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Corona/Hohenlohekreis: Acht Pflegeheime beziehungsweise Behinderteneinrichtungen und eine Schule in Krautheim betroffen

Am Mittwoch, den 18. November 2020, hat das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises insgesamt 26 neue Corona-Infektionen an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 138,5 pro 100.000 Einwohner.

In drei bereits betroffenen Pflegeheimen wurden zehn Neuinfektionen, davon vier Pflegekräfte, bestätigt. Im gesamten Kreisgebiet sind derzeit acht Pflegeheime beziehungsweise Behinderteneinrichtungen betroffen, die Versorgung und Pflege der Bewohner ist sichergestellt. Das Gesundheitsamt befindet sich im engen Austausch mit den Einrichtungen.

Am Bildungszentrum Bretzfeld wurde eine weitere Schülerin positiv getestet. Diese war bereits durch die Fallermittler im Gesundheitsamt als K1 eingestuft und in Quarantäne. Durch einen positiven Fall im Main-Tauber-Kreis ist zudem die Andreas-Fröhlich-Schule in Krautheim betroffen, die Ermittlung der Kontaktpersonen läuft.

Quelle: Pressemitteilung des Landkreises Hohenlohe

 




„Bei konsequenter Umsetzung des Mindestabstandes dürfte ein normaler Bus noch mit maximal zwölf Personen unterwegs sein“

Maskenpflicht, nach Jahrgangsstufen getrennte Pausenhöfe, regelmäßiges Lüften – auch Schulen und Schüler sind von Corona gefordert. Penibel achten die Lehrer darauf, dass die Vorgaben in den Schulgebäuden eingehalten werden. Doch das scheint nicht für die Busse des Nahverkehr Hohenlohe (NVH) zu gelten, in denen dichtes Gedränge herrscht und sich die Klassenstufen munter vermischen. So wird jedes Hygienekonzept ad absurdum geführt. Eine Leserin, die sich wegen der Situation an GSCHWÄTZ wandte und selbst Mutter von betroffenen Schulkindern ist, formulierte es so: „Wurde das Corona-Virus von oberster Stelle darüber informiert, dass es in den Bussen des NVH Ruhe geben soll und sich nicht auf die Personen, die eng wie Ölsardinen stehen, verbreiten darf?“

Situation am Künzelsauer Busbahnhof

GSCHWÄTZ hat sich selbst einen Überblick verschafft und an einem Schultag morgens am Busbahnhof in Künzelsau Position bezogen. Und tatsächlich: In den Bussen, die aus dem ganzen Hohenloher Umland eintreffen, sind sämtliche Sitzplätze belegt und auf den Gängen stehen die Schüler dicht an dicht.

„Als Massentransportmittel ist dies einfach nicht möglich“

NVH-Betriebsleiter Alexander Wolf schreibt auf Anfrage der Leserin: „Die Bundesländer haben bereits im Frühjahr die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in öffentlichen Verkehrsmitteln vorgeschrieben, da hier der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Bei konsequenter Umsetzung des Mindestabstandes dürfte ein normaler Omnibus noch mit maximal zwölf Personen unterwegs sein. Als Massentransportmittel ist dies einfach nicht möglich – deshalb die Maskenpflicht.“

Bisherige Maßnahmen werden beibehalten

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) schütze die Maske vor einer Ansteckung, so Wolf weiter in seiner E-Mail. Die Verkehrsunternehmen würden zur Reduzierung der Infektionsgefahr ihre bisherigen Maßnahmen wie zum Beispiel verkürzte Reinigungsintervalle während der Pandemie beibehalten, obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch die sogenannte Schmierinfektion, also durch das Berühren von Flächen wie etwa Haltestangen oder Haltewunschknöpfen, gemäß RKI gering sei.

„Wir sind auf die Unterstützung der Schulen angewiesen“

Der Betriebsleiter weist dabei auch auf die Rolle der Schulen und Schulträger hin: „Der NVH hat alle Schulen und Schulträger Ende April, aber auch nochmals zum Ende der Sommerferien angeschrieben. Wir sind auf die Unterstützung der Schulen angewiesen, indem die Schulen mithelfen, die Nachfragespitze in der Hauptverkehrszeit – vor allem zur ersten Stunde – zu verteilen.“ Auch seien die Schulen bereits im Frühjahr vom NVH gebeten worden, gestaffelte Unterrichtszeiten – wo möglich – vorzusehen. Diese Maßnahme solle dazu beitragen, die Besetzung der Fahrzeuge in der morgendlichen Spitzenzeit, in der auch viele Berufstätige unterwegs sind, zu entzerren.

„Leider haben nur wenige Schulen darauf reagiert“

„Leider haben nur wenige Schulen darauf reagiert“, bedauert Wolf. „Wir haben den Schulträgern auch angeboten, aufgrund der Abflachung des Verkehrsangebots ab zirka 8.30 Uhr zusätzliche Fahrten gegen Bestellung durchzuführen. Einige Schulen haben dies zum Anlass genommen, Fahrten zum Beispiel zur dritten Stunde zu bestellen.“ Die Entscheidung darüber liege jedoch bei den jeweiligen Schulträgern.

