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Morddrohungen inklusive – Wie hält sie das nur aus?

Sie hat es geschafft. Die ganze Welt kennt die 16-Jährige aus Schweden – und die ganze Welt – darunter die derzeitigen Chefs der USA und Russland – redet mit ihr, wenn auch nicht direkt mit ihr, sondern vorzüglich über die sozialen medialen Kanäle, die das Internet bietet. Donald Trumps bezeichnet die Klimaaktivistin nach ihrer hoch emotionsgeladenen Rede als (Achtung, Ironie) „glückliches, junges Mädchen, dass sich auf eine großartige und wundervolle Zukunft freut.“ Greta konterte, indem sie ihre Selbstbeschreibung auf Twitter dementsprechend änderte in: „ein glückliches, junges Mädchen, dass sich auf eine großartige und wundervolle Zukunft freut.“ Wladimir Putin bezeichnete Greta als „gutmütiges und nettes Mädchen. Er verurteile es aber, wenn jemand Kinder zu seinem Interesse „missbrauche. Greta änderte nach den Worten Putins wiederum ihre Selbstbeschreibung auf ihrem Twitter-Account in: „nette, aber schlecht informierte Jugendliche“. Mehrere Millionen Menschen folgen Greta auf diesem Account.

Als „geistig krank“ wurde sie betitelt

Aber das sind noch harmlose Worte gegenüber Greta Thunberg, die offen zu ihrem Asperger-Syndrom steht. Es geht auch noch eine Schublade drunter. Michael Knowles bezeichnete das Mädchen in einer Sendung beim Sender FOX als „geistig krank“. Darauf entschuldige sich der Sender umgehend bei Thunberg. Ein französische Intellektueller hoffe, dass ein Durchgeknallter Greta bald zur Strecke bringen würde, berichtete die TAZ unlängst.
In einer von AfD-Frontmann Jörg Meuthen gelobten Gegengruppierung namens Fridays-for-Hubraum, die laut merkur.de bereits über 500.000 Mitglieder hat, wurden laut merkur.de auch Morddrohungen gegenüber Thunberg ausgesprochen, so dass die Gruppe zeitweise geschlossen werden musste.

Morddrohungen inklusive

Ich frage mich, wie eine 16-Jährige diese ganzen Worte emotional aushält? Liest sie diese Dinge im Internet oder nicht? Reagiert sie selbst auf die Bemerkungen oder übernehmen das andere, vielleicht ihr Vater, für sie? Sie antwortet clever und hebelt ihre Kritiker oftmals mit nur einem Satz aus – ohne beleidigend zu werden. Das bezeichnet man als Intelligenz.
In einem Kommentar richtet sie sich an ihre Kritiker und sagt sinngemäß: „Wenn einem die Argumente ausgehen, wird man persönlich.“ Allein mit diesem Satz zieht sie jedem alteingesessenen Politiker die Hosen runter. Denn es stimmt: Keiner von denen, die es ja vielleicht besser wissen müssen und / oder könnten, argumentiert mit harten Fakten, um Greta Thunbergs Forderungen auszuhebeln. Warum nicht? Gibt es keine? Fühlen sie sich angegriffen, weil sie versagt haben in ihrem Regierungshandeln? Es wird oft persönlich – hinsichtlich ihres Alters, ihres Aussehens, ihrer Krankheit.

Fehlen den Kritikern die Argumente?

Es ist schade, dass man, wenn man eine andere Meinung als diese 16-Jährige hat, nicht faktenorientiert debattiert und argumentiert, sondern auf die unterste persönliche Schiene, die es gibt, springt. Warum wird das in diesem besonderen Fall von vielen so gemacht?

Greta polarisiert mit ihrer Klimadebatte und mit ihren selbst sehr eindeutigen klaren Worten, indem sie die Mächtigsten der Mächtigen in ihrem Regierungshandeln stark kritisiert und damit herausfordert. Sie ist extrem in ihrer Haltung, so dass am Ende auch überwiegend nur zwei Extreme herauskommen: die Anhänger und die Hater.

Man muss diese wahnsinnige Entwicklung erst einmal begreifen: Welche Persönlichkeit in der Vergangenheit hat innerhalb eines Jahres solch eine Bekanntheit erlangt und musste sich so vielen Kritikern aussetzen? Die Frage ist: Wie lange hält Greta diesem Druck stand? Vielleicht sehr lange, denn sie weiß auch um die Millionen Anhänger, die ihr folgen.