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Warum Künzelsau wieder an das Bahnnetz angeschlossen werden sollte

Während im benachbarten Öhringen täglich Züge nach Karlsruhe, Schwäbisch Hall und Heilbronn fahren, ist der Bahnhof in Künzelsau seit den 1980er Jahren stillgelegt. Statt einer Bahn verkehren hier lediglich Radfahrer. Am Bahnhof kann man hier zwar lecker Pizza essen. Doch die Kreisstadt des Hohenlohekreises befindet sich seit rund 40 Jahren abgeschottet vom öffentlichen Bahnsystem.

Künzelsau I Reaktivierung der Kochertalbahn

Dabei war die Trasse, auf welcher die Kochertalbahn fuhr einst eine Strecke inmitten einer beeindruckenden Landschaft. Sie schlängelte sich durch Wälder, vorbei an Wiesen und Feldern, wo sich Hase und Igel Gute nacht sagen, mit sagenhaften Ausblicken auf das Kochertal – und mit  einer der damals steilsten Steigungen.

Billig würde der Ausbau, der nun konkret im Raum steht mit 200 bzw. 300 Millionen Euro (letztere Kostenschätzung bei einer Tunnelvariante), nicht werden. Aber noch nie wurde die Reaktivierung alter Bahntrassen von Bund und Land derart bezuschusst wie aktuell.

Die Bürger:innen und Bürger täten daher gut daran, dieses Projekt zu unterstützen, wäre es doch sowohl für den Tourismus als auch für die 10.000 tagtäglichen Berufspendler nach Künzelsau wie auch für die Student:innen ein Sprung in die Neuzeit.

Die Umfrage zur Kochertalbahn läuft noch bis 07. Januar: www.kochertalbahn.info

 

 




„Man könnte meinen, wir hier in Hohenlohe sind nur am Meckern oder Feiern – aber erfolgreich sind halt auch noch““

„Man könnte meinen, wir hier in Hohenlohe sind nur am Meckern oder Feiern – aber erfolgreich sind wir halt auch noch“, sagt eine junge Frau augenzwinkernd, dann werden auch schon die Bilder der großen Weltmarktführer eingeblendet, die im Hohenlohekreis ansässig sind, wie etwa Würth, Gemü, Bürkert, Ziehl-Abegg.

Der Hohenlohekreis – das Original!

Die Hohenloher halt

Das fünfminütige Video über den Hohenlohekreis ist vor allem eins: sehr unterhaltsam. Denn: Die Hohenloher:innen wissen ganz genau um ihre Stärken und Schwächen. Nirgends in Deutschland gibt es eine derartige Weltmarktführerdichte wie im baden-württembergischen Hohenlohekreis – übrigens dem kleinsten Kreis in the LÄND. Und nirgends paart sich die Industrie so gut mit der Natur – wandern, gutem Essen, selbst gemachten exquisitem Wein und die Liebe zur Natur.

sich selbst aufs Korn nehmen

Aber Widersprüche scheinen sich hier sowieso anzuziehen: Denn die Hohenloher:innen feiern zwar gern, möchten aber dann auch wieder ihre Ruhe haben. Touristen sind nett anzuschauen, aber zu viele bitte auch nicht. Hier käme übrigens auch kein Einheimischer auf die Idee, die Sonntagsruhe durch Rasenmähen zu zerstören. Privatsphäre, für sich sein, wird geschätzt, die Gemeinschaft und die Vereine aber ebenso unterstützt.

Neigschmackte haben es nicht immer leicht

Als so genannter „Neigschmackter“ hier Anschluss zu finden, ist nicht so leicht, aber wer ihn einmal gefunden hat, hat auch eine neue Heimat gefunden.

Das Video entstand übrigens vor 2 Jahren zum 50-jährigen Jubiläum des Hohenlohekreises. Damals war Dr. Matthias Neth noch der Landrat des Hohenlohekreises. Das Video wurde im Auftrag des Landratsamtes erstellt.




