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THW musste 25 Tonnen Lebensmittel von Hand umräumen

Schäden in Höhe von fast 200.000 Euro entstanden am Montagnachmittag, den 08. Februar 2021, bei einem Unfall auf der B19 bei Künzelsau. Der Fahrer eines LKW kam aufgrund der winterlichen Verkehrsverhältnisse und glatter Fahrbahn in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab und geriet in den Straßengraben. Der Sattelzug fuhr zunächst weiter, kippte dann aber nach knapp 50 Metern Fahrt durch den Seitenstreifen zur Seite.
Totalschaden
Am umgestürzten LKW entstand ein Totalschaden in Höhe von rund 160.000 Euro und auch die aus diversen Lebensmitteln bestehende Ladung wurde beschädigt. Mehrere Fahrzeuge, unter anderem ein Kran, waren nötig um den Laster zu bergen. Während der mehrere Stunden andauernden Bergung und Aufräumarbeiten musste die B19 zwischenzeitlich komplett gesperrt werden.
25 Tonnen Lebensmittel mussten ausgeräumt werden
Der Fahrer konnte sich selbst befreien und wurde nicht verletzt. Die Aufgaben der Feuerwehr Künzelsau waren zunächst die Unfallstelle abzusichern, den Brandschutz sicherzustellen und auslaufende Betriebsmittel aufzunehmen. Nach Eintreffen des Abschleppdienstes stellte sich heraus, dass der LKW erst entladen werden musste, um ihn aufrichten zu können. Da sich im Auflieger zirka 25 Tonnen Lebensmittel befanden, die von Hand umgeladen werden mussten, wurde zur Unterstützung das THW Ortsverband Künzelsau nachalarmiert.
Für die Bergungs- und Umladearbeiten musste die B19 über mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Gegen 0.30 Uhr war der Einsatz beendet und die Straße wieder für den Verkehr freigegeben.

Feuerwehreinsatz auf der B19 zwischen Künzelsau und Gaisbach am 08. Februar 2021. Foto: Feuerwehr Künzelsau

Feuerwehreinsatz auf der B19 zwischen Künzelsau und Gaisbach am 08. Februar 2021. Foto: Feuerwehr Künzelsau

Feuerwehreinsatz auf der B19 zwischen Künzelsau und Gaisbach am 08. Februar 2021. Foto: Feuerwehr Künzelsau

Feuerwehreinsatz auf der B19 zwischen Künzelsau und Gaisbach am 08. Februar 2021. Foto: Feuerwehr Künzelsau




Schachtdeckel herausgehoben – Zeugen gesucht

Unbekannte haben in der Nacht von Samstag, den 06. Februar, auf Sonntag, den 07. Februar 2021, mehrere Schachtdeckel im Bereich Betzenweg in Künzelsau-Amrichshausen herausgehoben. Einer aufmerksamen Zeugin fiel am Sonntagmorgen gegen 8 Uhr auf, dass ein Schachtdeckel im Bereich Betzenweg herausgehoben war und mehrere Meter daneben auf der Straße lag. Kurze Zeit später konnte durch Einsatzkräfte der Polizei Künzelsau ein weiterer Fall im Betzenweg festgestellt werden. Der Gullydeckel konnte hierbei trotz intensiver Suche nicht aufgefunden werden und wurde vermutlich durch den oder die Täter mitgenommen.

Neben dem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr ermittelt die Polizei Künzelsau auch wegen des Diebstahles des circa 100 Euro teuren Schachtdeckels. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich unter Telefon 07940/94 00 bei der Polizei in Künzelsau zu melden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Eingeschränkter Betrieb der Bergbahn

Wegen Wartungsarbeiten ist die Künzelsauer Bergbahn am Montag, den 15. Februar, und am Dienstag, den 16. Februar 2021, nur morgens und abends in Betrieb. Die Bergbahn fährt von 6.15 bis 8 Uhr und von 17 bis 22.30 Uhr im Normalbetrieb. Tagsüber wird an diesen beiden Tagen von 8 bis 17 Uhr ein Schienenersatzverkehr mit Bussen, zusätzlich zum NVH-Fahrplan, eingerichtet. An den Waggons und den Stationen werden die Türen gewartet.

