1

Kostspieliger Krieg und die Vernachlässigung von Klimawandel und Hunger auf der ganzen Welt

Kostspielige Hochrüstung, eine auf lange Dauer angelegte Konfrontation mit Russland sowie die Vernachlässigung von Klimawandel, Hunger und anderen globalen Herausforderungen – diese „Zeitenwende“ bieten Politik und Medien fast unisono als angeblich alternativlose Antwort auf Putin-Russlands völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine an.

Eine europäische Friedensordnung kann es nur mit Russland geben

Was wären die Chancen und notwendigen Schritte für eine militärarme, ökologische sowie sozial und global gerechte Zeitenwende und für eine europäische Friedensordnung, die es nur mit Russland geben kann? Der Referent, Andreas Zumach, ist Journalist und war lange Jahre als UNO-Korrespondent in Genf tätig.

Er referiert über dieses Thema am Donnerstag, den 09. März 2022, bei der VHS in Künzelsau im Gewölbekeller des Hermann-Lenz-Hauses, Kirchplatz 9. Vortrag mit anschließender Diskussion. 19 bis 20.30 Uhr. Kosten: 8 Euro.

Eine Kooperation mit der VHS Künzelsau und dem evangelischen Bildungswerk Hohenlohe.

Mehr Informationen:

https://www.vhs-kuen.de/programm/kurs/Trotz-Ukrainekrieg-oekologische-militaerarme-sozial-und-global-gerechte-Wende/23110210#:~:text=Kostspielige%20Hochr%C3%BCstung%2C%20eine,Kosten




Für bezahlbare Energiekosten und Friedensverhandlungen

Derzeit kursiert in WhatsApp ein Video mit dem Titel „Baden-Württemberg steht auf“, welches eine Großdemo in auf dem Dietrich-Bonhoeffer-Platz i Schwäbisch Hall am Samstag, den 26. November 2022, ab 14 Uhr ankündigt.

In dem 47-sekündigen Video ist „“Sven aus Schwäbisch Hall“ zu sehen, Mitorganisator der Demo und der damaligen Montagsspaziergänge. „Ich so richtig die Schnauze voll“, sagt Sven. „Das Land geht den Bach runter. Wir stehen kurz vor einem üblen Krieg und keiner tut was.“ An der Demo „lassen wir es so richtig krachen und zeigen den Organisatoren mal, wo es langgeht.“ Mit diesem markigen Satz endet denn auch der Videoclip. Welche Personen oder welche Gruppe noch konkret diese Demo mitorganisiert, wird nicht gesagt.

Als „Warm up“ gibt es um 10.30 Uhr einen Autokorso unter dem Motto: „Für bezahlbare Energiekosten und Friedensverhandlungen“. Start hierfür: Kocherwiesen, Steinbacher Straße 55, Schwäbisch Hall

Quelle: privates Video

 

 

 




Musik für den Frieden

Der Landesmusikverband hat am Freitag, den 25. März zu einer musikalischen Aktion aufgerufen, bei der das Lied „Die Gedanken sind frei“ erklingen soll. Der 25. März wurde bewusst als Datum gewählt, da sich an diesem Tag die Annahme der sogenannten Berliner Erklärung durch alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union gemeinsam mit dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission zum 15. Mal jährt.

Öhringen unterstützt die Aktion

Die Stadt Öhringen unterstützt diese Aktion mit einem Konzert unter dem Titel „Musik für den Frieden“ am 25. März um 18 Uhr im Hofgarten. Bei Regen findet die Veranstaltung in der Stiftskirche statt. Es werden an dem Tag Spendengelder für die Ukraine gesammelt, die dem Härtefall-Fond vom Kiwanis-Club Öhringen zugutekommen. Der Fond hilft direkt den Flüchtlingen aus der Ukraine, die in Hohenlohe aufgenommen wurden. Organisiert wird die Veranstaltung von Jugendmusikschulleiter Andreas Schwarz in Zusammenarbeit mit Heidrun Südecum vom städtischen Kulturamt. Neben dem Lied „Die Gedanken sind frei“ werden noch weitere Musikstücke erklingen. Musizieren soll ein großes, gemeinsames Orchester der verschiedenen musiktreibenden Vereine und Kirchen, sowie Chöre.