„Fraglich ist aber, ob diese Maßnahme ausreichen würde“

An Schultagen setzt der NVH rund 120 Fahrzeuge für den Schülerverkehr seien. „Da die Fahrzeuge in der morgendlichen Spitze alle gut besetzt sind, müssten alle 120 Fahrzeuge einen Verstärker bekommen“, so der NVH-Betriebsleiter. „Fraglich ist aber, ob diese Maßnahme ausreichen würde.“ In einem normalen Solo-Bus könnten – mit Steh- und Sitzplätzen – bis zu 85 Schüler befördert werden. Selbst wenn ein Verstärkerfahrzeug eingesetzt werde, seien so pro Bus immer noch 40 bis 45 Schüler im Fahrzeug. Auch hier könne der Mindestabstand nicht eingehalten werden.

Für Verstärkerbusse fehlen Fahrzeuge und Personal

Wolf weiter: „Unabhängig von Corona prüfen wir regelmäßig die Besetzung der von uns eingesetzten Fahrzeuge. Leider lässt es sich nicht vermeiden, dass in öffentlichen Verkehrsmitteln – egal ob Bahn, S-Bahn oder Bus – Stehplätze in den Hauptverkehrszeiten in Anspruch genommen werden müssen.“ Der flächendeckende Einsatz von Verstärkerbussen sei aus rein praktischen Gründen nicht möglich, weil sowohl Fahrzeuge als auch Fahrpersonal nicht in ausreichender Zahl vorhanden seien. Die Lage werde aber intensiv beobachtet und man habe auch bereits dort, wo es möglich war, kurzfristig reagiert.




Polizei sucht Grafitti-Maler

In der Nacht von Dienstag, 03. November 2020, auf Mittwoch, 04. November 2020, verewigte sich, so die Polizei, ein Unbekannter mit mehreren Tags und Graffitis auf Hauswänden und Verteilerkästen in Künzelsau. Die Polizei weiter: „Im Zeitraum zwischen 19 Uhr und 9 Uhr hinterließ der Unbekannte eine mit schwarzem Permanentmarker gemalte Pistole mit dem Schriftzug „Laser“ sowie mehrere kleinere Schmierereien auf einem Firmengelände in der Gaisbacher Straße. Auch in der nahegelegenen Stettenstraße wurden ähnliche „Kunstwerke“ entdeckt.“

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei hofft nun auf Zeugen, die Hinweise auf den Urheber geben können. Diese nimmt das Polizeirevier Künzelsau unter der Telefonnummer 07940 9400 entgegen.

Erreichbarkeit der Polizei im Hohenlohekreis

Im Rahmen der Corona-Maßnahmen trifft auch die Polizei Vorsorge, um das Ansteckungsrisiko durch möglichst wenig Besucherverkehr zu minimieren. Die Anzeigeerstattung bleibt jederzeit möglich. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit der Kontaktaufnahme über die Internetwache der Polizei Baden-Württemberg besteht. Die Anzeigenerstattung oder das Übersenden von Hinweisen zu Straftaten, die kein sofortiges polizeiliches Einschreiten erfordern, sind online unter https://www.polizei-bw.de/internetwache/ rund um die Uhr möglich. In Fällen, in denen es unbedingt erforderlich ist, persönlich auf einer Dienststelle vorstellig zu werden, bittet die Polizei dringend darum, den Besuch im Vorfeld telefonisch anzukündigen und abzustimmen. Im Dienststellenfinder unter https://www.polizei-bw.de/dienststellenfinder/ sind die Erreichbarkeiten aller Polizeireviere und -posten ersichtlich.

Notruf 110 immer erreichbar

Für Notrufe oder dringende Meldungen ist die Polizei nach wie vor über die 110 erreichbar.

 




Corona-Zahlen auf einen Blick

Das Landratsamt Hohenlohekreis hat laut einer Pressemitteilung auf seiner Homepage www.corona-im-hok.de eine neue Seite freigeschaltet, die eine aktuelle Übersicht über die Corona-Lage in den Städten und Gemeinden des Kreises bietet. Dieses Dashboard ist auch direkt über https://gdi-hohenlohekreis.de/m/covid19 anwählbar und enthält neben den Entwicklungen seit März auch die derzeit aktuellen Zahlen. Die Daten werden täglich zwischen 18 und 20 Uhr aktualisiert.

Umfassende Informationen

„Über das Dashboard können wir die Bürgerinnen und Bürger des Hohenlohekreises umfassend und zeitnah über die aktuelle Corona-Lage im Kreis informieren“, erklärt Andre Völkner in der Mitteilung. Er ist Leiter der Stabsstelle GIS im Landratsamt Hohenlohekreis, die die Seite umgesetzt hat. „Es können die derzeit aktiven Fälle, die Gesundmeldungen, die Todesfälle und die K1-Kontakte im gesamten Kreisgebiet eingesehen werden.“ Zudem seien diese Zahlen auch aufgeteilt für die einzelnen Kommunen sowie die 7-Tage-Inzidenz nach der Berechnung des Landesgesundheitsamtes hinterlegt.

Übermittlungsverzug

Die Zahlen aus dem Dashboard stimmen nicht immer exakt mit den Zahlen des Landesgesundheitsamts, des Sozialministeriums oder des Robert Koch-Instituts überein. Grund dafür ist der Melde- und Übermittlungsverzug zwischen den einzelnen Behörden. Auch kann es sein, dass die Zahl der derzeit aktiven Fälle geringer ist als die zur Berechnung der 7-Tage-Inzidenz relevanten Fälle, da das Meldedatum insbesondere bei symptomatisch erkrankten Personen oft erst einige Tage nach Erkrankungsbeginn erfolgt und die verbleibende Quarantänezeit dieser Personen eventuell weniger als sieben Tage beträgt.

Öhringer Kindergarten betroffen

Am Mittwoch, den 04. November 2020, lag die 7-Tages-Inzidenz im Hohenlohekreis bei 110,1 pro 100.000 Einwohner. Durch einen Fall in einem Kindergarten in Öhringen musste dort für 21 Kinder und 3 Mitarbeiterinnen die Quarantäne angeordnet werden. Die Kontaktpersonenermittlung läuft. Das Landratsamt Hohenlohekreis appelliert an alle Bürger, die eine Quarantäneverfügung erhalten, dass diese Auflagen im Interesse aller streng eingehalten werden, da sonst die Infektionsketten nicht sicher unterbrochen werden können. Bei Verstößen drohen Bußgelder.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

 




„Die Maskenpflicht ist ein Eingriff in mein Freiheitsrecht“

Ohne Maske unterwegs zu sein, ist kaum noch denkbar in diesen Zeiten. Auch in der Schule ist das Maskentragen zum festen Bestandteil geworden – sowohl für die Schüler als auch für die Lehrer. In Schulen gilt die Maskenpflicht ab dem Betreten des Schulgeländes. Sobald man seinen festen Platz im Unterrichtsraum verlässt, gilt es, eine Maske zu tragen: auf den Gängen, in der Mensa und auf dem Pausenhof. Die einzige Ausnahme ist im Klassenraum am festen Sitzplatz und beim Essen. Außerdem achten die Schulen sehr stark darauf, dass sich die Klassen in den Pausen nicht vermischen und durchgängig in der gleichen Konstellation bleiben, um eine Infektionskette zu verringern. Deswegen hat jede Klasse einen fest zugewiesenen Pausenbereich, indem sich auch nur diese Klasse aufhalten darf. An den Bushaltestellen allerdings gibt es diese getrennten Bereiche nicht.

Die Regierung ist überzeugt davon, dass die Maskenpflicht in Schulen sinnvoll ist. Doch sehen die Schüler das ebenfalls so?

„Konzept nicht ganz durchdacht“

„An sich ist es schon gut“, meint Anna-Lena Frank aus Bieringen. „Aber wenn man durchgehend in der gleichen Klasse ist und man sie im Unterricht abnehmen darf, ist das Konzept nicht ganz durchdacht, da Schüler untereinander ohne Maske Kontakt haben, aber während der Pause in der eigenen Klasse trotzdem eine Maske tragen müssen.“ Dennoch trägt die 15-Jährige die Maske nach den geltenden Vorschriften, denn auch wenn sie das Konzept manchmal nicht nachvollziehen kann, möchte sie helfen, eine Infektionskette zu unterbrechen.

„Ich möchte keinen durch mein leichtsinniges Handeln gefährden“

Auch für Nico Köhler aus Niederstetten ist es wichtig, sich an die Maskenregeln zu halten. Für den 15-Jährigen ist das Thema Corona nach wie vor aktuell: „Man hört jeden Tag etwas über Corona und die Zahlen steigen wieder. Ich persönlich merke Corona sehr stark an den noch vorhandenen Einschränkungen, aber für mich ist das Thema generell auch immer aktuell, denn meine Eltern haben ein Altenheim.“ Da alte und schwache Menschen zur Risikogruppe zählen, „trage ich meine Maske zuverlässig, denn ich möchte keinen durch mein leichtsinniges Handeln gefährden.“ Der Zehntklässler berichtet auch, dass er die Maske nicht nur in der Schule zuverlässig trägt, sondern auch außerhalb, wenn er sich in geschlossenen Räumen befindet.

„Anstrengend beim Atmen und Kopfschmerzen sind die Folge“

„Man gewöhnt sich an das Maskentragen, aber schön ist es nicht“, ist die Meinung von Louis Siller aus Geddelsbach. „Mit der Zeit ist es anstrengend beim Atmen und Kopfschmerzen sind die Folge.“ Auch der 16-Jährige sieht es kritisch, die Maske in der Pause zu tragen, wenn man sich in seiner Klasse befindet und davor ohne Maske Kontakt hatte. Dennoch hält er sich an die Maskenpflicht, „um andere und mich zu schützen.“

„Menschliche Aufpasser finde ich nervig“

Eine ganz andere Meinung hat Jana Tscherpel aus Schwäbisch Hall. Die 15-Jährige hält die Maskenpflicht für eine Zumutung, da sie wenig effektiv sei, weil die meisten nur einen „Stofffetzen vor dem Mund“ hätten. „Die Maskenpflicht ist ein Eingriff in mein Freiheitsrecht, sie beschränkt meine Freiheit. Wenn ich mich gefährden will, ist das meine Entscheidung.“ Auf die Frage, ob sie nicht Angst habe, andere damit zu gefährden, antwortet sie: „Diejenigen, denen ich schaden könnte, tragen selbst die Verantwortung für sich und können sich mit einer richtigen FFP2-Maske schützen.“ Jana möchte selbst entscheiden, ob und wann sie eine Maske trägt. „Menschliche Aufpasser“ findet sie nervig. Damit meint sie Menschen wie etwa Mitschüler, die keine Berechtigung dazu hätten, sie zurechtzuweisen und auch nicht dafür zuständig seien. Sie persönlich habe auch keine Angst vor Corona, wie sie betont: „Ich sehe das Coronavirus wie ein Grippevirus und bei der Grippe muss man auch keine Maske tragen.“ Obwohl sie keine Angst hat, ist das Thema Corona für sie präsent: „Man kann Corona nicht abschreiben, aber durch die Medien bleibt es eben auch aktuell. Ich denke aber, dass die öffentlichen Medien übertreiben. Man hat das Gefühl, dass sie das Virus schlimmer darstellen, als es ist und Angst verbreiten.“

„Verschärfte Maskenpflicht finde ich gut“

„Entweder sollte man die Maske ganz tragen oder gar nicht, aber so wie es gerade ist, bringen sie nicht viel“, ist das Statement von Benjamin Vogel (15) aus Künzelsau. „Jedoch finde ich die Maskenpflicht gut, da ich nicht weiß, wer Corona hat und ich kein Risiko eingehen will, deswegen trage ich die Maske zuverlässig.“

Seit Montag, den 19. Oktober 2020, gibt es noch strengere Maskenregeln. Das hat das Regierungspräsidium in Baden-Württemberg beschlossen. Nun müssen die Schüler und Lehrer die Maske auch im Unterricht tragen. „Ich finde es gut, dass man jetzt die Masken auch im Unterricht tragen muss, weil ich es ein bisschen schwachsinnig finde, zu sagen: Ihr tragt die Masken hier, aber dort wieder nicht. Und dann haben wir auch noch zusammen Schwimmen – ohne Masken. Das Problem ist, dass sich die meisten nur in der Schule so konsequent an die Maskenpflicht halten, aber außerhalb nicht.“

Die Maskenpflicht in Schulen sorgt derzeit für viel Gesprächsstoff und Diskussionen. Die Meinungen hierzu gehen weit auseinander. Wie nun das verschärfte Konzept, das die Maskenpflicht ab der fünften Klasse nun auch im Unterricht und nicht nur auf den Fluren vorsieht, ankommt und was es alles für neue Probleme mit sich bringt, wird sich im Laufe der nächsten Wochen herausstellen.

Text: Cora-Lee Pusker (15)

 




Corona-Vorwarnstufe im Hohenlohekreis

Am Mittwoch, den 21. Oktober 2020, hat der Hohenlohekreis laut einer Pressemitteilung mit einer 7-Tage-Inzidenz von 47,9 pro 100.000 Einwohner die erste Corona-Stufe, die sogenannte Vorwarnstufe, erreicht. Insgesamt wurden dem Gesundheitsamt des Hohenlohekreises am Mittwoch 21 Corona-Infektionen bestätigt. Mehr als 120 Kontaktpersonen wurden daraufhin von den Fallermittlern ausfindig gemacht. Einige Betroffene, die positiv sind, befanden sich bereits als K1-Personen in Quarantäne.

Schüler und Kindergartenkinder in Quarantäne

Eine Klasse der Grundschule in Bretzfeld-Bitzfeld befindet sich nun in häuslicher Isolation, vorsorglich wurde hier die ganze Schulkasse sowie zwei Lehrer als K1-Kontaktpersonen eingestuft. Ein weiterer positiver Fall trat in einer Gruppe des Kindergartens Bretzfeld auf, was die Quarantäne einer dortigen Kindergartengruppe mit sich brachte. Häusliche Isolation wurde zudem für eine Fußballmannschaft in Bretzfeld-Bitzfeld angeordnet. Allen K1-Personen wurde eine Testung empfohlen.

Vorerst keine weiteren einschränkenden Maßnahmen für die Bevölkerung

„Wir beobachten die Lage stets mit sehr wachsamem Blick. Unser Augenmerk liegt besonders auf dem Infektionsgeschehen im westlichen Gebiet des Landkreises. Für eine verlässliche Aussage zu möglichen Infektionsherden ist es derzeit aber noch zu früh. Die Kontaktermittlungen laufen auf Hochtouren. Bereits vor Ausrufen der Pandemiestufe 3 für Baden-Württemberg haben wir uns auf das Erreichen der Vorwarnstufe eingestellt und hatten Allgemeinverfügungen zur Verschärfung der Maskenpflicht und Beschränkungen bei privaten Feiern und Veranstaltungen vorbereitet“, so Landrat Dr. Matthias Neth in der Mitteilung. Das Ausrufen der Pandemiestufe 3 für das Land Baden-Württemberg mit Wirkung vom 19.10.2020 brachte landesweit weitreichende Einschränkungen mit sich, weshalb vorerst keine darüberhinausgehenden Maßnahmen für den Hohenlohekreis angeordnet werden.

„Es gilt jetzt, für alle Verantwortung zu zeigen“

„Sollte der Inzidenzwert in kürzester Zeit weiterhin exponentiell steigen und sich das Infektionsgeschehen verschärfen, werden wir prüfen, ob wir in Abstimmung mit dem Land weitere lokale Maßnahmen ergreifen. Dies könnte zum Beispiel die Einführung einer Sperrstunde sein. Es gilt jetzt, für alle Verantwortung zu zeigen und unbedingt die aktuell geltenden Regelungen der Corona-Verordnung des Landes zu beachten. Gemeinsam haben wir die erste Welle der Corona-Pandemie im Frühjahr bewältigt – gemeinsam werden wir mit Vorsicht und Bedacht auch die kritische Herbst- und Winterzeit schaffen. #Hohenlohehaeltzusammen – auch bei der zweiten Pandemiewelle“, appelliert der Landrat eindringlich, die derzeit gültigen Regelungen und Maßnahmen zu beachten.

Maßnahmen der Pandemiestufe 3 in Baden-Württemberg

Mit Ausrufen der dritten Pandemiestufe hat das Land Baden-Württemberg folgende verschärfte Maßnahmen angeordnet:

  • Die Maskenpflicht gilt nun in dem Fußgängerverkehr gewidmeten Bereichen wie Fußgängerzonen und Marktplätzen, wo der Abstand von 1,5 Metern nicht sicher eingehalten werden kann. Ebenfalls besteht Maskenpflicht in den für den Publikumsverkehr geöffneten Bereichen öffentlicher Einrichtungen.
  • Ansammlungen und private Veranstaltungen, insbesondere private Feiern, sind auf zehn Personen begrenzt. Die Anzahl darf nur überschritten werden, wenn es sich ausschließlich um Personen maximal zweier Haushalte handelt oder wenn die Teilnehmer miteinander verwandt sind.
  • Die Teilnehmerzahl für sonstige Veranstaltungen ist auf 100 begrenzt.

AHA-Regeln beachten

Weiterhin gilt, unbedingt die bekannte AHA-Formel (Abstand – Hygiene – Alltagsmaske) zu beachten und regelmäßig zu lüften. Es ist zudem angezeigt, vermehrt Kontakte zu reduzieren. „Ich rufe alle Hohenloherinnen und Hohenloher ausdrücklich dazu auf, zusätzlich zu den aktuellen Bestimmungen auch stets selbst zu prüfen, welche Termine derzeit wirklich unbedingt notwendig sind“, so Neth.

Weitere Informationen

Unter http://www.corona-im-hok.de werden laufend die Fallzahlen für den Hohenlohekreis aktualisiert und weitere umfassende Informationen für die Bevölkerung bereitgestellt. Auch die Bürgerhotline unter Telefon 07940/18 888 ist weiterhin montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr erreichbar. Auf dem YouTube-Kanal des Hohenlohekreises https://www.youtube.com/channel/UCfhTuBLCiBjGUUHwnaQ0f3w sind ebenfalls regelmäßig Informationen eingestellt.

Vorbereitungen für den Hohenlohekreis

Die Abstrichstelle sowie die Isolierstation befinden sich weiterhin im Standby-Modus und können innerhalb kürzester Zeit wieder in Betrieb genommen werden, wenn es das Infektionsgeschehen erfordert. „An dieser Stelle möchte ich meinen Dank erneut an die niedergelassenen Ärzte im Hohenlohekreis richten, insbesondere an die Sprecher der Ärzteschaft, Dr. Susanne Bublitz und Dr. Andreas Kühn. Erst gestern (Dienstag, 20.10.) haben wir zusammen über die aktuelle Lage beraten“, berichtet Dr. Neth über den ständigen gemeinsamen Austausch. Auch mit den Bürgermeistern befinde man sich im regelmäßigen Kontakt. Am Mittwoch (21.10.) hat sich der Krisenstab mit den Bürgermeistern zu einer Videokonferenz getroffen. Für den Fall, dass die Kontaktpersonennachverfolgung im Kreis durch eigenes Personal nicht mehr leistbar wäre, wird ein Amtshilfeersuchen an die Bundeswehr gestellt. Auch zur Unterstützung beim Betrieb der Abstrichstelle ist ein Amtshilfeersuchen bereits vorbereitet.

Gesundheitsamt sieht Schnelltests kritisch

Momentan gehen beim Gesundheitsamt des Hohenlohekreises vermehrt Anfragen zum Thema Corona-Schnelltestungen ein. Dazu gibt das Gesundheitsamt folgende Stellungnahme ab: Aktuell werden immer häufiger Schnelltestgeräte zum Nachweis einer Corona-Infektion eingesetzt. Die Diagnostik des Geräts, das auf der Detektion von Virusbestandteilen basiert, erfüllt jedoch nicht die Kriterien für eine Meldung nach dem Infektionsschutzgesetz.

Bei einem positiven Schnelltest-Befund ist daher die sofortige Kontrolle mittels eines RT-PCR-Nachweises notwendig. Bis das RT-PCR-Ergebnis vorliegt, erfolgt zwar eine vorbeugende Absonderung der getesteten Person, es wird aber noch keine Quarantäne für die Person und deren Kontaktpersonen angeordnet. Dies erfolgt erst, wenn das positive Schnelltest-Ergebnis mit der RT-PCR-Methode bestätigt wurde – dann werden die Fallermittler im Gesundheitsamt tätig.

Das Gesundheitsamt weist zudem darauf hin, dass die Aussagekraft der Schnelltest-Befunde für asymptomatisch infizierte Personen noch nicht bestätigt ist, da für diese Personengruppe bisher keine Daten vorliegen. Hier können die Schnelltestungen im Fall eines falsch-negativen Ergebnisses zu einem gefährlichen Sicherheitsgefühl führen, und im Fall eines falsch-positiven Befundes zu unnötiger Isolation und Verunsicherung der mutmaßlichen Kontaktpersonen.

Quellen: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis und die Homepage des Hohenlohekreises

 

Quelle: www.corona-im-hok.de

 

Eine Interpretation der beiden Karten ist schwierig, weil die Krankmeldungen nach 14 Tagen automatisch in die Liste der Gesundmeldungen rutschen. Quelle: www.corona-im-hok.de

 

Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

Quelle: www.baden-wuerttemberg.de




„Wenn ich so alt und so kinderlos wäre wie Frau Merkel, wäre es mir auch Wurscht“

Beim Spaziergang durch Künzelsau fallen dem aufmerksamen Beobachter am vergangenen Freitag den 25. September, dem Global Strike Day, einige Veränderungen auf. Grüne Aufkleber in Fußform säumen den Gehweg in der Innenstadt, es gibt einen Info- und Verkaufsstand mit, unter anderem, Einkaufsnetzen und Bienenwachstüchern und an den Bäumen hängen Schilder mit konkreten politischen Forderungen wie „Die EU-Ratspräsidentschaft nicht für das Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten nutzen!“. Der globae Streiktag steht unter dem Motto: Kein Grad Weiter: „Nicht nur Worte, sondern Handeln ist angesagt.“

Für das Klima auf die Straße

Die „Fridays-for-Future“-Bewegung ruft wieder zum globalen Klimastreik auf den Straßen auf. Auch in Künzelsau folgen Schüler, Eltern, Lehrer und Aktivistinnen und Aktivisten dieser Aufforderung. Schon auf dem Weg zu den Wertwiesen, dem Treffpunkt der geplanten Fußgänger- und Fahrraddemo, wird klar: Hier geht es um mehr, als nur Schule schwänzen. „Wir wollen ein Zeichen setzen“, erläutert Martin Braun aus Künzelsau. Christa Zeller aus Ingelfingen ergänzt: „Damit die Zukunft auch unseren Kindern noch erhalten bleibt. Und zwar besser, als sie heute ist.“

„Prima! Geh!“

Die Stimmung ist emotional. „Wenn ich so alt und so kinderlos wäre wie Frau Merkel, wäre es mir auch Wurscht“, sagt Andreas Langholf aus Ingelfingen. „Aber ich bin ein bisschen jünger und vor allem habe ich zwei kleine Kinder und um die mache ich mir sehr große Sorgen.“

Der 76-jährige Karl-Heinz Bauer aus Ingelfingen-Hermuthausen hat schon erwachsene Kinder. Er sagt: „Wenn meine Kinder mir zu ihrer Schulzeit gesagt hätten, dass sie einen Schulstreik besuchen wollen, hätte ich gesagt: ‚Prima! Geh!’ Man lernt doch durch das Leben und nicht nur durch die Schule. Was sich die Schülerinnen und Schüler durch diese Demos aneignen, sind ja auch Sozialkompetenzen. Sie lernen zu problematisieren: Probleme zu erkennen und zu benennen, statt einfach nur zu kritisieren.“

„Unser ERfolg hinterlässt Müll“

Silvia Schöne aus Gaisbach hält ein Schild hoch, auf dem steht: „Unser Erfolg und unser Leben hinterlassen Müll und Zerstörung“. Die Mutter von zwei Kindern benennt den Grund, aus dem sie demonstriert, klar: „Wir demonstrieren heute und überhaupt fürs Klima, weil es einfach wichtig ist – für den Erhalt dieser Erde und für die nächsten Generationen. Die wollen ja auch noch etwas von der Erde haben und wir wollen ihnen nicht alle fossilen Brennstoffe weg rauben. Es ist einfach wichtig, weil die Vereinten Nationen vor fünf Jahren entschieden haben, dass die 1,5 Grad als Klimastopp gelten sollen. Das ist ja nicht irgendeine Piratenforderung. Da haben 193 Nationen unterschrieben. Wir wollen nur daran erinnern, dass man dieses Ziel einhält. Es ist enorm wichtig, es ist wissenschaftlich bewiesen und es hat überhaupt gar nichts mit einer politischen Haltung zu tun. Es ist rein die Erhaltung dieser Erde.“

Text, Fotos und Video: Priscilla Dekorsi




Corona Task force wird im Krankenhaus Künzelsau angesiedelt

Seit Samstag, den 01. August 2020,  ist laut einer Pressemitteilung die Besondere Aufbauorganisation Covid-19, die zur Bewältigung der ersten Welle der Corona-Pandemie eingerichtet wurde, aufgelöst und in eine tragfähige Organisation innerhalb des Gesundheitsamtes überführt. Die Bearbeitung der Corona-Pandemie ist nun im Fachdienst „Infektionsschutz und Umwelthygiene“ angesiedelt.

Räumlich wird dieser Bereich vorerst übergangsweise im ehemaligen Krankenhausgebäude Künzelsau untergebracht, wo derzeit 40 neue Büroarbeitsplätze geschaffen werden. Das Ziel ist, bei einem geringen Infektionsgeschehen in einem kleinen Team zu arbeiten, aber schnell aufstocken zu können, sollte das notwendig werden. „Es ist wichtig, dass wir auf der einen Seite unsere Dienstleistungen für die Bürger wieder regulär anbieten können, auf der anderen Seite aber flexibel reagieren können, wenn es das Infektionsgeschehen im Kreis erfordern sollte“, erklärt Landrat Dr. Matthias Neth in der Mitteilung.

Weiter heißt es, dass ein rollierendes System von vier Teams mit jeweils etwa 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (inklusive Fallermittler, Hotline, Testung, Isolierstation, Innerer Dienst) zunächst über ein Jahr eingeführt werden soll. Jedes Team ist jeweils drei Monate in der Fallermittlung im Einsatz. Bei der Zusammenstellung wurde darauf geachtet, dass bereits erfahrene Fallermittler zum Einsatz kommen, um Übergabe- und Einarbeitungszeiten so knapp wie möglich zu halten.

Sollte das Infektionsgeschehen erneut aufflammen, können die anderen Teams ohne großen Zeitverlust zusätzlich aktiviert werden.

Zu diesem Zweck wird der Fachdienst zudem personell aufgestockt: Es ist geplant, acht bis zehn teilweise befristete Vollzeitstellen zu schaffen und zeitnah zu besetzen. Die zusätzlichen Personalkosten werden größtenteils vom Land getragen. „Ich freue mich, dass die Landesregierung die Kreise wie zugesagt unterstützt und wir nun die Gesundheitsämter auch personell stärken können“, erklärt Dr. Matthias Neth.

Corona-Hotline wird angepasst

Auch die Corona-Hotline des Gesundheitsamtes des Hohenlohekreises (Telefon 07940/18 888) wird dem aktuellen Bedarf angepasst. So sind seit Freitag, den 31. Juli 2020, im automatisierten Anrufdialog die Bereiche Wirtschaft und Landwirtschaft abgeschaltet, da das Anrufaufkommen hier derzeit überschaubar ist. Weiterhin erhalten bleiben die Auswahloptionen Medizinische Fragen und Fragen zur Quarantäne.

Fragen zu den Themen Wirtschaft und Landwirtschaft werden von den Hotline-Mitarbeitern gegebenenfalls zu einem der Experten weitergeleitet, die natürlich auch weiterhin für Fragen zur Verfügung stehen.

Quelle: Pressemitteilungen des Landratsamtes Hohenlohekreis




„Der Tiroler See war nicht gesperrt“

Seit Anfang Juli darf in Seen in Baden-Württemberg wieder gebadet werden. In der gemeinsamen Verordnung des Kultus- und des Sozialministeriums https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/coronavo-baeder-und-saunen/ heißt es: „Schwimm- und Hallenbäder sowie Thermal- und Spaßbäder, einschließlich Badeseen mit kontrolliertem Zugang, dürfen nach Maßgabe der Absätze 2 bis 6 betrieben werden. Der erlaubte Betrieb umfasst auch Nebenanlagen, die untergeordnet und für den Betrieb notwendig sind, insbesondere Sekretariat und Toiletten“. Die Betreiber müssen ein Hygienekonzept erarbeiten, das den zuständigen Behörden auf Verlangen vorzulegen ist. Die Badegäste müssen den Abstand von 1,50 Metern sowohl auf den Liegeflächen als auch im Wasser einhalten. Diese Verordnung gilt voraussichtlich bis 31. August 2020.

Baden am Breitenauer See – Das sind die Coronarageln

Seit Anfang April war ein Besuch am Breitenauer See in Obersulm nur eingeschränkt möglich. Das Seegelände durfte nur auf den Wegen und im Randbereich bis zur Absperrung betreten werden. Der Aufenthalt auf allen Liegewiesen jeglicher Art im Naherholungsgebiet war untersagt. Es galt ein Grill- und Badeverbot. Auch Wassersportaktivitäten waren untersagt. Diese Beschränkungen hob die Gemeinde Obersulm mit der „Allgemeinverfügung zur Aufhebung der Allgemeinverfügung Badegewässe in der Gemeinde Obersulm vom 08.05.2020“ wieder auf. Die Regelungen zum Infektionsschutz gelten aber weiterhin. Seit 15. Juni 2020 darf am Breitenauer See wieder gegrillt und im Wasser nach Herzenslust geplantscht werden. Das erfolgte aber auf eigene Gefahr, denn wie es auf der Homepage https://breitenauer-see.de/index.php?id=4 heißt, ist die DLRG erst seit 27. Juni wieder vor Ort.

Von Sandstrand bis Tretbootfahren

Der Breitenauer See ist knapp 40 Hektar groß mit einem rund 400 Meter langen Badestrand und einem Nichtschwimmerbereich. Behindertengerecht ausgestattete WC-Anlagen befinden sich im Bereich des Badestrandes, es gibt verschiedene Kioske und eine Seeterrasse. Platz zum Toben und Spielen bieten die Ballspielflächen, Tischtennis-Platten, Basketballkorb, Torwand, Beachvolleyballfelder, eine Boulebahn sowie einen großen Abenteuerspielplatz mit Bodentrampolin bieten ausreichend Platz zum Toben und Spielen. Man kann Tret- und Ruderboote mieten. Die Stand-up-Paddles können beim Bootsverleih nur noch mit einer vorherigen Online-Reservierung gemietet werden, die maximal drei Tage im Voraus möglich ist. Bei schlechtem Wetter sind keine Reservierungen möglich.

Wasserproben aus 13 Badeseen in Hohenlohe

Eine Vielzahl von Badeseen verteilt sich auch im Hohenlohekreis. Aus 13 davon entimmt das Gesundheitsamt laut Homepage des Landratsamtes Hohenlohekreis (https://www.hohenlohekreis.de/index.php?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495?id=495&publish%5Bid%5D=174403&publish%5Bstart%5D=) in der Badesaison von Juni bis September alle zwei Wochen beziehungsweise einmal im Monat Proben, um eine gute Wasserqualität zu gewährleisten. Außerdem werde auf die nähere Umgebung der Badeseen sowie die dazugehörigen Einrichtungen geachtet. Die Badestellen an Kocher und Jagst werden nicht erprobt. Eine Liste der 13 Badeseen und Badeplätze findet sich auf der Homepage Touristikgemeinschaft Hohenlohe e.V. https://www.hohenlohe.de/Reiseland/Freizeitparadies/Badeseen-und-Badeplaetze.html.

Tiroler See in Forchtenberg

„Der Tiroler See war nicht gesperrt, hier konnte die ganze Zeit gebadet werden“, sagt Jessica Haag von der Stadtverwaltung Forchtenberg. Es wurden Schilder aufgestellt mit den gängigen Hygiene- und Abstandsregeln. „Die Leute halten sich dran“, ist die Erfahrung der Verwaltungsmitarbeiterin. Schließlich wolle niemand, dass der See gesperrt wird.  Der Tiroler See – oder auch Schleiferhofer See genannt – ist rund 5400 Quadratmeter groß. Auch hier gibt es ein Kiosk mit Terrasse, Kaltwasserduschen auf der Liegewiese, Toiletten und Umkleidekabinen. Rund zehn Minuten braucht man zu Fuß vom Ort an den See, allerdings stehen den Badegästen auch rund 150 kostenfreie Parkplätze im nahegelegenen Wald zur Verfügung. An den See dürfen aber keine Hunde mitgebracht werden. Ebenso verboten sind wildes Campen und Grillen. Organisierte Jugendgruppen dürfen aber nach vorheriger Anmeldung bei der Stadtverwaltung auf den Liegewiesen zelten, am Zeltplatz ist auch Grillen erlaubt, muss aber ebenfalls angemeldet werden. Zurzeit ist aufgrund der Corona-Pandemie das Zelten am See generell untersagt.

Notrufsäule statt DLRG-Wachdienst

Die DLRG ist am Tiroler See zurzeit nicht vor Ort. „Vermutlich kann die DLRG den Wachdienst aufgrund der Corona-Pandemie nicht durchführen“, sagt Jessica Haag. Allerdings gibt es jetzt am See eine Notfallsäule, an der per Knopfdruck ein GPS aktiviert wird. Dadurch werden die Einsatzkräfte alarmiert.

Kleine Badeseen wie der Garnberger See und der Diebacher See

Der rund 4000 Quadratmeter große Garnberger See bei Künzelsau ist ein ehemaliger Baggersee. Es gibt eine Liegewiese, weitere Einrichtungen sind nicht vorhanden. Geparkt wird auf einem Teil der Liegewiese. Ein kleiner Natursee ist der Hermuthäuser See mit rund 5000 Quadratmetern. Auch hier gibt es eine Liegewiese, einen Grillplatz sowie Parkplätze direkt am See. Ein kleiner Stausee ist der Diebacher See mit rund 540 Quadratmetern. Neben der Liegewiese gibt es einen Spielplatz. Die Parkplätze sind begrenzt.

Text: Sonja Bossert

 




Martin Hans ist neuer Wildtierbeauftragter im Hohenlohekreis

Zum 1. Juni 2020 hat Martin Hans den Posten des Wildtierbeauftragten für den Hohenlohekreis übernommen. Der ehemalige Wildtierbeauftragte Johannes Jakob hat zur selben Zeit seine neue Stelle als Revierförster in Mulfingen angetreten. Martin Hans ist seit 2005 im Forstamt des Hohenlohekreises tätig und betreut im Außendienst das Forstrevier Ingelfingen-Kupferzell. Seine neuen Aufgaben sind ihm bekannt, er war bereits von 2006 bis 2016 Wildtierbeauftragter des Kreises. Er ist unter Telefon 0171/1214 944 erreichbar.

Im Jahr 2004 wurde bei den unteren Forstbehörden ein landesweites Netzwerk von Wildtierbeauftragen aufgebaut, welches das Themenfeld Wildtiere auf der örtlichen Ebene umfassend bearbeitet. Die Wildtierbeauftragten haben zahlreiche Fach- und Querschnittsaufgaben zu erfüllen. Diese reichen von der Koordinierung des Wildtier-Monitorings über die Beratung und Unterstützung von Konzepten bis zur Abstimmung mit anderen Fachbereichen und der Kommunikation von Wildtierthemen. Sie beraten auch, wenn es beispielsweise in bewohnten Bereichen zu Problemen mit Wildtieren kommt. Mit der Gefahr der Afrikanischen Schweinepest oder der Rückkehr von ehemals ausgerotteten Tierarten nimmt die Bedeutung der Wildtierbeauftragten weiter zu.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis