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KI-Roboter ersetzen Bücher

Viele Unternehmen haben sie längst nicht mehr: die Empfangsdame in Fleisch und Blut. Stattdessen gibt es im Foyer von Firmen häufig maximal nur noch Willkommens-Displays oder Mitarbeitende aus dem back office erledigen den Sekretariats- und Empfangs-Job gleich mit. Künftig sollen an diesen und anderen Arbeitsplätzen nun Roboter den Job verrichten: „Hallo und herzlich willkommen. Darf ich Sie zu unserem Empfangsraum führen?“ So oder ähnlich könnte es ausschauen, wenn ein so genannter Service-Roboter die Kunden in Empfang nimmt. Auch in Restaurants gib es diese bereits. Sie nehmen Bestellungen entgegen und liefern diese an die jeweiligen Tische aus.

Robo-Lab im 1. Stock

Nachdem durch den digitalen Wandel mit Amazon und nach Corona die Buchsparte immer mehr ihren Glanz verloren hat, stößt das Traditionsunternehmen Breuninger in Künzelsau nun die Buchsparte ab und richtet sich auf Roboter aus. Im 1. Stock soll ein Robo-Lab entstehen. Die Grill-Ecke, Deko-Artikel und Gewürze sollen weichen oder stark minimiert angeboten werden, erklärt Geschäftsführer Matthias Uebele im GSCHWÄTZ-Interview. Seine Vision: Ein KI-Lab mit diversen Hohenloher Unternehmen, die in diesem Bereich nicht völlig abgehängt werden möchten.

Robo-Dog zur Überwachung der Außenanlage

Ab 2.500 Euro zahlt man etwa für einen Robo-Dog, einen Hund, der Firmengelände überwachen könnte oder bei Feuerwehreinsätzen vorausgeht in brennende Häuser und erkundet. Uebele wurde nach der Wirtschaftsmesse auf eine Delegation nach Shanghai eingeladen, um dort die neuesten Entwicklungen anzuschauen. Deutschland schaut von Asien ab, längst nicht mehr andersherum. für einen Serviceroboter legt man dann noch einmal ganz andere Summen hin: round about 25.000 Euro.

Vor KI fürchtet Uebele sich nicht, 2027 soll es richtig losgehen. Roboter kann man dann, wenn alles nach Plan läuft, live und in Farbe bei Breuninger im 1. Stock bewundern und testen. Im Erdgeschoss gibt es weiterhin Bücher und Schulbedarf, allerdings nicht mehr von Breuninger, sondern von Thalia. Sie haben die Buchhandelssparte Breuninger abgekauft. Das Gebäude bleibt allerdings weiterhin in der Familie, betont Uebele.




Das kommt überraschend: Aus Breuninger wird Thalia

Thalia kommt Anfang 2027 nach Künzelsau: Fr. Breuninger GmbH gibt Einzelhandelsparte ab

  • Thalia übernimmt Verkaufsfläche von Inhaber Matthias Uebele in Künzelsau zu Februar 2027
  • Alle Mitarbeitenden aus dem jetzigen Ladengeschäft werden übernommen
  • Künftig bietet Thalia eine große Auswahl an Büchern, Büromaterial, Schulbedarf, Schulranzen und Spielen sowie Geschenk- und Dekoartikeln

Breuninger verlässt damit – zumindest halb – die Künzelsauer Innenstadt

Thalia kommt nach Künzelsau: Zu Februar 2027 übernimmt das Hagener Buchhandelsunternehmen das Erdgeschoss des Ladengeschäfts von BREUNINGER Lieblingsdinge in der Hauptstraße 34 im baden-württembergischen Künzelsau von Inhaber Matthias Uebele. Alle Mitarbeitenden aus dem jetzigen Ladengeschäft werden auch nach der Übernahme von Thalia weiterbeschäftigt. Künftig bietet Thalia auf der rund 500 qm großen Verkaufsfläche eine große Auswahl an Büchern, Büromaterial, Schulbedarf, Schulranzen und Spielen sowie Geschenk- und Dekoartikeln.  

Offensichtlich keine Zukunft mehr im Büchermarkt

„Unser Familienunternehmen ist schon seit 175 Jahren fest in Künzelsau verwurzelt – und das soll auch so bleiben. Dennoch entwickeln wir uns stetig weiter – und da Weiterentwicklung auch oftmals Veränderung bedeutet, haben wir uns entschieden, uns von der Einzelhandelssparte zu trennen“, erklärt Matthias Uebele, Geschäftsführer und Inhaber der Fr. Breuninger GmbH. „Mit Thalia habe ich die perfekte Nachfolge gefunden, die das Geschäft mit Büchern und Bürobedarf, aber auch Geschenk- und Dekoartikeln hier vor Ort weiterführt“, ist sich Matthias Uebele sicher. Vor allem die Übernahme der acht Mitarbeitenden aus dem jetzigen Geschäft sei für ihn einer der entscheidenden Punkte für die Wahl von Thalia als Nachfolgeunternehmen gewesen. „Unsere Kundinnen und Kunden können sich so auch künftig darauf verlassen, die gewohnt persönliche und kompetente Beratung zu erhalten“, so Matthias Uebele.

Die spannende Frage: Wie lange wird sich Thalia in Künzelsau halten?

Angelika Gehrken, Vertriebsdirektorin bei Thalia, freut sich schon sehr auf den neuen Standort. „Mit der bevorstehenden Neueröffnung unserer Thalia Buchhandlung können wir hier in der Stadt einen kulturellen Treffpunkt für Bücherfans sichern“, sagt sie und betont: „Der Buchhandel leistet einen wichtigen Beitrag zu einer lebendigen Innenstadt – mit der Eröffnung tragen wir zum Erhalt der Einzelhandelsvielfalt in Künzelsau bei.“

Als führender Omni-Channel-Buchhändler in der DACH-Region verbindet Thalia die Vorzüge des stationären Einkaufens mit digitalen Services: Zum Beispiel die Möglichkeit, online bestellte Waren in die Buchhandlung oder an eine Wunschadresse liefern zu lassen. Selbstbedienungskassen in der Buchhandlung helfen dabei, den Einkauf auch in Stoßzeiten schneller abschließen zu können.

Das Buchhandlungsunternehmen Thalia bietet verschiedene Nachfolgelösungen für den inhabergeführten Buchhandel. Neben der Möglichkeit der Übernahme gibt es auch das Thalia Partnermodell, das es Inhabenden ermöglicht, ihre Buchhandlungen eigenständig und individuell weiterzuführen – gleichzeitig profitieren sie vom Thalia Know-How in den Bereichen Logistik, IT, Non-Book-Sortiment und Online-Shop. Mehr Informationen zum Thalia Partnermodell und zu Nachfolgelösungen erhalten Interessierte unter https://unternehmen.thalia.de/

Quelle: Pressemitteilung Thalia / Breuninger

Foto Quelle: Archiv/Nina und Matthias Uebele




Wie aus einem toten Krankenhaus auf einmal ein Leuchtturmprojekt wird

Als Nina Warken (CDU) mit ihrer Rede am Neujahrsempfang in Künzelsau am Freitag, den 23. Januar 206, beginnt, braucht sie ein paar Minuten, bis sie alle wichtigen Namen aufgezählt hat, die an diesem Festabend anwesend sind und ihr von der ersten Reihe aus lauschen: Reinhold und Bettina Würth (Carmen Würth war nicht anwesend, auch Benjamin und Maria Würth nicht), Albert und Ursula Berner, Hohenlohes Landrat Ian Schölzel, ihr CDU-„Kollege“ Christian von Stetten,  CDU-Landtagsbewerber Tim Breitkreuz, Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann (CDU), Wolfgang Freiherr von Stetten (CDU). Man weiß bereits zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich, ob man sich auf einem Neujahrsempfang befindet oder auf einem Landesparteitag der CDU. 

Was auf die Bürger:innen zukommt: Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in Künzelsau

Sind wir auf einer Wahlkampfveranstaltung oder auf einem Neujahrsempfang?

Sicher, es sind Landtagswahlen in 2 Monaten. Sicher ist auch, der Hohenlohekreis war schon immer sehr schwarz. Und dennoch hinterlässt es einfach ä Gschmäckle, wenn selbst Künzelsaus Bürgermeister, der noch 2018 für den Erhalt des Künzelsauer Krankenhaus bei der Demo der damaligen BI eine Rede gehalten halt, sich am Neujahresempfang in einem Video nun in bester Bob-der-Baumeister-Manier, mit Bauhelm und beim Tapete-herunter-reißen präsentiert im mittlerweile sehr kaputt wirkenden Krankenhausgebäude und über die hervorragenden Aussichten philosophiert, die das tote Krankenhausgebäude nun habe – unter anderem mit einer geplanten Kurzzeitpflege in Räumen, die zu Zeiten, als das Krankenhaus vom Kreistag geschlossen wurde, noch – milde gesagt – als marod und abrissbereit bezeichnet wurde.

Vom maroden Abrissgebäude zum Leuchtturmprojekt – Loriot würde „ach“ darauf antworten

Nun ist das tote Krankenhausareal nun also das neue „Leuchtturmprojekt“ für Deutschland, wie Nina Warken in ihrer anschließenden Rede strahlend verkündet. Na, ob das die Mehrheit der Künzelsauer genau so sehen, mag wohl dahingestellt sein. Wichtig ist vermutlich auch lediglich der Applaus der Richtigen und Wichtigen in der ersten Reihe, die mit dem dem richtigen Parteibuch, aber auch die Wirtschaftselite.

In Ihrer Rede ging es denn auch viel um Wirtschaft, um Reformen, die Menschen besser gesteuert durch das finanziell stark belastete Gesundheitssystem zu navigieren. Aber, keine Sorge, die Regierung sei mit den angestrebten Reformen unter anderem im ambulanten und stationären Bereich auf einem guten Weg. Es stehe wieder mehr Eigenverantwortung im Fokus, wieder ein Mehr an länger-gesünder-leben, noch weniger Krankenhäuser, aber dafür mehr spezialisierte. Denn wer möchte schon schlecht operiert werde? Lieber fährt man planbar etwas länger (wenn Herzinfarkte nur immer so planbar wären).

Der große Friedrich

Bezogen auf den Bundeskanzler attestiert Nina Warken Friedrich Merz wie zu Erwarten eine hervorragende Arbeit, er reise derzeit viel um die Welt, um die Probleme zu lösen. Von Deutschland werde eine Führungsrolle erwartet. Wie die genau aussieht, kann man derzeit nur erahnen.

Video: Maren Hennig, GSCHWÄTZ-Mitarbeiterin

Ein Kommentar von GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann

 

 

 




Dr. Sandra Hartmann: „Das Gehirn einer Frau ist offensichtlich nicht für Führung ausgelegt“

„Um die internationale Ausrichtung und Kundenzentrierung der GEMÜ Gruppe weiter zu stärken, hat der Hohenloher Ventilspezialist seine Geschäftsführung im November 2025 neu aufgestellt. Stephan Gehrig erweitert als neuer Geschäftsführer Vertrieb und Marketing die Geschäftsführung der GEMÜ Gruppe“, heißt es in einer Pressemitteilung von Gemü vom 08. Dezember.

Gehrig ist damit der vierte Geschäftsführer im Konzern. Bei anderen Unternehmen in der Region, ist der Anteil von Frauen in der Führungsebene ebenfalls verschwindend gering.

„Vermutlich liegt das daran, dass das Gehirn von Frauen für die Komplexität kaufmännischer Aufgaben, denen sich Geschäftsführer und Vorstände gegenübersehen, nicht ausgelegt ist“, so GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann in ihrem Video-Kommentar.

Eine Frau unter vielen Männern: Bettina Würth (Wirtschaft) und Angela Merkel (Politik). Aber wir wissen alle: Eine Schwalbe macht eben doch noch lange keinen Sommer.

 

! Achtung: Satire 😉

Mann oh Mann, GEMÜ

Quelle: Pressemitteilung Gemü

Fotos: Screenshots von Pressemitteilungen der hiesigen Unternehmen




Neujahrsempfang in Künzelsau: Bundesgesundheitsministerin spricht

Bundesministerin für Gesundheit MdB Nina Warken zu Gast im Künzelsauer Rathaus

Der Neujahrsempfang am Freitag, 23. Januar 2026 um 19 Uhr im Rathaus Künzelsau schafft erneut Raum für Begegnungen und einen zuversichtlichen Jahresauftakt. „Wir laden die Einwohnerinnen und Einwohner von Künzelsau ein, mit uns ins Gespräch zu kommen und gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen“, sagt Bürgermeister Stefan Neumann. Der Einlass beginnt ab 18 Uhr.

Leidenschaftliche Tennisspielerin

Seit dem 6. Mai 2025 bringt Bundesministerin für Gesundheit MdB Nina Warken ihre umfangreichen Erfahrungen aus Bundes- und Landespolitik sowie ihre kommunalpolitische Expertise aus der Region Odenwald-Tauber in ihr verantwortungsvolles Amt ein. In ihrem Impulsvortrag wird die Ministerin, dreifache Mutter, Juristin und leidenschaftliche Tennisspielerin, persönliche Einblicke in ihren politischen Alltag, ihre Motivation sowie ihr Engagement für eine starke Region und ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem geben.

Unterhaltsames Rahmenprogramm

Im Rahmen des Neujahrsempfangs öffnen die Mitarbeitenden ihre Bürotüren im Rathaus und stellen ihre Aufgabenbereiche vor. Ein unterhaltsames Rahmenprogramm, leckere Häppchen und Getränke runden den Abend genussvoll ab.

Anmeldungen

Zum Neujahrsempfang sind ausschließlich Künzelsauer Einwohnerinnen und Einwohner eingeladen. Ab dem 2. Dezember 2025 sind Anmeldungen möglich. In der Reihenfolge der Anmeldungen werden die Plätze zunächst im Sitzungssaal und, wenn diese alle vergeben sind, im Rathausfoyer reserviert. Der offizielle Teil mit dem Impulsvortrag von Bundesministerin für Gesundheit MdB Nina Warken wird hierfür per Video auf eine Leinwand im Foyer übertragen. Beginn ist um 19 Uhr, Einlass ins Rathaus um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich online unter www.kuenzelsau.de/neujahrsempfang. Wer keinen Internetzugang hat kann sich auch telefonisch bei der Stadtverwaltung anmelden unter 07940 129-123.

Quelle: Pressmitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau

Foto: Tobias Koch




Warum Künzelsau wieder an das Bahnnetz angeschlossen werden sollte

Während im benachbarten Öhringen täglich Züge nach Karlsruhe, Schwäbisch Hall und Heilbronn fahren, ist der Bahnhof in Künzelsau seit den 1980er Jahren stillgelegt. Statt einer Bahn verkehren hier lediglich Radfahrer. Am Bahnhof kann man hier zwar lecker Pizza essen. Doch die Kreisstadt des Hohenlohekreises befindet sich seit rund 40 Jahren abgeschottet vom öffentlichen Bahnsystem.

Künzelsau I Reaktivierung der Kochertalbahn

Dabei war die Trasse, auf welcher die Kochertalbahn fuhr einst eine Strecke inmitten einer beeindruckenden Landschaft. Sie schlängelte sich durch Wälder, vorbei an Wiesen und Feldern, wo sich Hase und Igel Gute nacht sagen, mit sagenhaften Ausblicken auf das Kochertal – und mit  einer der damals steilsten Steigungen.

Billig würde der Ausbau, der nun konkret im Raum steht mit 200 bzw. 300 Millionen Euro (letztere Kostenschätzung bei einer Tunnelvariante), nicht werden. Aber noch nie wurde die Reaktivierung alter Bahntrassen von Bund und Land derart bezuschusst wie aktuell.

Die Bürger:innen und Bürger täten daher gut daran, dieses Projekt zu unterstützen, wäre es doch sowohl für den Tourismus als auch für die 10.000 tagtäglichen Berufspendler nach Künzelsau wie auch für die Student:innen ein Sprung in die Neuzeit.

Die Umfrage zur Kochertalbahn läuft noch bis 07. Januar: www.kochertalbahn.info

 

 




„Die Reaktivierung ist eine große Chance für die gesamte Region“

Sie war eigentlich schon totgeglaubt, nun soll sie im Zuge der Grünen Schienen-Wende wie zahlreiche weitere Trassen in Deutschland wiederbelebt werden: die Kochertalbahn als moderne S-Bahn, die in regelmäßiger Taktung fährt und das Kochertal wieder an das Bahnsystem andocken soll.

