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„Zu kleine Einheiten sind für solch eine Herausforderung nicht geeignet“ – Interview mit Minister Manne Lucha

Während seiner Sommertour reist Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha (Die Grünen) durch die Lande. Am Mittwoch, den 05. August 2020, machte er auch Station in Künzelsau. In der Stadthalle informierte er sich, wie im Hohenlohekreis mit der Corona-Pandemie umgegangen wurde und wie sich Gesundheitsamt und Kreis auf eine mögliche zweite Welle vorbereiten.

Anschließend hatte GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus Gelegenheit, den Minister über die Reaktivierung von geschlossenen Krankenhäusern zumindest für die Zeit der Corona-Pandemie zu befragen und welche Pläne das Land in der Schublade hat, sollte eine zweite Welle kommen.

Gefragt, ob es nie Überlegungen gab, „im Rahmen der Corona-Pandemie eines oder mehrere der geschlossenen Krankenhäuser hier im Hohenlohekreis zumindest für diese Zeit zu reaktivieren“, meinte der Minister, das sei zu keinem Zeitpunkt entschieden gewesen, weil „gerade die große Chance eine größere Einheit mit größeren Intensivkapazitäten zu bespielen, wesentlich sinnvoller als kleine, dezentrale“ sei. Das sei auch die Erfahrung im ganzen Land, nämlich „dass zu kleine Einheiten für solch eine Herausforderung nicht geeignet wären“.

Hinsichtlich einer zweiten Welle empfahl Lucha, weiterhin achtsam zu sein: „Das Virus ist da, es ist unter uns und wir müssen alles dafür tun, dass es sich nicht unkontrolliert in der Gesamtbevölkerung verbreitet“. Im Fall der Fälle solle aber nicht mehr das ganze Land heruntergefahren werden, sondern „auf dieser Basis werden wir uns ausschließlich auf lokale und regionale Beschränkungen konzentrieren und alles dafür tun, dass keine größeren Schließungen großflächig nötig werden“.

Video: Dr. Felix Kribus




„Mein Papa fährt auch Bagger und hier kann ich wie mein Papa sein“

Mit dem gut zehn Quadratmeter großen Sandkasten vor Yvonnes Café hat die Stadtverwaltung Künzelsau einen Volltreffer gelandet. Zwischen Palmen und Oleander können die lieben Kleinen sandeln: Spielzeugbagger, Schaufeln und Sandsieb sorgen für zukünftige, ungetrübte Kindheitserinnerungen, während die Eltern mal die Seele baumeln lassen können. GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus war vor Ort und hat mit Müttern, Kindern und Café-Betreiberin Yvonne gesprochen.

„Man hat hier Spielsachen zur Verfügung und muss nichts mitbringen“

„Es ist echt eine schöne Idee, weil man sich einfach auch mit anderen Müttern austauschen kann“, mein Mama Svenja aus Kupferzell. „Die Kinder können hier spielen und wir können entspannen und auch mal was trinken gehen, ohne dass wir die ganze Zeit nach den Kindern kucken müssen.“ Sie hätte dieses Angebot erst entdeckt und sei sofort begeistert gewesen. „Es ist zwar an der Straße, aber das interessiert die gar nicht, weil sie hier so schön spielen können“, meint Ann-Sophie aus Sindeldorf. Deshalb bleibt sie auch solange, wie das Kind mitmacht und Lust zu Spielen hat. Doch den Kindern gefällt’s: „Man sieht sie fast nicht und sie sind immer alle auf dem Bagger, spielen im Sand. Das ist schön. Es ist genug zum Spielen da“, findet Svenja. Auch Ann-Sophie sagt: „Wir haben Spielsachen hier zur Verfügung. Man muss selber nichts mitbringen, das ist klasse. Dadurch, dass wir nicht weit weg wohnen, wird das öfters vorkommen“.

Praktische Strandstühle

Auch Mama Caro aus Forchtenberg findet: „Das ist perfekt. Man kann sich als Eltern hier hinsetzen und gemütlich Kaffee trinken und reden und die Kinder beschäftigen sich alleine. Es sei denn, sie sind zu klein, aber dafür gibt’s so geschickte Strandstühle. Da kann man sich auch als Eltern hinsetzen oder die großen Geschwister dahin platzieren. Das passt, das ist perfekt“. Für die Kinder sei das dann auch nicht so langweilig, denn so hätten die was zu tun.

mehr los in der unteren Stadt

Gefragt, wie sie das Sandkastenparadies für Kinder und die dazugehörigen Eltern vor ihrem Café findet, sagt Yvonne: „Ich finde das ganz toll. Ich habe mich sehr gefreut, nachdem die Stadt angefragt hat, ob ich das so möchte“.  Es sei tatsächlich sehr schön. „Die Kinder nehmen es an, die Eltern nehmen es an. Es ist auch mehr los in der unteren Stadt. Und alleine die Initiative der Stadt ist ganz toll.“

Auch Alexa, die mit Mama und Oma gekommen ist, ist begeistert: „Ich find’s cool zum Spielen. Da ist ja ein Bagger. Mein Papa fährt auch Bagger und hier kann ich wie mein Papa sein.“

Video: FR. Felix Kribus

Transkript: Sonja Bossert

Svenja hat das Angebot in der Künzelsauer Innenstadt erst entdeckt. Foto: GSCHWÄTZ

„Dann ist es für die Kinder nicht so langweilig“, findet Caro aus Forchtenberg. Foto: GSCHWÄTZ

 




„Das war finanziell sehr schwierig“

Auf den Tag genau vor zwei Wochen hat auch die Volkshochschule Künzelsau ihre Bildungspforten wieder geöffnet. Was die Pandemie Corona für Schulleitung, Lehrer und Kursbesucher verändert hat, das haben sie GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus erzählt.

„Unser Betrieb wurde unterbrochen ab 16. 3.“, erzählt VHS-Leiterin Sonja Naegelin. „Das hieß, alle Kurse, die am Laufen waren, mussten sofort unterbrochen werden und keine Buchungen waren mehr möglich.“ Bevor der Betrieb wieder starten konnte, wurden alle VHS-Räumlichkeiten vermessen, um den Mindest-Abstand von 1,5 Metern einhalten zu können. „Die Kurse, die eine höhere Teilnehmerzahl haben, müssen tatsächlich beendet werden“, so Naegelin weiter. Manche der Teilnehmer hätten aber auch angegeben, dass sie zur Risikogruppe gehören und deshalb nicht weitermachen möchten.

„Wir haben auch Angst wie alle Leute“

„Wir mussten eine Maske tragen und mit Abstand stehen“, erzählt Deutsch-Studentin Panagiota von den Anfängen nach Corona. „Wir haben auch ein bisschen Angst wie alle Leute.“ Während der Pandemie nahmen sie und ihre Komilitonen an einem Online-Kurs teil und lernten von zuhause aus Deutsch. Deutsch-Lehrerin Irina Seber war positiv überrascht, „wie gut unsere Teilnehmer sind“. Den Grund sieht sie darin, dass „alle an dem Online-Tutorium teilgenommen haben“. Deutsch-Student Islam erzählt von anfänglicher Unsicherheit bei den Studenten: „Wir wussten nicht, wie wir das machen können in der Klasse“. Aber dann hätte die VHS eine E-Mail geschickt, in der ganz klar stand, was sie machen sollten und welche Regeln einzuhalten sind.  „Das hat gut funktioniert.“

„Ein Tropfen auf dem heißen Stein.“

Die Dozenten der VHS sind auf Honorarbasis angestellt, für die stellt die Corona-Pandemie ein großes Risiko dar. „Das hat mich ziemlich hart getroffen, da ich Alleinverdienerin bin und eine studierende Tochter habe“, sagt denn auch Irina Seber. Zwei Monate ohne Arbeit seien finanziell sehr schwierig gewesen. „Es ist immer noch schwierig.“ Für drei Monate habe sie Soforthilfe bekommen – „ein Tropfen auf dem heißen Stein“.

„Wir tun alles, um den Kursbetrieb wieder in Gang zu bringen.“

„Wir tun natürlich alles, um den Kursbetrieb so wieder in Gang zu bringen, sodass die Dozenten wieder tätig sein können“, sagt VHS-Leiterin Naegelin. In den vergangenen Jahren hätte die VHS einen Überschuss aufgrund der Integrations- und Berufssprachkurse verzeichnet. „Ab 2015 hatten wir sehr gute Jahre, da haben wir auch eine kleine Rücklage bilden können.“ Zum jetzigen Zeitpunkt könne sie aber nicht sagen, wie lange die noch reicht, weil die Situation noch nicht ausgestanden sei. Außerdem seien einige Kurse noch in der Schwebe, bei denen noch nicht klar sei, ob sie beendet oder weitergeführt werden.

VHS-Leiterin Sonja Naegelin tut alles, damit die Dozenten wieder unterrichten können. Foto: GSCHWÄTZ

Für Deutsch-Lehrerin Irina Seber war die Zeit der VHS-Schließung eine harte Zeit. Foto: GSCHWÄTZ




Freie Ausbildungsplätze zur Pflegefachkraft

Die Karoline-Breitinger-Schule in Künzelsau (KBS) bietet noch Ausbildungsplätze für die neue Ausbildung zur Pflegefachfrau oder Pflegefachmann ab September an. Dabei lernt man, Menschen aller Altersstufen in allen Versorgungsbereichen zu pflegen, heißt es in einer Pressemitteilung. Da die Absolventen nach der Ausbildung in allen systemrelevanten Versorgungsbereichen der Pflege arbeiten können, stehen ihnen vielfältige Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten offen. Zudem wird der Berufsabschluss automatisch EU-weit anerkannt. Damit besteht die Möglichkeit, auch im EU-Ausland als Pflegefachkraft zu arbeiten. Eigens für diese neue Ausbildungsform ging die Homepage http://www.kbs-generalistik.de ans Netz. Hier gibt es neben einem Jobboard für Ausbildungsinterressierte alle wichtigen Informationen rund um die neue Ausbildung in der Pflege.

Die KBS ist eine öffentliche Schule mit langjähriger Erfahrung im Bereich Pflege und verfügt über ein gutes Netzwerk. Zu ihren Kooperationspartnern zählen Kinderkrankenhäuser, Krankenhäuser und Einrichtungen der ambulanten und stationären Pflege. Qualifizierte Lehrkräfte vermitteln die Lerninhalte und fördern und fordern die Auszubildenden gleichermaßen. Für Fachkräfte in der Pflege steht an der KBS außerdem ein umfangreiches kostenloses Weiterbildungsprogramm zur Verfügung. Noch in diesem Jahr gibt es die Möglichkeit, sich kostenneutral zur Praxisanleiterin, zur gerontopsychiatrischen Fachkraft oder zur Leitung einer Funktionseinheit weiterzubilden.

