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Keine Künzelsauer Apfelschorle in diesem Jahr

Aufgrund der wochenlangen Hitze und Trockenheit sind viele Äpfel nicht mehr verwertbar oder hängen schon nicht mehr auf den Bäumen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Künzelsau hervor.

Die Stadtverwaltung Künzelsau muss daher leider die Apfel-Sammelaktion, die am 16. und 17. September 2022 im zukünftigen Baugebiet „In den Hälden“ in Belsenberg stattfinden sollte, absagen.

 

 




Hitze: Wie verhalte ich mich richtig?

Die derzeitigen hohen Temperaturen können vor allem für ältere Menschen sehr belastend sein. Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises gibt Tipps, wie man mit der andauernden Hitze umgehen kann:

  1. Ausreichend Trinken

Trinken Sie über den Tag verteilt mindestens 2-3 Liter. Am besten eignen sich Wasser, lauwarme Tees (Pfefferminz, Fenchel, Salbei usw.) und Saftschorlen.

  1. Frisches und leichtes Essen

Essen Sie leichte Mahlzeiten. Am besten eignen sich erfrischende und wasserhaltige Lebensmittel wie Wassermelone, Gurke, Salat, lauwarme Suppen und Joghurt.

  1. Wohnräume kühlen

Lüften sie am besten in den kühlen Morgenstunden und in der Nacht. Schließen Sie tagsüber größtenteils die Fenster und verdunkeln Sie sie z.B. mit Vorhängen, Rollläden oder Jalousien, damit die Sonne nicht ungehindert einstrahlen kann.
Dosiertes Lüften oder ein leichter Luftstrom kann vor allem in tagsüber genutzten Räumen sinnvoll sein, da der stete Zug für Verdunstung auf der Haut sorgt und so höhere Temperaturen erträglicher machen kann.

  1. Schutz vor Sonne

Bleiben Sie entweder überwiegend in der Wohnung oder halten Sie sich an kühlen und schattigen Orten wie zum Beispiel in einen Park oder einem Wald auf. Benutzen sie Sonnencreme mit mind. Lichtschutzfaktor 30 sowie eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille.

  1. Körper kühlen

Tragen Sie helle, leichte und luftige Kleidung. Besonders eignen sich hierzu Stoffe wie Leinen, Baumwolle oder Seide. Kühlen Sie Ihren Körper gegebenenfalls mit Fußbädern, feuchten Tüchern oder Wassersprays.

  1. Vorsicht bei körperlicher Anstrengung

Wählen Sie möglichst die kühleren Morgen- und Abendstunden. Nutzen Sie schattige Orte. Achten Sie darauf, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und machen Sie Pausen. Nehmen Sie Beschwerden ernst, wenn diese auftreten sollten.

  1. Medikamente kühl und trocken lagern

Lagern Sie Ihre Medikamente kühl, trocken und geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung. Klären Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, ob Ihr Medikament bei starker Hitze gut für Sie ist.

  1. Beschwerden ernst nehmen

Nehmen Sie Beschwerden durch Hitze ernst. Diese können unter anderem Schwindel, Schwächegefühl, Übelkeit und Kopfschmerzen sein. Gehen Sie zu einem Arzt oder rufen die Notrufnummer 112 an, wenn die Beschwerden nicht nachlassen oder stärker werden.

  1. Schlafen an kühlen Orten

Schlafen Sie im kühlsten Raum der Wohnung. Nutzen Sie leichte Bettwäsche aus Baumwolle oder ein dünnes Leinentuch. Tragen Sie leichte Schlafkleidung aus Baumwolle, Seide oder Naturfasern.

  1. Helfen Sie sich gegenseitig

Fragen Sie ältere Menschen bei Hitze, wie es ihnen geht. Erinnern Sie an ausreichendes Trinken, leichtes und kühles Essen, genügend Abkühlung und Überprüfung ihrer Medikamente. Und: Achten Sie auf Hitzewarnungen in den Medien.

Pressemitteilung Gesundheitsamt Hohenlohekreis

 




Waldbrandgefahr rund um Künzelsau

Alle Grillstellen im Künzelsauer Stadtgebiet sind wegen der hohen Waldbrandgefahr gesperrt. Die Stadtverwaltung Künzelsau bittet um Verständnis für die Maßnahme. Die Waldbrandgefahr ist derzeit extrem hoch und wird wohl über den ganzen Sommer hinweg anhalten. Vor dem Hintergrund der andauernden Hitzewelle bittet das Bürgeramt die Bevölkerung, sich vor allem im Wald verantwortungsbewusst und umsichtig zu verhalten.

Im Wald herrscht grundsätzlich zwischen März und Oktober ein absolutes Rauchverbot, auch offene Feuer im Wald sind verboten.

Schon ein kleiner Funke genügt, um einen Wald- oder Flächenbrand auszulösen.

Immens wichtig ist außerdem, dass Zufahrten in Waldgebiete freibleiben, damit Löschfahrzeuge im Ernstfall nicht behindert werden. Auch das Abstellen von Fahrzeugen über trockenem Bodenbewuchs sollte unbedingt vermieden werden.

Wer einen Waldbrand bemerkt, sollte sofort die Feuerwehr unter der Rufnummer 112 informieren. Dabei kommt es auf eine präzise Ortsbeschreibung an. Rettungspunkte, allgemein bekannte Parkplätze oder Ähnliches können hier als Orientierung dienen.

 

 

 



Hitze: „Mehr Flächenbrände im Hohenlohekreis“

Über 40 Grad sind längst keine Seltenheit mehr, auch im Hohenlohekreis. Künzelsaus‘ Stadtbrandmeister sprach mit Dr. Sandra Hartmann über Wald- und Flächenbrände im Ländle und wie sich diese Einsätze auch auf die Feuerwehrler auswirken.

Mehr Einsätze

GSCHWÄTZ: Seit mehreren Tagen zeigen die Thermometer im Hohenlohekreis vielerorts über 40 Grad an. Heute spreche mit Stadtbrandmeister Thomas Böhret von Künzelsau über die derzeitige Lage. Wie haben sich denn diese hohe Temperaturen ausgewirkt auf die Feuerwehr bisher? Haben Sie mehr Einsätze als zuvor?

Thomas Böhret: Wir haben auf jeden Fall im Hohenlohekreis mehr Flächenbrände. Auch einen Waldbrand hatten wir vergangenes Wochenende.Auf die Einsatzkräfte wirkt sich das dahingehend aus, dass wir eine persönliche Schutzausrüstung anhaben, die ein gewisses Gewicht hat. Das macht unseren Einsatzkräften zu schaffen.

GSCHWÄTZ: Wo gab es bisher Flächen- oder Waldbrände?

Thomas Böhret: In Krautheim gab es einen Waldbrand und in DÖrrenzimmern einen Flächenbrand. Solche Sachen passieren bei bei Trockenheit, bei der Hitze, die wir gerade haben.So etwas kann bei diesen Temperaturen auch durch eine herumliegende Glasscherbe, die in der Wiese liegt, ausgelöst werden. Aber natürlich muss man auch dazu sagen, dass die öffentlichen Grillstellen trotz der hohen Temperaturen benutzt und oft nicht hundertprozentig ausgemacht werden. Es glimmt dann wieder auf und auch dadurch entstehen solche Flächen- oder auch Waldbrände.

Grillen keine so gute Idee

Derzeit immer mit dabei: Eine Kiste Sprudel. Foto: GSCHWÄTZ

GSCHWÄTZ: Das heißt, Grillen an öffentlichen Plätzen sollte man bei den Temperaturen eher vermeiden?

Thomas Böhret: Das sollte man auf jeden Fall vermeiden. Es ist in meinen Augen auch ein bisschen fahrlässig, wenn man zu Hause grillt mit Holzkohle und es gibt es einen Funkenflug, bei dem man gar nicht so genau beobachten kann, wo die Funken wieder niedergehen.

GSCHWÄTZ: Sie sind auch in enger Absprache mit den Landwirten damit, falls noch mehr Flächen- und Waldbrände drohen, dass man nicht nur als Feuerwehr vorbereitet ist und ausrückt, sondern dass auch da die Landwirte vor Ort ihre Güllefässer vorbereiten, die man dann ebenfalls schnell mit Löschwasser füllen kann.

Von Landwirten befüllte Pumpfässer

Thomas Böhret: Die Landwirte machen das selbstständig. Wir als Feuerwehr Künzelsau bringen zum Beispiel 5.000 Bis 10.000 Liter Wasser mit. Alles andere müssen wir uns dann in den Ortschaften organisieren. Wir rufen hierfür dann andere Feuerwehren hinzu. Vor Ort gibt es öffentliche Entnahmestellen oder die Landwirte haben mit Wasser befüllte Pumpfässer, die man dann natürlich auch mit zum Einsatz bringen kann.

GSCHWÄTZ: Wie hoch sehen Sie denn das Risiko, wenn es weiterhin so konstant heiß ist, dass es noch mehr Flächen- und Waldbrände in Hohenlohe geben wird?

Mehrere Kilo schwere Kleidung. Foto: GSCHWÄTZ

Trockenere Sommer

Thomas Böhret: Das wird es in jeden Fall geben. Von Mittwoch auf Donnerstag gab es ja ein ein Gewitter. Das ist natürlich schön gewesen. Es gab ein bisschen Entlastung, aber es wird mit Sicherheit die nächsten Tage wieder warm  und heiß werden. Dann haben wir die gleiche Problematik eigentlich wieder. Mir fällt auf, dass es die letzten fünf Jahre trockenere Sommer gibt und ich bin mir fast sicher, dass es auch in Zukunft so sein wird.

GSCHWÄTZ: Das heißt, wir müssen uns dementsprechend auf heißere Zeiten vorbereiten.

Thomas Böhret: Richtig. Die Feuerwehren untereinander sind gut verknüpft. Wir arbeiten gut zusammen. Auf dem Land bei den Landwirten laufen die dementsprechenden Vorbereitungen automatisch. Wir sind gut vorbereitet.

GSCHWÄTZ: Herr Böhret, ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen noch viele weitere erfolgreiche Einsätze.

Thomas Böhret: Vielen Dank.

 




Heiß, heißer, dumm

Hohe Temperaturen: Verlust der Gehirnleistung um bis zu 40 IQ-Punkte möglich

Und siehe, es kam Dürre über das Land. Schon wieder. Hatten wir nicht erst 2018 den letzten Hitzesommer? Nun also wieder so ein Rekordwärmejahr. Das nächste. Dabei hatte es so schön nass angefangen. Da blieben sogar die BUGA-Parkplätze in Heilbronn leer – vor lauter schlechtem Wetter.
Teilweise regnete es so stark, dass man sich schon wieder für das nächste Hochwasser wappnete. Nun sieht man wieder trockene Flusstäler.

Die extremen Wetterkapriolen sind extrem anstrengend und schlagen auf‘s Gemüt – und auf den Verstand. Laut einem aktuellen Focus-Artikel verlieren Menschen bis zu 40 – IQ-Punkte an heißen Tagen.
Ich kann das voll bestätigen.

Der Grund hierfür sei, dass der Körper viel mehr leisten müsse, um die Temperatur stabil bei 37 Grad zu halten. Die Menschen denken langsamer und weniger komplex, sagt Siegfried
Lehrl, Präsident der internationalen Gesellschaft für Gehirntraining (GfG), mit Verweis auf Experimente, die er mit Menschen in einer Sauna durchgeführt hat. Alkohol und fettes Essen, wie etwa bei Grillpartys üblich, sinken die Denkleistung weiter nach unten – ebenso wie abgedunkelte Räume. Das heiße Wetter mache die Menschen darüber hinaus, so ein Artikel der Welt, „unkritisch und aggressiv“.

Was dem Körper hingegen gut tut: Das Sitzen im Schatten, lockere Kleidung und viel trinken.

Was also tun? Einfach mal ohne schlechtes Gewissen den Pause-Knopf drücken.

 

Quellen:

https://www.focus.de/wissen/mensch/intelligenz/deutschland-sonnt-sich-doof-an-heissen-tagen-sind-menschen-duemmer-oft-um-ganze-10-iq-punkte_id_4818192.html

https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article143552167/Hitze-macht-die-Menschen-unkritisch-und-aggressiv.html