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Mann angeklagt wegen Mordes: Er soll mit 15 Messerstichen seine Frau umgebracht haben

Die Wohnung, in welcher der Ehemann seine Ehefrau vermutlich mit 15 Messerstichen ermordet haben soll (so steht es zumindest in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft, im laufenden Verfahren vor dem Heilbronner Landgericht wird nun der genaue Tathergang noch einmal beleuchtet werden) liegt idyllisch gegen in der Kernstadt von Künzelsau. Es ist eine Familientragödie, was hier geschehen ist. Leidtragende sind neben dem Opfer insbesondere die gemeinsamen Kinder.

Mordanklage gegen Mann aus Künzelsau: 15 Messerstiche – Ehefrau stirbt

Ein Mann, der möglicherweise seine Eifersucht nicht im Griff hatte und blind vor Wut auf seine Frau einstach, muss sich nun vor Gericht verantworten. Hierfür sind mehrere Verhandlungstage angesetzt. Der nächste Termin ist am Montag, den 10. März 2025.

Wenn Es ist ein Femizid, der hier geschehen ist – davon gibt es in Deutschland im Durchschnitt einen am Tag. Ein Femizid bezeichnet die gezielte Ermordung einer Frau, weil sie eine Frau ist und/oder weil sie von bestimmten Vorstellungen von Weiblichkeit – häufig geprägt von patriarchalem Vorstellungen wie Unterwürfigkeit und Gehorsam – abweicht, zum Beispiel, wenn selbst bestimmt leben möchte.

Nicht immer werden Mörder in Deutschland auch wegen Mordes verurteilt, da es manchmal zwar offensichtlich ist, dass hier ein Mord stattgefunden hat, aber die Mordmotive nicht eindeutig nachweisbar sind. Mordmerkmale sind unter anderem:

Eifersucht würde unter die Kategorie „niedere Beweggründe“ fallen. Wird der Täter wegen Mordes verurteilt, bringt das ein deutlich höheres  Strafmaß mit sich als bei Totschlag. Im Durchschnitt sind Mörder in Deutschland 19 Jahre in Haft, bei Totschlag lediglich zwischen 5 und 10 Jahre.

 




„Wir demonstrieren auch für Lieschen Müller von nebenan“

Am vergangenen Samstag fuhr Michael Pekers das erste Mal mit fünf seiner geschäftlichen Fahrzeuge auf eine Demo. In Heilbronn gab es eine Kundgebung mit dem Namen: „Heilbronn steht auf.“ Dabei forderte er mit weiteren mehren hundert Teilnehmer:innen unter anderem die Zurücknahme der Mauterhöhung, der CO2-Erhöhung, der Mehrwertsteuererhöhung für Gastronomen und die Zurücknahme der Streichung der Subventionen für land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Pekers steht damit nicht alleine da. Rund 500 Fahrzeuge versammelten sich auf dem Festplatz der Theresienwiese.

Jährliche Mehrkosten für ihn von bis zu 25.000 Euro

Pekers ist ein Unternehmer aus dem Hohenlohekreis, war früher bei der UBK in Künzelsau aktiv, auch schon mal Bürgermeisterkandidat für Künzelsau und ist vor sechs Jahren gegen die Schließung des Künzelsauer Krankenhauses eingetreten. Er hat einen Lastentaxi-Betrieb in Kupferzell mit aktuell 18 Fahrzeugen, darunter einen Lastwagen und mehrere Transporter.

Ab Juli soll es nun – neben der allgemeinen Erhöhung der Maut – auch eine Maut für 7,5-Tonner geben. Dadurch erhöhen sich seine jährlichen Kosten bei 50.000 beziehungsweise 100.000 gefahrenen Kilometern laut eigenen Aussage auf 12.500 beziehungsweise 25.000 Euro – Kosten, die Pekers dann an seine Kund:innen weitergeben werde müssen. Das bedeutet: Am Ende zahlen die Zeche die Endverbraucher:innen in den Supermärkten.

Michael Pekers

„Nicht nur die Bauern, sondern der gesamte Mittelstand leidet“

Er betont daher, dass er eigentlich nicht nur für sich auf die Straße gehe, sondern letzten Endes für Lieschen Müller von nebenan. Aber natürlich hätten er und seine Kolleg:innen dadurch auch höhere Verwaltungs- und Bürokratiekosten.  „Nicht nur die Bauern, sondern der gesamte Mittelstand leidet“, betont Pekers. Mit der Teilnahme an der Kundgebung möchte er „Flagge zeigen“.

Es gibt auch immer wieder viele humorige Plakate und Buttons zu sehen. Foto: privat

„Wir können sich das ganz normale Arbeiter und Alleinerziehende leisten?“

Aber nicht nur im beruflichen Feld, auch im Alltag findet er die explodierenden Preise erschreckend. „Wie können sich das ganz normale Arbeiter und Alleinerziehende leisten?“, fragt er sich. An die offiziellen Inflationszahlen, die derzeit bei drei und vier Prozent liegen, glaube er schon lange nicht mehr. „Die Inflation ist definitiv im zweistelligen Bereich angekommen“, dessen ist sich Pekers sicher. Und sie werde automatisch weiter steigen, da die – von der Politik beschlossenen Erhöhungen der Abgaben sowie Streichungen von Fördermitteln – Betroffenen diese Mindereinnahmen beziehungsweise Mehrausgaben an die Endkunden weitergeben werden.

Mit seinen Fahrzeugen war Pekers das erste Mal auf einer Demo. Foto: privat

Dennoch: „Alls auf die derzeitige Ampel-Regierung zu schieben, ist zu einfach“

Dennoch: „Alles auf die derzeitige Ampel-Regierung zu schieben, ist zu einfach“, sagt Pekers. Auch vor der Ampel sei politisch viel versäumt worden. Für die Parteien wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, so Pekers, zu überlegen, was sie falsch gemacht haben. Hier werde manchmal zu wenig reflektiert. Aber es gebe auch Ausnahmen.

Gemeinsam demonstrieren derzeit viele Gewerke und Branchen gegen die Regierungspolitik. Foto: privat

Ein Freund von ihm sei für die FDP politisch aktiv. Dieser habe damals als einziger gegen die allgemeine Corona-Impflicht gestimmt. Aber die meisten laufen seiner Meinung nach der Herde hinterher. Um neue Ideen in die Politik zu bekommen, wäre es sinnvoll, wenn alle Amtszeiten nach zwei Perioden für jeden Menschen enden würden. Er werde vermutlich bei den kommenden Wahlen die „alternativlose Alternative“ wählen.




„Wer bin ich eigentlich? Und warum überhaupt?“

Am 29. Oktober feiert die Show „Wer bin ich eigentlich? Und warum überhaupt?“ im Science Dome der experimenta ihre Premiere. In dem interaktiven Format gehen Clarissa Corrêa da Silva und Simone Müller zusammen mit dem Publikum den Fragen nach, was Menschen ausmacht und was sie prägt.

Derzeit haben rund 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Deutschland einen Migrationshintergrund. Welche Auswirkungen hat das auf die Gesellschaft? Durch welche Faktoren werden Menschen in ihrer Entwicklung eigentlich geprägt? Diesen sowie weiteren spannenden Fragen zum Thema Herkunft und Identität gehen die TV-Moderatorin Clarissa Corrêa da Silva und die Schauspielerin Simone Müller am 29. Oktober in der experimenta auf den Grund. Ihre interaktive Wissens-Show „Wer bin ich eigentlich? Und warum überhaupt?“ läuft um 12:00 und 15:00 Uhr im Science Dome und richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren.

Identitätssuche mit überraschendem Ausgang

Auf Augenhöhe nehmen da Silva und Müller ihr Publikum auf eine Reise mit: Sie beginnt mit Abgrenzung und Ausgrenzung im Alltag und endet nach rund einer Stunde mit der Sensibilisierung für Toleranz, Diversität und Selbstbestimmtheit. Die beiden Darstellerinnen haben selbst Migrationshintergrund und berichten anfangs in einem Wechsel aus humoristischen Szenen und wissenschaftlichen Erklärungen von ihren persönlichen Erfahrungen bei der Identitätssuche. Schnell wird klar: Obwohl alle Menschen zu 99,9 Prozent das identische Erbgut besitzen, müssen viele von ihnen mit Vorurteilen, Rollenklischees und Diskriminierung leben. Gemeinsam mit den jungen Zuschauerinnen und Zuschauern werden die Auswirkungen davon in der Show herausgearbeitet.

Science-Slam

Im Anschluss erklären Clarissa Corrêa da Silva und Simone Müller im Science Slam-Stil, wie die wissenschaftlichen Disziplinen Mikrobiologie und Epigenetik dazu beitragen, traditionelle Vorstellungen von Herkunft und Identität zu überdenken. So besteht zwar eine genetische Vorprägung durch die Vorfahren, doch jeder Mensch hat grundsätzlich die Möglichkeit, seine eigenen Werte und Verhaltensweisen zu entwickeln. Eine Erkenntnis, die auch im letzten Teil der Show eine wichtige Rolle spielt: Die beiden Akteurinnen gehen mit dem Publikum in den Austausch und werten bestimmte Szenarien durch Abstimmungen gemeinsam mit allen aus.

Premiere am 29. Oktober mit zwei Vorstellungen

Am Samstag, 29. Oktober, gastiert die Wissens-Show „Wer bin ich eigentlich? Und warum überhaupt?“ in der experimenta. An diesem Tag feiert das Stück seine Premiere, bevor es als Gastspiel auf Tournee geht. Die Aufführungen im Science Dome, die für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren geeignet sind, beginnen um 12:00 und 15:00 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6,00 Euro und für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren 4,00 Euro. Karten gibt es ab sofort online im Ticketshop der experimenta.

Die Wissens-Show „Wer bin ich eigentlich? Und warum überhaupt?“ ist in Kooperation mit dem renommierten Festival „Enjoy Jazz. Festival for Jazz and More“ entstanden. Gefördert wird sie durch die Stiftung Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und den Gewinnsparverein der BB Bank Karlsruhe.

Die Darstellerinnen

Clarissa Corrêa da Silva, Fernseh-Journalistin und Autorin, moderiert mehre­re, vielfach preisgekrönte TV- und Online-Formate für Kinder, darunter „Die Sen­dung mit der Maus“ (WDR), „Wissen macht Ah!“ (WDR), „Triff …“ und „Die beste Klasse Deutschlands“ (beide KiKa) sowie die Reportage-Reihe „3 Blocks“ (MDR). Für ihre Arbeit erhielt sie unter anderem den Kinder-Medienpreis „Der weiße Elefant“. Außerdem wurde sie mehrfach beim „Goldenen Spatz“ ausgezeichnet, dem größten Festival für deutschsprachige Kindermedien.

Simone Müller, Schauspielerin und Autorin, ist bekannt aus TV-Auftritten in Serien wie „Tatort“ (MDR) und „How to Sell Drugs Online (Fast)“ (Netflix) sowie durch Episoden­hauptrollen in innovativen Formaten wie „Triff …“ (KiKa) und „Find­her“ (YouTube). Sie ist Ensemble-Mitglied des Saarländischen Staatstheaters Saarbrücken. Daneben ist sie unter anderem sonder­pädagogisch an Schulen tätig und arbeitet künstlerisch zu den Themenfeldern Intersektionalität und Geschlechtergerechtigkeit.

Pressemitteilung experimenta




„Geschmack löst sehr intensive Gefühle aus“

Noch bis zum 8. Januar 2023 läuft in der experimenta Heilbronn die Sonderausstellung „Geschmacksfragen“. Dort können Besucherinnen und Besucher an 24 Mitmachstationen den eigenen Geschmack erkunden und selbst kreativ werden. Im Interview spricht Dr. Christian Sichau darüber, was Geschmack so besonders macht, warum das Thema in der Forschung bisher noch nicht tief verwurzelt ist und wie es zur Ausstellungsidee kam. Dr. Christian Sichau verantwortet als Bereichsleiter die Ausstellungen der experimenta. Der 1967 in Worms geborene promovierte Physiker kam 2009 zur experimenta und ist davon angetan, die eigene Faszination an Besucherinnen und Besucher weiterzugeben.

experimenta: Herr Dr. Sichau, was darf es zum Mittagessen sein: Spätzle oder Sushi?
Sichau: Da ich selbst nicht aus Schwaben stamme, sind beides für mich „fremdartige“ Gerichte. Doch an Spätzle habe ich mich mittlerweile schon mehr gewöhnt. Daher: Spätzle! Und diese dann bitte sehr gerne klassisch mit Linsen und Würstchen, und selbstverständlich einem Schuss Essig.

Geschmack am Geschmack gefunden

experimenta: In der neuen Sonderausstellung dreht sich alles um Geschmacksentscheidungen – nicht nur beim Essen. Woher stammt die Idee dazu?
Sichau: Als Ausstellungsteam starteten wir im Sommer 2019 die Suche nach neuen, spannenden Themen für unsere Sonderausstellungsfläche. Die Anregung dazu fanden wir nach einem Griff in die kleine, aber feine experimenta-Bibliothek. Dort stand zufällig ein Buch zum Thema Geschmack, das uns fesselte. Es war nicht unsere einzige Ausstellungsidee, aber je mehr wir uns damit beschäftigten, desto mehr fand es unseren Geschmack.

experimenta: Was reizte Sie am Thema Geschmack so sehr, dass Sie dazu eine ganze Ausstellung entwerfen?
Sichau: Geschmack zeichnet sich erstens durch seine enorme Vielseitigkeit und zweitens durch seine Stärke aus. Geschmack ist so alltäglich – und wird doch selten wissenschaftlich thematisiert. Was ist biologisch bestimmt? Wie prägen Erziehung, Umwelt und Kultur unseren Geschmack? Was machen die digitalen Medien mit ihren Likes und Bewertungsportalen aus unserem Geschmack? Das sind hochspannende Fragen und sie machen das Thema unglaublich vielseitig. Und der zweite Aspekt tritt dann noch hinzu: Geschmack ist einfach stark! Er löst sehr intensive Gefühle aus – sei es pure Freude oder auch tiefen Ekel. Das zeigt, wie sehr Geschmack in uns allen steckt.

Mitmachstationen

experimenta: Im Konzept der „Geschmacksfragen“ spielen Mitmachstationen eine wichtige Rolle. Wie entstehen eigentlich aus Ideen originelle Exponate?
Sichau: Für uns in der experimenta steht am Anfang immer die Frage: Was können Besucherinnen und Besucher tatsächlich tun? „Tun“ meint mehr als Knöpfedrücken. Also: Wie können wir unsere Gäste animieren, selbst Dinge herausfinden zu wollen? Wir müssen ihnen nicht etwas erklären, für sie aufdecken oder ihnen zeigen – wir wollen sie zu Forscherinnen und Forschern machen! Lust und Freude am Entdecken zu wecken, das ist die Kunst. Dieser Wechsel der Perspektive ist das A und O bei der Entwicklung von Mitmachstationen. Ist das verinnerlicht, wird vieles ganz leicht.

Den eigenen Geschmack kennenlernen

experimenta: Was ist das Besondere an der Ausstellung? Was können die Besuchenden mit nach Hause nehmen?
Sichau: Die Besonderheit ist das sich herausbildende persönliche Geschmacksprofil. Die vielen einzelnen Entscheidungen, die ich in der Ausstellung treffe, werden am Ende zusammengefasst, dargestellt und ausgewertet. Besucherinnen und Besucher können selbst ihre Geschmacksprofile miteinander vergleichen. Und sie können ihre Daten zur wissenschaftlichen Forschung spenden – selbstverständlich in völlig anonymer Form.

Wer will, kann seine Daten für ein wissenschaftliches Experiment spenden

experimenta: Sie arbeiten im Rahmen der Ausstellung mit Forscherteams zusammen. Welche Erkenntnisse können diese aus den Besucherdaten ziehen?
Sichau: Es entsteht zunächst an unseren Stationen durch die vielen experimenta-Besucherinnen und Besucher eine große Datenmenge – weit mehr als normalerweise in einem Laborversuch. Dann stehen Fragen im Raum: Bestätigen diese Daten bisherige Vermutungen und Hypothesen? Was zeigt sich neu und anders, wenn viele mitmachen? Darüber hinaus gibt es eine zweite Ebene: Zeigen sich in der Gesamtheit aller Daten neue, bislang nicht vermutete Zusammenhänge. Was haben Geschmacksurteile an Station A mit Geschmacksurteilen an der Station B zu tun? Gar nichts – oder doch sehr viel? Wir sind offen und gespannt auf die Antworten. Und wie in jedem wissenschaftlichen Experiment können wir die Ergebnisse zu Beginn noch nicht vorhersehen.

Pressemitteilung Experimenta Heilbronn




„Alle Meteoriten landen auf der Erde“

Nicht nur für Tage mit bedecktem Himmel bietet die Sternwarte der experimenta ab sofort ein Schlechtwetterprogramm an. Neben einem immersiven Globus, der die Himmelskörper unseres Sonnensystems interaktiv erlebbar macht, und einem Indoor-Teleskop spielt dabei ein rund 45 Kilogramm schweres Stück Eisen eine wichtige Rolle. Stephan Fichtner, Teamleiter Sternwarte, erklärt im Interview, woher das neue Exponat stammt und was einen Meteoroiden von einem Meteoriten unterscheidet. Stephan Fichtner ist als Teamleiter Sternwarte seit Anfang 2021 bei der experimenta. Zuvor arbeitete er nach einem Studium der Physik und Astronomie und einer Tätigkeit als Wissenschaftsjournalist beim Planetarium Hamburg.

Woher kommt der Meteorit, der in der experimenta zu sehen ist?

Stephan Fichtner. Foto: Experimenta

Der Meteorit Campo del Cielo stammt ursprünglich aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Dort hat er wahrscheinlich Jahrmillionen seine Runden gedreht, bis ihn eine Schwereanomalie von Jupiter aus der Bahn geworfen hat. Dann hat er sich auf die Reise gemacht und ist beim Eintritt in die Erdatmosphäre in mehrere Einzelteile zerbrochen und in Argentinien auf die Erde gestürzt. Das Ursprungsstück hatte über 100 Tonnen Masse. Das größte Stück, das man bislang gefunden hat, wog rund 30 Tonnen.

Die ersten Stücke des Campo del Cielo wurden schon 1546 entdeckt …

Ja, wenn 100 Tonnen vom Himmel fallen, bleibt das nicht unbemerkt. Die Spanier hatten durch Überlieferungen der Ureinwohner von dem Meteoriten gehört und dachten, dass er wertvoll sein könnte. Als sie merkten, dass er überwiegend aus Eisen besteht und keine Edelmetalle enthält, haben sie den Meteoriten aber liegen lassen. Damals waren für die Spanier nur Silber und Gold interessant. Übrigens: Das 30-Tonnen-Stück wurde erst 2016 gefunden. Das 45,5 Kilogramm schwere Teil in der experimenta besteht aus den Hauptbestandteilen Eisen mit 92,6 Prozent und Nickel mit 6,7 Prozent. Man nennt diese Meteoriten auch Eisen-Nickel-Meteoriten.

Gibt es einen Unterschied zwischen „Meteoroid“ und „Asteroid“?

Im Grunde werden beide Begriffe synonym verwendet. Als Asteroiden bezeichnen wir aber eher die größeren Himmelskörper, die zwischen Mars und Jupiter kreisen. Daher heißt dieser Bereich auch Asteroidengürtel. Die Bezeichnung Meteoroiden hat sich für die kleineren Teile eingebürgert. Die Endung „-id“ weist darauf hin, dass ein Teil im Weltraum seine Bahnen zieht. Trifft einer dieser Körper die Erde, so sprechen wir von einem Meteoriten. Dafür steht die Endung „-it“.  Ein kleiner aber feiner Unterschied.

Wie oft kommt es vor, dass ein Meteorit auf die Erde stürzt?

Regelmäßig. Die Erde sammelt jeden Tag viele Tonnen an außerirdischem Material ein, wenn sie auf ihrer Bahn um die Sonne durch das All fliegt, einfach weil sie ein recht großer Körper ist. Sie hat zwar im Vergleich zu früheren Zeiten ihre Bahn schon ziemlich freigeräumt – damals als das Sonnensystem entstanden ist, war noch alles voll mit Bröseln, Brocken und Staub – aber es fliegen immer noch Kometen quer durch das Planetensystem. Und die zerbröseln bei jeder Umrundung der Sonne natürlich auch. Das heißt, es werden immer wieder neue Teile nachgeliefert, die auch auf der Erdbahn landen. Das sind dann Sternschnuppen – kleine Kometenteile, die in der Atmosphäre verglühen.

Stürzen auf den Mond mehr Brocken als auf die Erde?

Nein. Aber die Erde umgibt eine Lufthülle, darin verglühen die kleineren Meteoroiden. Der Mond hat keine Atmosphäre, dort schlägt wirkliches jedes Teil ein. Außerdem gibt es auf der Erde Wetterphänomene, wir haben Wind, Regen, Erosion: Das heißt, Krater können nach ein paar Jahrmillionen auch wieder verschwunden sein, weil sie dann eingeebnet sind. Aber auch menschliche Einflüsse spielen eine Rolle. So liegt die Stadt Nördlingen in einem alten Meteoritenkrater, dem Nördlinger Ries. Anders verhält es sich mit Kratern in der Wüste, beispielsweise dem Barringer-Krater in Arizona. Diese bleiben länger bestehen, weil es dort nicht so viel regnet wie in unseren Breitengraden. Und genauso verhält es sich auch auf dem Mond. Dort bleibt jeder Krater, der einmal geschlagen wurde, auch bestehen. Eine Ausnahme bilden die Mondmeere auf der Vorderseite des Mondes. Dort ist in der Frühzeit des Mondes Lava ausgetreten und hat die frühesten Krater des Mondes zugedeckt.

Pressemitteilung Experimenta




experimenta zeigt Science Dome-Show zum Sternenhimmel im Ramadan

Welche Rolle die Astronomie im Islam spielt und welche Bedeutung der Mond für den Fastenmonat Ramadan hat, erklärt das Science Center experimenta in der neuen Live-Show „Zeit des Mondes“. Darin können Besucherinnen und Besucher wie im Planetarium den Sternenhimmel über Mekka, der heiligsten Stadt des Islams, auf der Kuppel des Science Dome erleben. Nebenbei erfahren sie mehr über den islamischen Kalender, der auf der Beobachtung der Mondphasen basiert und daher mit 354 Tagen etwas kurzer als das Sonnenjahr ist.

Kultur- und Religionsgrenzen überwinden

Mit dem neuen Format möchte die experimenta neue Zielgruppen ansprechen und über Kultur- und Religionsgrenzen hinweg Akzeptanz und Verständnis schaffen. „Muslimische Moderatoren begleiten den astronomischen Vortrag und geben uns Einblicke in die Grundpfeiler und die Geschichte des Islams“, erlautert Johan Gysenbergs, Abteilungsleiter Science Dome und Sternwarte, das Konzept der Veranstaltung. „Die Besucherinnen und Besucher erfahren bei uns viel Wissenswertes uber den Ramadan, der dieses Jahr auf den Zeitraum 2. April bis 2. Mai fallt“, so Gysenbergs weiter.

Immer Freitags

Die Show „Zeit des Mondes“ läuft immer freitags im Science Dome: am 11. und 18. März sowie am 1. und 8. April um 17:00 Uhr. Am 25. März startet die Vorstellung bereits um 16:00 Uhr. Eintrittskarten für alle Vorführungen können im  Online-Ticketshop der experimenta  fur 6 Euro [ermäßigt 4 Euro] erworben werden. Für den Besuch gelten die gültigen gesetzlichen Vorgaben, die auf der Website www.experimenta.science stehen. Weitere Auskünfte gibt es telefonisch unter 0713188795-0 oder per E-Mail: info@experimenta.science.

 

Pressemitteilung experimenta Heilbronn




Darm-mit-Charme nun auch in der Experimenta

Noch bis zum 1. Mai können sich experimenta-Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung „Darm mit Charme“ auf eine kuriose Reise durch den menschlichen Körper begeben. Sie basiert auf dem gleichnamigen Buch der Autorin Giulia Enders; von ihrer Schwester Jill Enders stammen die Illustrationen. Im Interview sprechen die beiden darüber, welche vielfältigen Möglichkeiten die Transformation des Bestsellers in eine Mitmachausstellung bietet.

Experimenta Heilbronn. Bild: Experimenta Heilbronn

Giulia, am Anfang des Projekts „Darm mit Charme“ stand die Frage eines WG-Mitbewohners zum Thema Stuhlgang. Wie hat sich daraus die Idee zum Buch entwickelt?

Giulia Enders (GE): Nach dieser Frage machte ich bald bei einem Science Slam mit. Dabei stellen Forschende vor, was sie fasziniert. Ein Video dieses Science Slams ging online und verbreitete sich rasant. Daraufhin fragte mich eine Literaturagentin, ob ich mir vorstellen könnte, ein Buch zu schreiben. Ich dachte: Probieren kann ich es ja mal.

Jill Enders. Bild: Experimenta Heilbronn

Wie kamst du als Illustratorin dazu, Jill?

Jill Enders (JE): Als Giulia mir am Telefon zum ersten Mal vom Darm erzählt hat, war ihre Begeisterung darüber ansteckend. Ich hatte Bilder im Kopf und begann zu zeichnen – schon hatten wir einen Anfang für den Science Slam. Wir haben dabei gemerkt, dass wir uns gegenseitig anspornen und weiterbringen.

GE: Wir nennen das Gedanken-Ping-Pong. Es macht Spaß – und ich denke, das spüren die Leserinnen und Leser auch.

Euer Buch ist ein spannendes Wechselspiel von Worten und Bildern. Was war zuerst da? Die Worte? Oder haben die Zeichnungen die Sprache inspiriert?

JE: Beides. Es geht immer mal hin und her. Manchmal hakte es am Text und beim „Darüber-Sprechen“ entstand ein Bild, das es besser erklärte als Worte – oder anders herum. Am meisten Arbeit floss in den richtigen Ton. Ein Schließmuskel darf ruhig freundlich aussehen oder ein kauender Mund wie eine Tänzertruppe – Hauptsache, das Wesentliche kommt dabei raus. In diesem Punkt haben wir uns immer gegenseitig geprüft: Giulia die Bilder und ich den Text. Nur so konnten wir sicher sein, dass auch andere uns verstehen.

Nun ist „Darm mit Charme“ als interaktive Ausstellung in der experimenta zu sehen. Was ist dort anders als im Buch?

GE: Dreidimensional haben wir ganz andere Möglichkeiten mit dem Wissen zu spielen. In der Ausstellung gibt es zum Beispiel eine Station, in der Besuchende Lebensmittel einscannen, wie im Supermarkt, aber auf einem Bildschirm angezeigt bekommen, wie viel Ballaststoffe darin enthalten sind. Daraus wird schnell ein Wettkampf: Wer ernährt die eigenen Darmbakterien besser? Jill und ich haben das schon ehrgeizig gegeneinander ausgefochten.

JE: Auch einen echten Darm so zu zeigen, wie wir ihn gerne präsentieren möchten, war für uns ein Highlight. Die Körperausstellungen, die wir kennen, färben Organe mit Farbstoffen ein oder lassen sie glänzend und plastikartig erscheinen. Unser echter Darm ist so, wie er wirklich aussieht, wenn das ganze Essen und das Blut fehlen: weiß und sauber, wie ein Gebilde aus Papier.

Giulia Enders. Bild: Experimenta Heilbronn

Die Konzeption einer Ausstellung war für euch Neuland. Wie war es, dabei zu sein?

JE: Wir haben mit einem Team aus Frankreich, Finnland und Portugal zusammengearbeitet. Das war menschlich sehr nett und es war auch gut, dass alle anderen schon so viel Erfahrung beim Kreieren einer Ausstellung hatten. Wir waren allerdings überrascht, wie viel verboten war.

GE: Immer wieder hieß es, vor allem aus Frankreich, wenn wir eine Idee für ein Ausstellungsobjekt eingebracht haben: Nein, das essen die Leute! Oder: Da treten sie drauf und versuchen es von der Wand abzureißen. Seitdem haben wir einen ziemlich witzigen Eindruck von französischen Museumsbesuchenden… das ist sicher.

JE: Und jetzt ist sicher nichts mehr essbar oder von der Wand abreißbar!

Seit dem Erscheinen des Buches sind mittlerweile mehrere Jahre vergangen. Gibt es inzwischen neue Erkenntnisse zum Ausnahmeorgan Darm?

GE: Unzählbar viele! Die Anzahl der veröffentlichten Studien zum Thema „Mikrobiom“, also der Mikroben in und auf uns, steigt fast exponentiell. Im Jahr 2021 waren es etwa 25.000 Stück. Kein Wunder, dass es da als Ärztin oder Arzt nicht möglich ist, immer up to date zu sein. Gute Wissensaufbereitung wird in dieser schnellen, riesigen Welt immer wichtiger.

„Darm mit Charme“ vermittelt ein sensibles Thema einem großen Personenkreis verständlich und unterhaltsam. Was für ein Feedback gab es aus der Fachwelt zu eurem Buch?
GE: Sehr schönes Feedback. Hilfreiche Hinweise oder auch lustige Zusendungen: wie einen Kefir-Pilz, den ich in höchsten Ehren weiterzüchte.

Das Exponat des echten Darms ist schon toll.

Zu guter Letzt, was ist eure Lieblingsstation in der Sonderausstellung „Darm mit Charme“?

GE: Das Exponat des echten Darms ist schon toll. Wenn ich vor ihm stehe, bin ich beeindruckt von der Schönheit und werde jedes Mal ruhig und dankbar. Bei so etwas kann ich meiner Schwester absolut vertrauen – wenn ich sage: Ich habe Angst, dass sie ihn so „aderig“ und „schauderig“ machen, dann weiß sie einen Weg, telefoniert mit den Plastinatoren und am Ende ist er genau richtig und wunderbar.

JE: Ich mag die Bakterien, die, wenn man sie antatscht, etwas Lustiges von sich erzählen. Das versteht mittlerweile auch mein fünfjähriger Sohn und muss lachen. In solchen Momenten habe ich das Gefühl, unsere Freude an der Sache hat es auch in diese Ausstellung geschafft und wird von dort aus weitergetragen.

GE: Ping-Pong eben.


Zur Person:
Giulia Enders ist approbierte Ärztin. Sie forschte für ihre Doktorarbeit am Institut für Mikrobiologie in Frankfurt am Main und wurde 2012 durch ihren Science Slam-Vortrag „Darm mit Charme“ bekannt, der zum YouTube-Hit wurde. Jill Enders ist diplomierte Kommunikationsdesignerin mit dem Schwerpunkt Wissenschaftsvermittlung. Sie lebt und arbeitet in Karlsruhe.


Pressemitteilung Experimenta




Eigentümer von mutmaßlichem Diebesgut gesucht

Am 23. Oktober 2021 konnte die Polizei Heilbronn einen Einbrecher festnehmen. In diesem Zusammenhang wurden von der Polizei eine Anzahl Uhren und Schmuckstücke, sichergestellt, die mutmaßlich Diebesgut sind und deren Eigentümer bisher nicht ermittelt werden konnte.

Eigentümer und Zeugen gesucht

Die Kriminalpolizei Heilbronn sucht daher nach den Eigentümern der Gegenstände. Diese und Zeugen, die Angaben zur Herkunft der Gegenstände oder den eigentlichen Eigentümern machen können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Heilbronn unter der Telefonnummer 07131 104 4444 zu melden.

Lichtbilder des Diebesguts sind unter folgendem Link abrufbar:
https://fahndung.polizei-bw.de/tracing/heilbronn-zuordnung-von-mutmasslichem-diebesgut/

Pressemitteilung Staatsanwaltschaft Heilbronn und Polizeipräsidium Heilbronn

 




Polizei kontrolliert Masken im Nahverkehr: Fast ein Drittel Beanstandungen

Im Rahmen der Pandemiebekämpfung kommt einer flächendeckenden und kontinuierlichen Überwachung der erlassenen Verordnungen eine besondere Bedeutung zu. Aus diesem Grund haben erneut mehrere Polizeireviere, darunter die Dienststellen Heilbronn, Neckarsulm und Öhringen sowie Beamtinnen und Beamte der Bereitschaftspolizei am vergangenen Freitagnachmittag Kontrollen durchgeführt, um die Einhaltung der Maskentragepflicht im öffentlichen Raum sowie im Umfeld des ÖPNV zu überwachen. Insgesamt waren fast 50 Einsatzkräfte in den Zuständigkeitsbereichen der drei Polizeireviere unterwegs und kontrollierten in den Innenstädten, an Haltestellen, in Bahnhöfen sowie in Bussen und Bahnen.

Polizei wird auch weiter kontrollieren

Dabei wurden rund 650 Personen kontrolliert. 210 Personen trugen keine Mund-Nasen-Bedeckung oder hatten diese falsch angelegt. Bei diesen Kontrollen wurde deutlich, dass polizeiliche Überwachungen weiterhin notwendig sind, aber andererseits die meisten Menschen sich an die aktuellen Regeln halten und ihren Beitrag im Kampf gegen das Virus leisten. Weitere Maßnahmen sind bereits in dieser Woche geplant.

Pressemeldung Polizei Heilbronn

 




Strafanzeige wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern

Bereits im Jahr 2020 kam es im Zuständigkeitsbereich des Ausländeramts des Landratsamtes Heilbronn zu Auffälligkeiten hinsichtlich einzelner, ursprünglich aus Kamerun stammender Landkreisbewohner. Nach zunächst hausinternen Ermittlungen durch die Ausländerbehörde stellte die Behördenleitung im November 2020 schließlich Strafanzeige wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern bei der Staatsanwaltschaft Heilbronn. Zunächst wurden die Ermittlungen durch das Polizeirevier Heilbronn geführt, wobei sich alsbald ein nicht vorhersehbares Verfahrensausmaß abzeichnete. Die Ermittlungen wurden an die Kriminalpolizei Heilbronn übergeben, die fortan die bereits mehrere Monate andauernden Ermittlungen aufnahm.

Mindestens 112 Fälle

In mindestens 112 Fällen sollen drei aus Duala in Kamerun stammende Männer gemeinsam mit sechs weiteren Mittätern Personen aus acht afrikanischen Ländern Aufenthaltstitel in der Bundesrepublik Deutschland verschafft haben, indem sie durch teilweise unrichtige Angaben in sogenannten Verpflichtungserklärungen für die Einreisenden gegenüber den Ausländerbehörden bürgten. Konkret sollen die Tatverdächtigen im Zeitraum von 2017 bis 2021 bei zumindest zwölf verschiedenen Ausländerämtern in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen inhaltlich falsche Verpflichtungserklärungen dahingehend abgegeben haben, für die finanzielle Absicherung der eingeladenen Personen, bei denen es sich überwiegend um Studenten handelte, während ihres Aufenthalts in Deutschland einstehen zu können. Zu diesem Zweck wechselten die Tatverdächtigen vermehrt den Wohnort oder meldeten sich in anderen Kreisen oder Bundesländern an.

Ein Verdächtiger mit 8 Wohnsitzen

Die mögliche Anzahl der zeitgleich durch einen Verpflichtungsgeber abgegebenen Verpflichtungserklärungen hängt von dessen finanzieller Leistungsfähigkeit ab. Da eine zentrale landes- oder bundesweite Erfassung solcher Verpflichtungserklärungen aktuell nicht erfolgt, kann die im Einzelfall befasste Ausländerbehörde nicht nachvollziehen, wie viele solcher Verpflichtungserklärungen ein Verpflichtungsgeber bereits bei anderen Ausländerbehörden abgegeben hat. Dies sollen sich die Verdächtigen des hiesigen Ermittlungsverfahrens zunutze gemacht haben, indem sie bei verschiedenen Ausländerbehörden die finanzielle Absicherung einer Vielzahl von Visumsantragsstellern versicherten, die ihre finanziellen Mittel überschritt. So hatte einer der Hauptverdächtigen im Ermittlungsverfahren der Kriminalpolizei Heilbronn neben seinem tatsächlichen Wohnsitz im Landkreis Heilbronn insgesamt acht weitere Wohnsitze angemeldet, um von dort aus weitere Studenten in die Bundesrepublik Deutschland einladen zu können. Die Wohnorte der „Eingeladenen“ erstrecken sich mittlerweile über insgesamt 13 Bundesländer.

130 Einsatzkräfte durchsuchen in mehreren Bundesländern

Aufgrund der bislang durchgeführten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei Heilbronn besteht der Verdacht, dass es sich bei den Tathandlungen um gewerbsmäßige Schleusungen gehandelt hat und die Tatverdächtigen für die Abgabe der Verpflichtungserklärungen entlohnt wurden. Im Rahmen eines großangelegten Einsatzes der Polizei in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern wurden am 24. November 2021 unter Federführung des Polizeipräsidiums Heilbronn insgesamt 20 Wohnungen und Arbeitsstellen beteiligter Personen durchsucht. Hierbei konnte umfangreiches Beweismaterial gesichert werden. Insgesamt waren dem Heilbronner Einsatzleiter knapp 130 Einsatzkräfte unterstellt. Nach der Sicherstellung der Beweismittel werden die Heilbronner Ermittler diese nun auswerten.

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heilbronn und des Polizeipräsidiums Heilbronn