Weitere Informationen unter http://www.kbs-generalistik.de. Eine Beratung ist auch telefonisch möglich unter Telefon 07940/939 040.

Quelle: Pressemitteilung der KBS

 




Frischer Wind am Campus Künzelsau

Bei den laufenden Hochschul-Prüfungen müssen die Räume ohne Lüftung oder Klimatisierung wegen möglichen Coronaviren sehr gut manuell belüftet werden. Der Künzelsauer Ventilatorenbauer Ziehl-Abegg hat deshalb laut einer Pressemitteilung diese Woche die Hochschule Heilbronn am Campus Künzelsau kurzfristig kostenfrei mit vier großen, transportablen Industrieventilatoren unterstützt.

„Coronaviren reichern sich in geschlossenen Räumen an, daher müssen wir vor und nach den Prüfungen an der Hochschule regelmäßig lüften“, sagt Prof. Dr.-Ing. Anke Ostertag, Dekanin der Reinhold-Würth-Hochschule, in der Mitteilung. Doch nicht jeder Raum ist mit einer Lüftungsanlage ausgestattet. “Da wir die Experten sind, wenn es ums Bewegen von Luft geht, freut es mich, dass die Hochschule auf uns zukam”, sagt Peter Fenkl, Vorstandsvorsitzender von Ziehl-Abegg. „Natürlich ist eine moderne Lüftungsanlage, wie sie unsere Kunden einbauen, die beste Lösung“, so Fenkl weiter. „Doch jetzt geht es darum, kurzfristig und schnell für eine sichere Belüftung zu sorgen.“

Quelle: Pressemitteilung von Ziehl-Abegg




HK – In geheimer Mission

Am 09. Dezember 2019 hat der Kreistag des Hohenlohekreises den Beschluss gefasst, den kurz vorher beschlossenen „Sitzdienst“ eines Notarztes im Künzelsauer Krankenhaus kurzfristig zu evaluieren. Kriterien für die Evaluierung wurden keine festgelegt, „das ist dann eine politische Entscheidung“, bemerkte damals Landrat Dr. Matthias Neth. Das nennt man wohl Hohenloher Landrecht. Beschlossen, um es kurze Zeit später ohne weitere Erklärung wieder zu streichen.

Notarzt-Sitzdienst kommt nach kürzester Zeit wieder weg

Inzwischen wurde anscheinend Evaluierung abgeschlossen und es wurde wohl beschlossen, den Sitzdienst nach kurzer Zeit schon wieder zu beenden. Das mag ja durchaus eine sinnvolle Entscheidung gewesen sein, allerdings kann das niemand so wirklich beurteilen, denn die Informationspolitik des Landrats Dr. Neth lässt zum wiederholten Male sehr zu wünschen übrig. Auf welchen Zahlen, Daten und Fakten diese Entscheidung beruht und von wem sie getroffen wurde (Kreistag, Landrat/samt oder BBT-Gruppe) ist nicht bekannt.

Offenbar wurde „exklusiv“ die Hohenloher Zeitung über diesen Beschluss informiert, die Bürger wurden wieder einmal vom Landrat gar nicht erst angesprochen, nicht einmal durch eine „NEWS“ im Internetangebot des Landratsamts. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Landrat die Hohenloher Zeitung als sein persönliches Verlautbarungsorgan ansieht und die Hohenloher Zeitung das ähnlich sieht.

Auf welcher Grundlage werden hier Entscheidungen von wem getroffen?

Über die Entscheidungsgrundlagen und vor allem, wer und wie die Entscheidung mit welcher Mehrheit getroffen hat, ist dort allerdings nichts zu lesen. Dabei forderte der Antragsteller, Niederrnhalls Bürgermeister Achim Beck, im Dezember mit klaren Worten Transparenz, als er beantragte, daß der Kreistag „in einer nachfolgenden öffentlichen Sitzung im März oder April 2020 zur Entscheidung bezüglich der weiteren Fortführung“ abstimmen sollte. Ein kürzlicher Termin einer Kreistagssitzung ist nicht bekannt. Sollte es einen Beschluss ohne Sitzung im Umlaufverfahren gegeben haben, würde man doch wenigstens eine Bekanntmachung auf den Internetseiten des Landkreises erwarten.

Einmal mehr ist daher die bekannt intransparente Informationspolitik von Landrat Dr. Neth zu beklagen.

Verlautbaren ließ Dr. Neth übrigens auch, dass in das Krankenhausgebäude ein Hospiz einziehen soll und dass das MVZ Gestalt annehmen würde. Dasselbe MVZ, das den Künzelsauer Bürgern bereits 2018 versprochen wurde und von dem zwei Jahre später noch immer nichts zu sehen ist. Ob es  inzwischen Arztsitze gibt, die an die BBT übertragen wurden? Nein, auch darüber erfährt man nichts. Ohne Arztsitze kann es aber kein funktionierendes und breit aufgestelltes MVZ geben – der Bürger wird auch hierzu im Dunklen gelassen.

Auch hierzu wird der Bürger im Dunkeln gelassen

Erstaunlich ist auch der zeitliche Zusammenhang der Verlautbarung mit dem Brief der Stadt Künzelsau an die Ärzte, in dem den Ärzten und den Bürgern in Aussicht gestellt wird, dass die Stadt Künzelsau mit dem Gedanken spiele, das Krankenhausgebäude zu kaufen, um hier Praxisräume für Ärzte zu schaffen – zwar laut Neumann „eine Option von vielen“, aber dennoch eine Option.

Man bekommt den Eindruck, als ob es nicht nur mit der Offenheit gegenüber den Bürgern, sondern auch mit der Kommunikation zwischen Landratsamt und der Stadt Künzelsau nicht zum Besten steht. Wenn die Stadt Künzelsau die Ärzte darüber informiert, dass sie das Krankenhausgebäude möglicherweise kaufen und dort eventuell Raum für Arztpraxen schaffen würde, dann muss man davon ausgehen, dass die Grundlage für so eine Anfrage bereits einigermaßen abgeklärt ist. Es sollte zum Beispiel eine erklärte Verkaufsabsicht des Eigentümers vorhanden sein und es sollte auch abgeklärt sein, dass der Verkäufer auch tatsächlich an die Stadt Künzelsau verkaufen würde. Wenn der Verkäufer, in dem Fall das Landratsamt, danach mitteilt, vor einem eventuellen Verkauf einen großen Mieter in das Gebäude zu setzen, dann ist das doch recht unüblich.

„Diese Summe halte ich für überzogen“

Auch mit den Zahlen, die in Bezug auf das ehemalige Krankenhausgebäude immer wieder genannt werden, wird umgegangen, wie wenn es sich dabei lediglich um lapidare Cent-Beträge handelt. Betonte Landrat Neth auf der Kreistagssitzung im Rahmen der zukünftigen Gesundheitsversorgung Künzelsau, noch die Summe von rund 30 Millionen Euro, die zur Sanierung des Krankenhausgebäudes benötigt werde – sagte Bürgermeister Stefan Neumann nun vor kurzem hierzu: „Diese Summe halte ich für überzogen.“ Der Landrat und der Bürgermeister scheinen in diesem Punkt uneins zu sein. Da fragt man sich wieder mal, auf welcher Grundlage hier Zahlen auf den Tisch geworfen und darauf basierend Entscheidungen gefällt werden. Wie sagte Arnulf von Eyb doch einst: „Wir sind doch hier nicht in Bananien.“

Aber man muss sich zum Schutz von Bürgermeister Neumann schon fragen, wie denn ein Hospiz nun auf einmal ohne Weiteres in das Gebäude einziehen soll, wenn doch zuvor diese teure Renovierung / Sanierung der Räumlichkeiten immer wieder im Raum stand – oder beabsichtigt man das Gebäude gar nicht zu renovieren / zu sanieren für das Hospiz, das angeblich kommen soll?

Man fragt sich, welche Strategie hinter einer derartigen Informationspolitik steckt, in der offensichtlich sowohl die Bürger als auch die Gremien der Kreisstadt, Gemeinderat und Bürgermeister, entweder im Unklaren gelassen oder schlicht falsch informiert werden.

Künzelsaus Bürgermeister Neumann hat das Jahr 2020 unter das Leitmotiv „Zukunft Gesundheit“ gestellt. Auch er muß langsam liefern – das Jahr ist schließlich halb vorbei.

Das Krankenhaus und die Folgen der Schließung des Standorts Künzelsau werden den Hohenlohekreis noch lange beschäftigen.

Ein Kommentar von Matthias Lauterer




Künzelsau: Sommerschule & kreative Malwerkstatt

Die Stadtverwaltung Künzelsau bietet aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr eine durchgängige Betreuung in den Sommerferien für Kindergarten- und Schulkinder bis zur sechsten Klasse an: Die ersten drei Ferienwochen sind laut der Pressemitteilung der Stadtverwaltung neu im Betreuungsangebot. In diesen Wochen findet eine Ferienbetreuung an der Georg-Wagner-Schule am Kocher in Künzelsau von 7.30 Uhr bis 14 Uhr statt. Die Kosten pro Woche belaufen sich auf 20 Euro. Anmeldungen hierfür nimmt Barbara Schütz an der Georg-Wagner-Schule unter Telefon 07940/98 290 53 oder per E-Mail Barbara.Schuetz@gewas-kuenzelsau.de entgegen.

In der Sommerschule den Lernstoff erschließen

Daran schließt sich die Sommerschule in den letzten drei Ferienwochen an. Die Sommerschule findet von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr ebenfalls an der Georg-Wagner-Schule am Kocher statt. Neben Spaß und Betreuung gibt es hier auch die Möglichkeit, Lernstoff anders als im Schulalltag zu erschließen. Praktisches Alltagswissen wird erworben und Gemeinschaft mit anderen Kindern erlebt. Altersgerecht und spielerisch werden dabei auch die sozialen Kompetenzen wie Motivation, Kommunikationsfähigkeit und Teamarbeit gefördert. Eine Woche kostet inklusive Mahlzeiten und Ausflüge 60 Euro. Dieses günstige Angebot der Stadtverwaltung Künzelsau ist nur durch die finanzielle Unterstützung der Albert Berner-Stiftung möglich. Anmelden können Eltern ihre Kinder ab sofort bei Jessica Rudolph von der Stadtverwaltung unter Telefon 07940/129 209 oder per E-Mail jessica.rudolph@kuenzelsau.de sowie bei Barbara Schütz unter Telefon 07940/982 9053 oder per E-Mail Barbara.Schuetz@gewas-kuenzelsau.de.

