„Die Freude hält sich in Grenzen“
„Die Freude hält sich in Grenzen“, sagt Konstantin Papadopoulos, der Betreiber des OXN in Künzelsau, über den zweiten Lockdown. Aber er hat GSCHWÄTZ-Videoreporter Dr. Felix Kribus auch verraten, dass er nicht mehr so erschrocken sei wie beim ersten Mal, auch wenn die Situation genauso schwierig ist. „Man kann es nicht ganz nachvollziehen, weil es ist ja schon erwiesen, dass es eigentlich weniger von der Gastronomie kommt“, kommentiert der Wirt die erneute Schließung. Aber die Entscheidung sei gefallen und nun müsse man damit leben. Auch er hat keine Lösung, wie man das hätte vermeiden können, denn die Gastronomen hätten schon alles gemacht: „Mehr können wir nicht machen als Gastronomen.“ Seine Mitarbeiter sind nun wieder in Kurzarbeit.
„Es könnte wieder passieren“
Konstantin Papadopoulos hofft, dass es nicht allzu lange dauert mit der Schließung. Aber momentan sei alles möglich und alles ein großes Fragezeichen. „Es könnte wieder passieren ab Januar, Februar“, glaubt er. „Vielleicht, dass im Dezember nochmal aufgemacht wird wegen des Weihnachtsgeschäftes, dass man halt ein bisschen was reinspielt. Und danach kommt wahrscheinlich wieder, denke ich mal, ein Lockdown.“ Zurzeit können die Gäste beim OXN Essen bestellen und dort abholen. Allerdings spielen diese Einnahmen eher eine untergeordnete Rolle, sagt der Wirt, weil dieses Angebot in Künzelsau sehr groß sei und die Leute eher daheim bleiben würden, als sich etwas abzuholen.
„Die haben nur den Kopf geschüttelt“
Die Reaktion seiner Gäste auf die Schließung war weniger verständnisvoll, hat der Wirt erfahren: „Die Gäste haben alle nur den Kopf geschüttelt nach der Entscheidung und die verstehen es selber auch nicht, weil sie ja wissen, dass die Maßnahmen hier alle getroffen sind. Sie wissen auch, wie es woanders ist – zum Beispiel Busse und Bahnen – dass die Ansteckungsgefahr da natürlich extremer ist.“ Dennoch fühlt er sich nicht benachteiligt, auch wenn beispielsweise Friseure weiterhin ihrer Arbeit nachgehen dürfen. Er sei froh über „jeden, der sein Geschäft machen kann“. Nun hofft er, dass „es irgendwann mal aufhört und ein Schlussstrich gezogen wird und man sagt, okay, wir müssen jetzt mit dem Virus weiterleben.“

Der OXN in Künzelsau hat wie alle anderen Gaststätten wegen Corona im November 2020 geschlossen. Foto: GSCHWÄTZ