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ACTIV-Group hat nun endlich einen Generalunternehmer gefunden

Nur wenige Tage vor seiner Wiederwahl im Mai 2018 konnte Bürgermeister Neumann noch den Verkauf des seit langem brachliegenden PEKA-Geländes vermelden. Ein modernes Stück innenstädtische Architektur sollte entstehen, mit Handelsflächen und Wohnraum mitten in der Stadt. Sogar der größte Mieter wurde schon genannt: Der MÜLLER-Markt will aus der Hauptstraße in moderne Räumlichkeiten umziehen und im neuen Gebäude eine Fläche von 1.700 Quadratmeter anmieten. Und der erste Spatenstich war für den Herbst 2018 avisiert worden.

Verkauf des Geländes im Mai 2018

Am 13. November 2018 wurde das Projekt im Gemeinderat nochmals behandelt, ein Baugesuch war bis dahin nicht eingereicht. Einige Änderungen sollten noch eingearbeitet werden. Außerdem orakelte Christian Neudeck, Prokurist bei der Activ-Group, die das Projekt entwickelt, dass sich das Prozedere im Projektgeschäft geändert habe, betonte aber, „ich verspreche, das Projekt wird kommen“.

Plakat am Bauzaun

Bereits am Abend dieser Gemeinderatssitzung hatten Bürger ein satirisches und weitsichtiges Plakat am Bauzaun des PEKA-Geländes angebracht. Denn fast zwei Jahre später ist von einer Bautätigkeit immer noch nichts zu sehen.

Man sollte doch davon ausgehen, dass ein Projektentwickler möglichst rasch Rendite erzielen möchte und ihm daher an einem schnellen Baubeginn und schnellen Miet- und Verkaufseinnahmen gelegen ist. Daher ist es schon verwunderlich, dass sich mehr als zwei Jahre nach dem verkündeten Verkauf auf der Baustelle noch nichts tut.

Alle notwendigen Genehmigungen sind erteilt

Laut Auskunft der Stadtverwaltung Künzelsau steht einem Baubeginn nichts mehr im Wege: „Im Juli hat die Stadtverwaltung Künzelsau umfangreiche Erschließungsarbeiten für einen Baustart im Quartier An der Stadtmauer durchgeführt. Die Baugenehmigung ist erteilt.“ Der Ball liegt jetzt also in der Hälfte des Projektpartners, der Activ-Group aus Schemmerhofen bei Ulm, die mehrere ähnliche Projekte betreut, oftmals übrigens mit dem Ankermieter MÜLLER. Allerdings verlaufen nicht alle diese Projekte der Activ-Group reibungslos:

ACTIV-Group: Nicht nur reibungslose Projekte

In Oberndorf am Neckar hat die Activ-Group erklärt, dass sie ihren Verpflichtungen in der Alten Brauerei, wo ein Pflegezentrum und Wohnungen geplant waren, nicht nachkommen könne. Als Grund wurde angegeben, dass man keine Angebote von Bauunternehmen bekommen habe, die einen wirtschaftlichen Betrieb des Objekts ermöglicht hätten.

In Rottweil ist das Projekt „Am Nägelesgraben“ seit Jahren geplant, aber nicht gebaut, sodass die örtliche CDU im April 2019 den Verantwortlichen der ACTIV-Group einen Spaten für den ersten Spatenstich übergeben hat. Auch hier ist davon die Rede, dass die Angebotspreise der Generalunternehmer zu hoch gewesen seien. Inzwischen ist der Baubeginn erfolgt.

Das Projekt „Eyach-Arkaden“ in Balingen wurde gänzlich gestoppt: Ein Rechtsstreit mit einem Anwohner, der zwar für die Activ-Group prinzipiell positiv ausging, hatte sich so lange hingezogen, dass geplante Ankermieter abgesprungen sind.

Spatenstich in Künzelsau noch dieses Jahr

Man wundert sich doch sehr, dass ein erfahrener Projektentwickler gleich mehrfach über die Marktpreise im Baugewerbe stolpert und deswegen Projekte in Gefahr geraten oder gänzlich gestoppt werden. Auf GSCHWÄTZ-Nachfrage teilt die ACTIV-Group mit, dass diese Gefahr in Künzelsau nicht bestehe: Inzwischen sei der Generalunternehmer ausgewählt worden und der Spatenstich soll noch in diesem Jahr stattfinden. Der genaue Termin steht allerdings noch nicht fest.

Text: Matthias Lauterer

 

 

Das PEKA-Kaufhaus kurz vor dem Abriss. Foto: GSCHWÄTZ

Manch ein Anwohner wünscht sich offenbar einen Stadtpark auf das alte PEKA-Areal. Foto: GSCHWÄTZ/Lauterer

 

 




So reich ist Künzelsau

Der stellvertretende Kämmerer der Stadtverwaltung Künzelsau, Ulrich Walter, stellte dem Gemeinderat in der Sitzung vom Mittwoch, den 23. September 2020, die kommunale Eröffnungsbilanz vor. Wegen Corona fand die Sitzung in der Stadthalle statt.

190 Millionen Euro Vermögen

Kurz gesagt: Das Vermögen der Stadt Künzelsau beläuft sich auf circa 190 Millionen Euro, wobei das Sachvermögen mit rund 116 Millionen Euro der größte Posten ist. In das Sachvermögen fallen unter anderem Grundstücke und Gebäude und Aufbauten. Wo die Grundstücke selbst keiner Abschreibung unterliegen, werden Gebäude und andere Anlagegüter abgeschrieben, bei Gebäuden ist der Abschreibungszeitraum mit 50 Jahren angesetzt.

Doppelte Buchführung seit 2020

Seit dem Haushaltsjahr 2020 arbeitet die Künzelsauer Verwaltung nach dem „Neuen Kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen“. Vereinfacht gesagt bedeutet das ein Vorgehen mit doppelter Buchführung, ganz ähnlich zu den buchhalterischen Methoden, wie sie in der Privatwirtschaft bekannt sind. Ein Ziel dieser sogenannten „kommunalen Doppik“ ist es, die Kommunen in die Lage zu versetzen, so zu wirtschaften, dass ihr Vermögen nachhaltig erhalten bleibt. Dazu muss das Vermögen aber bekannt sein. Aus diesem Grund ist eine Eröffnungsbilanz aufzustellen, aus der die Vermögenswerte der Stadt (Aktiva) und die Mittelherkunft (Passiva) gegenübergestellt werden. Mit dieser Bilanzierungsform erhält die Stadt Künzelsau unter anderem ein Instrument für das Vermögenscontrolling. Aber auch die Bürger haben die Möglichkeit, die Vermögensentwicklung der Stadt nachzuvollziehen und somit einen Einblick in die Arbeit von Gemeinderat und Verwaltung zu bekommen.

Stadt muss jährlich über eine Million Euro Vermögen neu kreieren

Den Wert der unbebauten Grundstücke setzt die Stadt mit etwa 13,5 Millionen Euro an, darunter fast 13 Millionen für Wald, Grün- und Ackerland. Die bebauten Grundstücke in städtischem Besitz werden mit 9,4 Millionen Euro angesetzt. Der Wert der Aufbauten auf diesen bebauten Grundstücken beträgt mehr als 56 Millionen – das sind zum Beispiel Schulgebäude oder das Rathaus selbst. Bei einer zweiprozentigen Abschreibung auf Gebäude muss die Stadt also jährlich deutlich mehr als eine Million Euro Vermögen neu kreieren, nur um den Wert des Gesamtvermögens nicht zu verringern. Renovierungen oder Neubauten erhöhen diese Vermögenspositionen.

Infrastruktur unterliegt den Abschreibungsregeln

Ähnlich sieht es beim Infrastrukturvermögen – darunter fallen vor allem Straßen und Wege – aus: Mit etwa neun Millionen Euro ist der Wert des Grundes angesetzt, die Aufbauten, also Straßen oder Brücken, stehen mit fast 21 Millionen Euro zu Buche. Die Infrastruktur unterliegt ebenfalls den Abschreibungsregeln, auch hier muss die Stadt also Jahr für Jahr investieren, um dieses Vermögen zu erhalten.

Fünf Millionen Euro Anzahlungen auf Gebäude

Über fünf Millionen sind für „Anlagen im Bau“ erfasst: Darunter sind geleistete Anzahlungen auf Gebäude zu verstehen – die im Bau befindlichen Anlagen werden nach Fertigstellung als Aufbauten auf Grundstücken bilanziert und erhöhen die Werte dieser Positionen. Diese Bilanzposition lässt Rückschlüsse darauf zu, dass die Stadt Künzelsau ihr Vermögen durch Neubauten und Renovierungen tatsächlich erhält oder sogar vergrößert.

Maschinen, Fahrzeuge und Vorräte runden die Position „Sachvermögen“ ab.

31 Millionen Euro an kurzfristig verfügbaren Mitteln

Das Finanzvermögen der Stadt beträgt etwa 70 Millionen Euro, darunter allein 31 Millionen an kurzfristig verfügbaren Mitteln. Die restlichen etwa 40 Millionen setzen sich aus kommunalen Beteiligungen, den Trägerdarlehen an die KünWerke (fast 12 Mio €), dem Eigenkapital der KünWerke (rund 5 Mio €) sowie einem Wertpapierbestand von etwa 23 Millionen zusammen.

Die Anfangsbilanz wurde vom Gemeinderat einstimmig gebilligt und wird im Nachgang von Wirtschaftsprüfern testiert werden.

Die Bilanz sowie die Erläuterungen von Ulrich Walter sind im Bürgerinformationssystem der Stadt unter https://kuenzelsau-sitzungsdienst.komm.one/bi/getfile.asp?id=2032&type=do abrufbar.

 

Text: Matthias Lauterer




„Ich kann nur sagen: Chapeau TSV“

Endlich ist es soweit: Nach vierjähriger Planungsphase fiel am Donnerstag, den 17. September 2020, mit dem offiziellen Spatenstich der Startschuss für das Sportvereinszentrum KÜNfit des TSV Künzelsau. Das alte Vereinsheim ist im Sommer der Abrissbirne zum Opfer gefallen, nun kann mit dem Neubau gestartet werden, dessen Einweihung im Oktober 2021 geplant ist. Im Heinz-Ziehl-Sportpark soll für rund fünf Millionen Euro eine moderne Sportstätte mit Fitness- und Gymnastikräumen und Sauna entstehen (GSCHWÄTZ berichtete).

„Jetzt wird in die Tat umgesetzt, was vor vier Jahren als Idee begann“

Die Gäste der Zeremonie – hauptsächlich langjährige Vereinsmitglieder, Vertreter der Stadt Künzelsau, des Württembergischen Landessportbunds (WLSB) sowie der beteiligten Planungs- und Baufirmen – geizten nicht mit Vorschusslorbeeren. TSV-Präsident Erwin Bergmann blickte in seiner launigen Ansprache zurück auf einen „vierjährigen Marathon“ mit verschiedenen Studien und Vorgaben, die es zu beachten galt. Doch nun werde es ernst: „Jetzt wird in die Tat umgesetzt, was vor vier Jahren als Idee begann“. Ab sofort sei das für jeden sichtbar und deshalb wolle der TSV mit dem Spatenstich einen guten Anfang machen. Bergmann betonte auch: „Trotz Covid-19 müssen wir mutig weitergehen“. Er versteht das KÜNfit als einen Beitrag zur Vorsorge vor Krankheiten. Zudem sei der Neubau nicht nur ein Prestigeobjekt sondern auch eine Unternehmung der rund 1.500 TSV Mitglieder. Und: „Es werden auch ein paar Arbeitsplätze entstehen“. Wenn es rund läuft, so der TSV-Präsident weiter, werde das neue Gebäude in gut 13 Monaten bezogen und „dann geht unsere Arbeit richtig los“.

Baustein-Aktion

Bergmann, der bereits zu Beginn an die Adresse von Bürgermeister Stefan Neumann um eine weitere Unterstützung von Seiten der Stadt geworben hatte, erinnerte an die Bausteinaktion, denn „jedes Haus braucht ein solides Fundament, auf dem es stehen kann“. Bei der Aktion kann für 1.000 Euro Spende eine silberne, für 5.000 Euro eine goldene und für eine Raum-Benennnung eine Platin-Plakette erworben werden. Diese wird an der Außenmauer des neuen Gebäudes angebracht.

„Ich kann nur sagen: Chapeau TSV“

Bürgermeister Stefan Neumann betonte in seiner Rede, wie sehr er sich auf diesen „wichtigen Spatenstich“ gefreut habe: „So ein Tag ist immer ein richtig toller Tag“. In den 60er-Jahren, als das alte Vereinsheim gebaut wurde, sei die Welt noch eine andere gewesen: Damals gab es noch Uwe Seeler, Feldhandball und ein Deutscher hielt den Weltrekord im 100-Meter-Sprint. „Damals war es selbstverständlich, in den Sportverein zu gehen, das geht heute zurück“, bedauerte Neumann. In den 90er-Jahren sei das Stadion erweitert worden, der Heinz-Ziehl-Sportpark sei entstanden, aber in weiten Teilen unverändert sei das TSV-Vereinsheim geblieben. „Die Entscheidung für diese Konzeption ist eine richtige, aber mutige“, betonte der Rathauschef. „Ich kann nur sagen: Chapeau TSV.“ In Sachen Mitglieder und Sporttreibende müsse man neue Wege gehen. Auch wies Neumann auf die 440.000 Euro Förderung hin, mit denen sich die Stadtverwaltung an den Kosten beteilige – immerhin seien das 70 Prozent. „Sie müssen Werbung beim Gemeinderat machen, meine Unterstützung haben sie“, so der Bürgermeister, der dem TSV wünschte, im Kosten- und Zeitrahmen zu bleiben und sich erleichtert zeigte, dass die Stadt „mal nicht dabei ist“.

„Die Wertschätzung ist immer noch groß“

„Ein Verein ist kein Wirtschaftsunternehmen, aber bis hierhin war es bereits sehr, sehr viel Arbeit“, betonte Jan Philippiak, Vorsitzender der Heinz-Ziehl-Stiftung und langjähriges TSV-Mitglied. Zwei Aufgaben habe ein Sportverein: Bewegung und Begegnung. Das sei im alten TSV-Sportheim nicht mehr möglich gewesen. „Seit Corona könnte man meinen, dass Stätten der Begegnung an Stellenwert verloren haben“, sagte er. Doch das sehe er nicht so: „Die Wertschätzung ist immer noch groß“. Sport sei ein Erlebnis und im neuen Sportvereinszentrum können auch die Sportanlagen außen genutzt werden und jeder könne seinen Sport mit einer anderen Sportart verknüpfen. Er wünschte dem TSV „weiterhin ein gutes Händchen, Durchhaltevermögen und Begeisterung“.

„Hier entsteht etwas für die ganze Bevölkerung“

WLSB-Vertreter Marcus Lachenwitzer hat das Projekt von Anfang an begleitet und mitentwickelt. „Ich hoffe, dass der WLSB mehr als nur zahlen geholfen hat“, meinte er. Denn so ein Projekt koste bereits mehrere Jahre im Voraus. „Ich habe den größten Respekt vor den Vereinsmitgliedern für die vielen Stunden, die sie bereits investiert haben“, blickte er zurück. In seiner Ansprache nannte er den Neubau einen „Meilenstein“ und „Aufforderung an alle“. „Hier entsteht etwas für die ganze Bevölkerung und den aktiven Gesundheitssport“, sagte der WLSB-Vertreter. „Die Zeit, die uns geschenkt wird, muss man sinnvoll nutzen, also tun Sie was für sich und bleiben Sie fit“, forderte er die Zuhörer auf. Auch er beglückwünschte den TSV zu „diesem mutigen Schritt“ und meinte: „Ich freue mich jetzt schon riesig auf die Eröffnung“.

„Es ist ein spezielles Grundstück“

Architekt Thomas Auch von a+b freie Architekten aus Weinstadt gab einen Rückblick auf die Überlegungen zu Größe und Form des zukünftigen Sportzentrums. „Es ist ein spezielles Grundstück, nämlich gebogen, und wir mussten versuchen, die Kurve zu kriegen“, sagte er. Das sei nicht einfach gewesen, aber letztlich habe man eine gute Lösung gefunden. Das Gebäude wird keilförmig mit einer Länge von 38 Metern, einer Breite von 22 Metern und 1.500 Quadratmetern Nutzfläche. „Ein Sportverein vermittelt Werte wie Fairness“, so der Architekt. „Das wünsche ich auch für die Baustelle.“

Text: Sonja Bossert

TSV-Präsident Bergmann (Mitte), Bürgermeister Neumann (2.v.r.), TSV-Vizepräsident Beck (3.v.r.), Jan Philippiak (4.v.r.), Vorsitzender der Heinz-Ziehl-Stiftung, WLSB-Vertreter Lachwitzer (5.v.r.), und weitere Vertreter von TSV, Architekturbüro und Baufirmen beim Spatenstich. Foto: GSCHWÄTZ

Die Ruhe vor dem Sturm: Am Heinz-Ziehl-Sportpark soll ein modernes Sportvereinszentrum entstehen. Foto: GSCHWÄTZ

TSV-Präsident Erwin Bergmann erinnerte an die Baustein-Aktion des TSV. Foto: GSCHWÄTZ

Jan Philippiak wies auf die zwei Aufgaben eines Sportvereins hin: Bewegung und Begegnung. Foto: GSCHWÄTZ

WLSB-Vertreter Marcus Lachenwitzer hat das Projekt von Anfang an begleitet. Foto: GSCHWÄTZ

Architekt Thomas Auch wünscht sich Fairness auf der Baustelle. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 

 




Zahnbürste in Rauch aufgegangen

Eine Zahnbürste war am Montag, den 21. September 2020, in Künzelsau für einen Einsatz der Feuerwehr verantwortlich. Ein Anwohner des Lipfersberger Weges wollte abends eine Zahnbürste auskochen, vergaß den Hygieneartikel allerdings in einem Topf auf dem Herd. Als das Wasser verdampft war, begann die Zahnbürste zu schmelzen und sorgte so für dichten Rauch in der Wohnung.

Die Feuerwehr kam mit vier Fahrzeugen und 21 Einsatzkräften zum Ort des Geschehens und lüftete die Wohnung. Auch die Besatzung eines Rettungswagens war vor Ort, konnte aber unverrichteter Dinge wieder abziehen, da bei dem Vorfall niemand verletzt wurde.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 22.09.2020




Bayerisches Kabarett in der Stadthalle anstelle der Wert-Wies’n im Bierzelt

Künzelsau bietet im Oktober wieder verschiedene, den aktuellen Auflagen angepasste Veranstaltungen, heißt es in einer Pressemitteilung. Konzerte in der Stadthalle und die KÜNightLive im Rathausfoyer, aber auch der Simon-Judä-Krämermarkt werden stattfinden. Laut der Mitteilung plant die Stadtverwaltung Künzelsau die Veranstaltungen teilweise mit reduzierten Besuchern und Beteiligten. Das bedeutet weniger Sitzplätze mit den vorgeschriebenen Abständen in geschlossenen Räumen und weniger Marktstände beim Krämermarkt in der Hauptstraße – aber auch, dass die beliebte Wert-Wies’n ausfällt. Dennoch präsentiert sich Künzelsau mit einem abwechslungsreichen Programm.

„Künzelsau will auch weiterhin Besucher begrüßen und das geplante Kulturprogramm, zumindest teilweise und wo immer es geht, umsetzen“, sagt Bürgermeister Stefan Neumann in der Mitteilung. „Natürlich haben unsere Mitarbeiter mehr Aufwand, neue Konzepte für verschiedene Veranstaltungen vorzubereiten. Die positiven Rückmeldungen unserer Gäste bisher machen das aber wieder wett. Alle freuen sich, wenn wieder Veranstaltungen stattfinden können und man sich wieder treffen kann.“ Klar ist allerdings auch, dass die Pandemie-Vorgaben eingehalten werden und dass sich aufgrund des aktuellen Pandemiegeschehens kurzfristig immer wieder Änderungen ergeben können.

Neun Mal Künzelsau – neun Mal anders – neun Mal besonders

Am Freitag, den 02. Oktober 2020, tritt „Café del Mundo“ in der Stadthalle auf. Die beiden Gitarrenvirtuosen Jan Pascal und Alexander Kilian ergänzen sich zu einem Gitarrenduo auf Weltniveau und sind auch in Künzelsau keine Unbekannten mehr. Ihr Programm „The Art of Flamenco“ präsentieren sie mit der Tänzerin Azucena Rubio. Der Flamceno-Abend beginnt um 19.30 Uhr. Die Stadthalle ist ab 18.30 Uhr geöffnet, Einlass in den Saal um 19 Uhr. Während der gesamten Veranstaltung muss eine Mund-Nasen-Schutz-Maske getragen werden. Eintrittskarten gibt es für 14 Euro, ermäßigt neun Euro, bei der Stadtverwaltung Künzelsau unter Telefon 07940/129 121 oder per E-Mail an renate.kilb@kuenzelsau.de .

KÜNightLive exklusiv – ausverkauft

Die akustische Rock- und Pop-Coverband The Uniques sind bei den Fans der KÜNightLive bestens bekannt und sehr beliebt. Am Mittwoch, den 07. Oktober 2020, sind die fünf Musiker wieder live im Rathausfoyer zu hören. Für das neue Veranstaltungsformat „KÜNightLive exklusiv“ werden exklusiv rund 50 Karten vergeben, die bereits alle verkauft sind.

Ersatz für die Wert-Wies’n

Als Ersatz für die beliebten Künzelsauer Wert-Wies’n bringt die Stadtverwaltung Künzelsau hochkarätige bayerische Kabarettisten zu blau-weißen Tagen nach Künzelsau: Am Donnerstag, den 08. Oktober 2020, wird die Powerfrau und Kultfigur Lisa Fitz die Besucher unterhalten. Die preisgekrönte Kabarettistin Lizzy Aumeier sorgt einen Tag später – am Freitag, den 09. Oktober – für ausgelassene Stimmung. Als Abschluss wird Günter Grünwald am Samstag, den 10. Oktober mit seinem ganz besonderen Erzählstil das Publikum begeistern. Dazu werden deftige bayerische Schmankerl angeboten. Einlass in die Stadthalle Künzelsau ist an allen Tagen um 18 Uhr und Beginn um 19.30 Uhr.

Tische für acht oder zwölf Personen können ab sofort bei der Stadtverwaltung Künzelsau per E-Mail an helen.buehler@kuenzelsau.de oder unter Telefon 07940/129 120 gebucht werden. Der Einzelticketpreis für die Veranstaltung beträgt 25 Euro. Die Kosten betragen somit für einen Tisch mit acht Personen 200 Euro und für einen Tisch für zwölf Personen 300 Euro. Die Tickets sind nur tischweise buchbar. Speisen und Getränke sind im Ticket nicht beinhaltet.

Verkaufsoffener Sonntag

Die Einzelhändler laden am Sonntag, den 11. Oktober 2020, in die Künzelsauer Innenstadt ein. Von 12 bis 17 Uhr haben die Geschäfte geöffnet.

Klassiknachmittag

Für Klassik-Liebhaber ist die „Musik am Nachmittag“ die Empfehlung. Am Montag, den 12. Oktober 2020, beginnt um 14 Uhr das Konzert, bei dem sieben Künstler auftreten. Der Klassiknachmittag findet in Kooperation mit der Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation statt. Der Eintritt ist frei, eine Reservierung mit Angabe der Kontaktdaten ist jedoch erforderlich bei der Stadtverwaltung Künzelsau unter Telefon 07940/129 121 oder per E-Mail an renate.kilb@kuenzelsau.de .

Simon-Judä-Krämermarkt

Der traditionelle Simon-Judä-Krämermarkt findet am Mittwoch, den 28. Oktober 2020, statt – aber mit weniger Marktständen. Die Stadtverwaltung Künzelsau wird die Marktbuden mit mehr Abstand in der Hauptstraße positionieren, damit die Abstandsregeln von den Besuchern eingehalten werden können. Die Genießermeile am Unteren Markt entfällt. Ein gutes Warenangebot und Beratung präsentieren zusätzlich und ganzjährig die Künzelsauer Einzelhändler. Im einen oder anderen Laden sind spezielle Marktangebote zu ergattern. Von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr bieten die Marktbeschicker des Krämermarktes an diesem Tag ihr buntes Warensortiment an.

Die Hauptstraße ist am 28. Oktober wegen des Simon-Judä-Krämermarktes gesperrt, außerdem die Stuttgarter Straße ab der Alleekreuzung und die Komburgstraße.

Veranstaltungen fallen aus

Der Seniorennachmittag am 08. Oktober 2020, die Wert-Wies’n am 10. Oktober und die Kindertheateraufführung „Der Mondscheinrabe“ am 13. Oktober fallen dagegen aus.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Der Simon-Jud-Krämermarkt findet mit weniger Marktbuden statt. Foto: Simon-Judä-Krämermarkt. Foto Olivier Schniepp, Foto Linke




Feuerwehr rettet Person aus dem brennendem Haus

Der Löschzug Künzelsau und die Abteilung Gaisbach wurden am Mittwoch, den 09. September 2020, gegen 04 Uhr, zu einem Wohnungsbrand nach Gaisbach alarmiert. In einem Mehrfamilienhaus war im ersten Obergeschoss ein Brand ausgebrochen. Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine in der Wohnung. Die Bewohner aus dem Erdgeschoss konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Aus dem zweiten Obergeschoss wurde von der Abteilung Gaisbach, bis zum Eintreffen der Drehleiter, eine Person über Steckleitern gerettet. Der Brand war im Anschluss schnell abgelöscht. Mittels Hochdrucklüfter wurde das Haus dann noch vom Rauch befreit.



Bürgersprechstunde mit Bürgermeister Stefan Neumann

Am Donnerstag, 10. September 2020 im Rathaus Künzelsa

Die Einwohnerinnen und Einwohner von Künzelsau lädt Bürgermeister Stefan Neumann erneut zu einer Bürgersprechstunde ein – am Donnerstag, 10. September 2020, 16.00 bis 18.00 Uhr im Rathaus Künzelsau, Zimmer 200, zweites Obergeschoss.

Aufgrund der Corona-Pandemie bietet die Stadtverwaltung Künzelsau Termine nach vorheriger Anmeldung an. Kontakt: Sibylle Fünfer, 07940 129-101, sibylle.fuenfer@kuenzelsau.de




Ganerben-Schüler dürfen sich freuen

Am Montag, den 24. August 2020, beginnt das Regierungspräsidium Stuttgart mit der Instandsetzung der Fußgängerunterführung im Zuge der B 19 / Mergentheimer Straße in Künzelsau, die unmittelbar am Ganerben-Gymnasium liegt. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Freitag, den 04. September 2020, andauern. Im Rahmen dieser Baumaßnahme werden Betonschäden an den Bauwerksfugen der im Jahr 1976 erstellten Unterführung instandgesetzt.

Beeinträchtigungen sollen für Lehrer und Schüler so gering wie möglich gehalten werden

Die beengten Verhältnisse und die angewandten Verfahren erfordern es, während der Arbeiten die Zugänge der Fußgängerunterführung zu sperren. Um die Beeinträchtigungen für die Lehrkräfte sowie die Schüler so gering wie möglich zu halten, werden die Arbeiten auf die Sommerferienzeit gelegt

Die Kosten für die Maßnahme betragen rund 22.000 Euro und werden vom Bund als Baulastträger übernommen.

Fußgänger werden gebeten, während der Bauarbeiten auf andere Überquerungsmöglichkeiten auszuweichen. Der Verkehr auf der B 19 ist von den Arbeiten nicht betroffen.

Das Regierungspräsidium bittet alle  Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Bauzeit.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Kontaminiertes Grundwasser in Künzelsau

Auf dem alten Gelände der Firma Stahl in Künzelsau – direkt neben dem Kaufland und jetzt als Parkplatz genutzt – soll laut bisherigen Planungen das neue Landratsamt gebaut werden. 2003 hatte die Stadtverwaltung Künzelsau das Gelände erworben – sämtliche Altlasten mit eingeschlossen.

Nun zeigt sich: Der Boden des Bergstraßen-Areals ist stark kontaminiert. Wie Helen Bühler von der Stadtverwaltung Künzelsau auf GSCHWÄTZ-Anfrage schreibt, wurde „das seinerzeit bebaute Grundstück der Firma Stahl von der Stadtverwaltung Künzelsau bereits in Kenntnis der Bodenverunreinigungen erworben“. Das sei auch beim Kaufpreis berücksichtigt worden. 

Übergangslösung, um das Wasser zu reinigen

Es gebe zwei stärker kontaminierte Bereiche, die zunächst mit einer Zwischenlösung angegangen werden sollen. „Bis zur endgültigen Entfernung werden wir diese Bereiche mit einer Übergangslösung in den Griff bekommen. Bei der Übergangslösung wird das Wasser über Aktivkohlefilter gereinigt. Die endgültige Beseitigung der Kontaminierung erfolgt im Zuge einer Baumaßnahme“, so Bühler weiter.

Im Herbst soll damit begonnen werden

Auswirkungen auf das Grundwasser sollen über die Übergangslösung behoben werden. „Das aus zwei Sanierungsbrunnen geförderte Grundwasser wird über eine in einem Container frostsicher untergebrachte zweistufige Wasseraktivkohleeinheit abgereinigt“, so Helen Bühler in ihrer Antwortmail. „Die Reinigungseinheit besteht aus zwei Aktivkohlegebinden mit einem Volumen von je 0,5 Kubikmeter. „Sobald der behördlich vorgegebene Ableitwert am Ausgang der Anlage überschritten wird, erfolgt ein Austausch der Aktivkohlegebinde mit frischer Aktivkohle.“

80.000 Euro Kosten

Mit dieser Übergangslösung soll im Herbst 2020 begonnen werden. Sie wird 80.000 Euro kosten und von der Stadtverwaltung Künzelsau getragen werden. In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Gemeinderat dieser außerplanmäßigen Ausgabe und der Auftragsvergabe an CDM Smith mehrheitlich mit 15 Zustimmungen und drei Gegenstimmen zu. 

Mit dem Neubau des Landratsamtes soll auch eine endgültige Lösung des Problems kommen

„Ob und wann“ mit dem Neubau des Landratsamtes begonnen werde, sei aber laut Bühler eine Kreistagsentscheidung.

Text: Sonja Bossert

Auf der Freifläche neben dem Kaufland soll das neue Landratsamt gebaut werden. Der Boden ist kontaminiert. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Kaufland in Künzelsau.
Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 




Mit dem Baumtelefon mit dem Tiger und dem Bären Kontakt aufnehmen

Im Künzelsauer Stadtwald lädt ein neuer 3,5 Kilometer langer Natur-Erlebnis-Pfad Familien mit Kindern aber auch alle anderen Naturfreunde dazu ein, die Natur zu erkunden. Er wurde als Bürgerprojekt umgesetzt und vom Künzelsauer Bürgerbudget gefördert.Unsere Leserin Sylvia Bendel hat ihn ausprobiert.

Kleine und große Entdecker finden hier verschiedene Mitmachstationen: Balancieren auf Holzpflöcken, Naturmusik mit Baumtrommel und Klangstäben, Barfußpfad, Murmelbahn oder Wurfstation. Auf dem Hochsitz, mit der Lupe oder am Insektenhotel kann beobachtet und gelauscht werden, was sich so im Wald abspielt. Auf der Route sind außerdem Vogelhäuschen versteckt mit jeweils einem Stempel zum Thema Wald. Die Stempelkarte und die Auflösung gibt es vor Ort und zum Ausdrucken auf http://www.kuenzelsau.de/naturerlebnispfad.

Angekommen beim Baumtelefon fühlt man sich fast wie bei Janoschs „Der-Tiger-und-der-Bär-„-Geschichten, als seine Hauptdarsteller ein Telefon selbst gebaut haben.

Erreichbar ist der Natu-Erlebnis-Pfad über das Wohngebiet Taläcker. Direkt am Waldrand gibt es kostenlose Parkplätze. Von da aus sind es dann noch rund fünf bis zehn Minuten bis zum Startpunkt des Rundwegs. Der Besuch kann auch mit einer Fahrt mit der Künzelsauer Bergbahn kombiniert werden, die die Künzelsauer Kernstadt mit dem Wohngebiet Taläcker verbindet. Der Weg ist allerdings nicht durchgehend kinderwagentauglich. 

Am Insektenhotel können kleine Krabbler beobachtet werden. Fotos: GSCHWÄTZ

Auch der Barfußpfad bietet Anregungen.

Gelegenheit zum Balancieren.

Die Resonanzeigenschaften des Holzes am Baumtelefon erleben.

Eine weitere Mitmachstation.

Musik machen mit Klanghölzern.