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„Ich kann nur sagen: Chapeau TSV“

Endlich ist es soweit: Nach vierjähriger Planungsphase fiel am Donnerstag, den 17. September 2020, mit dem offiziellen Spatenstich der Startschuss für das Sportvereinszentrum KÜNfit des TSV Künzelsau. Das alte Vereinsheim ist im Sommer der Abrissbirne zum Opfer gefallen, nun kann mit dem Neubau gestartet werden, dessen Einweihung im Oktober 2021 geplant ist. Im Heinz-Ziehl-Sportpark soll für rund fünf Millionen Euro eine moderne Sportstätte mit Fitness- und Gymnastikräumen und Sauna entstehen (GSCHWÄTZ berichtete).

„Jetzt wird in die Tat umgesetzt, was vor vier Jahren als Idee begann“

Die Gäste der Zeremonie – hauptsächlich langjährige Vereinsmitglieder, Vertreter der Stadt Künzelsau, des Württembergischen Landessportbunds (WLSB) sowie der beteiligten Planungs- und Baufirmen – geizten nicht mit Vorschusslorbeeren. TSV-Präsident Erwin Bergmann blickte in seiner launigen Ansprache zurück auf einen „vierjährigen Marathon“ mit verschiedenen Studien und Vorgaben, die es zu beachten galt. Doch nun werde es ernst: „Jetzt wird in die Tat umgesetzt, was vor vier Jahren als Idee begann“. Ab sofort sei das für jeden sichtbar und deshalb wolle der TSV mit dem Spatenstich einen guten Anfang machen. Bergmann betonte auch: „Trotz Covid-19 müssen wir mutig weitergehen“. Er versteht das KÜNfit als einen Beitrag zur Vorsorge vor Krankheiten. Zudem sei der Neubau nicht nur ein Prestigeobjekt sondern auch eine Unternehmung der rund 1.500 TSV Mitglieder. Und: „Es werden auch ein paar Arbeitsplätze entstehen“. Wenn es rund läuft, so der TSV-Präsident weiter, werde das neue Gebäude in gut 13 Monaten bezogen und „dann geht unsere Arbeit richtig los“.

Baustein-Aktion

Bergmann, der bereits zu Beginn an die Adresse von Bürgermeister Stefan Neumann um eine weitere Unterstützung von Seiten der Stadt geworben hatte, erinnerte an die Bausteinaktion, denn „jedes Haus braucht ein solides Fundament, auf dem es stehen kann“. Bei der Aktion kann für 1.000 Euro Spende eine silberne, für 5.000 Euro eine goldene und für eine Raum-Benennnung eine Platin-Plakette erworben werden. Diese wird an der Außenmauer des neuen Gebäudes angebracht.

„Ich kann nur sagen: Chapeau TSV“

Bürgermeister Stefan Neumann betonte in seiner Rede, wie sehr er sich auf diesen „wichtigen Spatenstich“ gefreut habe: „So ein Tag ist immer ein richtig toller Tag“. In den 60er-Jahren, als das alte Vereinsheim gebaut wurde, sei die Welt noch eine andere gewesen: Damals gab es noch Uwe Seeler, Feldhandball und ein Deutscher hielt den Weltrekord im 100-Meter-Sprint. „Damals war es selbstverständlich, in den Sportverein zu gehen, das geht heute zurück“, bedauerte Neumann. In den 90er-Jahren sei das Stadion erweitert worden, der Heinz-Ziehl-Sportpark sei entstanden, aber in weiten Teilen unverändert sei das TSV-Vereinsheim geblieben. „Die Entscheidung für diese Konzeption ist eine richtige, aber mutige“, betonte der Rathauschef. „Ich kann nur sagen: Chapeau TSV.“ In Sachen Mitglieder und Sporttreibende müsse man neue Wege gehen. Auch wies Neumann auf die 440.000 Euro Förderung hin, mit denen sich die Stadtverwaltung an den Kosten beteilige – immerhin seien das 70 Prozent. „Sie müssen Werbung beim Gemeinderat machen, meine Unterstützung haben sie“, so der Bürgermeister, der dem TSV wünschte, im Kosten- und Zeitrahmen zu bleiben und sich erleichtert zeigte, dass die Stadt „mal nicht dabei ist“.

