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Offenes Impfen im KIZ Öhringen noch bis 12. September 2021

Bis zur Schließung des Kreisimpfzentrums (KIZ) Öhringen zum 12. September 2021 finden noch mehrere offene Impftage statt. Zu diesen ist keine Anmeldung erforderlich, geimpft wird mit allen verfügbaren Impfstoffen, solange der Vorrat reicht.

Im Rahmen der offenen Impftage sind ab 1. September auch Auffrischimpfungen mit dem mRNA-Impfstoff von BioNTech möglich. Auch hier ist keine vorherige Terminvereinbarung erforderlich.

Öffnungszeiten des KIZ Öhringen

Freitag, 27. August, 8-18 Uhr
Samstag, 28. August, 8-18 Uhr
Sonntag, 29. August, 8-15 Uhr
Mittwoch bis Sonntag, 1.-5. September, jeweils von 8-18 Uhr
Freitag, 10. September, 8-18 Uhr
Samstag, 11. September, 8-18 Uhr
Sonntag, 12. September, 8-15 Uhr

Nach dem 12. September finden Impfungen ausschließlich durch die niedergelassenen Ärzte, Betriebsärzte und durch das mobile Impfteam Heilbronn statt.

Hintergrund:

Auffrischimpfungen können die folgenden Personengruppen erhalten, sofern die Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt:

  • Menschen über 80 Jahre,
  • Personen, die in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe oder weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder dort leben,
  • Pflegebedürftige, die zuhause gepflegt werden,
  • Personen mit einer angeborenen oder erworbenen Immunschwäche oder unter immunsuppressiver Therapie,
  • Personen, die ausschließlich Vektorviren-Impfstoffe von AstraZeneca bzw. die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten haben,
  • Beschäftigte wie etwa Pflegekräfte, die in den genannten Einrichtungen, ambulanten Pflege- oder Betreuungsdiensten sowie in medizinischen Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen arbeiten nach individuellem Wunsch und entsprechender ärztlicher Aufklärung.

Pressemitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis




Kreisimpfzentrum in Öhringen schließt

Das Landratsamt des Hohenlohekreises informiert über die Schließung des Kreisimpfzentrums in Öhringen:

Nach dem 12. September 2021 keine Impfungen mehr im KIZ

Das Kreisimpfzentrum des Hohenlohekreises (KIZ) in der Hohenlohe-Sporthalle Öhringen schließt zum 12. September 2021. Auf dieses Datum haben sich Land Baden-Württemberg, Landratsamt Hohenlohekreis und Stadt Öhringen geeinigt. Danach finden Impfungen ausschließlich durch die niedergelassenen Ärzte, Betriebsärzte und durch das mobile Impfteam Heilbronn statt.

Ärzte und mobiles Impfteam Heilbronn stehen für Impfungen zur Verfügung

Der Normalbetrieb im KIZ läuft noch bis zum 5. September 2021. Parallel zum Abbau steht dann bis einschließlich 12. September 2021 ein reduziertes Impfangebot zur Verfügung. Bis zu diesem Termin finden auch weiterhin die mobilen Impfaktionen des KIZ Öhringen im Kreisgebiet statt. Am 19. September 2021 wird die Hohenlohe-Halle an die Stadt Öhringen zurückgegeben, sodass der Sportbetrieb ab dem 20. September 2021 beginnen kann.

Ab dem 20. September 2021 wieder Sportbetrieb

Im KIZ werden bis zum letzten Impftag Erstimpfungen durchgeführt. Termine für Zweitimpfungen, die nach dem 12. September 2021 liegen, müssen von den Betroffenen selbst bei Haus- oder Betriebsarzt vereinbart werden.