An diesen beiden Tagen fährt die Bergbahn von 6.15 bis 8.00 im Viertel-Stunden-Takt. Von 8.15 bis 16.45 Uhr fährt der Bus, Abfahrt Claude-Monet-Straße Richtung Talstation, alle 30 Minuten. Erste Fahrt ist um 8.15 Uhr, die letzte um 16.45 Uhr. In die andere Richtung, Abfahrt Talstation zur Claude-Monet-Straße, fährt der Bus von 8 bis 17 Uhr alle 30 Minuten. Erste Fahrt ist um 8 Uhr, die letzte um 17 Uhr.

Ab 17 Uhr bis 22.30 Uhr fährt die Bergbahn wieder im normalen Viertel-Stunden-Takt.

Am Mittwoch, den 17. Februar 2021, ist die Bergbahn wegen der wöchentlichen, planmäßigen Wartung von 9.15 Uhr (letzte Fahrt) bis 11 Uhr (erste Fahrt) außer Betrieb. Ansonsten fährt sie im regulären Betrieb.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Künzelsau: Kein Wasser am Südhang

Seit mehreren Stunden ist die Wasserversorgung am Künzelsauer Südhang ausgefallen.

Grund ist ein Wasserrohrbruch im Bereich des Brückenbergs. Kurz nach erfolgter Reparatur und Wiederbefüllung der Leitungen brach etwa 200m entfernt das Rohr ein zweites Mal, wodurch weitere umfangreiche Reparaturarbeiten notwendig wurden.

Diese Arbeiten sind derzeit (gegen 18:30) noch im Gang, laut Aussage des Bauhofs setzt man alles daran, die Arbeiten heute noch zu beenden und die Wasserversorgung schnellstmöglich wieder herzustellen.

Text: Matthias Lauterer




Über Künzelsauer Zukunftsthemen diskutieren

„Wir gestalten gemeinsam unsere Zukunft in Künzelsau“, lautet die Devise des diesjährigen Neujahrsempfangs der Stadt Künzelsau, heißt es in einer Pressemitteilung. „Für gewöhnlich findet der Neujahrsempfang im Rathaus mit vielen Menschen statt, die sich über Künzelsau und die Schwerpunktthemen informieren, das Rathaus kennenlernen und in Austausch kommen. Ausfallen lassen wollen wir den Neujahrsempfang nicht. Deshalb wird am Freitag, 29. Januar 2021 um 18 Uhr ein digitaler Neujahrsempfang via LiveStream aus der Stadthalle als Ersatz übertragen“, so Bürgermeister Stefan Neumann.

Strategie 2030

Mit der Strategie 2030 hat der neu gewählte Gemeinderat mittel- und langfristige Ziele für Künzelsau festgelegt. Zwei Schwerpunktthemen
der Strategie 2030 sind das Thema „Zukunft Wohnen“ und das Thema „Zukunft Klima“. Beim digitalen Neujahrsempfang werden über diese
Themen informiert und diskutiert. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Stefan Neumann hält Professor Dr. Michael Braungart (Leuphana Universität Lüneburg; BRAUNGART EPEA – Internationale Umweltforschung, Hamburg) einen Impulsvortrag zum Thema Cradle-to-Cradle als Innovationschance für die Region im Bau- und Architektursektor.

Cradle-to-Cradle

„Cradle-to Cradle – also von der Wiege bis zur Wiege – ist ein Gestaltungsprinzip, welches sich der Natur als Vorbild nähert, mit dem Ziel,
eine sichere und potenziell unendliche Nutzung von Materialien zu ermöglichen. Hierdurch entstehen gesunde Materialien und Produkte,
die entweder in biologische oder technische Sphären zurückgehen können. Mit dem Cradle-to-Cradle-Konzept bekommt der Bausektor eine besondere und zusätzliche Bedeutung, um Dinge zu erreichen, die für Umwelt und Gesundheit gleichermaßen geeignet sind“, informiert der Cradle-to-CradlePionier.