„Ich hoffe sehr, dass wir mit diesem Konzert ein Zeichen für Frieden und Solidarität setzen können.“

„Der Krieg in der Ukraine hat uns alle in den letzten zwei Wochen sehr erschüttert. Unzählige Menschen müssen um ihr Leben fürchten, ihre Heimat verlassen und dabei alles zurücklassen“, sagt Andreas Schwarz. „Ich hoffe sehr, dass wir mit diesem Konzert ein Zeichen für Frieden und Solidarität setzen können.“

Pressemitteilung Stadt Öhringen




Lasst uns nicht mit wehenden Fahnen in den Krieg ziehen

Der 24. Februar 2022 wird als Wendepunkt in die Geschichte eingehen. Nach fast 80 Jahren rollen deutsche Panzer wieder Richtung Osten oder es fliegen Bomben in Europa. Es scheint die Geschichte von David gegen Goliath zu sein, unter anderem deshalb steht die westliche Welt hinter der Ukraine. Aber auch weil uns eine ähnliche Kultur verbindet, weil die Ukraine doch nicht so weit weg ist (nur rund 1.000 Kilometer) wie Syrien oder andere Kriegsländer.

David gegen Goliath

Die Medien bedienen derzeit dieses Narrativ. David gegen Goliath in extremen Ausmaß, unter anderem weil hier auch von ukrainischer Seite Medienprofis am Werk sind wie die Klitschkobrüder oder der ehemalige Schauspieler und jetzige Regierungschef Selenski.

Etwas „Gutes“ mit Krieg bewirken

Nicht nur Russen, auch wir Deutsche erleben eine Kriegspropaganda, ohne es zu merken. Eine Kriegspropaganda kennzeichnet sich dadurch aus, dass sie ein extremens Schwarz-weiß-Denken zeichnet (etwa die Tagesschau, die relativ einseitig die Beweggründe des Westens darstellt), ein Bild Gut und gegen Böse entwirft („Putins Krieg“, wie das Nachrichtenmagazin Spiegel immer wieder auf seinem Titel schreibt) und den Krieg dadurch legitimiert, dass wir etwas „Gutes“ damit bewirken, indem wir mit Waffen für unsere Werte eintreten oder diesen Krieg mit Waffen unterstützen („Verteidigung unserer Werte“). Vor zwei Monaten hätte bei einer Umfrage die Mehrheit der Deutschen eine Krieg in jedweder Form abgelehnt. Nun, innerhalb so kurzer Zeit, hängen an Deutschlands Fenstern mehr blau-gelbe als deutsche Fahnen, dass Deutschland sich nun mit militärischen Mitteln am Krieg beteiligt, wird von einer breiten Bevökkerungsmehrheit unterstützt. So schnell manipulierbar ist der Mensch.

Man bekämpft Feuer nicht mit Feuer

Dabei ist es doch so: Man bekämpft kein Feuer mit Feuer. Das hat noch nie in der Geshichte funktioniert, sondern nur noch größeres und längeres Leid ausgelöst. Ein Bürger hat Hohenlohes Dekan Ingo Kuhbach die Idee nahe gebracht, anstatt mit Waffen, Putin mit Blumen entgegenzutreten. Kuhbach habe diese Aussage „nicht nachvollziehen können“. In der aktuellen Situation könne er derartiges pazifistisches Gedankgut nur in einem bgrenztent Maße nachvollziehen, so erzählt er es öffentlich an der Friedensdemo in Künzelsau am Freitag, den 18. März 2022. Aber warum? Wenn schon nicht mehr Kirchenvertreter, wer tritt dann noch für Frieden ein? Frieden ist immer die beste aller Lösungen. Lasst die Ukrainer fliehen, gewähren wir ihnen im Herzen Europas eine neue Heimat, zurück bleibt ein Land ohne Volk. Damit kann auch Putin nichts anfangen. Russlands Regierungsoberhaupt wird sicher kein Nato-Mitglied angreifen. Daher wird die rote Linie dort sein, wo der ukrainische Boden endet. Daher möchte Putin verhindern, dass die Ukraine Nato-Mitglied wird. Weil er sich eben nicht mit der Nato anlegen wird.

Für Frieden und Freiheit

Wir dürfen in diesen Zeiten vor allem eines nicht: unsere Werte über den Haufen werfen. Wir sind die vergangenen 80 Jahre für Frieden und Freiheit eingetreten und das muss auch künftig unsere höchste Prämisse sein, wollen wir nicht ebenfalls auf der schwarzen Seite der Geschichte stehen.




„Solange man redet, schießt man nicht“

Diverse lokale, politische und kirchliche Vereine hatten am Freitag, den 18. März 2022, zu einer Friedensdemo für die Ukraine nach Künzelsau gerufen. Rund 100 bis 200 Menschen (laut eigenen Schätzungen) sind diesem Ruf, teilweise mit Friedensplakaten, gefolgt.

Dekan Kuhbach tut sich schwer mit friedlicher Gegenwehr

Als Redner sprachen unter anderem Ingo Kuhbach vom katholisches Dekanat Hohenlohe und Dekanatsjugendseelsorger Gerold Traub.

Am 24. Februar 2022 [Offizieller Beginn des Ukraine-Krieges, Anm. d. Red.] dachte er, er wache in einer falschen Welt auf, erinnert sich Dekan Ingo Kuhbach. „Der Krieg von 2015 [Syrien] war damals weit weg. Dieser Krieg jetzt ist nicht mehr ganz so weit weg.“ Rund 1.000 Kilometer seien es bis zur Ukraine, „das ist nicht wirklich weit“. Viele Menschen, vor allem ältere Mitbürger:innen, hätten nun Angst. Manche Menschen hätten ihn aber auch angesprochen und gesagt: Wie wäre es, wenn die Menschen dort nicht kriegerisch antworten würden, sondern mit Blumen entgegenlaufen würden.“ Davon hält Kuhbach nicht sonderlich viel. „Ich gebe zu, ich muss da schlucken. Ich kann solche pazifistischen Gedanken durchaus irgendwie verstehen. Aber mein Verstand sagt mir auch: Wenn die Menschen wirklich so dem Aggressor begegnen würden, dann hätte die russische Propaganda Recht, die sagt, sie werden mit offenen Armen empfangen.“ Und doch denke er, in diesem „Wunschdenken“ stecke etwas, drin, was man nicht ganz beiseite schieben sollten, nämlich, den stillen Widerstand gegen Krieg anders zu leben. Wir können das jetzt hier zum Glück in Freiheit tun. In Russland und in Belarus ist das nicht so einfach möglich. Es gibt überalle gerade Friedensgebete und Kerzen. Vielleicht wäre es gut, wenn wir jeden Tag für eine kurze Zeit eine Kerze anzünden und ein Friedensgebet sprechen und somit gute Gedanken den Menschen schicken, die sich gerade einsetzen für Frieden.“

„Bringt beten überhaupt etwas?“

„Kirchen organisieren Friedensgebete und viele fragen sich: Bringt beten überhapt was?“, fragt Gerold Traub. Ganz nüchtern betrachtet „schützt mein Gebet nicht vor Bombenangriffen“, sagt Traub nüchtern. „Es verschafft Flüchtenden keine Unterkunft und mein Gebet wird auch die Meinung von Wladimir Putin nicht verändern. Hilft reden denn überhaupt was? Anna-Lena Bearbock hat, bevor es eskaliert ist, gesagt: ,Solange man redet, schießt man nicht.‘ Aber alleine durch Reden wird kein hungriger Mensch satt und auch Krankheiten verschwinden nicht aus dieser Welt. Aber die Einstellung von Gesprächspartnern zueinander kann sich verändern. Wir haben die letzten zwei Jahre auch in einem anderen Zusammenhang [Corona, Anm. d. Red.] erlebt, wie Beziehungen zerbrechen können, wenn ich nur meine eigene Wahrheit als die alleinige Wahrheit nehme. Im Gespräch können wir uns wieder annähern, obwohl wir ganz anderer Meinung sind.“ Wichtig sei es, dass man einander wieder zuhöre.

1.000 Kraniche für den Weltfrieden und ein langes, gesundes Leben

Nicola, eine Sprecherin für Fridays for future hielt die Auftaktrede, in welche sie dazu unter anderem zu einer Aktion aufrief, die auch von der Stadtverwaltung Künzelsau unterstützt wird: innerhalb der nächsten zwei Wochen 1.000 Kraniche für die Ukraine zu basteln.  „In Japan und China gelten sie als Glücksbringer, nach dem Zweiten Weltkrieg als Symbol des Friedens. Bei der Aktion falten Städte mindestens 1.000 Kraniche und schicken sie danach an die Vereinten Nationen nach Genf oder New York als Zeichen des Friedens. Warum 1.000? Nach alter japanischer Weisheit soll das falten von 1.000 Kranichen ein langes und gesundes Leben garantieren.“

Auch Spenden sammelten die Organisatoren an dieser Demo ein. Ein Teil davon soll an die Stadtverwaltung gehen, die die Spenden für die Geflüchteten hier vor Ort verwenden will. Mit einem anderen Teil soll das Deutsche Rote Kreuz unterstützt werden.

Zwischen den einzelnen Reden gab es Liedeinlagen, unter anderem Imagine von John Lennon durften die Demoteilnehmer hören.

 

 




„Wir fordern das sofortige Ende dieses Krieges“

Anbei veröffentlichen wir erste Fotos von der Demo in Künzelsau am Freitag, den 18. März 2022 für Frieden und Freiheit in der Ukraine. Es fanden sich zirka 100 bis 200 Teilnehmer:innen (eigene Schätzung) auf den Wertwiesen ein. Die Polizei war ebenfalls mit mehreren Fahrzeugen vor Ort. Unter anderem Dekanatsjugendseelsorger Gerold Traub und Ingo Kuhbach vom katholischen Dekanat Hohenlohe hielten Reden.

Eine ausführliche Berichterstattung mit Videos und den einzelnen Reden folgt in Kürze.

Die meisten Teilnehmer:innen trugen Mundschutz. Foto: GSCHWÄTZ

Auch die Polizei war mit mehreren Fahrzeugen vor Ort. Foto: GSCHWÄTZ

Musikalische Einlage. Foto: GSCHWÄTZ

Demo für den Frieden

100 bis 200 Teilnehmer versammelten sich an den Wertwiesen. Foto: GSCHWÄTZ

Fridays for future stellten ihre Planungen für den Weltklimatag hintenan und demonstrieren für Frieden, Freiheit und Demokratie in der Ukraine. Foto: GSCHWÄTZ

Demo am Freitag, den 18. März 2022 in Künzelsau.

Demoteilnehmer. Foto: GSCHWÄTZ

Viele ältere Mitbürger:innen, Student:innen und Mütter mit ihren Kindern waren vor Ort. Foto: GSCHWÄTZ

Demo am Freitag, den 18. März 2022 in Künzelsau für Frieden und Freiheit in der Ukraine. Foto: GSCHWÄTZ

Demo am Freitag, den 18. März 2022 in Künzelsau für Frieden und Freiheit in der Ukraine. Foto: GSCHWÄTZ

Demo am Freitag, den 18. März 2022 in Künzelsau für Frieden und Freiheit in der Ukraine. Foto: GSCHWÄTZ

Demo am Freitag, den 18. März 2022 in Künzelsau für Frieden und Freiheit in der Ukraine. Foto: GSCHWÄTZ




„Nein zu Krieg und Gewalt“ – Friedensdemonstration in Künzelsau

Der SPD-Ortsverein Künzelsau-Ingelfingen als einer der  Veranstalter lädt mit dem folgenden Aufruf zur Friedensdemonstration ein:

Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der russischen Regierung gegen die Ukraine erschüttert die Welt, insbesondere uns Menschen in Westeuropa. Seit über 80 Jahren leben wir in Frieden, in Wohlstand und in Freiheit. Viele Katastrophen und Kriege haben sich seither auf der Welt ereignet, doch nun, mit dem russischen Krieg in der Ukraine, vor den Toren der EU und in Europa, erleben wir unmittelbar seine grausamen Folgen.

„Menschenwürde und unsere europäischen Werte hochhalten“

Wir stellen uns dem Krieg entgegen, indem wir die Menschenwürde und unsere europäischen Werte hochhalten: Zusammenhalt, Demokratie, Freiheit und Freundschaft über Grenzen hinweg. Dafür gehen wir gemeinsam auf die Straße und sagen laut: „Nein zu Krieg und Gewalt.“ Gemeinsam treten wir ein gegen Hass und Gewalt, für Frieden und Gerechtigkeit.

Humanitäre Katastrophe: Millionen von Menschen, vor allem Frauen und Kinder sind auf der Flucht

Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat eine humanitäre Katastrophe ausgelöst. Millionen von Menschen, vor allem Frauen und Kinder sind auf der Flucht: Sie suchen Schutz im eigenen Land, in den direkten Nachbarländern wie Polen, Ungarn, der Slowakei und Rumänien, und in allen anderen europäischen Staaten. Auch hier, in Künzelsau, im Hohenlohekreis, sind bereits Schutzsuchende aus der Ukraine eingetroffen.

„Wir helfen denen, die als Schutzsuchende zu uns kommen“

Wir helfen denen, die als Schutzsuchende zu uns kommen, geben ihnen ein Zuhause, Wärme und Hoffnung. Wir helfen denen, die vor Ort bleiben mit Spenden. Wir zeigen uns solidarisch mit den Menschen in der Ukraine und jenen auf der Flucht. Dafür gehen wir gemeinsam auf die Straße und sagen laut: „Seid willkommen bei uns.“

Wir laden herzlich zu unserer angemeldeten Kundgebung auf den Wertwiesen in Künzelsau
am Freitag, 18. März 2022, um 16.30 Uhr ein. Mit Abstand, FFP2-Masken und kurzen Rede- sowie Musikbeiträgen wollen wir ein Zeichen setzen: für den Frieden, für die Solidarität, gegen Hass und Gewalt.

Pressemitteilung SPD Künzelsau-Ingelfingen