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Quarantänemaßnahmen in zwei weiteren Pflegeheimen aufgehoben

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat die angeordneten Quarantänemaßnahmen für zwei weitere Pflegeheime im Landkreis wieder aufgehoben, da keine Bewohner und auch keine Mitarbeiter mehr positiv getestet wurden oder Symptome entwickelt haben, die auf eine Erkrankung mit SARS-COV-2 hinweisen. Damit dürfen sich die Bewohner innerhalb des Heimes wieder frei bewegen.

Auch die Mitarbeiter des Heims müssen sich zuhause nicht mehr isolieren. Die für alle Heime grundsätzlich geltenden Besuchsbeschränkungen sowie verschärften Hygienemaßnahmen bleiben bestehen.

Insgesamt stehen im Hohenlohekreis nun noch sechs Pflegeheime unter Quarantäne, weil das Coronavirus entweder bei einem Bewohner oder einem Mitarbeiter nachgewiesen wurde.

Die Nennung der Häuser obliegt den jeweiligen Betreibern.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises

Symbolfoto Pflege




Wochenpläne, Arbeitsblätter, Checklisten, E-Mails, WhatsApp, Cloud, drive + der eigentliche Job – Eltern am Rande des Corona-Schulwahnsinns

Das werden wohl die längsten Sommerferien aller Zeiten – zumindest für viele Lehrer. Mindestens bis zum 04. Mai 2020 sollen die Schulen in Baden-Württemberg noch geschlossen bleiben, dann sollen zunächst die Abschlussklassen an den Grundschulen und den weiterführenden Schulen wieder mit dem Unterricht beginnen. Jeder redet jetzt schon über Hygiene- und Abstandsregeln, die es dann in den Bussen und Klassenzimmern einzuhalten gilt und wie das überhaupt möglich ist, diese einzuhalten bei den teilweise Hunderten von Schülern an einer Schule. Doch kaum wird über diejenigen gesprochen, die von den Schulschließungen derzeit immernoch am meisten betroffen sind: die Eltern.

Die Eltern haben bereits drei Wochen vor den Osterferien mit ihren Kindern gelernt, was das Zeug hält. Eine Mutter mit vier Kindern berichtete von 60 E-Mails mit Aufgaben, die sie teilweise erreicht habe. Dabei handelt es sich bei jedem Kind um eine andere Klassenstufe und in jeder Klasse wiederum um neue Lernmaterialien für fast jedes Unterrichtsfach. Sport, Religion. Geografie, alles soll gelernt werden. Teilweise erklären Eltern ihren Kindern Dinge, die sie sich selbst zunächst erstmal erklären müssen.Nicht jeder war in seiner Schulzeit ein Mathe-Ass oder ein Englischprofi.

Eine schier unlösbare Aufgabe für Eltern, zumal viele von ihnen parallel zu ihrer ehrenamtlichen Lehrertätigkeit oftmals noch ihren eigentlichen Beruf in Teil- oder sogar Vollzeit parallel zu ihrer ehrenamtlichen Lehrtätigkeit zu Hause ausüben. Man denke nur an Krankenschwestern oder Kassiererinnen, die nach einer derzeitigen 12-Stundenschicht zu Hause noch die Lehrplänge mit ihren Kindern durchgehen muss – über Wochen. 2 Jobs gleichzeitig – wie soll das gehen?

Nun also geht es in die Verlängerung dieser ehrenamtlichen Tätigkeit für mindestens drei weitere Wochen. Wie das die Eltern alles machen und schaffen sollen, sei dahingestellt. Die Lehrer, die weiterhin ihr volles Gehalt erhalten, verweisen darauf, dass sie nichts für diese Situation können. Natürlich können sie nichts für diese Situation, aber sie können in dieser Pandemiezeit eines: den Druck rausnehmen, sich auf die wesentlichen Fächer Deutsch, Mathe und Englisch konzentrieren und den Eltern und Schülern sagen: „Wir geben euch Aufgaben, aber wir wissen, wie schwer diese Situation für euch gerade ist. Daher: Auch wenn ihr diese Aufgaben nicht abarbeiten könnt mit euren Kindern, ist das nicht schlimm. Wir werden nach dieser Zeit gemeinsam den Unterrichtsstoff nachholen, notfalls mit Zusatzstunden.“

Und selbst wenn dieser Stoff nicht nachgeholt werden könnte, was soll’s? Wir leben immerhin in einer absoluten Ausnahmesituation.

