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Hohenloher Lernfabriken gehen an den Start – GEMÜ neues Beiratsmitglied

Alle Kooperationspartner der Lernfabriken 4.0 im Hohenlohekreis haben am 28. Juli 2020 einstimmig die Gründung eines Lernfabrik-Beirats und die Aufnahme der Firma GEMÜ Gebrüder Müller Apparatebau GmbH & Co. KG als weiteres Beiratsmitglied beschlossen. Guido Rebstock, Geschäftsführer der Innovationsregion e.V., wurde ebenfalls einstimmig zum Beiratsvorsitzenden gewählt. Er wird den Beirat für die nächsten zwei Jahre leiten und ihn nach außen vertreten. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

Lernfabriken werden eingerichtet

Während für die Einrichtung der Lernfabriken derzeit noch die technischen Systeme beschafft werden, hat der Lernfabrik-Beirat bereits seine Arbeit als Beratungsgremium aufgenommen. Neben der Entwicklung eines auf den regionalen Bedarf abgestimmten Fort- und Weiterbildungsprogramms für die Wirtschaftsunternehmen wurde auch die Verzahnung der Kursangebote mit den Gewerblichen Schulen beraten. „Hier bestehen sehr gute, langjährig gewachsene Beziehungen zwischen den Ausbildungsbetrieben und den Lehrkräften, die Synergieeffekte für das außerschulische Fort- und Weiterbildungsprogramm erzielen können. Die Beratungsfirma hfcon, die die Ausschreibung sowie das Kursangebot betreut, wird diesen Input berücksichtigen. Der größtmögliche Nutzen für die Wirtschaft sowie der regelmäßige Input und Erfahrungsaustausch mit selbiger wird nun die Arbeit des Beirats prägen und so die Lernfabriken 4.0 zu einer dauerhaften Einrichtung im und für den Hohenlohekreis entwickeln“, so das Landratsamt des Hohenlohekreises in einer Pressemitteilung.

„Heute die Fachkräfte für morgen ausbilden“

„Heute die Fachkräfte für morgen ausbilden – das ist die Maxime der beruflichen Schulen des Hohenlohekreises“, so das Landratsamt. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, richtet der Hohenlohekreis an den gewerblichen Schulen Künzelsau und Öhringen bis zum Winter 2020 zwei „Lernfabriken 4.0“ ein. Diese bestehen pro Schulstandort jeweils aus einem Grundlagenlabor und einem verketteten Anlagensystem. Fach- und Nachwuchskräfte werden dort auf die Anforderungen von Industrie 4.0 vorbereitet, indem Grundlegendes über die Möglichkeiten der Digitalisierung in der Arbeitswelt, insbesondere über ihre Einsatzmöglichkeiten in der industriellen Fertigung, vermittelt wird.

Produktions- und Logistikzentrum von Gemü in Kupferzell. Bild: Gemü/Archiv