„2017 war die Hoffnung groß, dass man die Schließung noch verhindern kann“

2017 war die Hoffnung noch groß, dass man mit zahlreichen Seit 2020 wurden in Deutschland mindestens 66 Krankenhäuser geschlossen, davon 22 im Jahr 2023, und es wird von einem weiteren „Kahlschlag“ mit fast 100 bedrohten Häusern gesprochen. 

Große Sorge auf dem Land

Eine genaue Zahl für reine Landkrankenhäuser lässt sich nicht beziffern, da die Daten oft nicht zwischen städtischen und ländlichen Einrichtungen unterscheiden. 

Der Verlust der stationären Versorgung ist aber in den kommenden Jahren eine große Sorge für Kommunalpolitiker, da eine steigende Zahl von Krankenhäusern auf dem Land von Schließungen bedroht ist. 

Auch in Künzelsau gingen zahlreiche Bürger:innen damals auf die Straße, um ihr Krankenhaus zu retten

In Künzelsau gingen, wie in zahlreichen anderen Städten, zahlreiche Bürger:innen auf die Straße und demonstrierten gegen die neue Gesundheitspolitik in Baden-Württemberg unter Manne Lucha. Verhindern konnten sie die Schließung nicht. Heute tun sich zahlreiche Lücken im gesundheitlichen Versorgungssystem auf.

Fahrtwege für Rettungsdienste wesentlich länger

So sind die Fahrtwege mit den wegfallenden kleineren Versorgungshäusern für Rettungsdienste erheblich länger geworden – das bindet Fahrzeuge und das Personal, die im wahrsten Sinne dadurch länger auf der Strecke sind. Die ohnehin schon oft sehr dünnen Personaldecken in diesem Bereich werden damit weiter ausgedünnt – bei steigender Arbeitsbelastung.

Teilweise erst Monate später einen Termin

Durch den Wegfall der kleineren Krankenhäuser haben auch die ländlichen Standorte an Attraktivität für Landärzte verloren. Während diverse Praxis-Chefs in den Ruhestand gehen, gibt es oft keine Nachfolger:innen, welche die Praxis übernehmen. Praxisschließungen bedeuten aber viele Bürger:innen wieder weitere Wege bis zur nächsten Facharztpraxis und/oder teilweise monatelange Wartezeiten bei den verbliebenen Praxen.

Auch die frisch aus der Taufe gehobene Redaktion GSCHWÄTZ recherchierte und berichtete damals umfassend zu diesem Thema

Auch GSCHWÄTZ beschäftige sich während der Demos rund um das Krankenhaus rund um die Frage, wie die Gesundheitsversorgung im Hohenlohekreis wohl nach einer potenziellen Schließung aussehen würde. Eine der Reden  von GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann von vor 8 Jahren während einer Demo vor dem Krankenhaus gibt es hier noch einmal zu sehen:

(6) Dr Sandra Hartmann hält eine Rede auf der 30. Mittwochsdemo zum Erhalt des Krankenhauses Künzelsau – YouTube

 




Wow – was für eine Show

Am diesjährigen Stadtfest in Künzelsau präsentierten 120 Schüler:innen aus 5 Schulen einen Flashmob auf das Lied THE GREATEST SHOW. GSCHWÄTZ war der Organisator hinter dem Flashmob. Jedoch dankte GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann allen Beteiligten für ihre Mitwirkung, denn „das war eine beachtliche Gemeinschaftsleistung“.

GAMECHANGER-Kids begeistern die Zuschauer:innen

Die teilnehmenden Schulen waren das Ganerben-Gymnasium in Künzelsau, das Schlossgymnasium in Künzelsau, die Freie Schule Anne-Sophie, die Georg-Wagner-Realschule in Künzelsau und die Georg-Fahrbach-Schule in Ingelfingen sowie die Dancing Stars aus Ingelfingen. Choreografin des Tanzes war Isabelle Hartmann (11) von der Freien Schule Anne-Sophie.

Jako als Sponsor und die Stadtverwaltung Künzelsau, die diese Schüler-Aktion von Beginn an unterstützten, gebührt ebenfalls Dank. GAMECHANGER stand auf dem Rücken der T-Shirts, welche die Schüler:innen tragen. Dieses Wort hat auch eine symbolische Bedeutung, wie Dr. Sandra Hartmann nach dem Flashmob verriet:

„Setzt euch ein gegen Mobbing und für diejenigen, die nicht so mutig sind wie ihr“

„Ihr alle seid GAMECHANGER in eurem Leben, jeder von euch kann ein Spiel drehen – nicht nur auf dem Sportplatz, sondern auch im wahren Leben. Deshalb: Setzt euch ein gegen Mobbing, gebt anderen eine Stimme, die nicht so mutig sind wie ihr, setzt euch ein für Klimaschutz, für Dinge, die euch wichtig sind. Ihr könnt alles ändern. Denn ihr seid die Zukunft.“

Das Video gibt es auf dem INSTA-Kanal von gschwaetz zu sehen: @gschwatz.chatter:

(1) Instagram

Das Making of hierzu gibt es auf dem TikTok-Kanal gschwaetz.dasmagazin

#flashmob #künzelsau #drsandrahartmann #gamechanger #gamechangerfestival #tanz #stadtfest #hohenlohe #hohenlohekreis




„Wir bitten um Verständnis“

Marvin Löwen aus dem hohenlohischen Tiefensall hat einer der aggressivsten Hirntumorarten, ein Glioblastom, das auch  nach der Entfernung sehr schnell wieder nachwächst. In einem Videointerview hat er uns Einblicke in das Krankheitsbild gegeben und in die Behandlung in Deutschland. Die Lebensdauer ab dem Zeitpunkt der Diagnose beträgt im Durchschnitt nur noch wenige Monate.

Auch Marvin geht es täglich schlechter. Sein größter Wunsch ist es, seine Lebensgefährtin Melissa aus Bolivien in dieser schweren Zeit an seiner Seite zu wissen. Doch Melissas Visum wurde überraschenderweise abgelehnt, so dass sie nicht nach Deutschland einreisen darf (wir berichteten).

Die Familie Löwen erhoffte sich daraufhin Hilfe von lokalen Politikern und Behörden. Der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Hohenlohekreis, Christian von Stetten, ließ sich denn auch die Dokumente zu dem Fall zusenden. Auf Nachfrage wenige Tage später  verwies das Büro von Stetten dann aber auf einen Umzug in ein neues Büro, welches der neue Ausschussvorsitzender von Stetten nun bekomme. Dies habe aktuell Priorität. Daher habe Herr von Stetten derzeit leider keine Zeit, sich dem Fall der Familie Löwen anzunehmen. Er bitte um Verständnis.

Christian von Stetten (CDU) hat wegen Umzug in neues Büro keine Zeit für krebskranken Mann

Voraus ging eine E-Mail von Christian von Stetten, nachdem wir ihn auf den Fall aus Tiefensall aufmerksam gemacht haben. Er erbat sich die Einsicht in die Dokumente, um möglicherweise unterstützend tätig zu werden. Daraufhin sendete ihm die Redaktion GSCHWÄTZ in Abstimmung mit der Familie Löwen alle Unterlagen zu. Als wir uns nach mehreren Tagen nach dem Stand der Dinge erkundigten, wurde uns mitgeteilt, dass Herr von Stetten aktuell leider doch keine Zeit habe, sich mit dem Fall zu beschäftigen, da er aufgrund seiner Wahl zum Ausschussvorsitzenden nun in ein neues Büro umziehe. Dieser Umzug dauere die kommenden zwei Wochen. Bedauerlicherweise habe er daher keine Zeit, um sich mit dem Fall näher zu beschäftigen. Das Büro bitte um Verständnis.

Knapp 12.000 Euro bekommt ein Bundestagsabgeordneter derzeit in Deutschland monatlich. Das ist weit mehr, als viele andere in Deutschland verdienen. Bezahlt wird diese so genannte Aufwandsentschädigung von Steuerzahlern, die diesem Bundestagsabgeordneten ihre Stimme gegeben und ihn damit zu ihrem Volksvertreter bestimmt haben.

Die Zeit für die Familie Löwen läuft. Eine solche Prioritätensetzung, wie wir es hier von Christian von Stetten erleben, ist einfach nur beschämend.

Foto: GSCHWÄTZ Montage I Karikatur

Ein Kommentar von Dr. Sandra Hartmann 




Ausländerbehörde Öhringen: „Wir sind geschockt“

Marvin Löwen (34) aus Tiefensall im Hohenlohekreis (Baden-Württemberg) hat ein Glioblastom. Das ist ein Hirntumor der aggressivsten Sorte, der auch nach einer OP sehr schnell wieder nachwächst und sich im Gehirn verbreitet. Die durchschnittliche Überlebenszeit beträgt nach der Diagnose 15 Monate.

Schwere Begleitsymptome

Die Begleitsymptome, unter anderem Schwindel, Gedächtnisverlust, Wahrnehmungsstörungen und Sichtfeldeinschränkungen sind gravierend. Marvin und Marvins Familie haben ihren Lebensmittelpunkt seit einigen Jahren in Bolivien. Sie bauen dort eine Klinik auf. Es wurde ihm aber angesichts der Schwere seiner Erkrankung geraten, sich in Deutschland weiterbehandeln zu lassen. Er ist derzeit Patient an der Uniklinik Würzburg.

Einreiseverbot

Melissa, Marvins Lebenspartnerin in Bolivien, wurde nun die vorübergehende Einreise nach Deutschland, um Marvin bei seiner Strahlen und Chemotherapie zu unterstützen, verweigert. Grundlage des Ablehnungsbescheides ist ein dreiseitiges Schreiben der Ausländerbehörde in Öhringen.

Der zuständige Sachbearbeiter spekuliert darin über eine mögliche Eheschließung von Marvin und Melissa in Deutschland und sieht auch die Gefahr, dass Melissa danach nicht mehr nach Bolivien zurückkehren könnte. Dass sowohl Marvin, als auch seine Eltern und ein Teil seiner Geschwister seit Jahren in Bolivien wie auch Melissa dort leben, wird in dem Schreiben nicht erwähnt – auch nicht Marvins schwere Erkrankung und die Behandlung derselben, der eigentliche Grund ihrer Reise nach Deutschland.

Warum das so ist, darüber wollte uns der zuständige Sachbearbeiter auf GSCHWÄTZ-Nachfrage keine Auskunft geben und verweist nun an das Regierungspräsidium Stuttgart, welches den Fall der Familie Löwen derzeit prüft und darüber entscheidet, wie viel gemeinsame Zeit Marvin mit Melissa noch bleibt.

Auch den CDU-Bundestagsabgeordneten für den Hohenlohekreis, Christian von Stetten, hat GSCHWÄTZ kontaktiert mit der Bitte um eine Stellungnahme zu dem Fall. Er verweist darauf, dass „mich Bürgerinnen und Bürger des Wahlkreises um Hilfe bei der Einreise von Verwandten oder Bekannten bitten“, verspricht aber: „Nach ausführlicher Sichtung der mir übermittelten Unterlagen werde ich dann tätig oder erkläre, warum eine Unterstützung nicht möglich ist. Bitte haben Sie Verständnis, wenn ich ohne Kenntnis der Aktenlage Ihnen zu einzelnen Fällen keine Auskunft geben kann.“ GSCHWÄTZ hat von Stetten daraufhin die Akten zu dem Fall zukommen lassen – in Absprache der Familie. Die Zeit für die Familie läuft.




Hunderte Blitze erhellten gestern die Hohenloher Nacht

Mehrere rotierende Gewitterzellen mit hunderten von Blitzen erhellten die Nacht von Dienstag auf Mittwoch im Hohenlohekreis.

Auf die Hitze folgt der Knall: Heftige Unwetter zogen in der Nacht auf Mittwoch über Deutschland. Vielerorts werden Keller und Straßen überflutet – auch Baden-Württemberg war betroffen. Eine Altstadt stand gänzlich unter Wasser.

Heftige Unwetter mit Starkregen haben Einsatzkräften in verschiedenen Teilen Deutschlands am Abend und in der Nacht viel abverlangt. Besonders betroffen waren Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern – und Baden-Württemberg, wo in Bruchsal ein Fluss über die Ufer trat und die Altstadt des Stadtteils Heidelsheim überflutet wurde. Zwischenzeitlich habe das Wasser bis zu 1,50 Meter hoch gestanden, teilte die örtliche Feuerwehr mit. Nach Angaben der Hochwasserzentrale erreichte der Fluss Saalbach am Pegel Bruchsal gegen 2.30 Uhr mit gut 2,13 Metern den höchsten Stand und übertraf knapp die Marke für ein sogenanntes 100-jährliches Hochwasser von 2,10 Metern.

Bruchsal, besonders der Ortsteil Heidelsheim, war besonders betroffen.

Auch in anderen Bundesländern meldeten die Einsatzkräfte vollgelaufene Keller und überflutete Straßen. Von Schwerverletzten oder gar Toten war zunächst nichts bekannt. Den Unwettern vorausgegangen war eine Hitzewelle, die mit bis zu 36,5 Grad am Dienstag im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr-Ahrweiler ihren Höhepunkt erreichte – nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes war es der bisher heißeste Tag des Jahres.

In Baden-Württemberg war vor allem der Landkreis Karlsruhe von heftigen Unwettern betroffen. Die Hochwasserzentrale des Landes warnte am Dienstagabend, wegen lokal teils extrem heftigen Starkregens seien nicht nur in der Nacht, sondern auch im Verlauf des Mittwochs starke Anstiege der Wasserpegel an manchen Bächen und kleinen Flüssen möglich.

Im Hohenlohekreis gab es ein besonderes Himmels-Spektakel zu beobachten: extrem viele aufeinanderfolgende Blitze, die den Himmel über einen längeren Zeitraum immer wieder erleuchtete.




Ein Tag vor der Hochzeit „tierisch versumpft“ auf dem Ohrenbacher Glockenfest

DJ Sam schaut auf die Menschenmenge unter ihm und ist zufrieden: „Es macht einfach Spaß, für so viele Menschen zu spielen.“ Er ist bereits das zweite Jahr beim Ohrenbacher Glockenfest dabei. Seine Musik scheint anzukommen bei dem relativ jungen Publikum. Der Freitagabend mit ihm an den musikalischen Turntables ist denn auch besuchertechnisch, laut die Jonas Schönbauer, Vorstand des Orga-Teams der Hüttenfreunde Ohrenbach, der erfolgreichste Abend – trotz oder vielleicht auch wegen tropischer Temperaturen.

Aber auch Steel, Wine & Honey-Frontsänger Moritz Winkler freut sich, am Glockenfest mit seiner Band aufzutreten. „Das hat schon Tradition. Auch mein Vater ist hier bereits aufgetreten.“

Zahlreiche Helfer:innen im Hintergrund machen das über das Kocher- und Jagsttal hinaus bekannte Fest jedes Jahr erst möglich, wie Jonas Schönbauer betont. In diesem Jahr schlägt die Glocke 35.

Zum 35. Mal feiern die Ohrenbacher ihren Glockenturm am Spielplatz, wo zu Beginn auch das noch relativ überschaubare Glockenfest anlässlich der neuen Glocke gefeiert wurde.

Ursprünglich als nur ein einmaliger Festtag gedacht, wird nun jährlich drei Tage nahezu durchgefeiert. An dem Jubiläums-Festwochenende vom 19. bis 21. Juli 2024 mit fünf musikalischen Akts scheint es auch am Sonntagabend mit dem „Lustigen Rolf“ kein Ende zu geben.

Erst zum zweiten Mal gibt es das bereits im zweiten Jahr überaus beliebte Neun-Meter-Turnier, an welchem 17 Mannschaften teilnehmen – unter anderem die „Naschkatzen“, „Rollator Groß-Asbach“ und die „Maulwurftreter“. Erster wurde BuLää Stammtisch, zweiter die Biberande Belsenberg, gefolgt von Eintracht Prügel. Beim Gerümpelturnier mit elf Mannschaften ging der erste Platz an Werder Wachsen, der zweite an den Torpedo Dörrenzimmern und der dritte Platz an Zaisenhausen.

 

 

 

 




Viele bekannte Namen

Das sind die neuen Gemeinderäte im Hohenlohekreis:

Gemeinderat Künzelsau 2024

Gemeinderat Dörzbach 2024

Gemeinderat Ingelfingen 2024

Gemeinderat Niedernhall 2024

Gemeinderat Öhringen Teil 1

Gemeinderat Öhringen Teil 2

Gemeinderat Forchtenberg 2024

Die Gemeinderäte der weiteren Städte und Gemeinden finden Sie hier:




Ein Kontinent rückt nach rechts – Hohenlohe noch mehr als der Durchschnitt – Desaster für die Grünen

Bei den Europawahlen am Sonntag gab es einen klaren Rechtsruck. Die Gewinner sind die CDU und die AfD sowie die BSW. Die Verlierer mit Abstand die Grünen, gefolgt von der FDP und den Grünen.

Die vorläufigen Endergebnisse:

Noch immer gibt es unterschiedliche Zahlen, wer wie viel Prozent bekommen hat. Ein absolutes Endergebnis steht aktuell noch nicht fest.  Hier erhalten Sie das vorläufige Ergebnis:

Die neu gegründete Partei von Sara Wagenknecht, BSW, ist auf den Stand auf 5 Prozent gekommen und zieht damit mit einem Prozentpunkt an der FDP vorbei. Die Linke, von der sich das BSW abgespalten hat, spielt mit 2,7 Prozent lediglich noch ene untergeordnete Rolle. Die CDU zieht mit über 30 Prozent der Stimmen ins Europaparlament ein, gefolgt von der AD mit knapp 15 Prozent. Die ehemalige Volkspartei SPD konnten noch 12 Prozent erzielen. Die Grünen stürzten von über 20 (bei den vergangenen Wahlen) auf knapp 14 Prozent ab.

Vorläufiges Endergebnis. Quelle: Screenshot SWR

Auch in den meisten anderen Ländern Europas gab es einen Rechtsruck. In Frankreich lag Marine Le Pens rechtskonservative Partei vorne, so dass sich nun Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gar gezwungen sah, Neuwahlen auszurufen. Diese sollen Ende Juni / Anfang Juli bereits abgehalten werden.

Damit wird das Europaparlament insgesamt fortan schwärzer gefärbt und damit rechtskonservativer ausgerichtet sein.

Bisherige Zusammensetzung des Europaparlaments,. Quelle: Screenshot ZDF

Neue Zusammensetzung des Europaparlaments. Quelle: Screenshot ZDF

Sitzverteilung der Sitze Deutschlands im neuen Parlament. Quelle: Screenshot ZDF

So hat Deutschland gewählt – Hochrechnung ZDF. Quelle: Screenshot ZDF

Gewinner und Verlierer. Quelle: Screenshot ZDF

Die Hohenloher haben insgesamt überdurchschnittlich ihr Kreuz bei (rechts-)konservativen Parteien gemacht. Die AfD kommt auf fast 20 Prozent. Bei der Kreistagswahl rangiert sie ebenfalls klar auf dem zweiten Platz hinter der CDU. Die Zugpferde Christian von Stetten (CDU) und Anton Baron (AfD) haben hier sicherlich eine große Rolle gespielt.

In Niedernhall entfiel fast die Hälfte der Stimmen bei der Kreistagswahl auf die FWV. Auch das vermutlich dank dem Spitzenkandidaten und Bürgermeister Achim Beck.

So hat der Hohenlohekreis gewählt. Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises

So hat Künzelsau gewählt. Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises

So hat Niedernhall gewählt. Quelle: Landratsamt des Hohenlohekreises

Die Wahlergebnisse aller weiteren Städte und Gemeinden im Hohenlohekreis finden Sie hier.