Gedenken an die NS-Opfer im Hohenlohekreis
Am Dienstag, 15. November 2022, findet von 17 bis 20 Uhr im Bürgerzentrum in Berlichingen (Kilian-Nuss-Straße 6, 74214 Schöntal-Berlichingen), der „11. Tag der Heimatgeschichte im Hohenlohekreis“ statt, veranstaltet vom Hohenlohekreis in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schöntal. Im Mittelpunkt steht die Dokumentation „Spuren, Wege, Erinnerung. Orte des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus im Hohenlohekreis“, die im Herbst 2021 als Buch erschienen ist und nun einem größeren Publikum vorgestellt wird.
31 lokale Gedenkorte
Die Publikation behandelt in kurzen Artikeln 31 Gedenkorte, die mit den Schicksalen von NS-Opfern verbunden sind, darunter offizielle Gedenkstätten, aber auch bislang kaum bekannte Orte. Thematisiert werden unter anderem die Deportation und Ermordung von jüdischen Menschen, Behinderten und Angehörigen der Minderheit der Sinti und Roma, die Hinrichtung von Zwangsarbeitern und die Misshandlung von politischen Gegnern. An der Aufarbeitung waren 15 Autorinnen und Autoren beteiligt, deren Beiträge größtenteils in ehrenamtlichem Engagement entstanden sind. Die Drucklegung wurde von der Stiftung des Hohenlohekreises, der Landeszentrale für politische Bildung und dem Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ finanziell unterstützt.
Das Buch bietet einen Überblick über die Gedenklandschaft im Hohenlohekreis und regt dazu an, die Orte selbst zu erkunden und der Opfer zu gedenken. Damit eignet es sich auch sehr gut für die Verwendung im Schulunterricht, da die Auswirkungen des NS-Terrors Kindern und Jugendlichen nähergebracht und besser veranschaulicht werden können.
Im Rahmen der Veranstaltung werden nach einführenden Worten zum Gesamtprojekt in drei Vorträgen einzelne Gedenkorte vorgestellt, außerdem wird die neu erarbeitete Online-Präsentation der Gedenkorte-Dokumentation vorgestellt, die künftig im Geoinformationsportal HOKis verfügbar sein wird.
Presseinfornmation LRA Hohenlohekreis