Pressemitteilung Landratsamt Hohenlohekreis

 

 




Erstmals südafrikanische Virusvariante im Hohenlohekreis nachgewiesen

Erstmals wurde am Freitag, den 09. April 2021, die südafrikanische Variante des Coronavirus im Hohenlohekreis nachgewiesen. Das teilte das Landratsamt des Hohenlohekreises in einer Pressemitteilung mit. „Leider haben wir neben der stark ausgebreiteten britischen Variante heute zwei zusammenhängende Fälle der südafrikanischen Variante zu verzeichnen“, teilt Annemarie Flicker-Klein, Leiterin des Gesundheitsamts, mit. „Das hat uns nicht überrascht. Seit Februar suchen unsere Labore gezielt nach bekannten besorgniserregenden Varianten. Dadurch wurden auch diese Fälle gefunden.“ Die Quarantäneregelungen gelten beim Auftreten der südafrikanischen Variante unverändert. „Der beste Schutz vor den besorgniserregenden Varianten für Bürgerinnen und Bürger ist, sich weiterhin an die Hygiene- und Abstandsregeln zu halten sowie Kontakte auf das Notwendige zu reduzieren.“

Seit Februar 2021 gezielte Suche nach Virusmutanten

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat am heutigen Freitag, 9. April 2021, insgesamt 49 neue Corona-Infektionsfälle an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Davon waren 14 Fälle bereits als Kontaktpersonen in Quarantäne. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 164,2 pro 100.000 Einwohner.

Vier betroffene Unternehmen

Betroffen ist auch eine Schule auf der Hohenloher Ebene. Dort musste für 51 Kontaktpersonen Quarantäne angeordnet werden. Zudem gibt es weitere Fälle in einer bereits betroffenen Kinderbetreuungseinrichtung und in vier bereits betroffenen Unternehmen.

Termine im Impfzentrum noch frei

Das Kreisimpfzentrum Öhringen teilt mit, dass aufgrund einer größeren Lieferung an Impfstoff und verlängerter Öffnungszeiten weitere Impftermine angeboten werden können. An diesem Wochenende sind für Sonntag und Montag noch Termine zur Impfung mit AstraZeneca verfügbar. Die Terminvergabe funktioniert ausschließlich über das Internet unter www.impfterminservice.de oder über die Telefonnummer 116 117 (ohne Vorwahl, kostenlos, Montag bis Sonntag von 8 bis 22 Uhr).

Das Ärzteblatt hatte erst im März 2021 darüber berichtet, dass AstraZeneca teilweise nicht bei der südafrikanischen Coronamutation wirkt.

Die südafrikanische Mutante soll zwar nicht tödlicher sein, aber sich schneller verbreiten, was wiederum zu einer Überbelastung des Gesundheitssystems führen kann.




An diesem Wochenende rund 1.250 Zweitimpfungen in Öhringen

Kreisimpfzentrum Öhringen wieder in Betrieb

Bald auch der teilweise umstrittene Impfstoff AstraZeneca im Einsatz

An diesem Wochenende ist das Kreisimpfzentrum Öhringen zum fünften Mal geöffnet. Bis einschließlich Sonntag, den 21. Februar 2021, werden insgesamt rund 1.250 Erst- und Zweitimpfungen mit Impfstoff von BioNTech durchgeführt. Weiterhin werden ausschließlich Personen der Gruppe 1, also höchster Priorität laut Impfverordnung des Bundes, geimpft. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes hervor.

Ab dem kommenden Wochenende wird auch der Impfstoff AstraZeneca im Kreisimpfzentrum Öhringen verwendet. Die ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts empfiehlt diesen Impfstoff nur für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren. Termine für die AstraZeneca-Impfung werden heute freigeschaltet und können nur an die genannte Personengruppe vergeben werden.

Das Landratsamt Hohenlohekreis hat laut eigenen Angaben nach wie vor keinerlei Einfluss auf die Terminvergabe. Diese ist Sache des Landes Baden-Württemberg und kann entweder über die Telefonnummer des Landes unter 116 117 oder über die zentrale Online-Plattform www.impfterminservice.de erfolgen. Bei der Buchung über das Internet ist darauf zu achten, den Prozess ganz bis zum Ende durchzuführen, bis eine Terminbestätigung per E-Mail versendet wird.




