„Willkommenspunkt“ für Flüchtlinge im Krankenhaus Künzelsau
Im Rahmen der Fluchtwelle aus der Ukraine beschreitet der Hohenlohekreis neue Wege. Zwei „Willkommenspunkte“ will der Kreis eröffnen, wo Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer Kontakt zueinander finden können.
Eröffnung bereits am Freitag, den 1. April 2022
Einer dieser Willkommenspunkte eröffnet bereits am Freitag, 01. April 2022, im ehemaligen Krankenhaus in Künzelsau, wo auch Flüchtlinge untergebracht sind. Der zweite ist in Öhringen geplant, ein Zeitpunkt für die Eröffnung wurde noch nicht genannt.
In Künzelsau soll eine Spielecke aufgebaut werden, dazu soll es einen Internetanschluß geben und Räume für ruhige Gespräche.
Integrationskonzept neu aufleben lassen
Die Willkommenspunkte sind Teil des neubelebten Integrationskonzepts, das Dr. Mark Tobias Wittlinger, der Integrationsmanager dem Kreistag am Montag, 28. März 2022, vorgestellt hatte. „Integration ist eine Daueraufgabe“, sagte er. Auf drei Säulen soll das Integrationskonzept stehen: Das Integrationsbündnis aller mit Integration befassten Stellen und Organisationen, das Integrationsmanagement des Landratsamts sowie dem ehrenamtlichen Engagement. Drei Arbeitsschwerpunkte nannte Wittlinger:
- dezentrale und flexible Angebote, wie zum Beispiel die Willkommenspunkte
- Stärkung des Integrationmanagements. Dafür will er bis zu drei neue Stellen schaffen
- Ausbau der zentralen Koordination im Hohenloher Integrationsbündnis 25.
Ehrenamtliche wurden nicht informiert
Ehrenamtliche Helfer, die sich bisher über das Landratsamt engagiert haben, zeigen sich darüber verwundert, dass sie weder über die Einrichtung dieses Willkommenspunktes noch über den Zeitpunkt der Eröffnung informiert wurden. In der Kreistagssitzung vom 28. März 2022 wurde mehrfach die Notwendigkeit des Ehrenamts hervorgehoben und nochmals an die Bürger:innen appelliert, sich ehrenamtlich für Flüchtlinge und Integration zu engagieren. Als „Chaos-Situation“ bezeichnete Mike Weise das aktuelle Arbeiten – mit einer Koordination der unterschiedlichen ehrenamtlichen Initiativen könnte die Regelsituation, die sein Ziel ist, vielleicht ein wenig früher erreicht werden.
Text: Matthias Lauterer