Der ehemalige Künzelsauer Bahnhof – und zahlreiche weitere Bahnhöfe bis Forchtenberg – erinnern bis heute an die Kochertalbahn, die bis in die 1980er Jahre hinein 100 Jahre lang fuhr. Dann setzte die Region gänzlich auf den NVH (Nahverkehr Hohenlohe), also auf Busse anstatt auf die Bahn. Längst werden die alten Bahnhofsgebäude anderweitig genutzt.  In Künzelsau etwa befindet sich dort der Jugendkulturverein Kokolores und die Pizzeria EMMAS GLÜCK.

Erstelle, was du liebst – liebe, wie du’s erstellst.

Zwischen 200 und 300 Millionen Euro Kosten – Stand heute

Das Bahn-Wiederbelebungsprojekt sollt laut derzeitigen Schätzungen zwischen rund 200 (ohne Tunnelvariante) und rund 300 Millionen Euro (mit Tunnelvariante von der Berufsschule nach Gaisbach) kosten – kein Pappenstil also, obwohl sich die kleine Kreisstadt des kleinsten Kreises im Ländle nicht beschweren kann, ist doch unter anderem der Schrauben-Riese Würth und damit auch zweitreichste Familie in ganz Deutschland dort beheimatet – und zahlreiche weitere Weltmarktführer-Unternehmen. Dennoch reitet man als echter sparsamer Baden-Württemberger auch hier nicht mit einem Goldesel durch die Gegend.

Krankenhaus weg – Kochertalbahn her?

2018 wurde das kleine Krankenhaus in Künzelsau geschlossen aufgrund der von Baden-Württemberg und Berlin vorgegebenen Krankenhausreform. Krankenhäuser sollen am besten keine roten Zahlen schreiben. Stattdessen wurden Millionen in den Neubau des Krankenhauses in Öhringen gesteckt, das, nun ja, zahlentechnisch auch keine Erfolgsbilanz aufweist.

Bürgerinitiative kämpft wochenlang  umsonst

Damals gingen die Menschen wochenlang für ihr Krankenhaus in Künzelsau auf die Straße, es formierte sich eine Bürgerinitiative, die kämpfte – umsonst. Nun befindet sich in dem alten Krankenhausgebäude unter anderem eine Hospiz. Passender geht es wohl kaum.

Darum für viele auch etwas unverständlich, wie nun wieder so viel Geld da sein beziehungswiese locker gemacht werden soll für eine Bahn, an deren Stelle man ja auch einfach mit dem Bus zum nächsten Bahnhof – in diesem Fall in Waldenburg oder Öhringen – fahren soll. Während Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann mit der „Reaktivierung eine große Chance für die gesamte Region“ sieht, hält sich Waldenburg Bürgermeister Bernd Herzog mit seinen Worten eher zurück, wenn er erklärt: „“Uns ist es wichtig, dass alle relevanten Informationen aus Waldenburg, Kupferzell und Künzelsau in das Projekt einfließen, und am Ende die beste Lösung für die Region steht. Auf dem Weg dahin begleiten wir die Planungen der Stadt Künzelsau wohlwollend und ergebnisoffen.“ Man darf dabei auch nicht vergessen: Sein Waldenburg hat ja auch schon einen Bahnanschluss. Aber auch die Worte von Christoph Spieles, Bürgermeister aus Kupferzell, klingen eher verhalten beim Bahnprojekt: „Kupferzell, Waldenburg und Künzelsau arbeiten schon lange eng für die Region zusammen. Dafür ist es wichtig, dass alle immerzu gut informiert sind. Auf das Basis begleiten wir die Bemühungen der Stadt Künzelsau zur neuen Kochertalbahn offen und interessiert.“ Das hört sich fast so an, wie wenn man als Bürgermeister vom Zuschauerrand einfach mal abwartet, was so passiert.

Auch Halt im Gewerbepark

Fakt ist: Es ist einfach komfortabler und bequemer, mit einer Bahn, die regelmäßig, etwa im 1-Stunden-Takt fährt, an den nächsten Bahnhof zu fahren Zum anderen wäre die Kreisstadt nach Jahrzehnten wieder an ein Bahnnetz angeschlossen. Die Studenten in dieser Stadt würden das sicher begrüßen – und auch die zahlreichen Arbeitnehmer:inenn, die tagtäglich zum Gewerbepark Hohenlohe zu ihren Weltmarktführer-Arbeitgeber:innen an der A6 mit ihrem Auto fahren. Dort würde die Bahn auch Halt machen.

Die Wiederbelebung alter Trassen ist auch ein Trend, den man in Europa beobachten kann, was den Tourismus betrifft. Manche erreichen dabei sogar Kultstatus – bei einer Trasse in idyllischer Umgebung und/oder mit einer Bahn, die auf „old charme“ optisch aufbereitet ist. Auch die Trasse der ursprünglichen Kochertalbahn führt malerisch bergauf bergab zwischen Wäldern und Wiesen vorbei. Es war damals übrigens die Trasse mit der beeindruckendsten Steigung.

Derzeit starke finanzielle Fördermöglichkeiten von Land und Bund für die Wiederbelebung alter Trassen

Die Reaktivierung von Bahngleisten könnte laut der Stadtverwaltung Künzelsau aktuell finanziell stark von Bund und Land gemäß dem Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungsgesetzt gefördert werden. Der Bund würde dabei, laut der Stadtverwaltung Künzelsau, 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten tragen. Die restlichen zehn Prozent würden zum Teil durch das Land Baden-Württemberg übernommen werden.

Entscheidend sei dabei, so betont es die Stadt Künzelsau, jetzt zügig voranzukommen, da für die ersten hundert reaktivierten Bahnkilometer übernimmt das Land-Baden-Württemberg die Kosten für den Betrieb im Ein-Stunden-Takt komplett.

Die Strecke soll sich so weit wie möglich am historischen Trassenverlauf orientierten. Das würde bedeuteten: Abfahrt in Künzelsau wäre am Kokolores / an der Pizzeria EMMAS Glück.

Bislang würde die Trasse lediglich zwischen der A6 und Künzelsau wiederbelebt werden. Möglich wäre aber – rein theoretisch – auch ein Ausbau wie ehedem bis nach Forchtenberg. In jedem Fall würde die Kochertalbahn eine Aufwertung der ländlich-touristischen Region bedeuten.

Foto: Ehemalige Kochertalbahn, die bis in die 1980er Jahre hinein über 100 Jahre lang betrieben wurde

Video: Altes Videomaterial von der Kochertalbahn

 




Bye, bye Kochertal – Gert Müller: „Kupferzell wird zum neuen Herzstück“

GEMÜ verlagert Firmensitz nach Kupferzell – neue Adresse wird feierlich eingeweiht

v.l.n.r: Christoph Spieles (Bürgermeister Kupferzell), Gert Müller (Geschäftsführender Gesellschafter GEMÜ Gruppe), Claudia Rohn (Geschäftsführerin Gewerbepark Hohenlohe), Bernd Herzog (Bürgermeister Waldenburg), Stefan Neumann (Bürgermeister Künzelsau)

Die GEMÜ Gruppe verlagert zum 15. Oktober 2025 den offiziellen Firmensitz von Ingelfingen-Criesbach in den Gewerbepark Hohenlohe nach Kupferzell.

Zum 15. Oktober 2025 verlagert die GEMÜ Gruppe ihren Firmensitz in ihr neues Headquarter im Gewerbepark Hohenlohe, das im Jahr 2024 fertiggestellt und bezogen wurde. Mit der Verlagerung des Firmensitzes erhält das GEMÜ Headquarter auch eine neue, „repräsentative Adresse“, wie es in der Pressemitteilung des Unternehmens heißt:

GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG
Gert-Müller-Platz 1
74635 Kupferzell

An der neuen Adresse gibt es einen Gert-Müller-Platz

Die Benennung des Platzes vor dem neuen Headquarter in Gert-Müller-Platz stellt eine besondere Würdigung des geschäftsführenden Gesellschafters Gert Müller dar, der die Entwicklung des Unternehmens maßgeblich prägt und weiterhin aktiv gestaltet. Die neue Adresse wurde am 15. Oktober 2025 im Rahmen einer feierlichen Zeremonie offiziell eingeweiht.

Der Standort in Ingelfingen-Criesbach bleibt als Produktions- und Verwaltungsstandort bestehen und wird auch künftig eine zentrale Rolle innerhalb der GEMÜ Gruppe spielen.

„Kupferzell wird zum neuen Herzstück“

„Unser neues Headquarter ist der zentrale Standort für die Unternehmensführung von GEMÜ weltweit. Von hier aus stellen wir unsere strategischen Weichen und gestalten die Zukunft des Unternehmens. Die Benennung des Platzes vor unserem neuen Sitz ist für mich eine große Ehre und ein Zeichen der Wertschätzung für die Entwicklung, die GEMÜ in den vergangenen Jahren genommen hat“, erklärt Gert Müller, geschäftsführender Gesellschafter der GEMÜ Gruppe. „Kupferzell wird damit zum neuen Herzstück und zum strategischen Impulsgeber unserer Unternehmensgruppe. Mein besonderer Dank gilt den Verbandsvorsitzenden des Gewerbeparks Hohenlohe für die Benennung des Platzes sowie allen weitern Personen, die an dieser Entscheidung beteiligt waren – diese Geste bedeutet mir persönlich sehr viel.“

Quelle: Pressemitteilung von GEMÜ

Die GEMÜ Gruppe entwickelt und fertigt Ventil-, Mess- und Regelsysteme für Flüssigkeiten, Dämpfe und Gase. Bei Lösungen für sterile Prozesse ist das Unternehmen laut eigenen Angaben Weltmarktführer.
Das Familienunternehmen wurde 1964 gegründet und wird seit 2011 in zweiter Generation von Gert Müller als geschäftsführendem Gesellschafter gemeinsam mit seinem Cousin Stephan Müller geführt. Die Unternehmensgruppe erzielte im Jahr 2024 laut eigenen Angaben einen Umsatz von über 525 Millionen Euro und beschäftigt heute weltweit mehr als 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon ca. 1.400 in Deutschland. Die Produktion erfolgt an acht Standorten: Neben den beiden Produktionsstandorten in Deutschland fertigt GEMÜ seine Produkte in Brasilien, China, Frankreich, Indien, der Schweiz sowie den USA. Der weltweite Vertrieb erfolgt über 25 Tochtergesellschaften und wird von Deutschland aus koordiniert. Über ein dichtes Netz von Handelspartnern ist GEMÜ in mehr als 50 Ländern auf allen Kontinenten aktiv.

 




Tochter von Reinhold Würth stirbt im Alter von nur 66 Jahren

Es ist wohl der schwerste Schicksalsschlag, den Eltern erleiden können. Im Alter von 90 Jahren muss der so genannte „Schraubenkönig“ Reinhold Würth Abschied von seiner Tochter nehmen.

Tochter von Reinhold Würth gestorben

Zu der Todesursache ist bislang nicht viel bekannt

Marion Würth war erst 66 Jahre alt. Zu der Todesursache ist bislang nicht viel bekannt. In einem offiziellen Statement spricht die Familie von einem plötzlichen gesundheitlichen Schicksalsschlag.

Ihr Herz gehörte der Natur und den Tieren

Im Gegensatz zu ihrer Schwester Bettina Würth war Marion Würth weniger involviert in das Firmen-Imperium, das ihr Vater geschaffen hatte. Ihr Herz gehörte der Natur und den Tieren. Biolandwirtschaft, Demeter, ein regional bekannter Hofladen – das war ihr Leben. Ihre Söhne Benjamin und Sebastian dagegen verkörpern beide die Zukunft des Unternehmens Würths. Benjamin soll nach dem Rückzug von Reinhold Würth der offizielle „Stammesnachfolger“ sein.

Sie hinterlässt viel

Zum 90. Geburtstag ihres Vaters Reinholds war Marion Würth Impulsgeberin für einen ganz besonderen Baumgarten in der Nähe der Firmenzentrale und des Carmen-Würth-Forums am Firmensitz in Künzelsau-Gaisbach. 100 Bäume aus im wahrsten Sinne aller Herren Länder wurden hier gepflanzt, sinnbildlich für die Länder, in welchen Würth vertreten ist, aber auch sinnbildlich für Vielfalt, Wachstum und für ein „geerdetes Leben“.

Auch ihr wird ein Denkmal gesetzt werden

So wie auch Anne-Sophie, die mit nur 9 Jahren verstorbene Tochter von Bettina Würth bis heute weiterlebt in zahlreichen besonderen Häusern, die ihren Namen tragen, wie etwa die Freie Schule Anne-Sophie („Jedes Kind soll hier als Gewinner herausgehen“), so wird auch Marion Würth ein Denkmal bekommen, das sie und ihre Werte verkörpert: die Natur, die Tiere, das Leben an sich, Wachstum und die Vielfalt von allem.

Die beiden Töchter mit ihrem Papa: Bettina, Reinhold und Marion Würth (von links).

Ein Kommentar von GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann

 




SWR Fernsehen: Am Samstag Astronauten-Duell Oberwesel gegen Künzelsau

„Stadt Land Quiz“ am 4. Oktober 2025 im SWR Fernsehen

Künzelsau im Weltraum-Wettbewerb mit Oberwesel

Das SWR-Team um Jens Hübschen war in Künzelsau unterwegs und hat Friedericke Spieles und Stefan Kraut mit Kenntnissen über Stadt und Weltraum gefordert. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau.

Am Samstag, 4. Oktober 2025, um 18.45 Uhr zeigt das SWR Fernsehen eine neue Ausgabe der Rateshow „Stadt Land Quiz“. Dieses Mal steht alles im Zeichen des Weltraums. Wie immer treten dabei zwei Städte gegeneinander an. Eine aus Rheinland-Pfalz und eine aus Baden-Württemberg. Für das Weltraum-Spezial wählte die Redaktion Oberwesel, bekannt durch sein Meteorite-Museum, und Künzelsau, den Geburtsort des ESA-Astronauten Dr. Alexander Gerst und Heimat einer Space-Art-Ausstellung.

Direkte Einbindung der Menschen vor Ort

Das Besondere an „Stadt Land Quiz“ ist die direkte Einbindung der Menschen vor Ort: Moderator Jens Hübschen stellt die Quizfragen nicht im Studio, sondern spontan Passantinnen und Passanten auf den Straßen der beiden Städte. Zusätzlich gibt es in jeder Stadt ein Stadtpatenteam, das sich einer besonderen Herausforderung stellen muss. In Künzelsau gingen Friedericke Spieles und Stefan Kraut für ihre Stadt ins Rennen. Innerhalb von fünf Stunden galt es für die Teams, ein zuvor fotografiertes Detail in der jeweils eigenen Stadt wiederzufinden, ob Fassade, Straßenzug oder markantes Objekt. Unterstützt werden durfte dabei durch die lokale Gemeinschaft, soziale Netzwerke oder persönliche Kontakte.

Jens Hübschen Im Stadtmuseum Künzelsau mit Friedericke Spieles und Stefan Kraut. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau.

Zum Abschluss des Drehtages mussten die Stadtpatenteams in einer Schnellraterunde zusätzlich zehn Fragen zum Thema Weltraum beantworten. Spannung, Wissenswertes und unterhaltsame Begegnungen sind garantiert, wenn Oberwesel und Künzelsau am 4. Oktober 2025 um 18.45 Uhr um den Quiz-Sieg wetteifern.

Wer am Ende die Nase vorn hatte, bleibt bis zur Ausstrahlung offen. Klar ist jedoch: Oberwesel und Künzelsau lieferten sich einen spannenden Wettbewerb.

Virtueller Weltraumspaziergang

Die Besucherinnen und Besucher der Space ART im Stadtmuseum sind begeistert von dem Angebot des virtuellen Weltraumspaziergangs. Am Sonntag, 26. Oktober 2025, von 14 bis 16 Uhr, gibt es wieder die Möglichkeit, den Weltraum virtuell zu erkunden. Kleine und große Weltraumfans können mithilfe von VR-Brillen im zweiten Stock im Stadtmuseum in ferne Galaxien eintauchen.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Künzelsau