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Rettungshubschrauber beim Fußballspiel

Am Sonntagnachmittag, 14. August 2022, landete auf dem Nagelsberger Sportplatz ein Rettungshubschrauber. Grund war die schwere Kopfverletzung eines Spielers der Gästemannschaft. Der Spieler mußte längere Zeit auf dem Platz notärztlich behandelt werden, bevor er mit dem angeforderten Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden konnte.

In einem Kopfballzweikampf waren zwei Spieler mit den Köpfen aneinandergestoßen, wobei sich beide Spieler verletzten. Auch der beteiligte Spieler der Heimmannschaft wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Das Spiel wurde abgebrochen.

Text: Matthias Lauterer




FC Bundestag ist Europameister

Die Fußballmannschaft der Bundestagsabgeordneten, der FC Bundestag hat am Wochenende im finnischen Lahti die inoffizielle Europameisterschaft gewonnen.

Kevin Leiser mit dabei

Kevin Leiser nach Ende des letzten Spiels der deutschen Mannschaft. Foto: Kevin Leiser

Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Kevin Leiser hat für den ersten Turniersieg seit 2011 gekämpft. „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir standen hinten stabil und konnten auch mit der besten Offensive des Turniers überzeugen. Ich freue mich, dass wir den Pokal nun wieder mit in die Räumlichkeiten des Bundestages bringen können“, so Leiser.

Die Null muß stehen

Der FC Bundestag gewann beim jährlichen Vier-Länder-Turnier alle Spiele ohne Gegentor. Die Endergebnisse lauten: Deutschland-Finnland 1:0, Deutschland-Österreich 4:0 und Deutschland-Schweiz 3:0.

Pressemitteilung Kevin Leiser MdB

 




Großes Gewusel in Forchtenberg

Weit mehr als 100 Kinder treffen sich am Samstag, 30. April 2022, zum großen Fussball-Spieltag der Bambini und der F-Jugend auf dem Forchtenberger Sportplatz.

Tore sind natürlich auch bei den Kleinen das Wichtigste – vor allem für die Eltern. Foto: GSCHWÄTZ

Weil Fußball ein Familiensport ist, haben fast alle Kinder mindestens ein Elternteil mitgebracht. Und natürlich bewundern auch viele Großeltern ihre Enkelkinder beim Spiel. Zwischendrin will ein kleineres Geschwisterkind auch mitspielen, schnappt sich den Ball, der im Aus war und rennt mit ihm davon.

Alle Kochertalvereine am Start. Foto: GSCHWÄTZ

Gespielt wird parallel auf 10 Feldern

Auf 10 Feldern wird gleichzeitig gespielt, allein bei den Bambini treten 23 Dreier-Mannschaften an, die jeweils 9 Minuten ohne Auswechslung Volldampf geben. Die F-Jugend spielt mit vier Feldspielern und Torwart auf schon ziemlich große Tore.

Perfekte Ballbehandlung und „högschde Konzendration“. Foto: GSCHWÄTZ

Alle Kochertalvereine nehmen teil

Alle Vereine aus dem Kochertal von Künzelsau bis Forchtenberg nehmen teil, dazu kommen Verrenberg, Niederstetten oder Hessental.

Fussball ist nicht nur für Jungs. Foto: GSCHWÄTZ

Wer gewonnen hat? Das ist doch egal. Die Hauptsache ist, die Kinder hatten ihren Spaß und konnten beweisen, was sie können.

Text: Matthias Lauterer

 




Hartmann Sonderteile unterstützt FC Phönix

Die Firma Hartmann Sonderteile GbR sponsort seit kurzem den Fußballverein FC Phönix 2002 Nagelsberg e.V. mit drei Bandenwerbungsplakaten. In der vergangenen Saison hatte der Phönix gute Chancen auf das Erreichen des Aufstiegsrelegationsplatzes. Dann kam Corona, die Saison wurde frühzeitig abgebrochen und die Relegation nicht ausgespielt. In der neuen Saison gilt der Phönix erneut als Aufstiegskandidat.

Am Sonntag, den 13. August 2020, spielten die Phönix-Fußballer in der Kreisliga A3 Hohenlohe gegen die Mannschaft der SGM Mergentheim/Löffelstelzen und gewannen mit 5:2.

