1

Neuenstein/Künzelsau: Autofahrer unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Einiges zu kontrollieren hatte die Polizei am Sonntag, den 14. Juni 2020, in Neuenstein und Künzelsau. Weil er teilweise starke Schlangenlinien fuhr, fiel ein 61-Jähriger in Neuenstein anderen Autofahrern auf. Der Mann war gegen 0.30 Uhr mit seinem Suzuki auf der Kreisstraße von der Einmündung der L1046 in Richtung Kesselfeld unterwegs, als er mit seiner Fahrweise auffiel. Zeugen verständigten daraufhin die Polizei. In der folgenden Kontrolle stellten die Beamten deutliche Anzeichen für Alkoholeinfluss bei dem Suzuki-Lenker fest. Ein Alkoholtest ergab 2,04 Promille. Der Mann musste eine Blutprobe und seinen Führschein abgeben.

Der zweite betrunkene Autofahrer war ein 49-Jähriger, der gegen 15 Uhr mit seinem VW von der Pfarrgasse in die Neuensteiner Schloßstraße einbog. Als er einen Streifenwagen erkannte, versuchte er mit seinem Auto zurückzusetzen. In der folgenden Kontrolle stellten die Beamten deutliche Anzeichen auf Alkoholeinfluss fest. Ein Test zeigte, dass der VW-Lenker 2,02 Promille intus hatte. Er musste eine Blutprobe und seinen Führerschein abgeben. Auf ihn kommt eine Anzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr zu.

Bereits in der Nacht auf Sonntag war ein 18-Jähriger mit seinem Audi bei Künzelsau unterwegs, obwohl er möglicherweise unter dem Einfluss von Kokain stand. Bei einer Kontrolle gegen 2 Uhr, auf einem Parkplatz der Bundesstraße zwischen Belsenberg und Künzelsau, stellten die Beamten Anzeichen auf Drogeneinfluss bei dem Fahrer fest. Ein Urintest verlief positiv auf Kokain. Der Audi-Fahrer musste eine Blutprobe abgeben und nun mit einer Anzeige rechnen.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Sommer in der Stadt – Trotz Corona nach Künzelsau

Künzelsau trägt seit 2015 den Titel „Faire Stadt“. Seit der Titelverleihung findet jährlich das „Faire Frühstück“ statt. Am 20. Juni 2020 können Besucher von 9 bis 11.30 Uhr somit das sechste gemütliche gemeinsame Frühstück am Unteren Markt genießen. Es bietet den optimalen Rahmen, sich zum Thema Fairer Handel auszutauschen und in gemütlicher Atmosphäre ins Gespräch zu kommen. Jeder Besucher sollte selbst etwas zum Frühstücken sowie sein eigenes Geschirr und Besteck mitbringen.

Der Künzelsauer Stadtkaffee wird kostenlos in Tassen von der Stadtverwaltung ausgeschenkt. Dazu gibt es fair gehandelte Kaffeesahne und Zucker. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Informationen zum Thema „Fairtrade Stadt Künzelsau“ sind auch zu finden auf der städtischen Homepage http://www.kuenzelsau.de/fairtrade.

Aufgrund der aktuell geltenden Corona-Verordnung müssen die Kontaktdaten aller Besucher notiert werden. Zum Zwecke der Auskunftserteilung gegenüber dem Gesundheitsamt oder der Ortspolizeibehörde werden nach §§ 16, 25 IfSG der Name, Vorname, Datum, Telefonnummer oder Adresse des Teilnehmers bei der Anmeldung aufgenommen und vier Wochen aufbewahrt. An einem Tisch sind nur Personen aus zwei Haushalten erlaubt. Teilnehmer, Beschäftige oder sonstige Mitwirkende dürfen an der Veranstaltung nicht teilnehmen, wenn sie in Kontakt mit einer SARS-CoV-2 infizierten Person steht oder stand und noch keine 14 Tage vergangen sind oder Symptome eines Atemweginfekts oder erhöhte Temperatur aufweist. Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten. Die Tische und Bänke werden entsprechend aufgestellt. Sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden können, müssen Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Körperkontakt – insbesondere Händeschütteln oder Umarmen – ist zu vermeiden. Ausreichend Desinfektionsmittel ist vorhanden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau
 

 

 




Mit dem Künzelschweinchen in die Stadtbücherei – Vorlesestunde für Kinder im Alten Rathaus

Die neue Stadtbücherei im Herzen von Künzelsau ist nun schon einige Monate eröffnet. An diesem Ort der Bildung und Begegnung bietet laut einer Pressemitteilung die Stadtbücherei Künzelsau in Zusammenarbeit mit Birgitta Götzelmann-Liebig am Samstag, den 20. Juni 2020, von 10 bis 11 Uhr eine Vorlesestunde für Kinder bis zur zweiten Klasse an. Das gemeinsame Vorlesen soll dann immer am dritten Samstag im Monat stattfinden.

Lieblingsbücher für neugierige Kinder

Die Leseecke im zweiten Obergeschoss der Stadtbücherei bietet den optimalen Platz für eine Lesestunde mit klassischen Büchern, die jedem Kind gefallen. „Meine Lieblingsbücher sind die Klassiker Räuber Hotzenplotz, die kleine Hexe, das kleine Gespenst, Michel aus Lönneberga, Pippi und die Urmel-Bücher, aber auch englische Klassiker wie Winnie-the-Pooh oder Mary Poppins. Ich freue mich, diese Bücher vor neugierigen Kinderaugen vorzulesen und sie auf fantasievolle Reisen mitzunehmen,“ so Birgitta Götzelmann-Liebig in der Mitteilung. Im Anschluss an die Geschichte dürfen die Kinder das Gehörte mit kreativen Bastelaktionen vertiefen. Als besonderes Highlight erzählt Birgitta Götzelmann-Liebig Geschichten über das erfundene Künzelschweinchen.

Begleitpersonen sind willkommen

Das Team der Stadtbücherei freut sich auf viele kleine Besucher. Begleitpersonen sind herzlich willkommen, sich während der Vorlesestunde in der Stadtbücherei umzuschauen. Aufgrund der Einhaltung des Mindestabstands sollen sich Begleitpersonen nicht in der Leseecke aufhalten.

Teilnahme aus ohne Leseausweis

Die Teilnahme an der Vorlesestunde ist kostenlos und auch für Kinder ohne Leseausweis möglich. Aufgrund der Corona-Lage ist eine Anmeldung vorab erforderlich. Zum Zwecke der Auskunftserteilung gegenüber dem Gesundheitsamt oder der Ortspolizeibehörde werden nach §§ 16, 25 IfSG der Name, Vorname, Datum, Telefonnummer oder Adresse des Teilnehmers bei der Anmeldung aufgenommen und vier Wochen aufbewahrt. Anmeldungen werden erbeten bis spätestens Freitag, den 19. Juni 2020, bei Helen Bühler per E-Mail an helen.buehler@kuenzelsau.de oder unter Telefon 07940/129 120. Bei der Anmeldung sind die oben genannten Kontaktdaten des Kindes anzugeben.

Abstandsregeln und Hygienestandards beachten

Teilnehmer, Beschäftige oder sonstige Mitwirkende dürfen an der Veranstaltung nicht teilnehmen, wenn sie in Kontakt mit einer SARS-CoV-2 infizierten Person stehen oder stand und noch keine 14 Tage vergangen sind oder Symptome eines Atemweginfekts oder erhöhte Temperatur aufweist. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten. Sofern dieser nicht eingehalten werden kann, müssen Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Körperkontakt – insbesondere Händeschütteln oder Umarmen – ist zu vermeiden. Ausreichend Reinigungsmöglichkeiten sind auf den Toiletten zu finden.

Faires Frühstück

Ebenfalls am 20. Juni 2020 findet das Faire Frühstück von 9 bis 11.30 Uhr am Unteren Markt unter den dann aktuell geltenden Auflagen und Abstandsregeln statt.

