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Welchen Dialekt sprechen wir? Schwäbisch oder fränkisch?

Wo spricht man welchen Dialekt und wo sind die geographischen Grenzen eines Dialektes? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Ludwig-Uhland-Institut der Universität Tübingen, unter der Leitung von Prof. Dr. Hubert Klausmann und Prof. Dr. Bernhard Tschofen. Das dreijährige Projekt hat die Dialektvarianten in ganz Baden-Württemberg erfasst. Nun ist der erste deutsche Sprachatlas Baden-Würtembergs fertig.

In einem dreijährigen Projekt haben die Wissenschaftler Menschen nach ihrem Dialekt befragt und aufgenommen, wie sie gewisse Wörter aussprechen. Die Mundartaufnahmen des Sprachatlases von Nord-Baden-Württemberg (SNBW) wurden zwischen 2009 und 2012 durchgeführt. Hierzu haben die Wissenschaftler 57 Personen befragt. Auch Anna-Rosa Walter aus Diebach und Fritz Messer aus Ingelfingen wurden interviewt.

Bei den Fragen ging es um Besonderheiten der lokalen Mundart. Zum Beispiel, wie wird bei ihnen das Wort „Buben“ ausgesprochen. Die Schwaben sagen „Buba“, die Franken „Buwa“. Aber auch unterschiedliche Wörter bei gleicher Bedeutung sind gebräuchlich: hochdeutsch „Flur“, schwäbisch „Gang“ und fränkisch „Ern“.

Nach dem Sprachatlas sprechen die Hohenloher ostfränkisch. Wie sich das anhört, kann man sich auf der Internetseite der Universität Tübingen zu Gemüte führen. Der sprechende Sprachatlas ist online zu finden: http://www.wiso.uni-tuebingen.de/faecher/empirische-kulturwissenschaft/ta-sprache/sprechender-sprachatlas.html

 

Karte: Ludwig-Uhland-Instiut der Universität Tübingen 2017




Video // Märchenhafte Prunksitzung in Ingelfingen

In diesem Jahr gab es wieder eine Vollbesetzung bei der vom TSV Ingelfingen organisierten Prunksitzung am Samstag, den 03. Februar 2018, in der Stadthalle in Ingelfingen: Neben dem Prinzenpaar marschierten die Garden auf und es gab es nun auch wieder einen Elferrat. Darin fanden sich unter anderem TSV-Mitglieder und Fußballer vom SC Ingelfingen wieder. Auch das Programm war in diesem Jahr mit 13 Auftritten prall gefüllt. Der als Wolf verkleidete Achim Gröger und Sabrina Kunze im Rotkäppchen-Gewand moderierten durch den Abend. Sketche mit lokalem Bezug wechselten sich ab mit Tanzeinlagen von jungen Showstars. Tänzer von Rot-Weiß Öhringen waren ebenso mit von der Partie wie die Winzertänzer. Letztere sorgten für das Catering. Die Guggenmusiker Umpferpfortzer aus Boxberg machten mächtig Stimmung, aber auch der Froschkönigstanz und die 7-Zwerge-Boygroup waren lustige Hingucker. Schmerzlich vermisst wurde allerdings Ingelfingens Bürgermeister Michael Bauer. In unserem Video gibt es einen Zusammenschnitt der Höhepunkte des Abends zu sehen. Viel Spaß beim Schauen.




Kontoführung // bis zu 400 Prozent teurer

Wer vor vielen Jahren ein Girokonto bei den Sparkassen und Volksbanken hatte, musste keine Kontoführungsgebühren bezahlen. Doch die Zeiten haben sich geändert.

Was vor Jahren noch umsonst war, kostet jetzt 8,25 Euro pro Quartal, also 33 Euro im Jahr. Voraussetzung ist ein monatlicher Zahlungseingang von 1000 Euro.

Aufgrund des äußerst niedrigen Zinsniveaus, so argumentieren die Banken, seien die Erträge im klassischen Einlagen- und Kreditgeschäft deutlich zurückgegangen. Die von der europäischen Zentralbank (EZB) eingeführten Strafzinsen drücken darüber hinaus zusätzlich auf die Profitabilität der Banken. Doch an der Differenz von Guthaben- und Kreditzinssatz zwischen 0,1 und über zehn Prozent (für geduldete Überziehung) kann immer noch gut verdient werden. Darüber hinaus haben die Banken in der vergangenen Zeit ordentlich an der Gebührenschraube für die Führung von Girokonten gedreht.

Schauen wir uns bei den drei regionalen Banken und Sparkassen um und beginnen mit der Raiffeisenbank Kocher-Jagst eG (RBKJ):

Die RBJK entstand 2001 durch den Zusammenschluss der Raiffeisenbank Dörzbach eG, der Raiffeisenbank Mulfingen und Umgebung eG, der Raiffeisenbank Niedernhall eG, der Raiffeisenbank Schöntal eG und der Ingelfinger Raiffeisenbank mit Hauptsitz in Ingelfingen.

Schon vor einigen Jahren wurde eine Kontoführungsgebühr von 2,75 Euro pro Monat eingeführt. Ein Nachdenken über einen Kontowechsel lohnte sich noch nicht. Nun soll aber diese Grundgebühr auf vier Euro erhöht werden, also eine Steigerung um knapp 45 Prozent.
Hierbei sind vier Barauszahlungen pro Monat inklusive. Auf alle weiteren Transaktionen kommen dann aber folgende Kosten hinzu:

// Zahle ich im Supermarkt mit meiner EC-Karte, kostet dies 20 Cent pro
Buchung.
// Überweist mein Chef mir das Gehalt, soll ich künftig 20 Cent dafür bezahlen.

// Überweist die Bank mir die Zinsen, behält sie auch dafür 20 Cent ein.
// Ich verkaufe etwas bei Ebay – und die Bank ist wieder mit 20 Cent am Erlös beteiligt.
// Der Kleingewinn beim Gewinnsparen reduziert sich von fünf auf 4,80 Euro.
// Für die monatlichen Lastschriften vom Handyanbieter, Stromlieferant und so weiter ist noch einmal ein Euro fällig.
// Bei 25 solcher Transaktionen summiert sich der Betrag auf fünf Euro/Monat. Bei 50 Buchungen steigert sich dieser Betrag dann auf zehn Euro.
// Beim Homebanking kostet das Bezahlen von Rechnungen aber nur zehn Cent.

Zusammengefasst:
Gegenüber dem Monatspreis von aktuell 2,75 Euro müssen ab 1. Januar 2018 bei 50 Transaktionen knapp 14 Euro pro Monat berappt werden. Das ist eine Steigerung um 400 Prozent.

Beschränkt man sich auf 25 Buchungen mit Benutzung einer Kreditkarte, wäre das eine Preiserhöhung um „nur“ etwas mehr als 200 Prozent.

Vergleichen wir die Kosten mit der Volksbank Hohenlohe. Das Basiskonto für Privatkunden kostet monatlich vier Euro bei einem monatlichen Zahlungseingang von 1.000 Euro. Barauszahlungen am Schalter kosten 50 Cent, am Geldautomaten 35 Cent, dabei sind fünf Abhebungen kostenfrei. Die Ausführung einer Überweisung kostet 50 Cent am Schalter, eine Transaktion mit der EC-Karte beim Supermarkt 15 Cent, beim Service-Terminal 25 Cent. Die Einlösung einer Lastschrift wird mit 35 Cent belastet. Holt man seine Kontoauszüge am Drucker ab, werden jeweils 50 Cent berechnet, die Zustellung kostet 1,25 Euro. Die monatlichen Durchschnittskosten belaufen sich je nach Inanspruchnahme bei fünf Lastschriften auf 1,75 Euro, zehn Transaktionen mit der EC-Karte kosten zwei Euro, zweimal Nutzung des Kontoauszugsdruckers ein Euro. Dies ergibt eine monatliche Gesamtsumme von 8,75 Euro. Die Visacard Classic sowie die Mastercard Classic kosten pro Jahr 29,90 Euro.

Der Preisaushang der Sparkasse Hohenlohe ist etwas kompakter: Das Girokonto Classic kostet monatlich 4,90 Euro und ermöglicht fünf kostenlose Barabhebungen. Transaktionen, so genannte Unbarbuchungen, werden mit 35 Cent belastet. Vergleichen wir die angenommenen Durchschnittskosten der Volksbank, ergibt sich eine Summe von 8,65 Euro, wobei die Standard-Kreditkarten Visa und Mastercard mit nur 24 Euro in Rechnung gestellt werden.

Fazit: Wer weiterhin die Vorzüge des Filialnetzes in Hohenlohe in Anspruch nehmen will, muss sich leider mit den hohen Gebühren abfinden, denn die Preisunterschiede bei diesen drei Bankinstituten sind minimal. Die einzige Alternative wären überregionale Banken, wo die Führung eines Girokontos noch kostenlos ist. Im nationalen Ranking steht hier die ING-DiBa mit 56000 Automaten an erster Stelle . Bei der Internet-Bank gibt es für Bargeldabhebungen auch eine kostenlose Kreditkarte, die man zur kostenlosen Bargeldabhebung natürlich auch braucht.

Ein Kontenwechsel wird von Internetbanken zudem recht leicht gemacht: Die neuen Anbieter lesen die Daten mit der Legitimation des Kunden des abzulösenden Kontos mit Hilfe der „Kontowechselfunktion“ der alten Geschäftspartner aus und bestätigen den Kontowechsel schriftlich per Post. Und schon ist der Kontowechsel erledigt.

Der Nachteil: Es gibt im Hohenlohekreis keine Filiale und damit auch keinen direkten Ansprechpartner bei Fragen oder Problemen.

Quellen // Hohenlohe-Blogger Matthias Lauterer; Sparkasse Hohenlohe; RBKJ Hohenlohe und Volksbank Hohenlohe

 




„Unsere Gegend ist hierfür nicht geeignet“

Die fünfte Jahreszeit steht vor der Tür: Fasching, Fastnet oder Karneval – wie man es auch immer nennen möchte. Eigentlich begonnen schon am 11. November 2017 um 11.11 Uhr, aber zwischendrin haben der November als Trauermonat, Weihnachten, Silvester und die Heiligen drei Könige die Narrenzeit in den Hintergrund verbannt. Aber jetzt ist es wieder soweit: Helau, narri narro und Alaaf. Verkleiden, Masken und Umzüge sind angesagt. Und obwohl das Kocher- und Jagsttal nicht als die Hochburg des Faschings gilt, hat Gschwätz-Reporter Felix Kribus doch einige Hohenloher Faschingsliebhaber getroffen. Allerdings nicht nur, wie man in unserem Umfragevideo zum Thema Fasching sieht.

Foto // Archiv/Lemia




Es klopft bei Wanja in der Nacht

Hier erzählt das Marionettentheater Pendel, Marlene Gmelin und Detflef Schmelz, in Ingelfingen-Hermuthausen mit ihren selbst gebauten Marionetten eine bezaubernde Wintergeschichte, in der es darum geht, wie in schweren Zeiten Freund und Feind zusammenrücken. Wir durften im Theater vor Ort bei der Aufführung „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ filmen. Die nächsten Termine des Theaters sind:

// Samstag, den 30. Dezember 2017, 15 Uhr, „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen“, 60 Minuten, für Erwachsene und Kinder ab fünf Jahren

// Freitag, den 06. Januar 2018, 15 Uhr, „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen“, 60 Minuten, für Erwachsene und Kinder ab fünf Jahren

// Samstag, den 27. Januar 2018, 15 Uhr, Wintergeschichten, 40 Minuten, für Kinder ab drei Jahren

// Sonntag, den 28. Januar 2018, 15 Uhr, Geschichten ohne Worte, 50 Minuten, für Erwachsene und Kinder ab fünf Jahren

// Freitag, den 30. März 2018, 15 Uhr, „Peter und der Wolf“, 50 Minuten, für Erwachsene und Kinder ab fünf Jahren

// Montag, den 02. April 2018, 15 Uhr, „Peter und der Wolf“, 50 Minuten, für Erwachsene und Kinder ab fünf Jahren

http://www.pendelmarionetten.de