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Nach diesem Mann sucht die Polizei

Anbei veröffentlichen eine aktuelle Pressemitteilung der Polizei Heilbronn.

Da trotz einer großen Suchaktion am vergangenen Mittwochabend in Künzelsau der Vermisste spurlos verschwunden bleibt, sucht die Polizei nun mithilfe eines Fotos nach ihm. Wie bereits berichtet, verließ der 27-Jährige bisherigen Erkenntnissen zufolge Dienstagnachmittag die elterliche Wohnung in der Taläckerallee und wurde seither nicht mehr gesehen. Auf der Fahndungsseite der Polizei Baden-Württemberg wurde nun ein Foto des Vermissten veröffentlicht. Personen, die Hinweise zum Aufenthaltsort des Mannes geben können, sollten sich unter Telefon 07940 940-0 mit der Künzelsauer Polizei in Verbindung setzen.

Weitere aktuelle Polizeimeldungen den Hohenlohekreis betreffend im Überblick:

Neuenstein: Plane aufgeschlitzt. Ohne Beute mussten sich unbekannte Diebe am frühen Freitag rasch aus dem Staub machen, da ihr Treiben entdeckt worden war. Auf der Rastanlage Hohenlohe-Nord entlang der A6 bei Neuenstein legte sich ein Fernfahrer in der Schlafkabine seines Sattelzuges schlafen. Als ihn gegen 2 Uhr seltsame Geräusche aus der Ladefläche des Aufliegers weckten, vermutete er bereits Diebe in seinem Wagen und schaltete das Warnblinklicht ein. Hierdurch wurden die Täter in die Flucht geschlagen und fuhren mit einem PKW davon. Wie sich herausstellte, hatten die Unbekannten die Plane des Sattelaufliegers an mehreren Stellen aufgeschlitzt. An einer Stelle schnitten die Täter sogar ein zirka 50×100 Zentimeter großes Loch heraus, wodurch mindestens einer ins Innere gelangte. Dort schnitten die Diebe einen Karton auf, konnten jedoch nichts mehr entwenden. Vergeblich fahndete die Polizei mit zwei Streifen nach den Tätern. Der angerichtete Sachschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden.

Künzelsau: Mit Fahrrädern zusammengestoßen – Zeugen gesucht. Leichte Verletzungen erlitt eine Radfahrerin bei einem Unfall am Donnerstag in Künzelsau. Die 24-Jährige befuhr gegen 17.20 Uhr mit ihrem Rad die leicht ansteigende Schloßmühlgasse, von den Wertwiesen kommend in Richtung Hauptstraße. Aus der von links einmündenden Straße Sixtenbergele kam ihr eine Radfahrerin mit hohem Tempo entgegen und prallte seitlich gegen das Fahrrad der 24-Jährigen, die dadurch stürzte. Nach einem kurzen Gespräch ließ sich die Radfahrerin im Krankenhaus behandeln. Die Polizei Künzelsau sucht nun Zeugen des Unfalls. Diese mögen sich unter Telefon 07940 940-0 melden.

Künzelsau: Nach Unfall auf und davon. Nach dem Verursacher eines Unfalls mit rund 1.000 Euro Sachschaden am Dienstag in Künzelsau sucht die Polizei. Eine 81-Jährige stellte ihren Renault Clio zwischen 14.30 und 15 Uhr auf dem Parkplatz eines Baumarkts in der Würzburger Straße. Anschließend fuhr sie in die Kappensteige, wo das Fahrzeug bis gegen 17.30 Uhr am rechten Fahrbahnrand geparkt war. An einem der Orte fuhr ein bislang Unbekannter gegen das vordere rechte Fahrzeugeck und richtete Sachschaden an. Ohne sich um die Regulierung zu kümmern, fuhr er im Anschluss weg.

Ähnlich erging es auch einer weiteren Autofahrerin, die ihren Ford Focus am Dienstag, gegen 17 Uhr auf einem Parkplatz gegenüber des Künzelsauer Friedhofs, an der Einmündung der Gaisbacher Straße in die Stettenstraße abstellte. Gegen 19.30 Uhr fuhr sie weg und stellte den PKW in der Sudetenstraße ab, wo sie am Tag darauf gegen 15.30 Uhr einen Schaden am Wagen feststellte. Vermutlich hatte ein anderer Fahrzeuglenker den Ford gestreift und dabei Sachschaden in Höhe von etwa 1.500 Euro verursacht.

Ein weiterer unbekannter Autofahrer verursachte am Dienstag in Niedernhall Sachschaden in Höhe von etwa 1.000 Euro und machte sich danach aus dem Staub, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern. Zwischen 14.30 Uhr und 18 Uhr, hatte eine 47-Jährige ihren weißen Peugeot 308 auf der Burgstallstraße, Höhe Gebäude 28, ab. Gegen 18 Uhr bemerkte sie einen Streifschaden. Offenbar hatte ein LKW oder ähnlich großes Fahrzeug den Peugeot auf der linken Seite gestreift und dadurch Schaden in Höhe von etwa 1.000 Euro angerichtet. Anschließend fuhr der Unbekannte weiter, anstatt den Unfall bei der Polizei zu melden. Zeugen, die zum jeweiligen Fall sachdienliche Hinweise geben können, sollten sich bei der Polizei Künzelsau, Telefon 07940 940-0, melden.

Künzelsau: Unter Drogen und ohne Führerschein Ärger mit der Polizei gab es für zwei junge Männer am Donnerstag in Künzelsau. Zwei Polizeibeamte befanden sich gegen 16.45 Uhr in der Mergentheimer Straße, wo sie einen PKW stoppten und den 24-jährigen Fahrer kontrollierten. Da die Polizisten eindeutige Anzeichen auf Drogenkonsum feststellten, musste der Fahrer die Beamten zum Drogentest begleiten. Da dieser positiv auf Amphetamin sowie Cannabis verlief, musste der 24-Jährige eine Blutprobe abgeben. Seinen PKW musste er stehen lassen. Dies nahm jedoch sein 27-jähriger Beifahrer zum Anlass sich ans Steuer zu setzen und den PKW an das untere Ende einer Bushaltestelle zu fahren, in welcher der Wagen stand. Dies wurde von Zeugen beobachtet, die die Polizisten kurz darauf informierten. Wie sich herausstellte ist der 27-Jährige nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Er muss daher mit einer Anzeige rechnen.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Heilbronn
Telefon: 07131 104-10 13
E-Mail: heilbronn.pp@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/




Schließt sich Künzelsaus‘ Zahnlücke in der Innenstadt endlich?

Laut der Stadtverwaltung Künzelsau gibt es Bewegung hinsichtlich des Quartiers an der Stadtmauer direkt im Herzen von Künzelsau. Schließt sich damit die große Lücke in der Innenstadt der Kreisstadt endlich? Die „Endphase der Kaufvertragsverhandlungen“ seien eingeläutet, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Stadt.

Es gäbe einen Investor, Baupläne und interessierte Mieter für das Quartier An der Stadtmauer. Am 20. Oktober 2017 hat sich Bürgermeister Stefan Neumann mit Christian Neudeck von der Activ-Group Activ-Immobilien GmbH & Co. KG aus Schemmerhofen auf dem Baugrundstück in Künzelsau getroffen (siehe Foto).

So sei der Drogeriemarkt Müller nach wie vor interessiert an einer sehr großen Fläche. Rund 1.700 Quadratmeter Verkaufsfläche sind für ihn im Erdgeschoss des neuen Gebäudes eingeplant. Eine Gesundheitskasse würde sich gerne erweitern und Räume für eine Rückenschule und ein Kochstudio anmieten. Auch über den Einzug des Notariats Künzelsau in den Neubau wird aktuell verhandelt. In den obersten Geschossen werden 12 bis 15 „hochwertige Eigentumswohnungen“ entstehen. „Das Quartier liegt sehr zentral. Der Drogeriemarkt ist ein starker Frequenzbringer, von dem die gesamte Innenstadt profitieren wird“, so Bürgermeister Stefan Neumann. Vorgesehen ist eine Tiefgarage, deren an die einhundert Stellplätze den Mietern und einem Hotel zur Verfügung stehen. Hinzu kommen weitere 30 oberirdische Stellplätze, die von Kunden  genutzt werden können.

„Nachdem wir uns nun auch schon einige Jahre immer wieder mit dem Areal beschäftigt haben, freuen wir uns ungemein, dass wir im April den Zuschlag für dieses tolle Projekt erhalten haben“, so Christian Neudeck, Projektentwickler bei der Activ-Group. „Wir werden alles daran setzen, um dem Ansprüchen der Nutzer und den Anforderungen des Städtebaus in dieser spannenden Innenstadtlage gerecht zu werden.“

Die Activ-Group sieht eine gastronomische Nutzung der denkmalgeschützten „Villa Schwab“ vor. Das Gebäude grenzt direkt an die Lücke an (siehe Foto). Das sei laut Stadtverwaltung auch der Wunsch des Gemeinderates. Die Stadtverwaltung Künzelsau und Activ-Group habe die letzten Monate genutzt, um sich mit dem Denkmalamt über eine vernünftige Nutzung des Gebäudes und des Platzes davor abzustimmen. „Damit erreichen wir zwei Dinge: Die Künzelsauer Gastronomie wird mit einem besonderen Gebäude bereichert und der freie Platz auf dem Areal wird belebt“, erklärt Bürgermeister Stefan Neumann.

