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Einmal ohne, bitte: Fahrradfreundliche Stadt und Abfall vermeiden

Die nächste öffentliche Sitzung des Klimabeirates Künzelsau ist am Dienstag, 07. Februar 2023, Rathaus, Großer Saal, 3. Stock des Rathauses Künzelsau, um 18.30 Uhr.

Die Tagesordnungspunkte lauten wie folgt:

  1. Begrüßung und Eröffnung der Sitzung
  2. Vorstellung der Mitglieder des Klimabeirats
  3. Vorstellung Vortragsreihe „Zukunft Kima“
  4. Informationen der Stadtverwaltung zu aktuellen
  5. Aktivitätsbericht Klimazentrum Hohenlohekreis
  6. Projektteam Mobilität: erste Ergebnisse „fahrradfreundliche Stadt“
  7. Projektteam Abfallvermeidung in Kooperation mit Hohenlohe for Future: Update zu „Einmal ohne, bitte“
  8. Zukünftige Arbeitsschwerpunkte
  9. Aussprachen und Verschiedenes
  10. Nächste Sitzungstermine



Klimabeirat der Stadt Künzelsau tagt

Am Dienstag, 11.Oktober 2022 findet um 18:00 Uhr eine Sitzung des Klimabeirats der Stadt Künzelsau statt, zu der die Bevölkerung herzlich eingeladen ist.

Ort: Rathaus Künzelsau, großer Saal, 3.Stock

Tagesordnung:

1 Eröffnung & Begrüßung

2 „Mögliche Wege zur Klimaneutralität von Künzelsau“

Maren Krämer und Maximilian Scholze, Studierende des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen, Energiemanagement an der Hochschule Heilbronn, Campus Künzelsau, ReinholdWürthHochschule

3 Informationen & Statusbericht der Stadtverwaltung zu verschiedenen Projekten und Themen (Präsentation)

4 Neues Mitglied für das Gremium aus dem Bereich Bevölkerung

5 Aktivitäten der 4 Arbeitsgruppen
Abfallvermeidung
Begrünung
Energie
Mobilität

6 Zukünftige Arbeitsschwerpunkte

7 Aussprachen und Verschiedenes

8 Nächste Sitzungstermine

Pressemitteilung Stadt Künzelsau




Der Klimabeirat Künzelsau sammelt Zigarettenkippen und macht Künzelsau sauberer und schöner

Der Klimabeirat Künzelsau möchte im Hinblick auf weggeworfene Kippen langfristig Verhaltensänderungen erreichen. Daher findet zum zweiten Mal die Kippen-Sammelaktion statt, für die möglichst viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter gesucht werden. Das Sammelergebnis soll ausgestellt und damit für möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sichtbar gemacht werden.

Termin: Samstag, 17. September 2022 von 10.30 bis 13 Uhr

Treffpunkt: Innenhof Rathaus Künzelsau

Der Kippster solll zum Abstimmen mit der Kippe anregen – und damit weggeworfene Kippen vermeiden. Foto Rainer Freese, www.kippster.de

„Lassen Sie sich motivieren und sammeln Sie mit!“ lädt Hanne Gloger ein. Eine Anmeldung nimmt Hanne Gloger (07940/57749 oder hagloger@web.de) gerne entgegen, die Teilnahme ist aber auch ohne Anmeldung möglich.

Bürgerbudget-Projekt: Kippster für KÜN

Außerdem hat die AG Abfallvermeidung des Klimabeirats ein Projekt im Rahmen des Bürgerbudgets Künzelsau eingereicht: „Kippster für KÜN“. Hier geht es darum, Raucherinnen und Raucher durch ganz besondere Sammelbehältnisse – die Kippster – dazu zu bringen, ihre Kippen eben nicht einfach auf den Boden (oder in einen Gully) zu werfen. Der Kippster lädt Menschen mit einer – möglichst originellen – Frage dazu ein, ihre Kippe als Abstimmungswerkzeug zu benutzen; beispielsweise auf die Frage „Fleischkäsweck oder Tomatenbrot?“

Hier noch einige Fakten:

  • Es dauert bis zu 15 Jahre, bis sich ein Filter zersetzt.
  • In jeder Kippe ist ein Giftcocktail enthalten, der rasch ins Grundwasser wandert. Von dort gelangt das Gift in Flüsse und Meere und auch in unsere Nahrungskette.
  • Laut Weltgesundheitsorganisation WHO verschmutzen jedes Jahr zirka 500.000 Tonnen Zigarettenkippen unseren Planeten.

