Hohenlohe: Müllgebühren steigen ab Januar um über 16 Prozent
Die Müllgebühren für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt im Hohenlohekreis werden laut einer Pressemitteilung der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis im nächsten Jahr um 16,6 Prozent auf 216,60 Euro ansteigen. Bisher waren es 185,70 Euro. Der Betrag beinhaltet zusätzliche Leistungen wie unter anderem die kostenlose Abholung von 2 m³ Sperrmüll einmal jährlich, die Sammlung von Altpapier über die Grüne Tonne ab Haus sowie die Nutzung der Recyclinghöfe und Grüngutplätze. Die Abfallgebühren im Hohenlohekreis sind aber laut Abfallwirtschaft weiterhin sehr moderat und liegen auch 2019 im landesweiten Durchschnitt
Gründe: Fehlkalkulierungen der vergangenen Jahre und Deponieschließung
Bis 2016 hat die Abfallwirtschaft des Hohenlohekreises zu geringe Gebühren erhoben, die die Ausgaben des Betriebs nicht deckten. Insgesamt entstand so zwischen 2011 und 2016 ein Fehlbetrag von rund drei Millionen Euro. Davon wurden über 700.000 Euro bereits ausgeglichen. Die noch fehlenden 2,3 Millionen Euro sollen deshalb mit den Gebührenerhöhungen ab 2020 beseitigt werden. Ebenso sollen Rückstellungen für die gestiegenen Kosten bei der Stilllegung der ehemaligen Kreismülldeponie Stäffelesrain gebildet werden. Hier liegen die realen Kosten laut Abfallwirtschaft bei über 20 Millionen Euro. Bisher waren dafür aber nur rund 7,5 Millionen Euro an Rückstellungen eingeplant.

Quelle: Pressemitteilung der Abfallwirtschaft Hohenlohekreis