Fast 40 Termine im Sommerferienprogramm

Das klassische Sommerferienprogramm enthält fast 40 Programmpunkte von der Kreativen Malwerkstatt über den Kinofilm „Die Eiskönigin“ bis hin zu Drei Tage auf dem Pferdehof. Die meisten Angebote sind kostenlos und richten sich an Kinder und Jugendliche zwischen vier und siebzehn Jahren. Zum ersten Mal finden im Rahmen des Ferienprogramms auch Space Days in Kooperation mit der experimenta Heilbronn statt. Eine Woche lang dreht sich für die Teilnehmer im Alter von acht bis elf Jahren alles um Astronomie, Weltraum und Wissenschaft. Die Teilnahme kostet für die gesamte Woche 60 Euro. Anmeldungen nimmt Milen Fuchs von der Stadtverwaltung Künzelsau unter Telefon 07940/129 109 oder per E-Mail milen.fuchs@kuenzelsau.de entgegen.

Termine Sommerferienprogramm:
#1 Kreative Malwerkstatt, Montag, 3. August
#2 Töpfern (drei Termine, vormittags), Montag, 3. August, Dienstag, 4. August, Dienstag, 18. August
#3 Töpfern (drei Termine, nachmittags), Montag, 3. August, Dienstag, 4. August, Dienstag, 18. August
#4 Eine kleine Bewegungsschule, Nordic Walking, Montag, 3. August
#5 Das perfekte Rezept für deine Fotografien, Dienstag, 4. August
#6 Wanderung mit dem Zeichenblock, Mittwoch, 5. August
#7 Kinofilm: Der König der Löwen (2019), Mittwoch, 5. August
#8 Bücherschätze entdecken in Künzelsau, Mittwoch, 5. August
#9 Mi-Ma-Mä-Mi-Mu – Das Mit Mach Märchen Mit Musik. Lesereisen in der Bibliothek Frau Holle für Kinder. Mit-Mach-Abenteuer – „Komm‘ wir spielen Indianer“, Donnerstag, 6. August
#10 Taste dich ran, Montag, 10. August
#11 Space Days, Montag, 10. bis Freitag, 14. August (mit täglicher Heimkehr)
#12 Kreative Malwerkstatt, Montag, 10. August
#13 Wanderung mit dem Zeichenblock, Dienstag, 11. August

#14 Kinofilm: Die Eiskönigin, Mittwoch, 12. August
#15 Mit der Hand oder doch mit dem Pinsel? Mittwoch, 12. August
#16 Mi-Ma-Mä-Mi-Mu – Das Mit Mach Märchen Mit Musik. Lesereisen in der Bibliothek Frau Holle für Kinder. Mit-Mach-Abenteuer – „Komm‘ wir spielen Indianer“, Donnerstag, 13. August
#17 Sicheres Radfahren, Donnerstag, 13. August
#18 Zwei Tage auf dem Pferdehof, von Montag, 17. August bis Dienstag, 18. August (zwei Tage am Stück mit Übernachtung)
#19 Luftballonmodellage, Illusions-, Zauber-, und Feuershows, Dienstag, 18. August, vormittags
#20 Luftballonmodellage, Illusions-, Zauber-, und Feuershows, Dienstag, 18. August, nachmittags
#21 Bücherschätze entdecken in Künzelsau, Mittwoch, 19. August
#22 Kreative Malwerkstatt, Mittwoch, 19. August
#23 Kinofilm: Trolls World Tour, Mittwoch, 19. August
#24 Wanderung mit dem Zeichenblock, Donnerstag, 20. August
#25 Naturfreunde aufgepasst, Donnerstag, 20. August
#26 Mi-Ma-Mä-Mi-Mu – Das Mit Mach Märchen Mit Musik. Lesereisen in der Bibliothek Frau Holle für Kinder. „Die Bremer Stadtmusikanten“, Donnerstag, 20. August
#27 Drei Tage auf dem Pferdehof, von Montag, 24. August bis Mittwoch, 26. August (drei Tage am Stück mit Übernachtung)
#28 Kinofilm: Lassie – eine abenteuerliche Reise, Mittwoch, 26. August
#29 Ist es wirklich „nur“ Natur! Mittwoch, 26. August
#30 Mi-Ma-Mä-Mi-Mu – Das Mit Mach Märchen Mit Musik. Lesereisen in der Bibliothek Frau Holle für Kinder. „Die Bremer Stadtmusikanten“, Donnerstag, 27. August
#31 D`Artagnan und die Musketiere – Einführung in die Sportart Fechten, Donnerstag, 27. August
#32 Kreative Malwerkstatt, Montag, 31. August
#33 Kinofilm: Shaun das Schaf – Ufo Alarm, Mittwoch, 2.September
#34 Wanderung mit dem Zeichenblock, Donnerstag, 3. September
#35 Selbstbehauptung und Selbstverteidigung mit Wendo (für Mädchen von 10 bis 12 Jahren), Montag, 7. September
#36 Selbstbehauptung und Selbstverteidigung mit Wendo (für Mädchen/junge Frauen von 14 bis 17 Jahren), Montag, 7. September
#37 Puppenspiel und Puppenbau, Mittwoch, 9. September
#38 Kinofilm: Die Heinzels – Rückkehr der Heinzelmännchen, Mittwoch, 9. September
#39 Pony-Pferd-Kuh-Runde auch für die Kleinen, Samstag, 12. September

Schriftliche Anmeldung

Die Betreuungsangebote sind für Kinder aus dem gesamten Stadtgebiet sowie den Teilorten. Das Anmeldeformular und weitere Informationen gibt es online unter http://www.kuenzelsau.de/tagesbetreuung. Anmeldungen müssen schriftlich an die Stadtverwaltung Künzelsau, Stuttgarter Straße 7, 74653 Künzelsau gerichtet werden. Für alle Aktionen und Veranstaltungen gilt: Die Auflagen und Einschränkungen der Corona-Verordnungen müssen eingehalten werden.

Durchgängiger Ferienkindergarten

Ferienkindergarten und Sommervorschule: Die Einrichtungen haben normalerweise 25 feste Schließtage. Die längste Zeitstrecke ist drei Wochen in den Sommerferien. Zum Ausgleich für die lange Schließzeit durch Corona bietet die Stadtverwaltung einen durchgängigen Ferienkindergarten für Kindergartenkinder in elf Kindergärten und drei Krippen vom 3. bis 21. August 2020 an. Erstmalig speziell für Vorschulkinder, die nach den Kindergartenferien keine Betreuung mehr haben, gibt es in den letzten drei Sommerferienwochen bis zum Schulstart, von 24. August bis 11. September 2020, die Sommervorschule mit spielerischer Schulvorbereitung und Ausflügen am Schulstandort der Georg-Wagner-Schule am Kocher. Die Kosten pro Woche Schulvorbereitung betragen 60 Euro, inklusive Frühstück und Mittagessen. Die Abfrage der Eltern zur Buchung der einzelnen Wochen erfolgte über die Kita-Info-App in den jeweiligen Einrichtungen direkt und ist bereits abgeschlossen. 

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




„Mein Mann hat eine schwere Kindheit gehabt“

Das Bürgerbudget für Bürgerprojekte in und um Künzelsau kann nun doch in die zweite Runde gehen. Ermöglicht hat das die Albert Berner-Stiftung, die das Bürgerbudget im Rahmen ihres 25. Jubiläumsjahrs als neues Leuchtturmprojekt ausgelobt hat und die Fördersumme in Höhe von 50.000 Euro übernimmt. Aufgrund der Corona-Pandemie und einer Haushaltssperre der Stadt lag die aktuelle Ausschreibung für das Bürgerbudget auf Eis.

GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus war bei der feierlichen Scheckübergabe im Rathaus mit dabei.

„Das ist ein sehr, sehr glücklicher Tag“

„Es gibt ganz viele Leute, die Ideen haben und mit anpacken wollen, aber denen noch etwas fehlt zum Glück“, so Bürgermeister Neumann. „Dieses Etwas ist der Teil, den das Bürgerbudget beitragen kann.“ Die Grundidee des Bürgerbudgets sei, die Leute, die eine Idee haben, anzuregen, zu schauen, dass diese umsetzbar ist, und sich dann Partner zu suchen. „Insofern ist das ein sehr, sehr glücklicher Tag heute.“

„Mein Mann ist ein echter Hohenloher“

„Es ist der Wunsch meines Mannes, der ein echter Hohenloher ist, der hier aufgewachsen ist unter schwierigen Verhältnissen – er hat eine sehr schwere Kindheit gehabt – und hat dann doch den Schwung bekommen, dass er sich selbstständig gemacht hat. Er ist der Bevölkerung und dem Land hier sehr dankbar, dass er die Möglichkeit gehabt hat und deswegen wollte er etwas zurückgeben“, sagte Ursula Berner, Stiftungsratsvorsitzende der Albert-Berner-Stiftung und Ehrenbürgerin von Künzelsau zur Motivation von Albert Berner. „Und dieses Zurückgeben sieht er speziell im Hohenlohekreis, weil wir entdeckt haben, dass es viele kleine Felder gibt, die nicht so in den Vordergrund rücken, aber die eigentlich auch bedient sein müssen.“

Projektideen können bis Mittwoch, 26. August 2020, eingereicht werden

In einem ersten Schritt können bis Mittwoch, den 26. August 2020, Projektideen bei der Stadtverwaltung eingereicht werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau. Wichtig ist, dass die Projekte der breiten Öffentlichkeit dienen und durch sie ein Mehrwert für Künzelsau und die Künzelsauer Bevölkerung geschaffen wird. Anfang September wird über die Zulassung der Projekte entschieden und der Öffentlichkeit zur Abstimmung in Form eines Online-Votings bekannt gegeben. Anschließend kann die Künzelsauer Bevölkerung bis Ende September abstimmen, welche Projekte mit den Mitteln aus dem Bürgerbudget gefördert werden sollen. Nach der Online-Abstimmung steht voraussichtlich Ende September die endgültige Entscheidung.

Projekte für die Allgemeinheit

Vorschlagsberechtigt sind alle Künzelsauer Vereine, Organisationen, Kirchen und Privatpersonen sowie städtische Einrichtungen. Folgende Kriterien müssen erfüllt sein: Das Projekt muss der Allgemeinheit dienen, gemeinnützige Zwecke nach §52 AO erfüllen und in Eigenregie umsetzbar sein. Eine Förderung ist möglich für Projekte aus den Bereichen Soziales, Bildung, Kultur und Sport. Es wird eine angemessene Eigenleistung der Antragsteller erwartet. Die Finanzierung muss mit dem Beitrag durch das Bürgerbudget gesichert sein.

Video-Sprechstunde mit Bürgermeister Neumann

Bei Bewerbungen zum Künzelsauer Bürgerbudget tauchen immer wieder Fragen auf: Welche Projekte sind zugelassen? Was muss ich bei der Finanzierung beachten? Wie kann ich mich bewerben? Um alle offenen Fragen zu klären und Projektideen gemeinsam zu besprechen, gibt es am Montag, den 06. Juli, den 20. und 27. Juli 2020, jeweils zwischen 11 und 12 Uhr die Möglichkeit für eine Video-Sprechstunde mit Bürgermeister Stefan Neumann. Eine vorherige Anmeldung über buergerbudget@kuenzelsau.de ist erforderlich. Weitere Informationen und Dokumente rund um das Künzelsauer Bürgerbudget sowie das Antragsformular gibt es auf http://www.kuenzelsau.de/buergerbudget. Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung Künzelsau ist Rafaela van Dorp, erreichbar unter Telefon 07940/129 102 oder per E-Mail rafaela.vandorp@kuenzelsau.de. Ansprechpartner bei der Albert Berner-Stiftung ist Renate Wolpert, erreichbar unter Telefon 07940/121 701 oder per E-Mail renate.wolpert@berner-group.com.

Quellen: GSCHWÄTZ vor Ort/Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




„Sommer in der Stadt“ – In Künzelsau ist was los

Verreisen im Sommerurlaub fällt dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie für viele aus. Deshalb bringt laut einer Pressemitteilung die Künzelsauer Stadtverwaltung zusammen mit der Werbegemeinschaft Künzelsau und den Unternehmen vor Ort an vier zentralen Plätzen Urlaubsfeeling in die Innenstadt. Liegestühle, Loungemöbel, Sandflächen, Pflanzen und kleine Aktionen laden seit Mitte Juni zum Verweilen ein am Unteren Markt, Alten Rathaus, Oberer Bach und am Restaurant Emma.

Ab Donnerstag, den 02. Juli 2020, bis Donnerstag, den 17. September 2020, gibt es jeden Donnerstag von 17 bis 20 Uhr ein unterhaltsames Angebot, das vom DJ über Live-Musiker bis zum Grillabend reicht. Die neu geschaffenen „Sommer-in-der-Stadt-Plätze“ werden von der Stadtverwaltung und der Werbegemeinschaft Künzelsau bespielt. Die dann geltenden Auflagen und Hygieneregeln der Gastronomie müssen beachtet werden. Der Eintritt ist frei.

Termine von „Sommer in der Stadt“ sind immer donnerstags:

2. Juli 2020: Emma, DJ Bott

7. Juli, Yvonne‘s Cafe, Prestige Filmtheater und Popcorn-Verkauf, autowalter mit DR!FT-Race, Raiba-Cocktails un Michael Breitschopf

16. Juli: Altes Rathaus, Karibische Nacht, Shadows Acoustics, Duft-Promotion

23. Juli: Alte Schmiede, Grillabend, autowalter mit DR!FT-Racer

30. Juli: Yvonne‘s Cafe, Michael Breitschopf und Chris Herzberger

6. August: Altes Rathaus, WeinSchmiede, Karibische Nacht, Bretter und „Fu unter uns“

13. August: Alte Schmiede, Grillabend und Freddy Hrubesch

20. August: Emma, Kokolores, Fotos, Reisen und Feuershow, Foto-Linke, Tui ReiseCenter – die reisebox

27. August: Altes Rathaus, „Steel, Wine & Honey“ und WeinSchmiede

3. September, Alte Schmiede, Kokolores und Chris Reckwardt

10. September: Emma, DJ AiTmaN, autowalter mit DR!FT-Racer

17. September 2020: Yvonne‘s Cafe, Kokolores und Michi Fahrbach

„Sommer in der Stadt“ wird vom Globus Baumarkt Künzelsau und der WeinSchmiede von Benjamin Frank unterstützt. 

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Künzelsauer Kocherfreibad startet in die Saison – Eine Million investiert für gute Wasserwerte

Es darf wieder gebadet werden: Am Freitag, den 26. Juni 2020, startet das neugestaltete Künzelsauer Kocherfreibad in die Saison. „Auch wenn wir auf eine große Einweihungsparty wegen der Einschränkungen und Auflagen der Corona-Verordnung des Landes verzichten und die Anzahl der Besucher deshalb begrenzt sein wird, freue ich mich sehr, dass wir endlich in die Saison starten können“, so Bürgermeister Stefan Neumann in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung.

Neues Naturschwimmbecken

Neu ist das rund 800 Quadratmeter große Naturschwimmbecken, das mit Wasser aus dem Kocher gespeist wird. Bevor das Kocherwasser in das 1,30 Meter tiefe Nichtschwimmerbecken mit dem Sandstrand fließt, passiert es laut der Mitteilung eine Pflanzenfilteranlage. „Wir verzichten komplett auf Chlor und andere chemische Reinigungszusätze“, erklärt der Technische Werkleiter der KünWerke Bernd Scheiderer, der die Neugestaltung des Bades betreut hat. „Mit den Planern der WasserWerkstatt aus Bamberg haben wir eine komplett biologische Reinigung mit Pflanzenfilter und UV-Licht geschaffen.“

„Das Kocherfreibad mit der Badebucht ist einzigartig.“

Claus Schmitt von der WasserWerkstatt hat das neue Bad geplant und freut sich über das Ergebnis: „Das Kocherfreibad ist eines der letzten Flussbäder in Baden-Württemberg, eventuell sogar das letzte, und nun mit der Badebucht einzigartig, da das Flusswasser durch die Zirkulation und Filtration über Pflanzenfilter gereinigt und somit eine dauerhaft verbesserte Wasserqualität herbeigeführt wird.“ Die letzten Proben vor der Eröffnung bestätigten eine ausgezeichnete Wasserqualität in dem Naturbecken, das durch eine Mauer vom Kocher abgetrennt ist und den Betrieb des Bades fortan unabhängig von den Wasserwerten des Kochers ermöglicht. Die Stadtverwaltung wird auch weiterhin selbst Wasserproben auswerten lassen, zusätzlich zu den routinemäßigen Proben des Gesundheitsamtes.

Eine Million Euro für gute Wasserwerte

Damit durchgängig im laufenden Betrieb gute Wasserwerte gehalten werden können, war der rund eine Million Euro teure Ausbau erforderlich. Die Schließung des Bades wegen schlechter Wasserqualität, die in den zurückliegenden Jahren leider immer wieder Mal erforderlich war, gehört nun der Vergangenheit an. Vom Baden im Kocher rät die Stadtverwaltung dennoch weiterhin ab. Viele Künzelsauer Einwohner haben sich mit Protestaktionen für den Erhalt des Flussfreibades eingesetzt. „Auch diesen engagierten Protestschwimmern und der Zustimmung des Gemeinderates haben wir das neue Naturschwimmbecken mit gereinigtem Kocherwasser zu verdanken“, so Bürgermeister Stefan Neumann. „Die Institution Kocherfreibad bleibt uns allen erhalten.“

Planschbecken, Tretboote, Stand-Up-Paddling

Das Planschbecken mit einem Wasserpilz und einer Wasserrutsche ist unverändert geblieben und ebenfalls ab 26. Juni in Betrieb. Es ist mit Trinkwasser befüllt und hat eine Wasserfläche von rund 100 Quadratmetern. Der Spielplatz in Wassernähe sorgt außerdem für Unterhaltung der kleinen Badegäste. Tretboote und Boards für Stand-Up-Paddling, gesponsert von regionalen Unternehmen, werden im Lauf der Saison dazukommen und für Abwechslung und sportliche Aktivität sorgen. Auch das Beachvolleyballfeld kann bespielt werden. „Selbstverständlich stehen auch die Umkleidekabinen und Sanitärräume zur Verfügung“, merkt Bernd Scheiderer an.

Hygiene- und Infektionsschutzkonzept

Die großzügige Liegewiese lädt zum gemütlichen Verweilen ein – und ist ein Plus, das die Einhaltung der Corona-Abstandsregeln von zurzeit 1,50 Meter erleichtert. Die jeweils aktuell geltenden Auflagen müssen in allen Bereichen des Freibades und des Campingplatzes eingehalten werden. Das für Bäder zuständige Team bei der Stadtverwaltung hat ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept ausgearbeitet, das einen größtmöglichen Schutz für die Badegäste gewährleisten soll. Demnach dürfen maximal rund 190 Personen gleichzeitig im Naturschwimmbecken mit einem Abstand von ungefähr 1,50 Meter die natürliche Erfrischung genießen. Begrenzt ist auch die Anzahl der Besucher, die sich insgesamt auf dem Gelände des Kocherfreibades aufhalten dürfen. „Beim Eintritt in das Bad werden wir ‚tickern‘“, erklärt Bernd Scheiderer. „Ist die Obergrenze erreicht, dürfen wir niemanden mehr einlassen.“ Beim Eintritt in das Bad muss ein Mund-/Nasenschutz getragen werden, der auf dem Badgelände und unter Einhalten der Abstandsregeln wieder abgelegt werden kann. Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten werden zudem in erhöhtem Umfang durchgeführt. Bürgermeister Stefan Neumann appelliert: „Für die Einhaltung der Auflagen sind Verständnis und Verantwortungsbewusstsein der Badbesucher erforderlich.“

Biergarten bereits geöffnet

Uwe Pimpl hat den Kiosk im Eingangsgebäude des Kocherfreibades und den Biergarten, der direkt angegliedert ist, gepachtet. Der Biergarten hat bei schönem Wetter bereits seit dem Frühjahr geöffnet. Der Campingplatz auf dem Freibadgelände hat acht Stellplätze für Wohnmobile und zirka 20 Plätze für Zelte. Reservierungen sind bei Uwe Pimpl möglich unter Telefon 0170/311 8099.

Um ein Anstehen an der Freibadkasse zu vermeiden und das Infektionsrisiko zu minimieren, rät die Stadtverwaltung, Eintrittskarten im Bürgerbüro im Rathaus, Stuttgarter Straße 7, Künzelsau, zu kaufen. Dort sowie im Kocherfreibad sind Einzel- und Saisonkarten zu haben. Einzeltickets für Erwachsene kosten 2,50 Euro, für Kinder und Jugendliche bis bis 16 Jahre, Schüler, Studenten, sowie Schwerbehinderte (ab 50 Grad der Behinderung) 1,50 Euro. Auf dem Campingplatz zahlen Erwachsene fünf Euro pro Nacht.

Das Kocherfreibad hat bei Badewetter montags bis freitags von elf bis 19 Uhr, an Wochenenden, Feiertagen sowie in den Ferien von zehn bis 19 Uhr geöffnet.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

 

Übersichtsplan des Kocherfreibads Künzelsau. Urheber: WasserWerkstatt

 

Badebucht im neugestalteten Kocherfreibad. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau/Olivier Schniepp

Die neue Pflanzenfilteranlage. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau/Olivier Schniepp