Neth: „Für mich ist ganz klar: Ich lasse mich impfen, wenn ich gemäß der Impfverordnung an der Reihe bin“

Eigentlich steht die Impfreihenfolge fest, trotzdem ist immer wieder zu lesen, dass Menschen versuchen, sich vorzeitig impfen zu lassen. Die vorgezogenen Impfungen einiger „Lokalgrößen“, zum Beispiel die Landräte des Erzgebirgskreises und des Kreises Wittenberg, des Oberbürgermeisters von Halle oder des Bischofs von Augsburg lassen die Wellen der Entrüstung hochschlagen. Immer wieder ist zu lesen, dass den betreffenden Personen „überzählige“ Impfdosen verimpft worden seien, die Personen seien sozusagen zufällig vor Ort gewesen.

Imfpdrängler haben im Hohenlohekreis keine Chance

Auf GSCHWÄTZ-Anfrage teilt das Landratsamt mit, dass es im Hohenlohekreis keine derartigen Fälle gebe: Außer vier Personen aus Kritis-Berufen [Amn. d. Red.: kritische Infrastukturen / Menschen aus systemrelevanten Berufen], die irrtümlich in die Impfgruppe eins eingetragen wurden, seien ausschließlich Menschen aus der Gruppe eins geimpft worden.

„Reserven werden stets verimpft“

„Im Hohenlohekreis wird nur aufgrund einer Terminvergabe geimpft, die benötigte Menge an Impfstoff ist daher bekannt, auch werden die Impfstoffe in kleinen Einheiten angeliefert, sodass nicht zu viele Impfdosen vorbereitet werden müssen. Aufgrund der Vorplanung können „Reserven entstehen, wenn Impflinge nicht erscheinen oder es sind geplante Reserven, die vorgehalten werden, falls Impfstoff beispielsweise unbrauchbar ist. Reserven werden stets verimpft. Es bleibt nichts übrig“, betont Sascha Sprenger, Pressesprecher des Hohenlohekreises. Der Hohenlohekreis habe eine vorgeplante Liste an Personen aus § 2 CoronaImpfV [Anm. d. Red.: Coronavirusimpfverordnung]“, die kurzfristig informiert und geimpft werden können. Ein „Impftourismus“, wie er im Internet beschrieben ist, ist also im Hohenlohekreis nicht erfolgversprechend.

Neth: „Für mich ist ganz klar: Ich lasse mich impfen, wenn ich gemäß der Impfverordnung an der Reihe bin.“

Im Gegensatz zu anderen Kreisen und Städten ist also auch Landrat Dr. Matthias Neth noch nicht geimpft, er betont: „„Für mich ist ganz klar: „Ich lasse mich impfen, wenn ich gemäß der Impfverordnung an der Reihe bin.“

Text: Matthias Lauterer

 




Kreisimpfzentrum (KIZ) Öhringen ab Freitag wieder in Betrieb

An diesem Freitag, 29. Januar 2021, öffnet das Kreisimpfzentrum (KIZ) Öhringen erneut seine Türen. Bis einschließlich Sonntag werden täglich laut dem Landratsamt des Hohenlohekreises insgesamt rund 600 Dosen des Biontech-Impfstoffes an Menschen aus der laut Impfverordnung des Bundes am höchsten priorisierten Gruppe verimpft, sprich Menschen über 80 Jahre sowie medizinisches Personal mit hohem Risiko, mit Covid-Patienten in Berührung zu kommen.