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann  

Lehrer spielen in Corona-Zeiten, das ist gar nicht so einfach, zumal viele Eltern oft noch ihren eigentlichen Beruf nebenher ausüben. Foto: adobe stock




Hohenlohe: Gewerkschaft fordert „Ernte-Solidarität“ und ruft auch Studenten, Rentner & Flüchtlinge zur Mithilfe auf, denn „das April-Gemüse wartet nicht“

Was auf den Feldern im Hohenlohekreis wächst, ist gefragte Ware: „Regionale Produkte stehen ohnehin hoch im Kurs. Dazu kommt noch, dass während der Corona-Pandemie frisches Obst und Gemüse sowieso stark gefragt sind – als Alternative zu den auf Vorrat gekauften Raviolidosen und Tütensuppen. Und natürlich als Rohstoff für die Lebensmittelindustrie“, sagt Mike Paul von der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Stuttgart.

Allerdings hätten viele Landwirte in der Region ein Problem, das sich durch die Corona-Pandemie nochmals massiv verschärft: Es fehlen Helfer auf den Höfen, so die Agrar-Gewerkschaft IG BAU. Saisonkräfte aus Rumänien oder Bulgarien dürften wegen der Corona-Pandemie nur bedingt einreisen – zu wenige, um eine reibungslose Ernte zu garantieren.

„Jetzt geht es darum, ein neues Wort zu entdecken: ‚Ernte-Solidarität‘. Wer aus dem Hohenlohekreis zupacken kann, sollte das jetzt tun. Es ist die Chance, Geld nebenbei zu verdienen und die Zeit sinnvoll zu investieren. Spargel, Spinat, Porree … – das April-Gemüse wartet nicht“, so Mike Paul in einer Pressemitteilung Ider Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Bezirksverband Stuttgart.

Im Mai wartet noch mehr Arbeit

Dabei gehe es nicht nur um die Ernte. Es sei auch die Zeit fürs Pflanzen und Säen: Karotten, Blumenkohl, Radieschen, Zwiebeln, Kopfsalat, Kohlrabi & Co. müssten jetzt auf die Felder. Im Mai nehme die Arbeit für Pflanz- und Erntehelfer dann noch einmal deutlich zu.

„Durch die Corona-Krise ist die Landwirtschaft auf etwas angewiesen, was es schon lange nicht mehr gab: Darauf, dass alle vor Ort anpacken. Auf ein ‚Pflanzen und Ernten – zu (fast) 100 Prozent made by Hohenlohekreis‘“, sagt Paul. Allerdings dürfe das nicht um jeden Preis geschehen, warnt die Agrar-Gewerkschaft: Lohn und vor allem auch Hygienestandards seien wichtig. „Wer Schüler, Studenten oder Flüchtlinge für die Arbeit auf dem Feld anheuert, der muss sie auch fair bezahlen“, verlangt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Stuttgart. Auch in der Landwirtschaft gelte der gesetzliche Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde.

Gewerkschaft fordert „Erschwerniszulage“

Zusätzlich fordert die IG BAU für Saisonarbeiter genauso wie für die Stammbelegschaften in Agrarbetrieben eine Erschwerniszulage. „Immerhin setzen sich die Beschäftigten in der Phase der Corona-Pandemie bei ihrer Arbeit auch einem gewissen gesundheitlichen Risiko aus“, so Mike Paul. Landwirte in der Region sollten eingearbeitete Saisonkräfte „mit einem Lohn nicht unter 11 Euro pro Stunde vom Feld gehen lassen“. Den habe auch verdient, wer ohne Vorkenntnisse komme, was die Arbeit in der Landwirtschaft angeht: „Viele werden Laien sein, die die professionellen Handgriffe erst lernen müssen. Hier brauchen beide etwas Geduld – die Helfer, aber
auch die Landwirte“, so der Gewerkschafter. „Schulen, Fachhochschulen und Unis, die geschlossen haben. Menschen in Kurzarbeit oder im Vorruhestand, die sich etwas hinzuverdienen wollen. Oder Beschäftigte, die
schon ihre Kündigung bekommen haben. Und auch Geflüchtete, die ihre Chance sehen, an Arbeit zu kommen. – Die aktuelle Situation darf nicht dazu führen, dass Menschen bei der Erntearbeit auf den Feldern über den Tisch gezogen werden“, so Mike Paul.

Für die Hygiene: Dixiklo mit Wasseranschluss am Feldrand

Aber auch die Hygiene sei bei der Arbeit auf den Feldern unerlässlich – sogar das A und O: Es komme darauf an, auch draußen das regelmäßige Händewaschen und Desinfizieren sicherzustellen. „Das bedeutet, dass die Toilette am Feldrand einen Wasseranschluss braucht. Das sonst übliche Mobil-WC reicht hier nicht. Denn ohne Wasser – kein Händewaschen“, macht Paul deutlich. Wenn Pflanz- und Erntehelfer in Unterkünften untergebracht werden, dann seien dabei Einzelzimmer notwendig. „Die Corona-Pandemie bedeutet das Aus der sonst üblichen Sammelunterkünfte. Denn dort gilt das gleiche wie auf den Feldern: Der Abstand von
mindestens 1,5 Metern ist Pflicht. Besser ist eine ganze Zollstocklänge: also 2 Meter Abstand vom Nebenmann“, erklärt der IG BAU-Bezirksvorsitzende. Zudem müssten Sozial- und Sanitärräume alle zwei Tage fachmännisch gereinigt werden.

Auch tabu in Zeiten von Corona: Die Sammelfahrt von Feld zu Feld

„Was auch tabu ist: die Sammelfahrt von Feld zu Feld. Neun-Mann-Bullis dürfen nicht mehr voll besetzt zum Einsatz kommen“, sagt Mike Paul. Erntehelfer sollten möglichst alleine und mit dem eigenen Pkw, Motorroller oder Fahrrad zur Feldarbeit fahren. Dafür müsse ihnen der Landwirt eine Entschädigung bezahlen. „Die Corona-Gefahr lauert überall. Pflanz- und Erntehelfer dürfen das bei ihrem Einsatz unter freiem Himmel nicht vergessen. Es ist die Pflicht der Arbeitgeber, die Arbeitsplätze und Unterkünfte so einzurichten, dass die Hygienestandards einfach einzuhalten sind. Wer Fragen und Probleme hat, sollte sich an die IG BAU oder an das örtliche Gesundheitsamt wenden“, so Mike Paul.

Wichtige Hygieneregeln für die Arbeit in der Landwirtschaft hat die Agrar-Gewerkschaft IG BAU online gestellt: http://www.igbau.de/Ploetzlich-Erntehelfer.html

Wer sich aus dem Hohenlohekreis als Pflanz- oder Erntehelfer bewerben möchte, findet Jobs und weitere Infos unter http://www.agrarjobboerse.de. Stellenangebote gibt es auch auf dem Portal „Das Land hilft“ vom Bundeslandwirtschaftsministerium: http://www.das-land-hilft.de (weiter: „Zur Plattform“).

Quelle: Pressemitteilung der IG Bau vom 08. April 2020

Die IG Bau fordert in Coronazeiten mobile WCs am Feldrand mit Wasseranschluss. Foto: IG Bau




„Heute sind wir Helden“ – und morgen? Die bewegenden Worte einer Krankenschwester aus Kupferzell

Wir haben vor einigen Tagen ein kleines Schreiben erhalten von einer Krankenschwester aus Kupferzell. Diese Zeilen haben uns zutiefst bewegt. Daher veröffentlichen wir sie mit dem Einverständnis der Urheberin an dieser Stelle ungekürzt:

Liebes Team des GSCHWÄTZ,

eine Kollegin schickte mir dieses Bild:

Es beschäftigt mich sehr. Heute sind wir die Helden, gehören zu den wichtigen Berufsgruppen, die auch dann zur Arbeit gehen, wenn sie mit später positiv getesteten Patienten Kontakt hatten und erst dann zu Hause bleiben dürfen, denn sie Krankheitszeichen haben. Die Schutzkleidung ist knapp und muss gut eingeteilt werden. Wir setzen unsere Gesundheit aufs Spiel, halten auch Abstand zu unseren nächsten Angehörigen, weil wir Angst haben, sie zu infizieren. Und wenn Corona besiegt ist? Dann sind wir wieder der größte Kostenfaktor im Krankenhausbetrieb.“

Liebe Grüße Franziska Walenski, Kupferzell

 




Corona: Landrat Neth schließt aus „faktischen Gründen“ vollwertiges Krankenhaus mit Sauerstoffversorgung für Künzelsau aus

Wie bereitet sich der Hohenlohekreis auf eine mögliche Extremsituation in der Coronapandemie vor? Offensichtlich gar nicht, zumindest nicht, wenn es darum geht die Ressourcen des ehemaligen Krankenhauses in Künzelsau weiter zu nutzen. Derzeit werden keinerlei Vorkehrungen getroffen, um dass ehemalige Krankenhaus in Künzelsau so aufzurüsten, damit im Ernstfall Patienten mit medizinischen Sauerstoff versorgt werden können. Covid-19-Erkrankte leiden oft Atemwegserkrankrankungen – weswegen eine optimale Sauerstoffversorgung in einem Krankenhaus benötigt wird. Das Krankenhausgebäude wird derzeit nur als Isolierstation ohne medizinisches Fachpersonal genutzt.

Im Zuge der Krankenhausschließung im November 2019 wurde der Sauerstofftank entfernt, der sich auf dem Außengelände des Krankenhauses befand. Ein solcher Sauerstofftank ist nötig, um die einzelnen Patientenzimmer mit medizinischen Sauerstoff zu versorgen.

Aus diesem Grund hat GCHWÄTZ eine Anfrage bei den Sauerstoffwerken in Friedrichshafen gestellt, um zu erfahren, wie lange es im Ernstfall dauern würde, bis auf dem Krankenhausgelände ein solcher Sauerstofftank wieder aufgestellt wäre.

Eine konkrete Antwort auf diese Frage haben wir nicht erhalten, dafür wurde uns aber von Herrn Michael S., Mitarbeiter der Sauerstoffwerke, Folgendes geantwortet:

Mehr als eine Isolierstation soll es für Künzelsau nicht geben

„Nach Rücksprache mit Angestellten der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, der Stadtverwaltung Künzelsau und des Landratsamt Hohenlohekreis wurde mir von allen Beteiligten jedoch versichert, dass das ehemalige Krankenhaus in Künzelsau lediglich als Isolierstation für Personen die mit Covid-19 infiziert sind genutzt werde. Es ist nicht angedacht, in diesem Gebäude Patienten dauerhaft mit medizinischem Sauerstoff zu versorgen“.

Im Klartext heißt das, dass man trotz steigender Zahlen von Coronaneuinfektionen scheinbar keine weiteren Vorkehrungen trifft, um im Akutfall schnell handeln zu können. Im Gegenteil, unsere Presseanfrage wurde von Herrn M. S. sogar als „befremdlich“ bezeichnet. Gleichzeitig weist er aber darauf hin, dass er sich hierzu persönlich äußert und nicht im Namen der Sauerstoffwerke Friedrichshafen. Zitat:

„Ich finde Ihre „Presseanfrage“ in der aktuellen Situation, wo jede/r Mitarbeiter/in der im Bereich der Versorgung von  Mitbürgern und im Besonderen von kranken Menschen tätig ist, sehr befremdlich.“ Weiter schreibt Michael S.: „Durch Ihre Anfrage wurden personelle Ressourcen der Sauerstoffwerke Friedrichshafen GmbH, der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, der Stadtverwaltung Künzelsau und des Landratsamtes Hohenlohekreis gebunden, die in dieser Zeit betroffenen Personen weit besser hätten helfen können.“ Weiter heißt es:

„Nach Rücksprache mit Angestellten der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, der Stadtverwaltung Künzelsau und des Landratsamtes Hohenlohekreis wurde mir von allen Beteiligten jedoch versichert, dass das ehemalige Krankenhaus in Künzelsau lediglich als Isolierstation für Personen die mit Covid-19 infiziert sind genutzt werde. Es ist nicht angedacht in diesem Gebäude Patienten dauerhaft mit medizinischem Sauerstoff zu versorgen.“

Landrat Dr. Neth: „Es steht zu befürchten, dass die Pandemie noch länger andauern und sich verschärfen wird“

Um so erstaunlicher liest sich die Pressemitteilung vom 29.03.2020, in der Landrat Dr. M. Neth schreibt: Es steht zu befürchten, dass die Pandemie noch länger andauern und sich verschärfen wird. https://www.hohenlohekreis.de/index.php?id=291&publish[id]=1116962&publish[start] Indes steigen die Zahlen der Coronaneuinfektionen im Hohenlohekreis tatsächlich weiter an. Zwei weitere Altenheime im Kreis müssen unter Quarantäne, damit sind Stand 02. April acht Pflegeheime betroffen.

Besonders ältere Menschen sind gefährdet an einem schwereren Atemwegsinfekt, wie durch das Corona-Virus verursacht, zu erkranken. Je nach nach Schwere und Verlauf der Lungenerkrankung Covid-19 benötigt es unterschiedliche Therapiemaßnahmen. Eine Maßnahme ist dabei die Sauerstofftherapie. Hat der Patient Atembeschwerden und nicht mehr genügend Sauerstoff im Blut, bekommt er von außen medizinischen Sauerstoff zugeführt, zum Beispiel über eine Nasenbrille.

Das ehemalige Krankenhaus in Künzelsau verfügte über 120 Betten, von denen auf 90 Bettplätzen eine Sauerstofftherapie möglich wäre.

Die Isolierstation mit 50 Zimmern im ehemaligen Krankenhaus Künzelsau hat am Montag, den 30. März , 2020 ihren Betrieb aufgenommen. Bis dahin standen 17 Zimmer für die Isolierung von Menschen in Kupferzell zur Verfügung. In dieser Zeit war lediglich ein Patient in Kupferzell zur Isolierung. Dennoch erhöht man die Anzahl der Isolierplätze von 17 auf 50 und zieht diese nach Künzelsau um. Warum also erhöht man die Anzahl der Isolierbetten fast um das Dreifache?

Angesichts der Einschätzung von Dr. Neth, dass sich die Pandemie noch weiter verschärfen könnte, fragt man sich, warum diese Möglichkeit im ehemaligen Krankenhaus Künzelsau noch nicht in Erwägung gezogen wurde. Gerade dieser Tage sieht man, wie wichtig es ist, immer einer Schritt voraus zu sein. Immerhin liegt die Schließung des Krankenhauses nicht zehn Jahr zurück, sondern gerade mal etwas mehr als vier Monate.

Wir haben aus dem Grund im Landratsamt angefragt, ob eine mögliche Erweiterung der Isolierstation geplant sei, auch im Hinblick auf eine Versorgung mit Sauerstoff.
Vom Landratsamt wurde unter anderem mitgeteilt, dass eine Inbetriebnahme des ehemaligen Krankenstandortes Künzelsau nicht möglich sei. Gründe dafür seien, dass keine medizinische Infrastruktur mehr zur Verfügung stehe, dass beträfe sowohl medizinische Geräte wie auch Personal. Weiter heißt es: „Es ist gerade vor dem Hintergrund des Bedarfs an Intensivplätzen und Beatmungsplätzen medizinisch nicht sinnvoll, die in Öhringen konzentrierte Expertise und Infrastruktur zu splitten.“

Medizinisches Personal ist nicht weg, sondern im Zuge der Schließung im November 2019 lediglich umverteilt worden

Das aber gerade eine solche Splittung Sinn machen kann und wie die Versorgung in der Coronakrise andernorts organisiert ist, zeigen derzeit die Politiker und Ärzte der Landkreise Altötting und Mühldorf im Regierungsbezirk Oberbayern. Das Innklinikum Mühldorf hat dabei ausschließlich die Versorgung von Coronapatienten übernommen, Altötting übernimmt die Versorgung aller anderen Patienten, die nicht Corona positiv sind oder entsprechende Symptome haben. Ein absolutes Vorzeigebeispiel in solchen Zeiten, da dadurch auch die Ansteckung untereinander minimiert werden kann, zudem können Patientenzimmer effektiver genutzt werden. https://amp.zdf.de/nachrichten/heute-journal/task-force-der-corona-klinik-100.html

Auch wenn nach internen Berichten bei der Schließung des Standortes in Künzelsau im November 2019 sehr viele Geräte und Materialen einfach entsorgt worden sind, ist dass medizinische Personal aus Künzelsau ja nicht weg, es wurde lediglich auf verschiedene Standorte der BBT verteilt. Auch wenn zwischenzeitlich Fachkräfte für Intensivmedizin und Anästhesie nicht mehr im Intensivbereich arbeiten, sondern beispielsweise derzeit von der Hohenloher Krankenhaus gGmbH in einem Pflegeheim eingesetzt sind, könnten diese sicher wieder akquiriert werden.

Es ist bedauerlich, dass ein Landrat lediglich darauf verweist, dass nun das Land Baden-Württemberg über eine mögliche Krankenhausnutzung entscheidet und nicht der Hohenlohekreis und ausführlich im selben Atemzug darlegt, warum diese Reaktivierung nicht möglich ist. Dabei wäre es in der derzeitigen Situation doch gerade Aufgabe eines Landrates sich dafür stark zu machen, dass alle denkbaren und verfügbaren Ressourcen genutzt werden. Das ehemalige Krankenhaus in Künzelsau bietet dazu mehr als nur eine realistische Chance. Neth hat viele Punkte aufgeführt, aus welchen Gründen eine weitere Nutzung unmöglich sei. Wir haben in unseren Recherchen keine triftigen Gründe gefunden, die dass rechtfertigen. Eine vollständige Reaktivierung ist möglich.

Im Hinblick auf die aktuelle Coronalage in vielen Pflegeheimen im Hohenlohekreis ist das sicher keine ungefährliche Entscheidung seitens des Landratsamtes. Dennm maximal 12 Intensivbetten im Krankenhaus Öhringen für 120.000 Einwohner des Hohenlohekreises sind definitiv nicht ausreichend angesichts der Coronawelle, die über uns hereinzubrechen droht. Also: Wenn nicht jetzt, wann dann? Nicht reden, handeln.

Das Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg hat sich auf Nachfrage uns gegenüber bislang noch nicht dazu geäußert, welche in den vergangenen Jahren geschlossen Krankenhäuser möglicherweise wieder reaktiviert werden als vollwertige Krankenhäuser und ob das Krankenhaus Künzelsau darunter fällt. Dadurch dass der Hohenlohekreis Corona-Hotspot in Deutschland ist, wäre es allerdings mehr als verwunderlich, wenn das Künzelsauer Krankenhaus davon ausgenommen werden würde.

Text: Carla Mosel

Schreiben des Landrats Dr. Matthias Neth bezüglich einer möglichen Wiederinbetriebnahme des seit rund vier Monaten geschlossenen Krankenhauses in Künzelsau. Foto: GSCHWÄTZ




Warum die heile Hohenloher Welt danach eine andere ist

Es ist Samstag, der 28. März 2020, 19.41 Uhr. Aber es spielt keine Rolle, mit welchem Satz ich beginne, denn alles, was das Thema Coronavirus betrifft, ist binnen kürzester Zeit obsolet, veraltet, überholt.

Verzeihen Sie uns, aber noch nie war das von heute Geschriebene morgen schon so veraltet.

Ich bin ein Kind der 1980er Jahre. Das Spektakulärste, das ich bislang hinsichtlich unserer deutschen Geschichte erlebt habe, war vielleicht der Fall der Berliner Mauer, aber auch das tangierte mich eher peripher in Baden-Württemberg.

Denn: Es änderte sich nicht wirklich viel im schönen Hohenlohekreis, als die Mauer fiel. Damals war ich ein Kind. Der Krieg war weit weg und rückte erst ein Stückchen näher, als die Zwillingstürme des World Trade Center in den Vereinigten Staaten einstürzte. Die Welt bekam Risse, aber sie schien noch heil.
Als Fridays for future mit Greta startete, bewunderte ich die neue politisch motivierte Jugend mit ihrem Glauben an eine bessere Welt (und tue es immernoch).

Und jetzt? Heute, als ich zum hellblauem Himmel blickte bei schönstem Sonnenschein, sah ich kein einziges Flugzeug, kein einziger Kondensstreifen zeigte sich. Aber leider hat das nicht die Greta-Bewegung geschafft. Sondern Deutschland scheint seit über zwei Wochen stillzustehen wegen eines Virus‘, zuerst genannt Corona, dann Covid-19. Ein Virus legt in Rekordschnelle eine hochmoderne Welt lahm. Wer hätte das gedacht?

Und man sieht: So anfällig ist unser System. Was 1919 die Spanische Grippe bewirkte (damals starben 27 bis 50 Millionen Menschen), könnte laut der Financial Times auch uns jetzt blühen.

Die heile, sichere Hohenloher Welt, wie wir sie gekannt haben, ist passé.

Keine Frage, irgendwann werden die jetzt steigenden Zahlen an Infizierten und Toten wieder fallen. Irgendwann wird die Seuche wieder verschwunden sein.

Aber wir werden damit leider in die Geschichte eingehen und unsere Enkel werden uns vielleicht irgendwann einmal fragen: Oma, wie war das damals, als die Seuche über euch kam? Wie habt ihr euch verhalten?

So ähnlich, wie ich meine Großmutter einst gefragt habe, wie der Krieg war.

Wir werden danach in einer anderen Welt leben.




Hohenlohe: Coronafälle im Altenheim – Bewohner dürfen Gelände nicht mehr verlassen

Nach positiven Tests dürfen Bewohner das Heim bis auf Weiteres nicht mehr verlassen

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat für ein Pflegeheim in Zweiflingen-Orendelsall die häusliche Absonderung der Bewohner und Mitarbeiter angeordnet. Hintergrund sind positive Testergebnisse auf das Coronavirus unter Mitarbeitern und Bewohnern des Pflegeheims. Das meldet das Landratsamt des Hohenlohekreises am Samstag, den 29. März 2020.

Gelände nicht mehr verlassen

Alle Bewohner sowie die Mitarbeiter gelten damit bis auf Weiteres als sogenannte Kontaktpersonen der Kategorie 1.
Für die Bewohner bedeutet das, dass sie das Gelände nicht mehr verlassen sowie keinen Besuch empfangen dürfen. Die Mitarbeiter des Heims gehören zur Gruppe der systemrelevanten Berufe und dürfen weiterarbeiten, solange sie keine Krankheitssymptome haben. Währenddessen muss stets eine persönliche Schutzausrüstung getragen werden. In der restlichen Zeit müssen sich die Mitarbeiter zuhause isolieren.

Mitarbeiter und Bewohner werden täglich auf die typischen COVID-19-Symptome beobachtet und gegebenenfalls getestet, so das Landratsamt. Pauschale Testungen aller Mitarbeiter werden damit nicht vorgenommen.  „Ziel ist es, Bewohner und Mitarbeiter des Pflegeheims bestmöglich zu schützen und gleichzeitig den Betrieb weiterhin aufrecht zu erhalten“, so die Leiterin des Gesundheitsamts, Dr. Antje Haack-Erdmann.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises vom 28.02.2020




Hohenlohe / Corona – Warum die Zahl in Wahrheit signifikant höher ist – Ärztliche Diagnosen fließen nicht in offizielle Statistik ein

Man wundert sich dieser Tage schon ein wenig. Denn der Graben zwischen den offiziellen Coronazahlen im Hohenlohekreis und der Maßnahmen, die der Hohenlohekreis parallel dazu derzeit ergreift, wird immer größer.

Eine neue geschaffene Isolierstation im ehemaligen Krankenhaus in Künzelsau mit dreimal so viel Betten wie in Kupferzell, der Hilferuf des Landrats Dr. Matthias Neth nach mehr Schutzmasken und medizinischem Personal. Und demgegenüber aktuell aber offiziell „lediglich“ 350 bestätigte Coronainfizierte im Kreis (Sozialministerium Baden-Württemberg, Stand: 27. März 2020, 16 Uhr https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/corona-karte-baden-wuerttemberg/). 

Das klingt zuerst nach nicht wirklich vielen Fällen bei rund 120.000 Einwohnern. Allerdings darf man dabei mehrere Dinge nicht außer Acht lassen.

  1. Die Zahl der offiziell bestätigen Fälle wächst schnell an. Am Tag zuvor waren es „nur“ 300 Fälle, also 50 weniger. In einer Woche könnte man so schnelle eine vierstellige Zahl im Hohenlohekreis erreichen. Der exponentielle Anstieg (je höher die Zahl, umso schneller der Anstieg) sieht man besonders deutlich an den Zahlen den Infizierten in Baden-Württemberg. So liegt die Zahl der Infizierten derzeit bei 9.729 Fälle), einen Tag zuvor war die Zahl 8.441 Fälle. Das bedeutet einen Anstieg um rund 1.300 Fälle innerhalb von 24 Stunden).
  2. Es werden längst nicht alle Coronainfizierten bei der offiziellen Statistik erfasst. Die Dunkelziffer ist daher weitaus höher. Kritiker würden jetzt sagen: Das war noch nie anders. Stimmt. Besonders die Coronainfizierten ohne Symptome werden und wurden im Hohenlohekreis in der Regel nur erfasst, wenn es sich um Kontaktpersonen handelte, also Personen, die mit Infizierten Kontakt hatten. Eine pauschale Testung aller Einwohner, etwa in Hotspots wie Kupferzell, Bretzfeld oder Pfedelbach wurde nicht gemacht. So hätte man aber gerade die vielen  „stillen“ aktiven Träger in Quarantäne schicken können, bevor sie andere Menschen anstecken. Das größte Problem bei der offiziellen Zahlenstatistik ist aber: Es finden derzeit weit weniger Coronatestungen statt. Als im März 2020 der Abstrich-Drive-In in Belzhag eröffnet wurde, testeten Ärzte bis zu 200 Menschen täglich. Ziemlich schnell, noch bevor der Monat um war, gingen die Teststäbchen fürs Labor zur Neige. Fortan sollten die Ärzte vermehrt klinische Diagnosen durchführen, vom Landratsamt wurde diese Methode als genauso gut empfunden. Das Problem: Diese klinischen Diagnosen fließen nicht in die offizielle Corona-Statistik ein. Das bestätigte uns sowohl das Landratsamt des Hohenlohekreises als auch das Sozialministerium Baden-Württemberg in einem Schreiben auf Nachfrage gegenüber GSCHWÄTZ. Das Landratsamt verwies dabei auf die Vorgaben das Robert-Koch-Instituts hinsichtlich der Erstellung der Statistik. Daher ist es falsch zu glauben, dass die Zahl der Coronainfizierten weniger stark steigt, da die Statistik bislang nur die rückläufigen Labordiagnosen berücksichtigt und nicht die ärztlichen Diagnosen.
  3. Aber auch ärztliche Diagnosen sind derzeit nicht so leicht zu bekommen. Denn: Eine zweistellige Zahl an Arztpraxen im Hohenlohekreis hat in den vergangenen zwei Wochen, nachdem Ärzte und/oder Personal erkrankt sind, (vorübergehend) schließen müssen (wir berichteten https://www.gschwaetz.de/2020/03/27/arzt-und-oder-personal-infiziert-11-bis-15-arztpraxen-in-hohenlohe-mussten-bereits-schliessen/). Dies macht es diversen Menschen es noch schwerer, einen Arzt für eine Diagnose zu konsultieren. Bei leichten Symptomen verzichten daher auch Menschen darauf, den Arzt zu konsultieren, solange die Symptome nicht schlimmer werden. Auch diese Fälle sind nicht von der Statistik erfasst.
  4. Die so genannten Hotspots in Hohenlohe – Pfedelbach, Kupferzell und Bretzfeld – sind vornehmlich entstanden durch öffentliche Veranstaltungen, bei denen sich einige Menschen infiziert haben. Das Landratsamt des Hohenlohekreises selbst hat Wochen später erklärt, dass eine Rückvollziehbarkeit von Kontaktpersonen etwa an der Großveranstaltung „Rebenglühen“ in Bretzfeld mit einer fünfstelligen Teilnehmerzahlschier unmöglich sei.
  5. Krankenhäuser haben nicht unbegrenzte viele Intensivplätze (mit Beatmung). Auch wenn das Krankenhaus in Öhringen derzeit nochmal mehr Intensivplätze mit Beatmung geschaffen hat, ist das Krankenhaus von der Corona-Intensivbelegung derzeit nahezu ausgelastet. Coronapatienten werden schon jetzt teilweise weitergeleitet in die Kliniken nach Heilbronn und Ludwigsburg. Zumal das Krankenhauspersonal derzeit noch unter erschwerten Bedingungen arbeitet, da sie Coronapatienten von anderen Patienten trennen muss – in den normalen Stockwerken wie auch in der Intensivstation. 
  6. Man verdreifacht nicht mal einfach so die Isolierplätze in einem Landkreis, wenn es nicht erforderlich wäre beziehungsweise wenn man nicht die Annahme hegt, dass sich die Zahl der Infizierten weiter erhöhen wird.

Das ehemalige Krankenhaus in Künzelsau wäre prädestiniert dafür, das Krankenhaus Öhringen zu entlasten, sollte die Coronawelle von Italien und Frankreich zu uns überschwappen. Aber dafür muss der Kreis jetzt alle nur erdenklichen Vorkehrungen treffen, um für den Ernstfall gewappnet zu sein.

 

 




Wegen Engpass 10.000 Schutzmasken für den Hohenlohekreis geliefert

Das Landratsamt Hohenlohekreis hat am Freitag, den 17. März 2020, mehrere Pakete Schutzmasken an die Diakoniestation Öhringen überreicht. Die Aktion war Teil mehrerer Übergaben von insgesamt 10.000 gespendeten Schutzmasken an verschiedene Institutionen im Kreis. Landrat Dr. Matthias Neth ist dankbar über die hohe Spendenbereitschaft: „Dass der Aufruf der Kreisverwaltung große Erfolge zeigt, beweist wieder einmal: Hohenlohe hält zusammen.“ Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

Auch für Zahnärzte, Physiotherapeuten sowie weitere Organisationen wie DRK und Feuerwehr werden einige dieser Masken zur Verfügung gestellt.

Insbesondere Schutzmasken waren in den vergangenen Tagen in vielen Einrichtungen Mangelware geworden, weshalb die Spende von 10.000 Schutzmasken bei den Betroffenen für große Erleichterung sorgte. Sabine Waldmann, Dekanin und Vorstand der Diakoniestation Öhringen e. V., freut sich: „Durch Ihre Mithilfe können wir unsere Mitarbeiter ausreichend schützen und so die bestmögliche Versorgung aller Patienten gewährleisten“. Nachdem ein Teil der Masken am Donnerstag an das Hohenloher Krankenhaus und die niedergelassenen Ärzte geliefert wurde, erhielten am Freitag die Altenheime und ambulanten Pflegedienste im Hohenlohekreis weitere Schutzmasken. Auch für Zahnärzte, Physiotherapeuten sowie weitere Organisationen wie DRK und Feuerwehr werden einige dieser Masken zur Verfügung gestellt.

Das Landratsamt Hohenlohekreis freut sich weiterhin über Spenden.

Wer Masken, Schutzkleidung oder Handschuhe spenden kann, wird gebeten, sich mit dem Gesundheitsamt unter corona-spenden@hohenlohekreis.de in Verbindung zu setzen, damit die Anlieferung organisiert werden kann. Offene Pakete können leider nicht angenommen werden.

Anfang dieser Woche haben sich Landrat Dr. Matthias Neth, der Vorsitzende der Innovationsregion Hohenlohe Thomas Philippiak und der Ärztliche Direktor der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, Dr. Werner Reinosch, in einem gemeinsamen Brief an die Betriebe, Firmen, Unternehmen und Privatpersonen im Hohenlohekreis gewandt und um Unterstützung auf der Suche nach Schutzausrüstung gebeten. Der gemeinsame Spendenaufruf für die Gesundheitseinrichtungen im Kreis war nötig geworden, weil sich durch steigende Fallzahlen ein Engpass an Schutzausrüstung abgezeichnet hat.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises




Schutzkleidung für Arztpraxen, DRK & Altenheime: Landrat Neth bedankt sich bei den Spendern

Der gemeinsame Spendenaufruf für Schutzausrüstung für die Gesundheitseinrichtungen von Landrat Dr. Matthias Neth, Thomas Philippiak, dem Vorsitzenden der Innovationsregion Hohenlohe, und dem ärztlichen Direktor der Hohenloher Krankenhaus gGmbH, Dr. Werner Reinosch, zeigt erste Erfolge. Es haben sich bereits einige Betriebe und Unternehmen gemeldet und ihre Unterstützung zugesagt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Hohenlohekreises hervor.

„Ich freue mich sehr über die großzügigen Angebote, die wir bereits erhalten haben“, so Landrat Dr. Neth. „Damit können wir Arztpraxen, Altenheimen, dem DRK und weiteren Einrichtungen die dringend benötigten Schutzausrüstungen kurzfristig zur Verfügung stellen. Die bereits angelieferten Pakete werden wir sofort weiter verteilen“.

Wer Masken, Schutzkleidung oder Handschuhe beisteuern kann, wird gebeten sich unbedingt mit dem Gesundheitsamt des Hohenlohekreises, bevorzugt per E-Mail unter corona-spenden@hohenlohekreis.de oder telefonisch unter 07940 18-309 in Verbindung zu setzen, damit die Anlieferung organisiert werden kann.

Dazu noch zwei Hinweise:

  • Bitte keine Pakete direkt beim Gesundheitsamt abstellen.
  • Abgelaufene und offene Pakete können leider nicht angenommen werden.