Achim Beck (FWV): „Der Landratsamt-Neubau muss nicht in der Kreisstadt sein“
Auch das neue Landratsamt wackelt für Künzelsau – das wurde mal wieder deutlich. Dieses Mal kamen die Signale aber nicht vom Landratsamt des Hohenlohekreises (wir berichteten), sondern von Achim Beck.
Niedernhalls Bürgermeister sprach zum Thema Haushalt des Hohenlohekreises für seine Fraktion Freie Wähler (FWV) an der Kreistagssitzung am vergangenen Montag, den 09. Dezember 2019 und stellte klar, dass Künzelsau für ihn und seine Fraktion keinen Sonderstatus besitze. Wörtlich sagte er: „Der Neubau des Landratsamts soll in schnellen Schritten in die Umsetzung gehen.
Der Reiseleiter, Sie Herr Landrat, erwarten eine Festlegung der Standortfrage gleich im 1. Halbjahr 2020, so dass bereits in 2023 mit dem Bau begonnen werden kann. Die Freien Wähler gehen bei diesem Thema gerne einen interessanten Umweg auf dieser Reise. Wir sehen teilweise auch dezentrale Lösungen im Zeitalter der Digitalisierung und eine damit verbundene abschnittsweise Sanierung unseres Top-Lage-Landratsamts in der Allee 17 als ernsthafte Diskussionsgrundlage an. Wir stellen die Frage in den Raum: Muss es wirklich eine Einhäusigkeit sein? Oder kann es auch eine Zwei- oder Dreihäusigkeit sein? Außerdem könnten innerhalb von Künzelsau andere Standorte als der Kaufland-Parkplatz in Frage kommen. Ganz besonders in dieser Frage ist unsere Devise: Eine gut organisierte, durchdachte und mit weiser Voraussicht geplante Reise ist besser, als das Last-Minute-Ticket. Oder etwas sarkastischer ausgedrückt: Aus Sicht der Freien Wähler ist die Landung mit dem UFO auf dem Schotterplatz von Künzelsau wie vorgelegt nicht zustimmungsfähig. Hier ist eine deutliche Botschaft an die Kreisstadt Künzelsau wichtig: Der Neubau des Landratsamtes muss nicht um jeden Preis in der Kreisstadt sein und die Kreisstadt muss dem Landkreis entgegenkommen, wie das für jede andere Kommune im Hohenlohekreis eine Selbstverständlichkeit wäre.“
Die komplette Haushaltsrede der FWV-Fraktion finden Sie hier:



Haushaltsrede der FWV.