Viele Termine bereits ausgebucht

Die Termine für dieses Wochenende (29.01. – 31.01.) sowie für das nächste Wochenende vom 5. bis 7. Februar sind bereits ausgebucht. Termine für die folgenden Wochenenden werden freigeschaltet, sobald die definitive Zusage zur Lieferung von Impfstoff durch das Land Baden-Württemberg erfolgt ist. „Wir gehen derzeit davon aus, dass wir Anfang kommender Woche, voraussichtlich am Dienstag, 2. Februar, neue Termine freischalten können“, erklärt Mike Weise, Leiter des KIZ Öhringen. „Die genaue Zahl wird sich dann wieder an der Zahl der verfügbaren Impfdosen orientieren.“ Die Termine sind ausschließlich über die Servicenummer 116117 oder online unter www.impfterminservice.de buchbar. Andere Servicenummern, die Corona-Hotline des Gesundheitsamtes, das Landratsamt Hohenlohekreis oder gar über die Rettungsleitstellen haben keinerlei Einfluss auf die Terminvergaben.

Kurz vor dem Termin Dasein reicht

Bei der Online-Buchung ist darauf zu achten, den Prozess ganz bis zum Ende durchzuführen, bis eine Terminbestätigung per E-Mail versendet wird. Sonst besteht die große Gefahr, dass Termine mehrfach vergeben werden und dadurch Impfungen nicht durchgeführt werden können.

Die Erfahrungen des ersten Impf-Wochenendes haben gezeigt, dass viele Impflinge teilweise lange vor ihrem Termin bereits am Kreisimpfzentrum waren. Dies sei jedoch nicht notwendig, wie Mike Weise erklärt: „Die Zeitfenster und Abläufe sind so gewählt, dass es im Normalfall nicht zu Verzögerungen kommt. Das bedeutet, es reicht, wenn man kurz vor dem vereinbarten Termin am KIZ ankommt. Das erspart Wartezeiten vor der Halle, gerade bei der derzeit kalten Witterung. Wir möchten nicht, dass unsere Besucher zum Impfen kommen und mit einer Erkältung nach Hause gehen.“

Die Maskenpflicht wird durch das Sicherheitspersonal im Landratsamt kontrolliert.

Das Landratsamt Hohenlohekreis weist darauf hin, dass in Anlehnung an die neue Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg für Besucher des Landratsamtes ab sofort eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken besteht. Unter medizinischen Masken sind OP-Masken oder FFP2-Masken respektive Masken der Normen KN 95/N 95 zu verstehen. Normale Alltagsmasken reichen nicht mehr aus. Die Maskenpflicht wird durch das Sicherheitspersonal im Landratsamt kontrolliert.

Für die ersten beiden Wochen (vom 22.01. – 24.01. sowie 29.01. – 31.01.) standen im KIZ in Öhringen 1.170 Impfdosen zur Verfügung.




„Ich habe es mir schlimmer vorgestellt, ich fühle mich gut“

„Eine Stunde von Check-in bis Check-out“

Am Freitag, den 22. Januar 2021, eröffneten Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth und Öhringens Bürgermeister Thilo Michler offiziell das Kreisimpfzentrum (KIZ) in der Hohenlohe-Halle in Öhringen. Die ersten Stiche sind gesetzt.

„Richtig froh, dabei zu sein“

„Ich habe es mir schlimmer vorgestellt, als es war. Ich fühle mich gut“, erzählt die Krankenschwester Olga Boger lächelnd. Anästhesie-Pfleger Thomas Wagner ist ähnlich entspannt und sagt: „Es war eine Impfung wie jede andere auch. Ich war nicht wirklich aufgeregt.“ Neben Kranken- und Pflegepersonal können sich auch Menschen, die zur Risikogruppe gehören, für einen Impftermin registrieren. Unter ihnen ist Herlinde Hock. Ihre Tochter Heidrun Widmann, die sie auch zum Termin begleitet, hat sie online angemeldet. „Wir sind sehr froh, dass wir heute hier einen Termin erhalten haben“, erläutert Widmann. „Natürlich ist man ein bisschen aufgeregt und wünscht sich, dass alles klappt und dass meine Mutter den Impfstoff auch gut verträgt. Ansonsten sind wir richtig, richtig froh, dabei zu sein.“

GSCHWÄTZ veröffentlicht an dieser Stelle erste Fotoeindrücke vom KIZ.