„Die Wertschätzung ist immer noch groß“

„Ein Verein ist kein Wirtschaftsunternehmen, aber bis hierhin war es bereits sehr, sehr viel Arbeit“, betonte Jan Philippiak, Vorsitzender der Heinz-Ziehl-Stiftung und langjähriges TSV-Mitglied. Zwei Aufgaben habe ein Sportverein: Bewegung und Begegnung. Das sei im alten TSV-Sportheim nicht mehr möglich gewesen. „Seit Corona könnte man meinen, dass Stätten der Begegnung an Stellenwert verloren haben“, sagte er. Doch das sehe er nicht so: „Die Wertschätzung ist immer noch groß“. Sport sei ein Erlebnis und im neuen Sportvereinszentrum können auch die Sportanlagen außen genutzt werden und jeder könne seinen Sport mit einer anderen Sportart verknüpfen. Er wünschte dem TSV „weiterhin ein gutes Händchen, Durchhaltevermögen und Begeisterung“.

„Hier entsteht etwas für die ganze Bevölkerung“

WLSB-Vertreter Marcus Lachenwitzer hat das Projekt von Anfang an begleitet und mitentwickelt. „Ich hoffe, dass der WLSB mehr als nur zahlen geholfen hat“, meinte er. Denn so ein Projekt koste bereits mehrere Jahre im Voraus. „Ich habe den größten Respekt vor den Vereinsmitgliedern für die vielen Stunden, die sie bereits investiert haben“, blickte er zurück. In seiner Ansprache nannte er den Neubau einen „Meilenstein“ und „Aufforderung an alle“. „Hier entsteht etwas für die ganze Bevölkerung und den aktiven Gesundheitssport“, sagte der WLSB-Vertreter. „Die Zeit, die uns geschenkt wird, muss man sinnvoll nutzen, also tun Sie was für sich und bleiben Sie fit“, forderte er die Zuhörer auf. Auch er beglückwünschte den TSV zu „diesem mutigen Schritt“ und meinte: „Ich freue mich jetzt schon riesig auf die Eröffnung“.

„Es ist ein spezielles Grundstück“

Architekt Thomas Auch von a+b freie Architekten aus Weinstadt gab einen Rückblick auf die Überlegungen zu Größe und Form des zukünftigen Sportzentrums. „Es ist ein spezielles Grundstück, nämlich gebogen, und wir mussten versuchen, die Kurve zu kriegen“, sagte er. Das sei nicht einfach gewesen, aber letztlich habe man eine gute Lösung gefunden. Das Gebäude wird keilförmig mit einer Länge von 38 Metern, einer Breite von 22 Metern und 1.500 Quadratmetern Nutzfläche. „Ein Sportverein vermittelt Werte wie Fairness“, so der Architekt. „Das wünsche ich auch für die Baustelle.“

Text: Sonja Bossert

TSV-Präsident Bergmann (Mitte), Bürgermeister Neumann (2.v.r.), TSV-Vizepräsident Beck (3.v.r.), Jan Philippiak (4.v.r.), Vorsitzender der Heinz-Ziehl-Stiftung, WLSB-Vertreter Lachwitzer (5.v.r.), und weitere Vertreter von TSV, Architekturbüro und Baufirmen beim Spatenstich. Foto: GSCHWÄTZ

Die Ruhe vor dem Sturm: Am Heinz-Ziehl-Sportpark soll ein modernes Sportvereinszentrum entstehen. Foto: GSCHWÄTZ

TSV-Präsident Erwin Bergmann erinnerte an die Baustein-Aktion des TSV. Foto: GSCHWÄTZ

Jan Philippiak wies auf die zwei Aufgaben eines Sportvereins hin: Bewegung und Begegnung. Foto: GSCHWÄTZ

WLSB-Vertreter Marcus Lachenwitzer hat das Projekt von Anfang an begleitet. Foto: GSCHWÄTZ

Architekt Thomas Auch wünscht sich Fairness auf der Baustelle. Foto: GSCHWÄTZ

 

 

 

 




Zahnbürste in Rauch aufgegangen

Eine Zahnbürste war am Montag, den 21. September 2020, in Künzelsau für einen Einsatz der Feuerwehr verantwortlich. Ein Anwohner des Lipfersberger Weges wollte abends eine Zahnbürste auskochen, vergaß den Hygieneartikel allerdings in einem Topf auf dem Herd. Als das Wasser verdampft war, begann die Zahnbürste zu schmelzen und sorgte so für dichten Rauch in der Wohnung.

Die Feuerwehr kam mit vier Fahrzeugen und 21 Einsatzkräften zum Ort des Geschehens und lüftete die Wohnung. Auch die Besatzung eines Rettungswagens war vor Ort, konnte aber unverrichteter Dinge wieder abziehen, da bei dem Vorfall niemand verletzt wurde.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 22.09.2020




Bayerisches Kabarett in der Stadthalle anstelle der Wert-Wies’n im Bierzelt

Künzelsau bietet im Oktober wieder verschiedene, den aktuellen Auflagen angepasste Veranstaltungen, heißt es in einer Pressemitteilung. Konzerte in der Stadthalle und die KÜNightLive im Rathausfoyer, aber auch der Simon-Judä-Krämermarkt werden stattfinden. Laut der Mitteilung plant die Stadtverwaltung Künzelsau die Veranstaltungen teilweise mit reduzierten Besuchern und Beteiligten. Das bedeutet weniger Sitzplätze mit den vorgeschriebenen Abständen in geschlossenen Räumen und weniger Marktstände beim Krämermarkt in der Hauptstraße – aber auch, dass die beliebte Wert-Wies’n ausfällt. Dennoch präsentiert sich Künzelsau mit einem abwechslungsreichen Programm.

„Künzelsau will auch weiterhin Besucher begrüßen und das geplante Kulturprogramm, zumindest teilweise und wo immer es geht, umsetzen“, sagt Bürgermeister Stefan Neumann in der Mitteilung. „Natürlich haben unsere Mitarbeiter mehr Aufwand, neue Konzepte für verschiedene Veranstaltungen vorzubereiten. Die positiven Rückmeldungen unserer Gäste bisher machen das aber wieder wett. Alle freuen sich, wenn wieder Veranstaltungen stattfinden können und man sich wieder treffen kann.“ Klar ist allerdings auch, dass die Pandemie-Vorgaben eingehalten werden und dass sich aufgrund des aktuellen Pandemiegeschehens kurzfristig immer wieder Änderungen ergeben können.

Neun Mal Künzelsau – neun Mal anders – neun Mal besonders

Am Freitag, den 02. Oktober 2020, tritt „Café del Mundo“ in der Stadthalle auf. Die beiden Gitarrenvirtuosen Jan Pascal und Alexander Kilian ergänzen sich zu einem Gitarrenduo auf Weltniveau und sind auch in Künzelsau keine Unbekannten mehr. Ihr Programm „The Art of Flamenco“ präsentieren sie mit der Tänzerin Azucena Rubio. Der Flamceno-Abend beginnt um 19.30 Uhr. Die Stadthalle ist ab 18.30 Uhr geöffnet, Einlass in den Saal um 19 Uhr. Während der gesamten Veranstaltung muss eine Mund-Nasen-Schutz-Maske getragen werden. Eintrittskarten gibt es für 14 Euro, ermäßigt neun Euro, bei der Stadtverwaltung Künzelsau unter Telefon 07940/129 121 oder per E-Mail an renate.kilb@kuenzelsau.de .

KÜNightLive exklusiv – ausverkauft

Die akustische Rock- und Pop-Coverband The Uniques sind bei den Fans der KÜNightLive bestens bekannt und sehr beliebt. Am Mittwoch, den 07. Oktober 2020, sind die fünf Musiker wieder live im Rathausfoyer zu hören. Für das neue Veranstaltungsformat „KÜNightLive exklusiv“ werden exklusiv rund 50 Karten vergeben, die bereits alle verkauft sind.

Ersatz für die Wert-Wies’n

Als Ersatz für die beliebten Künzelsauer Wert-Wies’n bringt die Stadtverwaltung Künzelsau hochkarätige bayerische Kabarettisten zu blau-weißen Tagen nach Künzelsau: Am Donnerstag, den 08. Oktober 2020, wird die Powerfrau und Kultfigur Lisa Fitz die Besucher unterhalten. Die preisgekrönte Kabarettistin Lizzy Aumeier sorgt einen Tag später – am Freitag, den 09. Oktober – für ausgelassene Stimmung. Als Abschluss wird Günter Grünwald am Samstag, den 10. Oktober mit seinem ganz besonderen Erzählstil das Publikum begeistern. Dazu werden deftige bayerische Schmankerl angeboten. Einlass in die Stadthalle Künzelsau ist an allen Tagen um 18 Uhr und Beginn um 19.30 Uhr.

Tische für acht oder zwölf Personen können ab sofort bei der Stadtverwaltung Künzelsau per E-Mail an helen.buehler@kuenzelsau.de oder unter Telefon 07940/129 120 gebucht werden. Der Einzelticketpreis für die Veranstaltung beträgt 25 Euro. Die Kosten betragen somit für einen Tisch mit acht Personen 200 Euro und für einen Tisch für zwölf Personen 300 Euro. Die Tickets sind nur tischweise buchbar. Speisen und Getränke sind im Ticket nicht beinhaltet.

Verkaufsoffener Sonntag

Die Einzelhändler laden am Sonntag, den 11. Oktober 2020, in die Künzelsauer Innenstadt ein. Von 12 bis 17 Uhr haben die Geschäfte geöffnet.

Klassiknachmittag

Für Klassik-Liebhaber ist die „Musik am Nachmittag“ die Empfehlung. Am Montag, den 12. Oktober 2020, beginnt um 14 Uhr das Konzert, bei dem sieben Künstler auftreten. Der Klassiknachmittag findet in Kooperation mit der Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation statt. Der Eintritt ist frei, eine Reservierung mit Angabe der Kontaktdaten ist jedoch erforderlich bei der Stadtverwaltung Künzelsau unter Telefon 07940/129 121 oder per E-Mail an renate.kilb@kuenzelsau.de .

Simon-Judä-Krämermarkt

Der traditionelle Simon-Judä-Krämermarkt findet am Mittwoch, den 28. Oktober 2020, statt – aber mit weniger Marktständen. Die Stadtverwaltung Künzelsau wird die Marktbuden mit mehr Abstand in der Hauptstraße positionieren, damit die Abstandsregeln von den Besuchern eingehalten werden können. Die Genießermeile am Unteren Markt entfällt. Ein gutes Warenangebot und Beratung präsentieren zusätzlich und ganzjährig die Künzelsauer Einzelhändler. Im einen oder anderen Laden sind spezielle Marktangebote zu ergattern. Von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr bieten die Marktbeschicker des Krämermarktes an diesem Tag ihr buntes Warensortiment an.

Die Hauptstraße ist am 28. Oktober wegen des Simon-Judä-Krämermarktes gesperrt, außerdem die Stuttgarter Straße ab der Alleekreuzung und die Komburgstraße.

Veranstaltungen fallen aus

Der Seniorennachmittag am 08. Oktober 2020, die Wert-Wies’n am 10. Oktober und die Kindertheateraufführung „Der Mondscheinrabe“ am 13. Oktober fallen dagegen aus.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Der Simon-Jud-Krämermarkt findet mit weniger Marktbuden statt. Foto: Simon-Judä-Krämermarkt. Foto Olivier Schniepp, Foto Linke




Feuerwehr rettet Person aus dem brennendem Haus

Der Löschzug Künzelsau und die Abteilung Gaisbach wurden am Mittwoch, den 09. September 2020, gegen 04 Uhr, zu einem Wohnungsbrand nach Gaisbach alarmiert. In einem Mehrfamilienhaus war im ersten Obergeschoss ein Brand ausgebrochen. Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine in der Wohnung. Die Bewohner aus dem Erdgeschoss konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Aus dem zweiten Obergeschoss wurde von der Abteilung Gaisbach, bis zum Eintreffen der Drehleiter, eine Person über Steckleitern gerettet. Der Brand war im Anschluss schnell abgelöscht. Mittels Hochdrucklüfter wurde das Haus dann noch vom Rauch befreit.



Bürgersprechstunde mit Bürgermeister Stefan Neumann

Am Donnerstag, 10. September 2020 im Rathaus Künzelsa

Die Einwohnerinnen und Einwohner von Künzelsau lädt Bürgermeister Stefan Neumann erneut zu einer Bürgersprechstunde ein – am Donnerstag, 10. September 2020, 16.00 bis 18.00 Uhr im Rathaus Künzelsau, Zimmer 200, zweites Obergeschoss.

Aufgrund der Corona-Pandemie bietet die Stadtverwaltung Künzelsau Termine nach vorheriger Anmeldung an. Kontakt: Sibylle Fünfer, 07940 129-101, sibylle.fuenfer@kuenzelsau.de




Ganerben-Schüler dürfen sich freuen

Am Montag, den 24. August 2020, beginnt das Regierungspräsidium Stuttgart mit der Instandsetzung der Fußgängerunterführung im Zuge der B 19 / Mergentheimer Straße in Künzelsau, die unmittelbar am Ganerben-Gymnasium liegt. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Freitag, den 04. September 2020, andauern. Im Rahmen dieser Baumaßnahme werden Betonschäden an den Bauwerksfugen der im Jahr 1976 erstellten Unterführung instandgesetzt.

Beeinträchtigungen sollen für Lehrer und Schüler so gering wie möglich gehalten werden

Die beengten Verhältnisse und die angewandten Verfahren erfordern es, während der Arbeiten die Zugänge der Fußgängerunterführung zu sperren. Um die Beeinträchtigungen für die Lehrkräfte sowie die Schüler so gering wie möglich zu halten, werden die Arbeiten auf die Sommerferienzeit gelegt

Die Kosten für die Maßnahme betragen rund 22.000 Euro und werden vom Bund als Baulastträger übernommen.

Fußgänger werden gebeten, während der Bauarbeiten auf andere Überquerungsmöglichkeiten auszuweichen. Der Verkehr auf der B 19 ist von den Arbeiten nicht betroffen.

Das Regierungspräsidium bittet alle  Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Bauzeit.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Kontaminiertes Grundwasser in Künzelsau

Auf dem alten Gelände der Firma Stahl in Künzelsau – direkt neben dem Kaufland und jetzt als Parkplatz genutzt – soll laut bisherigen Planungen das neue Landratsamt gebaut werden. 2003 hatte die Stadtverwaltung Künzelsau das Gelände erworben – sämtliche Altlasten mit eingeschlossen.

Nun zeigt sich: Der Boden des Bergstraßen-Areals ist stark kontaminiert. Wie Helen Bühler von der Stadtverwaltung Künzelsau auf GSCHWÄTZ-Anfrage schreibt, wurde „das seinerzeit bebaute Grundstück der Firma Stahl von der Stadtverwaltung Künzelsau bereits in Kenntnis der Bodenverunreinigungen erworben“. Das sei auch beim Kaufpreis berücksichtigt worden. 

Übergangslösung, um das Wasser zu reinigen

Es gebe zwei stärker kontaminierte Bereiche, die zunächst mit einer Zwischenlösung angegangen werden sollen. „Bis zur endgültigen Entfernung werden wir diese Bereiche mit einer Übergangslösung in den Griff bekommen. Bei der Übergangslösung wird das Wasser über Aktivkohlefilter gereinigt. Die endgültige Beseitigung der Kontaminierung erfolgt im Zuge einer Baumaßnahme“, so Bühler weiter.

Im Herbst soll damit begonnen werden

Auswirkungen auf das Grundwasser sollen über die Übergangslösung behoben werden. „Das aus zwei Sanierungsbrunnen geförderte Grundwasser wird über eine in einem Container frostsicher untergebrachte zweistufige Wasseraktivkohleeinheit abgereinigt“, so Helen Bühler in ihrer Antwortmail. „Die Reinigungseinheit besteht aus zwei Aktivkohlegebinden mit einem Volumen von je 0,5 Kubikmeter. „Sobald der behördlich vorgegebene Ableitwert am Ausgang der Anlage überschritten wird, erfolgt ein Austausch der Aktivkohlegebinde mit frischer Aktivkohle.“

80.000 Euro Kosten

Mit dieser Übergangslösung soll im Herbst 2020 begonnen werden. Sie wird 80.000 Euro kosten und von der Stadtverwaltung Künzelsau getragen werden. In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Gemeinderat dieser außerplanmäßigen Ausgabe und der Auftragsvergabe an CDM Smith mehrheitlich mit 15 Zustimmungen und drei Gegenstimmen zu. 

Mit dem Neubau des Landratsamtes soll auch eine endgültige Lösung des Problems kommen

„Ob und wann“ mit dem Neubau des Landratsamtes begonnen werde, sei aber laut Bühler eine Kreistagsentscheidung.

Text: Sonja Bossert

Auf der Freifläche neben dem Kaufland soll das neue Landratsamt gebaut werden. Der Boden ist kontaminiert. Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

Kaufland in Künzelsau.
Foto: GSCHWÄTZ/Archiv

 




Mit dem Baumtelefon mit dem Tiger und dem Bären Kontakt aufnehmen

Im Künzelsauer Stadtwald lädt ein neuer 3,5 Kilometer langer Natur-Erlebnis-Pfad Familien mit Kindern aber auch alle anderen Naturfreunde dazu ein, die Natur zu erkunden. Er wurde als Bürgerprojekt umgesetzt und vom Künzelsauer Bürgerbudget gefördert.Unsere Leserin Sylvia Bendel hat ihn ausprobiert.

Kleine und große Entdecker finden hier verschiedene Mitmachstationen: Balancieren auf Holzpflöcken, Naturmusik mit Baumtrommel und Klangstäben, Barfußpfad, Murmelbahn oder Wurfstation. Auf dem Hochsitz, mit der Lupe oder am Insektenhotel kann beobachtet und gelauscht werden, was sich so im Wald abspielt. Auf der Route sind außerdem Vogelhäuschen versteckt mit jeweils einem Stempel zum Thema Wald. Die Stempelkarte und die Auflösung gibt es vor Ort und zum Ausdrucken auf http://www.kuenzelsau.de/naturerlebnispfad.

Angekommen beim Baumtelefon fühlt man sich fast wie bei Janoschs „Der-Tiger-und-der-Bär-„-Geschichten, als seine Hauptdarsteller ein Telefon selbst gebaut haben.

Erreichbar ist der Natu-Erlebnis-Pfad über das Wohngebiet Taläcker. Direkt am Waldrand gibt es kostenlose Parkplätze. Von da aus sind es dann noch rund fünf bis zehn Minuten bis zum Startpunkt des Rundwegs. Der Besuch kann auch mit einer Fahrt mit der Künzelsauer Bergbahn kombiniert werden, die die Künzelsauer Kernstadt mit dem Wohngebiet Taläcker verbindet. Der Weg ist allerdings nicht durchgehend kinderwagentauglich. 

Am Insektenhotel können kleine Krabbler beobachtet werden. Fotos: GSCHWÄTZ

Auch der Barfußpfad bietet Anregungen.

Gelegenheit zum Balancieren.

Die Resonanzeigenschaften des Holzes am Baumtelefon erleben.

Eine weitere Mitmachstation.

Musik machen mit Klanghölzern.




Hauptstraße für einen Tag gesperrt

Am Donnerstag, den 03. September 2020, wird laut einer Pressemitteilung der Stadt Künzelsau die Künsbach-Verdolung am Alten Rathaus in Künzelsau gereinigt. Dazu muss die untere Hauptstraße von 6.00 bis ungefähr 20.00 Uhr ab dem Alten Rathaus bis zur Einmündung in die B19 (Kocherbrücke) gesperrt werden. Für Lkws besteht bei Einfahrt in die Hauptstraße keine Wendemöglichkeit. Die Parkplätze vor dem Drogeriemarkt Müller werden für die Instandhaltungs- und Reinigungsarbeiten benötigt und sollen deshalb freigehalten werden. Die Stadtverwaltung Künzelsau bittet um Verständnis für mögliche auftretende Beeinträchtigungen an diesem Tag.

Mitten durch die Künzelsauer Innenstadt fließt der Künsbach. Der Bachlauf ist nur am Oberen Bach sichtbar. Im seinem weiteren Verlauf wird er unterirdisch – in einer Verdolung – bis zum Kocher geführt. Die Verdolung verläuft unter der Hauptstraße und dem Alten Rathaus.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Falsch aufgestellte Ortsschilder

Der hohenlohische Landtagsabgeordnete Anton Baron (AfD) hatte laut einer Pressemitteilung nach einer Beschwerde eines Bürgers zu mutmaßlich falsch aufgestellten Ortsschildern eine Kleine Anfrage beim Regierungpräsidium Stuttgart eingereicht: „Sind sämtliche Ortsdurchfahrten im Wahlkreis Hohenlohe tatsächlich zwingend erforderliche Ortsdurchfahrten nach der Straßenverkehrsordnung?“.

Ortsschilder als Geschwindigkeitsbegrenzungen

Darauf hat Baron nun eine Antwort von Verkehrsminister Winfried Hermann erhalten, wie es weiter in der Mitteilung heißt: „In Weißbach geht es um einen Abschnitt der L 1045 auf Höhe der Ortschaft, in Künzelsau um die Tatsache, dass das Ortsschild in der Bahnhofstraße erst kurz vor der Einmündung in die B 19 steht. In beiden Fällen beurteilt auch die Landesregierung die Lage kritisch. Weiterhin mahnt sie explizit an, dass bei der Positionierung von Ortsschildern beabsichtigte Geschwindigkeitsbegrenzungen keine Rolle spielen dürfen“.

Bereits damals bemängelt

So schrieb Verkehrsminister Winfried Hermann in seiner Antwort bezüglich des Ortsschildes in Weißbach: „Der Standort der Ortstafeln der Landesstraße L 1045 auf der Höhe der Ortschaft Weißbach wurden bereits im Jahr 2018 anlässlich eines Ortstermins in anderer Sache überprüft. Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte den rechtswidrigen Standort bereits damals bemängelt. Die zuständige Straßenverkehrsbehörde des Landratsamtes Hohenlohekreis hat die Versetzung dann auch 2019 innenliegend in die Einmündungen angeordnet, bisher aber von einer Umsetzung abgesehen. Das Landratsamt beabsichtigt zuvor zu prüfen, ob eine Geschwindigkeitsbeschränkung aus anderen Gründen möglich erscheint. Hierzu plant es eine Verkehrsbesprechung unter Beteiligung des Regierungspräsidiums. Diese wird voraussichtlich Anfang September stattfinden“.

Regierung möchte Verkehrsbesprechung abwarten

Bezüglich des Künzelsauer Ortsschildes heißt es von Seiten des Verkehrsministeriums: „Hinsichtlich des Standorts der Ortstafel in der Bahnhofstraße in Künzelsau ist aufgrund des Berichtes der Stadt Künzelsau davon auszugehen, dass die Ortstafel offensichtlich als geschwindigkeitsregulierendes Element anstelle eines VZ 274 StVO verwendet wird. Die örtliche Straßenverkehrsbehörde der Stadt Künzelsau beabsichtigt vor einer Versetzung der Ortstafel zunächst ebenfalls das Ergebnis einer Verkehrsbesprechung abzuwarten. Dabei soll geprüft werden, ob eine Geschwindigkeitsbeschränkung mit Zeichen 274 im Verlauf der Bahnhofstraße in Frage kommt“.

Anton Baron wolle sich nun laut der Pressemitteilung dafür einsetzen, dass die Ortsschilder entfernt beziehungsweise umgestellt werden, kündigte der Landtagsabgeordnete an.

Quelle: Kleine Anfrage an die Landesregierung Stuttgart; Pressemitteilung des Landtagsbüros von Anton Baron