Der neue gegründete Gestaltungsbeirat der Stadt hat im September 2017 Anregungen zur Gestaltung gemacht, die nun in die Planung einfließen und im Dezember erneut dort beraten werden. Ende des Jahres oder Anfang 2018, geht es nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung, kann der Kaufvertrag für das Baugrundstück mit der Activ-Group abgeschlossen werden. Der Bauantrag soll ebenfalls Anfang des Jahres vorliegen. „Dann“, so Bürgermeister Neumann, „können wir die Pläne der Öffentlichkeit vorstellen und im ersten oder zweiten Quartal 2018 den Spatenstich organisieren.“

Fotos // Stadtverwaltung Künzelsau

Rückblick (Daten basieren auf der Stadtverwaltung Künzelsau):

2007 bis 2009 Erwerb des Areals in Teilstücken.
2008

bis 2009

·  Durch das Urteil des OLG Düsseldorf im Jahr 2007 herrscht Unsicherheit über eine mögliche europaweite Ausschreibungspflicht (ob; Art und Weise)

·  Nutzungs- und Bebauungskonzept des Architekturbüros ARP in zwei Varianten

· Studie des Ingenieurbüros Balling, die untersucht, von wo und wie eine Zufahrt zur Tiefgarage möglich ist. Ergebnis: Erschließung kann von der Hauptverkehrsstraße Konsul-Uebele-Straße aus erfolgen.

2010 ·  Activ-Group bekundet Interesse am Quartier An der Stadtmauer.

· Gemeinderat überzeugt sich von der Leistungsfähigkeit, unter anderem mit einer Besichtigungsfahrt zu verschiedenen Referenzobjekten, und bekundet Interesse an weiterer Zusammenarbeit mit ACTIV-GROUP. Das Bauvorhaben bis zur Baugenehmigung soll von der Stadtverwaltung forciert werden.

· Gemeinderat gibt grünes Licht für Bauvoranfrage auf der Grundlage eines Entwurfs für die Bebauung des Quartiers An der Stadtmauer des Architekturbüros ARP (Zwei-geschossige Bebauung zur Einzelhandelsnutzung und öffentliche mehrgeschossige Tiefgarage).

· Im Zuge einer Bauvoranfrage wurden Zufahrtsmöglichkeiten zur Tiefgarage vom Landratsamt Hohenlohekreis und Regierungspräsidium Stuttgart abgelehnt.

· Aufbauend auf die Studie von 2008 wurde beim Büro Balling eine weitere Studie für die 2008 favorisierte Tiefgaragenzufahrt in Auftrag gegeben. Darauf erfolgte der Umbau der Kreuzung Konsul-Uebele-Straße/Oberamteistraße (bis heute sichtbar)

2011 Europaweite Ausschreibung und deren Aufhebung aufgrund fehlender Angebote. Eine europaweite Ausschreibung war erforderlich, weil eine öffentliche Tiefgarage angedacht war.
2012 ·  Vorstellung von zwei Bewerbern (Aktiv-Development GmbH & Co.KG und Ten Brinke Bertram Projektentwicklung GmbH),

· Gemeinderats-Beschluss über Verhandlungen mit Investor Ten Brinke.

2013 Im ersten Halbjahr Überlegungen zu einer städtischen Bibliothek im Areal und im zweiten Halbjahr Bekanntgabe, dass diese aufgrund der finanziellen Situation nicht finanzierbar ist. Investor Ten Brinke plant deshalb um.
2014 Kaufvertrag mit Investor Ten Brinke im April, der im September mitteilt, dass eine zweigeschossige Tiefgarage nicht finanzierbar ist.
2015 · Stadt tritt vom Kaufvertrag aufgrund nicht erfüllter Bedingungen zurück.

· Im Sommer Abbruch des Areals durch die Stadt. · Erneute Ausschreibung des Investorenauswahlverfahrens mit geänderten Rahmenbedingungen.

