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„Absoluter Schwachsinn“: Diesel-Debatte am Neuwagenmarkt in Künzelsau

Der Dieselmotor hat‘s nicht leicht. Aus dem Windschatten des Abgasskandals auf das mediale und politische Silbertablett befördert, sieht er sich einer Debatte ausgesetzt, die von Lobbygruppen befeuert und von der Politik instrumentalisiert wird. Begriffe wie Feinstaub, Stickoxide und CO² werden dem deutschen Autofahrer um die Ohren gehauen und in Fernsehtalkshows sagen diverse Politiker, dass der Diesel weg muss. Einst eine gefeierte deutsche Erfindung und Technologie der 1970er und 80er Jahre, jetzt verteufelt und geächtet. Videoreporter Dr. Felix Kribus hat sich auf den Künzelsauer Automarkt am 13. und 14. Oktober 2018 begeben und die Hohenloher nebst Autoverkäufern nach ihrer Meinung zum Thema Diesel im Allgemeinen, Fahrverbote im Speziellen und nach Feinstaub gefragt.

Verkäufer Oliver Schöne stellt fest, dass die Verbraucher verunsicherter sind. Foto: GSCHWÄTZ

„Es wird jeden Tag eine andere Sau durch’s Dorf getrieben“, sagt Dominik Schehak vom Mercedes-Benz-Autohaus Künzelsau: „Beim Diesel sprechen wir über das Thema Feinstaubbelastung. Wenn wir nun alle Diesel gegen Benziner tauschen würden, sprechen wir über das Thema CO2-Ausstoß.“ Persönlich ist er der Meinung, dass die Diesel-Debatte „sehr politisch engagiert“ und ein „Feldzug gegen den Diesel“ ist. Ähnlich äussert sich sein Kollege Lutz Herterich vom Autohaus Koch: „Wir haben eine äusserst saubere Technologie – sauberer als der Otto-Motor. Die Grenzwerte beim Diesel sind niedriger, als bei jedem Laserdrucker im Büro.“

Alternativen zum Diesel gibt es laut Verkäufer Schehak keine. Denn Kunden, die im Jahr 30.000 oder mehr Kilometer jährlich zurücklegen, seien auf einen Diesel angewiesen. Alles andere sei unwirtschaftlich. Oliver Schöne vom Automobilforum AHS in Ingelfingen stimmt zu und ergänzt: „Ganz extrem ist geworden, dass  die Menschen nicht mehr nach dem schauen, was sie brauchen, sondern darauf hören, was die Politik sagt.“ Es sei eben einfach so: Wenn jemand 30.000 Kilometer im Jahr fährt oder noch mehr, lohne sich in der Regel kein Benziner.

„Die Zeiten ändern sich, man muss sich anpassen“

Die Verbraucher haben ganz unterschiedliche Ansichten zur Diesel-Debatte.

Dieter Ehrenfried fährt seit acht Jahren seinen Diesel „aus Überzeugung“. Er fährt jeden Tag 25 Kilometer zur Arbeit. Der Kauf habe sich damals gerechnet.

Das nächste Auto von Ulrich Schübel aus Heilbronn wird ein Benziner. Foto: GSCHWÄTZ

Klaus Bauer aus Krautheim setzt auf die Zukunft des Diesels. Foto: GSCHWÄTZ

Bei Ulrich Schübel aus Heilbronn soll das nächste Auto, das er kauft, ein Benziner werden. Er ist zwar in der Landwirtschaft mit vielen Dieselmotoren um ihn herum groß geworden, wie er berichtet. Aber da er demnächst in Ruhestand gehe und voraussichtlich dann weniger fahren werde, mache ein Diesel keinen Sinn. Er habe zudem bislang immer „gute Erfahrungen“ mit Benzinern gemacht.

Kurt Wolf aus Pfedelbach: Für ihn kommt weder noch in Frage. Er sieht die Zukunft in Elektroautos: „Die Zeiten ändern sich. Da muss man sich anpassen.“

Klaus Bauer aus Krautheim möchte weiterhin dem Diesel treu bleiben, „weil der Verbrauch günstiger ist“ und er den Diesel auch in Zukunft noch gut aufgestellt sieht. Die Dieselhersteller würden ja nach wie vor viel Geld und Know-How in ihre Entwicklungsarbeit stecken.

Fahrverbote: „Absoluter Schwachsinn“

Zum Thema Fahrverbote sind sich die befragten Verbraucher einig.

Schübel: „Global betrachtet macht das keinen Sinn. Ich halte das für absoluten Schwachsinn.“

Auch Wolf findet es problematisch, „von heute auf morgen Fahrverbote auszusprechen.“

Heinrich Friedrich aus Weissbach findet sie „schlecht“. Denn „als Privatmann muss man umrüsten oder einen neuen Wagen kaufen.“ Das alles ziele doch nur darauf ab, die Wirtschaft anzukurbeln.

Dieter Ehrenfried aus Kupferzell fährt seinen Diesel aus Überzeugung. Foto: GSCHWÄTZ

Klaus Bauer aus Krautheim ist sich sicher: „Die Fahrverbote werden sich wahrscheinlich nicht sehr lange halten. Aber für uns auf dem Land, ist das kein größeres Problem. Wenn wir mal vom Land in größere Städte müssen, können wir auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen.“

Heinz Burkhardt aus Künsbach ist der Meinung, dass „dann das Verbot auch für Lkws gelten müsste. Und dann sind die Städte tot. Das ist die andere Seite.“ Auch der Flugverkehr müsste dann seiner Meinung nach gestrichen werden, denn „die machen mit Sicherheit mehr kaputt“.

Verkäufer und Verbraucher monieren: Hochseedampfer und Flugzeuge dürfen auch weiter unterwegs sein

Martin Hagelloch vom Opel-Autohaus Künzelsau-Schwäbisch Hall gibt zu Bedenken: „Wenn ich zum Beispiel an Hamburg denke, wo teils komplette Straßenzüge gesperrt sind und parallel dazu habe ich Hochseedampfer, die mit Schweröl unterwegs sind, da frage ich mich dann schon, wo die Feinstaubbelastung in Hamburg eigentlich herkommt.“

Schlechterer Abverkauf des Diesel?

Verkauft sich der Diesel nun angesichts der Fahrverbote schlechter, wollten wir von den  Verkäufern der umliegenden Autohäuser wissen. Hier gehen die Meinungen etwas auseinander. Im Großen und Ganzen lässt sich aber sagen, dass sich Privatkunden mehr von der politischen Debatte beeinflussen lassen als Firmenkunden. Dominik Schehak vom Mercedes-Benz-Autohaus Künzelsau sagt, der Abverkauf sei bei ihnen „unverändert, da „wir sehr viele Gewerbekunden haben, die sehr viel unterwegs sind“. Zwischen 85 und 90 Prozent der verkauften Autos bewegt sich nach wie vor im Dieselbereich. Lutz Herterich vom Autohaus Koch: Von zehn Autos sind vier noch Diesel und sechs Benziner. „Privatkunden haben schon immer mehr Benzinmotoren gekauft.“

Martin Hagelloch vom Opel-Autohaus Künzelsau-Schwäbisch Hall: „Im Privatkundenbereich ist der Diesel sicherlich etwas weniger gefragt.“ Aber generell gelte es in erster Linie abzuklären: Was brauche der Kunde und wenn er viel fährt, lohne sich nach wie vor der Diesel, „weil es die sinnvollere Variante ist“.

Preisverfall des Diesel

Die Verkäufer versichern, dass die Kunden nun nicht befürchten müssten, dass sie nun viel weniger Geld für ihren Diesel bekommen, wenn sie ihn verkaufen.

Verkäufer Herterich vom Autohaus Koch: „Es gibt wegen der Diesel-Debatte und der Fahrverbote nun „keine pauschalen Abwertungen des Diesel“, in Form dass  Dieselfahrer bei einem Verkauf nun sehr viel weniger Geld bekämen. Allerdings gäbe es leichte Preisverluste wegen des mittlerweile in die Jahre gekommenen Euro-5-Diesels. Wäre kein Abgas-/Dieselskandal gekommen, wäre die Entwicklung aber ähnlich gewesen.“ Verkäufer-Kollege Oliver Schöne vom Automobilforum AHS in Ingelfingen: „zwischen 10 und 20 Prozent Abschlag“ seien schon möglich, wobei „da auch noch ganz viele andere Faktoren mit hineinspielen.“

Schehak: „Es wäre schön, wenn das Ganze nicht nur auf die deutsche Automobilindustrie abgewälzt werden würde“

Für die Zukunft fordern die Autoverkäufer von der Politik, keine ständigen Änderungen und dass man sich auch noch auf andere Aspekte konzentriere, um die schlechte Luft zu verbessern:

Verkäufer Herterich: „Würden wir die Gelder und die Mühe in die Infrastruktur investieren, um einen flüssigeren Verkehr hinzubekommen, könnten wir viel mehr Abgase reduzieren.“

Verkäufer Schöne: „Für uns als Verkäufer ist es schwierig, den Kunden zu sagen: Kauft jetzt ein Auto. Weil man ganz genau weiß, dass man den Menschen nichts versprechen kann. Man weiß nicht, was in fünf Jahren ist oder ob die Politik in drei Jahren meint, auf die Benziner losgehen zu müssen.“

Verkäufer Schehak: „Die Verunsicherung bei den Verbrauchern ist spürbar. Die Informationspolitik könnte durchaus besser sein.“ Es müsste klare Regeln geben, die für alle gelten. Und nicht, dass morgen jemand ins Horn blässt und den Rückwärtsgang bei allen bislang getroffenen Entscheidungen einlege und es dann womöglich auch die Euro-6-Fahrzeuge an den Kragen gehe. Auch die Hersteller müssten in die Pflicht genommen werden. Aber es wäre schön, wenn das Ganze nicht nur auf die deutsche Automobilindustrie abgewälzt werden würde.

Privatpersonen reagieren eher auf den Dieselskandal als Firmenkunden. Foto: GSCHWÄTZ

Keiner weiss, ob es in fünf Jahren nicht dem Benziner an den Kragen geht. Foto: GSCHWÄTZ

Der Neuwagenmarkt in Künzelsau am 13. und 14. Oktober 2018 war gut besucht. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 

 




Elisabeth S. flüchtete ans Kocherufer – 33 Zeugen geladen, 9 Verhandlungstage angesetzt

33 Zeugen sind bei der Verhandlung geladen, die sich um den Tod des Siebenjährigen aus Künzelsau im Frühjahr diesen Jahres dreht. Hauptverdächtige ist diePflege-Oma des Jungen, Elisabeth S. aus Künzelsau. Ihr wird zur Last gelegt, den Jungen erwürgt zu haben. „Der Angeklagten liegt zur Last, sie habe in Künzelsau am 27. April 2018, abends nach 19:44 Uhr, den 2010 geborenen Geschädigten erwürgt. Bei der Tathandlung habe sie seinen Tod billigend in Kauf genommen. Die Leiche des Kindes habe sie in einer Badewanne voller Wasser abgelegt. Nach der Tat habe sie sich im Bereich des Kocherufers bis zum Abend des Folgetages verborgen gehalten. Bei der Rückkehr in ihre Wohnung um 21:30 Uhr am 28. April 2018 wurde die Angeklagte festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft“, heißt es in der Klageschrift. Prozessauftakt ist am Dienstag, den 27. November 2018. Darüberhinaus sind acht weitere Verhandlungstermine, bis 30. Januar 2018,  angesetzt. Die Kammer des Landgerichtes Heilbronn hat die Angeklagte, ihre Verteidigerin, die Nebenkläger, deren anwaltlichen Vertreter, 33 Zeugen und drei Sachverständige geladen.

Friedhof in Künzelsau. Bei der Trauerfeier für den Jungen war die Polizei vor Ort. Foto: GSCHWÄTZ




Erster Advent am Schloß in Künzelsau

Am Mittwoch, den 5. Dezember 2018, 19 Uhr, wird der Künzelsauer „Advent am Schloß“ von Bürgermeister Stefan Neumann auf dem Schloßplatz beim Hotel-Restaurant Anne-Sophie eröffnet. An fünf Tagen, bis in das zweite Adventswochenende hinein, wird die Vorweihnachtszeit gefeiert.

In den vergangenen drei Jahren wurde in Künzelsau die Waldweihnacht vom ersten bis zum zweiten Adventswochenende gefeiert. Das Veranstaltungskonzept, unter der Woche zum After-Work mit Glühwein undweihnachtlichen Speisen einzuladen, kam laut der Stadtverwaltung gut an. Für dieses Jahr hat die Stadtverwaltung Künzelsau das bisherige Konzept überarbeitet und das Ergebnis sind ein Ortswechsel auf den Schloßplatz und den Innenhof des Schloßgymnasiums, eine Verkürzung der Marktzeit und ein deutlicher Ausbau des Kunsthandwerkermarktes am Wochenende mit zahlreichen Kunsthandwerkern.

Ausbau des Kunsthandwerkermarktes und After-Work

Gemeinsam mit den Standbetreibern ist es gelungen, das Konzept weiter auszubauen und in verschiedenen Bereichen zu erneuern. Am zweiten Adventswochenende wird es einen großen Kunsthandwerkermarkt geben, der auf dem Vorhof des Schloßgymnasiums seinen Platz findet. Dieser findet am Samstag, 8. Dezember 2018, und Sonntag, 9. Dezember 2018, jeweils von 11 Uhr statt. Es haben sich laut der Stadt zahlreiche Kunsthandwerker mit unterschiedlichen Angeboten an selbstgemachten, kreativen und weihnachtlichen Produkten angemeldet. An den drei Tagen unter der Woche wird täglich ab 16 Uhr im After Work-Charakter auf dem Schloßplatz gefeiert. „Die Standbetreiber sind erneut aufgefordert, ihrem Ideenreichtum freien Lauf zu lassen und kreative Weihnachtsgetränke und -speisen anzubieten“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. „Die Rückmeldungen lassen erkennen, dass sich die Besucher auf jede Menge weihnachtliche Köstlichkeiten freuen dürfen.“

Täglich wechselndes Bühnenprogramm

Täglich gibt es ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm, gestaltet unter anderem von Kindergärten, Chören und Bands.
Ergänzend dazu werden am zweiten Adventswochenende Aktionen für die Kleinen angeboten. auch die Künzelsauer Einzelhändler sind wieder dabei: Die Werbegemeinschaft veranstaltet am Freitag, den 7. Dezember 2018, ihr traditionelles Christmas-Shopping in der Innenstadt. An diesem Tag haben teilnehmende Geschäfte bis 21 Uhr geöffnet.

Öffnungszeiten:

Mittwoch, 5. Dezember2018, und Donnerstag, 6. Dezember 2018: 16 Uhr bis 21 Uhr

Freitag, 7. Dezember: 16 Uhr bis 22 Uhr

Samstag, 8. Dezember: 11 Uhr bis 22 Uhr

Sonntag, 9. Dezember: 11 Uhr bis 21 Uhr

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Es lebe der Sport – Eindrücke vom ersten Workout Festival in Künzelsau

Vorbei sind die Zeiten, als wir bei den Bundesjugendspielen eine Urkunde mit Gold- oder Silbersiegeloptik bekamen. Die Hohenloher Jugend orientiert sich heute eher an Reinhard Fendrichs Lied: „Es lebe der Sport, er ist gesund und macht uns hart“. Und mit dieser Idee haben Dennis Göller und Freundin Lea Richter das erste Workoutfestival, früher sagte man mal „Leibesertüchtigung“, auf dem Sportgelände Prübling in Künzelsau ausgerichtet. Gekommen sind nach eigenen Angaben etwa 500 Jugendliche und Erwachsene, um bei strahlendem Sonnenschein und kühlem Wind auf dem Künzelsauer Sportplatzgelände den Alabasterkörper zu entwickeln, ihn zu pflegen und Endorphine auszuschütten. Gemeinsam macht Sport ja nochmal so viel Spaß. Videojournalist Felix Kribus hechelte den Besuchern und Sportlern mit seiner nicht ganz leichten Kameraausrüstung hinterher, frei nach dem Motto: Nur eine verbrannte Kalorie ist eine gute Kalorie.

Die Besucher konnten unterschiedliche Workouts testen. Foto: GSCHWÄTZ

Auch verschiedene Sportgeräte standen zum Testen bereit. Foto: GSCHWÄTZ

Die Veranstalter, Lea Richter und Dennis Göller, sind zufrieden. Foto: GSCHWÄTZ




Vorerst keine Kunsteislaufbahn in Künzelsau

Seit der letzten Gemeinderatssitzung am 18. September 2018 ist klar: Die Künzelsauer werden vorerst auf eine Kunsteislaufbahn verzichten müssen. Bürgermeister Stefan Neumann hat den Beschlussantrag der Stadtverwaltung im Lauf der Beratung zurückgezogen. Im Gemeinderat wurden die Kosten durchaus kritisch gesehen und der Bedarf hinterfragt.

Neue Weihnachtsbeleuchtung

Dennoch winkte der Gemeinderat in dieser Sitzung über 1,6 Millionen Euro durch.

Anbei veröffentlichen wir Auszüge aus der Pressemitteilung der Stadt Künzelsau zu den Investitionen:

Mit 17 Tagesordnungspunkten hat sich der Gemeinderat der Stadt Künzelsau in seiner letzten Sitzung am 18. September 2018 befasst. Zu Beginn gibt Bürgermeister Stefan Neumann bekannt, dass der Gemeinderat in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 24. Juli 2018 Einzelmaßnahmen einer Konzeption für eine neue Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt zugestimmt hat. Auch den außerplanmäßigen Ausgaben dafür und der Deckung über die Haushaltstelle für energetische Sanierung in der Gesamtstadt hat der Gemeinderat zugestimmt.

Die siebte Hohenloher Wirtschaftsmesse findet von 20. bis 22. September 2019 statt.

Die Stadträte haben nach teils ausführlicher Diskussion Beschlüsse gefasst, die mehr als 1,6 Millionen Euro Investitionen beinhalten.

Solarpark Falkenhof
Mit fünf Gegenstimmen hat der Gemeinderat gemäß § 2 Abs. 1 i.V.m. § 12 Baugesetzbuch (BauGB) beschlossen, für das geplante Sondergebiet „Solarpark Falkenhof“ einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen. Der räumliche Geltungsbereich liegt innerhalb der Gemarkung Laßbach

Einbau Abgasabsaugung Feuerwache
Der Gemeinderat hat die Stadtverwaltung mit einstimmigem Beschluss ermächtigt, den Einbau einer Abgasabsauganlage in die Feuerwache Künzelsau, an die Firma Hertweck aus Niedernhall, zum Angebotspreis von 101.636,20 Euro, zu vergeben.

Jahresrechnung und Jahresabschluss
Die Jahresrechnung 2017 der Stadt Künzelsau hat der Gemeinderat einstimmig festgestellt, mit einem Volumen im Verwaltungshaushalt von 55.262.571,71 Euro und von 25.542.532,90 Euro im Vermögenshaushalt. Den über- und außerplanmäßigen Ausgaben und den Haushaltseinnahme- und -ausgaberesten hat das Gremium zugestimmt.
Mit vier Gegenstimmen wird der Jahresabschluss der KünWerke 2017 festgestellt. Der Erfolgsplan hat ein Volumen von 9.304.280,55 Euro, der Vermögensplan von 11.351.369,16 Euro. Die Bilanzsumme beträgt 67.532.358,55 Euro. Der Bilanzgewinn wird auf die neue Rechnung vorgetragen und die Werkleitung entlastet, so der Beschluss.

Stadtfest 2019
Der Termin für das Stadtfest 2019 wird auf 12. bis 14. Juli 2019 festgelegt, so der Beschluss, der mit zwei Enthaltungen gefasst wird. Die entsprechenden Haushaltsmittel werden mit 130.000 Euro zuzüglich 20.000 Euro Bauhofkosten bereitgestellt. Weiter ermächtigt der Gemeinderat die Stadtverwaltung, erste Verträge mit zugkräftigen Bands und Kapellen abzuschließen. Die Abgabe oder der Verkauf von Branntwein, branntweinhaltigen Getränken und Spirituosen wird nicht gestattet.

 

Drachenbrunnensee
Mit einstimmigem Beschluss, beauftragt der Gemeinderat die Firma FF-Bau Stephan Leutert e. K. aus Schwäbisch Hall mit den Tiefbauarbeiten für die Sanierung Drachenbrunnensee zu einem Bruttoangebotspreis von 318.418,81 Euro. Die Sanierungsarbeiten am Drachenbrunnensee in Kemmeten, der als Löschwasserteich dient, sollen noch im Herbst/Winter 2018/2019 durchgeführt werden.

Kläranlage Künzelsau
Der Gemeinderat beauftragt per einstimmigen Beschluss die Firma Raible & Gräßle GmbH aus Heilbronn mit den Arbeiten für die Maschinen- und Elektrotechnik auf der Kläranlage Künzelsau zu einem Bruttoangebotspreis von 443.952,48 Euro.

Neubau von Bachbrücken bei Amrichshausen und Haag
Drei kleine Bachbrücken werden durch neue Verrohrungen ersetzt. Mit den Tiefbauarbeiten hat der Gemeinderat die Firma Schwarz-Bau GmbH aus Stachenhausen zu einem Bruttoangebotspreis von 218.762,23 Euro beauftragt. Der Beschluss war einstimmig. Ersetzt werden zwei kleine Brücken über den Ohrenbach nördlich von Amrichshausen und eine kleine Brücke über den Künsbach im Verlauf des Radweges nordöstlich von Haag. Sie wurden alle drei bei der vorgeschriebenen turnusgemäßen Prüfung durch einen
Gutachter, in diesem Fall vom Ingenieurbüro Krop, beanstandet.

Trinkwasserhochbehälter Weckrain
Einstimmig ist auch der Beschluss, mit dem der Gemeinderat die Firma Hans Scholl GmbH aus Gemmrigheim mit den Leistungen Putz-, Dämm-, und Malerarbeiten für die Erneuerung des Trinkwasserhochbehälters Weckrain II in Künzelsau, zweiter Bauabschnitt zu einem Bruttoangebotspreis von 64.575,95 Euro beauftragt. Weiter beauftragt der Gemeinderat die Firma Keller Industriemontagen GmbH aus Durmersheim mit den Leistungen Verfahrenstechnik, Rohrverlege- und Schlosserarbeiten zu einem Bruttoangebotspreis von 119.729,64 €. Die Firma Gross ELAN GmbH aus Filderstadt wird mit der Leistung Elektrotechnik zu einem Bruttoangebotspreis von 84.363,40 beauftragt. Der Gemeinderat stimmt der außerplanmäßigen Verpflichtungsermächtigung über 400.000 Euro zu.
Der erste Bauabschnitt der Sanierung des Hochbehälters Weckrain II konnte beendet und bereits abgerechnet werden. 224.296,96 Euro wurden bisher investiert. Die gesamten Sanierungsarbeiten sollen bis Mitte 2019 abgeschlossen werden. Rund 1,356 Millionen Euro wird die Gesamtmaßnahme voraussichtlich kosten, veranschlagt waren rund 1,15 Millionen Euro. Die Kostensteigerung von rund 200.000 Euro ist begründet in der aktuellen Marktsituation im Baubereich und in Massensteigerungen.

Regenüberlaufbecken
Im Rahmen der Erstellung des Generalentwässerungsplans wurde herausgearbeitet, dass im Bereich der Kocherbrücke ein Regenrückhaltebecken gebaut werden muss. Das europaweite Vergabeverfahren, das dafür erforderlich ist, soll mit einem Teilnahmewettbewerb für Planungsbüros durchgeführt werden.
Der Gemeinderat hat deshalb einstimmig beschlossen, ein Gremium zur Auswahl eines Ingenieurbüros nach der Vergabeverordnung für die Planungen und Bauüberwachung des Neubaus Regenüberlaufbecken 14 mit Abwasserpumpwerk zu bilden. Dem Auswahlgremium soll jeweils ein Vertreter pro Fraktion angehören. Die Besetzung erfolgt im Wege der Einigung.

Kindergarten Kocherstetten
Der Gemeinderat ermächtigt die Stadtverwaltung, die Verglasungsarbeiten am Neubau des Kindergartens Kocherstetten an die Firma Heber Fensterbau aus Blaufelden zum Angebotspreis von 145.659,57 Euro zu vergeben.

Mehr Informationen über den Gemeinderat in Künzelsau und Sitzungstermine gibt es auf: https://www.kuenzelsau.de/de/entscheiden—gestalten/Bürgerinfo/Sitzungskalender-




Die Schule hat begonnen und im Schlossgymnasium fehlt einer

Das feuerrote Schloss ist das Markenzeichen der Kreisstadt Künzelsau – wobei es den Einwohnern selbst gar nicht mehr richtig aufzufallen scheint. Es gehört einfach dazu. Und doch wissen die wenigsten, was sich hinter den roten Mauern so tut. Klar, ein Gymnasium befindet sich darin, indem Einheimische und Schüler von auswärts unterrichtet werden. Aber mehr wissen die wenigsten. Wir haben uns hinter die Schlossmauern gewagt – und eines der letzten Interviews mit Schulleiter Dieter Hummel geführt, der seit dem ersten August 2018 im Ruhestand ist.