Podiumsdiskussion

Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion mit dem Moderator Hans-Peter Archner statt. „Es ist großartig, dass sich Künzelsau so ehrgeizige Ziele setzt bis 2030. Und wenn das jemand schafft, dann die Hohenloherinnen und Hohenloher mit so vielen Weltmarktführern und der Lust auf Innovationen bei gesunder Bodenständigkeit. Ich freue mich, als gebürtiger Nagelsberger den digitalen Neujahrsempfang begleiten zu dürfen,“ so Hans-Peter Archner. Er war von 1998 bis 2003 Programmchef von SWR 1 Baden-Württemberg und bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2017 Chef vom SWR Fernsehen Baden-Württemberg und Stellvertretender Landessendedirektor. Dort war Hans-Peter Archner unter anderem verantwortlich für „SWR Aktuell Baden-Württemberg“, die „Landesschau“ und die „Regionale Unterhaltung“ mit Sendungen wie dem „Treffpunkt“ oder der „Fasnet“ im SWR Fernsehen. Gäste der Podiumsdiskussion sind Christine Tritschler, Architektin und Stadtplanerin ORplan, Harald Braun, erster Vorsitzender des kaufmännischen Vereins Künzelsau und Vorstand der Volksbank Hohenlohe, und Anja Wanck, Schülerin am Schlossgymnasium Künzelsau und Mitglied bei Hohenlohe 4 Future. Mit den Gästen aus den Bereichen Bau, Wirtschaft und Nachhaltigkeit wird über aktuelle Projekte und Themen in Künzelsau diskutiert. Auch Professor Dr. Michael Braungart und Bürgermeister Stefan Neumann werden an der Podiumsdiskussion teilnehmen.

Die digitale Veranstaltung wird am Freitag, 29. Januar 2021 um 18 Uhr als Live-Stream über den YouTube-Kanal der Stadt Künzelsau
unter http://www.youtube.com/stadtkuenzelsau übertragen. Fragen können vorab oder auch während des Live-Streams per
E-Mail an helen.buehler@kuenzelsau.de gestellt werden. Während der Veranstaltung können außerdem direkt über die Chat-Funktion in
YouTube Fragen gestellt werden.

Weitere Informationen zur Strategie 2030 sind unter http://www.kuenzelsau.de/strategie2030 zu finden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

 

Hans-Peter Archner moderiert den Abend. Foto: privat




Künzelsau investiert 2,8 Millionen in Entwässerung und Umweltschutz

Die Stadtverwaltung Künzelsau investiert rund 2,8 Millionen Euro in Entwässerung und Umweltschutz, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Es entsteht ein neues Regenüberlaufbecken, ein Regenüberlauf wird zum Regenüberlaufbecken umgebaut und ein Abwasserpumpwerk optimiert. Mit kleineren vorbereitenden Arbeiten wurde noch im Dezember 2020 begonnen. „Mit diesem Projekt verfolgen wir aktiv die Ziele der vom Gemeinderat erarbeiteten ‚Strategie 2030‘ und leisten einen Beitrag zum Umweltschutz“, so Bürgermeister Stefan Neumann in der Mitteilung. „Mit dem optimierten Ausbaugrad wird weniger Schmutz in unser Entwässerungssystem eingebracht, der Schmutzeintrag in den Kocher verringert und am Ende auch unsere Kläranlage entlastet. “

Baumfällarbeiten

Für die Baumaßnahme nördlich der Kocherbrücke wird in den nächsten Wochen eine Baustelle eingerichtet. Dafür werden in diesen Tagen Fäll- und Rodungsarbeiten durchgeführt. Diese sollen voraussichtlich bis Ende der Woche abgeschlossen sein. Der Fußweg entlang des Kocherufers muss in diesen Tagen gesperrt werden – und kurzzeitig auch die südliche Zufahrt zu den Grundstücken Mergentheimer Straße 1 bis 11. Nach Fertigstellung der gesamten Baumaßnahmen werden die Grünflächen wieder angelegt und auch Ersatzpflanzungen vorgenommen.