Die Bilder sind vom Kreisliga A 3-Spiel vom Sonntag, Phoenix – SGM Mergentheim/Löffelstelzen. Endstand 5:2

Foto: Matthias Lauterer

Das 2:0 für den Phönix fiel in der zehnten Minute. Foto: FC Phönix Nagelsberg

Die Firma Hartmann Sonderteile GbR sponsort den FC Phönix 2002 Nagelsberg e.V. mit drei Bandenwerbungsplakaten. Foto: FC Phönix Nagelsberg

Der FC Phönix gilt auch in dieser Saison als Aufstiegskandidat. Foto: FC Phönix Nagelsberg

 




„Der TSV Ingelfingen fühlte sich wohl überfahren“

Auf dem Sportplatz in Niedernhall geht es an diesem Nachmittag lautstark zu. Zwei Jugendmannschaften spielen, Eltern und Trainer stehen am Spielfeldrand und feuern lautstark an. Es ist ein Freundschaftsspiel der F-Jugend der Kickers Mittleres Kochertal gegen die Mannschaft aus Öhringen. Drei der Jugendleiter der Kickers, Mike Smolny, Timo Winkler und Michael Link, sowie der sportliche Leiter Ralf Stehle beobachten das Geschehen.

Kinder lieben Fußball

Die meisten Kinder – vor allem Jungs – lieben Fußball. Für ein Spiel braucht es nicht viel: Schnell sind mit ein paar Jacken zwei „Tore“ aufgebaut und irgendwer hat immer einen Ball dabei. Große Worte sind nicht nötig und die einfachste Regel kennt eigentlich jeder: Das Runde muss in das Eckige. Die Jubelposen haben selbst die Allerkleinsten schnell drauf. Irgendwann entsteht dann bei vielen Kindern der Wunsch, im Verein aktiv Fußball zu spielen – und den großen Stars wie Messi oder Ronaldo nachzueifern.

Geteilte Jugendleitung

Um Kinder wieder zum Fußball zu bringen und gleichzeitig den sportlichen Leistungsgedanken zu fördern und zu fordern, haben sich im Sommer fünf Vereine unter dem Namen Kickers Mittleres Kochertal zusammengetan: TSV Niedernhall, TSV Weißbach, TG Forchtenberg und SG Sindringen/Ernsbach. Die Leitung teilen sich jeweils ein Vertreter der beteiligten Vereine. Neben Mike Smolny vom SG Sindringen/ Ernsbach, Timo Winkler vom TG Forchtenberg und Michael Link vom TSV Niedernhall ist das noch Andre Ostermaier vom TSV Weißbach. Sportlicher Leiter ist Ralf Stehle vom TSV Niedernhall. Alle haben selbst schon Fußball gespielt und Kinder in den Vereinen. Die Kosten teilen sich die Vereine: Die Kickers haben ein eigenes Budget, finanziert über die Heimatvereine. Jeder Verein zahlt gleich viel in die Kasse. „Die Kosten hatten wir auch vorher schon“, so Michael Link. „Die Vereine zahlen auch weiter, wenn mal kein Kind aus ihren Reihen dabei ist.“ Natürlich wolle man vor allem die guten Spieler halten. Und jedes Kind, das im Training ist, sollte dann auch bei den Spielen auflaufen, denn „es geht auch um die Entwicklung der Kinder“.  

„Wir wollen Kindern einen Platz abseits der Spielekonsole bieten.“

„Die Idee hatten wir schon seit zehn Jahren“, sagt Michael Link. „Die Kinder gehen gemeinsam zur Schule, also war es eigentlich eine logische Konsequenz.“ Es gibt ein gemeinsames Konzept und einen Leitfaden, der für alle bindend ist. Sichtbares Zeichen des Zusammenschlusses ist das gemeinsame Vereinswappen. Seine fünf Säulen stehen für die fünf beteiligten Vereine. „Mit der Vereinskleidung wollen wir allen gleichermaßen gerecht werden“, sagen die Jugendleiter. Außerdem: „Bei uns dürfen alle Kinder mittrainieren und sie sollen so lange wie möglich dabeibleiben“. Früher sei ein Verein groß gewesen, heutzutage aber gebe es unzählige weitere Möglichkeiten, sich zu entfalten. „Wir wollen Kindern einen Platz abseits der Spielekonsole bieten“, so die Männer. Sport solle für jeden zugänglich und finanzierbar sein, deshalb stehe ihre Türe auch jedem offen – auch Mädchen und Frauen. „Bei den C-Junioren spielt ein Mädchen und bei den Bambinis und der D-Jugend haben wir auch Frauen als Trainerinnen“, erzählen die Männer. „Das ist ein anderer Umgang, der bei den Kindern aber gut ankommt.“ Um die Gemeinschaft weiter zu fördern, gibt es außerdem Stadionbesuche, Kanufahrten oder Grillabende. Die Kinder sollen sich wohlfühlen. 

„Das lief alles ohne uns.“

Nicht mit im Boot bei den Kickers sind allerdings der TSV Ingelfingen und die Vereine aus Zweiflingen und Ohrnberg, die vorher Partner in Spielgemeinschaften waren. „Von dieser Seite gab es vor allem die Befürchtung, dass die Vereinsidentität verloren geht“, sagen die Jugendleiter. Ein Vertreter des TSV Ingelfingen, der nicht namentlich genannt werden möchte, bedauert die Trennung, „denn man sei ewig lange Partner gewesen.“ Auch wenn man nie so zusammengewachsen sei, was vorher definitiv gefehlt habe. Zu dem Konzept der Kickers meint er: „Wir haben relativ spät davon erfahren, das lief alles ohne uns.“ Man hätte von den Plänen gewusst, doch erst auf Anfrage sei man darüber informiert worden, wie weit das Konzept gediehen ist. „Es gab dann eine Einladung zu einem Gespräch, doch das fertige Konzept gab es nur aufs Handy“, blickt er zurück. „Wir haben nur zwei Wochen Bedenkzeit bekommen, außerdem haben ein paar der geplanten Dinge nicht zu unserem Verein gepasst.“ So hätten die Kickers nicht bedacht, dass „Ingelfingen eine Flächengemeinde ist, wir müssen teils jetzt schon weite Wege fahren“. Was dem Ingelfinger außerdem sauer aufstößt: Die Versuche von Seiten der Kickers, gute Spieler des TSV Ingelfingen abzuwerben – was er als weder fair noch offen empfunden hat. „Es gab einen Aderlass an Spielern“, berichtet er. Außerdem saß den ausscheidenden Vereinen die Meldefrist im Nacken, sie mussten schnellstmöglich neue Partner finden. „Die Kickers Mittleres Kochertal wollen den Fußball qualifizierter machen und alle Mannschaften in die Bezirksliga bringen“, sagt der Ingelfinger. Bereits vor zehn Jahren hätte es ein ähnliches Konzept gegeben – damals mit den Vereinen aus Ingelfingen, Weißbach und Niedernhall – das aber nicht umgesetzt wurde.

„Der TSV Ingelfingen fühlte sich wohl überfahren.“

„Das war ein Kommunikationsproblem auch von unserer Seite“, bedauern die Kickers-Jugendleiter. Man habe aber mit allen offen und ehrlich gesprochen. Allerdings habe es von Seiten der ehemaligen Partner kein Feedback gegeben. „Der TSV Ingelfingen fühlte sich wohl überfahren und streckte deshalb die Fühler nach Künzelsau aus“, sagt Michael Link. Es sei schwer, in Corona-Zeiten in Kontakt zu bleiben. Aber man habe jetzt keine Probleme mit den anderen Vereinen und komme nach wie vor gut mit einander aus. „Wir wünschen den ehemaligen Partnern das Beste“, sagen die Kickers-Leute versöhnlich. „Wir haben uns ja nicht im Schlechten getrennt und treffen uns auf dem Platz wieder.“ Man müsse andere Wege akzeptieren.

„Sportlich ist das ein Schritt nach vorne.“

Nun wollen die Vereine nach vorn blicken. Ab der Saison 2020/21 bilden die Ingelfinger Fußballer mit den Vereinen aus Gaisbach und Kuperzell eine Spielgemeinschaft ab der D-Jugend. „Sportlich ist das ein Schritt nach vorne“, so der Vereinsvertreter. Außerdem kennen sich die Jugendleiter bereits. Trainiert wird in Kuperzell und Gaisbach, in Ingelfingen eventuell ab nächstem Jahr. „Die Eltern der meisten Spieler haben positiv reagiert, manche sind aber auch nach Niedernhall gewechselt“, erzählt der Vereinsmann, der weiterhin hofft, dass manche zurück nach Ingelfingen kommen. Kupferzell und Gaisbach brächten laut dem Ingelfinger eine hohe fußballerische Qualität mit. „Jetzt geht es darum, wie wir das Ganze als Konzept ausarbeiten“, sagt er. Ein weiterer Pluspunkt: In Gaisbach gibt es auf dem Sportplatz Kunstrasen, sodass auch im Winter trainiert werden kann. Außerdem stünden auch Hallen zur Verfügung, die von D- und C-Jugend für ihre Hallenrunden genutzt werden könnten. „Nach dem ersten Training waren die Kinder hell begeistert“, so der Ingelfinger, der froh darüber ist. „Die Trennung von unserem langjährigen Partner war auch für die Kinder ein Riesen-Einschnitt und in vielen Familien ein großes Thema.“

„Als Papa rutscht man da so rein.“

Auch bei den Kickers geht der Blick nach vorne. „Die Kinder freuen sich riesig, dass sie nun endlich gemeinsam mit ihren Freunden aus der Schule spielen können“, so Michael Link. „Die würden am liebsten jeden Tag gehen.“ Trainiert werde jetzt zweimal die Woche. Rund 20 Kinder spielen pro Jugend mit, in der D-Jugend fast 30. Durch die Kooperation seien Synergien entstanden. So hätten sie nun pro Mannschaft bis zu vier Trainer – alles Väter und ehrenamtlich, wie die Jugendleiter und Ralf Stehle übrigens auch – „als Papa rutscht man da so mit rein“. Einziger Wermutstropfen: Wegen Corona findet keine Runde statt, lediglich Freundschaftsspiele sind erlaubt – „eine entbehrungsreiche Zeit“. Trainiert werden darf unter Beachtung der entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln.

„Der Start war schon mal gut.“

„Die Eltern und Kinder haben durchweg positiv auf die Gründung der Kickers Mittleres Kochertal reagiert“, sind sich die Jugendleiter einig. „Es gab keinerlei Gegenwind.“ Für die Jugendleiter ist der eingeschlagene Weg der richtige. „Die Fahrwege sind nicht länger geworden“, sagt Michael Link. Bis zur E-Jugend gebe es feste Standorte, ab der D-Jugend muss jeder Jahrgang in jede Ortschaft fahren. Gerne hätten sie auch auf ihren jeweiligen Vereinsnamen verzichtet. Denn eine weitere Zielsetzung sei es gewesen, einen Bezug zur Region zu schaffen und alte Hierarchien einzureißen. „Die Kickers sind zwar noch sehr jung, aber der Start war schon mal gut“, so die Jugendleiter. „Die gemeinsamen Trainings verlaufen gut und von Anfang an ist eine Gemeinschaft da gewesen.“ Das sei auch bei den Trainern so. „Es gab sofort das Gefühl, das könnte toll werden“, ist Timo Winkler überzeugt. „Alte Befindlichkeiten wollten wir nicht mit reinnehmen.“ Jeder solle sich gleich behandelt fühlen in Rechten und Pflichten.

Text: Sonja Bossert

Michael Link, Mike Smolny und Timo Winkler (v.l.n.r.) sind Jugendleiter und Trainer bei den Kickers Mittleres Kochertal. Foto: GSCHWÄTZ

 

Freundschaftspiel der F-Jugend der Kickers Mittleres Kochertal gegen Öhringen. Foto: GSCHWÄTZ

Der sportliche Leiter der Kickers Mittleres Kochertal, Ralf Stehle. Foto: GSCHWÄTZ




Vandalismus auf dem Sportplatz

Die DJK Sportgemeinschaft Oberkessach e.V. ist zornig. So steht es auf der Facebookseite des DJK Oberkessach. In der Nacht von Mittwoch, den 19. Juni 2019, auf Donnerstag, den 20. Juni 2019, habe sich ein Unbekannter auf dem Rasen des Sportplatzes ausgetobt und den Rasenmäher auf den Kopf gestellt. Laut den Daten des Rasenmähers geschah dies gegen 0:52 Uhr. Die angebrachte Alarmanlage löste dabei aber aus und hielt die Täter von ihrem Vorhaben ab. Im selben Zeitraum waren unbekannte Möchtegern-Künstler auf dem Feldweg in der Verlängerung Angel- /Suhlweg unterwegs und brachten auf der asphaltierten Oberfläche mit schwarzer Sprühfarbe mehrere Kritzeleien sowie ein übergroßes männliches Geschlechtsteil auf. Außerdem rissen sie ein Verkehrszeichen heraus, besprühten dies ebenfalls und legten es auf die Fahrbahn. Auch hier entstand Sachschaden in Höhe von mehreren hundert Euro. Wer im Tatzeitraum im Bereich des Sportplatzes verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt hat, wird gebeten, sich mit der Polizei in Krautheim, Telefon 06294 234, in Verbindung zu setzen.

Sportplatz Oberkessach. Foto: DJK Sportgemeinschaft Oberkessach e.V.

Der Rasen auf dem Sportplatz wurde zerstört.
Foto: DJK Sportgemeinschaft Oberkessach e.V.

Auch den Rasenmäherroboter hat es erwischt.
Foto: DJK Sportgemeinschaft Oberkessach e.V.

 




„Wir sind Minimalisten – Wir schießen eins und kassieren keins“

Das Runde muss in das Eckige. Nicht nur bei der Frauen WM in Frankreich derzeit. Auch beim Erdinger Meister Cup 2019, dessen Zuschlag für die Austragung im Bezirk Hohenlohe die SGM Niederhall-Weißbach bekam. Sponsor des Turniers ist die bayerische Traditionsbrauerei Erdinger, die die Spieler und Vereine zum Beispiel mit Trikots unterstützt. Und so spielten am Samstag, den 15. Juni 2019, 26 Meistermannschaften aus den Bezirken Hohenlohe, Unterland, Rems/Murr und Enz/Murr im beschaulichen Niedernhall. Ein perfekter Saisonausklang für alle Meister von der Kreisliga B bis zur Bezirksliga. Rund 300 Fußballspieler und nochmals 200 Besucher fieberten um Ruhm und Ehre für ihren Verein. Unser rüstiger GSCHWÄTZ Videoreporter Felix Kribus hat die sportliche Veranstaltung vom Spielfeldrand beobachtet und mit Zuschauern, zukünftigen Beckenbauers und Müllers gesprochen.

 




Eindrücke vom Erdinger Meister-Cup in Niedernhall

Der Erdinger Meister-Cup ist die größte Kleinfeld-Fußballturnierserie für Amateurmannschaften in Deutschland. Gespielt werden sieben Vorrundenturniere in Bayern (1 pro Regierungsbezirk) und vier in Württemberg. Eines der vier Vorrundentuniere fand am Samstag, den 15. Juni 2019, in Niedernhall statt. Alle Spiele finden auf einem Kleinfeld bei sechs gegen sechs ohne Passzwang statt, lediglich die Mitgliedschaft im teilnehmenden Verein ist Voraussetzung.

„Der Meister-Cup findet zum ersten Mal in Niedernhall statt. Die SGM Niedernhall/Weißbach hat sich beim Verband um die Ausrichtung des Wettbewerbs beworben. Dieser hat das Gelände und die Rahmenbedingungen, die der Verein mitbringt, als geeignet befunden, und Niedernhall in Rücksprache mit ERDINGER Weißbräu den Zuschlag gegeben. Auswahlkriterien sind etwa zwei nebeneinander liebende Fußballfelder und geschlechtergetrennte Umkleiden beziehungsweise ein Gelände, das genug Platz für all die teilnehmenden Mannschaften bietet“, erklärt Stefanie Eizenberger, Pressesprecherin des Erdinger Meister-Cup, auf GSCHWÄTZ Nachfrage.

An dem Fußball-Kleinfeldturnier für Herren nahmen am Samstag folgende Mannschaften teil: SV Kaisersbach, GSV Höpfigheim, VfR Heilbronn, KSV Hoheneck, TSG Heilbronn, SV Pattonville II, TSV Bönnigheim, SV Leingarten, FSV Schwaigern, FC Gerlingen III, Türkspor Obersulm, SG Oppenweiler-Strümpfelbach, SGM TSV Weikersheim/Schäftersh., SV Gebersheim, SV Salamander Kornwestheim, Iraklis Waiblingen, TSV Goldbach, AKV B.G. Ludwigsburg, SV Gailenkirchen-Gottwollsh., KuSV Zrinski Waiblingen, SG Sindringen/Ernsbach, SV Westheim, SGM Krumme Ebene am Neckar, SV Schluchtern II, SV Illingen II, SV Kaisersbach II.

 

Das Vorrundentunier des Erdinger Meister-Cup 2019 in Niedernhall. Foto: GSCHWÄTZ

28 Mannschaften nahmen am Vorrundentunier in Niedernhall teil. Foto: GSCHWÄTZ

Von 11.30 Uhr bis 18 Uhr spielten die Mannschaften. Foto: GSCHWÄTZ

Auf drei Spielfeldern fanden den ganzen Nachmittag zehnminütige Fußballspiele statt. Foto: GSCHWÄTZ

Der Erdinger Meister-Cup is t die größte Kleinfeld-Fußballtunierserie für Amateurmannschaften in Deutschland. Foto: GSCHWÄTZ

Das Vorrundentunier des Erdinger Meister-Cup 2019 in Niedernhall. Foto: GSCHWÄTZ

Die Spieler des SV Westheim. Foto: GSCHWÄTZ

SGM TSV Weikersheim-Schäftersheim spielte gegen den SV Leingarten. Foto: GSCHWÄTZ

Eindrücke vom Vorrundentunier des Erdinger Meister-Cup 2019 in Niedernhall. Foto: GSCHWÄTZ

Das Vorrundentunier des Erdinger Meister-Cup 2019 in Niedernhall. Foto: GSCHWÄTZ

SV Gailenkirchen-Gottwollsh. spielt gegen des KuSV Zrinski Waiblingen. Foto: GSCHWÄTZ

Auch auf der Bank wurde das Spiel aufmerksam verfolgt. Foto: GSCHWÄTZ

Eindrücke vom Vorrundentunier des Erdinger Meister-Cup 2019 in Niedernhall. Foto: GSCHWÄTZ

Der Ball ging nur knapp am Tor vorbei. Foto: GSCHWÄTZ

Kriterium um sich für die Ausrichtung des Wettbewerbs zu bewerben war unter anderem, dass zwei Fußballfelder nebeneinander liegen. Foto: GSCHWÄTZ

Eindrücke vom Vorrundentunier des Erdinger Meister-Cup 2019 in Niedernhall. Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

 Foto: GSCHWÄTZ

Eindrücke vom Vorrundentunier des Erdinger Meister-Cup 2019 in Niedernhall. Foto: GSCHWÄTZ

Erdinger Torwandschießen. Foto: GSCHWÄTZ

FSV Schwaigern spielte gegen Türsporn Obersulm. Foto: GSCHWÄTZ

Eindrücke vom Vorrundentunier des Erdinger Meister-Cup 2019 in Niedernhall. Foto: GSCHWÄTZ

Die Mannschaft wärmt sich auf. Foto: GSCHWÄTZ

Foto: GSCHWÄTZ

Eindrücke vom Vorrundentunier des Erdinger Meister-Cup 2019 in Niedernhall. Foto: GSCHWÄTZ

Die Mannschaften verlassen gemeinsam das Feld. Foto: GSCHWÄTZ

Die Mannschaft verlässt das Spielfeld. Foto: GSCHWÄTZ

Das Vorrundentunier des Erdinger Meister-Cup 2019 in Niedernhall. Foto: GSCHWÄTZ

Der VfR Heilbronn und Türkspor Obersulm. Foto: GSCHWÄTZ

SV Pattonville schaut sich die Spiele der anderen Mannschaften an bis sie an der Reihe sind. Foto: GSCHWÄTZ

Eindrücke vom Vorrundentunier des Erdinger Meister-Cup 2019 in Niedernhall. Foto: GSCHWÄTZ

Eindrücke vom Vorrundentunier des Erdinger Meister-Cup 2019 in Niedernhall. Foto: GSCHWÄTZ




Erdinger Meister-Cup 2019 in Niedernhall

Zum dreizehnten Mal sucht Württemberg seine besten Amateurkicker. Los geht’s am Samstag, den 15. Juni 2019, um 11.30 Uhr mit allen Vorrundenturnieren in Niedernhall. Die Meister der Herren aus den Bezirken Hohenlohe, Enz/Murr, Unterland und Rems/Murr von der Kreisliga C bis zur Bezirksliga spielen bei der SGM Niedernhall/Weißbach um die Qualifikation für das große Landesfinale. Das steigt am Samstag, den 22. Juni 2019, beim TSV Berghülen – mit den gesetzten Meistern der Verbandsligen.

Als Belohnung und Krönung einer einzigartigen Saison dürfen sich die Siegermannschaften bei den Damen als auch bei den Herren auf ein Wintertrainingslager für 20 Personen im Süden Europas freuen. Auch die Sieger der Vorrundenturniere dürfen sich freuen. Neben dem Ticket für das große Landesfinale sichern sie sich einen original adidas Trikotsatz.

Für Stimmung und beste Partylaune – dafür sorgen das attraktive Rahmenprogramm mit Torwandschießen vom Weißbierglas, eine Schussgeschwindigkeitsanlage sowie die Radiopartner mit professioneller Moderation bei allen Turnieren. Jeder ist herzlich eingeladen, einen unvergesslichen Tag zu verbringen. Der Eintritt ist frei!

Mannschaften

An dem Fußball-Kleinfeldturnier für Herren nehmen folgende Mannschaften teil: SV Kaisersbach, GSV Höpfigheim, VfR Heilbronn, KSV Hoheneck, TSG Heilbronn, SV Pattonville II, TSV Bönnigheim, SV Leingarten, FSV Schwaigern, FC Gerlingen III, Türkspor Obersulm, SG Oppenweiler-Strümpfelbach, SGM TSV Weikersheim/Schäftersh., SV Gebersheim, SV Salamander Kornwestheim, Iraklis Waiblingen, TSV Goldbach, AKV B.G. Ludwigsburg, SV Gailenkirchen-Gottwollsh., KuSV Zrinski Waiblingen, SG Sindringen/Ernsbach, SV Westheim, SGM Krumme Ebene am Neckar, SV Schluchtern II, SV Illingen II, SV Kaisersbach II




Er hatte von Russland ein ganz anderes Bild

Am 10. Juni 2018 machte sich Gerhard Sprügel gemeinsam mit drei weiteren Reiselustigen auf den Weg zur WM nach Russland. Doch er reiste nicht wie viele andere deutsche Fußball-Fans mit dem Flugzeug an. Stattdessen packte er seinen extra dafür angeschafften Wohnwagen. Mit an Bord: zwei seiner fünf Brüder und ein Bekannter. Zu viert machten sie sich auf den Weg zur anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft. Mit im Gepäck hatten sie nicht nur haufenweise Lebensmittel, sondern auch zahlreiche Deutschland-Fanartikel.

 

„Alles war extrem sauber“

 

Gut 2.500 Kilometer legte die Reisegruppe in fünf Tagen zurück. Über Polen, Litauen und Lettland ging es nach Moskau, Russlands Hauptstadt, wo am 17. Juni 2018 das erste Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen Mexiko stattfand. Im Stadion erlebte Sprügel eine „bombastische Stimmung“. Unsicher oder gar bedroht fühlte er sich nie. Mit der Fan-ID um den Hals erreichte er ohne große Kontrollen alle notwendigen Bereiche. Ihm fiel auf: Alles war extrem sauber. Und auch Obdachlose oder Betrunkene waren Fehlanzeige. Ob das immer so ist?

 

Von den mexikanischen Fans schwärmt Sprügel noch heute, Wochen später: „Die haben das Doppelte an Stimmung gemacht.“ Und er fügt hinzu:  „Die mexikanischen Fans waren der Wahnsinn“  – und das im positiven Sinne. Auch noch nach dem Spiel erlebte er die mexikanischen Fans, die ihn mit seiner freundlichen Art beeindruckten. „Sie haben keine Sekunde ausgelassen, um mit uns deutschen Fans ein Foto zu machen“, erzählt er. Dieses positive Bild kann Sprügel auch auf die russische Bevölkerung übertragen. „Ich war total überrascht. Ich hatte von Russland ein ganz anderes Bild.“

Norbert Renner aus Hollenbach im Interview mit den russischen Medien.
Foto: privat

„Die mexikanischen Fans waren der Wahnsinn“

 

Seine Vorstellungen wurden während seiner Wohnwagen-Reise in den Ostblock widerlegt, denn die Russen, mit denen er zu tun hatte, waren allesamt sehr entgegenkommend. Vor allem die jungen, von denen die meisten Englisch sprachen, halfen, wo sie nur konnten. Nahm die kleine deutsche Reisegruppe einmal einen Stadtplan in die Hand, wurde sie sofort angesprochen und Hilfe angeboten. Die gleiche Situation wiederholte sich ständig: in U-Bahnen wie auch im Stadion. Bereits im Vorfeld nahm Gerhard Sprügel Kontakt mit zwei russischen Studentinnen auf, die in Moskau Deutsch studierten. Deren Kontaktdaten bekam er von einem befreundeten Geschäftspartner, der aufgrund einer russischen Niederlassung des Öfteren dort verkehrt. Die beiden Damen sprachen flüssig deutsch und zeigten der deutschen Gruppe im Rahmen einer großen Stadtführung per Bus die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Auch in punkto einkaufen, telefonieren und öffentliche Verkehrsmittel unterstützten die Deutsch-Studentinnen, was ein großer Pluspunkt war. Zur kleinen Wohnwagen-Gruppe gesellten sich weitere 14 Reisende aus der Hohenloher Gegend, das so genannte JAKO-Dream-Team. Gemeinsam flog die bunt gemischte Truppe zum zweiten Gruppenspiel der Deutschen nach Sotschi. Das Ergebnis lautete 2:1 für die deutsche Nationalmannschaft. Im letzten Gruppenspiel in Kasan aber mussten sich Neuer, Hummels, Boateng und Co. der Mannschaft aus Südkorea geschlagen geben. Diese bittere Niederlage bedeutete das Ausscheiden bei der diesjährigen Weltmeisterschaft. Der Traum, erneut Weltmeister zu werden, platzte wie eine Seifenblase.

Das JAKO-Dreamteam erkundet die prunkvollen Bauten und ist begeistert von der Willkommenskultur.
Foto: privat

 

Als das Aus für die Nationalelf kam, hatten sie zunächst kein Ziel mehr

 

Und auch die Reise von Sprügel und seinen Mitstreitern bekam zunächst einen Dämpfer. „Wir hatten kein Ziel mehr für das nächste Spiel“, so beschreibt er die bedrückende Situation. „Fußball war über Nacht zur kleinsten Nebensache der Welt geworden.“ Doch nicht lange war Trübsal blasen angesagt. Schnell packte die Fans die Abenteuerlust, so dass die Reise mit dem Wohnwagen fortgesetzt wurde. An Fußball war in den folgenden Tagen nicht mehr zu denken. Kaum ein Spiel wurde angeschaut – nur wenn es zufällig in einer Kneipe über den Bildschirm flimmerte. Nun ging es hinaus aus der Stadt, hinein in das Hinterland. Hier gab es keine Campingplätze, weshalb die Reisegruppe auf Parkplätzen von Motels nächtigte. Auf Parkplätzen, die eigentlich für Lkw ausgewiesen waren, durften die Deutschen ihren Wohnwagen samt VW Bus parken. „Immer wenn es ging, direkt am Kontrollhäuschen“, erklärt Sprügel. So fühlte sich die Gruppe am sichersten, war doch das Kontrollhaus rund um die Uhr mit Wachpersonal besetzt und die Plätze beleuchtet.

Im Wohnwagen wurde nicht nur gegessen, sondern auch rege diskutiert.
Foto: privat

Ging es in Restaurants, war Einfallsreichtum gefragt, denn die Speisekarte war meist nicht zu verstehen. Aus diesem Grund machte Sprügel in einem besonders guten Restaurant mit bebilderter Speisekarte Fotos, die fortan in jeder anderen Lokalität vorgezeigt wurden. Egal ob Fleisch oder Gemüse, ob Suppe oder Salat: Auf den Teller kam meist das, was geordert wurde. Und die Hungrigen konnten ihren Magen zu relativ günstigen Preisen füllen. Zur daheimgebliebenen Familie und zu Freunden bestand stets Kontakt. In fünf WhatsApp-Gruppen wurden Bilder ausgetauscht und Nachrichten verschickt, so dass auch die Lieben daheim ein wenig vom Russland-Flair abbekamen. War der Kontakt einmal für zwei Tage unterbrochen, kam sofort die besorgte Frage aus der Heimat: „Was ist los?“ Nach dreieinhalb Wochen bog der Wohnwagen schließlich wieder in Stachenhausen ein.

Doch Sprügel träumt schon heute von seiner nächsten Abenteuerreise – vielleicht zur EM 2020, die in zwölf europäischen Städten stattfinden soll? „Wenn jemand mitfährt, starten wir morgen“, sagt er.

Gerhard Sprügel (rechts) mit seinen Brüdern.
Foto: privat

 

Die Reiseroute

Von Stachenhausen ging es über Nürnberg nach Görlitz, dann über die Grenze nach Polen. Es folgten Städte wie Breslau, Lomza und Suwalki. Grenzübergang nach Litauen: über Kaunas und Zarasai nach Lettland. Von Zilupe aus war Moskau das große Reisziel, wo die Gruppe längere Zeit verweilte. Imposant war zudem St. Petersburg. Auf der Rückreise standen weitere sehenswerte Großstädte auf dem Programm: Tallinn, Riga und Warschau. Nach insgesamt 6.000 Kilometern Fahrt war das Abenteuer Russland zu Ende.

Mit diesem Wohnwagen ging es Richtung Osten.
Foto: privat