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Kindergarten Pusteblume präsentiert ein anspruchsvolles Sommerfest

Was haben der Künstler Hunderwasser, eine Schildkröte, Fabergé-Eier und ein Kindergarten gemeinsam? Ein Sommerfest. Der Kindergarten Pusteblume in Ingelfingen veranstaltete am Donnerstag, den 19 Juli 2018, sein Sommerfest mit einer Aufführung und einer Vernissage.  „Das Besondere an unserem diesjährigen Sommerfest ist nicht nur unsere Aufführung, sondern parallel zu unserem Thema eine Ausstellung mit den Kinderbildern, die wir das ganze Jahr über gemalt und gestaltet haben“, erklärt Cornelia Koch, Erzieherin in der Pusteblume. Vorbilder hierfür waren unter anderem Hundertwasser und van Gogh.

Fridolin in Ingelfingen

Die Aufführung von Fridolin im Farbenland handelt im Kindergarten Pusteblume von einer Schildkröte. „Wir haben eine Geschichte über Farben gesucht, die wir mit den Kindern aufführen können. Dann ist uns ein ganz altes Bilderbuch eingefallen. Fridolin im Farbenland. Wir haben versucht, das Bilderbuch zu bekommen, leider ist es überall vergriffen. Also haben wir uns selbst an die Geschichte gemacht und die Geschichte ein bisschen erfunden, damit die Kinder sie gut nachspielen können. Es handelt von einer Schildkröte, die traurig ist, weil sie einen normalfarbigen Panzer hat und auf der Suche nach bunten Farben ist“, so Renate Gorff, Leiterin der Pusteblume. „Am Anfang, bis wir in die Geschichte reingefunden haben, war es schwierig. Dann ging es Schlag auf Schlag.“ Fridolin besucht während des Stückes Marienkäfer, Frösche, Bienen und viele weitere Tiere auf der Suche nach Schildkrötenfarbe. Aber die Tiere antworten ihm: „Unsere Farben geben wir nicht her.“ Am Ende kommt Fridolin zu der Erkenntnis: „Ich bin genau richtig, wie ich bin.“

Vernissage von Kindergartenkindern

Die Vernissage bestand aus gemalten Kunstwerken der Kinder nach Vorbildern wie Hunderwasser, van Gogh und Miro. Aber warum so anspruchsvolle Kunst wie Hundertwasser in einem Kindergarten? „Ich bin mit meiner Familie öfter im Museum in Schwäbisch Hall und habe dort auch immer wieder Hunderwasser-Bildergesehen. Er malt sehr viel, so wie Kinder auch malen – in Kreisen, in geschwungenen Linien und sehr farbenfroh. Das spricht die Kinder an“, so Koch. Die Erzieherin weiter: „Wir haben im September letzten Jahres klein angefangen, uns mit dem Thema Farben und Techniken zu beschäftigen. Aber dann waren die Kinder so begeistert von den ganzen Materialien und Techniken, dass das Projekt immer größer wurde und sehr viele Kunstwerke entstanden sind.“

kleine von Goghs entstanden

Die Kinder liesen sich von Häusern von Hundertwasser inspirieren.

Oder wie wäre es, mal selbst ein Kirchenfenster zu gestalten?

Vor den Sommerferien besucht der Kindergarten Pusteblume und Löwenzahn das Kunstmuseum in Schwäbisch Hall. Ein Bus fährt die Kinder und Erzieher nach Schwäbisch Hall, die Kosten dafür übernimmt Firma Reisser aus Ingelfingen.

Natürlich möchten die 31 Kinder der Pusteblume nach dem Museumsbesuch gerne noch ein Eis essen. Auch dafür haben sich die fünf Erzieher ein kleines Geschäftsmodell einfallen lassen. „Wir haben die Ostereier Bilder in Fabergé-Eier-Bilder umfunktioniert. Jedes gemalte Fabergé Ei kostet einen Euro. Wenn genügend Bilder der Eier verkauft werden, kann das Eis essen davon finanziert werden“, präsentiert Koch.

Der Kindergarten Pusteblume in Ingelfingen präsentierte 2018 ein anspruchsvolles Sommerfest. Foto: GSCHWÄTZ

Eindrücke von Kindern zum diesjährigen Sommerfest und zu den einzelnen Aktionen

Dominik, 6 Jahre: „Ich fand die Bienen bei der Aufführung toll. Die hatten Bonbons in den Körben.“

Louri, 6 Jahre: „Mein Lieblingsbild ist von Miro, weil er schönt malt.“

Leonie, 6 Jahre: „Die Blumen waren heute toll.“

Frieda, 5 Jahre: „Als wir mit Kartoffeln gedruckt haben, war das toll. Stempeln gefällt mir.“

Luca, 4 Jahre: „Das Stempeln mit den Kartoffeln hat mir auch Spaß gemacht.“

Selina, 5 Jahre: „Die Hunderwasser-Bilder mit den Spiralen sind toll. Und ich freue mich schon auf das Museum.“

Lisa, 6 Jahre: „Die Eier waren schön, weil man da viele Farben benutzen kann.“

Amelie, 3 Jahre: „Das Schildkrötenbild war toll, weil es hübsch war.“

 

 




Dreckige Turnhalle und deshalb ein Nutzungsverbot?

Bürgermeister Michael Bauer: „TSV wird in Zukunft schriftlich informiert“

Bei der Gemeinderatssitzung in Ingelfingen am Dienstag, den 17. Juli 2018, fragte TSV-Vorstand Bernd Bauer unter der Tagesordnung „Sonstiges“ Bürgermeister Michael Bauer, wie er mit Mitteilungen, die den TSV anbetreffen, umgehen soll. Hintergrund:

Da Bernd Bauer TSV-Vorstand und Gemeinderatsmitglied ist, darf er bei Themen, die in nicht öffentlichen Sitzungen besprochen werden und den TSV betreffen, die Mitglieder des TSV nicht informieren.

Auslöser seiner Frage: Der TSV soll die Sporthalle an einer Veranstaltung zu stark verschmutzt hinlassen haben und das soll Grund dafür gewesen sein, dass die Fußballabteilung des TSV zu Trainingseinheiten nicht mehr in die Sporthalle darf, so diverse Stimmen aus dem TSV.

Bürgermeister Michael Bauer sah das Problem der Zwickmühle, in der sich Bernd Bauer befindet und sagte: „Der TSV wird in Zukunft schriftlich informiert.“

 

 




Zweiter Weltkrieg: Alliierte ließen über Hohenlohe spezielle Flugblätter regnen

Im Kreisarchiv des Hohenlohekreises wurden diverse geschichtliche Dokumente Hohenlohe betreffend nun auch online freigeschaltet. Interessant sind vor allem die Flublätter der Alliierten, die im Zweiten Weltkrieg auch über Hohenlohe abgeworfen wurden (Bestand SD 3). Die Propagandaschriften, die die Deutschen zur Beendigung des Krieges bewegen sollten, wurden damals unter Lebensgefahr eingesammelt und anschließend über Jahrzehnte hinweg aufgehoben, bis sie 2009 von privater Seite an das Kreisarchiv geschenkt wurden. „Die Flugblätter sind zwar weniger für die Geschichte Hohenlohes im engeren Sinne von Bedeutung, stellen aber eindrucksvolle und seltene Dokumente einer dunklen Epoche der deutschen Geschichte insgesamt dar“, so eine Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises.

„Die Blase platzt!“. Flugblatt zum Sturz Mussolinis, Ende Juli 1943 (Vorderseite). Quelle: Kreisarchiv Hohenlohekreis, SD 3, Nr. 6.

In dem hier abgebildeteten Flugblatt werden die Deutschen über den Sturz von Italiens Präsident Mussolini informiert.

Wie hieß Dörrenzimmern früher?

Darüber hinaus wurden in das Kreisarchiv diverse geschichtliche Informationen über Städte und Ortschaften des Hohenlohekreises online gestellt. Es handelt sich um so genannte „Findbücher“, die Ortsarchive von Criesbach (Ing 50), Diebach (Ing 100) und Dörrenzimmern (Ing 150) im Stadtarchiv Ingelfingen, das Ortsarchiv von Grünbühl/Obereppach (Neu 350) im Stadtarchiv Neuenstein sowie den Bestand Stadt Krautheim (Kra 1) im Stadtarchiv Krautheim. Außerdem wurden in jüngerer Zeit einige Ortsarchive komplett neu erschlossen und damit überhaupt erst der Öffentlichkeit und der Forschung zugänglich gemacht. Dabei handelt es sich laut dem Landratsamt um das Archiv der ehemaligen Stadt Sindringen (Fo 200) und das Archiv von Wohlmuthausen (Fo 250), die beide im Stadtarchiv Forchtenberg verwahrt werden, sowie um den Bestand Geddelsbach (Bre 300) im Gemeindearchiv Bretzfeld.

So kann man etwa nachlesen, dass Dörrenzimmern ursprünglich im „Cimbrin“ hies. Seit dem 7./8. Jahrhundert gibt es das kleine Dorf, das zu Ingelfingen gehört. „Die genaue Datierung wird erschwert durch das häufige Vorkommen des Ortsnamens „Zimmern“ in der näheren und weiteren Umgebung“, heißt es in dem Findbuch von Dörrenzimmern. Im hohen Mittelalter befand sich Dörrenzimmern laut des Findbuaches im Besitz der Herren von Krautheim, von denen es durch Erbschaft zunächst an die Grafen von Eberstein und 1330 an die Herren von Hohenlohe kam.“

Dörrenzimmern (hier: Sportplatzfest 2011) war lange nur unter dem Namen „Zimmern“ bekannt. Foto: privat/Archiv

Sindringen gibt es bereits seit fast 2.000 Jahren

Das Städtchen soll in der Zeit der alemannischen Landnahme nach 260 entstanden sein. Im 11. Jahrhundert gehörte es zum Gebiet der Kochergaugrafen. Zwischen 1322 und 1328 kam es laut dem Findbuch an Hohenlohe. Ab 1328 soll Sindringen der Sitz eines hohenlohischen Amtes geworden sein. Sindringen gehört seit 1972 im Zuge der Gemeindereform zu der Stadt Forchtenberg.

Das so genannte Backhaus in Forchtenberg. Seit den 1970ern gehört Sindringen zu Forchtenberg. Foto: wikipedia

Wo finde ich Informationen über meinen Heimatort?

Insgesamt 24 Findbücher des Kreisarchivs sowie der Stadt- und Gemeindearchive im Hohenlohekreis stehen zur Verfügung. Weitere Bestände sollen laut dem Landratsamt folgen.

Die Findbücher sind unter www.hohenlohekreis.de > Bürgerservice > Kreisarchiv > Bestände und Aktuelles > Bestände online eingestellt.

https://www.hohenlohekreis.de/index.php?id=420?&id=420&no_cache=1&publish[id]=304325&publish[start]=

 

 

 




Lebensmittelkontrolleure auf dem Ingelfinger Weindorf

Nach dem Ingelfinger Weindorf vom 22. bis 24. Juni 2018 bericheten Besucher von Lebensmittelkontrolleuren auf dem Weindorf, die unter anderem darauf geachtet hätten, wie die teils ehrenamtlichen Helfer Speisen und Getränke ausgegeben haben. GSCHWÄTZ hat beim Landratsamt des Hohenlohekreises nachgefragt, ob der Wirtschaftskontrolldienst (Wkd) tatsächlich am Weindorf vor Ort war.

„Durchweg positives Ergebnis“

Lisa-Marie Hemer vom Landratsamt bestätigte gegenüber GSCHWÄTZ die Kontrolle des Wkd:

Es ist zutreffend, dass das Ingelfinger Weindorf auch in diesem Jahr von den Lebensmittelkontrolleuren des Landratsamts Hohenlohekreis, Veterinäramt und Lebensmittelüberwachung, aufgesucht wurde, um die Stände und die Lebensmittelabgabe durch die Veranstalter zu überprüfen. Das Ergebnis dieser Kontrollen war durchweg positiv.“

Hemer betont, wie wichtig derartige Lebensmittelkontrollen sind:

„Verbraucherschutz hat in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Regelmäßige Kontrollen werden vor allem bei großen Veranstaltungen mit hohen Besucherzahlen durchgeführt. Bei den zahlreichen kleinen Vereins- und Straßenfesten wird die Überprüfung stichprobenartig vorgenommen. Das Landratsamt Hohenlohekreis, Veterinäramt und Lebensmittelüberwachung, steht bei der Planung einer Veranstaltung zur Klärung von lebensmittelrechtlichen und Hygienefragen jederzeit gerne zur Verfügung. Veranstaltern wird empfohlen, sich rechtzeitig vor dem geplanten Termin mit den jeweiligen Ansprechpartnern in Verbindung zu setzen.“

Lebensmittelüberwachung fällt in den Zuständigkeitsbereich des Landratsamtes

Nach der Verwaltungsreform im Jahr 2005 wurde der Wirtschaftskontrolldienst (WKD) in die unteren Lebensmittelüberwachungsbehörden der Landratsämter eingegliedert. Im Hohenlohekreis ist die Lebensmittelüberwachung im Landratsamt, Veterinäramt und Lebensmittelüberwachung, angesiedelt.




Ingelfingen: Neues Theater in den Weinbergen

Theater in den Weinbergen bietet sich im Kochertal an, gab es aber in dieser Form bislang noch nicht. Nun hat sich unter Renate Kilb eine neue Theatergruppe gegründet, die genau das in diesem Sommer anbietet.

Vor einigen Monaten hat Renate Kilb mit ein paar Freunden die „Freie Theatergruppe Die Ooniche“ gegründet. Kilb führt auch Regie und hat bereits Erfahrung in diesem Bereich gesammelt: „Drei Jahre war ich als Schauspielerin und Regisseurin beim Freilichttheater Braunsbach aktiv. Die neue  Gruppe setzt sich aus langjährigen Schauspielern und ein zwei Anfängern zusammen.“

In diesem Sommer sind vier Aufführungen geplant. Der Erlös geht jeweils an einen guten Zweck. Kilb: „Wir haben Lust, Theater zu spielen und wollen dies für einen guten Zweck machen. Der Erlös geht teilweise an den Tafelladen in Künzelsau sowie die evangelische Kirche Buchenbach.“

Zwei Theateraufführungen gibt es in der Weinbergscheune Gaufer in Ingelfingen zu sehen. „Das gab es noch nie, Theater  in den Weinbergen. Das wird bestimmt ein besonderes Erlebnis. Dazu gutes Essen und Wein“, stellt Renate Kilb in Aussicht. Die beiden anderen Aufführungen sind in Mulfingen-Buchenbach.

Der ungewöhnliche Name der Thetergruppe „Die Ooniche“ kam daher zustande, „weil wir uns oonich (einig) sind“, so Kilb.

In diesem Jahr starten sie mit der Komödie: „Suche Mann für bessere Hälfte“.

Informationen zum Stück „Suche Mann für bessere Hälfte“

Komödie von Beate Irmisch in drei Akten

In der Komödie „Suche Mann für bessere Hälfte“, einem Drei-Akter von Beate Irmisch, geht es um Max Prossel. Der Jungbauer ist zum Leidwesen seines Vaters Franz und seiner jungen Frau Rosa ein ausgemachter Hypochonder. Unterstützt in seinen eingebildeten Leiden wird er von seiner Tante Irmine einer eingefleischten Jungfer, die Max aufgezogen aber auch leider verzogen hat. So hütet Max Tag ein Tag aus Bett und kommt aus seinem alten ausgedienten Bademantel gar nicht mehr heraus. Da ist guter Rat teuer. Wie heilt man einen eingebildeten Kranken, der eigentlich putzmunter ist? Sogar Gemeindeschwester Agathe ist mit ihrem Latein am Ende. Doch wie so oft kommt Kommissar Zufall zur Hilfe. Agathe, die nicht nur für die Leiden der Dorfbewohner, sondern auch für deren Viehbestand verantwortlich ist, behandelt im Hause Prossel auch den Zuchteber Schorsch. Ihre Diagnose für das arme Tier ist vernichtend! Leider belauscht Max das Gespräch und münzt die schwere Krankheit des Tieres auf sich…

Was hat der hinterhältige Viehhändler Anton Hühnervogel damit zu tun, und warum schleicht der Pfarrer die ganze Zeit durchs Haus und weiß die alte Magd Bruni mehr, als sie sagt?

Aufführungen

Freitag, den 17. August 2018, und  Samstag, den 18. August 2018

19.30 Uhr in der Weinbergscheune Gaufer in Ingelfingen

Karten für acht Eurogibt’s beim Weingut Gaufer in Ingelfingen, Telefon 07940-57373

und Foto Linke in Künzelsau, Telefon 07940-3533, freie Sitzplatzwahl

 

Freitag, den 14. September und Samstag, den 15. September 2018

19.30 Uhr in der Mehrweckhalle in Buchenbach

Karten für acht Euro gibt’s bei der Raiffeisenbach Buchenbach, Telefon 07938-289

und Foto Linke in Künzelsau, Telefon 07940-3533, freie Sitzplatzwahl

 

Für Speis und Trank ist gesorgt.

Die Darsteller

 

Max                                                                     Thomas Müller

Jungbauer und eingebildeter Kranker und

Mann von Rosa

 

Irmine                                                                  Renate Kilb

alte Jungfer, die übriggeblieben ist und

Max wie ihren Sohn großgezogen hat

 

Anton Hühnervogel                                              Andras Pletl

Hinterhältiger Viehhändler, der immer

versucht alle übers Ohr zu hauen

 

Franz                                                                   Paul Kruck

Vater von Max, der mit aller Arbeit alleine

da steht und sich keinen Rat mehr weiß

 

Pfarrer                                                                 Armin Böger

immer im falschen Moment mitten im

Geschehen und hat den Überblick verloren

 

Bruni                                                                   Ursula Karle

alte Magd auf dem Hof, die mehr

mitbekommt, als man ihr zutraut

 

Agate                                                                   Emilia Kilb

Gemeindeschwester für Mensch

und Viecher und vor allem nicht zimperlich

 

Rosa                                                                    Anna-Lena Müller

Jungbäuerin und Frau von Max, die

das Gejammere ihres Mannes leid ist

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flyer Die Ooniche




„Mei grünes, grünes Sportheim ist super, supergut“

Kommentar – Die alte Fraa von drobbe de Höh‘ über die Gewitterwolken, die derzeit über Ingelfingen hängen – Der Haussegen hängt schief zwischen Bürgermeister Michael Bauer und dem TSV-Vorstand Bernd Bauer. Auslöser ist ein Sporthäusle, das der eine für zu klein für so einen großen Verein hält, während der andere auf Ebbe in der Haushaltskasse verweist.

Sportplatz am Kocher in Ingelfingen – direkt daneben befindet sich das kleine Vereinsheim

 

 

Durch die Fusion von SCI und TSV zum 01. Juli 2018 könnte es enger zugehen im Vereinsheim

Es ging heiß her in der Gemeinderatssitzung im Mai 2018:

https://www.gschwaetz.de/2018/05/24/angedrohter-rausschmiss-bei-gemeinderatssitzung-ingelfingen/

 

Auch beim Thema Hilfsamtsboten gerieten Bauer & Bauer erst kürzlich aneinander:

 

 




Ingelfingen: Warum wurde der Hilfsamtsbote gefeuert?

„Am Mittwoch, nach der letzten Gemeinderatssitzung, habe ich die Meldung erhalten, dass der Hilfsamtsbote entlassen worden sei“, sagt Bernd Bauer, Gemeinderatsmitglied, bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag, den 12. Juni 2018, unter der Tagesordnung „Sonstiges“ im Schloss in Ingelfingen.

Warum wird eine Entlassung bei der Gemeinderatssitzung angesprochen?

Der Bürgermeister Michael Bauer bejahte die Entlassung, jedoch könne der Bürgermeister öffentlich dazu nichts sagen. „Haben sie hier bitte Verständnis, das ist auch zum Schutz des Betroffenen“, so Michael Bauers knappe Antwort bei der Gemeinderatssitzung.

Kritische Äußerung als Grund für eine Entlassung?

Laut Gerüchten soll der Hilfsamtsbote aufgrund einer kritischen Äußerung bei dem Informationsabend bezüglich der neuen Einbahnstraßenregelung der Mariannenstraße, entlassen worden sein.

GSCHWÄTZ fragt bei Bürgermeister Michael Bauer nach, was an dem Gerücht dran ist. Sein Statement dazu: „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich zu Personalangelegenheiten keine detaillierten Auskünfte geben kann. Selbstverständlich stellt eine „kritische Äußerung“ bei der Stadt Ingelfingen keinen Kündigungsgrund dar.“

 

GSCHWÄTZ-Artikel über die geplante Einbahnstraße der Mariannenstraße in Ingelfingen:




Grüner Strom für Christas Kinder

// Wie eine 25-jährige Studentin der Reinhold-Würth-Hochschule einen Kindergarten in Afrika nachhaltiger machen will

Seit Mitte der 1980er Jahre engagiert sich Christa Zeller aus Ingelfingen für Afrika. Ihr Mann fand damals keine Arbeit als Lehrer in Deutschland und so ging die Familie kurzerhand nach Zimbabwe. Für die Erzieherin gab es bei der Ankunft vor Ort in einer Mission anfänglich wenig zu tun. Da es keinen Kindergarten gab, war jedoch schnell die Idee geboren, dort etwas für Kinder im Vorschulalter aufzubauen. Gesagt – getan. Seitdem ist Christa Zeller immer wieder nach Zimbabwe gereist und hat aktuell ein neues, ehrgeiziges Projekt verwirklicht (GSCHWÄTZ berichtete): Einen Kindergarten mit fünfundzwanzig Kindern in einer Vorstadt von Mutare, etwa 200 Kilometer südöstlich von der Hauptstadt Harare gelegen, den sie „autark“, das heißt, unabhängig in die Zukunft führen will.

Genau diese Unabhängigkeit war ausschlaggebend für die Künzelsauer Studentin Nina Kapischke (23), sich diesem Projekt zu widmen. „Ich kannte das Projekt schon durch eine Freundin. Ich wollte nicht mehr weiter in Großunternehmen arbeiten, sondern mit meiner Abschlussarbeit einen positiven Mehrwert für die Gesellschaft beitragen. Daraufhin habe ich Christa Zeller geschrieben und alles hat sich sehr schnell und spontan ergeben.“

// Stromversorgung, damit Lebensmittel nicht verderben //

Die junge Studentin von der Reinhold-Würth-Hochschule war aktuell knapp fünf Wochen vor Ort in Zimbabwe, hauptsächlich im Township, wo sich der Kindergarten befindet. Für Kapischke war es wichtig, sich ein Bild vor Ort zu machen. Wie leben die Menschen, was sind ihre Bedürfnisse, welche Möglichkeiten gibt es, wie ist die politische Situation und kann sie Ansprechpartner finden, die das Projekt unterstützen?

In ihrer Abschlussarbeit thematisiert die Studentin ganz konkret Nachhaltigkeit für den Kindergarten. „Meine Arbeit betrachtet zuerst allgemein die Elektrifizierung von ländlichen Gegenden in Zimbabwe durch Solarenergie und orientiert sich an dem praktischen Projektbeispiel Bongai Shamwari. Ich plane eine Solaranlage für den Kindergarten, so dass der Energiebedarf nachhaltig und durch Eigenerzeugung gedeckt werden kann.“ Damit vermag der Kindergarten unabhängig von der staatlichen Stromversorgung klimafreundlich „grünen“ Strom erzeugen und natürlich auch als Vorbild dienen.

Im Projekt geht es um Fragen zur Planung, Einsatz und Technik der Anlage. Mit welchen Unternehmen soll der Kindergarten kooperieren? Mit deutschen, südafrikanischen oder Unternehmen aus Zimbabwe direkt? Kapischke analysiert außerdem die Finanzierung des Projektes, ob staatliche Förderung oder Kleinkredite sinnvoll sind. Und natürlich auch, ob und wenn ja, welche Hindernisse und Herausforderungen sich bei solch einem Projekt ergeben. Antworten auf diese Fragen will Kapischke in ihrer Abschlussarbeit zusammentragen und bewerten.

// Mit Kleinkrediten ans Ziel //

So nützt diese Abschlussarbeit, die Nina jetzt gerade in ihrem letzten Semester fertigstellt, dem Kindergarten ganz konkret, indem eine zuverlässige grüne Stromversorgung die Getränke und das Essen der Kinder zukünftig frischhalten soll. In Mutare herrscht nämlich eine Durchschnittstemperatur von über 30 Grad. Nina Kapischke hofft: „Durch solche Solarprojekte ergeben sich schnell Schneeballeffekte. Je mehr Menschen davon erfahren und die Kinder schon mit einem verantwortungsbewussten Umgang mit Strom und der Stromerzeugung aufwachsen, desto besser und grüner sieht die Welt von morgen aus.“ Dabei interessiert sich die Studentin auch dafür, wie die Kinder mit Strom oder generell mit Ressourcen wie beispielsweise Wasser umgehen. Dies sei neu für die Kinder. Sie müssten somit noch lernen, mit knappen Rohstoffen bewusst umzugehen.

Durch ihre Kommilitonin Anna Schubert, die bereits in Zimbabwe war, um beim Aufbau des Kindergartens zu helfen, ist Kapischke gut vorbereitet nach Afrika gereist. Vor Ort sei sie ebenfalls sehr gut aufgenommen worden. Ihr Fazit: “Ich habe sehr viel gelernt, gesehen und viele Erfahrungen gemacht, worüber ich sehr froh und dankbar bin.“

 

*Spendenkonto Bongai Shamwari*

Ev. Kirchengemeinde Ingelfingen

Raiffeisen Kocher-Jagst eg.

IBAN: DE49 6006 9714 0070 1500 01

Stichwort „Zimbabwe“

Spendenquittung wird ausgestellt

 

Christa Zeller im Interview:

 

Fotos // Nina Kapischke mit Kindern des Kindergartens in Zimbabwe; Initiatorin Christa Zeller aus Ingelfingen

 

Mehr zu Christa Zeller gibt es hier:




Einbahnstraße in Ingelfingen

Die Stadtverwaltung Ingelfingen hat zusätzlich zum bereits beschlossenen Durchfahrtsverbot für den LKW-Verkehr in der Altstadt vorgesehen, eine Einbahnstraße einzuführen. Die Mariannenstraße soll von West nach Ost (Kreuzung Mühlstraße bei der Schlossapotheke / Mariannenstraße Richtung Kochertalsstraße) als Einbahnstraße umgestaltet werden, so eine Voranzeige des Amtsboten der Stadt Ingelfingen vom 20. April 2018.

Künzelsau und auch in Niedernhall haben Einbahnstraßen in ihrem Stadtkern. Vorteil: Der einspurigen Verkehr entlastet die Straße und es kommt zu weniger Verkehrsbehinderungen in der ohnehin schon schmalen Mariannenstraße. Jedoch muss man einen Umweg fahren um an das gewünschte Ziel, welches sich zum Beispiel am Ende der Einbahnstraße befindet, zu kommen. Zukünftig könnten Autofahrer nicht mehr an der Kreuzung zum Nicklass in die Mariannenstraße einbiegen, sondern müssten immer zu erst zur Apotheke fahren, um zum Beispiel zur Raiffeisenbank oder zur Sparkasse zu kommen.

Die Stadtverwaltung Ingelfingen und Herr Dr. Karajan vom planenden Ingenieurbüro möchten im Rahmen eines Informationsabends am Montag, den 14. Mai 2018, ab 18 Uhr im Schwarzen Hof in Ingelfingen, den Bürgern die Einbahnstraßenregelung näher bringen. Anregungen, konstruktive Kritik sowie Fragen sind laut der Stadtverwaltung Ingelfingen erwünscht.

// Fotos: Google Maps, GSCHWÄTZ, Pixabay




Video // Rathausgeflüster: Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer

// Ingelfingerns Bürgermeister ist kein Fan von allem

Unsere alt Fraa ist der Meinung, dass es dem Ingelfingenr Bürgermeister nicht schaden könnte, ein bisschen mehr Mister Charming zu sein.

Zur diesjährigen Prunksitzung in Ingelfingen ist der Bürgermeister Michael Bauer nicht aufgetaucht und auch ansonsten zeigt er wenig Gesprächsbereitschaft. Na, dann hoffen wir, dass die Ingelfinger künftig ein unterhaltsames Programm bieten, damit der Bürgermeister auch Spaß hat.

 

 

// Den ganzen Text lesen Sie in der aktuellen März-Ausgabe.

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