· Gemeinderatsbeschluss über Verhandlungen mit der Firma Stauch, Kupferzell.

2016 Vereinbarung zum Erwerb des Areals mit der Firma Stauch und weiterführende Verhandlungen, mit dem Ziel im Herbst eine genehmigungsfähige Planung vorzustellen.
2017 · Im Januar ist die Firma Stauch von der geschlossenen Vereinbarung zum Erwerb zurückgetreten. Zuvor wurden Fristverlängerungen für die Abgabe eines Nutzungskonzeptes vom Gemeinderat gewährt.

· Gespräche mit verschiedenen Investoren auf der Grundlage einer kleinen Ausschreibung.

· Der Gemeinderat entscheidet sich aufgrund der Konzeption für ACTIV-GROUP und ermächtigt die Stadtverwaltung mit der ACTIV-GROUP zu verhandeln.

· Ende September Einbringung der Planung in den neu gebildeten Gestaltungsbeirat.

· Vorstellung der endgültigen Planungen und Abschluss des Kaufvertrags sind geplant für Ende 2017, Anfang 2018.

 




Mitarbeiterin verklagt Hohenloher Krankenhaus

„Und wo liegt das eigentliche Problem?“, fragt Richter Michael Schanz trocken in die Runde beim Gütetermin im Saal sechs des Arbeitsgerichts Heilbronn am Dienstag, den 12. September 2017 um 11.30 Uhr.

Corinna Moisel, Führungsassistentin bei der Hohenloher Krankenhaus GmbH (HK), hatte gegen ihren Arbeitgeber gegen zwei Abmahnungen geklagt, die sie innerhalb kürzester Zeit hintereinander bekommen hatte. In einer Abmahnung beklagte die HK, dass Moisel sich nicht schnell genug krank gemeldet habe. Moisel begründete dies damit, dass sie Urlaub hatte und während ihres Urlaubes krank wurde. Zunächst habe sie gedacht, bis ihr Urlaub vorbei ist, werde sie wieder gesund sein. Doch bereits am nächsten Tag sei eine deutliche Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes eingetreten, so dass sie zum Arzt ging. Dieser wiederum schrieb sie rückwirkend für den Vortag krank. Moisel reichte die Krankmeldung umgehend ein. Die HK bemängelte, dass Moisel sich damit erst einen Tag zu spät krank gemeldet habe.

Richter Schanz runzelte die Stirn: „Einen richtigen Verstoß sehe ich nicht.“ Die Arbeitnehmerin habe „ohne schuldhaftes Zögern“ gehandelt. Er schlägt daher zur gütlichen Einigung vor, die Abmahnung zum 30. November 2017 wieder aus der Personalakte zu entfernen.

Die zweite Abmahnung erhielt Moisel nach einem Gespräch mit dem stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden der HK – selbst nicht anwesend beim Gütetermin. Dieser habe erklärt, so der HK-Anwalt, dass Moisel ihn darauf hingewiesen habe, dass ein Arzt aus Krautheim und Kreistagsmitglied, in einer Gemeinderatssitzung gesagt habe, dass er keine Patienten mehr ins Krankenhaus Künzelsau einweise, da es dort keine Notfallambulanz mehr gäbe. „Es werden Gerüchte mit falschen Tatsachen verbreitet. Das ist ein Stück weit Stimmungsmache“, begründet HK-Anwalt Reinhard Möller die Abmahnung. Eine Abmahnung als Antwort „ist doch das, was ein fürsorglicher Arbeitgeber tun müsse“, erklärte er.

Moisel hingegen bestritt, dies so gesagt zu haben. Sie habe ausdrücklich zu dem stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden gesagt, dass sie über Dritte gehört habe, dass der Arzt dies gesagt habe. Sie habe keine falschen Tatsachen verbreitet. Im Gegenteil. Sie wollte verhindern, dass falsche verbreitet werden, betonte sie. Daher habe sie den stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden gebeten, dem Arzt auszurichten, er könne weiterhin seine Patienten ins Künzelsauer Krankenhaus überweisen, „denn die Notaufnahme ist an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden gewährleistet“.

Die HK, so Anwalt Reinhard Möller, hätte sich gewünscht, dass sich Moisel mit derartigen Dingen direkt an die Geschäftsführung wende. Bevor man gleich abmahne, hätte man dies ja in einem Gespräch klären können, warf der Anwalt von Corinna Moisel, Prof. Dr. Detlef Langbein, ein. Zudem sei Moisel, legte HK-Anwalt Möller nach, für derartige Dinge nicht zuständig. „Was gehört denn als Führungsassistentin zu ihren Aufgaben?“, fragt Richter Schanz HK-Anwalt Möller. Dieser weiß darauf keine Antwort.

Man einigt sich auch in diesem Fall. Auch die zweite Abmahnung wird aus der Personalakte entfernt – und zwar zum 30. Juni 2018.

„Meine Mandantin ist mit dem Ausgang der Güteverhandlung sehr zufrieden“, sagt Anwalt Langbein gegenüber GSCHWÄTZ.

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So zerstört man Vertrauen.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann

Wozu gibt es einen Betriebsrat? Sicher nicht, um in Mitarbeitern Ängste zu schüren, nach Gesprächen mit ihm eine Abmahnung zu kassieren. Ein Betriebsrat soll eine Vertrauensperson sein. Im HK ist dies nicht mehr der Fall. Viel Unterstützung erfuhr Corinna Moisel von den Mitarbeitern der HK wegen ihrer Klage. Diese betonten, wie sehr sich Moisel für das HK einsetzt. Dass die HK ihr nun den Vorwurf gemacht hat, rufschädigend dem Krankenhaus gegenüber zu agieren, ist geradezu lächerlich. Hier müsste sich eher die obere Managementebene an die Nase fasssen, die wegen ihres internen Verhaltens von zahlreichen Mitarbeitern in der Kritik steht. Allein die auf derart wackligen Füßen stehendne Abmahnungen sprechen für sich.




„Wir sind auf dem richtigen Weg“

Dietmar Axt, Geschäftsführer von Mustang Jeans in Künzelsau, hat unsere Fragen zur Neuausrichtung von Mustang beantwortet.

„Wir sind froh“, sagt Dietmar Axt, Chef von Mustang Jeans in Künzelsau auf die Anfrage von GSCHWÄTZ, „dass Roland Berger objektiv bestätigen konnte, dass wir heute bereits auf dem richtigen Weg sind, Mustang in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.“ Welche Maßnahmen wurden dabei ergriffen? In seinem Antwortschreiben an unsere Redaktion GSCHWÄTZ spricht Axt von einer neuen „Systemlandschaft für eine zeitgemäße Multichannel-Struktur“, von einer „Verschlankung des Lieferantenportfolio“, von einer „Optimierung des Kollektionskonzepts“ und „nachhaltigen Partnerschaften im Wholesale“.

Zurück zur Jeans

Übersetzt heißt das: Es gibt nun ein besseres IT- und EDV-System. Warenwirtschaft, Kassensystem, Kommunikation mit Lieferanten, Finanbuchhaltungssystem – alles soll in Zukunft besser aufeinander abgestimmt werdem und, da wo es Sinn macht, miteinander vernetzt sein. Beispiel Warenwirtschaft. So sollen die betreffenden Mitarbeiter stets am Computer nachvollziehen können, in welchem Produktionsstatus sich beispielsweise eine Jeans befindet.
Ist der Prototyp gerade noch in der Mache oder begutachtet ihn bereits der Designer, um letzte Änderungen wie etwa andere Knöpfe anzuweisen?

Zurück zu den Wurzeln, heißt nun das Prinzip von Mustang, weg von Lizenzgeschäften wie beispielsweise Bogner und zurück zum Kerngeschäft: der Jeans. Oder auch Denim, wenn man die Oberteile und Jeansjacken mit hineinnimmt. Von Bogner hat man sich im Januar 2017 in gegenseitigem Einvernehmen getrennt.

Dietmar Axt, Geschäftsführer von Mustang. Quelle: Mustang

„Neue Arbeitsplätze geschaffen, nicht abgebaut“

Auch von manchen Lieferanten hat sich Mustang verabschiedet und setzt dabei lieber auf weniger und bessere Zulieferer. Begriffe wie Menschenrechte, Nachhaltigkeit, Kinderarbeit fallen. Aber wie werden die Lieferanten geprüft? Die Produzenten werden zertifiziert nach ihren Produktionsbedingungen, heißt es.
Die Denim-Lieferanten kommen derzeit zu 70 Prozent aus Europa, Türkei und Tunesien.
Welche Rolle spielt Roland Berger bei diesen ganzen Veränderungen? Mustang habe die Maßnahmen selbst in Angriff genommen, Roland Berger stand beratend und bewertend zur Seite, heißt es.
Die wichtigste Aussage bei dem Veränderungsprozess aber lautet: Laut Dietmar Axt wurden „neue Arbeitsplätze geschaffen – nicht abgebaut“.