Weitere Informationen sind auf der Homepage unter http://www.kuenzelsau.de, auf Facebook unter https://www.facebook.com/Künzelsau-meine-Stadt-662900533845135/ und auf Instagram unter https://www.instagram.com/explore/locations/1012651797/kunzelsau-meine-stadt/ zu finden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Die Leseecke im zweiten Obergeschoss der Stadtbücherei bietet den optimalen Platz für eine Lesestunde mit klassischen Büchern, die jedem Kind gefallen. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau




Golfcart geklaut, dann Fahrrad einer Neunjährigen, dann Firmenfahrzeug – 28-Jähriger sorgt für Unruhe im Hohenlohekreis

Ein 28-Jähriger hielt am Dienstag, den 09. Juni 2020, Einsatzkräfte im Hohenlohekreis mehrere Stunden lang in Atem. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn hervor.

Gegen 15 Uhr sprach der Mann einen Sportler auf einem Golfplatz in Zweiflingen-Friedrichsruhe an und fragte ob er dessen Golfcart probefahren dürfe. Nachdem ihm dieses erlaubt wurde, setzte sich der 28-Jährige in das Gefährt. Statt eine kleine Runde auf dem Platz zu drehen, brauste er jedoch einfach davon. Ein Hubschrauber, der von der Polizei für die Suche angefordert worden war, konnte das Golfcart schließlich in einem Graben bei Zweiflingen auffinden, von dem Mann fehlte allerdings jede Spur. Der hatte sich zwischenzeitlich auf den Weg nach Forchtenberg-Ernsbach gemacht und versuchte dort das Fahrrad eines 9-Jährigen zu stehlen. Die aufmerksamen Großeltern unterbanden den Versuch, woraufhin es der 28-Jährige wenige Meter weiter am Fahrrad eines kleinen Mädchens versuchte. Er saß bereits auf dem Rad als er von der 9-Jährigen und ihren Freunden am Wegfahren gehindert wurde. Im Anschluss flüchtete der Mann. Einige Zeit später stahl er ein Firmenfahrzeug von einem Betriebsgelände in Untermünkheim-Übrigshausen und fuhr damit bis nach Künzelsau-Vogelsberg. Hier stellte er das gestohlene Fahrzeug im Hof einer Familie ab und versuchte stattdessen deren Auto zu stehlen. Dieser Versuch scheiterte jedoch am Unvermögen des 28-Jährigen den Rückwärtsgang einzulegen.

Der Mann ging daraufhin auf ein Nachbargrundstück und schlug dort die Scheibe einer Terrassentür ein mit einem schweren Gegenstand ein. Diesen warf er daraufhin, auf eine im Haus befindliche Bewohnerin. Sie wurde durch das Wurfgeschoss verletzt und musste von einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht werden. Der Mann suchte daraufhin erneut das Weite. Er wurde einige Zeit später von Streifen der Polizei im Straßengraben zwischen Künzelsau-Vogelsberg und Künzelsau-Kocherstetten aufgefunden. Da der Mann sich beim Einschlagen der Scheibe schwere Verletzungen zugezogen hatte und er außerdem eine Blutprobe abgeben musste, wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an.

 




Künzelsau: Fünf Hasen geklaut

Unbekannte stahlen am Wochenende fünf Hasen und ein Notstromaggregat von einem umzäunten Gartengrundstück in Künzelsau. Der oder die Täter drückten zwischen Samstag, den 30. Mai 2020, etwa 20.30 Uhr und Sonntag, den 31. Mai 2020, um 15.30 Uhr den Maschendrahtzaun, der das Grundstück im Gewann „Unterer Laibachweg“ umgibt, um und gelangten so auf das Gelände. Sie schafften es, die verschlossene Tür des Gartenhäuschens zu öffnen und stahlen die Hasen. Auch ein lilafarbenes Notstromaggregat nahmen sie mit.

