrapazieren und aufhören, weiteren Raubbau an der Natur zu betreiben, etwa durch Fracking (Förderung von Öl aus den Tiefen unserer Weltmeere). Das geht nur mi einem weniger anstatt eine mehr an allem. Treibhausemissionen müssen zurückgefahren werden.

Wasserspeichersysteme, um große Dürren durchzustehen

Konkrete Handlungsfolgen sieht Plöger in der Änderung unseres bisherigen Lebens, aber auch in einer Anpassung an extreme Wetterlage durch Warnsysteme, Wasserspeichersysteme, um große Dürren durchzustehen und mehr Grün- und Wasserflächen, um in den Städten im Sommer für erträgliche Temperaturen zu sorgen.