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Dr. Sandra Hartmann: „Das Gehirn einer Frau ist offensichtlich nicht für Führung ausgelegt“

„Um die internationale Ausrichtung und Kundenzentrierung der GEMÜ Gruppe weiter zu stärken, hat der Hohenloher Ventilspezialist seine Geschäftsführung im November 2025 neu aufgestellt. Stephan Gehrig erweitert als neuer Geschäftsführer Vertrieb und Marketing die Geschäftsführung der GEMÜ Gruppe“, heißt es in einer Pressemitteilung von Gemü vom 08. Dezember.

Gehrig ist damit der vierte Geschäftsführer im Konzern. Bei anderen Unternehmen in der Region, ist der Anteil von Frauen in der Führungsebene ebenfalls verschwindend gering.

„Vermutlich liegt das daran, dass das Gehirn von Frauen für die Komplexität kaufmännischer Aufgaben, denen sich Geschäftsführer und Vorstände gegenübersehen, nicht ausgelegt ist“, so GSCHWÄTZ-Herausgeberin Dr. Sandra Hartmann in ihrem Video-Kommentar.

Eine Frau unter vielen Männern: Bettina Würth (Wirtschaft) und Angela Merkel (Politik). Aber wir wissen alle: Eine Schwalbe macht eben doch noch lange keinen Sommer.

 

! Achtung: Satire 😉

Mann oh Mann, GEMÜ

Quelle: Pressemitteilung Gemü

Fotos: Screenshots von Pressemitteilungen der hiesigen Unternehmen




Bye, bye Kochertal – Gert Müller: „Kupferzell wird zum neuen Herzstück“

GEMÜ verlagert Firmensitz nach Kupferzell – neue Adresse wird feierlich eingeweiht

v.l.n.r: Christoph Spieles (Bürgermeister Kupferzell), Gert Müller (Geschäftsführender Gesellschafter GEMÜ Gruppe), Claudia Rohn (Geschäftsführerin Gewerbepark Hohenlohe), Bernd Herzog (Bürgermeister Waldenburg), Stefan Neumann (Bürgermeister Künzelsau)

Die GEMÜ Gruppe verlagert zum 15. Oktober 2025 den offiziellen Firmensitz von Ingelfingen-Criesbach in den Gewerbepark Hohenlohe nach Kupferzell.

Zum 15. Oktober 2025 verlagert die GEMÜ Gruppe ihren Firmensitz in ihr neues Headquarter im Gewerbepark Hohenlohe, das im Jahr 2024 fertiggestellt und bezogen wurde. Mit der Verlagerung des Firmensitzes erhält das GEMÜ Headquarter auch eine neue, „repräsentative Adresse“, wie es in der Pressemitteilung des Unternehmens heißt:

GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG
Gert-Müller-Platz 1
74635 Kupferzell

An der neuen Adresse gibt es einen Gert-Müller-Platz

Die Benennung des Platzes vor dem neuen Headquarter in Gert-Müller-Platz stellt eine besondere Würdigung des geschäftsführenden Gesellschafters Gert Müller dar, der die Entwicklung des Unternehmens maßgeblich prägt und weiterhin aktiv gestaltet. Die neue Adresse wurde am 15. Oktober 2025 im Rahmen einer feierlichen Zeremonie offiziell eingeweiht.

Der Standort in Ingelfingen-Criesbach bleibt als Produktions- und Verwaltungsstandort bestehen und wird auch künftig eine zentrale Rolle innerhalb der GEMÜ Gruppe spielen.

„Kupferzell wird zum neuen Herzstück“

„Unser neues Headquarter ist der zentrale Standort für die Unternehmensführung von GEMÜ weltweit. Von hier aus stellen wir unsere strategischen Weichen und gestalten die Zukunft des Unternehmens. Die Benennung des Platzes vor unserem neuen Sitz ist für mich eine große Ehre und ein Zeichen der Wertschätzung für die Entwicklung, die GEMÜ in den vergangenen Jahren genommen hat“, erklärt Gert Müller, geschäftsführender Gesellschafter der GEMÜ Gruppe. „Kupferzell wird damit zum neuen Herzstück und zum strategischen Impulsgeber unserer Unternehmensgruppe. Mein besonderer Dank gilt den Verbandsvorsitzenden des Gewerbeparks Hohenlohe für die Benennung des Platzes sowie allen weitern Personen, die an dieser Entscheidung beteiligt waren – diese Geste bedeutet mir persönlich sehr viel.“

Quelle: Pressemitteilung von GEMÜ

Die GEMÜ Gruppe entwickelt und fertigt Ventil-, Mess- und Regelsysteme für Flüssigkeiten, Dämpfe und Gase. Bei Lösungen für sterile Prozesse ist das Unternehmen laut eigenen Angaben Weltmarktführer.
Das Familienunternehmen wurde 1964 gegründet und wird seit 2011 in zweiter Generation von Gert Müller als geschäftsführendem Gesellschafter gemeinsam mit seinem Cousin Stephan Müller geführt. Die Unternehmensgruppe erzielte im Jahr 2024 laut eigenen Angaben einen Umsatz von über 525 Millionen Euro und beschäftigt heute weltweit mehr als 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon ca. 1.400 in Deutschland. Die Produktion erfolgt an acht Standorten: Neben den beiden Produktionsstandorten in Deutschland fertigt GEMÜ seine Produkte in Brasilien, China, Frankreich, Indien, der Schweiz sowie den USA. Der weltweite Vertrieb erfolgt über 25 Tochtergesellschaften und wird von Deutschland aus koordiniert. Über ein dichtes Netz von Handelspartnern ist GEMÜ in mehr als 50 Ländern auf allen Kontinenten aktiv.

 




„Kein Selbstläufer“ – Gewinneinbruch bei Würth – Unternehmer setzen auf CDU und FDP bei der Bundestagswahl

Der Handelskonzern Würth erlebte 2024 einen massiven Gewinneinbruch von über 35 Prozent. Kostensteigerungen und Umsatzrückgänge prägten das Jahresergebnis.

Rückgang von über 35 Prozent

Der Handelskonzern Würth hat im vergangenen Jahr einen starken Rückgang beim Gewinn verzeichnet. Das vorläufige Betriebsergebnis vor Steuern liege 2024 bei 900 Millionen Euro, teilte der Montage- und Befestigungsspezialist aus Künzelsau im Nordosten Baden-Württembergs mit. Das entspricht einem Rückgang von über 35 Prozent. 2023 lag es noch bei über 1,4 Milliarden Euro.

Das Unternehmen begründete den Rückgang mit dem Umsatzrückgang und Kostensteigerungen. Der Umsatz war demnach 2024 um knapp ein Prozent auf 20,2 Milliarden Euro zurückgegangen. Die anhaltend schwache Konjunktur insbesondere in der verarbeitenden Industrie habe die Umsatzentwicklung stark beeinflusst, hieß es laut Mitteilung.

Würth-Chef: „Ganz gut geschlagen“

Zu Beginn des vergangenen Jahres war Würth noch von einem mittleren einstelligen Wachstum ausgegangen, allerdings unter der Voraussetzung, dass im zweiten Halbjahr eine wirtschaftliche Belebung einkehrt. Das Betriebsergebnis sollte stabil gehalten werden. „Trotzdem sind wir der Meinung, dass wir mit diesem rückläufigen Umsatz angesichts der schweren Verhältnisse, die es in den unterschiedlichen Märkten gibt, uns ganz gut geschlagen haben“, sagte Würth-Chef Robert Friedmann.

„Kein Selbstläufer“
Für dieses Jahr plane Würth laut Friedmann erneut mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich. „Wir wissen aber auch, dass das kein Selbstläufer ist“, sagte Friedmann. Es gebe ein paar Entwicklungen, die positiv seien. Es sei aber noch zu früh, von einer Trendumkehr zu sprechen. Beim Betriebsergebnis erwarte Würth 2025 eine Stabilisierung, sagte Finanzchef Ralf Schaich.

Gemü und Ebm-Papst ergreifen Maßnahmen

Auch andere Unternehmen im Hohenlohekreis kämpfen derzeit unter anderem mit der Inflation und der derzeitigen Wirtschaftsflaute. So war im Dezember b sogar beim ewigen Musterschüler Ebm-Papst in Mulfingen sogar die Finanzbuchhaltung in Kurzarbeit. Gemü in Ingelfingen möchte derzeit wieder die Mitarbeitenden wieder mehr im Büro anstatt im home office sitzen haben und hat hier seine Vorgaben geändert.

Die CDU und die FDP gelten als wirtschaftsnahe Parteien, die viele Unternehmer gerne wählen, so vermutlich auch bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2023. Auch die AfD fordert eine starke Wirtschaftspolitik. In jedem Fall könnte die Wahl die lang ersehnte Trendwende für eine wieder in Schwung kommende deutsche Wirtschaft sein.




„Engagierte und treue Mitarbeitende sind das Rückgrat eines jeden Unternehmens.“

Nach der Corona-Pause setzt GEMÜ die lang gepflegte Tradition der Jubilarfeier fort. Die Jubilar/-innen sowie die Mitarbeitenden, die dieses Jahr in den Ruhestand verabschiedet wurden, waren am 23. September 2022 zu einem festlichen Dinner im Schloßhotel Ingelfingen eingeladen.

Festakt im Schloßhotel Ingelfingen

Im Rahmen des Festaktes im Restaurant des Schloßhotels ließ der geschäftsführende Gesellschafter Gert Müller zusammen mit Geschäftsführer Stephan Müller einige bemerkenswerte Ereignisse und Meilensteine der vergangenen Jahre und Jahrzehnte Revue passieren. Hierbei würdigten sie die Loyalität der langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Ihrer Arbeit den Grundstein für zukünftige Erfolge gelegt haben.

Drei Jubilare schon 45 Jahre im Betreieb

Gert Müller gratulierte im Anschluss an seine Ansprache allen anwesenden Jubilar/-innen und Rentner/-innen und überreichte ihnen als Anerkennung ein Präsent sowie ein Fotobuch zur Erinnerung an das Jubiläumsjahr. Besonders erwähnt wurden dabei die drei Jubilare, die mit stolzen 45 Jahren Betriebszugehörigkeit ein ganz besonderes Jubiläum feiern. Beim anschließenden Essen haben die Gäste ihre persönlichen Erinnerungen und so manche lustige Anekdote der letzten Jahre ausgetauscht.

„Engagierte und treue Mitarbeitende sind das Rückgrat eines jeden Unternehmens.“

„Engagierte und treue Mitarbeitende sind das Rückgrat eines jeden Unternehmens. Allen Jubilaren und Jubilarinnen sowie unseren Rentnern und Rentnerinnen gilt unser herzlicher Dank für ihre langjährige Treue und ihren Beitrag am gemeinsamen Erfolg. Ihre Loyalität macht uns stolz und dankbar,“ so Gert Müller. „Langjährige Betriebszugehörigkeiten sind durchaus keine Seltenheit bei GEMÜ. Es ist ein Ausdruck nachhaltiger Unternehmenskultur und zeigt die Verbundenheit der Mitarbeitenden zu unserem Familienunternehmen.“

Die GEMÜ Gruppe entwickelt und fertigt Ventil-, Mess- und Regelsysteme für Flüssigkeiten, Dämpfe und Gase. Bei Lösungen für sterile Prozesse ist das Unternehmen Weltmarktführer.

Das global ausgerichtete, unabhängige Familienunternehmen wurde 1964 gegründet und wird seit 2011 in zweiter Generation von Gert Müller als geschäftsführendem Gesellschafter gemeinsam mit seinem Cousin Stephan Müller geführt.

Die Unternehmensgruppe erzielte im Jahr 2022 einen Umsatz von über 450 Millionen Euro und beschäftigt heute weltweit über 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon mehr als 1.200 in Deutschland. Die Produktion erfolgt an sechs Standorten: Deutschland, Schweiz und Frankreich sowie in China, Brasilien und den USA. Der weltweite Vertrieb erfolgt über 28 Tochtergesellschaften und wird von Deutschland aus koordiniert. Über ein dichtes Netz von Handelspartnern ist GEMÜ in mehr als 50 Ländern auf allen Kontinenten aktiv.

Geehrt wurden für
10 Jahre Betriebszugehörigkeit: 58 Mitarbeitende
20 Jahre Betriebszugehörigkeit: 26 Mitarbeitende
25 Jahre Betriebszugehörigkeit: 12 Mitarbeitende
30 Jahre Betriebszugehörigkeit: 7 Mitarbeitende
35 Jahre Betriebszugehörigkeit: 6 Mitarbeitende
40 Jahre Betriebszugehörigkeit: 4 Mitarbeitende
45 Jahre Betriebszugehörigkeit: 3 Mitarbeitende

In den Ruhestand verabschiedet wurden 7 Mitarbeitende.

Pressemitteilung GEMÜ

 

 

 

 

 




Erster Platz beim Stadtradeln für das Team GEMÜ

Auch in diesem Jahr hat das Ingelfinger Technologieunternehmen GEMÜ wieder als Team beim Stadtradeln teilgenommen. Beim Stadtradeln geht es darum, 21 Tage möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen und dabei selbst die Vorteile des Radfahrens zu erleben. 74 GEMÜ Mitarbeitende entschieden sich ganz bewusst dazu, diese 21 Tage verstärkt in die Pedale zu treten und auf Fahrten mit dem Auto zu verzichten. In diesem Zeitraum haben die teilnehmenden GEMÜ Mitarbeitenden pro Kopf durchschnittlich 271 km auf dem Rad zurückgelegt und haben dabei insgesamt 3.090 kg CO2-Ausstoss vermieden.

Der geschäftsführende Gesellschafter Gert Müller ist stolz auf sein Team GEMÜ: „Ich möchte mich bei allen teilnehmenden GEMÜ Mitarbeitenden herzlich für Ihren Einsatz auf dem Rad bedanken. Sie schützen die Umwelt und gehen mit gutem Beispiel voran – ebenso wie GEMÜ.“

Der Ventilspezialist verfolgt konsequent den Weg zur Klimaneutralität und möchte bei allen Beschäftigten ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit schaffen sowie gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Dabei zählen kleine Schritte genauso wie große Projekte, um immer ein bisschen nachhaltiger zu werden.

Pressemitteilung GEMÜ




GEMÜ erweitert Geschäftsführung

Die GEMÜ Gebrüder Müller Apparatebau GmbH & Co. KG mit Sitz in Ingelfingen, Baden-Württemberg, stellt die Geschäftsführung neu auf. Der Diplom Wirtschaftsingenieur Matthias Fick wird zum 1. Juli 2022 zum Geschäftsführer Global Operations in die Geschäftsführung von GEMÜ Deutschland berufen. Damit verstärkt Matthias Fick die Geschäftsführung, bestehend aus Gert Müller, geschäftsführender Gesellschafter und Stephan Müller, Geschäftsführer.

Aufgrund des starken Wachstums der letzten Jahre hat der Bereich Global Operations und Supply Chain Management (SCM) bei GEMÜ kontinuierlich an Bedeutung gewonnen und maßgeblich zur erfolgreichen Unternehmensentwicklung beigetragen. Mit Blick auf weiteres Wachstum hat die Geschäftsführung beschlossen, die Leitung dieses Bereiches direkt bei der Geschäftsführung anzusiedeln.

Teilweise Neustrukturierung der Führungsstruktur

Im Rahmen dieser Neuorganisation strukturiert GEMÜ auch seine Führungsstruktur in den Ebenen der Bereichs- und der Hauptabteilungsleiter teilweise neu. Zudem verstärkt die Geschäftsführung ihren Fokus auf strategische Entscheidungen der gesamten GEMÜ Gruppe und die Leitung der weltweiten Tochterunternehmen.

Mit Matthias Fick rückt ein sehr erfahrender Produktions-, Logistik- und Supply Chain Management Experte und langjähriger GEMÜ Mitarbeiter in die Geschäftsführung auf. Seine Karriere bei GEMÜ startete Herr Fick bereits 1994 als Logistik Controller. Zwei Jahre später wurde er Leiter vom Auftragszentrum, 2007 Leiter Logistik/SCM. Seitdem hat Matthias Fick in verschiedenen Managementprojekten die globalen Produktions-, Logistik- und Supply Chain Prozesse maßgeblich mitgestaltet. Zuletzt war Matthias Fick als Bereichsleiter Global Operations & SCM für die weltweite Produktion, Logistik und das Supply Chain Management von GEMÜ verantwortlich.

Führungskraft aus den eigenen Reihen

„Wir freuen uns, mit Herrn Fick eine sehr erfahrene und erfolgreiche Führungskraft aus den eigenen Reihen für diese verantwortungsvolle Aufgabe gewonnen zu haben. Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm und seinem Team diesen für GEMÜ wichtigen Bereich strategisch weiterentwickeln werden,“ so Gert Müller, geschäftsführender Gesellschafter der GEMÜ Gruppe.

“Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Vor allem darauf, gemeinsam mit meinem motivierten Team die eingeschlagene Operational Excellence Strategie weiterzuentwickeln und auf alle Werke auszurollen. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich sehr und freue mich auf eine kreative Zusammenarbeit.” sagt Matthias Fick, neuer Geschäftsführer von GEMÜ Deutschland.

Pressemitteilung GEMÜ

 




Er war ein „Chef alter Schule“, den viele Mitarbeitende noch persönlich kannten

Die GEMÜ Gruppe trauert um Firmengründer Fritz Müller. Nach seiner Ausbildung zum Feinmechaniker und erfolgreichem Abschluss seines Studiums an der Feintechnikerschule in Schwenningen im Jahr 1961 sammelte Fritz Müller erste Berufserfahrungen in der Versuchsabteilung der Herion-Werke KG in Stuttgart. Bereits wenige Jahre später gründete der Visionär und Tüftler Fritz Müller die Firma GEMÜ.

Kontinuierliches Wachstum

Der Start des jungen Unternehmens war davon geprägt, Bestehendes infrage zu stellen. Zu einer Zeit, als Ventile ausschließlich aus Metall gefertigt wurden, leitete er mit seiner Idee, Ventile aus Kunststoff zu fertigen, einen Paradigmenwechsel in der Welt der Ventile ein. Der Erfolg gab Fritz Müller recht. Bereits 1965 entstand in Ingelfingen-Criesbach das erste eigene Firmengelände, das sukzessive erweitert wurde, da GEMÜ in den Folgejahren kontinuierlich weitergewachsen ist – national und international. Heute beschäftigt die GEMÜ Gruppe weltweit mehr als 2.100 Mitarbeitende, davon rund 1.200 an den deutschen Standorten in Criesbach, Waldzimmern sowie im Gewerbepark Hohenlohe.

Weitergabe an die nächste Generation

Mit seinen Ideen und seiner Tatkraft, angetrieben durch den Wunsch, die Dinge neu zu denken, hat Fritz Müller GEMÜ geprägt und die Grundlage geschaffen für das, was GEMÜ heute ausmacht. Er war ein „Chef alter Schule“, den viele Mitarbeitende noch persönlich kannten. Auch wenn Fritz Müller im Jahr 2013 sein Lebenswerk an die nächste Generation übergeben und sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hat, blieb er GEMÜ stets eng verbunden.

Tiefe Heimatverbundenheit

Auch in seiner Heimatstadt Ingelfingen hat Fritz Müller viele Spuren hinterlassen. Von seiner tiefen Heimatverbundenheit zeugen nicht nur die Weinberge und das Ingelfinger Fass, sondern auch zahlreiche Gebäude. So hat Fritz Müller beispielsweise mit dem Torwächterhaus in Ingelfingen und der Villa Schüssler in Künzelsau ganz besondere Bauwerke mit jahrhundertelanger Geschichte erhalten. Auch der Stadt Niedernhall hat Fritz Müller mit dem Salzsiederbrunnen im Jahr 2012 ein Denkmal gespendet. Fritz Müller wurde für sein unternehmerisches und soziales Engagement mehrfach ausgezeichnet und war Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Träger der Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg sowie Ehrenbürger der Stadt Ingelfingen.

Am 1. Dezember 2021 hat sich der Lebenskreis von Fritz Müller geschlossen. Die GEMÜ Gruppe und alle Mitarbeitenden werden sein Andenken stets in Ehren bewahren.

Quelle: Pressemitteilung der GEMÜ

 

 




Fritz, adé

Eine kleine Erschütterung wird es im Kochertal gegeben haben, als sich – für Aussenstehende vermeintlich doch etwas unerwartet – der Gemü-Mitgründer Fritz Müller in der Nacht zum 01. Dezember 2021 von dieser Welt verabschiedete.

Erfinder, Tüftler, Oldtimersammler

Gemü, das ist die Firma mit dem rot-grau gekleideten Gebäude in Criesbach, das direkt neben der Firma Reisser steht und zu Beginn nur von dort überall auf der Welt seine Ventile und die Technik dazu verteilt hat. Fritz Müller war ein Erfinder, Tüftler, Patenteanmelder. Ein Patriarch alter Schule, der es geschafft hatte, aus einfachen Verhältnissen kommend, ein Weltmarktführerunternehmen aufzubauen und damit Millionen zu verdienen.

Stephan und Gert

Dafür braucht es gute, engagierte Mitarbeiter:innen. In der Führung hat er unter anderem seinen Neffen Stephan mit messerscharfem Unternehmenverstand (Stephans Vater war der Gemümitgründer neben Fritz Müller. Gemü ist die Abkürzung für Gebrüder Müller) als einer seiner Nachfolger und auch seinen Sohn Gert, der sich für einige doch überraschend zu einem würdigen Nachfolger von Fritz Müller gemausert hat. Er hat das Zepter wohl zum richtigen Zeitpunkt übergeben, was sicher nicht einfach und nicht allen Firmen im Kochertal gelingt beziehungsweise gelungen ist.

Wegen seines Pendelewichts war der Traum vom Fliegen nicht immer einfach

Fritz nun war ein Mensch, dessen Leidenschaft das Fliegen war und seine Chesna. Wegen seines Pendelgewichts, das immer wieder auf und nieder ging, und auch dadurch, dass er dem Alkohol nicht immer abgeneigt war, konnte er diesem seinem Hobby nicht immer fröhnen.

sein Vermächtnis aber wird wohl der spektakuläre Gemüdome sein

Fritz wollte sein Unternehmen vergrößeren und erweitern, am liebsten am Standort Ingelfingen-Criesbach, ein beachtliches Schlossrestaurant, mitten in der Ingelfinger Altstadt, nennt er hier bereits sein eigen und ein noch relativ junges Weinkontor. Doch die ein oder andere Meinungsverschiedenheit mit der stadtverwaltung soll wohl dazu geführt haben, dass er umgeschwenkt ist. Gemü baute unter anderem ein beachtliches Logistikzentrum im Gewerbepark Hohenlohe an der A6. Mit Sicherheit auch für die Zukunft der Firma die bessere Entscheidung.

Sein Vermächtnis aber wird wohl der spektakuläre Gemodome sein, der direkt am Fritz-Müller-Platz im Gewerbepark Niedernhall-Waldzimmern steht – mit einem drehbaren Büro. Ursprünglich hauptsächlich als Unterschlupf für seine zahlreichen Flug- und Oldimerautomobile gedacht, arbeiten dort auch Mitarbeiter:innen.

Gemü in Zahlen

Die Unternehmensgruppe beschäftigt laut eigenen Aussagen heute weltweit mehr als 2.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon über 1.200 in Deutschland. Die Produktion erfolgt an sechs Standorten: Neben den Produktionsstandorten in Deutschland fertigt GEMÜ seine Produkte in der Schweiz und Frankreich sowie in China, Brasilien und den USA. Der weltweite Vertrieb erfolgt über 27 Tochtergesellschaften und wird von Deutschland aus koordiniert. Über ein dichtes Netz von Handelspartnern ist GEMÜ in mehr als 50 Ländern auf allen Kontinenten aktiv.

Text: Dr. Sandra Hartmann

Screenshot von der Gemü-Internetseite vom 02. Dezember 2021




„Spaß soll natürlich auch nicht fehlen“

Bunte Pavillons säumten am Samstag, den 24. Juli 2021, die Straße unterhalb des alten Rathauses in Künzelsaus Innenstadt. Viele junge Menschen, Gemurmel und Gelächter ließen Volksfestfeeling aufkommen. „Wir haben so oft gehört, dass viele Unternehmen noch Auszubildende suchen und auch, dass viele Azubis sich noch für keinen Ausbildungsplatz entscheiden konnten. Da kam unser Bürgermeister auf die Idee, eine Last-Minute-Ausbildungsmesse zu organisieren, um Unternehmen und Bewerbern die Möglichkeit zu geben, sich gegenseitig kennenzulernen“, erklärte Milen Daibert, Verwaltungsfachangestellte bei der Stadt Künzelsau. Dass viele Schüler und Absolventen noch ohne Ausbildungsplatz seien, erklärte sich Daibert folgendermaßen: „Ich glaube, dass unter den SchülerInnen eine gewisse Unentschlossenheit herrscht, die daraus resultiert, dass wegen Corona weder Praktika noch Ausbildungsmessen möglich waren.“ Das soll sich nun ändern.

Messe wurde spontan organisiert

Helen Bühler von der Stadtverwaltung Künzelsau zeigte das konkrete Ziel der spontan organisierten Messe auf: „Wir wollen die Unternehmen dabei unterstützen, noch die letzten Ausbildungsplätze für dieses Jahr zu vergeben und gleichzeitig unsere Schüler und Schülerinnen hier in Künzelsau dabei unterstützen, einfach einmal wieder mit den Unternehmen ins Gespräch zu kommen und sich noch einmal face to face über die Ausbildungsmöglichkeiten zu unterhalten, weil in letzter Zeit einfach vieles nur noch digital funktioniert hat.“

17 Firmen stellten sich vor

Das Angebot der offenen Ausbildungsplätze ist vielfältig: Ziehl-Abegg beispielsweise sucht im IT-Bereich noch entweder einen dualen Studenten der angewandten Informatik oder einen Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Außerdem werden ein Industrieelektriker, ein Elektroniker für Geräte und Systeme und ein Verfahrensmechaniker eingestellt, wie Holger Matthias Rößler, IT-Ausbilder bei Ziehl-Abegg, erklärt. Doch auch bei den anderen Firmen ist das Angebot an Ausbildungsplätzen breit: Janina Engelhard von der Firma Rosenberg erklärte: „Berufsausbildungen, die man bei uns machen kann, sind verschiedene Studiengänge, Industriekaufmann und -kauffrau, technischer Produktdesigner und verschiedene Elektroniker- und Mechanikerberufe.“ Das ist nur ein kleiner Auszug des Angebotes auf der Ausbildungsmesse. 17 Firmen aus der Region waren mit Ständen präsent und standen den Bewerbern Rede und Antwort.

Voraussetzung: Teamfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Freundlichkeit

Doch was muss ein Bewerber mitbringen, um gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu haben? „Auf jeden Fall Teamfähigkeit, Leistungsbereitschaft und Freundlichkeit“, erklärte Raja Krause vom Autohaus Widmann.

Wünsche: gute Arbeitsbedingungen, gute Arbeitsklima und Spaß

Sophie besucht die Karoline Breitinger Schule in Künzelsau und träumt von einer Karriere im sozialen Bereich. Sie wünscht sich von ihrem potenziellen Arbeitgeber, „dass das Team super freundlich ist und man sich gut kennenlernen kann.“ Einige Stände weiter stand ein weiterer Interessent. „Mein Name ist Florian Bartmann. Ich habe erst meine Fachhochschulreife beendet und bin gerade auf der Suche nach einer Ausbildung als Mechatroniker oder Elektrotechniker.“ Was das Ausbildungsunternehmen bieten muss, um für Florian attraktiv zu sein? „Gute Arbeitsbedingungen, ein gutes Arbeitsklima und Spaß soll natürlich auch nicht fehlen!“

Text: Priscilla Dekorsi

 

Serhat Enül und Raja Krause vom Autohaus Widmann. Foto: GSCHWÄTZ

 

Das SWG-Team: Jan Spannagel (von links), Fabian Ott, Martin Dörner und Lena Kircher. Foto: GSCHWÄTZ

 

Mario Brand (links), Holger Matthias Rößler und Sina Hauber vertreten Ziehl-Abegg auf der Ausbildungsmesse. Foto: GSCHWÄTZ

 

Team Rosenberg: Janina Engelhard (links), Diana Bäcker und Maximilian Stier. Foto: GSCHWÄTZ

 

Bunter als sonst: Künzelsaus Innenstadt bot am vergangenen Samstag ein Forum rund ums Thema Ausbildung. Foto: GSCHWÄTZ

 




Lebensraum für Biene, Hummel und Co.

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen GEMÜ erstmalig die Blühpatenschaft für eine Fläche von 2.000 Quadratmeter in Mulfingen-Ochsental übernommen. Dieses Engagement führt der Ingelfinger Ventilspezialist nun fort, heißt es in einer Pressemitteilung. Als Bestäuber sorgen Insekten für eine einzigartige Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Aber Biene, Hummel und Co. benötigen ausreichend Lebensraum und Nahrung, um ihrer Arbeit nachgehen zu können. Um die Erhaltung dieses Lebensraums in der heimischen Region zu unterstützen, hat GEMÜ auch für das Jahr 2021 die Blühpatenschaft für 2.000 Quadratmeter Blühwiese auf einem Acker der Familie Franz in Ochsental übernommen.

Rein biologisch

Die Blühwiese sowie die angrenzenden Felder werden rein biologisch bewirtschaftet, sodass keinerlei Pestizide auf die Blühwiese gelangen können. Diese ist nicht nur schön anzusehen, sie ist auch Teil des Ökosystems und dient dem Erhalt der Artenvielfalt. Damit will GEMÜ einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des Lebensraums von Bienen und anderen Insekten in der heimischen Region leisten.

Unterstützung von jedermann

Blühpate kann im Prinzip jeder werden – Unternehmen, Organisationen, soziale Einrichtungen, aber auch Privatleute. Interessierte können sich beispielsweise an den Bienenzuchtverein Hohenlohe-Öhringen (https://imker-oehringen.de/) oder den Landesbauernverband Baden-Württemberg (https://www.bwbluehtauf.de/) wenden.

Quelle: Pressemitteilung der GEMÜ