Landratsamt Hohenlohe: Hamsterkäufe nicht notwendig, Lebensmittelversorgung ist sicher
Seit der Zunahme der Corona-Infektionen kaufen Menschen aktuell wieder vermehrt Lebensmittel und Hygieneartikel ein als üblich, beobachtet das Landratsamt, und legen sich einen überdurchschnittlich großen Vorrat an. „Hierfür gibt es keinen Grund, denn trotz der momentanen Situation braucht niemand Angst haben, dass die Lebensmittel nicht reichen“, so Dezernent für ländlichen Raum Dr. Wolfgang Eißen. „Sicherlich ist es sinnvoll, einen gewissen Grundvorrat zu Hause zu haben, aber unsere Ernährung ist sichergestellt, es stehen ausreichend Grundnahrungsmittel zur Verfügung“.
Lebensmitteleinzelhandel: keine Versorgungslücken zu befürchten
„Wenn jeder normal einkauft, steht niemand vor leeren Regalen“, so Eißen: Der Lebensmitteleinzelhandel beteuert, dass aufgrund der Erfahrungen während der ersten Welle keine Versorgungslücken zu befürchten sind und deshalb auf die ständige Verfügbarkeit zu vertrauen ist. Zudem liefern die Landwirte in der Region täglich frische Eier, Fleisch und Milch. Die Lager mit heimischen Obst und Gemüse sind jetzt im Herbst gut gefüllt. Da das Coronavirus keine Gefahr für Nutztiere darstellt, kann die Milch ohne Bedenken verzehrt werden. Auch Getreide, Nudeln und Mehl werden auf lange Sicht nicht knapp. Der Dezernent für ländlichen Raum empfiehlt den Einkauf im nächsten Hofladen: „Über den ganzen Hohenlohekreis verteilt gibt es viele Direktvermarkter, die sich darüber freuen. “
Hohenloher Hofläden und Landwirte bieten frische Produkte der Saison an
Das Landratsamt rät Personen, die unter Quarantäne stehen und ihr Zuhause nicht verlassen dürfen, Freunde und Familie oder im Wege der Nachbarschaftshilfe um Unterstützung zu bitten, damit diese bei Bedarf Lebensmittel vor die Türe stellen.
Aktuelle Corona-Situation im Hohenlohekreis
Zur aktuellen Corona-Situation teilt das Landratsamt mit, dass dem Gesundheitsamt am 27. Oktober 2020 15 Neuinfektionen gemeldet wurden. Unter anderem sei eine Projektgruppe der Richard-von-Weizsäcker-Schule in Öhringen betroffen. Es befinden sich aus diesem Fall 20 Schülerinnen und Schüler und ein Lehrer in Quarantäne, da sie als Kontaktpersonen ersten Grades identifiziert wurden. Laut den Daten des RKI vom 28.Oktober 2020 ist die 7-Tage-Inzidenz im Hohenlohekreis wieder unter die Marke von 50 Infizierten gefallen.


Symbolbild Hamsterkauf.
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