Pressemitteilung Stadt Künzelsau

 

 




Stadtverwaltung sucht private Solaranlagenbetreiber

Die AG Energie des Klimabeirats hat in ihrer ersten Sitzung unter anderem beschlossen, in Künzelsau so etwas wie Selbsthilfemaßnahmen zu starten. Es gibt ja bereits zahlreiche erfolgreich durchgeführte KlimaschutzBauprojekte privater Immobilieneigentümer, die anderen Menschen beispielhaft helfen könnten, ebenfalls so eine Maßnahme zu planen und umzusetzen.

Möglichst viel Know-How zusammenfassen

Die Idee ist, dass sich möglichst viele unterschiedliche Maßnahmen finden und dokumentieren lassen, die dann als Informationsquelle für andere dienen können. Ein entsprechendes Formblatt dafür ist gerade in Arbeit. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, weil Sie eine Solaranlage auf
Ihrem Dach oder Grundstück montiert, ein Balkonkraftwerk installiert oder eine neue Heizung eingebaut haben, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Klimabeirat auf“, lädt Hannelore Gloger vom Klimabeirat ein. Am besten geht das über die EMailadresse
klimabeirat@kuenzelsau.de.

Nächste Termine 

Die nächsten Termine der Arbeitsgruppen des Klimabeirats:
AG Abfallvermeidung: Mittwoch, 16. März.2022, 18.30 bis 21.00 Uhr
AG Energie: Donnerstag, 7. April 2022, 18.30 bis 21.00 Uhr.
Ort: GeorgWagnerSchule, Gebäude am Berg.


Mitmachen ist sehr erwünscht; um Anmeldung unter
klimabeirat@kuenzelsau.de oder 07940/129423 wird gebeten.


Weiterer Termin zum Vormerken:
Dienstag, 12. April 2022: startet in Kooperation mit der vhs Künzelsau die sechsteilige Mitmach und Vortragsserie  „klima.fit 2022 Klimawandel vor der Haustür! Was kann ich tun?“. Anmeldung bitte über die vhs.

Strategie 2030

Im Rahmen des Prozesses „Künzelsau 2025 Wie wollen wir 2025 in Künzelsau leben?“ befassen sich der Gemeinderat und die Stadtverwaltung schon seit längerem damit, die Zukunft Künzelsaus
aktiv zu gestalten. Das Künzelsau klimapositiv wird, ist ein Hauptziel.
Der Gemeinderat schreibt diesen Prozess jährlich fort und legt mit der „Strategie 2030“ gemeinsame Ziele für die nächsten Jahre fest. Im Jahr 2022 liegt der Fokus des städtischen Engagements auf den
Bereichen Infrastruktur und Integration. Der Arbeitstitel, das Schwerpunktziel 2022, lautet deshalb kurz „Infrastruktur und Integration“. Mehr dazu ist auf der städtischen Homepage zu finden:

www.kuenzelsau.de/Strategie2030

Pressemitteilung Klimabeirat Künzelsau




Klimabeirat Künzelsau freut sich über weitere Teilnehmer

Wer eine Photovoltaik-Anlage (PV) auf dem Dach hat, wird sich über diesen Winter nicht besonders freuen: sehr häufig war der Himmel dicht mit Wolken bedeckt. Dennoch ist PV eine der einfachsten Möglichkeiten, „grünen Strom“ zu erzeugen. Daher wird sich die Arbeitsgruppe Energie (AG Energie) des Klimabeirats Künzelsau in ihrer ersten Sitzung auch damit beschäftigen, wie in der Bevölkerung weiter dafür geworben werden kann, PV-Systeme zu installieren. Stichworte sind „Balkonkraftwerke“, „Mieterstrom“ und mehr. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

Aber selbstverständlich geht es bei den Bemühungen um Klimaneutralität nicht nur um Strom aus Sonne; das Thema „Wärmeerzeugung und -nutzung“ steht mindestens genauso im Fokus. Die AG Energie wird diese und weitere Aspekte aufgreifen.

Die Arbeitsgruppe Abfallvermeidung (AG Abfallvermeidung) hat in ihrer ersten Sitzung das Thema „Mehrweg statt Einweg“ unter mehreren Gesichtspunkten ausführlich beleuchtet. Beim nächsten Treffen sollen konkrete Projekte unterstützt und auf den Weg gebracht werden.

Arbeitsgruppen-Termine:

AG Energie: Donnerstag, 24. Februar 2022, 18.30 bis 21.00 Uhr.

AG Abfallvermeidung: Mittwoch, 16. März 2022, 18.30 bis 21.00 Uhr.

Ort: Georg-Wagner-Schule, Gebäude am Berg.

Es gilt derzeit die 2G-Regel. Mitmachen ist sehr erwünscht; um eine Anmeldung unter mailto:klimabeirat@kuenzelsau.de oder 07940/129-423 wird gebeten.

Weitere Termine zum Vormerken:

Freitag, 11. März 2022, 18.30 Uhr, großer Sitzungssaal im Rathaus: nächste öffentliche Sitzung des Klimabeirats; in Zusammenarbeit mit der vhs Künzelsau wird Lea Johannsen von der Ludwigsburger EnergieAgentur LEA zum Thema „Klimaneutral leben – Wärmeversorgung im Eigenheim“ referieren.

Dienstag 12. April 2022: ebenfalls in Kooperation mit der vhs Künzelsau startet die sechsteilige Mitmach- und Vortragsserie „klima.fit 2022 – Klimawandel vor der Haustür! Was kann ich tun?“. Um eine Anmeldung bei der vhs wird gebeten.

Strategie 2030

Im Rahmen des Prozesses „Künzelsau 2025 – Wie wollen wir 2025 in Künzelsau leben?“ befassen sich der Gemeinderat und die Stadtverwaltung schon seit längerem damit, die Zukunft Künzelsaus aktiv zu gestalten. Das Künzelsau klimapositiv wird, ist ein Hauptziel. Der Gemeinderat schreibt diesen Prozess jährlich fort und legt mit der „Strategie 2030“ gemeinsame Ziele für die nächsten Jahre fest. Im Jahr 2022 liegt der Fokus des städtischen Engagements auf den Bereichen Infrastruktur und Integration. Der Arbeitstitel, das Schwerpunktziel 2022, lautet deshalb kurz „Infrastruktur und Integration“. Mehr dazu ist auf der städtischen Homepage zu finden: http://www.kuenzelsau.de/Strategie2030

 




Klimabeirat Künzelsau will jetzt „ins Tun kommen“

Bereits zum vierten Mal tagte am Dienstag, 28. September 2021 der Künzelsauer Klimabeirat, was  Joachim Schröder, der Vorsitzende des Beirats, zu einem Rückblick auf die bisherige Arbeit nutzte.

Auch ins Tun kommen

Bis 2030 soll Künzelsau klimaneutral sein, daher sei es, so Schröder jetzt Zeit, „auch ins Tun zu kommen.“ Die verschiedenenen Arbeitsgruppen hätten ihre ersten Themen formuliert und es seien bereits erste Zeichen gesetzt.

Der Klimabeirat ist jetzt über www.kuenzelsau.de/klimabeirat erreichbar und mehrere Flyer zu aktuellen Themen sind verfügbar. Mit einem Vortrag über Nahwärmeversorgung oder der Einrichtung eines Repair Cafés will der Klimabeirat den direkten Kontakt zu den Bürger:innen aufnehmen. Dazu dient auch der Klimastammtisch, der jeden letzten Donnerstag im Monat um 19:00 im Alten Rathaus stattfindet.

Diverse Ansätze zur Mobilität

Ein Schwerpunkt der Arbeit des Klimabeirats ist das Thema Mobilität. Die entsprechende Arbeitsgruppe hat bereits mehrere Vorschläge unterbreitet:
So sollen am ehemaligen Bahnhof Fahrradboxen aufgestellt werden, um Fahrräder sicher unterstellen zu können.
Für die Wertwiesen wurde eine Fahrradreparaturstation vorgeschlagen. In Schwäbisch-Hall sind solche Stationen an einigen Punkten bereits aufgestellt: Die wichtigsten Fahrradwerkzeuge sind an diesen Stationen verfügbar und ermöglichen Einstellarbeiten oder kleinere Reparaturen. Bürgermeister Stefan Neumann weist darauf hin, dass es dafür möglicherweise Fördermöglichkeiten gibt.
Eher als symbolischer Akt wird die Aufstellung eines Fahrkartenautomaten der DB am ehemaligen Bahnhof gesehen. Hintergrund ist, dass man Künzelsau als Tarifpunkt der DB erhalten möchte, denn dann kann man Fahrkarten nach Künzelsau aus der ganzen Bundesrepublik kaufen. Im Moment ist das nur noch bei Verbindungen über Waldenburg möglich, über Hessental ist keine Direktbuchung nach Künzelsau mehr möglich. Warum man Künzelsau nicht mehr über Hessental buchen kann, will Neumann über eine kleine Anfrage im Landtag klären lassen. Neumann hat die Kosten für einen solchen Automaten bereits eruiert – 16.000 Euro jährliche Gebühr würden fällig, ohne dass es von Seiten der Bahn eine Gegenleistung gäbe.

Das Auto wird nicht vergessen: Man wird am Projekt Netzlabor der EnBW teilnehmen. Dies ist ein Forschungsprojekt der EnBW, die wissen will, wie sich das Stromnetz bei einer großen Dichte von E-Autos verhält. Dazu installiert die EnBW auf engem Raum mehrere Ladeboxen und stellt E-Autos zur Verfügung. Am 27. Oktober 2021 soll es in Künzelsau losgehen.

Schwerpunkt Abfallvermeidung

In der Öffentlichkeit bereits sichtbar sind die Aktionen zur Abfallvermeidung, etwa die „Putzete“ (GSCHWÄTZ berichtete) am „Clean-up-day“. Außerdem unterstützt der Klimabeirat das Mehrweg-Projekt Hohenlohe-to-go.

Schwerpunkt Begrünung

Im letzten Jahr hat Künzelsau im Stadtwald 1.000 Bäume angepflanzt. Dieses Ziel soll auch in den nächsten Jahren erreicht werden. Außerdem ist in Kocherstetten ein „Hochzeitswald“ geplant, wo für jedes frisch getraute Paar ein Baum gepflanzt werden soll.
Im Kleinen stellt sich die Arbeitsgruppe einen „Mustergarten“ vor, der als Vorbild für umweltgerechte Gartengestaltung dienen soll – ein Grundstück dafür ist bereits gefunden. Vielleicht kann so ein Mustergarten auch diejenigen Bürger:innen zum Umdenken anregen, die derzeit einen „Schottergarten“ angelegt haben – das ist eine der Hoffnungen, die hinter diesem Projekt stecken.

Die Präsentation der Arbeit des Klimabeirats steht auf den Seiten der Stadt Künzelsau zum Download bereit.

Vortrag Photovoltaik

Den überregionalen Blick in die Zukunft wagte Linda Bürkert. Sie hat selbst Erfahrung in der Photovoltaik-Entwicklung und gibt vor allem einen Überblick über die weitere Einsatzmöglichkeiten der Photovoltaik (PV), die bisher noch nicht so sichtbar sind. Denn eine schnellere Installation regenerativer Stromquellen sei unbedingt notwendig, wenn man die Klimaziele erreichen will, sagt sie.

PV ist mehr als die private Dachanlage

So gibt es inzwischen ganze Fassaden, die  Stromerzeugung genutzt werden, eine gemischte Nutzung von Ackerflächen für Landwirtschaft und PV wird erforscht. Mit künstlichen „Solar-Inseln“ auf Gewässern, etwa gefluteten Tagebauen,  könnten große Flächen für die Stromerzeugung nutzbar gemacht werden.

„Floating-PV“ Bomhofsplas in den Niederlanden. Foto: BayWa r.e.

Auch der Autoverkehr kann zur Stromerzeugung beitragen: Sei es durch Solarzellen auf Fahrzeugen, die Strom für den Verbrauch des Fahrzeugs selber erzeugen, sei es durch PV-Anlagen an Lärmschutzwänden. Selbst stromerzeugende Fahrbahnelemente werden bereits erforscht.

Nutzung bereits versiegelter Flächen

Auch bereits versiegelte Flächen können für die Stromerzeugung genutzt werden, ein ideales Beispiel wären Parkplätze, die mit einer Solaranlage überdacht werden können. Welches Potential dafür zur Verfügung steht, zeigt das Bild der Ilshofener Firma Bausch+Ströbel:

Solaranlage über dem Parkplatz von Bausch und Ströbel in Ilshofen. Foto: google-maps

Im Kleinen können auch Plug-in-PV-Anlagen, die einfach zu installieren sind und fast ohne Bürokratie aufgestellt werden können, eingesetzt werden.

Weiterer Ausbau von Photovoltaik dringend notwendig

Die nächste öffentliche Sitzung des Klimabeirats findet am 21. Dezember statt. Auf der Tagesordnung steht unter anderem ein Impulsvortrag zur Stromspeicherung.

Text: Matthias Lauterer




„Daran möchte ich gar nicht denken, dass das nicht gelingt“

50 bis 60 Teilnehmer seien es, meinte ein Polizeibeamter, der am Freitag, den 24. September 2021, am Unteren Markt in Künzelsau die Startkundgebung der Demonstration von Hohenlohe for Future beobachtete. Als sich der Demonstrationszug in Bewegung setzte, sah man deutlich, dass er sich verschätzt hatte. Es werden wohl mehr als 150 Teilnehmer gewesen sein, die etwa eine dreiviertel Stunde lang durch die Innenstadt zogen, den Verkehr wie gewünscht zum Anhalten brachten und lautstark auf sich und ihr Anliegen aufmerksam machten. Bunt gemischt war der aktive Teilnehmerkreis – vom Teenager bis zum Großvater, vom Mann im Anzug bis zur Frau in Hippiekleidung. Allen liegt das Thema „Klima“ für sich selbst und die nachfolgenden Generationen am Herzen. Eine Trommel und ein Megafon sorgten für die entsprechende Lautstärke.

„Da brauchts mehr als eine Demo“

Silas, 13 Jahre alt und Schüler, trug ein Schild, auf dem die Temperaturentwicklung im vergangenen Jahrhundert abgebildet ist. Er sagte: „Das geht uns alle etwas an, wir müssen jetzt die Folgen sichtbar machen.“ Ob die Teilnahme an einer Demo hilft? „Da braucht’s mehr als eine Demo, die Demo ist nur ein Stück“, zeigte er sich realistisch.

„Geld regiert die Welt“ – die Macht der Konzerne

Auf die Macht der Konzerne wies Tina, 53, mit einem Plakat hin, das George Grosz nachempfunden ist und den Großkonzern als dicken weißen Mann mit Zigarre symbolisiert. Die Macht des Geldes beziehungsweise der Konzerne wurde auch während des Demonstrationszuges zum Thema gemacht – insbesondere Öl- und Autokonzerne wurden zur verbalen Zielscheibe der Demonstrant:innen.  „Das Klima ist das Wichtigste, für das es sich zu kämpfen lohnt“, meinte Tina. Mit der Demonstration will sie vor allem mithelfen, andere Menschen, „auch aus der Politik“, ans Klima zu erinnern.

„nur Blabla, man redet nur“

Rainer gehört mit seinen 79 Jahren der „Großelterngeneration“ an. Er hat, wie er sagte, „diverse Enkelkinder“ und findet es „zu wenig, was die Regierung macht.“ Er höre „nur blabla. Man redet nur.“ Sein Beweggrund, an der Demonstration teilzunehmen, war: „Wenn einer läuft, ist das zu wenig, wenn viele laufen, sieht’s anders aus.“

Klimaneutralität

Dr.-Ingenieur Harald Drück, Mitglied des Künzelsauer Klimabeirats, erläuterte in einer Rede das Thema „Klimaneutralität“. Er definierte Klimaneutralität als „nicht mehr CO₂ erzeugen, als die Erde auch verarbeiten kann“. Derzeit, so sagte er, erzeugen wir etwa das Vierfache an CO₂, als die Erde verarbeiten kann. Er wunderte sich, dass das Thema Klimaneutralität schon in vielen Gesetzen vorkommt, aber nirgends steht, was jeweils unter Klimaneutralität verstanden wird – ein klarer Vorwurf an den Gesetzgeber.

„Gar nicht erst CO₂ verursachen“

Seine Folgerung ist: „Gar nicht erst CO₂ verursachen“. Die Mittel und Wege dazu klingen einfach:

  • Die Energieeffizienz steigern, also wenig Energie verbrauchen
  • Weniger, das heißt für ihn vor allem: intelligenter konsumieren
  • Erneuerbare Energien einsetzen

„Das ist nur gemeinsam zu schaffen“, war sein Schlusscredo.

„Daran möchte ich gar nicht denken“

Nicola Hellgardt leitete die Veranstaltung und ist mit ihren beiden Kindern gekommen. Sie wirkte ein wenig gestresst: „Eine Demonstration organisieren und auf zwei kleine Kinder aufpassen, das ist nicht einfach.“  In ihrer abschließenden Ansprache ist sie mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden: „Man hat uns gehört und gesehen.“  Auch die Bilanz der Arbeit von Hohenlohe for Future sieht sie positiv: „Der Klimabeirat von Künzelsau wurde auch auf unsere Veranlassung gegründet – das ist ein ganz konkreter Schritt, den wir schon erreicht haben.“ Das Engagement im Klimabeirat steht in Zukunft auf der Agenda von Hohenlohe for Future, genauso wie die Organisation weiterer Demonstrationen.

Was aber passiert, wenn das Engagement keinen Erfolg hat, schließlich haben ja ältere Generationen ebenfalls schon für die Umwelt gekämpft? „Das kann trotzdem passieren, aber man darf die Hoffnung nicht aufgeben. Daran möchte ich gar nicht denken, dass das nicht gelingt.“

Text: Matthias Lauterer

#fff #Klimaneutralität #hohenloheforfuture #parentsforfuture #KlimabeiratKünzelsau

Lautstark machten die Demonstranten auf ihr Anliegen aufmerksam. Foto: GSCHWÄTZ

Geld regiert die Welt – Großkonzerne symbolisiert durch einen dicken, weißen Mann mit Zigarre. Foto: GSCHWÄTZ

Rund 150 Teilnehmer hatte die Demo, die durchaus auch den Verkehr zum Stehen brachten. Foto: GSCHWÄTZ

„Nicht mehr CO₂ erzeugen, als die Erde auch verarbeiten kann“ – ist eines der Anliegen. Foto: GSCHWÄTZ

Für Bremser gab’s die Rote Klimakarte. Foto: GSCHWÄTZ

Der 13-jährige Silas hatte auf sein Schild die Temperaturentwicklung der vergangenen Jahre aufgezeichnet. Foto: GSCHWÄTZ

 




Diskussion über Fotovoltaik

Der Klimabeirat der Stadt Künzelsau lädt am Dienstag, den 28. September 2021, zu einer öffentlichen Sitzung. Diese beginnt um 18 Uhr im großen Saal des Künzelsauer Rathauses.

Im öffentlichen Teil werden die Aktivitäten des Klimabeirats und der Stadtverwaltung vorgestellt. Linda Bürkert hält einen Vortrag zum Thema „Fotovoltaik“, dem sich eine Diskussionsrunde anschließt. Zum Abschluss gibt es einen Ausblick auf kommende Termine.

Interessierte sollten sich zuvor bei Marina Schukowski-Hust von der Stadtverwaltung Künzelsau per E-Mail an marina.schukowski-hust@kuenzelsau.de oder unter Telefon 07940/129 422 anmelden.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau




Klimastammtisch im Biergarten am Kocher

Der Klimabeirat lädt zum zweiten Klimastammtisch ein. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der Stadt Künzelsau hervor.

Am Donnerstag, den 26. August 2021, veranstaltet der Künzelsauer Klimabeirat um 19 Uhr im Biergarten beim Kocherfreibad in Künzelsau den zweiten offenen Klimastammtisch.

Alle, die sich informieren oder – noch besser – für mehr Klimaschutz engagieren möchten, sind herzlich eingeladen.

Bei Regenwetter wird ein alternativer Treffpunkt auf der Homepage oder dem Facebook-Auftritt der Stadtverwaltung Künzelsau veröffentlicht: http://www.kuenzelsau.de , http://www.facebook.com/kuenzelsau.meinestadt

Mehr Informationen zum Klimabeirat: https://kuenzelsau.de/site/Kuenzelsau/node/835447?QUERYSTRING=Klimabeirat