Lange Vorbereitung ist nötig

Bei der Erstellung des Generalentwässerungsplanes wurde auch die Regenwasserbehandlung geprüft. Die Stadtverwaltung Künzelsau hat daraufhin im Jahr 2018 mit dem Landratsamt Hohenlohekreis abgestimmt, das Einzugsgebiet der Kläranlage nördlich des Kochers und die Regenwasserbehandlung neu zu ordnen. Es hatte sich gezeigt, dass die Abwassermengen, die in den Kocher eingeleitet werden, zu hoch sind und auch der Schmutzeintrag reduziert werden muss. „Eine Baumaßnahme mit diesem Umfang bedarf einer langen Vorbereitung“, weiß Simone Mitsch, stellvertretende technische Werkleiterin KünWerke. So wurde das Verfahren für die Vergabe der Planungsleistungen 2018 begonnen. Nach einer europaweiten Ausschreibung wurde im Januar 2019 das Ingenieurbüro CDM Smith Consult GmbH mit den dafür notwendigen Ingenieurleistungen beauftragt.

Direkt neben der Kocherbrücke

Gebaut wird direkt neben der Kocherbrücke (Kreuzung Langenburger Straße/Mergentheimer Straße) ein neues Regenüberlaufbecken (RÜB 14) mit rund 400 Kubikmeter Fassungsvermögen. Kocheraufwärts wird ein bestehender Regenüberlauf zum Regenüberlaufbecken umgebaut. Dieses wird dann ein Fassungsvermögen von zirka 50 Kubikmeter aufweisen. Auch das vorhandene Abwasserpumpwerk westlich der Kocherbrücke wird optimiert. „Die energetische Bilanz wird dadurch deutlich verbessert, unter anderem, weil das neue Pumpwerk weniger Strom verbraucht“, informiert Simone Mitsch.

Geplanter Ablauf

Im Dezember wurde bereits das Freiluft-Schachbrett zurückgebaut. Die Bauarbeiten für die Regenüberlaufbecken und das Abwasserpumpwerk sollen im Februar 2021 ausgeschrieben und im darauffolgenden März vergeben werden. Läuft alles nach Plan, so rechnet man im Rathaus mit der Fertigstellung der kompletten Maßnahme Ende 2022. „Das ist eine lange Bauzeit“, so der Leiter des Stadtbauamtes, Bernd Scheiderer. „Wir bitten die Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Beeinträchtigungen, die wir versuchen so gering wie möglich zu halten, aber leider lassen sie sich nicht vermeiden.“ Wenn alle Bauarbeiten abgeschlossen sind, werden auch die Grünflächen wieder angelegt und wo erforderlich neu gepflanzt.

Das Land fördert das Projekt

Für die Maßnahme war ein Wasserrechtsgesuch erforderlich, für das die Stadtverwaltung Künzelsau von der Unteren Wasserrechtsbehörde beim Landratsamt Hohenlohekreis eine Genehmigung erhalten hat. Auch der Förderantrag wurde vom Land Baden-Württemberg positiv beschieden: Die Gesamtkosten von rund 2,8 Millionen Euro werden vom Land mit rund 1,01 Millionen Euro bezuschusst.

Strategie 2030

Im Rahmen des Prozesses „Künzelsau 2025 – Wie wollen wir 2025 in Künzelsau leben?“ befassen sich der Gemeinderat und die Stadtverwaltung schon seit längerem damit, die Zukunft Künzelsaus aktiv zu gestalten. Der Gemeinderat hat diesen Prozess fortgeschrieben und mit der „Strategie 2030“ gemeinsame Ziele für die nächsten Jahre festgelegt: https://kuenzelsau.de/strategie2030

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

 

Der Plan zeigt, in welchem Bereich die Baumaßnahmen erfolgen. Plan: CDM Smith Consult GmbH

 

 




Hohenlohe versinkt im Schnee

Schneechaos in Künzelsau: Nachdem es am heutigen Dienstag, den 12. Januar 2021, zunächst nur wenig geschneit hatte, schlägt Petrus nun voll zu. Hohenlohe versinkt in einer weißen Pracht. Leidtragende des Winterwetters sind Lkw- und Autofahrer – besonders betroffen ist die B19. Hier geht nur noch wenig. Von Künzelsau her kommend stehen die Lkw bergaufwärts, Sportwägen bleiben mir durchdrehenden Rädern hängen.

Auch auf Höhe Kupferzell ist alles dicht, in Richtung Künzelsau gibt es kein Durchkommen mehr. Auf der Umgehungsstraße oberhalb von Kupferzell, hat es bereits einen Unfall gegeben. Auch auf Höhe vom Würth steht ein Abschleppwagen – beladen mit einem Tesla.

Auch bergaufwärts ist kaum ein Vorwärtskommen. Foto: GSCHWÄTZ

Lkw tun sich hier besonders schwer. Foto: GSCHWÄTZ




Erfolgreiche Sportler des Jahres 2020 gesucht

Ehrungen sind Anerkennung und Belohnung für Sportler, schreibt die Stadtverwaltung Künzelsau in einer Pressemitteilung. Auch wenn 2020 nicht alle Sportwettkämpfe Corona-bedingt stattfinden konnten, so sollen dennoch erfolgreiche Sportler für ihre Leistungen im vergangenen Jahr geehrt werden. Deshalb ruft die Stadtverwaltung zur Nominierung von Sportlern auf.

Dabei sollten die zu Ehrenden entweder aus Künzelsau sein oder der Verein in Künzelsau seinen Sitz haben. Die Voraussetzungen für eine Ehrung erfüllen außerdem Frauen und Männer in Einzelsportdisziplinen sowie Mannschaften, die 2020 bei einer offiziellen Meisterschaft oder vergleichbaren Wettkämpfen eine der folgenden Platzierungen erreicht haben:

  • ersten oder zweiten Platz bei einer Württembergischen Meisterschaft,
  • ersten bis dritten Platz bei einer Baden-Württembergischen Meisterschaft,
  • ersten bis vierten Platz bei einer Süddeutschen Meisterschaft,
  • ersten bis fünften. Platz bei einer Deutschen Meisterschaft,
  • mindestens dreimal den ersten Platz bei Meisterschaften auf Bezirks oder Gauebene
  • oder als Mannschaft bei offiziellen Verbandsrunden eine Meisterschaft ab der Bezirksebene

Auch Ehrungsvorschläge für andere herausragende Leistungen von Sportlern und Mannschaften können eingereicht werden.

Abgabefrist ist Freitag, der 05. Februar 2021, bei Renate Kilb von der Stadtverwaltung Künzelsau, per E-Mail renate.kilb@kuenzelsau.de oder unter Telefon 07940/129 121. Die Sportvereine aus Künzelsau wurden von der Stadtverwaltung direkt informiert. Wegen der Corona-Pandemie können die Ehrungen nicht persönlich bei einer Feier stattfinden. Die Auszeichnungen werden per Post zugestellt.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

 

2019 wurden viele Sportler beim Empfang im Rathaus geehrt. 2020 konnte Corona-bedingt kein Empfang stattfinden und auch 2021 fällt eine persönliche Ehrung aus. Foto: Carmen Schniepp, Foto Linke GmbH




90-Jährige überschlägt sich mit Fahrzeug

Ein Verkehrsunfall mit einer verletzten Person ereignete sich am heutigen Donnerstag, den 07. Januar 2021, gegen 12.15 Uhr im Holderrainweg in Künzelsau. Die 90-jährige Fahrerin eines VW verwechselte vermutlich Brems- und Gaspedal und fuhr in eine Böschung. Dort überschlug sich der Wagen, die Frau wurde darin eingeklemmt.

Die Feuerwehr konnte die Seniorin aus dem Fahrzeug befreien, sie wurde im Anschluss in ein Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden an dem Auto konnte bislang nicht abschließend beziffert werden.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn




Keine Mehrversorgung, lediglich eine Verschiebung

Vor nicht allzu langer Zeit von Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann als Gesundheitscampus angekündigt, gehofft und auch gewünscht. Nun tritt das ein, was viele bereits befürchtet hatten. Als Ausgleich für das wegrationalisierte Krankenhaus öffnet nun ein lange versprochenes MVZ (medizinisches Versorgungszentrum) mit 2 Ärzten, die sowieso schon in Künzelsau praktizieren.

Pilotprojekt Notfallpraxis wurde schnell wieder beendet

Nachdem das Künzelsauer Krankenhaus am 15. November 2019 im Zuge von Sparmaßnahmen des Landes Baden-Württemberg und des Hohenlohekreises geschlossen wurde, da es laut dem Kreistag rote Zahlen schrieb (wir berichteten), kündigte Künzelsaus Rathauschef einen Gesundheitscampus für die Kreisstadt mit einem MVZ im ehemaligen Krankenhausgebäude als Alternative an. Doch bereits die ersten Maßnahmen hierzu waren erfolglos.

Eine Notfallpraxis als Pilotprojekt befanden diverse Kreistagsmitglieder, darunter allen voran Niedernhalls Bürgermeister Achim Beck, für nicht tauglich und beendeten unlängst nach nur wenigen Monaten das Pilotprojekt im ehemaligen Krankenhausgebäude (wir berichteten).

Die Kosten in Öhringen scheinen eine eher untergeordnete Rolle zu spielen

Währenddessen gruben sich Bauarbeiter und Archäologen durch die Untiefen neben dem Öhringer Krankenhausgebäude, da unter der Fläche, auf dem ein neues Krankenhausgebäude für Öhringen und den gesamten Hohenlohekreis entstehen sollte, wertvolle Funde aus der Römerzeit lagerten. Während weiter mit einem spitzen Bleistift in Künzelsau gerechnet wurde und immernoch wird, scheinen die Kosten in Öhringen indes nur eine untergeordnete Rolle.

Ursprünglich sollte das Künzelsauer Krankenhaus erst geschlossen werden, wenn der Neubau in Öhringen fertig ist. Auch dieses Versprechen wurde wie zahlreiche weitere nicht gehalten. I2023 soll der Neubau in Öhringen fertig sein. Im Kreistag fiel diesbezüglich nun der ursprünglich von Künzelsaus Bürgermeister Neumann eingeführte Begriff Gesundheitscampus – allerdings nicht nur Künzelsau, sondern für Öhringen.

BBT Belsebub und Heilsbringer zugleich

Die BBT-Gruppe als Mehrheitseigner des Hohenloher Krankenhauses seit 2019 ist hier Belsebub und Heilsbringer zugleich. Unter der Federführung der BBT zusammen mit dem Hohenlohekreis fiel das Krankenhaus Künzelsau, aber gleichzeitig ließ sie nun ein MVZ im ehemaligen Krankenhausgebäude entstehen – mit sich selbst als Eigentümer. Das bedeutet: die Ärzte, die in das MVZ mit ihrer Praxis ziehen, arbeiten nicht mehr länger selbstständig, sondern als Angestellte der BBT. Das wollen viele Ärzte nicht, erklärte Dr. Krist vor nicht all zu langer Zeit in einem GSCHWÄTZ-Interview.

Mittlerweile haben sich mit dem Allgemeinmediziner Dr. Köhler und dem Gynäkologen Dr. Tischler nun aber doch zwei Ärzte gefunden für das MVZ. Dies bedeutet jedoch keins bessere Gesundheitsversorgung für Künzelsau, da beide bereits in Künzelsau praktizieren.

Ein Mehrwert für Künzelsau stellt dagegen das Hospiz dar, das ebenfalls in das alte Krankenhausgebäude kommen soll, wenn die nötigen Umbauten abgeschlossen sind. Für Sterbenskranke zweifellos ein Segen, so nah sein Hospiz zu haben. Für die alltägliche Gesundheitsversorgung bietet das neue und vollmundig angekündigte MVZ, das ab 2021 an den Start gehen soll, bislang allerdings noch keinen Mehrwert.

Text: Dr. Sandra Hartmann