„Die Schule ist sehr persönlich“

„Ich bin an diese Schule gekommen, weil ich an der Schule in Bayern ziemlich Probleme hatte. Ich war nicht so gut, hatte Leistungsprobleme“, berichtet Schüler Marc. Nun ist er am Schlossgymnasium in Künzelsau, kurz, Semi genannt. Er ist Internatsschüler. Das heißt, er schläft unter der Woche auch hier. Sein Vater war ebenso Internatsschüler – nicht in Baden-Württemberg, sondern in Bayern. Aber im Internet hat sich Marc schlau über das Semi gemacht und Gefallen an der Schule auf dem Land gefunden. „Vor allem das Sportliche hat mich interessiert“, erinnert er sich. Dann sei er zunächst für ein Probehalbjahr gekommen. „Das hat mir so gut gefallen, dass ich hier geblieben bin.“ Was Marc besonders gut gefällt? „Die Schule ist sehr persönlich, das spiegelt sich auch im Unterricht wieder.“ Die Schule ist kleiner, jeder kennt sich untereinander und auch mit den Lehrern hat man privat mehr zu tun.“

Marc ist wegen mäßiger schulischer Leistungen von Bayern nach Baden-Württemberg gezogen. Foto: GSCHWÄTZ

Auch Internatsschülerin Fanny hat sich hier eingelebt. „Die Schule und Klasse finde ich sehr gut“, sagt sie in unserem GSCHWÄTZ-Interview. Die Klassengemeinschaft sei super und alle seien sehr hilfsbereit, lobt Fanny: „Es sind alle sehr nett.“ Seit einem Jahr ist Fanny auf der Schule. Das sportlich ausgerichtete Gymnasium sei optimal für sie gewesen, da sie seit fünf Jahren fechtet: „Hier in Künzelsau ist ein sehr guter Fechtverein und da bin ich hingewechselt.“

Fanny ist wegen dem guten Fechtclub in Gaisbach nach Künzelsau gezogen. Foto: GSCHWÄTZ

„Das Besondere an unserer Schule ist, dass wir für Schüler ganz unterschiedlicher Schularten Chancen bieten. Schüler aus verschiedensten Schulen können zu uns kommen – aus der Realschule, aus der Gemeinschaftsschule, sogar von der Hauptschule und anderen Schularten“, sagt Dieter Hummel, der die Schule die vergangenen zwölf Jahre geleitet hat und nun, seit dem 01. August 2018, in Ruhestand ist.

Diese Schüler würden alle sehr erfolgreich am Semi das Abitur ablegen, so Hummel. Stolze 80 Prozent der Abiturienten kämen von der Realschule.

Dieter Hummel war bis 31. Juli 2018 Schulleiter des Gymnasisums. Foto: GSCHWÄTZ

Wo hat das Schlossgymnasisum Verbesserungspotenzial? Da muss Schüler Marc erstmal überlegen. „Vielleicht, dass man länger weggehen dürfte oder auch mal mit Freunden ausserorts etwas unternehmen dürfte, das wäre gut. Am Internat würde ich mir manchmal wünschen, dass man mehr Freiheiten hat, da man oft sehr eingeschränkt ist, wenn man manchmal erst später etwas unternehmen will. Aber diverse Einschränkungen kennt man ja auch von zu Hause.“

„Nicht so gut gefällt mir, dass man die Eltern nur am Wochenende sieht“, sagt Fanny. „Aber dafür verbringt man die Zeit dann umso besser miteinander.“ Aber am besten gefalle ihr, dass „hier alle wie Geschwister sind“.

Wie ist das Leben hinter den roten Internetsmauern? Foto: GSCHWÄTZ

Zahlen, Daten Fakten

Ab der siebten Klasse können Schüler aus der Hauptschule, Gemeinschaftsschule und anderen Gymnasien auf das Schlossgymnasium nach Künzelsau wechseln. In Stufe elf gibt es eine neue Klasse speziell für Realschüler, die das allgemeinbildende Abitur machen wollen. Das Gymnasium bietet die Profile „Musik“ und „Sport“ an, in welchen sich die Schüler spezialisieren können. Rund ein Viertel, zirka 360 Schüler, leben in dem schuleigenen Internat. Mehr Informationen: http://www. schlossgym.de




Aktion in Künzelsau: Ehrenämter hängen an der Wäscheleine aus

Seit einem Jahr informiert die Künzelsauer Ehrenamtsbörse auf der städtischen Webseite unter www.kuenzelsau.de/ehrenamtsboerse über Angebote für ehrenamtliche Tätigkeiten in Künzelsau. Zahlreiche Vereine und Organisationen sind auf die Hilfe von Ehrenamtlichen angewiesen – ob in der Kinder- und Jugendarbeit, bei der Pflege und Betreuung von Senioren, bei der Flüchtlingsarbeit, im Rettungswesen, bei den Kirchen, in Kultur oder Sport, so eine Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau. Die Künzelsauer Ehrenamtsbörse unterstützt interessierte Helfer bei der Suche nach der passenden ehrenamtlichen Tätigkeit. Über 45 Angebote werden aktuell auf der Künzelsauer Ehrenamtsbörse vorgestellt. Neben der Online-Plattform gibt es immer wieder Aktionen und Angebote zu diesem Thema.

Aktion vor dem Rathaus

An einer langen Wäscheleine in der Hauptstraße können Interessierte in den nächsten Tagen in Ruhe durch die Angebote stöbern und das passende Ehrenamt einfach mitnehmen. Je nach Wetter findet die Aktion vor dem Alten Rathaus statt.

Die Serie „Ehrenamt der Woche“ gibt einen Einblick in die vielfältigen ehrenamtlichen Einsatzmöglichkeiten und zeigt, wie wichtig dieses Engagement für das Zusammenleben ist.  In den nächsten Wochen wird im Rahmen dieser Serie regelmäßig eine Einrichtung beziehungsweise eine ehrenamtliche Tätigkeit in den Künzelsauer Nachrichten und auf der Künzelsauer Facebook-Seite vorgestellt.

Infoveranstaltung am Donnerstag, 20. September 2018, 17 Uhr

Einrichtungen, die mit ehrenamtlichen Helfern zusammenarbeiten, sind herzlich eingeladen zu einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 20. September 2018 um 17 Uhr im Rathaus Künzelsau. Bei diesem Treffen findet unter anderem ein Austausch zu einem gemeinsamen Ehrenamtstag statt. Um Anmeldung wird gebeten.

Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung Künzelsau bei Fragen zur Künzelsauer Ehrenamtsbörse und den weiteren Angeboten ist Rafaela van Dorp, Telefon 07940 129-102, E-Mail rafaela.vandorp@kuenzelsau.de.

 

Unterstützt und gefördert wurde das Ehrenamtsprojekt durch das Programm „Netzwerk für Generationen“ der Baden-Württemberg Stiftung, das in Kooperation mit der FamilienForschung Baden-Württemberg des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg umgesetzt wird. Die Einrichtung der Künzelsauer Ehrenamtsbörse wurde im Rahmen von „60 Jahre Berner“ durch die Berner Group unterstützt.

 

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Foto: adobe stock




Welches Instrument ist das richtige?

Die Jugendmusikschule Künzelsau bietet von Montag, den 17. September 2018, bis Freitag, den 21. September 2018 eine Schnupperwoche an. Die Kinder können den Unterricht eines Schülers oder eine Schnupperstunde besuchen.

Die Schnupperwoche bietet die Möglichkeit verschiedene Musikinstrumente auszuprobieren und kennenzulernen. „Wir Lehrer wollen das Kind und die Eltern beraten und unterstützen bei der Wahl des Instrumentes“, so der Musikschulleiter Jürgen Koch. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Von der Gitarre bis zur Tuba

Folgende Fächer und Instrumente werden angeboten: Gesang, Gitarre, E-Gitarre, Trompete, Horn, Klavier, Schlagzeug, Violine, Viola, Violoncello, Blockflöte, Querflöte, Klarinette, Saxophon, Posaune, Euphonium, Tuba.

Um eine kurze Voranmeldung für eine Schnupperstunde bei den Tagen des offenen Unterrichts wird gebeten bei Stefan Bender, Fachbereichsleiter Blasinstrumente und Stadtkapellmeister, E-Mail stefan.bender@kuenzelsau.de, Mobil 0151 58495667 – gerne auch per WhatsApp, oder Telefon 07937 7839082.

Anmeldeformulare und Informationen gibt es bei der Jugendmusikschule Künzelsau, Jürgen Koch und Katerina Kaminski, Telefon 07940 931800 oder 07940 931801.

 

Quelle: Stadtverwaltung Künzelsau




Künzelsauer Inkasso-Unternehmen – Opfer von „haltlosen Anschuldigungen“

Am Dienstag, den 04. September 2018, wurde in der Facebook-Gruppe ‚Du weißt, dass du aus Künzelsau und Umgebung bist, wenn …’ einen Link zu einer Berichterstattung der Internetseite Gerlachreport.de gepostet. Darin wurde dem Künzelsauer Inkasso-Unternehmen GPW Inkasso GmbH und auch dessen Geschäftsführer Dieter Morscheck unter anderem Betrug unterstellt. Weiter steht in dem Artikel, dass die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen Dieter Morscheck und sein Unternehmen ermitteln würde.

Morscheck: „Erlogene und haltlose Anschuldigungen“

Geht man auf die Internetseite von GPW Inkasso GmbH findet man eine Mitteilung von Morscheck. Darin heißt es unter anderem: „Ich möchte Sie darüber informieren, dass die Berichte des Gerlachreport’s über mich als Privatperson, als auch die Informationen über die GPW Inkasso GmbH erlogen und haltlos sind.“

GSCHWÄTZ hat bei Dieter Morscheck angefragt, wie es zu den Beschuldigungen gekommen ist.

Morscheck: „Mir wurde versichert, dass keinerlei Strafanzeigen vorliegen.“

GSCHWÄTZ: Ihnen wird vom Gerlachreport unter anderen Betrug vorgeworfen und auch, dass es Ermittlungen gegen Sie gäbe. Stimmt das?

Morscheck: Ich hatte letzte Woche persönlich bei den Behörden angefragt, ob irgendwelche Strafanzeigen gegen mich oder die GPW vorliegen. Mir wurde versichert, dass keinerlei Strafanzeigen vorliegen.

GSCHWÄTZ: Können Sie sich erklären warum Rainer von Holst, der Betreiber vom Gerlachreport, diesen Text geschrieben und veröffentlichet hat?

Morscheck: Seit geraumer Zeit sind wir die GPW Inkasso GmbH in Sachen Enercrox, Halbstrom, Firmenwelten usw. tätig und haben dies auch auf unserer Homepage veröffentlicht. Ein Rainer von Holst , alias Peter Klein oder Jan Faber ist der Betreiber dieser Unternehmen und wird seit zwei bis drei Jahren per Haftbefehl gesucht. Es ist bekannt, dass er sich in die USA abgesetzt hat. Von dort aus betreibt er den sogenannten Gerlachreport. Es gibt dort keine Mitarbeiter oder wie angegeben wird irgendwelche Reporter, sondern lediglich von Holst und seine Tochter, gegen die in Bielefeld, Bremen und Augsburg Verfahren anhängig sind. So zumindest steht es in diversen Berichten. Sämtliche Personen, gegen die er dort berichtet, werden von ihm erpresst. Uns versuchte er dahingehend zu erpressen, unsere Akten gegen ihn zu schließen und die Firmennamen von unserer Homepage zu nehmen. Zudem sollen wir unsere Finger von einem anderen Fall, der nicht gegen ihn gerichtet ist, lassen. Andere Personen und Unternehmen hat er dahingehend erpresst, monatliche Zahlungen an ihn zu leisten, damit er nicht negativ über sie im Gerlachreport berichtet. Außer den oben bereits erwähnten Staatsanwaltschaften ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Zentralstelle Cybercrime Bamberg gegen den Gerlachreport. Hauptproblem für die Staatsanwaltschaft ist,  dass das Unternehmen Newsroom LLC, die Namensrechte Gerlachreport hat er gekauft, in den USA registriert ist und sich der Server nicht im Zugriffsbereich der Generalstaatsanwaltschaft befindet. Von Holst wirbt damit, dass der Gerlachreport heute in der Lage ist, „Mit der Berichterstattung Unternehmen und Personen in der Öffentlichkeit zu beschädigen oder zu zerstören“

Flugblätter verteilt

GSCHWÄTZ: Haben Sie schon Strafanzeige gegen Rainer von Holst gestellt?

Morscheck: Wir sind gerade dabei, weiteres Material zu sammeln. Kontakt zu der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg besteht, der Staatsanwalt ist darüber informiert.

GSCHWÄTZ: Wie wurden Sie auf den Artikel von Rainer von Holst aufmerksam?

Morscheck: Ich erhielt viele Anrufe.

GSCHWÄTZ: Hatte diese Berichterstattung schon Auswirkungen auf Ihr Unternehmen?

Morscheck: Ja. Einige Mandanten kündigten ohne nachzufragen erteilte Mandate. Nicht so schön war, dass eine unbekannte Person, nachdem die Veröffentlichung in „ Du weißt dass du aus Künzelsau und Umgebung bist…“ von der Seite gelöscht wurde, den Artikel des Gerlachreports ausdruckte und in den Briefkästen in Künzelsau verteilte. Ich finde dies beschämend.

Keinerlei Ermittlungen gegen Morscheck und GPW Inkasso

Heiner Römhild, erster Staatsanwalt der Staatanwaltschaft Stuttgart, äußerte sich auf GSCHWÄTZ-Nachfrage: „Ich kann bestätigen, dass keinerlei Ermittlungen gegen die Privatperson Dieter Morscheck und dem Unternehmen GPW Inkasso GmbH laufen.“

Auf GSCHWÄTZ- Nachfrage bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, ob und warum gegen von Holst ermittelt wird, antwortete uns Lukas Knorr, Leitender Oberstaatsanwalt: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit leider keine Auskünfte zum Verfahren geben können.“

GSCHWÄTZ hätte gerne von Holst um eine Stellungnahme gebeten, jedoch findet man keinerlei brauchbare Kontaktdaten.




Kraut- und Rübenmarkt in Künzelsau

Am Samstag, den 8. September 2018, ab 9 Uhr, bieten viele Mitgliedsgeschäfte der Werbegemeinschaft Künzelsau Produkte zu Schnäppchenpreisen vor ihren Läden an, so eine Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau.

Zwar gibt es weder Kraut noch Rüben zu kaufen, dafür erwartet die Kunden aber das ein oder andere Angebot passend zur Jahreszeit: ein Paar Sommerschuhe zu Tiefstpreisen hier, Kurzarmhemden oder Herrenhosen in schöner Auswahl dort, sowie rabattierte Schreib- und Spielwaren.