Zeugen, die verdächtige Personen im Tatzeitraum beobachten konnten oder Hinweise auf den Verbleib des Diebesgutes haben, werden gebeten, sich unter Telefon 07940/9400 beim Polizeirevier Künzelsau zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn, 04.06.2020




„Allerdings sind die Auflagen, die wir hierfür erfüllen müssen, noch nicht klar geregelt“

Das Prestige Filmtheater in Künzelsau lässt sich laut einer E-Mail von Kino-Betreiber Nenad Nenad Tomasinjak, die die Stadtverwaltung Künzelsau an GSCHWÄTZ weitergeleitet hat, noch etwas Zeit mit der Wiedereröffnung. Dafür gebe es „verschiedene Gründe“. So dürften in Baden-Württemberg die Kinos theoretisch seit Montag, den 01. Juni 2020, wieder öffnen. „Allerdings sind die Auflagen, die wir hierfür erfüllen müssen, noch nicht klar geregelt“, schreibt Tomasinjak weiter. „Wir werden die zum Schutz vor dem Corona-Virus notwendige Maßnahmen natürlich umsetzen beziehungsweise haben das auch schon getan.“ Abstandsregelungen, Hygienemaßnahmen sowie Maskenpflicht müssten klar definiert sein, damit das Kino-Team wisse, wie und wie viele Personen in die Säle dürfen und wie unter diesen Voraussetzungen wirtschaftlich gearbeitet werden könne.

Wiedereröffnung am Donnerstag, den 02. Juli 2020

Ein weiterer Grund sei, dass durch die Pandemie fast alle aktuellen Filmstarts verschoben oder gestrichen wurden. „So gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht genügend aktuelle Filme, um euch das abwechslungsreiche Programm zu bieten, das ihr von uns gewohnt seid“, so der Kino-Betreiber. Daher werde Donnerstag, der 02. Juli 2020, als flächendeckender Eröffnungstermin anvisiert. Das gebe den Filmverleihern die Chance zur besseren Planung, um Filme zu terminieren und diese vorab bewerben zu können. Weiter heißt es in der Mail: „In den Bundesländern, in denen verschiedene Kinos bereits unter Auflagen den Betrieb wieder aufgenommen haben, sind die Besucherzahlen so gering, dass es einfach noch keinen Sinn macht, den Betrieb wieder hoch zu fahren“. 

 




„Wesentlich weniger Kunden als vorher“

Es ist wolkig und windig an diesem Donnerstagmorgen, den 21. Mai 2020, in Künzelsau. Dennoch sind einige Menschen in den Gassen und auf der Hauptstraße von Künzelsau unterwegs. Im Außenbereich der Cafès sitzen Kunden, Kinder spielen und auf den Bänken genießen andere die spärlichen Sonnenstrahlen. An den Eingangstüren der Geschäfte weisen Plakate auf die Abstandsregeln und Maskenpflicht hin. Die Kunden, die in die Läden gehen, ziehen wie vorgeschrieben Nase-Mund-Bedeckungen auf. Doch sobald sie rauskommen, nehmen sie diese wieder ab. Nur ganz wenige Menschen bedecken auch auf den Straßen Mund und Nase. Wie ist die momentane Situation für die Künzelsauer Einzelhändler und ihre Kunden zwischen Abstandhalten und Maskentragen? GSCHWÄTZ hat sich umgehört, jedoch wollten nicht alle der Angesprochenen Auskunft geben.

„Es kommt kein Einkaufsfeeling auf“ 

Ingrid Bauer von der Landmetzgerei Bauer bedauert, dass „wesentlich weniger Kunden als vor der Corona-Krise“ in den Laden kommen. Maximal vier Personen dürften sich dort gleichzeitig aufhalten. Lediglich der Mittagstisch laufe gut, allerdings gibt es die Gerichte nur zum Mitnehmen. Insgesamt 33 Mitarbeiter hat die Landmetzgerei Bauer. Zwei der sechs Mitarbeiter in Künzelsau sind zurzeit in Kurzarbeit, in den beiden anderen Geschäftsstellen in Pfedelbach und Neuenstein wird dagegen ganz normal weitergearbeitet. „Obwohl Pfedelbach ein Hotspot war, war unser Laden dort immer gut besucht“, erzählt sie. In Künzelsau hätten sie es dagegen schon bemerkt, als die umliegenden Geschäfte noch geschlossen hatten. Die Leute würden eher in einen Laden gehen, in dem sie alles bekommen könnten, und dann schnell wieder heimgehen, so ihre Einschätzung. „Es zieht jetzt wieder an, allerdings schleppend“, so Ingrid Bauer weiter. Gefragt nach der Gesichtsmaske sagt sie: „Es muss halt sein, aber ein ganzer Tag ist schwierig“. Die Mund-Nase-Bedeckung erschwere das Sprechen und Verstehen. Dennoch hätten sie schon vor der Maskenpflicht im Laden Mund und Nase bedeckt, um sich selbst als auch die Kunden zu schützen.

„Die Leute sind entspannter und ruhiger“

Renate aus Ingelfingen – ihren vollen Namen möchte sie nicht nennen – wartet vor dem Friseurshop Ralf Poslovski. Sie hat einen Termin, auf den sie ganz schön lange warten musste – nämlich vier Wochen. Vorher sei nichts frei gewesen. Jetzt muss sie in dem Laden ihre Haare waschen lassen, das habe sie vor Corona immer zuhause erledigt. Die Kundin rechnet mit einer Preissteigerung, was sie stört. „Man hatte acht Wochen zu und jetzt sollte man eben acht Wochen von Montag bis Samstag durcharbeiten, um das Verlorene wieder aufzuholen“, meint sie. „Ich habe schließlich auch nicht mehr im Geldbeutel.“ Doch kann sie in der Corona-Krise auch etwas Positives sehen: „Ich beobachte, dass die Leute Abstand halten, insgesamt entspannter und ruhiger sind und bedachter miteinander umgehen“. So mancher lasse auch mal anderen den Vortritt. Sie hofft, das sich die Menschen in Zukunft eher darüber Gedanken machen, was nötig sei und auf was man verzichten könne.

„Die Einbußen merkt man natürlich“

Bei Blumen-Laichinger ist es noch eher ruhig. „Es kommen schon Leute“, sagt Birgit Laichinger. „Allerdings nicht mehr so viele wie vorher.“ Weil nicht klar war, ob Gärtnereien und Blumenhandlungen öffnen dürfen, hätten auch sie den Laden einige Zeit geschlossen. Die Gärtnerei in Mäusdorf hat schon früher öffnen dürfen, der Laden in Künzelsau erst etwas später. Der Start verlief stockend. „Die Einbußen merkt man natürlich“, bedauert sie. Was sie außerdem aufrege: BAGeno, Baumärkte und Discounter wie Lidl hätten weiterhin Gärtnerisches verkauft. Manche ihrer Kunden würden vergessen, Masken aufzusetzen. Andere seien ganz erstaunt, dass man auch bei ihr Mund und Nase bedecken müsse. In einem Einzelfall hatte der Kunde sogar Probleme mit dem Abstand halten. Ihn habe sie deutlich auf die Abstandsregeln hingewiesen. „Natürlich nehme auch ich die Maske mal ab, wenn sonst niemand im Laden ist“, sagt sie. Sie findet aber, „dass es Schlimmeres gibt“.

„Es läuft gut hier“

Im Erdbeerstand vom Obst- und Gemüsehof Heinrich wartet Marina Maier aus Künzelsau hinter einer Plexiglasscheibe auf Kundschaft. Sie muss keine Maske tragen, „solange die Trennung da hängt“, sagt sie. Auch die Kunden müssten an dem Stand Mund und Nase nicht bedecken, aber die Abstände einhalten. „Es läuft gut hier, eigentlich wie vorher auch“, erzählt sie weiter. Die Meinungen der Erdbeerkäufer zur Maskenpflicht sei „mal so, mal so“.

„Der Nachschub ist gerettet.“

Bei der Drogerie Müller geht es an diesem Morgen ruhig zu. „Wir hatten durchgehend offen“, erzählt eine der Verkäuferinnen. „Aber auch wir haben weniger Kunden, es geht ruhiger zu.“ Viele Leute kommen wegen Masken, Desinfektionsmittel und sonstiger Hygieneartikeln. „Da ist der Nachschub gerettet“, bemerkt sie lächelnd. Der Run aufs Toilettenpapier sei aber vorbei. Wie in jedem anderen Geschäft auch sind für jede anwesende Person zehn Quadratmeter nötig – das schließt auch das Vekaufspersonal ein. „Den Abstand können wir locker halten“, sagt die Müller-Mitarbeiterin. Lange Schlange im oder vor dem Laden häten sich noch nicht gebildet.

„Wir freuen uns über den Zulauf.“

„Am Anfang der Eröffnung war natürlich noch Alles ein bisschen seltsam, erst die Abstandsregeln und dann noch die Maskenpflicht“, so Babette Bauer vom lindele. „Aber ich muss sagen, die Kunden und auch wir haben uns schnell daran gewöhnt“. Schließlich seien es Regeln zu aller Sicherheit und die Kunden würden sich daranhalten. Mitten in dem Laden werden Masken genäht und auch verkauft, was zusätzlich viel neue Kunden gebracht habe. Doch auch sonst kämen viele Kunden – „und wir freuen uns über den Zulauf“.

„Die Maske muss man annehmen“

Im Sportivo dürfen sich wegen der Personenbegrenzung vier Personen gleichzeitig aufhalten – also zwei Kunden und zwei Verkäufer. „Manchmal stehen die Kunden außen Schlange“, sagt Mitarbeiterin Thea, die dankbar ist, dass die Kunden kommen. „Wir haben aber auch schon beobachtet, dass so mancher wieder geht, wenn es ihm zu lange dauert, und am nächsten Tag wiederkommt oder in einen unserer anderen Läden geht.“ Die meisten Kunden des Ladens sind Stammkunden, „die uns gerne unterstützen möchten“. Bereits bei der Neueröffnung seien viele da gewesen, „glücklich und geduldig“. Zwar sei es schwierig mit der Maske, ein Shopping-Gefühl zu bekommen, aber „man müsse sie annehmen“. Die Kunden würden auch nicht bummeln, sondern ganz gezielt einkaufen und den Laden schnell wieder verlassen, vor allem wenn noch andere Leute draußen warten. „Das ist aber auch vom Wetter abhängig“, sagt Thea, die momentan wie die anderen Sportivo-Mitarbeiter halbtags und in Schichten arbeitet. „Sobald die Sonne scheint, will jeder ein Sommerteilchen.“

Lindele verkauft selbst genähte Masken

Dem Lindele gehe es ganz gut in der Coronazeit, sagt Babette Bauer. „Am Anfang der Eröffnung war natürlich noch alles ein bisschen seltsam , erst die  Abstandsregeln und dann noch die Maskenpflicht, aber ich muss sagen, die Kunden und auch wir haben uns schnell  daran gewöhnt. Es sind Regeln zur aller Sicherheit und die Kunden halten sich daran. Da wir im lindele auch selbst Masken nähen und verkaufen , haben wir viel neue Kunden dazugewonnen. Und auch sonst kommen zu uns viele Kunden und wir freuen uns über den Zulauf.“

„Wir wollen es so hinkriegen, dass es für alle gut ist.“

„Die Situation ist für alle schwierig“, findet Reintraut Lindenmaier von der Buchhandlung R. Lindenmaier u. A. Harsch. Es sei anstrengend mit Maske für die Verkäufer als auch die Kundschaft. Zurzeit würden alle Mitarbeiter eine Stunde Mittagspause „zum Durchatmen“ machen. „Abends sind wir platt“, sagt die Buchhändlerin. „Manche Kunden bestellen und kommen nur schnell zum Abholen“, erzählt sie. Es komme kein Einkaufsfeeling auf. „Es hat sich viel verändert“, findet sie. Während der Schließzeit hätten sie in der Buchhandlung ganz normal weitergearbeitet. „Online ging ganz gut und telefonisch wurde auch viel bestellt“, erzählt die Buchhändlerin. Innerhalb von Künzelsau hätten sie die bestellte Ware ausgefahren. Auch jetzt noch würden sie Bestellungen von Personen, die nicht in die Buchhandlung kommen können oder wollen, per Post und mit Rechnung verschicken. Kunden ohne Mund-Nase-Bedeckung schickt Reintraut Lindenmaier wieder raus. „Manche bleiben auch draußen stehen und wir bedienen sie durch die hintere Tür“, sagt sie weiter. „Wir versuchen, es so hinzukriegen, dass es für alle gut ist.“ Doch Reintraut Lindenmaier sieht auch etwas Positives: „Vielen gehen jetzt öfter in die Natur raus“. Die Menschen würden sich ihrer Umwelt wieder bewusster werden. Dennoch fürchtet sie eine zweite Corona-Welle im Herbst, „denn im Cafè verliert man den Gedanken an Abstand und dann wird es schwierig“.

 

Text: Sonja Bossert

Solche Plakate hängen – wie hier bei Blumen-Laichinger – an allen Künzelsauer Läden und weisen auf die neuen Regeln hin. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

Am Stand von Erdbeer-Verkäuferin Marina Maier läuft es gut. Foto: GSCHWÄTZ

 

In der Buchhandlung R. Lindenmaier u. A. Harsch müssen Kunden verschiedene Ein- und Ausgänge benutzen: Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 

 

 




Alternative zu Einweg-Masken – Betreuungskräfte nähen Masken für die Geschwister-Scholl-Schule  

Mit viel Engagement und Können machten sich laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis die Betreuungskräfte der Geschwister-Scholl-Schule Künzelsau daran, alle 84 Schülerinnen und Schüler mit selbstgenähten Mund-Nasen-Bedeckungen zu versorgen. Und weil die Maskenproduktion so gut und glatt lief, konnten die fleißigen Näherinnen zusätzliche Masken für die Erich-Kästner-Schule anfertigen. 

So haben alle Schüler der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren des Hohenlohekreises ergänzend zu ihrer vom Landkreis bereitgestellten persönlichen Schutzausrüstung nun auch wiederverwendbare, waschbare Masken in fröhlichen Farben. Kinder und Jugendliche, die sich mit der Maskenpflicht etwas schwertun, haben somit eine bunt bedruckte Alternative zu den handelsüblichen Einweg-Masken, die sich sehen lassen kann und auch die Umwelt schont. So macht die Schule auch in Corona-Zeiten Spaß. 

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Kleine Biotope sollen in Künzelsau entstehen

Vielfältig, naturnah und insektenfreundlich: Am Dienstag, den 05. Mai 2020, nahmen rund 50 Vertreter der für 2020 ausgewählten „Natur nah dran“-Kommunen an einer Online-Schulung im Rahmen des NABU-Projektes teil. NABU steht für Naturschutzbund Deutschland – Landesverband Baden-Württemberg e. V.. Die Teilnehmer erhielten bei der Veranstaltung Anregungen und Tipps, wie im Siedlungsraum artenreiche Lebensräume für Wildbienen, Distelfinken und Schwalbenschwänze geschaffen werden können.

Grünflächen werden in Biotope umgewandelt

Bei einer gemeinsamen Begehung am Donnerstag, den 07. Mai 2020, an den Künzelsauer Wertwiesen erkundeten Marina Schukowski-Hust (Stadtbauamt Künzelsau), Jochen Lutz und Sascha Krämer (beide Bauhof Künzelsau), Brigitte Vogel und Heike Kutzner vom NABU, Kerstin Schlange (Planbar Güthler) und Sebastian Frey (Naturgartenplaner), wie sich die Maßnahmen vor Ort umsetzen lassen. Dabei nahmen sie Grünflächen in Augenschein, die in Künzelsau im Laufe des Projekts in kleine Biotope umgewandelt werden sollen. Die Fachleute begutachteten neben den Wertwiesen auch einen Standort in Gaisbach an der Waldenburger Straße und einen Standort am Goldberg und gaben erste Empfehlungen für die passenden Maßnahmen. Beispielsweise, ob eine Fläche grundlegend umgestaltet werden sollte, um einen dauerhaften Erfolg zu ermöglichen.

„Das Entscheidende dabei ist: Geduld, Geduld, Geduld.“

Die Begehung der Flächen bildet gemeinsam mit der Schulung die Grundlage für den nächsten Schritt: die Detailplanung für die ausgewählten Flächen. Anschließend geht es dann an die Umsetzung. „Das Entscheidende dabei ist: Geduld, Geduld, Geduld“, betonte NABU-Projektleiter Martin Klatt. Das bestätigten die Erfahrungen aus Kommunen, die bereits länger ihre Flächen umgestalten, so Klatt weiter: „Dabei kommen verschiedene Maßnahmen zum Einsatz. Auf manchen Flächen funktioniert das oft auf Anhieb gut, andere brauchen vielleicht etwas länger.“

„Auf den Flächen entstehen wertvolle Wildpflanzenflächen.“

Warum sich das für die Natur und die teilnehmenden Kommunen lohnt, erläuterte Martin Klatt in der Online-Schulung: „Auf den Projektflächen entstehen wertvolle Wildpflanzenflächen, die sich im Laufe der Zeit immer weiter entwickeln werden. Für die Insekten zählt jeder Quadratmeter“. Bei der Anlage naturnaher Flächen gebe es aber einiges zu beachten. Zwar würden einjährige Blühmischungen im ersten Jahr toll aussehen, müssten aber jährlich neu eingesät werden und verursachen daher in der folgenden Zeit mehr Arbeit. Die Teilnehmer verschafften sich bei der Online-Schulung einen ersten Eindruck, wie dauerhafte und dem Standort angepasste mehrjährige Blumenwiesen und Wildstaudenbeete angelegt werden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Landeskinderturnfest in Künzelsau – Rund 4.000 Teilnehmer erwartet

Wie eine Pressemitteilung besagt, wird Künzelsau vom Freitag, den 23. Juli 2021, bis Sonntag, den 25. Juli 2021, Gastgeber des Landeskinderturnfests. Das haben Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann und Wolfgang Drexler, Präsident des Schwäbischen Turnerbunds, bei der Vertragsunterzeichnung schriftlich besiegelt.

Rund 500 Helfer organisieren das Ereignis

Zu der Veranstaltung werden bis zu 4.000 Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Land erwartet. Rund 500 Helfer aus den örtlichen Vereinen und dem Turngau Hohenlohe werden benötigt, um das Ereignis zu organisieren. Der Schwäbische Turnerbund (STB) und die STB-Jugend verwandeln Künzelsau in ein großes Festgelände. „Wir freuen uns, dass so viele junge Sportlerinnen und Sportler in unsere Stadt kommen. Ich bin mir sicher, dass auch die Bürgerinnen und Bürger und insbesondere die Künzelsauer Kinder die zahlreichen geplanten Bewegungsangebote begeistert annehmen werden. Gemeinsam mit dem Turngau Hohenlohe und den Vereinen werden wir uns als motivierter und engagierter Gastgeber präsentieren“, so Bürgermeister Neumann in der Mitteilung.

Bunter Mix aus Sport, Spaß, Action und Party

Die Teilnehmer und Gäste erwartet ein bunter Mix aus Sport, Spaß, Action und Party. „Dieses einzigartige Gemeinschaftserlebnis mit dem Verein, ermöglicht durch die vielen engagierten Übungsleiter, bleibt den Kindern lange im Kopf. Die gemeinsamen Übernachtungen in der Schule, die Gruppenwettkämpfe und Spieleangebote sind einmalig“, sagt Wolfgang Drexler und ergänzt: „Speziell die Kinderturnfeste schaffen es wie keine andere Veranstaltung, dieses einzigartige Gemeinschaftserlebnis zu vermitteln und machen das Vereinsleben so besonders. Die Kinder werden noch lange nach dem Landeskinderturnfest von den drei Tagen in Künzelsau erzählen.“

Zuversichtlicher Ausblick nach einer herausfordernden Zeit

In Hinblick auf die aktuelle Lage zeigt sich Bürgermeister Stefan Neumann zuversichtlich: „Wir gehen davon aus, dass wir nächstes Jahr ein solches Fest guten Gewissens veranstalten können.“ Wolfgang Drexler ergänzt: „Nach so einer herausfordernden Zeit sind solche Erlebnisse noch wichtiger für unsere Kinder und Jugendlichen. Wir freuen uns darauf, nächstes Jahr wieder zusammen zu turnen und zu feiern.“

Mitmachangebote für die Bevölkerung

Die Wettkämpfe und das Veranstaltungsprogramm finden sowohl in Hallen, Sportanlagen als auch auf den Wertwiesen statt. Auch die Künzelsauer Bevölkerung soll bei zahlreichen Mitmachangeboten aktiv werden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau