Ernteprojekt „Gelbes Band“ jetzt auch in Hohenlohe
Obstbäume, welche nicht abgeerntet werden, sind auch im Hohenlohekreis ein gewohntes Bild. Oft ist die Ernte aus Altersgründen zu beschwerlich und im direkten familiären Umfeld fehlt es womöglich an Zeit und Interesse, das Obst aufzulesen oder zu pflücken. Viele Bewirtschafter haben auch zu viel Obst und können nicht alles selbst verwerten. Seit einigen Jahren gibt es in mehreren Landkreisen daher das Ernteprojekt „Gelbes Band“ – und ab sofort auch im Hohenlohekreis, teilt das Landratsamt mit. Die Aktion kann dafür sorgen, dass Kirschen, Mirabellen, Zwetschgen, Äpfel und Birnen eine sinnvolle Verwertung finden und nicht verderben. Obst von heimischen Streuobstwiesen ist gesund und trägt durch kurze Wege zum Verbraucher auch zum Klimaschutz bei.
Ernte in haushaltsüblichen Mengen
Die Idee des Projekts ist, dass Obstwiesen-Besitzer, welche ihre Bäume nicht selbst abernten können, den entsprechenden Baum mit einem gelben Band markieren. Diese sind für die Allgemeinheit freigegeben und dürfen dann in haushaltsüblichen Mengen für den Eigenbedarf kostenlos abgeerntet werden.
Drei Regeln sind zu beachten
Beim Abernten von Bäumen, die mit dem gelben Band gekennzeichnet wurden, sind drei Regeln zu beachten:
- Es dürfen keine Äste abgebrochen oder Bäume beschädigt werden.
- Die Grundstücke dürfen nicht verschmutzt und müssen so wieder verlassen werden, wie sie angetroffen wurden.
- Das Abernten auf den fremden Grundstücken geschieht auf eigene Gefahr.
Information
Interessierte erhalten das gelbe Band bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen, dem Landschaftserhaltungsverband, bei Fachwarten des Obst- und Gartenbauvereins und beim Landwirtschaftsamt.
Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Hohenlohekreis
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