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Sophie Scholls Vermächtnis

Im Gedenken an die Widerstandskämpferin Sophie Scholl haben Vertreter des Hohenlohekreises anlässlich des 100. Geburtstags von Sophie Scholl einen gemeinnützigen Verein in ihrem Geburtszimmer im Forchtenberger Rathaus gegründet. Der Verein „Sophie Scholl aus Forchtenberg – Gedenken und Erinnern im Hohenlohekreis“ mit Sitz in Forchtenberg verfolge den Zweck, die Erinnerung an Sophie Scholl und an die Weiße Rose aufrechtzuerhalten, schreibt das Landratsamt Hohenlohekreis. Zu den Gründern des Vereins zählen unter anderem der Bürgermeister von Forchtenberg, Michael Foss, und der Kreisarchivar des Hohenlohekreises, Dr. Thomas Kreutzer.

Unterstützung für Gedenkstätte Weiße Rose-i-Punkt

Der Verein hat das Ziel, vor allem die Gedenkstätte Weiße Rose-i-Punkt in Forchtenberg zu unterstützen und die Erinnerungs- und Gedenkkultur für die Opfer des Nationalsozialismus im Gebiet des Hohenlohekreises zu fördern. Die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus sowie die Durchführung von Veranstaltungen sind dabei wichtige Bestandteile. Zudem sollen Veranstaltungen der historischen Bildungsarbeit wie Tagungen, Ausstellungen, Vorträge oder Filmvorführungen durch den Förderverein unterstützt werden.

Insgesamt 40.000 Euro Zuschuss

Aus diesem Anlass übergab Susanne Uebel-Madenciler in Vertretung für Landrat Dr. Matthias Neth, Vorstandsvorsitzender der Stiftung des Hohenlohekreises und stellvertretender Vorsitzender des Vereins, im Namen der Stiftung einen Scheck in Höhe von 20.000 Euro an den Verein. Zusätzlich erhielt der Verein einen Zuschuss von 20.000 Euro von der Stadt Forchtenberg. „Ich freue mich über die Gründung des neuen Vereins und die großzügige finanzielle Grundausstattung. Zusammen mit Renate S. Deck und der Gedenkstätte Weiße Rose-i-Punkt möchten wir einen aktiven Beitrag zur Erinnerungs- und Gedenkkultur für die Opfer des Nationalsozialismus im Gebiet des Hohenlohekreises leisten“, so Bürgermeister Michael Foss.

Information

Der Verein freut sich jederzeit über interessierte Mitglieder. Informationen zum Verein und zur Mitgliedschaft gibt es bei Dr. Thomas Kreutzer unter Telefon 07942/941264 oder per E-Mail unter thomas.kreutzer@hohenlohekreis.de.

Quelle: Pressemitteilung des Hohenlohekreises




„Wir möchten damit die Attraktivität der gesamten Stadt erhalten“

Im Rahmen des Landeswettbewerbes „Start-up BW Local“ hat das Wirtschaftsministerium weitere 26 gründungsfreundliche Kommunen ausgezeichnet, darunter auch Künzelsau. Das geht aus einer Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums hervor.

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann freut sich über diese Anerkennung für seine Stadt: „Die zweite Teilnahme am Landeswettbewerb Start-up war für uns eine gute Gelegenheit, zu überlegen, wie wir das bestehende Angebot weiterentwickeln und  Gründer auf dem Weg in die Selbständigkeit zur Seite stehen können. Wir möchten damit die Attraktivität der gesamten Stadt erhalten und Menschen unterstützen, die Ideen haben und sich mit einbringen.“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Wir brauchen Kommunen, die Gründungswillige aktiv unterstützen und die in den regionalen Start-up Ökosystemen eine aktive Rolle spielen.“

Start-ups den Start erleichtern

26 Kommunen in Baden-Württemberg tragen ab sofort das Prädikat „gründungsfreundliche Kommune 2020/2021“. Beim „Pitches der Kommunen“ am 14. und 15. Oktober 2020 im Rahmen des Landeswettbewerbs „Start-up BW Local“ konnten sie die Jury mit ihren Konzepten zur Gründungsförderung überzeugen. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zeigte sich beeindruckt von dem großen Einsatz der Kommunen im ganzen Land, gründungsfreundliche Strukturen zu schaffen: „Wir brauchen Kommunen, die Gründungswillige aktiv unterstützen und die in den regionalen Start-up Ökosystemen eine aktive Rolle spielen“, so die Ministerin. „Die ausgezeichneten Kommunen bieten Services an, die die Gründerinnen und Gründer wirklich brauchen. Herzlichen Glückwunsch an alle ausgezeichneten Teilnehmer. Ihr Engagement ist wichtig, um Baden-Württemberg zu einer der gründungsdynamischsten Regionen Europas zu machen.“

Einzug ins Finale

Ausgezeichnet wurden die Kommunen in den drei Kategorien „Gemeinde bis 20.000 Einwohner“, „Stadt“ und „Interkommunaler Ansatz/Landkreise“. Die von der Jury ausgewählten Kommunen und interkommunalen Projekte, deren Maßnahmen die stärkste Dynamik in einem weiteren Ausbau von Gründungsvorhaben erwarten lassen, präsentieren ihre Konzepte erneut im virtuellen Landesfi-nale am 9. Dezember 2020. Dort werden die Platzierungen vom ersten bis zum dritten Platz unter Einbeziehung eines Fachpublikums aus der baden-württembergischen Gründungs- und Start-up-Szene ermittelt.

Die ausgezeichneten Gemeinden bis 20.000 Einwohner sind:

• Bad Saulgau (Einzug ins Finale)
• Künzelsau (Einzug ins Finale)
• Magstadt (Einzug ins Finale)

• Sigmaringen
• Waldenbuch
Ausgezeichnete Städte
• Albstadt (Einzug ins Finale)
• Baden-Baden
• Mannheim (Einzug ins Finale)
• Göppingen
• Heidelberg
• Herrenberg
• Reutlingen (Einzug ins Finale)
• Rottenburg
• Sindelfingen

Ausgezeichnete interkommunale Ansätze:

• Region Ostwürttemberg mit den Städten Aalen, Ellwangen, Giengen an der Brenz, Heidenheim, Schwäbisch Gmünd und den Landkreisen Heidenheim und Ostalbkreis (Einzug ins Finale)
• Landkreis Böblingen (Einzug ins Finale)
• Verbund der vier Städte Esslingen, Filderstadt, Kirchheim unter Teck, Nürtingen (Einzug ins Finale)

Die Preisgelder je Kategorie betragen:

Platz 1 – 10.000 Euro
Platz 2 – 7.500 Euro
Platz 3 – 5.000 Euro

Die Preisgelder können von den Kommunen frei zum weiteren Ausbau der Gründungsdynamik eingesetzt werden.

Das Wirtschaftsministerium würdigt in einer besonderen Kategorie auch die Kommunen, die sich mit ihren erstellten Konzepten auf einem sehr guten Weg zur „ausgezeichneten Kommune“ befinden, in der aktuellen Wettbewerbsrunde aber noch keine Auszeichnung erhalten. Dies sind die Gemeinden Bad Säckingen, Ebersbach, Mengen, Neuenburg am Rhein und Pfullendorf, die Städte Bret-ten, Freudenstadt und Leinfelden-Echterdingen sowie der Landkreis Calw.

Die „Pitches der Kommunen“ wurden von folgenden Jury-Mitgliedern mit Erfahrungen im Gründungsbereich bewertet:

• Matthias Burgbacher | PLAN:KOOPERATIV
• Timm Czarnecki | BRC Solar GmbH
• Tim Dibjick | Membratech Engineering GmbH
• Stefanie Knebel | AudiotexTour GbR
• Pia Nowotny | Martha´s Gastronomiebetriebe GmbH

Der Landeswettbewerb „Start-up BW Local“

„Start-up BW Local“ ist laut dem Wirtschaftsministerium ein Landeswettbewerb des Wirtschaftsministeriums Ba-den-Württemberg. Er fördert Gemeinden, Städte und Landkreise bei der konzep-tionellen Erstellung gründungsfreundlicher Strukturen vor Ort. Gründerinnen und Gründer bewerten im Anschluss die Konzepte und zeichnen die überzeugends-ten Teilnehmer mit dem Label „Gründungfreundliche Kommune“ aus. Seit dem Start des Formats sind neben einer Community der Gründungsunterstützer auch unbürokratische Strukturen entstanden, von denen Gründer profitieren.

Der Wettbewerb wird gemeinsam getragen vom Wirtschaftsministerium und von den baden-württembergischen kommunalen Spitzenverbänden Gemeindetag, Städtetag, Landkreistag sowie vom Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) und vom baden-württembergischen Handwerkstag (BWHT).

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.startupbw.de/local




„Der TSV Ingelfingen fühlte sich wohl überfahren“

Auf dem Sportplatz in Niedernhall geht es an diesem Nachmittag lautstark zu. Zwei Jugendmannschaften spielen, Eltern und Trainer stehen am Spielfeldrand und feuern lautstark an. Es ist ein Freundschaftsspiel der F-Jugend der Kickers Mittleres Kochertal gegen die Mannschaft aus Öhringen. Drei der Jugendleiter der Kickers, Mike Smolny, Timo Winkler und Michael Link, sowie der sportliche Leiter Ralf Stehle beobachten das Geschehen.

Kinder lieben Fußball

Die meisten Kinder – vor allem Jungs – lieben Fußball. Für ein Spiel braucht es nicht viel: Schnell sind mit ein paar Jacken zwei „Tore“ aufgebaut und irgendwer hat immer einen Ball dabei. Große Worte sind nicht nötig und die einfachste Regel kennt eigentlich jeder: Das Runde muss in das Eckige. Die Jubelposen haben selbst die Allerkleinsten schnell drauf. Irgendwann entsteht dann bei vielen Kindern der Wunsch, im Verein aktiv Fußball zu spielen – und den großen Stars wie Messi oder Ronaldo nachzueifern.

Geteilte Jugendleitung

Um Kinder wieder zum Fußball zu bringen und gleichzeitig den sportlichen Leistungsgedanken zu fördern und zu fordern, haben sich im Sommer fünf Vereine unter dem Namen Kickers Mittleres Kochertal zusammengetan: TSV Niedernhall, TSV Weißbach, TG Forchtenberg und SG Sindringen/Ernsbach. Die Leitung teilen sich jeweils ein Vertreter der beteiligten Vereine. Neben Mike Smolny vom SG Sindringen/ Ernsbach, Timo Winkler vom TG Forchtenberg und Michael Link vom TSV Niedernhall ist das noch Andre Ostermaier vom TSV Weißbach. Sportlicher Leiter ist Ralf Stehle vom TSV Niedernhall. Alle haben selbst schon Fußball gespielt und Kinder in den Vereinen. Die Kosten teilen sich die Vereine: Die Kickers haben ein eigenes Budget, finanziert über die Heimatvereine. Jeder Verein zahlt gleich viel in die Kasse. „Die Kosten hatten wir auch vorher schon“, so Michael Link. „Die Vereine zahlen auch weiter, wenn mal kein Kind aus ihren Reihen dabei ist.“ Natürlich wolle man vor allem die guten Spieler halten. Und jedes Kind, das im Training ist, sollte dann auch bei den Spielen auflaufen, denn „es geht auch um die Entwicklung der Kinder“.  

„Wir wollen Kindern einen Platz abseits der Spielekonsole bieten.“

„Die Idee hatten wir schon seit zehn Jahren“, sagt Michael Link. „Die Kinder gehen gemeinsam zur Schule, also war es eigentlich eine logische Konsequenz.“ Es gibt ein gemeinsames Konzept und einen Leitfaden, der für alle bindend ist. Sichtbares Zeichen des Zusammenschlusses ist das gemeinsame Vereinswappen. Seine fünf Säulen stehen für die fünf beteiligten Vereine. „Mit der Vereinskleidung wollen wir allen gleichermaßen gerecht werden“, sagen die Jugendleiter. Außerdem: „Bei uns dürfen alle Kinder mittrainieren und sie sollen so lange wie möglich dabeibleiben“. Früher sei ein Verein groß gewesen, heutzutage aber gebe es unzählige weitere Möglichkeiten, sich zu entfalten. „Wir wollen Kindern einen Platz abseits der Spielekonsole bieten“, so die Männer. Sport solle für jeden zugänglich und finanzierbar sein, deshalb stehe ihre Türe auch jedem offen – auch Mädchen und Frauen. „Bei den C-Junioren spielt ein Mädchen und bei den Bambinis und der D-Jugend haben wir auch Frauen als Trainerinnen“, erzählen die Männer. „Das ist ein anderer Umgang, der bei den Kindern aber gut ankommt.“ Um die Gemeinschaft weiter zu fördern, gibt es außerdem Stadionbesuche, Kanufahrten oder Grillabende. Die Kinder sollen sich wohlfühlen. 

„Das lief alles ohne uns.“

Nicht mit im Boot bei den Kickers sind allerdings der TSV Ingelfingen und die Vereine aus Zweiflingen und Ohrnberg, die vorher Partner in Spielgemeinschaften waren. „Von dieser Seite gab es vor allem die Befürchtung, dass die Vereinsidentität verloren geht“, sagen die Jugendleiter. Ein Vertreter des TSV Ingelfingen, der nicht namentlich genannt werden möchte, bedauert die Trennung, „denn man sei ewig lange Partner gewesen.“ Auch wenn man nie so zusammengewachsen sei, was vorher definitiv gefehlt habe. Zu dem Konzept der Kickers meint er: „Wir haben relativ spät davon erfahren, das lief alles ohne uns.“ Man hätte von den Plänen gewusst, doch erst auf Anfrage sei man darüber informiert worden, wie weit das Konzept gediehen ist. „Es gab dann eine Einladung zu einem Gespräch, doch das fertige Konzept gab es nur aufs Handy“, blickt er zurück. „Wir haben nur zwei Wochen Bedenkzeit bekommen, außerdem haben ein paar der geplanten Dinge nicht zu unserem Verein gepasst.“ So hätten die Kickers nicht bedacht, dass „Ingelfingen eine Flächengemeinde ist, wir müssen teils jetzt schon weite Wege fahren“. Was dem Ingelfinger außerdem sauer aufstößt: Die Versuche von Seiten der Kickers, gute Spieler des TSV Ingelfingen abzuwerben – was er als weder fair noch offen empfunden hat. „Es gab einen Aderlass an Spielern“, berichtet er. Außerdem saß den ausscheidenden Vereinen die Meldefrist im Nacken, sie mussten schnellstmöglich neue Partner finden. „Die Kickers Mittleres Kochertal wollen den Fußball qualifizierter machen und alle Mannschaften in die Bezirksliga bringen“, sagt der Ingelfinger. Bereits vor zehn Jahren hätte es ein ähnliches Konzept gegeben – damals mit den Vereinen aus Ingelfingen, Weißbach und Niedernhall – das aber nicht umgesetzt wurde.

„Der TSV Ingelfingen fühlte sich wohl überfahren.“

„Das war ein Kommunikationsproblem auch von unserer Seite“, bedauern die Kickers-Jugendleiter. Man habe aber mit allen offen und ehrlich gesprochen. Allerdings habe es von Seiten der ehemaligen Partner kein Feedback gegeben. „Der TSV Ingelfingen fühlte sich wohl überfahren und streckte deshalb die Fühler nach Künzelsau aus“, sagt Michael Link. Es sei schwer, in Corona-Zeiten in Kontakt zu bleiben. Aber man habe jetzt keine Probleme mit den anderen Vereinen und komme nach wie vor gut mit einander aus. „Wir wünschen den ehemaligen Partnern das Beste“, sagen die Kickers-Leute versöhnlich. „Wir haben uns ja nicht im Schlechten getrennt und treffen uns auf dem Platz wieder.“ Man müsse andere Wege akzeptieren.

„Sportlich ist das ein Schritt nach vorne.“

Nun wollen die Vereine nach vorn blicken. Ab der Saison 2020/21 bilden die Ingelfinger Fußballer mit den Vereinen aus Gaisbach und Kuperzell eine Spielgemeinschaft ab der D-Jugend. „Sportlich ist das ein Schritt nach vorne“, so der Vereinsvertreter. Außerdem kennen sich die Jugendleiter bereits. Trainiert wird in Kuperzell und Gaisbach, in Ingelfingen eventuell ab nächstem Jahr. „Die Eltern der meisten Spieler haben positiv reagiert, manche sind aber auch nach Niedernhall gewechselt“, erzählt der Vereinsmann, der weiterhin hofft, dass manche zurück nach Ingelfingen kommen. Kupferzell und Gaisbach brächten laut dem Ingelfinger eine hohe fußballerische Qualität mit. „Jetzt geht es darum, wie wir das Ganze als Konzept ausarbeiten“, sagt er. Ein weiterer Pluspunkt: In Gaisbach gibt es auf dem Sportplatz Kunstrasen, sodass auch im Winter trainiert werden kann. Außerdem stünden auch Hallen zur Verfügung, die von D- und C-Jugend für ihre Hallenrunden genutzt werden könnten. „Nach dem ersten Training waren die Kinder hell begeistert“, so der Ingelfinger, der froh darüber ist. „Die Trennung von unserem langjährigen Partner war auch für die Kinder ein Riesen-Einschnitt und in vielen Familien ein großes Thema.“

„Als Papa rutscht man da so rein.“

Auch bei den Kickers geht der Blick nach vorne. „Die Kinder freuen sich riesig, dass sie nun endlich gemeinsam mit ihren Freunden aus der Schule spielen können“, so Michael Link. „Die würden am liebsten jeden Tag gehen.“ Trainiert werde jetzt zweimal die Woche. Rund 20 Kinder spielen pro Jugend mit, in der D-Jugend fast 30. Durch die Kooperation seien Synergien entstanden. So hätten sie nun pro Mannschaft bis zu vier Trainer – alles Väter und ehrenamtlich, wie die Jugendleiter und Ralf Stehle übrigens auch – „als Papa rutscht man da so mit rein“. Einziger Wermutstropfen: Wegen Corona findet keine Runde statt, lediglich Freundschaftsspiele sind erlaubt – „eine entbehrungsreiche Zeit“. Trainiert werden darf unter Beachtung der entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln.

„Der Start war schon mal gut.“

„Die Eltern und Kinder haben durchweg positiv auf die Gründung der Kickers Mittleres Kochertal reagiert“, sind sich die Jugendleiter einig. „Es gab keinerlei Gegenwind.“ Für die Jugendleiter ist der eingeschlagene Weg der richtige. „Die Fahrwege sind nicht länger geworden“, sagt Michael Link. Bis zur E-Jugend gebe es feste Standorte, ab der D-Jugend muss jeder Jahrgang in jede Ortschaft fahren. Gerne hätten sie auch auf ihren jeweiligen Vereinsnamen verzichtet. Denn eine weitere Zielsetzung sei es gewesen, einen Bezug zur Region zu schaffen und alte Hierarchien einzureißen. „Die Kickers sind zwar noch sehr jung, aber der Start war schon mal gut“, so die Jugendleiter. „Die gemeinsamen Trainings verlaufen gut und von Anfang an ist eine Gemeinschaft da gewesen.“ Das sei auch bei den Trainern so. „Es gab sofort das Gefühl, das könnte toll werden“, ist Timo Winkler überzeugt. „Alte Befindlichkeiten wollten wir nicht mit reinnehmen.“ Jeder solle sich gleich behandelt fühlen in Rechten und Pflichten.

Text: Sonja Bossert

Michael Link, Mike Smolny und Timo Winkler (v.l.n.r.) sind Jugendleiter und Trainer bei den Kickers Mittleres Kochertal. Foto: GSCHWÄTZ

 

Freundschaftspiel der F-Jugend der Kickers Mittleres Kochertal gegen Öhringen. Foto: GSCHWÄTZ

Der sportliche Leiter der Kickers Mittleres Kochertal, Ralf Stehle. Foto: GSCHWÄTZ