Für Sie vor Ort: unsere GSCHWÄTZ-Reporterin Priscilla Dekorsi

Kinderkrankenschwester Nina Worms nimmt die Impfung entspannt. Foto: GSCHWÄTZ

Erste Personen, die gegen Covid-19 im KIZ in Öhringen geimpft wurden. Foto: GSCHWÄTZ

Das Kreisimpfzentrum befindet sich in der Hohenlohe-Halle in Öhringen. Foto: GSCHWÄTZ

Thilo Michler (links) und Landrat Dr. Matthias Neth. Foto: GSCHWÄTZ

Zur Verstärkung sind Soldaten aus Straßburg angerückt. Foto: GSCHWÄTZ

Auch beruflich ein Team: Unfallchirurg Manfred Megele und Anästhesie-Pflegerin Beate Schulin. Foto: GSCHWÄTZ

Offizielle Eröffnung des Kreisimpfzentrums (KIZ) in Öhringen am 22.01.2021. Hier der „Check-in“. Temperaturmessungen am Eingang sind Pflicht. Foto: GSCHWÄTZ




Landrat Neth: „Als ich vorhin hierhergefahren bin und gesehen habe: ‚Jetzt geht es los‘, war es für mich wie ein Feiertag“

Es ist so weit: Im Kreisimpfzentrum (KIZ) in der Öhringer Hohenlohe-Halle bekommen die ersten Menschen den Corona-Impfstoff verabreicht. Knapp 560 sind es an dem Wochenende von Freitag, den 22. Januar 2021, bis Sonntag, den 24. Januar 2021. „Ich habe es mir schlimmer vorgestellt, als es war. Ich fühle mich gut“, erzählt die Krankenschwester Olga Boger lächelnd. Anästhesie-Pfleger Thomas Wagner ist ähnlich entspannt und sagt: „Es war eine Impfung wie jede andere auch. Ich war nicht wirklich aufgeregt.“ Neben Kranken- und Pflegepersonal können sich auch Menschen, die zur Risikogruppe gehören für einen Impftermin registrieren. Unter ihnen ist Herlinde Hock. Ihre Tochter Heidrun Widmann, die sie auch zum Termin begleitet, hat sie online angemeldet. „Wir sind sehr froh, dass wir heute hier einen Termin erhalten haben“, erläutert Widmann. „Natürlich ist man ein bisschen aufgeregt und wünscht sich, dass alles klappt und dass meine Mutter den Impfstoff auch gut verträgt. Ansonsten sind wir richtig, richtig froh, dabei zu sein.“

Kranken- und Pflegepersonal wird geimpft

Verantwortlich für die Organisation des Impfzentrums ist unter anderem der technische Leiter Mike Weise: „Viele freiwillige Helfer, die uns im Impfzentrum unterstützen wollen, haben sich bei uns beworben, dafür sind wir sehr dankbar.“ Sascha Sprenger von der Pressestelle des Hohenlohekreises ergänzt: „Ich bin froh und glücklich über die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Viele Kinder haben uns Bilder zugesendet, um das Impfzentrum zu verschönern. Das ist ein schönes Zeichen dafür, dass die Bevölkerung gerne mitmacht.“

Viele freiwillige Helfer

Das Thema Zusammenarbeit ist, wenn es um das KIZ geht, entscheidend. „Wir arbeiten alle sehr gut miteinander zusammen“, berichtet Landrat Dr. Matthias Neth und erklärt: „Von Check-In bis Check-Out dauert die Impfung bei uns im KIZ eine Stunde.“ Solche fließenden Abläufe sind unter anderem Weise zu verdanken. Dieser sieht die Besonderheit des Impfzentrum im „Zusammenspiel der verschiedenen Organisationen“. Unterstützung erhält der Hohenlohekreis dabei von Soldaten aus Straßburg.

Unterstützung von Soldaten

„Wir in Öhringen haben von Anfang an gesagt: ‚Wenn wir gebraucht werden, dann helfen wir‘“, stellt Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler klar. „Ohne Impfungen gibt es keine Normalität, deshalb freue ich mich wirklich, dass das Kreisimpfzentrum heute endlich startet.“ Auch Landrat Neth ist freudig gestimmt und erzählt: „Als ich vorhin hierhergefahren bin und gesehen habe: ‚Jetzt geht es los‘, war es für mich wie ein Feiertag.“

Vorerst bis Ende Juni 2021 sollen laut Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler im KIZ Bürger gegen Corona geimpft werden, dann sollen nach und nach die Hausärzte das Impfen übernehmen. Hohenlohes Landrat Dr. Matthias Neth betont gegenüber GSCHWÄTZ: „Nur mit Impfungen gibt es ein Licht am Ende des Tunnels.“

Text & Video: Priscilla Dekorsi

Offizielle Eröffnung des Kreisimpfzentrums (KIZ) in Öhringen am 22.01.2021. Hier der „Check-in“. Foto: GSCHWÄTZ

Thilo Michler (links) und Landrat Dr. Matthias Neth machen einen Rundgang durch die Hohenlohe-Halle in Öhringen. Foto: GSCHWÄTZ

 




Corona: Es gibt keine persönlichen Benachrichtigungen

Voraussichtlich ab Mitte Januar sind Impfungen in den Kreisimpfzentren (KIZ) möglich. Das Kreisimpfzentrum des Hohenlohekreises befindet sich in der Hohenlohe-Sporthalle in Öhringen. Die Vorbereitungen durch einen Messebauer und viele freiwillige Helfer der Blaulichtorganisationen wurde am 23. Dezember fertiggestellt. Wann die ersten Impftermine stattfinden und wann diese gebucht werden können, steht noch nicht fest und ist von der Lieferung des Impfstoffs durch das Land Baden-Württemberg abhängig.

Mobile Impfteams bereits unterwegs

Am 27. Dezember 2020 haben die Zentralen Impfzentren (ZIZ) in Baden-Württemberg ihren Betrieb aufgenommen. Das für den Hohenlohekreis zuständige ZIZ befindet sich in Rot am See. Von dort aus sind bereits jetzt mobile Impfteams unterwegs, um auch in den Pflegeheimen in unserem Kreisgebiet Impfungen durchzuführen.

Impfung nur mit  Termin

Eine Impfung im Impfzentrum erfolgt nur mit Termin. Impftermine für das Zentrale Impfzentrum können über die Impftermin-Servicehotline des Landes unter der Nummer 116 117 (kostenlos, Montag bis Sonntag von 8 bis 22 Uhr) oder unter www.impfterminservice.de/impftermine gebucht werden.

Impfung nach Prioritäten

Es wird schrittweise geimpft: Denn zuerst müssen die Menschen geschützt werden, die das höchste Risiko haben. Priorisiert geimpft werden Bürgerinnen und Bürger, die ein besonders hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf oder ein besonders hohes berufliches Risiko haben, sich oder schutzbedürftige Personen anzustecken. Folgende Personen haben daher mit höchster Priorität Anspruch auf Schutzimpfung:

  • Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben;
  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden;
  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen tätig sind;
  • Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen;
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind;
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.

Die Impfung ist freiwillig und für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos.

Wird man persönlich benachrichtigt? Das Regierungspräsidium Stuttgart informiert auf seiner Homepage wie folgt:

Impfung nur nach Terminvereinbarung

Bürger:innen werden über die Priorisierung, die Möglichkeit und die Terminierung der Impfung durch Öffentlichkeitsarbeit, beispielsweise über das Landesportal Baden-Württemberg.de informiert. Es wird keine personalisierte Einladung erfolgen. Sprechen Sie auch mit Ihrem Hausarzt darüber, zu welcher priorisierten Gruppe Sie unter Umständen gehören.

Danach können impfwillige Bürgerinnen und Bürger der priorisierten Gruppen einen Termin vereinbaren. Zum vereinbarten Termin finden sich die Impfwilligen in dem jeweils regional zuständigen Impfzentrum ein. Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen werden über mobile Impfteams erreicht.

Haus- und Fachärzte informieren vorab

Bitte besprechen Sie medizinische Fragen mit Ihrem Haus- oder Facharzt. Die Landesregierung stellt die Logistik für die Impfungen. Wir können und dürfen keine medizinischen Fragen beantworten. Vor der Impfung im Impfzentrum oder durch ein mobiles Impfteam findet ein ausführliches Aufklärungsgespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt statt. Hier bekommen Sie fachkundige Auskunft zu Ihren Fragen. Nach dem Gespräch steht Ihnen weiterhin frei, ob Sie sich impfen lassen möchten oder nicht.

Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises, www.corona-im-hok.de

Deutschland krempelt die Ärmel hoch – Impfkampagne für die Corona-Schutzimpfung




„Entscheidender Faktor, um die Pandemie unter Kontrolle zu bekommen“

Der Hohenlohekreis sucht für den Betrieb des Kreisimpfzentrums in der Hohenlohe-Sporthalle in Öhringen medizinisches Personal, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts. Gesucht werden zum Start Mitte Januar Ärzte und Apotheker. Ebenso benötigt werden medizinische Fachangestellte, medizinisch-technische Assistenten und pharmazeutisch-technische Assistenten, Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Personen mit vergleichbaren Qualifikationen wie Notfallsanitäter, Rettungssanitäter und Rettungshelfer.  Auch Medizinstudierende, bevorzugt im letzten Ausbildungsabschnitt, können sich melden. Die nichtärztlichen Kräfte sollen in Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Personal die Menschen im Impfzentrum begleiten und, soweit die fachlichen Voraussetzungen vorliegen, auch selbst impfen.

Tägliche Öffnungszeiten

Voraussichtlich ist das Impfzentrum täglich von 7 bis 21 Uhr geöffnet. Die Zeiten sollen im Schichtbetrieb abgedeckt werden. Hierzu werden bevorzugt Vollzeitkräfte gesucht, tage- und stundenweiser Einsatz ist auch möglich. Die Arbeit wird angemessen vergütet.

„Wir wissen, dass dies noch einmal eine große Kraftanstrengung erfordert“

„Das Personal ist neben der Verfügbarkeit der Impfdosen der entscheidende Faktor, wenn der Betrieb des Kreisimpfzentrums ein Erfolg werden soll“, sagt Landrat Dr. Matthias Neth in der Mitteilung. Er hofft, dass sich möglichst viele Menschen mit der entsprechenden Ausbildung melden. „Damit verbunden ist natürlich auch die Hoffnung, die Pandemie unter Kontrolle zu bekommen“, erklärt Neth weiter und appelliert an die Solidarität innerhalb der Bevölkerung. „Wir wissen, dass dies noch einmal eine große Kraftanstrengung erfordert. Aber ich bin davon überzeugt, dass sie sich lohnt.“

Kontakt

Interessierte wenden sich unter Angabe eines Kurzlebenslaufes sowie Informationen zu Qualifizierung, beruflicher Erfahrung und möglichem Arbeitsumfang per E-Mail an personal-kiz@hohenlohekreis.de. Mitarbeiter des Landratsamtes Hohenlohekreis beantworten von montags bis donnerstags zwischen 9 und 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 unter Telefon 07940/18 813 und 07940/18 730 Fragen zum Thema. Über diese Kontakte ist keine Terminvergabe im Kreisimpfzentrum möglich. Wie die Termine vergeben werden, wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis