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Betriebszeiten im KIZ werden erstmals ausgeweitet

Seit Karsamstag – also im Zeitraum vom 03. April bis einschließlich 05. April 2021 – hat das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises insgesamt sieben Corona-Neuinfektionen an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit (Stand Montagabend) bei 207,7 pro 100.000 Einwohner. Aufgrund eines Übermittlungsfehlers wurden am Karfreitag 16 Fälle doppelt gemeldet, die Korrektur hat das Landesgesundheitsamt bereits vorgenommen.

Im Kreisimpfzentrum Öhringen (KIZ) konnten von Freitag bis Sonntag rund 1.900 Impfungen durchgeführt werden. Für das kommende Wochenende steht aufgrund einer großen Lieferung durch das Land Baden-Württemberg mehr Impfstoff als üblich zur Verfügung. Die Betriebszeiten des KIZ können daher erstmalig auf Donnerstag, 8. April, bis Montag, 12. April, jeweils 7 bis 21 Uhr, ausgeweitet werden. An diesen fünf Tagen sind rund 5.000 Impfungen geplant.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




92 neue Corona-Fälle im Hohenlohekreis

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat am Mittwoch, den 31. März 2021, insgesamt 92 neue Corona-Infektionsfälle an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 272,5 pro 100.000 Einwohner, teilt das Landratsamt Hohenlohekreis mit. Aufgrund eines bestätigten Falls in einer Schule im Jagsttal musste für rund 25 Kontaktpersonen eine Quarantäne angeordnet werden. Zudem gibt es weitere Fälle in bereits betroffenen Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen und Unternehmen.

Rechtslage bei Einzelhandelsöffnungen

Aufgrund der aktuellen Inzidenzwerte im Hohenlohekreis sind für den Einzelhandel gemäß der in der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg verankerten Notbremse lediglich „Click-and-Collect“-Angebote möglich, also die Abholung vorbestellter Waren. Hiervon ausgenommen sind Betriebe, die für die Versorgung der Bevölkerung als unverzichtbar angesehen werden, wie zum Beispiel der Einzelhandel für Lebensmittel und Getränke, Metzgereien oder Bäckereien. Die möglichen Ausnahmen sind in § 13a Abs. 2 CoronaVO genannt und auch auf der Internetseite der Landesregierung unter  https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/ gelistet. Dort findet sich auch eine Übersicht der geöffneten und geschlossenen Einrichtungen.

Mischsortimente

Wenn Mischsortimente (erlaubte und nicht erlaubte Waren) angeboten werden, dürfen Sortimentsteile, deren Verkauf nicht gestattet ist, trotzdem vertrieben werden, wenn der erlaubte Sortimentsteil mindestens 60 Prozent des Umsatzes ausmacht. Beträgt der Umsatzanteil des erlaubten Sortimentsanteils weniger als 60 Prozent, so darf ausschließlich dieser vertrieben werden. In diesem Fall muss durch eine räumliche Abtrennung gewährleistet sein, dass der Verkauf des nicht erlaubten Sortiments unterbleibt.

Die Städte und Gemeinden des Hohenlohekreises als Ortspolizeibehörden wurden über die geltenden Regelungen hinsichtlich Ladenöffnungen informiert.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

 




Zweite Runde für die Hohenloher Bio-Sterne

Nach der erfolgreichen ersten Vergabe der Hohenloher Bio-Sterne im Sommer 2020 startet die Bio-Musterregion Hohenlohe laut einer Pressemitteilung in die zweite Runde. Bis Donnerstag, den 20. Mai 2021, können sich Betriebe und Unternehmen mit besonderen bio-regionalen Produkten und Produktlinien auf die Auszeichnung bewerben.

Vergabe der Auszeichnung in Kupferzell

Eine zwölfköpfige Bio-Sterne-Jury vergibt im Anschluss die Bio-Sterne. Die Verleihung der Sterne ist für Mittwoch, den 30. Juni 2021, an der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft in Kupferzell geplant – entsprechend den dann geltenden Vorschriften zur Eindämmung des Coronavirus. Die Auszeichnungen werden für einzelne Produkte und Produktlinien vergeben, nicht pauschal für das ganze Unternehmen.

Informationen auf der Homepage

Alle Informationen zur Bewerbung inklusive Fragebogen und Listungstabelle der Produkte stehen auf der Homepage der Bio-Musterregion zum Download bereit (http://www.biomusterregionen-bw.de/hohenlohe/biosterne). Hier sind auch detaillierte Informationen zu Bewerbungsbedingungen und eine Übersicht der Preisträger 2020 zu finden.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Weiterhin keine Aussicht auf Öffnung der Läden in Hohenlohe

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat am Mittwoch, den 17. März 2021, insgesamt 57 neue Corona-Infektionsfälle an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Etwa 20 davon waren bereits als Kontaktpersonen zu einem anderen Fall in Quarantäne.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 134,9 pro 100.000 Einwohner.

Betroffen ist unter anderem eine Kinderbetreuungseinrichtung im Raum Neuenstein, wodurch eine Quarantäne für rund 35 Personen notwendig wurde. Außerdem gibt es weitere Fälle in bereits betroffenen Unternehmen.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

 




„Gerade auch um ein Übergreifen in umliegende, weniger betroffene Landkreise abzuwenden, müsste die Landesregierung die betroffenen Städte und Gemeinden stärker unterstützen“

Aus Sicht der fünf Bürgermeister und Oberbürgermeister aus Bad Mergentheim, Crailsheim, Künzelsau, Öhringen und Schwäbisch Hall muss das Land Baden-Württemberg bei der Pandemiebekämpfung mehr Verantwortung übernehmen, wenn die Lage in einzelnen Landkreisen außer Kontrolle ist. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Fachkräftenetzwerks Hohenlohe Plus hervor.

In Schwäbisch Hall und Crailsheim scheinen derzeit die Inzidenzwerte zu explodieren

„Gerade auch um ein Übergreifen in umliegende, weniger betroffene Landkreise abzuwenden, müsste die Landesregierung die betroffenen Städte und Gemeinden stärker unterstützen“, erklärt Schwäbisch Halls Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim. Das Sozialministerium Baden-Württemberg hat jüngst, laut einem Bericht der Südwestpresse, die für Montag, den 15. März 2021, geplanten Schulöffnungen für Grundschüler sowie Fünft- und Sechstklässler in Schwäbisch Hall gestoppt. 

Shopping-Ansturm in weniger betroffenen Kreisen: Schlange stehen beim C&A in Heilbronn

Am Samstag, den 13. März 2021, lag der 7-Tage-Inzidenzwert in Schwäbisch Hall bei 216. Angestrebt wird von Bund und Ländern derzeit mindestens 35. Davon ist auch die Nachbarstadt Crailsheim weit entfernt, die am 12. März 2021 einen Inzidenzwert von 523,2 auf ihrer Internetseite verkündete. Laut dem SWR sind davon 70 Prozent Mutationen.

Ganz unverständlich sind die Forderungen der Bürgermeister sicher nicht angesichts der Fotos von der Heilbronner Innenstadt, die aufgrund eines niedrigen Inzidenzwertes ihre Einkaufsgeschäfte in der Innenstadt im Gegensatz zum Umland wieder öffnen durfte und beinahe zusammenbrach unter dem „Shopping“-Ansturm, der daraufhin einsetzte. Der Inzidenzwert steigt seitdem wieder an.

Die Bürgermeister sind besorgt um ihre Innenstädte

„Gefordert sind Strategien und Strukturen, die ein flexibles Vorgehen ermöglichen“, sagen die Bürgermeister in der Pressemiteilung und machen auch konkrete Vorschläge hierzu. Unter anderem sei eine noch schnellere Durchimpfung in Hotspot-Gebieten ihrer Meinung nach sinnvoll und dabei „unter anderem mit mobilen Impfteams zu agieren und eine gezielte Unterstützung der Hausärzte beim Impfen vorzunehmen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass es zu einer Ausstrahlung aus den stark betroffenen Regionen in weniger stark betroffene Regionen kommt.“

Einzelhandel ist laut den Bürgermeistern „kein Infektionstreiber“

„Ein aktives Entgegenwirken durch eine Hotspot-Strategie der Landesregierung würde zudem die heimische Wirtschaft in den betroffenen Gebieten vor extremen Schäden und
Insolvenzen bewahren“, ergänzt Crailsheims Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer. Neben dem gezielten Vorgehen in Hotspot-Situationen sprechen sich die fünf Bürgermeister und Oberbürgermeister bei dann sinkenden Inzidenzwerten für eine kontrollierte Öffnungsstrategie des Einzelhandels aus. „Dieser Bereich ist kein Infektionstreiber. Es muss unser Ziel sein, die Einkaufsstruktur zu erhalten, damit unsere Mittelzentren auch nach der Pandemie noch attraktive Möglichkeiten bieten“, erläutern Öhringens Oberbürgermeister Thilo Michler, Bad Mergentheims Oberbürgermeister Udo Glatthaar und der Künzelsauer Bürgermeister Stefan Neumann übereinstimmend.




YouTube-Video zeigt Abläufe im Kreisimpfzentrum

Seit Montag, den 01. März 2021, gibt es auf dem YouTube-Kanal des Landratsamtes Hohenlohekreis ein Video zum Kreisimpfzentrum (KIZ) Öhringen, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Film, der in Zusammenarbeit mit der Firma Dawici aus Öhringen entstanden ist, veranschauliche exemplarisch den Ablauf einer Impfung in der Hohenlohe-Halle und soll damit einen Beitrag zur bundesweiten Impfkampagne gegen das Coronavirus leisten.

Der Film ist unter https://www.youtube.com/watch?v=2p4XVCT5bgY sowie über die beiden Internetseiten http://www.hohenlohekreis.de/kiz sowie www.corona-im-hok.de abrufbar.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Corona in einem Pflegeheim im Kochertal

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat am Mittwoch, den 24. Februar 2021, insgesamt 23 neue Corona-Infektionsfälle an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 87,9 pro 100.000 Einwohner.

Von den laborbestätigten Fällen der vergangenen Tage war unter anderem auch ein Pflegeheim im Kochertal betroffen. Alle Bewohner haben bereits die zweite Dosis der Corona-Schutzimpfung erhalten. Aktuell sind neun Fälle unter dem Pflegepersonal bestätigt, diese betreffen die Mitarbeiter, die das Impfangebot nicht angenommen hatten. Einige wenige Bewohner wurden trotz vollständigem Impfschutz positiv auf das Coronavirus getestet. „Uns wurde bisher nur von milden Krankheitsverläufen bei Geimpften berichtet. Das freut uns sehr und bestätigt die Angaben zur hohen Wirksamkeit des Impfstoffes“, so Dr. Julia Hammerich, stellvertretende Fachdienstleitung im Gesundheitsamt des Hohenlohekreises.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis

 




Wieder einmal Hotspot in Baden-Württemberg: Landratsamt verhängt nächtliche Ausgangssperre für den Hohenlohekreis

Das Landratsamt Hohenlohekreis hat am Donnerstag, den 11. Februar 2021, eine Allgemeinverfügung zur Umsetzung regionaler Ausgangsbeschränkungen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie erlassen. Demnach ist der Aufenthalt außerhalb der Wohnung oder sonstigen Unterkunft in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr des Folgetags nur beim Vorliegen triftiger Gründe gestattet. Diese sind beispielsweise die Ausübung beruflicher und dienstlicher Tätigkeiten sowie die Inanspruchnahme medizinischer, pflegerischer und therapeutischer Leistungen. Die genaue Aufzählung der triftigen Gründe findet sich im vollständigen Text der Allgemeinverfügung unter www.hohenlohekreis.de unter „Aktuelles“ – „Öffentliche Bekanntmachungen“.

Ab 21 Uhr

Diese Allgemeinverfügung tritt ab dem 12. Februar 2021 in Kraft und ist befristet bis zum 23. Februar 2021, 05:00 Uhr. Sie wird unabhängig davon aufgehoben, sobald die Sieben-Tages-Inzidenz von 50, bezogen auf den Hohenlohekreis, an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten wurde.

Jeder Kreis entscheidet selbst

Jeder Kreis in Baden-Württemberg entscheidet selbst darüber, ob es angesichts der Inzidenzwerte und weiterer Faktoren Ausgangssperren verhängt. Der derzeit einzige kreis mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 200 ist der Hohenlohekreis (126).

Neben dem Hohenlohekreis haben noch vier weitere Kreise Ausgangssperren verhängt, unter anderem Karlsruhe und Calw. 

Mehrere Sprecher anderer Kommunen, die bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz über dem Wert von 50 liegen, sagten, dass sie den Erlass derzeit noch prüfen. Eine Allgemeinverfügung zu Ausgangsbeschränkungen konnte frühestens am Donnerstag verkündet werden und um Mitternacht in der Nacht zum Freitag in Kraft treten. Zuletzt lagen 24 der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg über dem Wert von 50.

Das Landratsamt des Hohenlohekreises war damit einer der schnellsten Kreise im Verkünden einer Ausgangssperre.

Mehrere Sprecher anderer Kommunen, die bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz über dem Wert von 50 liegen, sagten, dass sie den Erlass derzeit noch prüfen. Das geht aus einer Meldung des SWR hervor. Eine Allgemeinverfügung zu Ausgangsbeschränkungen konnte frühestens am Donnerstag verkündet werden und um Mitternacht in der Nacht zum Freitag in Kraft treten. Zuletzt lagen 24 der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg über dem Wert von 50. Das Landratsamt des Hohenlohekreises war damit einer der schnellsten Kreise im Verkünden einer Ausgangssperre.

Landrat Neth: „Es liegt ein diffuses Infektionsgeschehen vor“

Landrat Dr. Matthias Neth erklärt dazu: „Gerade wir im Hohenlohekreis konnten in den vergangenen Tagen und Wochen sehen, wie dynamisch das Infektionsgeschehen sein kann. Wir hatten eine kurze Zeit mit einem sehr niedrigen Inzidenzwert, nun liegen wir wieder weit entfernt von einem Wert, der eine Lockerung der Maßnahmen rechtfertigen würde. Wir haben inzwischen unterschiedliche Infektionsquellen, sodass ein diffuses und über größere Teile des Landkreises verstreutes Infektionsgeschehen vorliegt. Zudem ist die weit ansteckendere Virusvariante B.1.1.7 gleich mehrfach im Landkreis nachgewiesen.“

Mittlerweile 83 Fälle bei Würth

Bei dem bekannten Ausbruchsgeschehen in einem Hohenloher Unternehmen ist die Zahl der positiv bestätigten Fälle, die dem Hohenlohekreis zuzuordnen sind, um 12 auf 83 gestiegen. Darin enthalten sind auch bereits die Fälle, die aus Kontaktpersonen resultieren. Außerdem sind in diesem Zusammenhang mittlerweile 16 Fälle der Virusvariante B.1.1.7 durch das Labor des Landesgesundheitsamtes bestätigt worden.

Im Fall der Kinderbetreuungseinrichtung im Raum Öhringen sind insgesamt sechs Fälle der britischen Virusvariante nachgewiesen.

KIZ am Wochenende wieder offen

Das Kreisimpfzentrum (KIZ) Öhringen geht an diesem Wochenende erneut in Betrieb. Zwischen Freitag, 12 Uhr, und Sonntag, 18.30 Uhr, sind rund 1.000 Impfungen geplant, darunter auch die ersten Zweitimpfungen. Die Impflinge werden gebeten, sich erst kurz vor dem Termin im KIZ einzufinden, insbesondere um längere Wartezeiten in der Kälte zu vermeiden. „Die Erfahrungen der ersten Wochenenden hat gezeigt, dass es kaum zu nennenswerten Verzögerungen oder Wartezeiten während des Betriebes kommt“, erklärt KIZ-Leiter Mike Weise.




Weitere Fälle der britischen Virusvariante in Hohenlohe nachgewiesen

Im Hohenlohekreis wurden am Mittwoch, den 10. Februar 2021, insgesamt 30 neue Corona-Fälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 129,6 pro 100.000 Einwohner. Der Ausbruch bei einem Unternehmen im Hohenlohekreis (GSCHWÄTZ berichtete) umfasst mittlerweile 43 Mitarbeiter aus dem Hohenlohekreis, meldete das Landratsamt in einer Pressemitteilung. Die Zahl der direkten Kontaktpersonen dieser 43 Fälle außerhalb der Firma betrage aktuell 104. Von diesen Personen sind bislang 25 positiv getestet worden. Daraus resultieren weitere 29 Kontaktpersonen mit bislang drei Infektionsfällen.

Weitere Fälle werden erwartet

Das Ausbruchsgeschehen in Bezug auf das Unternehmen umfasste zu dem Zeitpunkt also mindestens 71 positive Fälle, die dem Hohenlohekreis zuzuordnen seien. Außerdem wurde durch das Landesgesundheitsamt ein vierter Fall der Virusmutation B.1.1.7 („britische Variante“) bei dem Unternehmen nachgewiesen, weitere Testergebnisse stehen noch aus. Aufgrund der dynamischen Verbreitung bei dem Unternehmen gehen die Behörden davon aus, dass noch weitere Fälle mit der Virusvariante nachgewiesen werden.

Alle Betroffenen wurden isoliert sowie die Kontaktpersonen in eine Quarantäne versetzt. Weitere Schnelltests sollen in den kommenden Tagen die Lage verdeutlichen.

14 bestätigte Corona-Fälle

Auf das Geschehen in der Kinderbetreuungseinrichtung in Öhringen können weiterhin 14 bestätigte Fälle mit 52 Kontaktpersonen zurückgeführt werden, die dem Hohenlohekreis zuzuordnen sind. Alle bekannten Fälle wurden isoliert beziehungsweise in Quarantäne versetzt. Mittlerweile ist auch bei diesem Ausbruchsgeschehen ein zweiter durch das Landesgesundheitsamt bestätigter Fall der Virusmutation B.1.1.7 nachgewiesen.

Drei weitere betroffene Kinderbetreuungseinrichtungen

Derzeit gibt es in drei weiteren Kinderbetreuungseinrichtungen im Kreis laborbestätigte Coronafälle, davon zwei im Raum Bretzfeld sowie eine im Raum Kochertal. Positiv bestätigt sind insgesamt vier Fälle. Auch in diesen Fällen wurde eine Sequenzierung beauftragt, die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Alle vier Einrichtungen haben geschlossen.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis




Hat die Virusmutation Künzelsau erreicht?

In den vergangenen Tagen ist im Hohenlohekreis ein im Vergleich zu den Vorwochen starker Anstieg der Corona-Fallzahlen zu verzeichnen. Alleine zwischen dem 01. und 04. Februar wurden dem Landesgesundheitsamt durch das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises rund 70 Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes des Hohenlohekreises hervor.

Schnelltests, um die Infektionsketten zu brechen

Demnach habe das Landratsamt drei Ausbruchsgeschehen ausmachen können:

  • Rund 20 Fälle betreffen laut dem Landratsamt ein Unternehmen im Großraum Künzelsau. Für alle positiven Fälle sowie die Kontaktpersonen sei eine Quarantäne angeordnet worden. Das Unternehmen hat ein sehr stimmiges Hygienekonzept. Mit dem Unternehmen sei vereinbart worden, dass in den kommenden Tagen zahlreiche Schnelltests durchgeführt werden, um eventuelle weitere Infektionsherde schnell zu erkennen und mögliche Ketten zu unterbrechen. Des Weiteren wurde für mehrere Fälle eine Sequenzierung des Virus angeordnet, um herauszufinden, ob es sich um eine Mutante des Virus handelt. Das Ergebnis steht noch aus.

 

  • Ein weiteres erkennbares Ausbruchsgeschehen betrifft eine Kinderbetreuungseinrichtung im Raum Öhringen. Dort sind mehrere Erzieherinnen sowie ein Kind positiv getestet worden. Alle Betroffenen sowie die direkten Kontaktpersonen wurden isoliert bzw. in Quarantäne versetzt. Zudem wurde allen Eltern und Kindern das Angebot gemacht, einen PCR-Test durchführen zu lassen. Das Gesundheitsamt steht im engen Austausch mit der Stadt Öhringen, alle Maßnahmen sind gemeinsam abgestimmt.

 

  • Ein drittes Ausbruchsgeschehen resultiert aus einer nicht corona-konformen privaten Veranstaltung im Raum Zweiflingen, wodurch in der Folge insbesondere auch der Raum Bretzfeld mit mehreren positiven Fällen betroffen ist. Das Landratsamt Hohenlohekreis wird diesen Verstoß gegen die aktuelle Corona-Verordnung des Landes in Abstimmung mit den zuständigen Ortspolizeibehörden entschlossen und deutlich ahnden.

Nicht-coronaconforme private Veranstaltung

Die Kontaktpersonennachverfolgung im Gesundheitsamt arbeitet nach wie vor 7 Tage die Woche, um die Ausbruchsgeschehen zu identifizieren und schnellstmöglich alle Infizierten und Kontaktpersonen in Quarantäne zu versetzen, um so Infektionsketten schnell zu unterbrechen, so das Landratsamt.

Landrat Neth: „Große Sorgen machen mir persönlich die Virus-Mutationen“

Landrat Dr. Matthias Neth zur aktuellen Infektionslage im Hohenlohekreis: „Es war klar, dass die vergleichsweise niedrige Inzidenz der vergangenen Tage nur eine Momentaufnahme darstellt und es immer zu neuen Ausbrücken kommen kann. Dass wir nun gleich mehrere parallelverlaufende Ausbruchsgeschehen haben, macht nochmals deutlich, dass wir die Lage keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen und unterschätzen dürfen. Große Sorgen machen mir persönlich die Virus-Mutationen. Bislang wurde noch keine der Virusvarianten bei einem im Hohenlohekreis wohnhaften Bürger nachgewiesen, die angeordneten Sequenzierungen werden uns Aufschluss über die aktuelle Situation geben. Die dynamische und schnelle Entwicklung der Pandemie zwingt uns alle, weiterhin wachsam zu bleiben und die Regeln zu beachten, auch wenn dies schwerfallen mag. Wir dürfen nicht den Fehler machen, uns in falscher Sicherheit zu wiegen.“

Neth „enttäuscht und fassungslos über das Verhalten Einzelner, die wissentlich Verstöße gegen die Corona-Verordnung begehen“

Persönlich bin ich – gerade mit Blick auf die illegale private Veranstaltung – gleichermaßen enttäuscht wie fassungslos über das Verhalten Einzelner, die wissentlich Verstöße gegen die Corona-Verordnung begehen, andere gefährden und damit das Infektionsgeschehen verstärken. Wenn wir uns nicht alle dafür einsetzen, die weitere Ausbreitung zu verhindern, wird eine Lockerung der Maßnahmen beziehungsweise ein schrittweiser Rückgang zur Normalität so schnell nicht möglich sein.“