„Die Hohenloher sind aufgeschlossen, kreativ, unvoreingenommen und wissbegierig“
Am kommenden Sonntag, den 26. September 2021, wählen die Bürger:innen einen neuen Bundestag. Das hat die GSCHWÄTZ-Redaktion zum Anlass genommen und den Kandidaten der voraussichtlich fünf größten Parteien aus dem Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe fünf identische Fragen gestellt. Hier sind die Antworten von Jens Moll, Direktkandidat der AfD. Der noch 37-Jährige ist seit 2014 kaufmännischer Leiter eines kleinen mittelständischen Betriebs. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte der Öhringer Wirtschaftswissenschaften an der Uni Hohenheim. Er ist Mitglied des Hohenloher Kreistags und des Öhringer Gemeinderats.
GSCHWÄTZ: Was war die schlechteste politische Entscheidung, die Sie in ihrem politischen Leben je getroffen haben?
Moll: Bis 2016 gewartet zu haben, um in die AfD einzutreten. Ich hatte ja schon 2014 erstmals und danach immer wieder mit dem Gedanken gespielt, dies zu tun, wollte aber erst abwarten, wie sich die Partei entwickelt. Hier wäre etwas mehr politischer Mut angebracht gewesen.
GSCHWÄTZ: Was macht Sie ganz persönlich glücklich?
Moll: Mit Menschen zusammen zu sein, die man liebt und schätzt und ihnen eine Freude zu machen. Ich denke, wenn man auf das Gesicht eines Menschen, den man liebt, ein Lächeln zaubern kann, ist das für einen selbst doch das größte Geschenk. Es sind doch oft die kleinen Dinge im Leben, die uns wirklich Glück stiften.
GSCHWÄTZ: Was ist das Besondere am Wahlkreis Schwäbisch-Hall Hohenlohe? Gibt es etwas, was den Wahlkreis einzigartig macht?
Moll: Seine Menschen. Sie sind aufgeschlossen, kreativ, unvoreingenommen und wissbegierig. Gerade im Wahlkampf durfte ich viele interessante Gespräche führen, die ich selbst nicht missen möchte.
GSCHWÄTZ: Welcher Partei – ausgenommen Ihrer eigenen Partei – würden Sie am Sonntag einen Erfolg wünschen?
Moll: Im Wahlkampf konnte ich feststellen, dass positionell große Schnittmengen zwischen uns, der CDU und FDP gegeben sind. Beide Parteien wären also potenzielle Koalitionspartner. Für die AfD. Aber mit uns will ja keiner. Ich würde mir daher wünschen, dass es CDU und FPD nach dem 26. September 2021 gelänge, eine bürgerliche Regierung zu bilden.
GSCHWÄTZ: Gibt es EINE Sache, für die in diesem Wahlkampf nur Ihre Partei kämpft?
Moll: Für die Abschaffung der CO2-Steuer und der EEG-Umlage setzt sich ausschließlich die AfD ein. Alle anderen Parteien nehmen eine weitere Belastung der Bürger billigend in Kauf.