„Das Wetter wird extremer“
Am Freitag, den 13. Januar 2023, lud die Stadt Künzelsau zur Einwohnerversammlung in die Stadthalle in Künzelsau. In diesem Jahr durften die Besucher:innen dem aus dem Fernsehen bekannten Meteorologen Sven Plöger lauschen. Dieser schrieb unter anderem den Spiegel-Bestseller: „Zieht euch warm an. Es wird heiß. Den Klimawandel verstehen und aus der Krise für die Welt von morgen lernen.“
Immer mehr extreme Wettereignisse – eine Laune der Natur? Wohl kaum
Die Coronakrise zieht Plöger bereits in seinem Buch als Vergleich zur Klimakrise hinzu. Doch der Vergleich hinke, da die Coronakrise zeitlich überschaubar war. „Wir haben es beim Klima mit einem fundamentalen Wandel zu tun, dem wir nur durch eine Transformation in vielen Bereichen unserer Gesellschaft erfolgreich begegnen können. So langsam der Klimawandel beginnt, so lange wird er dauern – wohl weit über unser Lebensende und das unserer Kinder hinaus.“ Sprich: Bei der Coronakrise waren mehr Menschen bereit, sofort mitzuwirken, weil die Konsequenzen, wenn sie es nicht taten, auch eventuell sofort da waren (Erkrankung). Beim Klimawandel spüren wir diese Konsequenzen selbst nur, wenn wir etwa extreme Wetterereignisse miterleben. Und selbst dann halten diese Ereignisse viele Menschen immernoch „für eine Laune der Natur“ und nicht für ein menschengemachtes Problem, obwohl alle Studien in den vergangenen Jahrzehnten eindeutig dagegen sprechen.
Doch warum schieben dennoch immernoch viele Menschen diese Verantwortung weit von sich? Plöger: „Weil uns diese Erkenntnis nicht passt, da sie Handeln verlangt, sind wir empfänglich für Aussagen, die uns von der Verantwortung gegenüber der Umwelt befreien.“
„Das Wetter wird extremer“
„Das Wetter wird extremer“, prophezeit Plöger. „Wir fangen gerade erst an, den Luftzug des Klima-Asteroiden zu spüren.“
„Wenn wir einsehen, dass wir durch die zu große Einmischung in weltweite Ökosysteme die Sicherheit unserer Gemeinschaftsgüter und damit viele Bereiche von unserer Gesundheit bis hin zu einem für uns notwendigen Rahmen stabilen Klima gefährden, wächst auch die Bereitschaft, wirtschafts- und sozialpolitische Fehler unseres Systems ernsthaft zu korrigieren.“
Erneuerbare Energien Schlüssel zum Erfolg
Fazit: „Wir müssen mit aller Kraft versuchen, eine Überbelastung des Systems zu vermeiden. Für ihn sind die Erneuerbaren Energien der Schlüssel zum Erfolg, um das Ökosystem nicht überzustrapazieren und aufhören, weiteren Raubbau an der Natur zu betreiben, etwa durch Fracking (Förderung von Öl aus den Tiefen unserer Weltmeere). Das geht nur mi einem weniger anstatt eine mehr an allem. Treibhausemissionen müssen zurückgefahren werden.
Wasserspeichersysteme, um große Dürren durchzustehen
Konkrete Handlungsfolgen sieht Plöger in der Änderung unseres bisherigen Lebens, aber auch in einer Anpassung an extreme Wetterlage durch Warnsysteme, Wasserspeichersysteme, um große Dürren durchzustehen und mehr Grün- und Wasserflächen, um in den Städten im Sommer für erträgliche Temperaturen zu sorgen.










































